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Nahost-Newsblog

US-Botschafter erzürnt arabische Welt mit Israel-These ++ Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon

Im Nahen Osten bleibt die Lage angespannt. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.

17:58 Uhr

Montag, 23. Februar

US-Regierungsbeamter: Verhandlungen mit Iran am Donnerstag

Die USA wollen an diesem Donnerstag US-Regierungskreisen zufolge mit dem Iran in Genf verhandeln. Ein Regierungsbeamter bestätigte dies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereits Irans Aussenminister Abbas Araghtschi eine weitere Verhandlungsrunde mit den USA in wenigen Tagen in Aussicht gestellt.

Die USA und der Iran verhandeln derzeit über das umstrittene iranische Atomprogramm – doch greifbare Fortschritte gibt es bislang nicht. Befürchtet wird, dass US-Präsident Donald Trump stattdessen zu einem militärischen Schlag gegen die Führung in Teheran ausholt. (dpa)

17:00 Uhr

Montag, 23. Februar

US-Flugzeugträger legt auf Kreta an – Zeichen an den Iran

Der grösste Flugzeugträger der US-Marine, der «USS Gerald R. Ford», ist in die Souda-Bucht auf Kreta eingelaufen. Nach Angaben aus Militärkreisen dient der Aufenthalt auf dem dortigen grossen Marine- und Luftwaffenstützpunkt der Versorgung des Schiffs.

Der USS Gerald R. Ford.
Bild: AP

Wachsende Spannungen im Atomstreit

Die Ankunft erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Streit zwischen den USA und dem Iran über dessen Atom- und Raketenprogramm. Washington hatte seine militärische Präsenz in der Region zuletzt deutlich verstärkt, unter anderem mit dem Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» Zudem befinden sich weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Kampfflugzeuge in der Region.

Israelische Medien berichteten zudem, auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv seien Tank- und Transportflugzeuge des US-Militärs gesichtet worden.

US-Präsident Donald Trump hatte Teheran erneut mit einem militärischen Angriff gedroht, sollten Verhandlungen über das Atomprogramm Irans scheitern. Von Kreta aus kann der Flugzeugträger binnen eines Tages den Nahen Osten erreichen.

Netanyahu wiederholt scharfe Warnung an Teheran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bekräftigte bei einer Ansprache im Parlament in Jerusalem scharfe Warnungen an Teheran vor einem Angriff auf Israel. In diesem Fall würde der jüdische Staat «mit einer solchen Kraft reagieren, wie sie es sich überhaupt nicht vorstellen können», sagte der Regierungschef. «Wir durchleben sehr herausfordernde und komplexe Tage, das Volk weiss das», sagte er zudem. «Niemand weiss, was der nächste Tag bringen wird. Wir sind wachsam und auf jedes Szenario vorbereitet. In diesen Tagen gilt es, die Reihen zu schliessen.» (dpa)

15:50 Uhr

Montag, 23. Februar

Spannungen mit dem Iran: USA ziehen Diplomaten aus Libanon ab

Die USA ziehen wegen der Spannungen mit dem Iran einen Teil ihrer Diplomaten aus dem Libanon ab. Alle nicht unbedingt notwendigen diplomatischen Vertreter der USA und Familienangehörige seien angewiesen worden, das Land zu verlassen, verlautete am Montag aus dem US-Aussenministerium.

Eine kontinuierliche Bewertung der regionalen Sicherheitslage habe zu der Einschätzung geführt, dass nur noch das unbedingt notwendige Personal im Libanon bleiben solle, sagte die Gewährsperson der Nachrichtenagentur AP. Es sei eine vorübergehende Massnahme, die US-Botschaft habe am Montag weiter ihre Aufgaben wahrgenommen. (dpa)

11:16 Uhr

Montag, 23. Februar

Proteste an iranischen Universitäten halten an

Im Iran dauern die Proteste an Universitäten den dritten Tag in Folge an. Zum Auftakt des neuen Semesters, das sich nach der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste Anfang Januar verzögert hatte, kam es unter anderem an der Alsahra-Universität, der Scharif-Universität und der TU Amirkabir in Teheran zu neuen Demonstrationen. In sozialen Medien verbreitete Videos zeigen Studierende, die Parolen gegen die politische Führung rufen und die Unterstützung der Regierung für militante Gruppen in der Region kritisieren. Auch Zusammenstösse zwischen Studierenden und Mitgliedern der paramilitärischen Basidsch-Organisation wurden gemeldet.

Die Universitäten hatten ihren Betrieb nach den landesweiten Protesten vorübergehend eingestellt, zudem war der Internetzugang zeitweise blockiert worden. Laut dem Aktivistennetzwerk HRANA kamen bei der Niederschlagung der Unruhen mehr als 7’000 Menschen ums Leben. Die neuen Proteste begannen mit Gedenkfeiern für getötete Demonstranten; Beobachtern zufolge haben die lange Schliessung der Hochschulen und die politische Polarisierung die Spannungen an den Universitäten weiter verschärft. (dpa)

06:50 Uhr

Sonntag, 22. Februar

US-Botschafter erzürnt arabische Welt mit Israel-These

Arabische und muslimische Staaten haben empört auf Aussagen des US-Botschafters in Israel, Mike Huckabee, reagiert, wonach der jüdische Staat ein biblisches Recht auf weite Teile des Nahen Ostens habe. In einem Interview hatte ihn der rechte Online-Kommentator Tucker Carlson gefragt, ob Israel gemäss wörtlicher Auslegung der Bibel das Recht habe, grosse Teile des heutigen Nahen Ostens zu beanspruchen. Huckabee antwortete: «Es wäre in Ordnung, wenn sie alles nähmen.» Kurz darauf ruderte er zurück und sagte, Carlsons Frage sei irrelevant, da Israel keine solchen Absichten habe. Israel habe das Recht, in dem Land zu leben, das es derzeit besitze, sagte er.

In einer vom saudischen Aussenministerium auf der Plattform X veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme verurteilten die Aussenministerien mehrerer arabischer und muslimischer Staaten zusammen mit der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der Arabischen Liga und dem Golf-Kooperationsrat die Äusserungen des US-Botschafters «auf das Schärfste». Sie äusserten ihre «tiefe Besorgnis» darüber. Huckabees «gefährliche und hetzerische Äusserungen» stellten einen «eklatanten Verstoss» gegen die Grundsätze des Völkerrechts und die Charta der Vereinten Nationen dar. (dpa)

14:00 Uhr

Samstag, 21. Februar

Hisbollah meldet acht getötete Mitglieder nach Luftangriffen

Die jüngsten israelischen Luftangriffe im Osten des Libanons haben nach Hisbollah-Angaben acht Mitglieder der militanten Miliz das Leben gekostet. Das libanesische Gesundheitsministerium gab die Zahl der Todesopfer am Samstag mit zehn an, unterschied jedoch nicht zwischen Extremisten und Zivilisten. Hisbollah-Vertreter, die anonym bleiben wollten, sagten der Nachrichtenagentur AP, dass die acht Kämpfer am Freitagabend bei Angriffen nahe der Ortschaft Rajak im Nordosten des Libanon getötet worden seien. Drei von ihnen seien lokale Kommandeure gewesen.

Das libanesische Gesundheitsministerium erklärte, dass bei israelischen Angriffen auf den Osten des Libanons zehn Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden seien. Krankenhausdirektor Ali Abdullah sagte der AP, die Angriffe seien nach Sonnenuntergang verübt worden. Man habe zehn Leichen und 21 Verletzte aufgenommen. Unter den Toten seien zwei Ausländer – ein syrischer Mann und eine äthiopische Frau. (dpa)

13:56 Uhr

Samstag, 21. februar

Neue Proteste an iranischer Elite-Universität

Mit Beginn des neuen Semesters im Iran sind an einer renommierten Universität neue Proteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem ausgebrochen. An der Scharif-Universität für Technologie in der Hauptstadt Teheran riefen Studierende Protestslogans, wie Aktivisten in den sozialen Medien berichteten. Dabei kam es auch zu Zusammenstössen mit den paramilitärischen Basidsch-Ei«nheiten, wie es in dem Bericht des studentischen Newsletters «Amirkabir» hiess. Weitere Proteste gab es demnach auch von Medizinstudenten in der nordöstlichen Millionenmetropole Maschhad. Augenzeugen in Teheran bestätigten die neuen Proteste an der Scharif-Universität, die als Elite-Hochschule gilt. (dpa)

10:37 Uhr

Samstag, 21. Februar

Amnesty: Nach Protesten im Iran drohen 30 Todesstrafen

Mindestens 30 Menschen im Iran droht im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten laut Informationen von Amnesty International die Todesstrafe. In acht Fällen sei bereits ein Urteil gesprochen worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation. Unter den 22 weiteren vor Gericht verhandelten Fällen seien zwei Männer noch minderjährig, berichtete Amnesty weiter. Die iranische Justiz hat bislang offiziell kein Todesurteil verkündet. Vor einer Woche berichtete jedoch die mit den Behörden verbundene Nachrichtenagentur Misan über einen Prozess, in dem drei Männern nach der Beteiligung an Unruhen die Todesstrafe droht. (dpa)

07:02 Uhr

Samstag, 21. Februar

Israel: Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon – Bericht über Tote

Bei israelischen Luftangriffen im Osten des Libanon sind einem libanesischen Bericht zufolge sechs Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete insgesamt sechs Luftangriffe auf Gebäude, unter anderem nahe der Stadt Baalbek. Israels Armee bestätigte Angriffe in der Gegend und erklärte, Ziel seien Kommandozentralen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gewesen. Unter den Getöteten ist ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur, wie es aus Sicherheitskreisen im Libanon hiess. Zur Identität der anderen Opfer war zunächst nichts bekannt. Laut Israels Militär nutzt die Miliz die getroffenen Kommandozentralen, um dort Anschläge auch gegen den Staat Israel zu planen. (dpa)

20:33 Uhr

Freitag, 20. Februar

Trump zieht begrenzte Angriffe auf Iran in Erwägung

US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben begrenzte Militärschläge gegen den Iran. Auf eine Reporterfrage, ob ein begrenztes militärisches Vorgehen gegen die Islamische Republik noch während der Gespräche über Teherans Atomprogramm denkbar sei, antwortete Trump am Freitag: «Ich denke, ich kann sagen, dass ich das in Erwägung ziehe.»

Zuvor hatte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi in einem Fernsehinterview erklärt, sein Land beabsichtige, «in den nächsten zwei bis drei Tagen» einen Vertragsentwurf fertigzustellen und diesen anschliessend nach Washington zu schicken. «Ich glaube nicht, dass es lange dauern wird, vielleicht in etwa einer Woche können wir ernsthafte Verhandlungen über den Text aufnehmen und zu einem Ergebnis kommen», sagte er dem US-Sender MS NOW.

Die Islamische Republik behauptet, ihr Atomprogramm diene allein friedlichen Zwecken. Die USA und andere Länder glauben, dass es vielmehr darauf abzielt, eines Tages Atomwaffen hervorzubringen.

Spannungen nehmen seit Wochen zu

Die Spannungen zwischen den langjährigen Intimfeinden USA und Iran haben in den vergangenen Wochen und Monaten zugenommen, insbesondere seit der blutigen Niederschlagung der Proteste im Iran. Die USA haben ihre Militärpräsenz im Nahen Osten erheblich verstärkt, um Teheran zu Zugeständnissen zu bewegen. Weitere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge sind auf dem Weg in die Region. Beide Länder haben signalisiert, sie seien bereit für einen Krieg im Falle eines Scheiterns der Gespräche über das Atomprogramm. «Wir sind vorbereitet auf Krieg, und wir sind vorbereitet auf Frieden», sagte Araghtschi am Freitag.

Am Donnerstag hatte Trump erklärt, er glaube, dass 10 bis 15 Tage «genug Zeit» für den Iran seien, um nach indirekten Gesprächen, unter anderem in dieser Woche in Genf, ein Abkommen zu schliessen. Tatsächlich befinden sich die Gespräche seit Jahren in einer Sackgasse. (dpa)

14:59 Uhr

Freitag, 20. Februar

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Wegen der Gefahr einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran hat das Auswärtige Amt die Sicherheitshinweise und die seit November 2022 bestehende Ausreiseaufforderung an Deutsche in dem Land bekräftigt. Ein Sprecher des Ministeriums in Berlin forderte deutsche Staatsangehörige nachdrücklich auf, den Iran zu verlassen. «Es bestehen, wenngleich eingeschränkt, auch weiterhin kommerzielle Verbindungen, Flugverbindungen aus dem Iran in umliegende Länder und auch auf dem Landweg ist weiterhin eine Ausreise möglich», sagte er. Im Falle einer wie auch immer gearteten Eskalation könne konsularische Hilfe nicht garantiert werden. (dpa)

11:18 Uhr

Freitag, 20. Februar

75 Millionen Euro: FIFA kündigt Hilfsfonds für Gaza an

Der Fußball-Weltverband FIFA hat einen Fonds zum Wiederaufbau zerstörter Sportanlagen im Gazastreifen angekündigt. US-Präsident Donald Trump sagte beim ersten Treffen seines neu geschaffenen «Friedensrates» in Washington, die FIFA werde helfen, insgesamt 75 Millionen Dollar für Projekte in Gaza einzuwerben. Die FIFA konkretisierte die Pläne in einer Mitteilung, nannte die Summe zwar nicht, dafür aber vier konkrete Phasen.

Demnach werde es zunächst 50 Minifelder geben, um sichere und barrierefreie Spielmöglichkeiten zu schaffen. Ebenfalls geplant sind die Einführung des FIFA-Programms «Fußball für Schulen», die Verteilung von Ausrüstung sowie strukturierte Kinderfußballangebote. Darüber hinaus ist der Bau von fünf Spielfeldern in Normgröße als Grundlage für die Gründung organisierter lokaler Vereine sowie die Stärkung einer strukturierten Nachwuchsförderung geplant. Dann soll es ein Hochleistungszentrum für Eliteförderung, Bildung und Unterkunft geben. Als Phase 4 ist ein Nationalstadion mit 20.000 Plätzen geplant. (dpa)

06:52 Uhr

Freitag, 20. Februar

Iran droht mit «entschiedener» Reaktion im Fall von Angriff

Angesichts einer möglichen militärischen Eskalation im Konflikt zwischen Washington und Teheran hat der Iran für den Fall eines Angriffs mit «entschlossenen und angemessenen» Gegenmassnahmen gedroht. Dabei würden «alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Streitkräfte in der Region (...) legitime Ziele darstellen», heisst es in einem Brief des iranischen Botschafters bei den Vereinten Nationen an UN-Generalsekretär António Guterres. Das US-Militär unterhält im Nahen Osten eine Reihe Stützpunkte mit insgesamt Zehntausenden Soldaten.

Zugleich betonte Irans diplomatische Vertretung, dass das Land «weder Spannungen noch Krieg anstrebt und keinen Krieg beginnen wird». In dem Schreiben beteuerte der Iran seine Bereitschaft, weiter an einer diplomatischen Einigung zu arbeiten. Im Konflikt um das iranische Atomprogramm sei es durchaus möglich, «eine dauerhafte und ausgewogene Lösung zu erreichen». Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist für ein Abkommen mit dem Iran genannt und 10 bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei «so ziemlich das Maximum». Zugleich drohte er: «Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich.» (dpa)

22:20 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Trump setzt Iran Frist bis Anfang März für Einigung im Atomstreit

Donald Trump hat dem Iran für eine Einigung im Streit über sein Atomprogramm eine Frist bis Anfang März gesetzt. Die Führung in Teheran habe 10 bis 15 Tage Zeit, um einen Deal mit den USA zu erzielen, sagte Trump am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. «Ich denke, das sollte genug Zeit sein.»

Zuvor hatte Trump gesagt, «sehr schlimme Dinge» würden dem Iran widerfahren, wenn er kein Abkommen mit den USA über sein Atomabkommen schliesse. Auf die Frage eines Reporters dazu, was das Ziel eines US-Angriffs im Iran sein könnte, wollte sich der US-Präsident in der Air Force One nicht äussern. «Darüber werde ich mit Ihnen nicht sprechen. Entweder wir kommen zu einer Einigung, oder es wird für sie unglücklich enden.» (dpa)

17:54 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Trump : Iran-Kurs wohl «in den nächsten zehn Tagen» klar

Donald Trump hat den Iran vor erheblichen Konsequenzen gewarnt, sollte Teheran sich in den Atomverhandlungen mit den USA nicht auf einen Deal einlassen. Sollte es nicht zu einer Vereinbarung kommen, werde es «einen sehr anderen Weg» geben, warnte Trump bei der ersten Sitzung seines Friedensrats. In welche Richtung es gehen wird, werde die Welt «wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden».

Mit Blick auf die laufenden Verhandlungen sagte Trump , es gebe «gute Gespräche». Er bekräftigte: «Sie dürfen keine Atomwaffe haben - man kann keinen Frieden im Nahen Osten haben, wenn sie eine Atomwaffe haben.» Zugleich betonte er, dass es nicht einfach sei, einen aus seiner Sicht guten Deal zu machen. Eine Einigung sei aber zwingend notwendig: «Wir müssen einen bedeutenden Deal machen, sonst passieren schlechte Dinge.» (dpa)

17:09 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Trump: Fünf Länder werden Soldaten nach Gaza schicken

Um einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen zu sichern, wollen fünf Staaten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Soldaten in den zerstörten Küstenstreifen schicken. Trump nannte bei der ersten Sitzung des Friedensrats in der US-Hauptstadt Washington Marokko, Albanien, Kosovo, Kasachstan und Indonesien. Details nannte er nicht.

Der Friedensrat soll die sogenannte internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. (dpa)

10:07 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

UN-Bericht: Anzeichen für ethnische Säuberungen in Gaza

Das UN-Menschenrechtsbüro in Genf sieht Anzeichen für ethnische Säuberungen in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten. «Verstärkte Angriffe, die systematische Zerstörung ganzer Stadtteile und die Verweigerung humanitärer Hilfe zielt offenbar auf eine dauerhafte demografische Veränderung im Gazastreifen ab», heisst es in dem Bericht. «Zusammen mit den Zwangsumsiedlungen, die offenbar auf eine dauerhafte Vertreibung abzielen, gibt dies Anlass zu Besorgnis über ethnische Säuberungen im Gazastreifen und im Westjordanland.»

Israel wirft dem UN-Menschenrechtsrat seit Langem Voreingenommenheit vor. Um eine Stellungnahme zu dem Bericht gebeten teilte die israelische Vertretung in Genf auf Nachfrage mit: «Das Büro des Hochkommissars (für Menschenrechte) betreibt eine bösartige Kampagne der Dämonisierung und Desinformation gegen den Staat Israel.» Es arbeite mit Experten zusammen, die Hetze verbreiteten, und habe deshalb keine Glaubwürdigkeit. (dpa)

10:05 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Nach offenem Brief: Berlinale weist Zensurvorwurf zurück

Die Berlinale hat auf einen offenen Brief von Filmschaffenden reagiert und den Vorwurf zurückgewiesen, kritische Stimmen zum Krieg im Gazastreifen zu zensieren. Es stimme nicht, dass sie Filmemacher «zum Schweigen gebracht» oder «eingeschüchtert» hätten, sagte Festivalchefin Tricia Tuttle der Nachrichtenagentur DPA. Das Branchenblatt «Variety» hatte zuvor einen Text veröffentlicht, in dem rund 80 Filmschaffende der Berlinale eine mangelnde Positionierung im Gaza-Krieg vorwerfen. Unterzeichnet wurde der Brief etwa von Schauspielerin Tilda Swinton („The Room Next Door“) und Schauspieler Javier Bardem („F1“).

Die Filmfestspiele in Berlin waren vor einer Woche eröffnet worden, am Samstag werden nun die Auszeichnungen im Wettbewerb verliehen. Die US-Amerikanerin Tuttle leitet das Festival zum zweiten Mal. Der Brief habe sie überrascht und es sei «unglaublich hart» gewesen, ihn zu lesen, sagte Tuttle. Einige der Unterzeichner kenne sie und sie habe sich gewünscht, dass sie sie zuerst kontaktiert hätten, um über einige Behauptungen zu sprechen. Schauspielerin Swinton hatte 2025 den Goldenen Ehrenbären der Berlinale erhalten. «Wie bei den anderen Leuten war ich enttäuscht, dass wir vor der Unterzeichnung des Briefes nicht miteinander sprechen konnten. Ich werde auf jeden Fall ein Gespräch darüber führen.» (dpa)

07:59 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

US-Aussenminister Rubio will kommende Woche nach Israel reisen

US-Aussenminister Marco Rubio plant nach AP-Informationen eine Reise nach Israel in der kommenden Woche. Dort will er den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu über die Gespräche zu einem möglichen Atomabkommen zwischen den USA und dem Iran informieren, wie aus Regierungskreisen verlautete. Rubio werde Netanyahu voraussichtlich am 28. Februar treffen, sagten zwei Regierungsvertreter der AP am Mittwoch (Ortszeit).

Die USA und der Iran haben zuletzt zwei Runden indirekter Gespräche über das Atomprogramm der Islamischen Republik geführt. Trump hatte Netanyahu vergangene Woche im Weissen Haus empfangen und anschliessend auf seiner Plattform Truth Social erklärt, er habe gegenüber dem israelischen Regierungschef Netanyahu darauf bestanden, die Gespräche mit der Islamischen Republik fortzusetzen. (dpa)

07:58 Uhr

Donnerstag, 19. Februar

Israel greift erneut Ziele im Libanon an

Die israelische Armee hat erneut mehrere Ziele im Libanon angegriffen. Im Süden des Nachbarlandes seien in mehreren Gebieten Waffenlager und Raketenwerfer der Hisbollah-Miliz attackiert worden, teilte das Militär mit. Zu den angegriffenen Zielen gehöre ausserdem militärische Infrastruktur, die der Miliz für Terroranschläge gegen Israels Armee und den jüdischen Staat gedient habe, hiess es. Dessen Präsenz stelle einen Verstoss gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und dem Libanon dar.

Die israelische Armee machte keine Angaben zu möglichen Opfern der Angriffe. Israel und die Hisbollah-Miliz führten zuletzt bis Ende 2024 Krieg gegeneinander. Im November 2024 trat eine Waffenruhe in Kraft. Dieser Vereinbarung zufolge soll die vom Iran unterstützte Schiiten-Miliz entwaffnet werden. Ende vergangenen Jahres lief eine wichtige Frist dafür allerdings aus. Israels Militär greift dort trotz der geltenden Waffenruhe fast täglich Ziele an. (dpa)

12:03 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Israel verschärft Sicherheitsmassnahmen zum Ramadan

Israel hat zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan die Sicherheitsvorkehrungen erhöht und den Zugang für Palästinenser aus dem Westjordanland zum Freitagsgebet auf dem Tempelberg in Jerusalem auf 10'000 Personen begrenzt. Zugelassen sind nur Männer ab 55, Frauen ab 50 und Kinder bis 12 Jahren in Begleitung. Zudem sind Genehmigungen und Sicherheitsprüfungen erforderlich. In Ostjerusalem und im Westjordanland sind Tausende zusätzliche Sicherheitskräfte im Einsatz.

Während des Ramadan kommt es in Jerusalem immer wieder zu Spannungen. Für arabische Israelis gelten keine Beschränkungen; zu den Freitagsgebeten werden Zehntausende Gläubige erwartet. Der Tempelberg ist sowohl für Muslime als auch für Juden von zentraler religiöser Bedeutung. (dpa)

09:51 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

RTS-Kommentar über israelischen Sportler sorgt für Aufregung – der Sender reagiert

Eine Szene der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina geht derzeit in den sozialen Netzwerken viral. Auslöser sind die Aussagen eines Sportkommentators der RTS, die er live während der Fahrt des israelischen Bob-Duos machte. (watson.ch)

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08:44 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Filmschaffende kritisieren Berlinale wegen Schweigen zu Gaza

Javier Bardem, Tilda Swinton und Tobias Menzies gehören unter anderem zu den Unterzeichnern des offenen Briefes.
Bild: Keystone

«Man kann Kunst nicht von Politik trennen», schreiben über 80 Schauspieler und Regisseure in einem offenen Brief an die Berlinale zu deren Schweigen zum Gaza-Konflikt und Künstler zu zensieren, die sich öffentlich positionieren. Auch Tilda Swinton, Javier Bardem und Tobias Menzies gehören zu den Unterzeichnern. Die Kritik kam, nachdem Jurychef Wim Wenders in der Eröffnungspressekonferenz betont hatte, Filmemachen habe «nichts mit Politik zu tun». Seine Aussage, man solle sich «aus der Politik heraushalten», löste einen Shitstorm aus – und Festivalleiterin Tricia Tuttle reagierte mit dem Hinweis, dass Künstler nicht zu allen Debatten Stellung beziehen könnten, auf die sie keinen Einfluss hätten.

Die Unterzeichnenden widersprechen Wenders und wollen, dass die Berlinale endlich klar Stellung bezieht – so wie sie es etwa bei Gräueltaten im Iran oder in der Ukraine getan habe: «Wir fordern die Berlinale auf, ihrer moralischen Pflicht nachzukommen und ihre Ablehnung des israelischen Völkermords, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit und der Kriegsverbrechen an den Palästinensern unmissverständlich zu bekunden.» (zen)

03:38 Uhr

Mittwoch, 18. Februar

Mexiko will nur als Beobachter in Trumps «Friedensrat» dabei sein

Mexiko will nur als Beobachter und auf Botschafterebene am von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen «Friedensrat» teilnehmen. Wie Präsidentin Claudia Sheinbaum sagte, ist ihre Teilnahme ausgeschlossen. Der mexikanische UN-Botschafter soll das lateinamerikanische Land vertreten. Das Gremium soll erstmals an diesem Donnerstag in Washington zusammenkommen.

Laut dem Plan von Trump soll der «Friedensrat» eine internationale Stabilisierungstruppe (ISF) aufbauen, die im Gazastreifen für Ordnung sorgen soll. Auch will Trump ein Milliardenpaket an humanitärer und Wiederaufbau-Hilfe für den Gazastreifen vorstellen.

Mexiko erkenne zwar das Streben nach Frieden in jedem Bereich an, sagte Sheinbaum. Wenn es um den Frieden im Nahen Osten gehe, sei es allerdings wichtig, dass die Palästinenser ebenso wie Israel beteiligt seien: «Und so ist es bei dem Treffen nicht vorgesehen».

Viele Staaten sehen im «Friedensrat» eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. Deutschland ist nicht dabei. Länder wie Italien und Rumänien möchten ebenfalls wie Mexiko mit dem Status des Beobachters teilnehmen - Rumäniens Staatspräsident Nicusor Dan wird allerdings persönlich anwesend sein. (dpa)

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