
Beim Schweizer Leitindex Swiss Market Index (SMI) kommt es zu Veränderungen: Neu ins Aktienkursbarometer der 20 grössten Firmen schaffen es der Basler Generikakonzern Sandoz sowie der Zuger Hautspezialist Galderma. Sandoz kam vor drei Jahren an die Schweizer Börse, als Novartis sein Geschäft mit Nachahmerpräparaten abspaltete. Galderma feierte sein Börsendebüt 2024. Beide Titel konnten seither stark zulegen. Der Index wird per 21. September aktualisiert.
Für Sandoz ist die Aufnahme in den SMI ein Meilenstein, wie Konzernchef Richard Saynor sagt. Er verdeutliche die Entwicklung von Sandoz als eigenständige Firma und spiegle das wachsende Vertrauen der Investoren. Der Schritt biete zudem eine höhere Sichtbarkeit an den Kapitalmärkten und stärke die Investitionsfähigkeit.
Den SMI gibt es seit 1988. Er bildet drei Viertel der Gesamtkapitalisierung des hiesigen Aktienmarktes ab. Der Index wird auf Grundlage von Marktkapitalisierung und Umsatzentwicklung der Titel gebildet und ist laut dem Börsenbetreiber Six «ein starker Indikator für den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz».
Das Aufrücken von Sandoz und Galderma sorgt dafür, dass zwei andere Titel rausfallen. Es sind der Logistikkonzern Kühne & Nagel aus Schwyz sowie der Staatskonzern Swisscom. Der Telekomriese wurde nach seinem Börsengang 1998 in den Leitindex aufgenommen. Swisscom sowie Kühne & Nagel werden nun im sogenannten SMI-Mid geführt, der die Kursentwicklung von 30 mittelgrossen Unternehmen abbildet.
Das sind die Gründe für das Ausscheiden
Der Index-Ausschluss von Swisscom und Kühne & Nagel ist einerseits dem Umstand geschuldet, dass die neu aufgenommenen Titel eine markant bessere Kursentwicklung in den vergangenen 12 Monaten vorweisen können. Ein wichtiges Kriterium für die Indexzusammensetzung ist andererseits aber auch der sogenannte Streubesitz.
Allein die Aktien, die nicht in festen Händen sind, also nicht langfristigen einzelnen Gross- oder Hauptaktionären gehören, bilden die Grundlage für die Berechnung der sogenannten Marktgewichtigung. Sowohl bei Swisscom (Bund) als auch bei Kühne & Nagel (Klaus-Michael Kühne) halten Grossaktionäre jeweils mehr als 50 Prozent aller Aktien. Diese Tatsache hat in Verbindung mit der weniger guten Kursentwicklung zum Ausschluss von Swisscom und Kühne & Nagel geführt.




