13:32 Uhr
Dienstag, 8. September
Rekordverzinsung bei Pensionskassen
Die Schweizer Pensionskassen haben im Jahr 2025 eine durchschnittliche Rendite von 6,3 Prozent erzielt, vor allem dank der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten. Zu diesem Ergebnis kommt der «Risiko Check-up» des Pensionskassen-Beraters Complementa. Damit sei die Durchschnittsrendite der letzten zwei Jahrzehnte von 3,6 Prozent pro Jahr deutlich übertroffen worden. Die gute Rendite würden auch die Versicherten spüren: Ihre Guthaben werden laut Complementa mit durchschnittlich mit 4,3 Prozent verzinst, was dem höchsten Wert der letzten 25 Jahre entspreche. (nav)
12:38 Uhr
Dienstag, 8. September
BLS will 40 Stellen abbauen
Das Berner Bahnunternehmen BLS will bis 2030 rund Vollzeitstellen streichen. Wo immer möglich sollen die Stellen über Fluktuationen oder interne Wechsel abgebaut werden, wie das Bahnunternehmen am Dienstag bekannt gab. Zudem schliesst BLS bis Ende 2030 fünf Reisezentren und zwar in Seftigen, Hasle-Rüegsau, Ins, Münsingen und Zollikofen. In Zweisimmen werde die Zusammenarbeit mit der Montreux Berner Oberland Bahn (MOB) überprüft. Auf zwei Linien will BLS auf die ständige Begleitung verzichten.
Nötig geworden sind die Sparmassnahmen laut BLS aufgrund der zunehmend angespannten Lage bei der öffentlichen Hand. Bund und Kantone finanzieren die ungedeckten Kosten im regionalen Personenverkehr. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Billetten und Abos würden die Kosten nur zum Teil decken. (chm)

10:13 Uhr
Dienstag, 8. September
ABB und Rolls-Royce SMR unterzeichnen Deal zu kleinen, modularen Reaktoren
ABB und Rolls-Royce SMR haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese zielt darauf ab, die Entwicklung und den Einsatz standardisierter, kleiner modularer Reaktoren (SMRs) voranzutreiben, wie die beiden Unternehmen am Dienstag bekannt gaben. Jeder dieser kleinen Atomreaktoren könne 470 MW an CO₂‑armem Strom erzeugen. Im Rahmen der Vereinbarung werden die beiden Konzerne prüfen, inwiefern sie bei der geplanten SMR-Flotte von Rolls-Royce zusammenarbeiten können. (chm)
16:55 Uhr
Montag, 7. September
Post baut bis zu 110 Stellen ab
Die Post verschärft ihren Sparkurs: Wie sie am Montag mitteilt, will sie ihre Sach- und Personalkosten weiter senken. Das wirke sich auf Mitarbeitende in Management- und Supportfunktionen aus. Dort könne es zu maximal 110 Kündigungen kommen. Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende im Betrieb seien nicht davon betroffen.
Der Abbau werde dank der Vereinfachung von Abläufen und Strukturen möglich. Zudem soll auf interne Leistungen verzichtet werden, «die über das erforderliche Mass hinausgehen». Wo erforderlich, führe die Post ein Konsultationsverfahren durch und beziehe die Betroffenen ein.
Gewerkschaften kritisieren den geplanten Abbau. Syndicom etwa schreibt in einer Mitteilung, der Abbau sei «Teil einer Serie von Restrukturierungen und Abbauprogrammen», die sich seit 2025 durch den Konzern zögen. Insgesamt seien über 430 Personen von diesem Abbau betroffen – und dies trotz Gewinn von 139 Millionen Franken im ersten Halbjahr. Das stehe im Widerspruch zur sozialen Verantwortung eines bundesnahen Unternehmens und zu den Bedürfnissen des Service Public. (ehs)
14:38 Uhr
Montag, 7. September
Danone wechselt Schweiz-Chef aus

Der langjährige Danone-Manager Jean-Yves Krummenacher übernimmt ab November 2026 die Geschäftsführung des Nahrungsmittelherstellers Danone in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er folgt auf Richard Trechman, der Danone verlassen wird, um eine neue berufliche Herausforderung ausserhalb des Unternehmens anzunehmen.
Krummenacher, der den Schweizer und den französischen Pass besitzt, verfügt laut einer Mitteilung über mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung bei Danone. Zu den bekanntesten Marken des französischen Konzern gehören Actimel, Activia und Evian. Die lokale Organisation in der Schweiz bleibt derweil unverändert: Isabel Petit wird ihre Funktion als Länderchefin von Danone Schweiz, Österreich und Slowenien weiterhin wahrnehmen. (bwe)
09:35 Uhr
Montag, 7. September
Kuoni und Hotelplan: Diese Ziele sind im Herbst gefragt

Die Buchungstrends von Dertour Suisse für die Herbstferien 2026 zeigen ein klares Bild, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Bei den Kundinnen und Kunden der Marken Kuoni und Hotelplan stehen demnach Badeferien hoch im Kurs. Besonders gefragt sind Destinationen im Mittelmeerraum sowie in Nordafrika. Auf der Langstrecke zählen Inselparadiese im Indischen Ozean zu den Favoriten.
Auf der Kurzstrecke lauten die Top-5-Ziele im Herbst: Griechenland, Zypern, Mallorca, Tunesien und Türkei. Bei der Mittelstrecke heissen die beliebtesten Destinationen Ägypten, Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Und auf der Langstrecke rangiert Mauritius vor Malediven, Dominikanische Republik, Thailand und Sansibar.
Dertour Suisse ist eine Tochterfirma der deutschen Dertour-Gruppe, die wiederum zum Rewe-Konzern gehört. In der Schweiz zählt die Firma nach der Übernahme der Migros-Tochter Hotelplan inzwischen 1600 Mitarbeitende und 120 Reisebüros. (bwe)
09:24 Uhr
Montag, 7. September
Yallo lanciert eSIM fürs Reisen
Die Sunrise-Tochter Yallo lanciert eine eSIM-Lösung für günstige Datenpakete beim Roaming. Diese steht allen Kundinnen und Kunden von allen Mobilfunkanbietern zur Verfügung, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Mit der neuen «Yallo Travel eSIM» könnten Reisende ihr Datenpaket fürs Ausland bereits vor der Abreise über eine App auswählen und bei der Ankunft im Ausland zu günstigen Tarifen im Internet surfen.
Reisende bleiben dabei unter der gewohnten Handynummer erreichbar. Laut der Mitteilung stehen lokale, regionale und globale Datenpakete für mehr als 160 Destinationen weltweit zur Auswahl. Für das Angebot kooperiere Yallo mit dem Anbieter 1Global. (ehs)
09:20 Uhr
Montag, 7. September
Mehr Arbeitslose in der Schweiz
Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im August im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent auf 141'544 erhöht. Das teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 7,1 Prozent.
Die Arbeitslosenquote verharrte im August bei 3,0 Prozent. Etwas gesunken ist die Zahl der älteren Arbeitslosen. Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen ist hingegen um 2'384 Personen oder 19,4 Prozent auf fast 15'000 gestiegen. Das entspricht einer Quote von 3,4 Prozent. (ehs)
09:15 Uhr
Montag, 7. September
Swiss Medical Network verbessert Ergebnis
Die zur Beteiligungsgesellschaft Aevis Victoria gehörende Privatklinikgruppe Swiss Medical Network hat im ersten Halbjahr ihre Profitabilität gesteigert. Das Ergebnis (Ebitda) stieg um 32,6 Prozent auf 46 Millionen Franken. Der Gesamtumsatz des Segments Healthcare legte in den ersten sechs Monaten um 12,4 Prozent auf 563,5 Millionen Franken zu, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst.
Swiss Medical Network betreibt Spitäler wie die Privatkliniken Bethanien in Zürich, Obach in Solothurn oder die Schmerzklinik in Basel. (ehs)
16:22 Uhr
Freitag, 4. September
Neue Drohung von US-Präsident Trump im Handelsstreit

Der amerikanische Präsident erhöht den Druck auf die Federal Reserve, den Leitzins zu senken. Sollte die US-Notenbank an der nächsten Sitzung ihres geldpolitischen Gremiums Mitte September den Leitzins nicht nach unten anpassen, werde er einen Handelsstopp verfügen, gab Donald Trump am Freitag auf dem Online-Dienst Truth Social bekannt. Von diesem Stopp wären sämtliche Länder betroffen, mit denen die USA im bilateralen Handel ein Defizit hätten.
Theoretisch wäre die Schweiz von dieser Massnahme also nicht tangiert: Gemäss den aktuellsten Zahlen der US-Regierung beläuft sich der Überschuss in der amerikanischen Handelsbilanz in diesem Jahr auf fast 18 Milliarden Dollar. Trump operiert allerdings häufig mit veralteten Zahlen. So sagte er kürzlich im Gespräch mit der Publikation «Punchbowl News», dass sich das Defizit mit der Schweiz auf 39 Milliarden Dollar belaufe. Er beschimpft die Schweiz deshalb regelmässig als «Elite-Land», das nur auf Kosten der USA reich geworden sei.
Beobachter gingen bisher davon aus, dass die Federal Reserve an ihrer nächsten Sitzung den Leitzins erhöhen und nicht senken wird. Fed-Chef Kevin Warsh hatte in den vergangenen Tagen erneut betont, dass der Kampf gegen die Inflation für die US-Notenbank Priorität habe. (rr)
16:46 Uhr
Freitag, 4. September
Dem Rabatt-Portal Deindeal droht das Aus

Das Schnäppchen-Portal Deindeal befindet sich in finanziellen Nöten. Die Firma, die zeitlich begrenzte Produkte und Dienstleistungen mit Rabatten verkauft, sah sich aus finanziellen Gründen gezwungen, eine provisorische Nachlassstundung zu beantragen. Dies berichten «20 Minuten» und «Inside Paradeplatz». Das Bezirksgericht Zürich hat die Nachlassstundung demnach bis am 7. Dezember bewilligt und eine Anwaltskanzlei als Sachwalterin eingesetzt. Ein solches Verfahren soll eine überschuldete Firma vor dem sofortigen Konkurs schützen und Zeit für eine Sanierung schaffen. (bwe)
16:51 Uhr
Freitag, 4. September
Emirates lanciert Innovation in der Kabine
Die arabische Fluggesellschaft Emirates entwickelt seine Premium-Economy-Klasse weiter. Sie führt laut einer Mitteilung den weltweit ersten, elektrisch betriebenen Premium-Economy-Class-Sitz ein, der zwischen den Sitzen über einen verstellbaren Sichtschutz über die volle Sitzhöhe verfügt. Damit soll die Privatsphäre erhöht werden. Der neue Sitz kommt erstmals in neu ausgelieferten Airbus-A350-Flugzeugen zum Einsatz. (bwe)
11:39 Uhr
Freitag, 4. September
Coop wechselt Interdiscount-Chef aus

Coop hat entschieden, die operative Führung von Interdiscount nach einer Phase der Transformation neu auszurichten, wie der Detailhändler in einer Mitteilung schreibt. Constantin Hilt, heutiger Projektleiter Omnichannel, wird zum Leiter der Elektronikkette befördert. Der bisherige Leiter Interdiscount, Pierre Wenger, wird die Coop-Gruppe im gegenseitigen Einvernehmen nach 25 Jahren Ende September verlassen. (bwe)
10:40 Uhr
Freitag, 4. September
Mehr Touristen im Juli
Schweizer Hotels haben im Juli 5,0 Millionen Übernachtungen gezählt. Das sind 0,5 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die ausländischen Gäste sorgten für 2,6 Millionen Übernachtungen und damit 2,4 Prozent weniger als im Juli 2025. Die einheimischen Gäste hingegen generierten 2,3 Millionen sogenannte Logiernächte, was einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das zeigen am Freitag veröffentlichte Daten des Bundesamts für Statistik.
Wegen des Iran-Kriegs, dem damit verbundenen Abbau von Flug-Kapazitäten aus Asien und dem Mittleren Osten und gestiegenen Ticketpreisen für Flugreisen war die Zahl der Hotel-Übernachtungen zwischen März und Juni rückläufig. Dieser Trend konnte im Juli dank den Gästen aus dem eigenen Land umgekehrt werden. Zwischen Januar und Juli resultierte ein leichtes Minus von 0,5 Prozent auf 25,3 Millionen Übernachtungen in Hotels. (ehs)
16:02 Uhr
Donnerstag, 3. September
Migros setzt bei Poulets auf langsam wachsende Hühner
Die Migros stellt einen grossen Teil ihrer Schweizer Poulet-Produktion auf eine langsamer wachsende Hühnerrasse um. Die Umstellung erfolgt gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitslabel IP-Suisse und betrifft die Geflügelmarke Optigal. Das teilt die Migros am Donnerstag mit. Erste Produkte nach den neuen Vorgaben sollen ab Herbst 2026 schweizweit in den Filialen und online erhältlich sein. Bis Ende 2027 soll das gesamte Optigal-Sortiment umgestellt werden.
Die sogenannte semi-extensive Rasse wächst gemäss Migros-Angaben langsamer, ist robuster und verbringt mehr Zeit in der Mast. Dadurch würden Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere verbessert. Den beteiligten Bauern verspricht die Migros eine «faire Entlöhnung» und Planungssicherheit.
Heute stammen rund 84 Prozent des frischen Geflügelsortiments aus Schweizer Produktion. Auch in Zukunft hat die Inlandproduktion höchste Priorität, heisst es bei der Migros. (fv)

15:41 Uhr
Donnerstag, 3. September
Öffentlicher Verkehr: Wechsel an der Verbandsspitze
Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) erhält eine neue Spitze: Der amtierende Vizepräsident Fabian Schmid, Direktor Regionalverkehr Bern Solothurn (RBS), wurde an der Generalversammlung in Thun BE zum neuen VöV-Präsidenten gewählt. Neuer Vizepräsident wird Serge Collaud, Generaldirektor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF). Das gibt der VöV bekannt. Weiter hat die Generalversammlung Yves Marclay, Generaldirektor der Montreux Berner Oberland-Bahn (MOB), als neues Vorstandsmitglied gewählt.
Der bisherige VöV-Präsident Renato Fasciati, der Direktor der Rhätischen Bahn (RhB), konnte wegen der Beschränkung auf zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren. Fasciati bleibe aber «dem VöV-Vorstand als freies Mitglied erhalten», teilt der Verband weiter mit. (fv)

15:23 Uhr
Donnerstag, 3. September
Übernahme im Immobiliengeschäft
Per 1. Januar 2027 übernimmt die Immobilienfirma Privera das Immobilienbewirtschaftungsgeschäft der Treuhandgesellschaft BDO. Damit erweitert Privera laut eigenen Angaben ihr Portfolio um rund 250 Kundenmandate und stärkt gleichzeitig ihre Präsenz im Mittelland.
Im Rahmen der Übernahme wechseln auch 23 Mitarbeitende, die sich 21 Vollzeitstellen teilen, den Arbeitgeber. Die Mitarbeitenden der bisherigen BDO‑Standorte Bern, Zürich und Wetzikon ZH werden künftig von den Privera-Niederlassungen in Gümligen BE und Wallisellen ZH aus tätig sein. Gleichzeitig mietet Privera einen Teil der BDO-Büroräumlichkeiten in Solothurn. Damit ist die Firma Privera, die zur finnischen PHM-Gruppe gehört, ab 2027 wieder mit einer eigenen Niederlassung in Solothurn vertreten. (fv)
10:23 Uhr
Donnerstag, 3. September
Inflation in der Schweiz auf höchstem Stand seit 2 Jahren
Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im August 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen. Das hat das Bundesamt für Statistik am Donnerstag vermeldet. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat habe die Teuerung plus 0,8 Prozent betragen. Das ist die höchste Jahresinflationsrate seit dem September 2024, als die Schweiz eine Inflation von ebenfalls 0,8 Prozent hatte.
Die gestiegenen Preise für Erdölprodukte haben stark zur höheren Jahresinflation beigetragen. Benzin wurde um 15,8 Prozent teurer, Diesel um 23,3 Prozent und Heizöl um 53 Prozent. Durchschnittlich legten die Preise von Erdölprodukten um 25,2 Prozent zu. Ohne diesen Anstieg hätte die Schweiz nur eine Jahresteuerung von 0,3 Prozent gehabt.
Der Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat ist laut den Bundesstatistikern auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf höhere Wohnungsmieten. Ebenfalls gestiegen seien die Preise für Benzin, Diesel, Heizöl und stationäre Spitalleistungen. Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie für Automiete und Carsharing seien hingegen gesunken, ebenso wie die Preise in der Parahotellerie. (chm)
17:28 Uhr
Mittwoch, 2. September
Wechsel im Präsidium der Nationalbank
Die frühere Bündner Regierungsrätin Barbara Janom Steiner muss Ende April 2027 nach 12 Jahren als Präsidentin des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank zurücktreten. Nun hat der Bundesrat ihre Nachfolge geregelt und den bisherigen Vizepräsidenten, den früheren Berner Regierungsrat Christoph Ammann, per 1. Mai 2027 zum neuen Präsidenten des Bankrats gewählt. Neues Mitglied des Bankrats wird der St. Galler Regierungsrat und Finanzdirektor Marc Mächler, der zugleich zum Vizepräsidenten des Bankrats ernannt wurde. (fv)
08:20 Uhr
Mittwoch, 2. September
Im ersten Halbjahr wurden rund 1800 LEG gegründet
Seit Anfang Jahr können Eigenheimbesitzer ihren Solarstrom an ihre erweiterte Nachbarschaft im Quartier, im Dorf oder in der Gemeinde verkaufen – an andere Hausbesitzer, aber auch an Mieter und Mieterinnen. Voraussetzung ist, dass sie sich mit den Abnehmern zu einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) zusammenschliessen.
Doch die Schweizer Stromlandschaft ist unübersichtlich, Zahlen zu den Gründungen von LEG werden nicht national erhoben. Nun hat Swisssolar eine Umfrage gemacht: Demnach wurden im ersten Halbjahr rund 1800 solcher LEG gegründet, wie der Interessenverband am Mittwoch mitteilt. Die Verbreitung der LEG sei aber «alles andere als gleichmässig». Während in einigen Regionen schon viele LEG aktiv seien, gebe es in anderen noch gar keine umgesetzten Projekte. (fv)

13:43 Uhr
Dienstag, 1. September
Bund vergibt Mobilfunkfrequenzen
Die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) schreibt einen grossen Teil der heute von Swisscom, Sunrise und Salt genutzten Mobilfunkfrequenzen aus. Sie werden ab dem 1. Januar 2029 neu vergeben. Wie es in einer Mitteilung heisst, seien die primären Ziele der Vergabe die Erhaltung und Entwicklung der drei «qualitativ hochstehenden Mobilunknetze» und die Förderung des Wettbewerbs.
Die Vergabe erfolgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 mittels einer Auktion. Bietbeschränkungen sollen sicherstellen, dass einzelne Bieter nicht übermässig viele Frequenzen erwerben können, «wodurch der derzeit funktionierende Wettbewerb beeinträchtigt werden könnte». Damit reagiert die Comcom auf Bedenken, dass etwa die Swisscom viele Frequenzbänder erwerben könnte, ohne diese zu benötigen mit dem Ziel, dass diese den Wettbewerbern nicht zur Verfügung stehen. (ehs)
10:16 Uhr
Dienstag, 1. September
Dormakaba erzielt weniger Umsatz

Das auf Schliesstechnik spezialisierte Industrieunternehmen Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH erzielte im vergangenen Geschäftsjahr, das im Juni endete, einen Nettoumsatz von 2,79 Milliarden Franken. Das sind 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Organisch konnte die Firma, die in der breiten Bevölkerung für ihre Schlüssel bekannt ist, derweil 3 Prozent zulegen. Und bei der bereinigten Ebitda-Marge habe man mit 16,1 Prozent einen neuen Rekordwert erzielt, schreibt Dormakaba in einer Mitteilung.
Der Reingewinn betrug 185,2 Millionen Franken und damit nur minim weniger als im Vorjahr. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 0,95 Franken je Aktie vor – 3,3 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr.
Ausserdem ist eine Vereinfachung der Eigentümerstruktur geplant. Die Firma beantragt an der ordentlichen Generalversammlung vom 20. Oktober die Übernahme des 47,5-Prozent-Anteils der Familie Mankel am operativen Geschäft für 2,13 Milliarden Franken. Im Gegenzug soll die Familie Mankel 36'161'560 neue Aktien der Dormakaba Holding erhalten, sowie eine Barkomponente von 29,9 Millionen Franken. Künftig soll die Familie Mankel rund 52 Prozent der Aktien und Stimmrechte halten.
Dormakaba habe die Erwartungen erfüllt, schreibt ZKB-Analyst Martin Hüsler. Die Vereinfachung der Eigentümerstruktur sei zu begrüssen. «Sie reduziert die Komplexität und geht einher mit einer grösseren strategischen Flexibilität.» (bwe)
10:08 Uhr
Dienstag, 1. September
Swiss-Passagiere können Gericht vor Abflug wählen

Die Fluggesellschaft Swiss erweitert die Vorauswahl von Mahlzeiten in der Economy-Klasse. Gäste auf Langstreckenflügen ab der Schweiz können neu bereits vor dem Abflug zwischen einem Fleischgericht und einem vegetarischen Gericht des Restaurants Hiltl wählen, wie die Airline in einer Mitteilung schreibt. Die Auswahl ist sechs Wochen bis 24 Stunden vor Abflug möglich.
Die Vorauswahl ist auf der Swiss-Website sowie in der App der Lufthansa-Tochter möglich. Die Passagiere der Economy-Klasse erhalten somit die Option, die den gut betuchteren Gästen in der First- und Business-Klasse bereits seit 2022 zur Verfügung steht. Seit Dezember können zudem Gäste in der Premium-Economy-Klasse zwischen drei Gerichten vorauswählen. Die Nachfrage wächst laut der Swiss. Demnach gehen täglich rund 1000 Vorbestellungen ein. Der Bestseller ist das Zürcher Geschnetzelte. (bwe)
09:42 Uhr
Dienstag, 1. September
Huber+Suhner stärkt sich mit der Konstanzer Ingun-Gruppe

Der Technologiekonzern Huber+Suhner mit Hauptsitz in Herisau und Pfäffikon ZH hat die Übernahme der Konstanzer Ingun-Gruppe abgeschlossen. Diese gilt als führende Anbieterin hochpräziser Prüf- und Kontaktierlösungen, mit denen Huber+Suhner das eigene Geschäft in der Prüf- und Messtechnik ergänze und stärke. Das Angebot Inguns umfasst Kontaktstifte, Prüfadapter-Kits und Zubehör. Es ermöglicht unter anderem die Prüfung von Leiterplatten, elektronischen Geräten, Steckverbindern und Batterien.
Die familiengeführte Ingun-Gruppe wurde 1971 gegründet und zählt über 400 Mitarbeitende. Sie hat einen Produktionsstandort in Konstanz, seit vergangenem Jahr einen zweiten in Vietnam sowie ein globales Vertriebs- und Servicenetzwerk. 2025 lag Inguns Umsatz im «hohen zweistelligen Millionenbereich». Huber+Suhner beschäftigt weltweit (ohne Ingun) rund 4500 Mitarbeitende, davon 1200 in der Schweiz. Die Übernahme Inguns war im vergangenen Juli angekündigt worden. (T.G.)
08:20 Uhr
Dienstag, 1. September
Keine höheren Wohnkosten: Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent
Mieterinnen und Mieter müssen bis auf Weiteres keine höheren Wohnkosten befürchten: Der für die Wohnungsmieten relevante hypothekarische Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent, wie das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) am Dienstag mitteilte.
Wie das BWO weiter mitteilte, wird der Referenzzinssatz in Viertelprozenten publiziert. Er basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz aller inländischen Hypothekarforderungen. Der mit Stichtag 30. Juni 2026 ermittelte Durchschnittszinssatz ist gegenüber dem Vorquartal gleichgeblieben und beträgt nach wie vor 1,31 Prozent.(chm)
16:54 Uhr
Montag, 31. August
Weniger Kündigungen als befürchtet bei Skyguide
Skyguide rechnet im Rahmen ihrer Restrukturierung neu mit insgesamt 50 Kündigungen. Das gab die Flugsicherungsfirma am Montag bekannt. In einer ersten Welle seien 14 Kündigungen vorgesehen. In einer zweiten Welle im Frühling 2027 rund 35. Damit fällt die Zahl der Kündigungen tiefer aus als befürchtet: Ursprünglich war mit 220 gerechnet worden. Dies habe etwa dank Frühpensionierungen oder freiwilligen Austritten verhindert werden können. Es bleibt jedoch beim Abbau von rund 200 Stellen.
Die signifikante Reduktion der angekündigten Kündigungen sei ein wichtiger Erfolg für die Mitarbeitenden, sagt Carol Ghiggi von der Gewerkschaft Syndicom. «Sie zeigt, dass Verhandlungen und Sozialpartnerschaft konkrete Verbesserungen ermöglichen können.» (nav/bwe)
16:30 Uhr
Montag, 31. August
Höhere Preise für Flugtickets
Flugpassagiere müssen sich auf weiter steigende Ticketpreise einrichten. «Fliegen wird für alle teurer», sagte Peter Gerber, Chef der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor, bei einer Aviatik-Veranstaltung in Frankfurt. Für das kommende Jahr rechne er wegen der weiterhin angespannten Lage am Persischen Golf nicht mit sinkenden Kerosinpreisen. (dpa)
16:28 Uhr
Montag, 31. August
Deutschland mit steigender Inflation
Hohe Energiepreise treiben die Teuerung in Deutschland erneut bis knapp unter die Drei-Prozent-Marke. Wie schon im April erreichte die Inflationsrate im August 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Zahlen errechnet hat. Stärker gestiegen sind die Verbraucherpreise in Europas grösster Volkswirtschaft zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent. Fürs Tanken und Heizen mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 10,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen nur leicht um 0,1 Prozent. (dpa)
09:56 Uhr
Montag, 31. August
Bank Vontobel verlegt Holding-Sitz
Die Vontobel Holding plant, ihren Hauptsitz von Zürich nach Baar (ZG) zu verlegen, wie die Bank am Montag per Medienmitteilung bekannt gegeben hat. Im steuergünstigen Baar soll 2030 ein neuer Campus eröffnet werden, wo 1500 Mitarbeitende zusammengebracht werden, die heute auf sieben Gebäude in Zürich verteilt seien. In Zürich werde das Gebäude am Bleicherweg zu einem Kundenstandort mit mehr als 300 Mitarbeitenden umgebaut. (nav)
09:42 Uhr
Montag, 31. August

Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede nehmen ab
Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern hat 2024 weiter abgenommen und setzt damit den anhaltenden Trend fort, wie das Bundesamt für Statistik am Montag bekannt gegeben hat. In der Gesamtwirtschaft – privater und öffentlicher Sektor – hätten Frauen im Jahr 2024 durchschnittlich 15,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen verdient. 2022 hatte der Unterschied 16,2 Prozent betragen; 2020 waren es 18,0 Prozent und 2018 noch 19,0 Prozent. Die Berechnungen basieren auf standardisierten Bruttomonatslöhnen, das heisst auf Löhnen, die anhand der geleisteten Arbeitszeit auf ein Vollzeitäquivalent (100 Prozent) umgerechnet wurden. (nav)
16:20 Uhr
Freitag, 28. August
Der Valora-Chef tritt ab
14 Jahre stand Michael Mueller im Sold der Valora-Gruppe, die hierzulande vor allem für ihre K‑Kioske und Avec-Läden bekannt ist, aber auch Formate wie Caffè Spettacolo oder Brezelkönig betreibt. Zuerst war er zwei Jahre Finanzchef, seit 2014 sass er auf dem Chefposten. Nach der Übernahme von Valora durch die mexikanische Femsa-Gruppe amtete Mueller zusätzlich als Europachef von Femsa. Nun tritt er per Ende Oktober ab, auf «eigenen Wunsch», wie Valora bekannt gibt.
Seine Nachfolge ist auch schon geregelt, jedenfalls vorläufig: Valora-Geschäftsleitungsmitglied Roger Vogt übernimmt Muellers Funktionen ad interim, «während die künftige Organisations- und Führungsstruktur finalisiert wird», wie es bei Valora heisst. (fv)

14:51 Uhr
Freitag, 28. August
Beyond Gravity: Der operative Chef springt schon wieder ab
Erst im Januar hatte er den Posten als Chief Operating Officer, also als operativer Chef, übernommen. Doch Ende 2026 wird Oliver Grassmann Beyond Gravity schon wieder verlassen. Das teilt das Weltraumunternehmen mit, das dem Bund gehört. Er gehe, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu widmen, heisst es. Grassmann war 2021 zu Beyond Gravity gestossen, übernahm später die Leitung des Satellitengeschäfts und dann aller operativen Einheiten. (fv)
10:03 Uhr
Freitag, 28. August
Flughafen Zürich mit Rekordergebnis
Der Flughafen Zürich hat im ersten Halbjahr einen Gewinn von 163,7 Millionen Franken geschrieben, 1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Es sei das beste Halbjahresergebnis in der Unternehmensgeschichte, teilt der Flughafen am Freitag mit.
Die Passagierzahlen stiegen in den ersten sechs Monaten um 6 Prozent auf 15,8 Millionen. Damit erhöhten sich auch die Einnahmen aus Flugbetriebsgebühren um 5 Prozent auf 296 Millionen Franken. Die Kommerz- und Parkingerträge erhöhten sich um 2 Prozent auf 134 Millionen Franken, obwohl diverse Ladenflächen wegen eines Umbaus nicht zur Verfügung standen. Insgesamt erzielte der Flughafen Zürich Umsätze in der Höhe von 674 Millionen Franken, gut 5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.
Für das ganze Jahr erwartet der Flughafen ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres und einen leicht tieferen Gewinn. Dies liege an einer im Oktober in Kraft tretenden Gebührenreduktion am Flughafen Zürich sowie an Abschreibungen und Zinsaufwänden in Zusammenhang mit dem Abschluss des Baus des neuen Flughafens Noida in Indien. (ehs)
09:38 Uhr
Freitag, 28. August
AKW Beznau II ist wieder am Netz
Das AKW Beznau I produziert seit dem 21. August wieder Strom. Nun wird auch der zweite Block wieder ans Netz gebracht, teilt Axpo am Freitag mit. Beznau II werde nun schrittweise hochgefahren und «voraussichtlich innerhalb von rund zwei Tagen Volllast erreichen».
Beznau I musste abgestellt werden, weil die Aare in diesem Hitzesommer zu warm geworden war. Die zusätzliche, durch das AKW verursachte Wärme hätte den Fischen geschadet. Bei Beznau II musste zudem ein Brennelementwechsel vorgenommen werden. (fv)
08:05 Uhr
Freitag, 28. August
Jungfraubahn mit deutlich weniger Gewinn
Der Iran-Krieg hat viele Touristen aus Nahost und Indien vom Reisen abgehalten. Das spürt nun auch die Jungfraubahn-Gruppe. Sie verbuchte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 137 Millionen Franken, was einem Minus von 8,6 Prozent entspricht. Der Verkehrsertrag lag mit 97,6 Millionen Franken gar 8,9 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode. Der Gewinn brach um mehr als einen Fünftel auf 28,9 Millionen Franken ein. Unter den gegebenen Umständen bezeichnet der Jungfaubahn-Chef Oliver Hammel das Resultat als «akzeptabel». (fv)

10:46 Uhr
Donnerstag, 27. August
Migros-Tochter setzt auf KI-Gesichtserkennung

Bei Migrolino übernimmt neu künstliche Intelligenz die Altersüberprüfung beim Kauf von Alkohol, wie die «Bilanz» berichtet. Beim Self-Check-out öffnet sich kurz ein Live-Kamerafenster, analysiert die biometrischen Merkmale des Gesichts und schätzt das Alter. Das Ergebnis liegt in Sekunden vor. Bedenken zum Datenschutz pariert die Migros. «Es werden keine Bilder gespeichert oder weitergegeben», sagt ein Sprecher gegenüber dem Wirtschaftsmagazin. Die Verarbeitung erfolge anonym und in Echtzeit. Zudem könne die Kundschaft wählen, ob KI oder ein Mitarbeiter das Alter prüft. Migrolino rollt das System laut dem Bericht nun im Rahmen der Einführung neuer Self-Check-out-Kassen aus. «Die bisherigen Erfahrungen sind positiv», sagt der Sprecher.
Auch Coop setzt zunehmend in seinen Pronto-Filialen auf die Self-Check-out-Kassen, wie «Schweiz heute» berichtete. Beide Händler betonen jeweils, dass damit keine Stellen gestrichen würden. (bwe)
09:19 Uhr
Donnerstag, 27. August
Über 100'000 Stellen mehr: Beschäftigung nimmt stark zu
Im 2. Quartal 2026 ist die Gesamtbeschäftigung (ohne Landwirtschaft) in der Schweiz im Jahresvergleich um 2,0 Prozent gestiegen. Dies entspricht einer Zunahme um 111 800 Stellen. Das hat das Bundesamt für Statistik (BfS) bekannt gegeben. Offene Stellen vermeldeten die Unternehmen rund 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Schwierigkeiten, Fachpersonen zu rekrutieren, haben laut dem BfS gegenüber dem Vorquartal zugenommen und die Beschäftigungsaussichten sind positiv. (nav)
07:11 Uhr
Donnerstag, 27. August
Alpiq macht weniger Gewinn
Alpiq hat im ersten Halbjahr 2026 weniger umgesetzt und weniger Gewinn erwirtschaftet, wie der Stromkonzern am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz fiel leicht auf 3,16 Milliarden Franken, das Betriebsergebnis (Ebit) um rund zwei Drittel auf 105 Millionen Franken. Unter dem Strich bleibt ein Reingewinn von 42 Millionen Franken, gegenüber 247 Millionen in der Vorjahresperiode. Alpiq erklärt den Rückgang mit niedrigeren Strompreisen, dem längeren Ausfall des AKW Gösgen und deutlich geringeren Wasserzuflüssen infolge ausserordentlicher Trockenheit in den Alpen.
Zudem teilt Alpiq mit, dass Johannes Teyssen als Verwaltungsratspräsident im Herbst zurücktritt. Nachfolger soll Alberto de Paoli werden, der frühere Finanzchef von Enel. (fv/has)

09:32 Uhr
Mittwoch, 26. August
SBB schreiben mehr Gewinn
Die SBB haben im ersten Halbjahr einen Gewinn von 126 Millionen Franken geschrieben. In der Vorjahresperiode waren es noch 48 Millionen Franken gewesen. Dazu beigetragen haben laut einer Mitteilung die wachsende Nachfrage im Personenverkehr, ein positives Ergebnis der Sparte Immobilien und ein besseres Ergebnis im Güterverkehr. Dieser schrieb einen Gewinn von 2 Millionen Franken nach einem Verlust von 47 Millionen Franken in der Vorjahresperiode. Erstmals seit vielen Jahren habe der Güterverkehr damit ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt, heisst es bei den SBB.
Die Zahl der Reisenden im Personenverkehr stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 4,0 Prozent auf 1,45 Millionen pro Tag. Die Zahl der Generalabos blieb bei 419'000 Stück, die Zahl der Halbtax-Abos stieg um 3,2 Prozent auf 3,53 Millionen. Zudem waren zuletzt 202'000 Halbtax Plus im Umlauf, über 30'000 mehr als ein Jahr zuvor. (ehs)
13:41 Uhr
Dienstag, 25. August
Parkschäden werden schnell teurer
Parkschäden würden immer mehr ins Geld gehen, schreibt Comparis in einer Mitteilung. Der Vergleichsdienst hat rund 7,3 Millionen erfasste Arbeitsvorgänge in Schweizer Schadenkalkulationen analysiert. Besonders stark hätten sich die durchschnittlichen Kosten für Reparaturarbeiten an Türen und anderen Karosserieteilen erhöht. Zum Beispiel stiegen die durchschnittlichen Reparatur-Kosten an einer Hintertür in zwei Jahren um fast 50 Prozent: von 92 Franken im Jahr 2023 auf 134 Franken im Jahr 2025. Ein Kostentreiber dürfte die zunehmend komplexe Technik sein. Das durchschnittliche Auto verfügt heute häufiger über Sensoren, Elektronik und komplexe Bauteile (nav).
09:30 Uhr
Dienstag, 25. August
Schweizer Wirtschaft wuchs 2025 um 1,6 Prozent
Das Bruttoinlandprodukt der Schweiz verzeichnete 2025 einen Anstieg von 1,6 Prozent zu Preisen des Vorjahres gegenüber dem Jahr 2024. Das hat das Bundesamt für Statistik am Dienstag vermeldet. Das anhaltende Wachstum gegenüber 2024 hänge mit der hohen Binnennachfrage zusammen, welche um 2,5 Prozent gewachsen ist. Besonders die Investitionen hätten mit einer Zunahme um 3,5 Prozent massgeblich zu diesem Aufwärtstrend beigetragen. (nav)
09:16 Uhr
Dienstag, 25. August
Tourismusrekord für Österreich
Laut vorläufigen Ergebnissen der österreichischen Statistikbehörde «Statistik Austria» wurden in den Monaten Mai bis Juli – die erste Hälfte der Sommersaison 2026 – 41,87 Millionen Übernachtungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben gemeldet. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 3,2 Prozent. Damit erreichen die österreichischen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen einen neuen Rekord. Die Statistikbehörde beschreibt es als einen «historischen Höchstwert seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen im Jahr 1973». (nav)
07:59 Uhr
Dienstag, 25. August
Chefwechsel bei SMG
Christoph Tonini tritt per Ende Jahr als Chef des Kleinanzeigenvermarkters SMG zurück. Seine Nachfolge soll Alberto Sanz de Lama übernehmen. Das gab der SMG am Dienstag bekannt. Doch Tonini, der auch bei der Migros im Verwaltungsrat sitzt, geht nicht wirklich: Er soll an der Generalversammlung vom April 2027 zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt werden. Der amtierende Präsident, Jörn Nikolay, gibt sein Amt ab. (fv)

23:04 Uhr
Montag, 24. August
Swiss Venture Club gibt sich neuen Namen – und wählt neuen Präsidenten
Der Schweizer KMU-Verein SVC stellt sich zu seinem 25-Jahre-Jubiläum neu auf. An der Mitgliederversammlung am Montag in Bern wurde Beat Brechbühl zum neuen Präsidenten gewählt. Der Mitgründer des SVC und Senior Partner der Wirtschaftskanzlei Kellerhals Carrard folgt auf Hans Baumgartner.
Gleichzeitig gibt sich die Organisation einen neuen Namen: Aus dem «Swiss Venture Club» wird «SVC für KMU». Damit will der Verein seine Ausrichtung auf Schweizer kleine und mittlere Unternehmen stärker hervorheben. Neu lanciert wird zudem gemeinsam mit SwissSkills der «SVC Inäbnit Zukunftspreis». Er soll junge Berufsleute für besondere Leistungen während ihrer Ausbildung auszeichnen.
Höhepunkt des Jubiläumsanlasses mit rund 500 Gästen war die Verleihung eines Sonderpreises an Peter Jakob, Verwaltungsratspräsident des Emmentaler Unternehmens Jakob Rope Systems. Bundespräsident Guy Parmelin überreichte ihm den Award für sein Engagement für die Wirtschaftsregion Emmental und den Eishockeyclub SCL Tigers. Parmelin würdigte zugleich die Bedeutung der KMU für die Schweiz: «Wenn es den SVC nicht gäbe, müsste ich ihn sofort erfinden.» (chm)

10:47 Uhr
Montag, 24. August
Klaus-Michael Kühne ist tot
Logistikunternehmer und Milliardär Klaus-Michael Kühne ist tot. Er starb in der Nacht auf Montag im Alter von 89 Jahren, wie das «Manager Magazin» unter Berufung auf Kühnes familiäres Umfeld berichtet.

Kühne war Grossaktionär des Logistikkonzerns Kühne+Nagel und über seine Kühne Holding an mehreren grossen Unternehmen beteiligt. Dazu zählen die Lufthansa, aber auch das Bahn- und Busanbieter Flix.
Kühne wurde 1937 in Hamburg geboren und lebte seit vielen Jahren in Schindellegi im Kanton Schwyz. Dort bezahlt er auch seine Steuern.
Nach Angaben des «Manager Magazins» war er vor rund zehn Tagen von Mallorca dorthin zurückgekehrt und zuletzt ärztlich behandelt worden.
Gemäss «Bilanz» ist Klaus-Michael Kühne die sechstreichste Person in der Schweiz. Das Magazin schätzt sein Vermögen auf 21 bis 22 Milliarden Franken. (rem)
09:39 Uhr
Montag, 24. August
Shein will mit Börsengang einen Milliardenbetrag einsammeln
Die Onlineplattform Shein will bei ihrem geplanten Gang an die Hongkonger Börse einen Milliardenbetrag einnehmen. Der Ultra-Fast-Fashion-Verkäufer plant nach eigenen Angaben, knapp 280 Millionen Anteile zwischen 47,60 und 49,50 Hongkong-Dollar je Aktie anzubieten und damit bis zu 13,86 Milliarden Hongkong-Dollar (derzeit etwa 1,5 Milliarden Euro) einzusammeln. Den finalen Preis will das in China gegründete Unternehmen, das seinen Hauptsitz mittlerweile nach Singapur verlegt hat, am 31. August bekanntgeben. Das Börsendebüt ist laut Mitteilung für den 1. September geplant.
Mit ihrem lange erwarteten Börsengang könnte die für besonders günstige Modeartikel bekannte Plattform nach eigenen Schätzungen eine Marktkapitalisierung von 210,2 Milliarden Hongkong-Dollar (derzeit 22,9 Milliarden Euro) erreichen. Das wäre deutlich weniger als in der Bewertung von fast 100 Milliarden US-Dollar (derzeit rund 85,6 Milliarden Euro) aus dem Jahr 2022, die sich Berichten von damals zufolge aus privaten Finanzierungsrunden ergeben hatte.
Asiatische Shoppingplattformen wie Shein, Temu und AliExpress haben nicht nur in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewonnen in den vergangenen Jahren. Politiker, Handelsvertreter und Verbraucherschützer monieren allerdings fragwürdige Produktqualität, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen.
Shein lässt seine Fracht aus China direkt von den Herstellern und in der Regel per Flugzeug in alle Welt verschicken. Die Waren werden zu besonders niedrigen Preisen angeboten. Neue Zollregelungen in den USA und Europa sowie die Folgen der Krise im Nahen Osten beeinträchtigten das Geschäft der Shoppingplattform jedoch zuletzt.
Ende Juli hatte Shein in einem Börsenprospekt einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar in den ersten drei Monaten dieses Jahres publik gemacht. Nach eigenen Angaben hatte das Unternehmen Stand 2025 geschätzt 273 Millionen aktive Kunden in etwa 160 Ländern. Mit dem Börsengang und dem dadurch eingenommenen Geld will Shein unter anderem seine technologische Infrastruktur verbessern und mehr in die globale Vermarktung investieren. (dpa)
08:28 Uhr
Montag, 24. August
Salt und Sunrise spannen zusammen
Die beiden Telekom-Firmen Salt und Sunrise wollen beim Ausbau ihres Mobilfunknetzes zusammenarbeiten. Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, haben sie eine Absichtserklärung unterzeichnet, um die Erweiterung der bereits bestehenden Zusammenarbeit beim Mobilfunknetz in ländlichen und weniger dicht besiedelten Gebieten zu prüfen. Ziel sei es, die Abdeckung zu verbessern sowie besseren Empfang und zuverlässigere Verbindungen zu bieten. Eine engere Zusammenarbeit könne gezieltere Investitionen ermöglichen.
Wegen der geringen Zahl von Nutzenden pro Antennen-Standort könne man auf dem Land den Ausbau bisher nicht gleich effizient gestalten wie in den Städten, wird Sunrise-Chef André Krause zitiert. Das wolle man ändern. Salt und Sunrise bleiben unabhängig voneinander und behalten ihre Kernnetze und die Kontrolle über die Nutzung ihrer Frequenzen. (ehs)
14:49 Uhr
Freitag, 21. August
Migros hilft hitzegeplagten Bauern
Handel Die Bauern leiden unter der Hitze und der Trockenheit. Deshalb stellt die Migros der Landwirtschaft 2 Millionen Franken zur Verfügung, um finanziellen Härtefällen zu helfen, heisst es in einer Mitteilung. Die Abwicklung erfolgt über die dem Schweizer Bauernverband nahestehende Bucher Gossweiler-Stiftung. Unabhängig von diesem einmaligen Solidaritätsbeitrag engagiert sich die Migros laut eigenen Angaben gemeinsam mit ihren Partnern entlang der Wertschöpfungskette für die langfristige Stärkung der Schweizer Landwirtschaft. (mpa)
12:01 Uhr
Freitag, 21. August
SBB ernennen neuen Manager
Die SBB haben einen neuen Leiter Markt Personenverkehr bestimmt. Die Funktion übernimmt per sofort Matthias Bütler. Er nimmt auch Einsitz in die Konzernleitung. Bütler leitete die Division seit dem Weggang von Véronique Stephan im April 2026. Zuvor stand Matthias Bütler als Mitglied der Geschäftsleitung von Markt Personenverkehr während drei Jahren dem Bereich Marketing und Marktentwicklung vor. Auch zwischen 2006 und 2013 hatte er bereits Leitungspositionen inne. SBB-Chef Vincent Ducrot sagt zur Personalie: «Matthias Bütler wird wichtige Zukunftsthemen entscheidend vorantreiben – beispielsweise die Ausrichtung des nationalen und internationalen Personenverkehrs sowie die Vereinfachung und Digitalisierung von Tarifsystem und Vertrieb.» (mpa)
18:23 Uhr
Donnerstag, 20. August
Schweizer Exporte nach China künftig fast komplett zollfrei
Die Schweiz hat ihre Handelsabkommen mit China deutlich ausgeweitet. Nach dem erfolgreichen Abschluss von Verhandlungen mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao in Bern teilt das Wirtschaftsministerium mit, dass künftig 99,8 Prozent der Schweizer Exporte zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen werden. China ist der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz, nach der EU und den USA.
Nach dem bisherigen Freihandelsabkommen von 2014 war nur die Hälfte der Schweizer Exporte in China zollfrei, während umgekehrt fast alle chinesischen Exporte zollfrei in die Schweiz gelangten. Nach Angaben des Ministeriums wird zudem der Zugang in China für Schweizer Investoren erleichtert. Ebenso sei nun unter anderem auch der Dienstleistungshandel und der digitale Handel einbezogen.
Das Abkommen soll noch in diesem Jahr formell unterzeichnet werden und dann nach den Genehmigungsverfahren in beiden Ländern stufenweise in Kraft treten. (dpa)
15:34 Uhr
Donnerstag, 20. August
Studienerfolg für Moderna im Kampf gegen Hautkrebs
Angesichts der steigenden Zahl von Hautkrebs-Fällen sorgt eine erfolgreiche Studie zu einem Melanom-Impfstoff für Aufsehen. Die Aktienkurse der beteiligten US-Unternehmen Moderna und Merck & Co stiegen sprunghaft an. Der personalisierte Krebs-Impfstoff Intismeran Autogene reduziert den Angaben zufolge kombiniert mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen. Für moderne, mRNA-basierte Therapien wäre das ein wichtiger Meilenstein.
Erstmals hat damit den Unternehmen zufolge eine personalisierte, mRNA-basierte Krebstherapie eine entscheidende Phase-3-Studie erfolgreich abgeschlossen. In Kombination mit Mercks Immuntherapie Keytruda habe der Impfstoff das primäre Studienziel bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzem Hautkrebs erreicht.
Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker E-Toro, sieht mehr als nur den Erfolg eines einzelnen Medikaments. Die Studie liefere einen wichtigen Machbarkeitsbeweis für die gesamte mRNA-Onkologieplattform. «Gelingt der Ansatz auch bei Lungenkrebs oder anderen Tumorarten, könnte sich der adressierbare Markt erheblich vergrössern», sagte Wienke. «Der Weg von einer erfolgreichen Studie zu einem profitablen Produkt bleibt allerdings lang.»
In deutschen Krankenhäusern wurden zuletzt fast doppelt so viele Menschen mit Hautkrebs behandelt wie noch vor 20 Jahren. 2024 waren es 120'100 stationär mit Hautkrebs behandelte Patienten und damit 95 Prozent mehr als 2004, wie das Statistische Bundesamt im Mai berichtete. Ein Grund ist die alternde Bevölkerung: Das Hautkrebsrisiko steigt mit dem Alter deutlich an. (dpa)
13:20 Uhr
Donnerstag, 20. August
Bundesrat blockt bei Bankarchiven ab
SP-Nationalrätin Nadine Masshardt fordert, dass der Zugang zu Schweizer Bankarchiven verbessert wird. Dort ist unabhängige Forschung aktuell kaum möglich. Denn Banken wie die UBS sperren ihre Archive für externe Forschende, indem sie auf das Bankgeheimnis verweisen. Masshardt regt deshalb an, hier Anpassungen vorzunehmen.
Jetzt liegt die Antwort des Bundesrats auf die Interpellation vor. Er äussert sich kritisch. Zwar anerkennt die Regierung «das Interesse an der historischen Forschung zum Schweizer Bankenplatz». Allerdings sei es zweifelhaft, ob mit einer Anpassung des Bankgeheimnisses das Anliegen aufgenommen werden könnte. Denn es handle sich, anders als bei Behörden, um privatwirtschaftliche Unternehmen, die selbst entscheiden könnten, «ob und in welcher Form der Zugang zu firmeninternen Archiven mit privaten Kundendaten gewährt wird». Dabei spielten Reputationsrisiken, Haftungsfragen sowie Geschäftsgeheimnisse eine Rolle. Diese Überlegungen könnten die Banken auch nach einer Gesetzesanpassung geltend machen, hält die Regierung fest. Ein weit grösserer Eingriff wäre es laut Bundesrat, wenn man die Banken analog öffentlicher Stellen verpflichten würde, Einsicht in ihre Archive zu gewähren. Dann würden sich auch «Fragen hinsichtlich der Wirtschaftsfreiheit und der Gleichbehandlung» stellen.
Die Debatte kam auf, als die UBS 2023 die Credit Suisse übernahm. Die einzige Grossbank besitzt damit ein riesiges Archiv. Dieses ist relevant, um den Niedergang der CS weiter zu erforschen. Laut Masshardt wäre der Archivzugang auch wichtig, weil die Zeitgeschichte einen Boom erlebe. Sie nennt die in den USA neu aufgeflammte Kontroverse um die Nazi-Konten von hiesigen Banken. Hier stelle der fehlende Zugang ein Reputationsrisiko dar. (mpa)
13:07 Uhr
Donnerstag, 20. August
Erstmals seit 2022: Benzinpreis steigt auf über 2 Franken
Der Benzinpreis zieht weiter an. Am Donnerstag wurde nun die Grenze von 2 Franken erstmals seit langer Zeit geknackt, wie der TCS meldet. Er berechnet täglich einen landesweiten Durchschnittswert. Zwar hat sich der Preis für Bleifrei 95 in diesem Jahr schon einige Male der 2-Franken-Marke genähert, sie bisher aber nicht überschritten.

Momentan liegt der Preis bei 2.02 Franken, was einem Anstieg von fünf Rappen innert einer Woche entspricht. Letztmals war das Benzin während mehrerer Monate im Jahr 2022 so teuer, als Bleifrei 95 gar bis auf 2.31 Franken pro Liter kletterte. Auch der Diesel-Preis steigt an. Dieser verteuert sich auf 2.27 Franken pro Liter.
Als Gründe für den Anstieg gibt der TCS einerseits die geopolitische Lage mit Konflikten im Nahen Osten und in Russland an. Aber auch Hitze und Trockenheit tragen ihren Teil dazu bei. Sie beeinflussen den Güterverkehr und sorgen dort für höhere Kosten. (pin)
11:00 Uhr
Donnerstag, 20. August
Post schreibt im ersten Halbjahr einen Gewinn
Die Post hat im ersten Halbjahr 2026 ein Betriebsergebnis (Ebit) von 173 Millionen Franken erzielt, wie der Konzern am Donnerstag bekannt gab. Das Ergebnis bewege sich auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Der Umsatz betrug 3670 Millionen Franken, der Gewinn noch 139 Millionen Franken. Die Post erklärt das Ergebnis mit einem gestärkten Kerngeschäft, mehr versendeten Paketen und Preismassnahmen sowie auch einem besseren Anlagegeschäft von Postfinance. Weiter betont die Post, dass sie auf Gewinne angewiesen sei: Sie finanziere damit unter anderem die flächendeckende Grundversorgung, investiere in ihre Infrastruktur und passe ihr digitales und physisches Angebot den veränderten Kundenbedürfnissen an. (nav)
09:37 Uhr
Donnerstag, 20. August
SBB kontrollieren neu auf der Langstrecke in Zivil
Die SBB haben bisher nur im Regionalverkehr ihre Zivilkontrolleure eingesetzt. Doch wie das Newsportal 20 Minuten berichtet, hat die Bahn eine neue Praxis eingeführt, und zwar bereits zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember. Seither sind auch auf der Langstrecke nun Kontrolleure in Zivil im Einsatz, in der Regel in Teams von vier Personen. Laut einem Sprecher greifen die SBB allerdings nur punktuell auf die zivilen Kondukteure und Kondukteurinnen zurück. Die ÖV-Unternehmen verzeichnen jedes Jahr rund eine Millionen Fälle von Schwarzfahren und verlieren dadurch jährlich 200 Millionen Franken. (nav)
16:57 Uhr
Mittwoch, 19. August
Burckhardt Compression baut 150 Jobs in Winterthur ab
Der Kompressorenhersteller Burckhardt Compression baut bis zu 150 Jobs in Winterthur und 70 an weltweiten Standorten ab. Die Firma reagiert so gemäss eigenen Angaben auf die erwartete geringere Auslastung. Mit der Massnahme sollen jährlich 20 Millionen Franken eingespart werden. Per Ende 2025 zählte das Unternehmen gemäss Geschäftsbericht weltweit gut 3300 Mitarbeitende, am Hauptsitz in Winterthur sind es etwas über 1000. (mpa)
12:00 Uhr
Mittwoch, 19. August
Implenia steigert Profitabilität
Der Baukonzern Implenia hat im ersten Halbjahr einen Umsatz von 1,77 Milliarden Franken erzielt, 4,8 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg hingegen um 6,0 Prozent auf 60,4 Millionen Franken. Die Profitabilität habe gesteigert werden können, schreibt der Konzern. Die Ebit-Marge stieg von 3,1 auf 3,4 Prozent. Der Auftragsbestand erhöhte sich laut einer Mitteilung vom Mittwoch um 9,5 Prozent auf 8,52 Milliarden Franken. Implenia fokussiert sich auf Segmente wie Gesundheits- und Bildungsimmobilien, Datenzentren und Verkehrsinfrastruktur.
Das Unternehmen zeige «Resilienz gegenüber geopolitischen und makropolitischen Unsicherheiten», heisst es in der Mitteilung. Das Ebit-Ziel von rund 150 Millionen Franken fürs Gesamtjahr wird von Implenia bestätigt – allerdings vor Ausgaben in der Höhe von 10 bis 20 Millionen Franken für «ausserordentliche Wachstumsinvestitionen». Ab 2027 soll sich das Ergebnis weiter auf über 150 Millionen Franken verbessern. (ehs)
10:24 Uhr
Mittwoch, 19. August
BKW senkt Erwartungen
Der Berner Energiekonzern BKW verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatz von 2,18 Milliarden Franken. Das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr, wie er am Mittwoch mitteilt. Das Betriebsergebnis (Ebitda) ging um 10,1 Prozent auf 388 Millionen Franken zurück. Der Reingewinn stieg hingegen dank der guten Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Kernkraftwerks Mühleberg um 7,0 Prozent auf 218 Millionen Franken.
Die BKW-Gruppe begründet das Ergebnis mit einer ungünstigen Kombination aus Umweltfaktoren – wie wenig Wasser und einem tiefen Windaufkommen – und «unerwarteten Entwicklungen in der Geopolitik». Insbesondere Marktverwerfungen infolge der Situation im Nahen Osten hätten den Ertrag beeinflusst. Für das Gesamtjahr erwartet BKW nun ein Ergebnis «im unteren Bereich des Anfang Jahr genannten Zielbands von 650 bis 750 Millionen Franken». (ehs)
10:17 Uhr
Mittwoch, 19. August
Sunrise mit weniger Umsatz
Die Telekom-Firma Sunrise verzeichnete im zweiten Quartal einen sinkenden Umsatz. Er ging gegenüber der Vorjahresperiode um 2,6 Prozent auf 712,9 Millionen Franken zurück. Bei den Privatkunden resultierte ein Minus von 4,2 Prozent, bei den Geschäftskunden, dem Grosshandel sowie im Bereich Infrastruktur und Supportkunden konnte das Unternehmen zulegen. Im gesamten ersten Halbjahr erzielte Sunrise mit 1,4 Milliarden Franken 1,2 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr, der Nettoverlust betrug 61,8 Millionen Franken gegenüber 54,9 Millionen Franken im Jahr 2025.
Sunrise begründet die Entwicklungen mit wegfallenden Effekten von Preiserhöhungen aus dem Vorjahr und einem schwächeren Kundenwachstum in den vorangehenden Quartalen. Nun sei die Kundengewinnung aber verbessert worden, sagt Chef André Krause. An den Zielen für das Gesamtjahr hält Sunrise fest. Für das zweite Halbjahr erwartet Sunrise nach eigenen Angaben eine positive Entwicklung. (ehs)
10:01 Uhr
Mittwoch, 19. August
Chefwechsel bei KPT
An der Spitze der Krankenkasse KPT kommt es zu einem Wechsel. Der langjährige Chef Thomas Harnischberg gibt mit Erreichen des ordentlichen Pensionsalters im Juni 2027 die operative Leitung ab. Seine Nachfolge übernimmt sein bisheriger Stellvertreter Peter Hug. Das gibt die KPT am Mittwoch bekannt.
Hug gehört der Geschäftsleitung seit 2020 an und verantwortet den Bereich Leistungen und Produkte. Damit schaffe der Verwaltungsrat frühzeitig Klarheit und stelle die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unternehmens sicher, heisst es bei der KPT. (fv)

09:29 Uhr
Mittwoch, 19. August
Prozess gegen Meta startet
In Kalifornien hat ein wegweisender Prozess gegen den Facebook- und Instagram-Konzern Meta wegen möglicher Auswirkungen seiner Plattformen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen begonnen. Vier US-Bundesstaaten werfen dem Unternehmen vor, seine Plattformen gezielt auf die Schwächen junger Nutzer ausgerichtet zu haben.
Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey fordern Milliarden Dollar Schadenersatz sowie grundlegende Änderungen an der Funktionsweise der Plattformen. Insgesamt hatten 29 Bundesstaaten Meta 2023 wegen des Umgangs mit Kindern und deren Daten verklagt. Die Verfahren der übrigen Staaten sollen später verhandelt werden. Das Unternehmen sieht sich zudem Klagen vor Gerichten der Bundesstaaten gegenüber, darunter ein laufendes Verfahren in Tennessee.
In dem Verfahren sollen Geschworene entscheiden, ob die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten ihre Vorwürfe belegen können. (dpa)
12:51 Uhr
Montag, 17. August
Schultheks werden immer teurer
Die Ausrüstung für Primarschulkinder wird immer teurer. Das zeigt sich an Zahlen des zur Migros gehörenden Online-Warenhauses Galaxus. Wie dieses am Montag mitteilt, sei der Durchschnittspreis für einen Schultekt seit 2020 von etwas mehr als 100 Franken auf 140 Franken dieses Jahr gestiegen.
Besonders ins Geld gehen laut der Mitteilung Sets bis etwa zur dritten Klasse. Bei einer der beliebtesten Schulthek-Marken liege der Durchschnittspreis mittlerweile bei über 200 Franken. (ehs)
11:56 Uhr
Montag, 17. August
SIG trennt sich von neuem Chef
Die Verpackungsfirma SIG trennt sich bereits wieder von ihrem Chef Mikko Keto, der das Amt erst im Frühling angetreten hatte. Das teilt das Unternehmen aus Neuhausen SH am Montag mit. Der Verwaltungsrat sei zum Schluss gekommen, dass «in der aktuellen Phase der Transformation Kontinuität in der Führung und ein hohes Umsetzungstempo oberste Priorität haben». Deshalb werde Ann-Kristin Erkens, die SIG bereits von August 2025 bis Ende Februar 2026 als interimistische CEO leitete und «starke Ergebnisse erzielt» habe, per sofort zur Nachfolgerin von Keto ernannt.
Verwaltungsratspräsident Ola Rollén wird damit zitiert, Keto sei «zu einem wichtigen Zeitpunkt in der Entwicklung des Unternehmens zu SIG gestossen». Er habe in den vergangenen Monaten zu den Fortschritten beigetragen. (ehs)
10:49 Uhr
Montag, 17. August
Travailsuisse fordert 2 Prozent mehr Lohn
Die Gewerkschafts-Dachorganisation Travailsuisse fordert für das Jahr 2027 generelle Lohnerhöhungen in der Höhe von 2 Prozent. Das teilte sie am Montag mit. Seit Jahren stagnierten die Reallöhne in der Schweiz weitgehend. Gleichzeitig seien die Krankenkassenprämien stark gestiegen. Deshalb habe sich die finanzielle Situation vieler Arbeitnehmenden «anhaltend verschlechtert».
Die Kaufkraft der Arbeitnehmenden müsse auch bei wachsenden Preisen und Lebenshaltungskosten gesichert werden, sagt Thomas Bauer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travailsuisse. Die Forderung nach einer generellen Lohnerhöhung von 2 Prozent entspreche dem Durchschnitt über alle Branchen. In einigen könnten sie auch darunter liegen, in anderen darüber. Im Gesundheitswesen fordert die Gewerkschaft Syna etwa eine Lohnerhöhung von 5 bis 6 Prozent.
Der Arbeitgeberverband reagierte kurz darauf mit einer Mitteilung auf die Forderungen. Das KOF-Institut der ETH Zürich prognostiziere für 2027 ein Nominallohnwachstum von 1,0 Prozent, während die Teuerung auf 0,6 Prozent geschätzt werde. Damit bleibe ein reales Plus von 0,4 Prozent. Der Arbeitgeberverband halte diese Grössenordnung der durchschnittlichen Lohnerhöhung für «plausibel».
Der Anstieg der Krankenkassenprämien wiederum dämpfe zwar das Wachstum des verfügbaren Einkommens um 0,3 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent. «Die Prämien belasten also spürbar, kehren das Plus beim verfügbaren Einkommen aber nicht in ein Minus». (ehs)
09:16 Uhr
Freitag, 14. August
VZ-Gruppe steigert Erträge
Die VZ Gruppe hat ihre Erträge im ersten Halbjahr um 13,9 Prozent auf 316,5 Millionen Franken gesteigert. Das teilt sie am Freitag mit. Der Reingewinn wuchs um 17,7 Prozent auf 131,9 Millionen Franken. Im zweiten Halbjahr erwartet der Vermögensverwalter ähnliche Wachstumsraten wie im ersten.
Im Vergleich zum ersten Jalbjahr 2025 habe sich die starke Nachfrage nach Beratung in einem Anstieg der Honorarerträge um 6,7 Prozent niedergeschlagen. Gleichzeitig hätten auch bestehende Kundinnen und Kunden mehr Dienstleistungen genutzt. Das Netto-Neugeld erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3 auf 3,3 Milliarden Franken. (ehs)
09:02 Uhr
Freitag, 14. August
Schweizer Wirtschaft wächst stark
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz ist laut einer Schätzung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im zweiten Quartal um 1,5 Prozent gewachsen. Der Industriesektor habe den massgeblichen Wachstumsbeitrag geliefert. Insbesondere der Bereich Chemie-Pharma habe stark zugelegt. In der Summe sei aber auch der Dienstleistungssektor gewachsen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Die Zunahme entspricht der höchsten in einem Quartal seit fast fünf Jahren. (ehs)
15:40 Uhr
Donnerstag, 13. August
Verbot von Datenbrillen gefordert

Die gemeinnützige Organisation Hate Aid hat juristische Schritte eingeleitet, um den Vertrieb von Datenbrillen zu stoppen, mit denen man heimlich Fotos und Videos aufnehmen kann. Die Strafanzeigen der Organisation richten sich nach eigenen Angaben gegen Vorstände und Führungskräfte des Digitalkonzerns Meta, der Brillenhersteller Ray-Ban und Oakley sowie grosser deutscher Retail- und Optikerketten wie Media-Markt-Saturn, Fielmann, Apollo-Optik und Mister Spex. Über die Aktion von Hate Aid hat der «Spiegel» zuerst berichtet. (dpa)
11:25 Uhr
Donnerstag, 13. August
Flughafen Zürich zählt mehr Passagiere

Im Juli 2026 sind 3,3 Millionen Passagiere über den Flughafen Zürich geflogen. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber derselben Periode des Vorjahres. Die Anzahl Lokalpassagiere lag im Juli bei 2,4 Millionen. Der Anteil der Umsteigepassagiere betrug 27,3 Prozent, was rund 900'000 Passagieren entspricht.
Die Anzahl Flugbewegungen stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,3 Prozent auf 26’356 Starts und Landungen. Die Sitzplatzauslastung ist derweil um 1,4 Prozentpunkte auf 82,9 Prozent gesunken. (bwe)
11:11 Uhr
Donnerstag, 13. August
Swisscom zieht bei Media Markt ein

Schweizweit betreibt das Telekomunternehmen Swisscom rund 130 eigene Shops. Doch diese Verkaufsstandorte sind der Firma, die zu 51 Prozent dem Bund gehört, nicht genug. Neu zieht die Swisscom in zehn Filialen der Elektronikkette Media Markt ein, die dem chinesischen Onlineriesen JD.com gehört.
Damit stärke man ab Freitag die Präsenz im stationären Handel, heisst es in einer Mitteilung der Swisscom. Im Zentrum stehen demnach die persönliche Beratung, direkte Vergleichsmöglichkeiten und ein direkter Zugang zu Mobile-, Internet-, TV- und Sicherheitsangeboten. (bwe)
10:41 Uhr
Donnerstag, 13. August
Ex-Disney-Chef und Trump-Verwandter schnappen sich LA Lakers

Wie US-Medien berichten, kommt es in der US-Sportbranche zu einer aufsehenerregenden Übernahme. Der ehemalige Disney-Chef Bob Iger und der Investor Josh Kushner – der Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn Jared – kaufen das Basketball-Team Los Angeles Lakers. Der schwindelerregend hohe Kaufpreis: 12,5 Milliarden Dollar. Weniger als ein Jahr zuvor hatte der Milliardär Mark Walter das Team gekauft, wie CNN schreibt. Der Deal muss noch offiziell abgesegnet werden.
Josh Kushner war zuletzt in den Schlagzeilen, weil seine Vermarktungspläne mit Fifa-Präsident Gianni Infantino scheiterten. Die LA Lakers gehören mit 17 gewonnenen Meisterschaften zu den erfolgreichsten Teams in der Geschichte der National Basketball Association (NBA). Zu den bekanntesten Fans des Teams gehören Hollywood-Stars wie Jack Nicholson, Adam Sandler, Will Ferrell und Denzel Washington. (bwe)
08:37 Uhr
Donnerstag, 13. August
Pharma spürt Trump-Druck
US-Präsident Donald Trump hat die Preise für neue Medikamente an Referenzländer gekoppelt, darunter an jene der Schweiz. Das Preisschild in der Schweiz wirkt sich also direkt auf jenes in Amerika aus, dem wichtigsten Pharmamarkt der Welt. Dementsprechend umtriebig lobbyiert der Verband Interpharma dafür, die Preise in der Schweiz anzuheben. Ansonsten müssten die Firmen hierzulande auf Neueinführungen verzichten.
Diese Entwicklung unterlegt der Verband nun mit Zahlen. Gemäss einer anonymisierten Umfrage bei seinen Mitgliedern - dazu gehören auch Roche und Novartis - haben die Firmen zwischen Januar 2025 und Juni 2026 sieben von insgesamt 22 neuen innovativen Arzneimitteln nicht zur Aufnahme in die Spezialitätenliste eingereicht. Bei drei weiteren wurde sogar darauf verzichtet, sie zur Zulassung bei Swissmedic einzureichen.
«Die Umfrage zeigt, dass sich Arzneimittelhersteller nicht mehr in der Lage sehen unter den aktuellen Rahmenbedingungen neue Therapien zeitnah in der Schweiz zu lancieren, um die Preise in den USA nicht zu gefährden», so Interpharma. (mpa)

14:03 Uhr
Mittwoch, 12. August
Swiss-Partnerairline schrumpft massiv

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic, die seit vier Jahren einen Grossteil der Swiss-Kurzstreckenflüge durchführt, muss drastisch sparen. So will die finanziell angeschlagene Airline laut dem Branchenportal «Aerotelegraph» statt wie aktuell 54 Airbus A220-300 Ende 2026 nur noch 36 betreiben – ein Drittel oder 18 Jets weniger also. Ursprünglich hatte Air Baltic ein Wachstum auf 100 Flugzeuge bis 2031 geplant.
Als Grund für die Massnahme werden die geopolitischen Entwicklungen in der Ukraine und im Nahen Osten genannt sowie die anhaltenden Probleme beim Triebwerk-Partner Pratt & Whitney. Die Kosten sollen mit diesem Schritt um 45 Millionen Euro gesenkt werden. Am so genannten Wetlease-Geschäft, wie es Air Baltic für die Swiss betreibt, will die Fluggesellschaft derweil festhalten. (bwe)
12:08 Uhr
Mittwoch, 12. August
McDonald's expandiert in Zürich
Die US-Burgerkette McDonald's will hierzulande weiter wachsen. Derzeit zählt die Firma gut 190 Standorte. Neueröffnungen sind allerdings oft umstritten: In Uznach SG haben mehrere Einwohner Einsprache gegen ein Projekt eingereicht, in Dübendorf ZH sammeln Anwohnende Unterschriften gegen ein geplantes neues Lokal, und in Windisch AG ist ein Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen entbrannt. Gegen eine vorgesehene Filiale am Zürcher Limmatquai protestierte selbst die britische Schauspielerin Emma Thompson via Unterschrift auf einem Protestbrief.
Das hält McDonald's nicht von der Expansion ab. In der Stadt Zürich will sie nun ein weiteres Lokal eröffnen, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen der Stadt hervorgeht. Das geplante Lokal an der Heinrichstrasse 267 im Kreis 5 liegt in einem Ausgehviertel mit mehreren Clubs, Gastro-Betrieben und einem Multiplex-Kino.
Derzeit betreibt McDonald's neun Lokale in der Stadt Zürich. Das jüngste kam im November beim Bahnhof Enge hinzu. Zuvor hatte der Burgerbrater während 24 Jahren im Bahnhof seine Produkte verkauft, die SBB liessen den Mietvertrag aber auslaufen und ersetzten das Lokal durch eines der zur deutschen Gustoso-Gruppe gehörenden Kette Burgermeister. Diese wurde dadurch zwischenzeitlich zur grössten Burger-Kette in Zürich - ein Titel, den sie wieder verloren hat. (ehs)
10:53 Uhr
Mittwoch, 12. August
NZZ eröffnet Bar im Hauptbahnhof
Am Donnerstag eröffnet die Neue Zürcher Zeitung ein Gastrolokal in Zürich. Aus der bestehenden «Time Lounge» im Hauptbahnhof wird die neue «NZZ Bar». Die gemeinsam mit der Firma Candrian Hospitality realisierte Bar biete morgendlichen Kaffee bis hin zu abendlichen Drinks, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Zudem erhielten die Gäste kostenlosen Zugang zu den digitalen Inhalten der NZZ. Bereits seit einigen Jahren hat die NZZ auch ein Café am Flughafen Zürich, betrieben vom Unternehmen SSP. (bwe)
10:26 Uhr
Mittwoch, 12. August
Schweizer Detailhandel steigert den Umsatz

Der Schweizer Detailhandel setzt im ersten Halbjahr 2026 seinen Wachstumskurs fort: Gemäss dem neusten «NIQ Markt Monitor» liegt der Umsatz 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zu dieser positiven Entwicklung tragen laut dem Marktforschungsunternehmen Nielsen IQ beide Hauptsegmente bei: Food legt um 2,5 Prozent zu, Nonfood wächst mit 2,7 Prozent sogar leicht stärker.
Gleichzeitig bleibt die Konsumentenstimmung tief: Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) lag sie im Juni deutlich unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig stieg die Teuerungsrate laut dem BFS im Juni um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an.
Nach wechselhaften Witterungsbedingungen im ersten Quartal war das zweite Quartal laut Nielsen IQ geprägt von weniger Regen, dafür viel Sonne. Dies habe die Nachfrage nach typischen Sommer-Produkten begünstigt.
«Insbesondere Frischprodukte, Tiefkühlwaren sowie Süsswaren und Snacks sorgen für Wachstumsimpulse», sagt Silke Volejnik, Detailhandelsexpertin von Nielsen IQ. «Die Konsumentinnen und Konsumenten kaufen weiterhin bewusst ein, sind aber bereit, für relevante Produkte gezielt Geld auszugeben.»
Laut Volejnik existierte im ersten Halbjahr eine hohen Nachfrage nach Freizeit-, Outdoor- und Technologieprodukten. «Neben dem sonnigen Frühjahr sorgten auch Grossereignisse wie die Fussball-WM für zusätzliche Kaufimpulse, die in verschiedenen Warengruppen von Sportartikeln über Fan- und Sammelprodukte bis hin zu Unterhaltungselektronik spürbar waren.» (bwe)
10:20 Uhr
Mittwoch, 12. August
BKW: Stromtarife in Grundvesorgung sinken

Die Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung der BKW werden 2027 weniger für den Strom bezahlen als 2026, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Während die Tarife für die Netznutzung steigen, sinken die Energietarife laut dem Berner Energieunternehmen deutlich. Zusammengenommen führt dies demnach für einen typischen Vierpersonenhaushalt zu 7,6 Prozent tieferen Stromkosten. (bwe)
14:09 Uhr
Dienstag, 11. August
Flugänderung: Emirates wird kulanter

Der Krieg im Iran hat die Golf-Airlines in den Krisenmodus versetzt. Viele Buchungen sind seither ausgeblieben. Nun reagiert die Fluggesellschaft Emirates mit einer Kulanz-Offensive, mit der sie wieder mehr Kundinnen und Kunden anlocken möchte. So können Fluggäste mit Reiseziel Dubai ihr Reisedatum beliebig oft und ohne Umbuchungsgebühr ändern.
Zudem senkt die Airline die Gebühren für Ticketerstattungen bei Stornierungen nach Dubai. Ausserdem biete man einen umfassenden, in der Branche einzigartigen Reiseschutz. Dazu gehört ein zusätzlicher Schutz bei Konfliktsituationen mit einer Erstattung medizinischer Kosten von bis zu 25'000 Dollar sowie einer kostenlosen Verlängerung der Reise um bis zu 30 Tage. Der Versicherungsschutz ist nicht von staatlichen Reisehinweisen abhängig. (bwe)
10:32 Uhr
Dienstag, 11. August
Alnatura Schweiz erhält neuen Chef
Der hiesige Ableger der Biokette Alnatura wird künftig von Mathias Roost geführt. Er übernimmt ab September die Geschäftsführung, wie es in einer Mitteilung heisst. Sein Vorgänger Boris Pesek hat das Unternehmen Ende Juli auf eigenen Wunsch verlassen.
Roost war zuletzt Chef des Ostschweizer Säfteherstellers Biotta. Davor amtete er als Geschäftsführer von Hefe Schweiz. «Alnatura verkörpert eine Haltung, die ich auch aus meiner bisherigen Laufbahn teile: Produkte in hochwertiger Bio-Qualität zu fairen Preisen, eine sorgsame, langfristig denkende Unternehmenskultur, Respekt vor Mensch und Natur» sagt Roost.
Die Migros löste kürzlich ihre Partnerschaft mit der deutschen Kette auf. Der orange Riese führt aber weiterhin Alnatura-Produkte im Sortiment, wie auch Volg, Müller und Rossmann. Der neue Chef will diese Partnerschaften in den kommenden Jahren ausbauen. (mpa)

16:11 Uhr
Montag, 10. August
Neue Geschäfte im Landquart Fashion Outlet
Das Landquart Fashion Outlet verkündet neue Mode-Shops. Dazu gehören die US-Sportmarke Hoka und die für ihre Nachhaltigkeitsbotschaft bekannte Schweizer Marke Nikin. Ihre Geschäfte sind bereits eröffnet. Bis Ende September folgt zudem ein Shop der österreichischen Modemarke Sportalm. (bwe)
15:19 Uhr
Montag, 10. August
Zurich Film Festival geht neue Kooperation ein

Das Zurich Film Festival (ZFF) und das ägyptische El Gouna Film Festival gehen eine strategische Partnerschaft ein. Dies gibt das ZFF in einer Mitteilung bekannt. Ab sofort werden die beiden Festivals bei der Programmgestaltung zusammenarbeiten und ihre Kräfte bündeln, um ihre Präsenz in der internationalen Filmgemeinde zu stärken und zu unterstützen. Der hierzulande bekannte Hotel-Investor Samih Sawiris ist Gründer des ägyptischen Ferienorts El Gouna und steht dem lokalen Filmfestival vor. (bwe)
11:57 Uhr
Montag, 10. August
Hitze: Milliarden-Schaden bei Ösi-Bauern
Die wochenlange Dürre mit Rekordhitze hat in Österreich in der Landwirtschaft zu einem Gesamtschaden von rund einer Milliarde Euro geführt. Das teilte die Österreichische Hagelversicherung als Agrar-Spezialversicherer mit. Der Betrag könnte noch steigen, wenn die Dürre über die Monatsmitte hinaus anhalte, hiess es. Die jetzige Situation sei einmalig, sagte der Chef der Versicherung, Kurt Weinberger. «Wir haben ein Niederschlagsdefizit wie noch nie, wir haben Hitzetage wie noch nie, und wir haben Rekordtemperaturen wie noch nie.» (dpa)
11:42 Uhr
Montag, 10. August
Migros ruft paniertes Pouletschnitzel zurück

Poulet-Panne bei der Migros: Der Detailhändler ruft das Produkt Pouletschnitzel paniert zurück. Grund ist laut einer Mitteilung ein Fehler beim Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der betroffenen Packung steht das Datum 2. Oktober 2026. Richtig ist jedoch der 28. August. Die Migros bittet Kundinnen und Kunden, das Produkt nach dem 28. August nicht mehr zu konsumieren. Ansonsten würden gesundheitliche Beeinträchtigungen drohen. Das betroffene Produkt wurde in den Migros-Filialen bereits für den Verkauf gesperrt. Wer das betroffene Produkt im Supermarkt gekauft hat, kann dies zurückbringen und erhält den Verkaufspreis zurückerstattet. (bwe)
16:14 Uhr
Freitag, 7. August
Konsumentenstimmung sinkt weiter
Der Index der Konsumentenstimmung, der durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) berechnet wird, lag im Juli bei -35 Punkten. Das sind 2 Punkte weniger als im Juli 2025, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Unter dem Niveau des Vorjahres lägen die Teilindizes «vergangene finanzielle Lage», «erwartete finanzielle Lage» und «Zeitpunkt für grössere Anschaffungen». Kaum verändert hat sich hingegen, wie die Konsumentinnen und Konsumenten die Wirtschaftsentwicklung einschätzen. (ehs)
16:08 Uhr
Freitag, 7. August
Avolta übernimmt Penha Duty Free Group
Der Schweizer Reisebedarfs-Detailhändler Avolta übernimmt eine Mehrheit an der Penha Duty Free Group. Diese betreibt zollfreie Läden an 25 Standorten in der Karibik, etwa an Flughäfen und Häfen. Vergangenes Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 47 Millionen Franken. Wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst, übernimmt Avolta 51 Prozent der Firma. Später könne der Anteil auf 100 Prozent ausgebaut werden.
Avolta mit Sitz in Basel betreibt weltweit über 2000 Duty-Free-Läden sowie Gastronomie- und Retail-Konzepte an Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen. Zudem gehört der italienische Raststätten-Betreiber Autogrill zum Konzern. (ehs)
14:07 Uhr
Freitag, 7. August
Trump wettert gegen die Schweiz
Der Bundesrat verhandelt weiterhin mit den USA, um im Zollstreit endlich ein Abkommen zu finden. Derweil stichelt der US-Präsident weiter gegen die angeblichen Profiteure eines Systems, dem Trump mit seinen Zöllen ein Ende machen will. Dabei nannte er in einem Interview mit «Punchbowl News» auch die Schweiz. Er könne das milliardenschwere Handelsdefizit der Schweiz mit den USA «mit einem Strich auslöschen, und sie sind kein Elite-Land mehr». Glücklicherweise sei er aber ein netter Mensch, so der US-Präsident. Derzeit gilt für Schweizer Einfuhren in die USA ein Zollsatz von 12,5 Prozent. (chm)
09:29 Uhr
Freitag, 7. August
470 Boeing-Flugzeuge werden überprüft

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA lässt rund 470 Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max auf Risse rund um Türen prüfen. Ein Boeing-Sprecher sagte dem «Wall Street Journal», das Problem sei in den vergangenen Jahren beim Vorläufer 737 New Generation aufgetreten. Bei der Max-Flotte seien die Risse zwar bisher nicht beobachtet worden - aber da Konstruktion und Produktionsverfahren bei ihnen in diesem Bereich ähnlich seien, habe man die Inspektionen auf sie ausgeweitet.
Die FAA machte die Überprüfung einiger Flugzeuge der Max-Modelle 737-8, 737-9 und 737-8200 auf Risse an einer Ecke der vorderen Tür verpflichtend. Die Anordnung tritt am 10. September in Kraft. Risse könnten die strukturelle Integrität der Maschinen beeinträchtigen, hiess es darin. Boeing hatte in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Qualitätsproblemen zu kämpfen, zuletzt jedoch deutliche Fortschritte erzielt. (dpa)
14:57 Uhr
Mittwoch, 5. August
Airline erfindet neue Gepäck-Gebühr
Die australische Billigairline Jetstar verlangt ab Februar von den Passagieren Gebühren für das Verstauen von Handgepäck im Deckenfach. Künftig könnten Fluggäste nur noch eine Laptoptasche oder einen kleinen Rucksack, die bestimmte Masse nicht überschreiten, kostenlos unter dem Vordersitz verstauen. Für die Nutzung der Deckenfächer werden rund 15 Franken fällig. (dpa)
14:52 Uhr
Mittwoch, 5. August
Kinderwagen: Conforama ruft Handschutz zurück
In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem Kanton Waadt ruft die Möbelkette Conforama den Handschutz für Kinderwagen «Bambini» zurück. Das Produkt enthält Phthalate, die negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung haben können. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen das Produkt nicht mehr verwenden und erhalten den Kaufpreis zurückerstattet. (bwe)
11:54 Uhr
Mittwoch, 5. August
Sandoz legt deutlich zu
Der Basler Generikariese Sandoz hat im ersten Halbjahr 5,76 Milliarden Dollar umgesetzt. Das entspricht einem Plus in konstanten Wechselkursen von fünf Prozent. Der Betriebsgewinn lag bei 1,2 Milliarden (+9 Prozent). Stark zum Wachstum beigetragen haben sogenannte Biosimilars, also biotechnologisch hergestellte Nachahmerprodukte. Sie machten rekordhohe 33 Prozent der Verkäufe aus, wie es in einer Mitteilung heisst. Besonders gross war hier das Wachstum im amerikanischen Markt. Sandoz-Chef Richard Saynor betonte, man führe derzeit 36 solcher Biosimilars in der Pipeline. Im Unterschied zu chemischen Kopien von Medikamenten liegen die Margen bei Biosimilars höher. Saynor bestätigte zudem die Prognose für das laufende Jahr. Sandoz rechnet mit einem Umsatzwachstum im mittel- bis hohen einstelligen Prozentbereich. (mpa)
09:29 Uhr
Mittwoch, 5. August
Prozess zur Warner-Übernahme erst im März
Die geplante Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Rivalen Paramount wird noch lange in der Schwebe bleiben. Eine Richterin setzte den Prozess zu Wettbewerbsklagen mehrerer US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft auf Anfang März kommenden Jahres an.
Für Paramount macht das den bereits rund 111 Milliarden Dollar (rund 96 Mrd. Euro) schweren Deal noch etwas teurer. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, sagte die Paramount-Spitze um Konzernchef David Ellison ihnen zusätzliche Zahlungen von rund 650 Millionen Dollar pro Quartal zu, wenn die Übernahme bis Ende September nicht unter Dach und Fach sein sollte. Damit ist sehr wahrscheinlich, dass Paramount mindestens 1,3 Milliarden Dollar mehr zahlen muss. (dpa)
09:19 Uhr
Mittwoch, 5. August
Glencore wächst und plant Zweitkotierung
Im ersten Halbjahr hat der Rohstoffkonzern Glencore den Umsatz um 49 Prozent auf 174,4 Milliarden Dollar erhöht. Den bereinigten Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda konnte Glencore auf über 10 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln. Unter dem Strich verblieb nach zwei verlustreichen ersten Semestern in Folge nun wieder ein Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar.
Infolge der Eskalation des Nahost-Konflikts sei das erste Halbjahr von einer erheblichen Neubewertung der Energiemärkte geprägt gewesen, schreibt das Unternehmen. «Engpässe bei Öl, Raffinerieprodukten, Flüssigerdgas und Frachtkapazitäten führten zu erhöhter Volatilität auf den globalen Energie- und anderen Märkten», sagt Konzernchef Gary Nagle.
Der Zuger Konzern gab zudem den Plan bekannt, dass die Aktien ab Oktober zusätzlich an der australischen Börse ASX gehandelt werden sollen. «Australien verfügt über einen der weltweit grössten und am schnellsten wachsenden Pools an langfristigem Investitionskapital. Der Markt bietet zudem Zugang zu einer erfahrenen Anlegerschaft mit fundierter Expertise im globalen Rohstoffsektor», so Nagle. (mim)
08:36 Uhr
Mittwoch, 5. August
Visana kauft Simpego
Die Pax Holding verkauft ihre Mehrheitsbeteiligung an der 2016 gegründeten Online-Versicherungsfirma Simpego an die Visana-Gruppe. Die Krankenkasse mit Sitz in Bern übernimmt auch alle Anteile der Minderheitsaktionäre. Für die Kundinnen und Kunden von Simpego ändere sich nichts, teilen die Unternehmen am Mittwoch mit. Auch die rund 75 Arbeitsplätze blieben erhalten.
Die Pax-Versicherung begründet den Verkauf damit, dass sie ihr Online-Geschäft unter der eigenen Marke bündeln und sie «den Fokus auf die Weiterentwicklung von digitalen Vorsorgelösungen» legen will.
Über die Vertragskonditionen einschliesslich des Verkaufspreises wurde Stillschweigen vereinbart. Die Veräusserung erfolgt vorbehältlich der definitiven Genehmigung durch die Finanzmarktaufsicht (Finma). (fv)
10:49 Uhr
Dienstag, 4. August
AKW Beznau: Block 2 beginnt mit Brennelementwechsel
Das AKW Beznau wurde zum Schutz der Aare wegen der hohen Wassertemperatur bereits am Freitag abgestellt. Nun hat der Energiekonzern Axpo mit dem Brennelementwechsel in Block 2 begonnen. Dieser dauert rund zwei Wochen, wie Axpo am Dienstag mitteilt.
Die Spezialisten würden während der Abstellung 20 der insgesamt 121 Brennelemente im Reaktorkern austauschen. Ferner werden laut Axpo wiederkehrende Prüfarbeiten und Systemtests durchgeführt. Die über 560 Mitarbeitenden des AKW würden dabei von rund 150 externen Fachkräften unterstützt. (fv)

08:58 Uhr
Dienstag, 4. August
Angestellte Schweiz fordern eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 1,5 Prozent
Die Arbeitnehmer-Organisation Angestellte Schweiz eröffnet den Lohnherbst: Sie fordert Lohnerhöhungen von durchschnittlich 1,5 Prozent, wobei diese Forderung «je nach wirtschaftlicher Situation der einzelnen Branchen und Unternehmen differenziert zu betrachten ist». Das gibt Angestellte Schweiz am Dienstag bekannt.
Die Organisation erwartet nach eigenen Angaben für 2026 und 2027 eine Teuerung von rund 0,7 Prozent – neben weiteren Erhöhungen der Lebenshaltungskosten wie zum Beispiel Krankenkassenprämien. Diese Zahl sei aber kein Massstab für die Lohnrunde. «Wer nur die Erhöhung der Lebenshaltungskosten ausgeglichen bekommt, hat am Ende des Jahres gleich viel im Portemonnaie wie vorher, mehr nicht», heisst es bei Angestellte Schweiz. Eine echte Lohnerhöhung beginne erst darüber. (fv)
07:43 Uhr
Dienstag, 4. August
Die UBS hält 5 Prozent an Markus Blochers Dottikon ES
Die UBS hält kumuliert über mehrere Fonds 5,001 Prozent an Dottikon ES. Das teilt die börsenkotierte Firma mit Sitz im aargauischen Dottikon am Dienstag mit, die mehrheitlich Markus Blocher gehört. Dottikon ES ist ein Hersteller von Veredelungschemikalien, Zwischenprodukten und Exklusivwirkstoffen für die chemische und pharmazeutische Industrie. (fv)

07:15 Uhr
Dienstag, 4. August
Mässiges erstes Halbjahr: Swiss verkündet tieferen Betriebsgewinn
Die Swiss hat ein durchzogenes erstes Halbjahr hinter sich. Der Umsatz stieg um 3,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Franken. Dagegen fiel der Betriebsgewinn der Lufthansa-Tochter laut Mitteilung vom Dienstag um 3,2 Prozent auf 189,3 Millionen. (watson)
09:14 Uhr
Montag, 3. August
Postauto-Prozess soll 2027 stattfinden
Nun soll doch noch ein Gericht über den Postauto-Skandal urteilen. Die Verhandlung wird nächstes Jahr am Berner Wirtschaftsstrafgericht stattfinden. Das bestätigt Gerichtspräsidentin Barbara Lips der «Berner Zeitung». Ein Termin sei noch nicht festgelegt, der umfangreiche Prozess werde wohl in der zweiten Jahreshälfte stattfinden. «Derzeit lesen wir uns in die Akten ein», sagt Lips.
Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) hatte im Frühjahr 2024 im grössten Schweizer Subventionsbetrug sieben Strafverfügungen erlassen. Es verurteilte fünf mittlerweile abgesetzte Postauto-Manager, den früheren Post-Finanzchef sowie einen ehemaligen Post-Verwaltungsrat wegen «vollendeten Leistungsbetrugs» respektive dafür, dass sie diesen nicht verhindert haben. Konkret verhängte das Amt bedingte Geldstrafen zwischen 56’000 und 420’000 Franken gegen die Beschuldigten.
Alle sieben Beschuldigten hatten sich gegen die Fedpol-Urteile gewehrt. Deshalb findet 2027 der Prozess statt. (fv)

12:38 Uhr
Freitag, 31. Juli
Neuer Chef für Edelweiss
Die Schweizer Fluggesellschaft Edelweiss erhält einen neuen Chef. Wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst, übernimmt Edi Wolfensberger per 1. Oktober die Leitung der zum deutschen Lufthansa-Konzern gehörenden Airline. Er folgt auf Bernd Bauer, der das Unternehmen nach zwölf Jahren an der Spitze verlässt.
Wolfensberger ist seit 2022 Operationschef der Lufthansa-Billigtochter Eurowings und Mitglied deren Geschäftsleitung. Zuvor war er etwa bei Brussels Airline und Lufthansa Aviation Training Switzerland tätig. Seine Karriere begann er 2008 bei der Edelweiss-Schwestergesellschaft Swiss.
Der abtretende Chef Bernd Bauer wurde im vergangenen Jahr 60 Jahre alt. In diesem Alter endet bei Lufthansa laut Mitteilung in der Regel die operative Arbeit von Führungskräften. Dieter Vranckx, der Kommerzchef der Lufthansa, lässt sich in einer Mitteilung damit zitieren, Bauer habe eine «aussergewöhnliche Karriere» hinter sich und die Ferienfliegerei entscheidend vorangebracht.
Edelweiss fokussiert sich auf Freizeitreisen und bedient mit 23 Flugzeugen, davon 7 Langstreckenflugzeugen, über 100 Destinationen ab dem Flughafen Zürich. Fast 1700 Menschen arbeiten für die Airline. (ehs)
11:37 Uhr
Freitag, 31. Juli
Valora expandiert in Österreich
Der Schweizer Tankstellen-Betreiber Volenergy, der hierzulande etwa die Tankstellen von Ruedi Rüssel, Miniprix und BP betreibt, hat vor kurzem die Übernahme des BP-Tankstellennetzes in Österreich mit 250 Standorten bekannt gegeben. Nun wollen Volenergy und der Händler Valora, bekannt für seine Formate K Kiosk und Avec, im Rahmen dieser Expansion das Angebot an den BP-Tankstellen in Österreich ausbauen. Das teilt Valora am Freitag mit.
Damit stärke Valora seine Präsenz in Österreich. Heute ist Valora dort mit 30 Läden der Formate Ditsch, Backwerk und Press & Books vertreten. Im Zentrum der neuen Zusammenarbeit stehe die Verbindung von Convenience-Retail, also Supermarkt-Artikel für unterwegs, und Food To Go. Valora mit Sitz in Muttenz BL gehört zum mexikanischen Konzern Femsa. (ehs)
10:35 Uhr
Freitag, 31. Juli
Nationalbank macht 25,2 Milliarden Gewinn
Das Ergebnis der Schweizerischen Nationalbank ist stark von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Das schlägt sich auch in den Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 nieder, in dem die Nationalbank stark vom Börsenhöhenflug profitieren konnte und etwas unter der Abwertung beim Gold zu leiden hatte.
Konkret weist die Nationalbank für die Periode von Januar bis Juni einen Gewinn von 25,2 Milliarden Franken aus, wie sie am Freitag mitteilte. Treiber war mit einem Plus von 31,7 Milliarden Franken der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 6,4 Milliarden Franken. Der Gewinn auf den Frankenpositionen belief sich auf 0,1 Milliarden Franken.
Ob Bund und Kantone wieder mit Milliarden-Zuschüssen von der Nationalbank rechnen können, lässt sich trotz des hohen Halbjahresgewinns derzeit noch nicht sagen. Denn Rückschlüsse auf das Jahresergebnis seien angesichts der starken Schwankungen an den Gold-, Devisen- und Kapitalmärkten «nur bedingt möglich», wie die von Martin Schlegel geleitete Nationalbank betont. (fv)

16:59 Uhr
Donnerstag, 30. Juli
Mammut ist jetzt chinesisch
Die bekannte Schweizer Outdoormarke Mammut gehört neu einer Investmentfirma aus China. Der bisherige Besitzer, Jacobs Capital, hat das Unternehmen mit Sitz im aargauischen Seon an die chinesische Investmentgesellschaft CPE verkauft, wie Mammut am Donnerstag mitteilte.
Der Sitz mit den «zentralen Bereichen Innovation, Design und Entwicklung» bleibe im Aargau, und auch Firmenchef Heiko Schäfer und sein Führungsteam würden ihre Funktionen behalten. Die Produktion freilich ist schon lange in Asien. Die Mammut-Gruppe ist laut eigenen Angaben in 51 Ländern tätig und beschäftigt rund 900 Mitarbeitende. (fv)
15:37 Uhr
Donnerstag, 30. Juli
Rückschlag für die Migros in Deutschland

Ausser Millionenverlusten nichts gewesen: Die Migros Regionalgenossenschaft Zürich wollte mit der deutschen Bio-Kette Tegut endlich im nördlichen Nachbarland durchstarten. Doch die Übernahme von 2013 entwickelte sich zum teuren Flop. Vergangenen Frühling zog Migros-Zürich-Chef Patrick Pörtig die Reissleine: Tegut wird verkauft, das Deutschland-Abenteuer abgebrochen. Nach allen Abschreibern und Abwicklungskosten bleibt unter dem Strich ein Verlust von bis zu 600 Millionen Euro.
Ein Käufer für zwei Drittel der rund 300 Tegut-Filialen stand mit dem deutschen Supermarktriesen Edeka bereit. Doch nun ist die Migros mit einem Rückschlag konfrontiert. Das Bundeskartellamt, das Pendant zur Schweizer Wettbewerbskommission, wird den Verkauf von 202 Tegut-Standorten an Edeka vorerst nicht genehmigen, wie die «Lebensmittelzeitung» berichtet.
Um eine Freigabe der Behörde zu erhalten, muss Edeka demnach Zugeständnisse machen – oder vor Gericht ziehen. Teil des Deals sind auch 41 autonome Teo-Filialen der Migros in Deutschland. Die Schweizer Teo-Standorte sind davon nicht betroffen.
In 37 lokalen Absatzmärkten mit insgesamt 38 Tegut-Geschäften führe die geplante Fusion nach den Untersuchungen der zuständigen Behörde zu erheblichen Beeinträchtigungen des Wettbewerbs, schreibt die Branchenzeitung. Edeka könnte punktuell eine marktbeherrschende Stellung einnehmen.
Keine Bedenken hegt die Behörde derweil in Bezug auf die Lieferantensituation. Der Zuwachs an Nachfragemacht durch das zusätzliche Tegut-Einkaufsvolumen sei bezogen auf den Gesamtmarkt unerheblich. Auch die Teo-Übernahmen stellen kein Problem dar.
Edeka und Migros wollen sich laut der «Lebensmittelzeitung» im laufenden Verfahren nicht äussern. Der Edeka-Konkurrent Rewe will derweil 40 Tegut-Standorte übernehmen, die Kette Tante Enso 36 Filialen. (bwe)
11:08 Uhr
Donnerstag, 30. Juli
Läderach geschäftet mit Mormonen-Kirche

Der Schweizer Schokoladenhersteller Läderach setzt seine Auslandsexpansion fort. In Salt Lake City, im US-Staat Utah, hat die Glarner Firma ein neues Geschäft eröffnet, wie Nordamerika-Chef Warren Dunkelberger auf der Online-Plattform Linkedin bekannt gibt. Die Filiale ist im City Creek Center eingemietet.
Dieses Einkaufszentrum gehört der Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, also den Mormonen. Der Shoppingtempel liegt vis-à-vis des Kirchenhauptsitzes und des Salt-Lake-Tabernakels, des Versammlungshauses der Glaubensgemeinschaft am Temple Square.
Insgesamt ist die Schweizer Schoggi-Kette, deren Inhaberfamilie hierzulande für ihre konservativen, religiösen Werte bekannt ist, in 30 Ländern präsent. Zuletzt wurde ein erster australischer Shop in Sydney eröffnet. Weltweit betreibt Läderach rund 250 Filialen. Bis Ende Jahr sollen es 300 werden. (bwe)
10:55 Uhr
Donnerstag, 30. Juli
Eisenbahn: Rekord im Personenverkehr
Im zweiten Quartal dieses Jahres haben Reisende 6,3 Milliarden Kilometer in Schweizer Zügen zurückgelegt. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und ein neuer Rekordwert, wie der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr (Litra) am Donnerstag mitteilt. Eine leichte Erholung zeigte auch der Güterverkehr: Mit 2,8 Milliarden Nettotonnenkilometern lag die Verkehrsleistung 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Eisenbahn verzeichnet im Personenverkehr seit einigen Jahren im Vergleich zur Strasse und dem Langsamverkehr (Velo und zu Fuss gehen) eine überdurchschnittliche Zunahme bei der Verkehrsleistung. Fachleute führen das auf eine stärkere Nutzung des öffentlichen Verkehrs in der Freizeit und neue Angebote wie das Halbtax Plus zurück. Die gestiegene Beliebtheit zeigt sich auch im Marktanteil. Im Jahr 2024 betrug der Marktanteil des öffentlichen Verkehrs an den zurückgelegten Kilometern 22,9 Prozent, wie neue Zahlen des Bundes zeigen. Innert fünf Jahren stieg er um 2,2 Prozentpunkte – das stärkste Wachstum seit Inbetriebnahme des Ausbauprogramms «Bahn 2000» im Jahr 2004. (ehs)
08:25 Uhr
Donnerstag, 30. Juli
Chefwechsel bei Angestellte Schweiz
Nach 18 Jahren an der Spitze von Angestellte Schweiz geht Stefan Studer diesen Herbst in Pension. Seine Nachfolge ist geregelt, wie die Arbeitnehmerorganisation am Donnerstag mitteilt: Pierre Derivaz übernimmt per 1. August die Geschäftsführung. Der 37-jährige Rechtsanwalt aus dem Wallis ist bereits seit 2017 bei Angestellte Schweiz tätig. (fv)

15:16 Uhr
Mittwoch, 29. Juli
Sandoz erhält Zulassung für Diabetes-Spritze
Der Basler Generikakonzern Sandoz hat die Zulassung für sein Medikament Owozy in Brasilien erhalten. Es basiert auf dem Wirkstoff Semaglutid, das auch in den Abnehmspritzen steckt. In Brasilien haben die Behörden das Generikum für die Behandlung von Diabetes Typ 2 zugelassen. Die Spritze soll im zweiten Halbjahr auf den Markt kommen. Sandoz schätzt das Marktvolumen auf rund 1,8 Milliarden Dollar pro Jahr. Mehr als 16 Millionen Brasilianer sind an Diabetes erkrankt, das ist gemessen an der Gesamtbevölkerung ein sehr hoher Wert. «Das wird das Gesundheitssystem entlasten», sagte Sandoz-Chef Richard Saynor. (mpa)
10:09 Uhr
Mittwoch, 29. Juli
UBS-Aktie gewinnt stark
Die UBS hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient. Der Konzerngewinn stieg im Vorjahresvergleich um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar. Gleichzeitig hat sie ein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Bis Mitte 2027 will die Grossbank Aktien für weitere 3 Milliarden Dollar erwerben. Schon in den nächsten drei Monaten will sie dafür 1 Milliarde Dollar aufwenden. Bereits abgeschlossen hat das Institut diesen Monat ein Rückkaufprogramm mit einem Volumen von 3 Milliarden Dollar.
Die Börse reagiert positiv auf diese Ankündigung und die vorgelegten Zahlen. Die Papiere der UBS wurden am Mittwoch um 10 Uhr für 43.50 Franken gehandelt und gewannen damit gegenüber dem Börsenschluss am Dienstag 2,6 Prozent. Seit Bekanntgabe der Übernahme der Credit Suisse haben die Titel um über 150 Prozent zugelegt. In den vergangenen fünf Jahren resultierte gar fast eine Verdreifachung des Aktienkurses. (ehs)
09:32 Uhr
Mittwoch, 29. Juli
BMW baut weltweit 8000 Jobs ab
Jetzt also auch BMW: Als letzter deutscher Autokonzern legen die Münchner ein grosses Stellenabbauprogramm auf. Weltweit sollen rund 8000 Jobs wegfallen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Unternehmenskreisen erfuhr. Der Stellenabbau soll über natürliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen.

Das Abfindungsprogramm soll von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen und sich an alle Mitarbeiter in Deutschland ausserhalb der direkten Produktion wenden. Da mehr als die Hälfte der knapp 154'000 BMW-Mitarbeiter in Deutschland tätig ist – zum Halbjahr waren es gut 84'000 – und hier auch das Abfindungsprogramm aufgelegt wird, ist es wahrscheinlich, dass am Ende auch mehr als die Hälfte der betroffenen Jobs auf Deutschland entfällt. BMW äusserte sich zunächst nicht zu den Plänen. (dpa)
07:26 Uhr
Mittwoch, 29. Juli
UBS verdient im zweiten Quartal mehr
Die Grossbank UBS hat im zweiten Quartal einen um Restrukturierungskosten bereinigten Vorsteuergewinn von 3,9 Milliarden Dollar erzielt, 45 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Konzerngewinn stieg um 17 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar.
Zwischen April und Juni steigerte die Bank die Erträge um 16 Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar. Im zweiten Quartal verzeichnete sie einen Nettoneugeldzufluss in der Vermögensverwaltung von 36 Milliarden Dollar.
Im gesamten ersten Halbjahr waren es 73 Milliarden Dollar. Damit verwaltet die UBS nun Vermögen in der Höhe von insgesamt 7,3 Billionen Dollar. Der Konzerngewinn im ersten Halbjahr betrug 5,8 Milliarden Dollar.
Bei der Integration der Credit Suisse sieht sich die UBS auf gutem Weg. Bereits mehr als 90 Prozent der alten Anwendungen würden nicht länger genutzt und rund 70 Prozent seien bereits vollständig ausser Betrieb genommen worden. Im zweiten Quartal seien zusätzliche Kosteneinsparungen von 1,1 Milliarden Dollar erzielt worden. Insgesamt beliefen sich diese nun auf 12,6 Milliarden, bis zum Jahresende sollen es 13,5 Milliarden Dollar sein. (ehs)
09:16 Uhr
Dienstag, 28. Juli
Versicherungen zu günstig verkauft: Zurich entlässt 12 Mitarbeitende
Der Versicherungskonzern Zurich stellt mehr als zwölf Angestellte frei, weil sie Policen zu niedrigen Preisen verkauft hatten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg». Zuvor hatte die Finanzmarktaufsicht (Finma) ein sogenanntes Enforcement-Verfahren eingeleitet. Zudem hat sie ein Verkaufsverbot für bestimmte Produkte im Bereich der betrieblichen Lebens- und Rentenversicherungen in der Schweiz verhängt. «Wir bedauern, dass wir das trotz unserer Kontrollen und Audits nicht selbst erkannt haben», sagte Zurich-Chef Mario Greco am Montag. (mpa)
03:56 Uhr
Dienstag, 28. Juli
USA: Der Bund gewinnt auch die zweite Runde gegen CS-Gläubiger
Ein Berufungsgericht in New York hat die Klage von Gläubigern der ehemaligen Grossbank Credit Suisse abgewiesen. Einstimmig entschieden die drei Bundesrichter, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft im Zusammenhang mit einer Schadenersatzklage, die nach der Übernahme der CS durch die UBS eingereicht worden war, Staatenimmunität geniesse. Das Berufungsgericht stützte damit das Urteil der Vorinstanz aus dem Oktober 2025.
Die Kläger fordern eine Entschädigung in dreistelliger Millionenhöhe für die finanziellen Verluste, die sie nach der Abschreibung der sogenannten AT1-Anleihen auf Null erlitten hatten. Sie können das Urteil, das bereits Mitte Juli kommentarlos publiziert worden war, nun an den Supreme Court weiterziehen. (rr)

14:44 Uhr
Montag, 27. Juli
Porsche baut weitere 5000 Stellen ab
Der Sportwagenbauer Porsche baut in der Region Stuttgart weitere 5000 Stellen ab. Die Beschäftigungssicherung wird im Gegenzug bis Ende 2035 verlängert, wie Unternehmen und Gesamtbetriebsrat mitteilten. (dpa)
13:10 Uhr
Montag, 27. Juli
Schweiz führt bei 5G-Nutzung
Bei Tests des mobilen Internets durch den Anbieter Nperf betrug der Anteil der über die Technologie 5G abgewickelt wurde, in der Schweiz 48,4 Prozent. Damit liegt das Land an der Spitze des zwischen Januar und Juli 2026 erstellten Rankings, wie es in einer Mitteilung heisst. Auf den weiteren Plätzen folgten Österreich mit 48,2 Prozent und Deutschland mit 46,8 Prozent.
Der Unterschied zwischen der erstplatzierten Schweiz und dem letztplatzierten Kroatien betrage allerdings nur 8,1 Prozentpunkte. Das zeige, dass 5G mittlerweile weit verbreitet sei. Gegenüber Vorgängertechnologien wie 4G bietet 5G mehr Geschwindigkeit, geringere Reaktionszeiten und mehr Kapazitäten. (ehs)
09:56 Uhr
Freitag, 24. Juli
Calida-Umsatz sinkt weiter
Der Umsatz des Unterwäscheherstellers Calida ist im ersten Halbjahr 2026 erneut gesunken. Wie das Luzerner Unternehmen mitteilt, fiel der Umsatz der Gruppe währungsbereinigt um 5,9 Prozent auf 93,7 Millionen Franken. Es resultierte ein negatives Betriebsergebnis von 300'000 Franken. Grund dafür seien vor allem den Struktur- und Kostenbereinigungsmassnahmen rund um den Verkauf der US-Tochter Cosabella. «Damit vereinfachen wir unser Portfolio weiter und stärken unseren Fokus auf die Kernmarken», wird CEO Thomas Stöcklin zitiert. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Das Marktumfeld sei im ersten Halbjahr 2026 weiterhin anspruchsvoll und von «einer verhaltenen Konsumentenstimmung geprägt» gewesen. Man sei jedoch zuversichtlich, dass die eingeleiteten strategischen und operativen Massnahmen Wirkung entfalteten, so Calida. Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm von bis zu maximal zwei Prozent des Aktienkapitals wird eingestellt. «Angesichts der operativen Fortschritte der Gruppe, sowie attraktiver Möglichkeiten zur langfristigen Wertschaffung wird die Wahrung der grösstmöglichen finanziellen Flexibilität als beste Vorgehensweise für alle Stakeholder erachtet.» (mha)
09:38 Uhr
Freitag, 24. Juli
Schweizerin wird oberste Airline-Branchenchefin

Der Airline-Verband Iata (International Air Transport Association) mit Sitz in Montreal und Genf erhält eine neue Generaldirektorin. Saadia Zahidi wurde vom Verwaltungsrat per November zur neuen Chefin der Organisation ernannt, wie es in einer Mitteilung heisst. Zahidi wird die erste Frau sein, die diese Position übernimmt. Bisher arbeitet Zahidi als Geschäftsleitungsmitglied beim Weltwirtschaftsforum, das seinen Sitz ebenfalls in Genf hat.
Die Managerin ist in Pakistan geboren, hat aber auch den Schweizer Pass. Sie studierte Wirtschaft in den USA sowie in Genf. Im Verlauf ihrer Karriere arbeitete sie auch für die UNO sowie die Europäische Weltraumorganisation ESA. 2018 publizierte die 46-Jährige ein Buch über muslimische Frauen in der Geschäftswelt. Im Gegensatz zu früheren Iata-Generaldirektoren hat Zahidi keine Fluggesellschaft geführt. Zahidi folgt auf den Iren Willie Walsh, der einst Aer Lingus und British Airways als CEO vorstand und die Iata seit 2021 leitete.
Die Luftfahrt sei entscheidend für Wirtschaftswachstum, Handel, Tourismus, Arbeitsplätze und Investitionen, sagt Zahidi. Die Iata biete der Branche in einer sich rasch verändernden Welt verlässliche Standards, unverzichtbare Dienstleistungen und Interessensvertretung. Die Organisation vertritt über 330 Airlines in rund 120 Ländern. Auch die Lufthansa-Gruppe mit Edelweiss und Swiss ist Mitglied. (bwe)
08:43 Uhr
Freitag, 24. Juli
Temu verkündet Kooperation mit Schweizer KMU
Die chinesische Onlineplattform Temu will in der Schweiz Fuss fassen. Seit letzten September können auch hiesige Händler dort ihre Ware verkaufen. Das probieren bereits einige wenige Firmen aus, etwa der Möbelhändler Beliani. Nun will Temu sein Angebot bekannter machen. Dazu strebt das Unternehmen eine Kooperation mit dem Schweizerischen KMU-Verband an.
Gemäss einer Absichtserklärung wollen Temu und der Verband den Firmen Unterstützung beim Einstieg in den Online-Verkauf anbieten. Das soll durch Austausch von Informationen und Fallstudien von Schweizer Unternehmen passieren. «Viele Schweizer KMU verfügen über hervorragende Produkte, schöpfen die Chancen des Online-Handels jedoch noch nicht vollständig aus», sagt Roland Rupp, Präsident des KMU-Verbands. «Gemeinsam mit Temu wollen wir Hemmschwellen abbauen. Diese Partnerschaft ist ein konkreter Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer KMU.»
Das dürften nicht alle Verbände so sehen. Andere Organisationen wie die Swiss Retail Federation oder der Handelsverband.swiss haben Temu beim Bund angeschwärzt und stehen dem chinesischen Akteur kritisch gegenüber. (mpa)

14:20 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
EZB lässt Zinsen unverändert
Im Euroraum bleiben die Leitzinsen trotz anhaltender Inflationsgefahren vorerst unverändert. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben hatte, entschieden sich die Euro-Währungshüter nun für eine geldpolitische Pause. Damit bleibt der für Banken und Sparer im Euroraum wichtige Einlagenzins bei 2,25 Prozent.
Das hatten die meisten Analysten so erwartet. Eine Anhebung könnte es im September geben, wenn der Notenbank neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur vorliegen. Denn die Risiken für die Teuerung sind nicht gebannt, solange der Iran-Krieg andauert und es keine dauerhafte Lösung für den Konflikt im Nahen Osten gibt. «Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen», teilte die Zentralbank nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mit. (dpa)
09:51 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Langjähriger Swiss-Life-Manager Markus Leibundgut ist gestorben
2023 war Markus Leibundgut, der beim Versicherungskonzern Swiss Life das Schweizer Geschäft leitete, an Krebs erkrankt. 2024 teilte das Unternehmen mit, dass Leibundgut nicht mehr auf seinen alten Posten als Länderchef zurückkehren werde. Obwohl sein Genesungsprozess gut voranschreitet, habe er sich entschieden, künftig strategische Aufgaben ausserhalb des Unternehmens zu übernehmen, hiess es damals. Nun wird bekannt, dass Leibundgut am 14. Juli im Alter von 57 Jahren verstorben ist. «Seine Vielseitigkeit, seine analytischen Fähigkeiten, seine menschliche Art und sein Durchhaltewille wurden sehr geschätzt», hält Swiss Life in der Todesanzeige fest. (fv)

08:29 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Cembra steigert Gewinn und übernimmt Santander-Geschäft
Die Cembra Money Bank hat im ersten Halbjahr 2026 den Reingewinn um 6 Prozent auf 92,3 Millionen Franken gesteigert, wie sie am Donnerstag bekannt gab. Ausschlaggebend dafür war vor allem ein um 9 Prozent tieferer Geschäftsaufwand. Der Nettoertrag blieb trotz gesunkener Maximalzinssätze und eines schwächeren wirtschaftlichen Umfelds mit 267,2 Millionen Franken stabil. Die Nettoforderungen gegenüber Kunden nahmen um 2 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken zu, getragen vom Wachstum im Privatkredit-, Fahrzeugfinanzierungs- und Kreditkartengeschäft.
Zugleich kündigte Cembra die Übernahme des wesentlichen Teils des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander Consumer Finance an. Davon verspricht sich das Finanzinstitut eine Stärkung seiner Position in der Fahrzeugfinanzierung. Zudem wird Cembra exklusive Schweizer Partnerin von Santander für paneuropäische Leasing- und Fahrzeugfinanzierungsprogramme. Der Abschluss wird für November 2026 erwartet. (fv)
08:10 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Leonteq schreibt wieder Gewinn
Leonteq ist im ersten Halbjahr 2026 in die Gewinnzone zurückgekehrt, wie der Anbieter strukturierter Finanzprodukte am Donnerstag mitteilte. Er erzielte einen Gewinn von 12,7 Millionen Franken nach einem Verlust von 43 Millionen im zweiten Halbjahr 2025. Der Betriebsertrag belief sich auf 111,6 Millionen Franken. Während die Kommissions- und Dienstleistungserträge um 10 Prozent auf 96,8 Millionen zunahmen, fiel das Handelsergebnis tiefer aus als in der Vorjahresvergleichsperiode. Gleichzeitig senkte Leonteq den Geschäftsaufwand dank des laufenden Kostenprogramms um 10 Prozent auf 99,2 Millionen Franken.
Für das Gesamtjahr bestätigt Leonteq die Prognose eines positiven Vorsteuergewinns bei einem Geschäftsaufwand von rund 200 Millionen Franken. Zudem hält der Verwaltungsrat an der Absicht fest, Anfang 2027 einen Aktienrückkauf zu starten. (fv)
08:04 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Roche spürt Gegenwind des starken Frankens
Der Basler Pharmakonzern Roche leidet unter dem starken Franken. Denn anders als der Lokalrivale Novartis weist er seine Zahlen in der Schweizer Währung aus. Im ersten Halbjahr erzielte Roche einen Umsatz von 30,3 Milliarden Franken. Das ist ein Minus von 2 Prozent. In konstanten Wechselkursen resultiert ein Plus von 6 Prozent. Der Betriebsgewinn sank in Franken ebenfalls um 1 Prozent, wobei währungsbereinigt eine Zunahme von 10 Prozent erzielt wurde.
In der Pharmasparte trieben die fünf wichtigsten Medikamente namens Xolair (Nahrungsmittelallergien), Hemlibra (Hämophilie A), Ocrevus (Multiple Sklerose), Phesgo (Brustkrebs) und Vabysmo (schwere Augenerkrankungen) weiterhin das Wachstum an. In der Diagnostiksparte konnte Roche etwas weniger zulegen. Da auf Diagnostika in den USA Zölle anfallen, stiegen für Roche dort die Kosten. Ebenfalls zu Mehraufwänden führte eine Restrukturierung des Diagnostikgeschäfts, wobei auch der Standort Rotkreuz ZG betroffen ist.
Roche-Chef Thomas Schinecker erwartet für das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem wolle man die Dividende in Schweizer Franken erneut erhöhen. (mpa)

09:26 Uhr
Mittwoch, 22. Juli
Kone gewinnt SBB-Auftrag
Die SBB haben die Wartung und Instandhaltung ihrer rund 1200 Transport- und Förderanlagen neu ausgeschrieben. Der finnische Konzern Kone hat den Zuschlag für die Wartung von 60 Prozent dieser Lifte und Rolltreppen gewonnen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bisher seien es 30 Prozent gewesen. Zwei Drittel der 700 Anlagen, welche Kone für die SBB überwachen und warten werden, seien von anderen Herstellern produziert worden. (ehs)
09:15 Uhr
Mittwoch, 22. Juli
V-Zug steigert Halbjahresgewinn

Der Haushaltsapparate-Hersteller V-Zug steigerte im ersten Halbjahr den Nettoerlös um 4,9 Prozent auf 284,5 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg derweil im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3 auf 7,9 Millionen Franken. Treiber dieser Entwicklung in einem anhaltend volatilen Umfeld sei eine gute Geschäftsentwicklung im Heimmarkt Schweiz gewesen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Geholfen hätten auch das internationale Geschäft sowie die Umsetzung der geschärften Strategie. (bwe)
08:58 Uhr
Mittwoch, 22. Juli
Dormakaba hilft bei schweren Türen

Schwere Türen stellen für viele Menschen ein Problem dar, sei es für ältere oder solche mit einer Behinderung. Für sie ist das Öffnen solcher Türen mit viel Energie verbunden – oder sogar unmöglich. Die auf Zutrittssysteme spezialisierte Industriefirma Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH reagiert nun und lanciert ein neues System, das das Öffnen und Schliessen der Tür erheblich erleichtern soll.
Laut einer Mitteilung handelt es sich um eine intelligente Zugangslösung namens Easy Assist, die vor allem älteren Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Kindern helfen soll. Es lasse sich beispielsweise in Seniorenheimen und Krankenhäusern unkompliziert nachrüsten.
«Der Zugang ohne Hindernisse und ohne unnötigen Kraftaufwand wird zu einer zentralen Anforderung an moderne Gebäude», sagt Dormakaba-Chef Till Reuter. Das Easy-Assist-System beinhaltet mehrere Funktionen. Es bietet eine sanfte, elektronische Unterstützung beim manuellen Öffnen, so dass weniger Kraft nötig ist. Oder es kann die Türe auch vollautomatisch öffnen und schliessen. Als mögliche Kunden sieht Dormakaba Senioren- und Pflegeheime, Spitäler, Hotels oder Verwaltungsgebäude.
In den USA wurde das System bereits im April lanciert. Als nächstes folgen Deutschland und mehrere asiatische Länder. Im Früjahr 2027 soll es auch in der Schweiz erhältlich sein.
Für die Entwicklung der Innovation hat Dormakaba mit mehreren Hochschulen in Deutschland untersucht, wie sich die zum Türöffnen nötige Kraft über die gesamte Bewegung hinweg verringern lässt. Und in einer weiteren Forschungsarbeit, gemeinsam mit dem Singapore Institute of Technology, ging das Unternehmen der Frage nach, welche Schwierigkeiten Türen älteren Menschen im Alltag konkret bereiten.
Mit der Innovation reagiere man auf den demografischen Wandel, heisst es in der Mitteilung. Denn laut Weltgesundheitsorganisation wird sich die Zahl der über 60-Jährigen bis 2050 auf rund 2,1 Milliarden Menschen verdoppeln. Barrierefreie Umgebungen würden an Bedeutung gewinnen. (bwe)
14:50 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Lindt steigert den Umsatz
Der Zürcher Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli erzielte im ersten Halbjahr ein organisches Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 2,33 Milliarden Franken. Die Firma spricht von einem soliden Ergebnis. Allerdings: Im gesamten Vorjahr hatte das Wachstum noch 12,4 Prozent betragen. Zudem war das Wachstum nur mit Preiserhöhungen möglich.
Diesbezüglich hat es der Hersteller der Lindor-Kugeln allerdings zuletzt übertrieben. Insbesondere in Deutschland gab es Meldungen von erbosten Konsumentinnen und Konsumenten, denen die Lindt-Schokolade zu teuer wurde. Nun sollen die Preise teilweise gesenkt werden. Die Regionen Nordamerika und Rest der Welt, wie sie Lindt definiert, verzeichneten derweil ein zweistelliges Wachstum.
Der operative Gewinn (Ebit) betrug 260,2 Millionen Franken und ist damit praktisch auf dem Wert der Vorjahresperiode verharrt. Anhaltende geopolitische Unsicherheiten und die weiterhin hohe Volatilität des Marktes hätten die Konsumentenstimmung gedämpft, schreibt Lindt in einer Mitteilung. Zudem wirke sich der Tourismus, insbesondere in Europa, auf die Ergebnisse aus.
ZKB-Analyst Daniel Bürki verweist in seiner Analyse auf den Rückgang des Aktienwerts von 17 Prozent in diesem Jahr. Damit habe Lindt bisher schwach abgeschnitten, was auf das geringere Verkaufsvolumen von Schokolade zurückzuführen sei. Die sei die direkte Folge der deutlichen Preiserhöhungen für den Konsumenten in den letzten Jahren.
Für Bank-Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy bleibt derweil offen, ob Lindt seine Wachstumsprognose von 6 bis 8 Prozent für das Gesamtjahr erzielen kann. (bwe)
09:03 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Swiss-Bodenpersonal sagt Ja zu neuem GAV
Das Bodenpersonal der Fluggesellschaft Swiss haben einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) angenommen, der am 1. Januar in Kraft tritt. Der neue GAV verbessere die Anstellungsbedingungen für die Mitarbeitenden und schaffe gleichzeitig die Grundlage, damit die Swiss auch langfristig erfolgreich bleibe, heisst es in einer Mitteilung der Lufthansa-Tochter.
Der neue GAV sei das Ergebnis konstruktiver Verhandlungen zwischen der Swiss sowie den Sozialpartnern SEV-GATA, dem kaufmännischen Verband und VPOD Luftverkehr. Er gilt für eine Mindestdauer von fünf Jahren.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören laut der Swiss die Reduktion der vertraglichen Wochenarbeitszeit, Anpassungen bei Lohnbändern und Zulagen, Verbesserungen in der beruflichen Vorsorge sowie der Ausbau der Leistungen bei Mutterschaft und weiteren Sozialleistungen.
Die Gewerkschaft SEV-GATA verrät derweil in einer Mitteilung konkrete Verbesserungen: Der neue GAV bringe beispielsweise eine Samstagszulage, eine Arbeitszeitverkürzung um zwei auf 40 Wochenstunden und eine Erhöhung der Lohnbänder um 200 Franken. (bwe)
08:58 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Gericht stoppt Übernahme von Warner Brothers
Nach der Klage von zwölf US-Bundesstaaten wird die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount für zunächst zwei Wochen per Gerichtsbeschluss ausgesetzt. In dieser Zeit soll über die von den Bundesstaaten angestrebte längerfristige einstweilige Verfügung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden.
Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin Araceli Martínez-Olguín in Oakland bei San Francisco konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten. Dadurch sei es wahrscheinlich, dass die Übernahme als wettbewerbswidrig eingestuft werde. Dies rechtfertige eine zeitweise Aussetzung der Fusion.
Für Paramount könnte eine Verzögerung teuer werden. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Das dürfte den Konzern etwa 650 Millionen Dollar pro Vierteljahr kosten. (dpa)
08:33 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Nestlé baut neue Tierfutter-Fabrik
Der Nahrungsmittelriese Nestlé kann sich auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten auf Katzen- und Tierhalter verlassen. Inzwischen setzt der Hersteller von Kitkat-Schokolade und Thomy-Mayonnaise jeden fünften Franken mit Tierfutter um. Und dabei soll es nicht bleiben.
Die Nestlé-Tierfutter-Sparte Purina plant den Bau eines neuen Werks in Mantua, Italien. Kostenpunkt: 520 Millionen Franken. Der Standort werde eine Produktionsanlage für Feuchtnahrung für Katzen und Hunde und eine Logistikplattform beinhalten, wie es in einer Mitteilung heisst.
Damit steigt die Zahl der Purina-Fabriken in Europa auf 15. Der europäische Markt für Tiernahrung wird laut Nestlé auf knapp 30 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Die Zahl der Haustiere sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen, und die Menschen würden mehr für ihre Tiere ausgeben. Der Produktionsstart in Italien ist für 2029 vorgesehen. Anfang dieses Jahres hatte Nestlé bereits den Bau einer neuen Purina-Fabrik in Brasilien angekündigt. (bwe)
08:05 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Weniger Gewinn trotz Grosserfolg mit Royal Pop
Die Swatch-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz gesteigert und nach eigenen Angaben weltweit Marktanteile gewonnen, wie sie am Dienstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen legte der Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 3,121 Milliarden Franken zu. Doch negative Währungseffekte schmälerten den Umsatz um rund 200 Millionen Franken, womit letztlich nur ein Plus von 2 Prozent übrigblieb.
Der Betriebsgewinn (Ebit) ging auf 52 Millionen Franken zurück, nach 68 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn belief sich auf 16 Millionen Franken nach 17 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2025. Als Belastungsfaktoren nennt der Schweizer Uhrenkonzern neben den Wechselkurseffekten insbesondere die Ergebnisse des Produktionsbereichs. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bewusst Produktionskapazitäten und Arbeitsplätze aufrechterhalten und auf Kurzarbeit verzichtet.
Bei den Marken hebt die Swatch Group mehrere Entwicklungen hervor. Breguet profitierte nach Unternehmensangaben weiterhin von den zum 250-Jahr-Jubiläum eingeführten neuen Modellen. Harry Winston erzielte in allen Regionen starke Verkäufe, darunter ein Wachstum von nahezu 20 Prozent in China. Omega steigerte den Umsatz in den eigenen Läden um 20 Prozent; dieser Kanal macht inzwischen 42 Prozent des Markenumsatzes aus. Longines, Tissot und Hamilton verzeichneten jeweils zweistellige Wachstumsraten.
Besonders erfolgreich verlief laut Konzern die Einführung der Zusammenarbeit Audemars Piguet X Swatch. Seit dem Marktstart am 16. Mai übersteige die Nachfrage nach der bunten Taschenuhr Royal Pop das Angebot deutlich. (fv)
Die Kampagne habe in sozialen Medien mehr als 25 Milliarden Aufrufe erzielt und zugleich die Verkäufe der Kooperationsmodelle mit Omega und Blancpain, Moonswatch und Scuba Fifty Fathoms, angekurbelt. Zudem habe die Marke Swatch dadurch zahlreiche neue, häufig junge Kunden gewonnen.
Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich die Swatch Group zuversichtlich. Die deutliche Beschleunigung der Verkäufe in den Monaten Mai und Juni habe sich in den ersten Juliwochen bestätigt. Im Mai und Juni stieg der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 13,1 Prozent, bei einer operativen Marge von 8,6 Prozent. Das Unternehmen erwartet deshalb für die zweite Jahreshälfte ein deutliches Umsatzwachstum sowie eine spürbare Verbesserung der Profitabilität. Grundlage dafür seien die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und der vertikal integrierte Produktionsapparat, der eine schnelle Reaktion auf die steigende Nachfrage ermögliche. (fv)
07:57 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Novartis leidet unter Nachahmer-Konkurrenz
Der Basler Pharmakonzern Novartis hat im vergangenen Halbjahr weniger Umsatz erwirtschaftet. Die Verkäufe sanken in konstanten Wechselkursen um 2 Prozent auf 27,5 Milliarden Dollar. Auch der Reingewinn ging zurück, er betrug 6,41 Milliarden Dollar (–17 Prozent). Für das gesamte Jahr rechnet CEO Vas Narasimhan damit, dass das Unternehmen den Umsatz im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigern kann. Das opeartive Ergebnis soll derweil im niedrigen einstelligen Prozentbereich zurückgehen.
Der Grund für den Dämpfer sind hauptsächlich auslaufende Patente bei Medikamenten, die Novartis in der Vergangenheit Milliarden in die Kasse gespült hatten. Eines davon ist das Herzmedikament Entresto, das mittlerweile Konkurrenz durch Generika erhalten hat. Im ersten Halbjahr sanken dort die Einnahmen um 48 Prozent. Für das laufende Jahr muss Novartis einen Umsatz von 4 Milliarden Dollar ersetzen, wie der Finanzchef zu Beginn des Jahres sagte.
Der Konzern hatte deshalb im ersten halben Jahr sinkende Umsätze und Gewinne erwartet. Im kommenden Halbjahr soll es aber wieder aufwärtsgehen. Dies soll durch mehr Verkäufe von anderen Medikamenten sowie dank Lancierungen neuer Arzneimittel geschehen. Zudem dürfte der Konzern dann den milliardenschweren Zukauf der US-Firma Avidity verdaut haben. Beim Umsatz zeigte das zweite Quartal bereits wieder nach oben. (mpa)
16:14 Uhr
Montag, 20. Juli
Listerien-Alarm: Denner ruft Kebab-Sandwich zurück
Die Migros-Discounttochter Denner muss ein Kebab-Sandwich zurückrufen. Dieses stammt vom Hersteller Riva Alimentari Uniti und trägt den Namen «Tramezzino Stellato Kebab Pomodoro, Cipolla». Es wiegt 150 Gramm und kostet 3.50 Franken.
Im Rahmen einer Kontrolle seien Listerien nachgewiesen worden, schreibt Denner. Eine potenzielle Gesundheitsgefährdung durch die Bakterien könne nicht ausgeschlossen werden, weshalb das Produkt vorsorglich zurückgerufen werde. Das Produkt sollte nicht konsumiert werden und kann in jede Denner Verkaufsstelle zurückgebracht werden. Der Verkaufspreis wird erstattet. (bwe)
13:36 Uhr
Montag, 20. Juli
Über 90 Dollar: Öl-Preis legt weiter zu
Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel wegen des sich weiter verschärfenden Iran-Kriegs erneut gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kletterte in der Nacht von Sonntag auf Montag um bis zu fast vier Prozent auf 91,42 US-Dollar und damit zum ersten Mal seit Anfang Juni über die Marke von 90 Dollar.
Anschliessend sank der Brent-Preis wieder etwas. Zuletzt lag er bei 90,20 Dollar. Seit Anfang Juli verteuerte sich die globale Öl-Referenzsorte um fast 30 Prozent.
Im Nahen Osten wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Strasse von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. In Reaktion auf die nächtelangen US-Angriffe führt Teheran Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region aus. (dpa)
12:10 Uhr
Montag, 20. Juli
Milliarden-Deal für Schweizer Pharma-Firma?
Der südkoreanische Pharmakonzern Samsung Biologics will den Schweizer Auftragsfertiger Polypeptide übernehmen. Dies haben beide Firmen am Montag bekannt gegeben. Samsung Biologics bietet den Aktionären 44.31 Franken je Aktie in bar. Damit hätte Polypeptide mit Sitz in Baar ZG einen Wert von 1,46 Milliarden Franken.
Derweil publizierte Polypeptide auch seine Halbjahreszahlen: Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 41,6 Prozent auf 236,6 Millionen Euro. Bereits im Frühling berichtete «Schweiz heute» über Übernahmegerüchte. Polypeptide produziert Wirkstoffe für grosse Medikamentenhersteller. Dazu gehören auch solche, die Schlankheitsmedikamente produzieren, die derzeit einen Boom erleben. (bwe)
12:01 Uhr
Montag, 20. Juli
250 Tankstellen: Schweizer Benzin-Riese kauft in Österreich zu
Volenergy, eines der führenden Schweizer Unternehmen in der Versorgung mit flüssigen Energien, hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Tankstellennetzes von BP in Österreich unterzeichnet. Mit diesem Schritt expandiert die Firma mit Sitz in Suhr AG erstmals ins Ausland.
Nach der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde werde man Möglichkeiten prüfen, das Convenience-Shop-Angebot weiterzuentwickeln, in Zusammenarbeit mit dem Partner Valora, sagt Volenergy-Chef Ramon Werner. Rund 60 Mitarbeitende der österreichischen BP-Niederlassung werden übernommen.
«Der Markt für Kraft- und Brennstoffe ist auch in Österreich rückläufig. Zusammenschlüsse und die Nutzung von Synergien sind daher ein logischer Schritt», sagt Werner. Volenergy betreibt in der Schweiz über 700 Tankstellen mit rund 140 Shops unter den Marken BP, Shell, Ruedi Rüssel und Miniprix. Mit der Übernahme in Österreich erweitert die Firma ihr Netzwerk um rund 250 Tankstellen, 115 Shops und 79 Car-Wash-Anlagen, die weiterhin unter der Marke BP geführt werden sollen. (bwe)
11:04 Uhr
Montag, 20. Juli
Teures Kerosin lässt Ryanairs Gewinn einbrechen
Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs hat dem Billigflieger Ryanair einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2026/27 sank der Überschuss im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro, wie die irische Fluggesellschaft am Montag in Dublin mitteilte. Das Unternehmen hatte zwar den Grossteil seines Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, konnte den starken Kostenanstieg aber dennoch nicht ganz auffangen.
Die Zahl der Passagiere stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 61,3 Millionen. Allerdings hatte Ryanair die Tickets im Schnitt sechs Prozent günstiger verkauft als ein Jahr zuvor. Dadurch stieg der Umsatz nur um ein Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Auch für die wichtige Reisezeit im Sommer versucht die Gesellschaft, die verunsicherte Kundschaft mit niedrigeren Ticketpreisen zu ködern. Entsprechend traut sich Ryanair-Chef Michael O'Leary weiterhin keine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2027 zu. (dpa)
08:54 Uhr
Montag, 20. Juli
Neuer Finanzchef für Sunrise
Andreas Tolpeit wird per September neuer Finanzchef der Telekomfirma Sunrise. Er bringt laut einer Mitteilung vom Montag internationale Erfahrung in den Bereichen Finanzen, Strategie und Transformation mit. Tolpeit folgt auf Jany Fruytier, der Sunrise Ende August 2026 verlassen wird. Zuletzt war Tolpei Finanzchef der global tätigen Privatschulgruppe Cognita. Zuvor war er unter anderem bei der Schweizer Jacobs Holding mit Sitz in Zürich tätig. Tolpeit verfügt über einen Abschluss in Betriebswirtschaft und Recht der Università Bocconi in Mailand. Er lebt mit seiner Familie in der Region Zürich. (bwe)
10:17 Uhr
Freitag, 17. Juli
Ansturm auf Hayeks neue Monduhr sorgt für Stau im Netz
Einige Uhrenfans haben Glück: «Es ist mir am Freitagmorgen tatsächlich gelungen, das ESTA-Formular von Swatch auszufüllen und einzureichen», sagt einer. «Beim Frühstück kam ich endlich durch, nachdem es am Donnerstagabend und auch nachts um 2 Uhr nicht geklappt hat.» Jetzt muss er warten, ob er zu den 1969 Glücklichen gehört, die eine neue Monduhr aus dem Hause Swatch kaufen können.
Andere kommen erst gar nicht zum Formular: «Aufgrund der hohen Anzahl an ESTA-Anträgen kommt es derzeit zu technischen Problemen», teilt das System mit. «Vielen Dank für Ihre Geduld. Bitte versuchen Sie es später erneut.» Denjenigen, die es noch nicht geschafft haben, bleibt etwa Zeit: Die Anträge können noch bis Dienstag, 21. Juli, 23.59 Uhr, eingereicht werden.
Hintergrund für die grosse Aufregung unter Uhrenfreunden: Am 16. Juli, am Jahrestag des Apollo-Starts, hat Nick Hayeks Swatch-Gruppe eine neue, auf 1969 Stück limitierte Monduhr lanciert. Doch wer dieses Modell erwerben will, muss zuerst ein ESTA-Formular ausfüllen, wie für eine Einreise in die USA. Dieses umfasst wie das offizielle Formular ebenfalls 32 Fragen.
Inhaltlich gibt es aber Unterschiede. So fragt das Swatch-ESTA zum Beispiel, ob der potenzielle Käufer schon einmal einem Staatsoberhaupt eine Golduhr geschenkt habe. Ein unmissverständlicher Seitenhieb an die Adresse der Schweizer Wirtschaftsführer, die mit einer Rolex-Golduhr und einem Goldbarren als Mitbringsel bei Donald Trump vorgesprochen haben. (fv)
13:20 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Capri-Sun baut Fabrik in Polen
Die Getränkefirma Capri-Sun mit Sitz in Baar ZG ist auf Expansionskurs. Die Herstellerin der bekannten Fruchtsaft-Beutel hat mit dem Bau eines neuen Produktionsstandorts im polnischen Stargard begonnen. Mit der Investition erweitere man die Produktionskapazitäten in Europa und schaffe die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum, heisst es in einer Mitteilung. Die erste Bauphase soll bis Ende 2027 abgeschlossen werden und umfasst Investitionen von mehr als 70 Millionen Euro. Mit dem neuen Werk entstehen rund 120 Arbeitsplätze in der Region.
Erst kürzlich sagte Capri-Sun-Chef Roland Weening im Interview mit «Schweiz heute», dass die Firma insgesamt seit zehn Jahren im Schnitt um acht Prozent pro Jahr zulege. Man wolle aber noch stärker wachsen. «Vor allem durch zusätzliche Funktionalitäten in unseren Getränken sowie die geografische Expansion. Ein zweistelliges Wachstum ist unser Ziel.» Capri-Sun sei bereits in über 100 Ländern vertreten, aber es gebe noch immer weisse Flecken, sagte Weening. «In Asien sehen wir ebenfalls ein grosses Potenzial, zum Beispiel in Vietnam.» Der Aussenumsatz der Firma beträgt 1,4 Milliarden Dollar. (bwe)
10:21 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Zollstreit: US-Handelsbeauftragter Greer lobt die Schweiz
Positive Rauchzeichen aus den USA: Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer lobte in einem Interview mit «Bloomberg» die Haltung der Schweiz: «Die Schweizer machen vieles von dem, was nötig ist, um das Verhältnis zu den USA in Ordnung zu bringen», sagte Greer. «Die Verhandlungen laufen noch, deshalb kann ich nichts garantieren. Aber die Entwicklung ist positiv.»
Optimisten hierzulande sehen darin ein positives Signal für die Schweiz, sich eine dauerhafte Zollobergrenze von 15 Prozent sichern zu können. Doch Nettigkeiten hat Greer schon öfters abgesondert, viel wert waren sie jeweils nicht, weshalb Skeptiker nicht allzu viel in die neusten Interview-Aussagen hineininterpretieren wollen.
Schon im Sommer 2025 zeigte sich die Schweizer Delegation zuversichtlich, mit Greer einen guten Deal ausgehandelt zu haben. Doch US-Präsident Donald Trump war dann anderer Meinung, desavouierte Greer und verhängte Strafzölle von 39 Prozent auf Schweizer Waren. Erst drei Monate später konnten die Schweizer Vertreter eine vorläufige Rahmenvereinbarung, die die Zölle auf 15 Prozent senkt, erreichen – auf dem gleichen Niveau wie für andere Länder der Europäischen Union.
Im Gegenzug erhalten die USA zollfreie Importkontingente für amerikanisches Fleisch, Erleichterungen bei der Einfuhr weiterer Agrarprodukte sowie Investitionszusagen von Schweizer Unternehmen in Höhe von rekordhohen 200 Milliarden Dollar.
Trumps Ärger mit der Schweiz basiert auf dem grossen Handelsbilanzüberschuss, welches diese im Handel mit den USA realisiert. «Wir waren sehr besorgt über unser Handelsdefizit mit der Schweiz. Doch in den vergangenen sechs bis sieben Monaten verzeichnen die Vereinigten Staaten im Warenhandel mit der Schweiz nun einen Überschuss», sagte Greer nun. «Das ist eine sehr positive Entwicklung.»
Was Greer nicht sagte: Die jetzt erzielte Umkehr ist nicht etwa das Resultat guter amerikanischer Wirtschaftspolitik, sondern lässt sich vor allem mit dem Goldhandel erklären. Offensichtlich fliesst viel Gold aus den USA raus, und da es oft über die Schweiz gehandelt wird, erhöht dies die amerikanischen Exporte in die Schweiz – wenigstens auf dem Papier. (fv)
10:05 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Uhrenindustrie verbessert Ruf der Schweizer Wirtschaft
Der Ruf der Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2026 erneut verbessert: Der Swiss Economy Reputation Index stieg in den Monaten Mai bis Juli um 1,7 Punkte auf 96,6 Zähler, wie die Beratungsfirma Commslab am Donnerstag bekannt gibt. Das sei der dritte Quartalsanstieg in Folge.
Grösste Gewinnerin im Reputationsindex war demnach die Uhrenindustrie. Ausschlaggebend war vor allem die Berichterstattung über die gemeinsam von Swatch und Audemars Piguet lancierte Uhr «Royal Pop». Die Taschenuhr führte weltweit zu langen Schlangen und Tumulten vor ausgewählten Uhrenboutiquen. Auch die mediale Präsenz beider Unternehmen wurde erhöht.
Ebenfalls zulegen konnten die international tätigen Banken, vor allem dank der UBS, und der Nahrungsmittelsektor, der sich vom Babymilchskandal der Vormonate erholen konnte. Auch die Maschinenindustrie hat sich verbessert.
Reputationsverluste verzeichneten hingegen die Bereiche Verkehr, insbesondere wegen der vielen technischen Störungen, und der dauernd geforderte Detailhandel. (fv)
07:56 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
ABB legt im zweiten Quartal zu und plant Milliardenübernahme
ABB hat im zweiten Quartal 2026 Rekordaufträge verbucht. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 12,042 Milliarden Dollar, wie der Schweizer Industriekonzern am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 9,475 Milliarden Dollar zu. Das operative Betriebsergebnis (Ebita) erhöhte sich um 20 Prozent auf 1,925 Milliarden Dollar, die Marge verbesserte sich von 19,3 auf 20,2 Prozent.
ABB-Chef Morten Wierod begründet das Ergebnis mit den «Megatrends Elektrifizierung und Automatisierung». Dazu passt die ebenfalls am Donnerstag angekündigte Übernahme: ABB will den britischen Automatisierungsspezialisten Rotork übernehmen.
Der Schweizer Industriekonzern bietet 503 Pence je Rotork-Aktie in bar, was einem Unternehmenswert von rund 5,5 Milliarden Dollar entspricht. Der Verwaltungsrat von Rotork empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots. Rotork erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Dollar und soll künftig rund 3 Prozent zum ABB-Umsatz beitragen. Finanziert wird die Übernahme mit vorhandenen Barmitteln, Kreditlinien sowie den erwarteten Erlösen aus dem Verkauf des Robotics-Geschäfts an Softbank.
Nach Abschluss soll Rotork als eigenständige Division Teil des ABB-Geschäftsbereichs Automation werden. Der Vollzug der Transaktion wird vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Behörden in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet. (fv)
19:07 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Nach Evergreen-Turbulenzen: Mehr Geld für Partners Group
Am Mittwochabend, nach Börsenschluss, publizierte die Partners Group mit Sitz in Baar ZG Zahlen, die viele Anlegerinnen und Anleger aufatmen lassen. Die Private-Equity-Gesellschaft konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 16 Milliarden Dollar an Neugeld verbuchen. In der Vorjahresperiode waren es 12,2 Milliarden gewesen.
Die Erwartungen der Analysten konnte die Firma damit leicht übertreffen. Zudem rechnet die Partners Group für das gesamte Geschäftsjahr mit einer Brutto-Kundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden Dollar.
Die Zahlen folgen, nachdem die Firma Anfang Juni die Rücknahme von Anteilen eines milliardenschweren «Evergreen»-Fonds drastisch begrenzen musste, da sonst Notverkäufe der entsprechenden Investitionen gedroht hätten. (bwe)
17:09 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Coop ruft Lachs zurück
Coop ruft den Prix Garantie Rauchlachsstreifen (180 g) wegen möglicher Listerienbelastung zurück. Betroffen sind Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 15., 16., 22., 23., 29. und 30. Juli 2026. Die Ware war vom 29. Juni bis 15. Juli in Coop-Supermärkten, Coop City und auf Coop.ch erhältlich. Wie der Detailhändler mitteilt, sollen Kundinnen und Kunden das Produkt nicht konsumieren und können es gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgeben. (rem)
14:07 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Switcher expandiert in die Romandie
Die 2020 wiederauferstandene Schweizer Modemarke Switcher setzt ihren Wachstumskurs fort. Nachdem die Firma mit dem gelben Wal als Logo 2016 konkurs ging, expandiert sie unter der Führung des ehemaligen Switcher-Managers Marc Joss wieder. Ende Juli eröffnet das Unternehmen seine erste Filiale in der Romandie, in Bulle FR.
Joss spricht von einer «Rückkehr mit Symbolkraft». Denn Switcher wurde vor über vierzig Jahren von Robin Cornelius in der Westschweiz, in Lausanne, gegründet. Der Laden in Bulle wird laut einer Mitteilung vom Mittwoch hauptsächlich das Switcher-Sortiment führen, mit der Möglichkeit, punktuell nachhaltige Partnermarken aufzunehmen. Eine Expansion in weitere Westschweizer Städte ist laut Joss ab 2027 angedacht.
Bisher betreibt Switcher Läden in Winterthur ZH und in Rheinfelden AG. Im September ist zudem ein zweiter Shop-in-Shop in Bern geplant. Einst betrieb die Firma rund 100 Geschäfte in der Schweiz. (bwe)
11:17 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Migros ruft Cervelas zurück
Die Migros ruft IP-Suisse Riesen Cervelas zurück. Der Rückruf erfolgt laut einer Mitteilung des Detailhändlers vom Mittwoch aufgrund des nicht gekennzeichneten Allergens Milch (Käse). Es seien versehentlich Grillwürste mit Käse in die Verpackung der IP Suisse Riesen Cervelas abgepackt worden. Das Allergen Milch (Käse) fehlt auf dieser Verpackung. Kundinnen und Kunden mit einer Milch-Allergie oder Lactoseintoleranz werden von der Migros gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren. Für alle anderen ist der Konsum unbedenklich.
Betroffen ist das Produkt mit der Artikelnummer 230533350110 und mit einem Verbrauchsdatum bis zum 29. Juli. Die betroffenen Würste wurden in den Migros-Filialen bereits für den Verkauf gesperrt. Alle anderen Cervelat-Produkte sind nicht betroffen. (bwe)
10:21 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Swiss und Co. wollen Service für Haustiere verbessern
Die internationale Airline-Vereinigung Iata mit Sitz in Genf hat neue Leitlinien veröffentlicht, die Fluggesellschaften dabei unterstützen sollen, Reisen mit Haustieren in der Kabine zu handhaben – von der Buchung über den Check-in und das Boarding bis hin zum Aufenthalt an Bord und der Ankunft. Zuletzt hatte die Iata auch Leitlinien zum Reisen mit Assistenzhunden veröffentlicht.
«Menschen, die mit ihren Haustieren reisen, brauchen klare Orientierung darüber, was sie in jeder Phase der Reise erwartet», schreibt die Iata, der auch die Swiss angehört. Eine Umfrage von 2025 habe ergeben, dass rund 40 Prozent der Passagiere mit Haustieren unsicher seien, was die Regeln in Bezug auf das Mitführen ihrer Vierbeiner anbelangt. In den neuen Richtlinien werden die Airlines beispielsweise angewiesen, die verschiedenen Reisemöglichkeiten und allfälligen Gebühren für Haustiere frühzeitig im Buchungsprozess anzugeben. Und das Kabinenpersonal sollte vor dem Flug einen Kontrollblick auf das Tier werfen. (bwe)
10:08 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Richemont legt deutlich zu
Der Luxusgüterkonzern Richemont mit Sitz in Genf konnte seinen Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 deutlich auf 6,33 Milliarden Euro steigern. Das Plus betrug in den ersten drei Monaten satte 17 Prozent. Ohne Einfluss der Währungsschwankungen würde das Wachstum beim Schmuck- und Uhrenverkäufer sogar 20 Prozent betragen.
Zum Portfolio von Richemont gehören bekannte Luxusmarken wie Cartier, Van Cleef & Arpels, IWC, Jaeger-LeCoultre oder Montblanc. Jean-Philippe Bertschy, Analyst bei der Bank Vontobel, bezeichnet die Zahlen im ersten Quartal als «beeindruckend». Sie würden die Markterwartungen deutlich übertreffen. Die Marken seien sehr begehrt, die geographische Diversifikation überzeuge, und bei den Preiserhöhungen gehe der Konzern sehr diszipliniert vor. Von den Konkurrenten erwarte er schwächere Ergebnisse. (bwe)
10:02 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
ABB kauft in Frankreich zu
ABB übernimmt Advantics, einen auf Lösungen zur Stromumwandlung auf Siliziumkarbid-Basis spezialisierten Anbieter mit Sitz in Frankreich. Dies gab der Technologiekonzern mit Sitz in Zürich-Oerlikon am Mittwoch bekannt. Mit der Übernahme baue man das Gleichstromportfolio (DC) aus und bringe sich in Position, um die steigende Nachfrage nach effizienten DC-Lösungen für Rechenzentren, industrielle Mikronetze, Stromerzeugung und Elektrofahrzeug-Infrastruktur zu bedienen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen.
ABB verweist auf die Einschätzung der Internationalen Energieagentur, wonach der Anteil der Elektrizität am weltweiten Endenergieverbrauch von derzeit 20 auf rund 36 Prozent im Jahr 2035 steigen wird. Durch den Einsatz moderner Halbleitertechnologie ermöglichten ABB-Gleichstromlösungen eine effizientere Nutzung elektrischer Energie. (bwe)



