16:47 Uhr
Freitag, 17. April
Lufthansa-Piloten beenden Streiks - vorerst
Passagiere der Lufthansa können vorerst aufatmen. Nach Streiks des fliegenden Personals über die ganze Woche plant die Kabinengewerkschaft Vereinigung Cockpit kurzfristig keine weiteren Arbeitskampfmassnahmen. Das teilte sie in einem internen Rundschreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Zunächst müssten Vorstand und Tarifkommission die Situation bewerten. Für Montag seien zudem Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen zu einer möglichen Schlichtung geplant. Ein erster Anlauf dazu war gescheitert, weil sich beide Seiten nicht auf ein einheitliches Themenfeld einigen konnten. Am Freitag waren noch einmal hunderte Flüge abgesagt worden. (dpa)
09:26 Uhr
Freitag, 17. April
Nach Teil-Grounding: Lufthansa-Piloten streiken weiter
Die Piloten der Lufthansa haben am Freitag ihre Streiks fortgesetzt. Bestreikt wurden erneut die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline. Letztere soll nach dem Willen des Lufthansa-Vorstands nie wieder abheben, sondern bereits am Samstag vorzeitig geschlossen werden. Begründet wurde der Einschnitt mit hohen Kerosinkosten und den Kosten der seit Tagen anhaltenden Streiks.
Am Freitag wurden allein am Drehkreuz Frankfurt erneut rund 650 von 1337 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie der Betreiber Fraport berichtet. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Airlines am Standort, die Annullierungen sind aber zum grössten Teil auf den Lufthansa-Streik zurückzuführen. (dpa)
15:01 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros ernennt neue Milch-Chefin

Die Migros hat eine neue Chefin für ihre Tochterfirma Elsa gefunden: Giovanna Maurer tritt per September die Nachfolge von Matthew Robin an, der das Unternehmen im Sommer verlässt. Elsa ist auf die Herstellung von Milchprodukten spezialisiert.
Maurer bringt laut einer Migros-Mitteilung Erfahrung in der Lebensmittelindustrie mit. Nach ihrem Abschluss als diplomierte Lebensmittelingenieurin an der ETH Zürich habe sie in verschiedenen leitenden Positionen in der Schweiz, Österreich und den USA gearbeitet. Unter anderem habe sie einen Produktionsstandort in den Vereinigten Staaten geführt.
Ein Blick auf Maurers Linkedin-Profil zeigt, dass sie die letzten zweieinhalb Jahre für den Schokoladekonzern Lindt tätig war. Davor arbeitete sie vier Jahre für die Toblerone-Muttergesellschaft Mondelez. Ihre Karriere in der Lebensmittelindustrie startete sie 2001 bei Nestlé in Vevey, wo sie 18 Jahre lang tätig war. (bwe)
14:56 Uhr
Donnerstag, 16. April
Kerosinpreis-Explosion: Lufthansa groundet erste Flugzeuge
Als Reaktion auf hohe Kerosinpreise legt die Lufthansa erste Flugzeuge still. Laut einer Mitteilung trifft es vor allem die Fluggesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline, die in dieser Woche massiv vom fliegenden Personal bestreikt worden sind.
Als ersten Schritt plant der Konzern bereits ab diesem Samstag die 27 älteren Jets der Cityline am Boden stehen zu lassen. Die Tochter soll komplett geschlossen werden. Die Jets stünden kurz vor dem Ende ihrer technischen Einsatzfähigkeit und hätten vergleichsweise hohe Betriebskosten, teilt Lufthansa mit. Damit könnten weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft reduziert werden.
Ende Oktober sollen dann sechs Langstreckenjets der Lufthansa Kernmarke folgen. Neben vier Airbus A340-600 werden auch zwei Jumbos vom Typ Boeing 747-400 über den kommenden Winter stillgelegt. Der endgültige Abschied von diesem Flugzeugtyp sei für das kommende Jahr vorgesehen. Zusätzlich sollen bei Lufthansa etwa fünf Mittelstreckenflugzeuge aus der Flotte genommen werden.
Als Grund für die Einschnitte nennt das Unternehmen die deutlich gestiegenen Kerosinpreise sowie die Kosten durch die laufenden Arbeitskämpfe. Finanzchef Till Streichert nennt die Massnahmen unumgänglich. Es würden ohnehin geplante Einschnitte vorgezogen. «Die aktuelle Krise zwingt uns diese Massnahme nun früher umzusetzen.» (dpa)
09:59 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros findet Abnehmer für 40 Tegut-Filialen
Der deutsche Lebensmittelhändler Rewe plant, bis zu 40 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde ein entsprechender Vertrag mit der Tegut-Inhaberin, der Migros Genossenschaft Zürich, unterzeichnet.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das deutsche Bundeskartellamt. Gibt die Behörde grünes Licht, will Rewe den Grossteil der Tegut-Märkte selbst betreiben, die übrigen sollen an die Discountertochter Penny gehen. Zum Kaufpreis äusserte sich das Unternehmen ebenso wenig wie zu den betroffenen Standorten.
Die Migros Zürich hatte kürzlich angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und Tegut verkaufen zu wollen. Rund 200 der insgesamt gut 300 Märkte der Kette will der Lebensmitteleinzelhändler Edeka übernehmen. Das Geschäft bedarf ebenfalls einer Zustimmung des Kartellamtes. Auch Aldi Nord interessiert sich offenbar für einzelne Standorte. (dpa)
09:51 Uhr
Donnerstag, 16. April
ABB liefert Mahl-Technologie nach Australien
Der Industriekonzern ABB mit Sitz in Zürich-Oerlikon hat von der südafrikanischen Firma Harmony einen Auftrag für die Lieferung von unterschiedlichen Mühlenantriebssystemen erhalten. Diese sollen für das Eva Copper Mine Project eingesetzt werden, eine neue grosse Tagebau-Kupfermine in Queensland, Australien.
In einer Mitteilung verweist ABB auf Prognosen, wonach die globale Kupfernachfrage bis 2035 um 24 Prozent steigen dürfte. Mit einer Produktionskapazität von jährlich rund 60000 Tonnen Kupfer und einer Minenlebensdauer von mindestens 15 Jahren dürfte sich der Standort zu einer bedeutenden neuen Kupfermine in der Region entwickeln. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. (bwe)
09:36 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros entlässt 25 Angestellte

Die Supermarkt-Sparte der Migros hat am Dienstag 25 Personen in der Direktion Marketing und Kommunikation entlassen. Dies berichtet «Blue News». Insgesamt handelt es sich um 20 Vollzeitstellen. Die Migros betont, dass diese Massnahme nicht Teil der 2024 angekündigten Reorganisation sei, die einen Abbau von bis zu 1500 Vollzeitstellen umfasst.
Mit diesem Schritt entlässt die Migros über 10 Prozent der gesamten Marketingabteilung. «Im Verlauf der operativen Tätigkeit hat sich gezeigt, dass in diesem Bereich weitergehende Anpassungen nötig sind», schreibt das Unternehmen. Die Betroffenen erhielten Unterstützung durch die Personalabteilung sowie spezialisierte externe Partner. (bwe)
09:30 Uhr
Donnerstag, 16. Februar
Swissmem und Swissmechanic wollen fusionieren
Die Wirtschaftsverbände Swissmechanic und Swissmem planen, einen gemeinsamen Verband für die Schweizer Tech-Industrie bestehend aus der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie zu schaffen. Das teilen sie am Donnerstag mit. Die Führungsgremien hätten vereinbart, ein Projekt für eine Fusion zu starten. Die Verbände wollten ihre Kräfte bündeln und den Industriestandort stärken. Swissmem wird den Grundsatzentscheid voraussichtlich am 23. Juni an der Mitgliederversammlung fällen, Swissmechanic an der Delegiertenversammlung vom 24. Oktober.
Swissmechanic mit rund 1300 Mitgliederfirmen und Swissmem mit rund 1500 Mitgliederfirmen vertreten laut der Mitteilung eine Branche mit etwa 325'000 Mitarbeitenden in der Schweiz, die knapp 7 Prozent des Bruttoinlandprodukts erwirtschaftet. (ehs)
09:19 Uhr
Donnerstag, 16. April
Prestige-Deal für Dormakaba in den USA

Prestige-Auftrag für das Schweizer Schliesstechnik-Unternehmen Dormakaba: Die Firma, in der breiten Bevölkerung bekannt für ihre Schlüssel und Schlösser, führt zusammen mit American Airlines am grössten Drehkreuz der Fluggesellschaft, dem Dallas Fort Worth International Airport, neue Self-Service-Boarding-Gates ein.
American Airlines sei die erste grosse US-Fluggesellschaft, die automatische Boarding-Gates in grossem Umfang an einem wichtigen Drehkreuz einsetze, schreibt Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH. Insgesamt werden rund 20 elektronische Self-Boarding-Gates installiert, die helfen sollen, den Boarding-Prozess zu optimieren. Im Herbst hatte American Airlines die Gates im Rahmen eines Pilotprojekts getestet. Finanzielle Details zum Deal werden nicht genannt. (bwe)
14:26 Uhr
Mittwoch, 15. April
Nazi-Gelder: Republikanischer Senator redet der UBS ins Gewissen

Der republikanische Senator Chuck Grassley hat die UBS am Dienstag dazu aufgerufen, eine Untersuchung über Nazi-Gelder nicht länger zu behindern. Die Schweizer Grossbank solle davon absehen, dem unabhängigen Ermittler Neil Barofsky – der nach Spuren von allfälligen Nazi-Konten auf Vorgängerbanken der von der UBS übernommenen Credit Suisse forscht – künstliche Fristen zu setzen. Grassley wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass die UBS neuerdings eine nationale Banklizenz in den USA besitze und deshalb eine «erhöhte Verantwortung» trage. Er werde im Senat auch eine weitere Anhörung zum Thema Nazi-Gelder und Schweizer Banken durchführen, kündigte Grassley an. (rr)
14:15 Uhr
Keine Einigung: Lufthansa-Streik geht weiter
Mit unverändert heftigen Streiks begleiten die Crews der Lufthansa das Jubiläum ihres Unternehmens. Nur wenige Stunden nach dem Vorschlag einer Schlichtung haben sich das Unternehmen und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit erneut entzweit und mit gegenseitigen Vorwürfen überzogen. Insbesondere konnte man sich nicht über den Umfang der zu schlichtenden Streitfragen einigen. Die bis einschliesslich Freitag geplanten Streiks werden damit fortgesetzt.
Zu der in Frankfurt geplanten Feierstunde zum 100. Jahrestag des Erstflugs haben Vereinigung Cockpit und die Kabinengewerkschaft Ufo zu Protesten am Veranstaltungsort aufgerufen. In das neue Besucherzentrum «Hangar One» sind Kanzler Friedrich Merz und Verkehrsminister Patrick Schnieder (beide CDU) geladen.
Am Mittwoch fielen wegen eines erneuten Streiks der rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Lufthansa und ihrer Regionaltochter Cityline wieder Hunderte Flüge an deutschen Flughäfen aus. Allein am Drehkreuz Frankfurt wurden laut Flughafenbetreiber Fraport mehr als 580 Starts und Landungen abgesagt. Auch in München fehlten rund 380 Flugbewegungen im Plan. Ufo will mit den Streiks bis einschliesslich Donnerstag bessere Arbeitsbedingungen im Manteltarif erreichen.
Die Vereinigung Cockpit hat bereits die nächsten Streiks bei Lufthansa angekündigt: Der Ausstand soll am Donnerstag und Freitag die Kerngesellschaft Lufthansa, die Frachtgesellschaft Cargo AG und die Regionalgesellschaft Cityline treffen. Der Ferienflieger Eurowings soll nur am Donnerstag bestreikt werden. Die Piloten verlangen höhere Betriebsrenten und bei der Cityline höhere Gehälter.
Wegen der Folgen des Iran-Kriegs muss der Lufthansa-Konzern auch im Kleinen sparen. In einer Mail forderte Vorstandsmitglied Dieter Vranckx die Beschäftigten zu erhöhter Kostenkontrolle auf, wie das «Handelsblatt» berichtete. Sie sollen beispielsweise auf Dienstreisen, Weiterbildungen und kostspielige Übernachtungen verzichten. (dpa)
13:49 Uhr
Mittwoch, 15. April
Helvetia Baloise: Bis zu 2600 Stellen fallen weg
Der neue Versicherungskonzern Helvetia Baloise baut im Zuge der Fusion bis 2028 bis zu 2600 Stellen ab. Bereits bis Ende des ersten Quartals 2026 sind laut Angaben des Unternehmens über 1100 Vollzeitstellen betroffen – durch Abgänge, Kündigungen oder Frühpensionierungen.

Wie Helvetia Baloise am Mittwoch mitteilte, läuft die Integration planmässig. Der Stellenabbau sei Teil von Synergien und Effizienzprogrammen. Insgesamt will der Konzern so Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe erreichen.
Finanziell lief es dem fusionierten Unternehmen im vergangenen Jahr gut: Beide Gesellschaften steigerten ihre Gewinne deutlich. Helvetia erzielte einen Gewinnanstieg von knapp 20 Prozent, auch Baloise legte bereinigt ähnlich stark zu. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende erhalten.
Für die kommenden Jahre setzt sich der Konzern ambitionierte Ziele, unter anderem weiteres Gewinnwachstum und steigende Ausschüttungen. Gleichzeitig schreitet die Integration voran: In der Schweiz sollen erste gemeinsame Produkte ab Juli 2026 auf den Markt kommen. (ala)
11:49 Uhr
Mittwoch, 15. April
Teures Kerosin: Airlines dünnen Flugprogramm aus

Der Iran-Krieg treibt die Treibstoffpreise in die Höhe und setzt Fluggesellschaften weltweit unter Druck – auch in Australien. Mehrere Airlines in Down Under wollen als Reaktion Verbindungen im Inland reduzieren oder streichen und Flüge bündeln. Nach Qantas und Jetstar kündigte jetzt auch Virgin Australia Massnahmen an.
Die zweitgrösste Fluggesellschaft des Landes betonte, sie rechne im zweiten Halbjahr mit zusätzlichen Kerosinkosten von 30 bis 40 Millionen australischen Dollar (17 bis 22 Millionen Franken). Das Unternehmen reagiert zunächst mit moderaten Kapazitätsanpassungen und höheren Preisen. (dpa)
08:12 Uhr
Mittwoch, 15. April
Sandoz beliefert Ruanda mit Antibiotika
Der Basler Generikahersteller Sandoz hat einen Produktions- und Liefervertrag mit der Regierung von Ruanda abgeschlossen. Dieser umfasst 60 Produkte und soll die Versorgung des ostafrikanischen Landes mit lebenswichtigen Medikamenten sicherstellen. Darunter sind Antibiotika, die Sandoz im österreichischen Kundl herstellt. Der Vertrag mit Ruanda ist Teil einer Offensive, um lebenswichtige Arzneimittel in Europa für den Kontinent und Partnerregionen herzustellen. Sandoz hofft, dass sich weitere Länder Produktionskapazitäten sichern. «Es braucht ähnliche Bestrebungen der europäischen Regierungen, um die Unabhängigkeit der lokalen Antibiotika-Produktion zu sichern», wie es in einer Mitteilung heisst. (mpa)

12:01 Uhr
Dienstag, 14. April
Swiss verlängert Dubai-Stopp

Die Fluggesellschaft Swiss setzt aufgrund der weiterhin volatilen Situation im Nahen Osten ihre Flüge von und nach Dubai bis einschliesslich 11. Juli 2026 aus. Bisher waren die Verbindungen bis zum 31. Mai 2026 ausgesetzt.
Betroffene Fluggäste können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Ticketpreis zurück, wie die Lufthansa-Tochter in einer Mitteilung schreibt. Man beobachte die Lage weiterhin aufmerksam und prüf sie laufend gemeinsam mit den zuständigen Behörden in der Schweiz und vor Ort sowie in Abstimmung mit der Lufthansa-Gruppe. (bwe)
11:54 Uhr
Dienstag, 14. April
Lufthansa-Streit spitzt sich zu
Passagiere der Lufthansa müssen weiterhin mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Die Vereinigung Cockpit (VC) setzt heute ihren am Montag begonnenen Pilotenstreik fort. Betroffen sind laut Gewerkschaft weiterhin die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline. Die Pilotinnen und Piloten des Ferienfliegers Eurowings sollten hingegen am Dienstag ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Dann kommt es allerdings am Mittwoch und Donnerstag bereits zum nächsten Ausstand. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline zu einem zweitägigen Streik aufgerufen. Mit dieser fünften Streikwelle des fliegenden Personals wird der Festakt zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa an diesem Mittwoch überschattet. Die Gewerkschaften planen eine Kundgebung vor der Unternehmenszentrale am Frankfurter Flughafen.
An den grossen Drehkreuzen Frankfurt und München wurden für Dienstag erneut jeweils hunderte Starts und Landungen abgesagt. An jedem Streiktag sind mehrere zehntausend Passagiere gezwungen, ihre Reisepläne zu ändern. Es handelt sich bereits um die dritte Streikrunde der Piloten im laufenden Jahr. In der vergangenen Woche hatten zudem die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter gestreikt.
Zwischen den Tarifparteien sind die Fronten verhärtet. Während die VC Angebote zu den strittigen Fragen um Betriebsrenten und Einkommen verlangt, lehnt das Management deutliche Kostensteigerungen bei der Kerngesellschaft ab. Jeder Streik verkleinere die betroffene Fluggesellschaft, hatte Personalchef Michael Niggemann gewarnt. (dpa)
09:45 Uhr
Montag, 13. april
Lufthansa-Streik hat begonnen

Bei der Lufthansa fallen heute zahlreiche Flüge wegen eines erneuten Piloten-Streiks aus. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat bis Dienstag zu Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa und mehreren Tochtergesellschaften aufgerufen.
Der Streik von Pilotinnen und Piloten bei der Kernmarke Deutsche Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline begann kurz nach Mitternacht und soll an diesem Dienstag kurz vor Mitternacht enden. Beim Ferienflieger Eurowings sind nur an diesem Montag alle Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen.
An den grösseren deutschen Airports wurden wegen des 48-stündigen Pilotenstreiks mehrere Flüge von und nach Frankfurt sowie von und nach München gestrichen, wie mehrere Flughäfen mitteilten. Die Pilotengewerkschaft VC erwartet, dass Hunderte Flüge pro Tag ausfallen.
Eurowings ging am Sonntag davon aus, «einen grossen Teil» des Flugprogramms durchführen zu können. Neben Eurowings Europe könne die Airline auch auf Unterstützung von Partner-Airlines zählen, teilte der Ferienflieger mit. Passagiere wurden zuvor gebeten, sich direkt bei ihrer Airline über den aktuellen Status ihres Fluges zu erkundigen.
Es ist die inzwischen vierte Streikwelle bei der Lufthansa in diesem Jahr. Erst kürzlich kam es wegen Streiks des Kabinenpersonals zu zahlreichen Flugausfällen bei Deutschlands grösster Airline.
Hintergrund der aktuellen Piloten-Streiks der Vereinigung Cockpit sind Tarifkonflikte um die betriebliche Altersversorgung und die Vergütung bei der Regionaltochter Cityline. Im Tarifstreit über die betriebliche Altersvorsorge legen die Cockpit-Beschäftigten der Lufthansa bereits zum dritten Mal in diesem Jahr die Arbeit nieder. Die Lufthansa kritisierte, die Streikankündigung der Spartengewerkschaft VC stelle eine völlig neue Stufe der Eskalation dar. (dpa)
08:15 Uhr
Montag, 13. April
Kritik an Krebsmedikament
Der Bund will die Medikamentenkosten um 350 Millionen Franken pro Jahr drücken. Dazu sollen die Hersteller auf ihre umsatzstärksten Produkte satte Rabatte abliefern. Kürzlich zeigte CH Media, dass dies vor allem das Krebsmedikament Keytruda des US-Konzerns Merck & Co. treffen würde. Das Unternehmen tritt in Europa unter dem Namen MSD auf. Es müsste auf 176 Millionen Franken Nettoumsatz einen Rabatt von 45,2 Millionen Franken gewähren.
Die Industrie argumentiert bei kostspieligen neuen Therapien, dass sich der Preis durch die immensen Entwicklungskosten rechtfertigt. Nun haben das Journalistennetzwerk ICIJ und die NGO Public Eye nachgerechnet. Die Recherche zeigt, dass diese Forschungskosten tiefer ausfallen, als vom Hersteller beziffert. Der MSD-Chef nannte Kosten von 30 Milliarden Dollar. Public Eye indes kommt auf Kosten von 1,925 Milliarden. Dank unzähliger Patente könne MSD seine Preisvorstellungen durchdrücken, so die Kritik.
Gegenüber der «Republik» äusserte sich MSD nicht zu dieser Schätzung. Der Konzern betonte aber, dass es «gefährlich» sei, Zweifel an einem Produkt zu säen, das Millionen von Patienten weltweit geholfen habe und für viele Krebsarten als Goldstandard gelte. (mpa)

11:02 Uhr
Freitag, 10. April
Porsche leidet in China
Der Sportwagenbauer Porsche meldet einen sinkenden Absatz. Im ersten Quartal 2026 verkaufte die VW-Tochter weltweit 60'991 Fahrzeuge. Das waren 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Stark fiel der Rückgang in China aus. Dort sitzt bei wohlhabenden Chinesen das Geld wegen einer Immobilienkrise nicht mehr so locker wie bisher. (dpa)
11:01 Uhr
Freitag, 10. April
SNB eröffnet Ausstellung
Seit Freitag ist das Moneyverse im Kaiserhaus Bern für die Öffentlichkeit zugänglich. Dabei handelt es sich um eine Ausstellung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Geschichte des Geldes. Betrieben wird das Moneyverse vom Bernischen Historischen Museum. (mpa)
09:29 Uhr
Donnerstag, 9. April
Lufthansa-Crew streikt am Freitag

Die Flugbegleiter der Lufthansa sind für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr vorgesehen, wie die Gewerkschaft Ufo mitteilt. «Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München», hiess es. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa, zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle. Bestreikt werden ausserdem, «alle Abflüge der Lufthansa City Line von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover», wie die Gewerkschaft ankündigt.
In dem Konflikt geht es um die Verhandlungen des Gesamtarbeitsvertrags bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines. (dpa)
12:49 Uhr
Mittwoch, 8. April
Deutlich mehr Arbeitslose
Im März registrierte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) 146'255 Arbeitslose in der Schweiz. Das sind 10,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dieser Wert entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent nach 2,9 Prozent im März 2025.
Gegenüber dem Vormonat verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen laut einer Mitteilung des Seco hingegen um 3,2 Prozent. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verharrte bei 3,0 Prozent. Gleichzeitig wurden im März 48'843 offene Stellen gemeldet, 1,4 Prozent mehr als im Februar und gar 14,8 Prozent mehr als noch in der Vorjahresperiode. (ehs)
10:48 Uhr
Mittwoch, 8. April
Repower schreibt weniger Gewinn
Der Bündner Energiekonzern Repower hat im Geschäftsjahr 2025 einen Gruppengewinn von 101 Millionen Franken erwirtschaftet. Das teilte er am Mittwoch mit. Im Vorjahr waren es 138 Millionen Franken gewesen. Der Umsatz lag mit 2,0 Milliarden Franken 20 Prozent unter jenem von 2024. Der grösste Beitrag zum operativen Ergebnis von 133 Millionen Franken stammte aus dem internationalen Energiehandelsgeschäft.
Die Stromproduktion im Jahr 2025 belief sich auf 2'147 GWh nach 2'639 GWh im Vorjahr. Neben einer nur schwach ausgeprägten Schneeschmelze im Frühling seien auch die Niederschläge im weiteren Jahresverlauf unter dem Durchschnitt geblieben, was sich auf die Produktion der Wasserkraftwerke ausgewirkt habe.
Repower ist Stromproduzentin, Verteilnetzbetreiberin und Energiehändlerin mit den Schlüsselmärkten Schweiz und Italien. Zu den grössten Aktionären gehören die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich mit 38,5 Prozent der Aktien, der Kanton Graubünden mit 27 Prozent und Fonds der UBS mit 23 Prozent. (ehs)
10:34 Uhr
Mittwoch, 8. April
Swiss zählt weniger Passagiere an Ostern

Über die vergangenen Ostertage hat die Swiss 1'657 Flüge mit insgesamt über 211'000 Passagieren an Bord durchgeführt. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Minus rund 4 Prozent bei den Flügen und über 6 Prozent bei den Passagieren.
Gründe für den Rückgang nennt die Lufthansa-Tochter keine. Tatsache ist jedoch, dass viele Flüge aufgrund der Kriege im Nahen Osten und im Iran auf längere Zeit hinaus gestrichen werden mussten. Insbesondere Destinationen wie Dubai sind zu dieser Zeit normalerweise gefragt. Zudem sinkt die Nachfrage für USA-Flüge aufgrund der Trump-Politik seit Monaten, insbesondere in der Economy Class.
Man habe einen stabilen Flugbetrieb sichergestellt und die Gäste zuverlässig an ihre Ziele gebracht, schreibt die Lufthansa-Tochter in einer Mitteilung zur Oster-Bilanz. 99,3 Prozent der Flüge haben demnach planmässig stattgefunden, die Abflugpünktlichkeit lag bei 77,2 Prozent.
Besonders gefragt waren bei der Swiss an Ostern klassische Städteziele in Europa. An erster Stelle rangiert London vor Berlin und Barcelona. Auf der Langstrecke dominierten Ziele in Nordamerika: New York, Miami und Chicago. (bwe)
14:22 Uhr
Dienstag, 7. April
Tourismus startet stark ins Jahr
Die Schweizer Hoteliers freuten sich Anfang Jahr über volle Betten. Im Januar und Februar zählten sie 6,7 Millionen Logiernächte, 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das teilte das Bundesamt für Statistik am Dienstag mit. Die Zahl der Übernachtungen von inländischen Gästen stieg in den ersten beiden Monaten um 2,8 Prozent, jene der ausländischen Gäste um 2,7 Prozent.
Am meisten Logiernächte verzeichneten in den ersten beiden Monaten die Gemeinden Zürich mit 524'000 (+2,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode), Zermatt mit 380'000 (+0,4 Prozent) und Genf mit 335'000 (+4,1 Prozent). Schwächer als im Vorjahr schnitt nach der Brandkatastrophe etwa Crans-Montana VS mit 50'100 Logiernächten ab (-11,0 Prozent), aber auch Samedan GR, Arosa GR oder Grindelwald BE erreichten die Vorjahreswerte nicht.
Nachdem die Schweizer Tourismusbranche das Jahr 2025 mit einem Rekord von 43,9 Millionen Logiernächten abschliessen konnte, dämpften die Verantwortlichen bereits Anfang Jahr die Erwartungen. Ob die US-Amerikaner weiterhin in Scharen in die Schweiz reisen, sei beispielsweise ungewiss. Sie waren in den vergangenen Monaten massgeblich für den Boom verantwortlich. Mittlerweile ist die Iran-Krise hinzugekommen, die direkten Einfluss auf das Geschäft von Hotels hierzulande hat.
Denn viele Touristinnen und Touristen aus Asien nutzen Flüge über Drehkreuze im Nahen Osten, um in die Schweiz zu reisen. Weil viele Verbindungen von diesen gestrichen wurden, fehlt Kapazität. Zudem stiegen die Preise. Insbesondere Gemeinden, die stark auf asiatische Gäste setzen wie etwa viele im Berner Oberland, spüren eine Flaute. «April und Mai werden schwierige Monate für uns, da wir in dieser Zeit viele Gäste aus dem arabischen und asiatischen Raum beherbergen», sagte Hotelier Stefan Grossniklaus aus Grindelwald BE kürzlich dem SRF. Wenn der Krieg auch den Sommer betreffe, werde der Ausfall «massiv» sein. Ob dem Tourismus ein weiterer Rekord gelingt, dürfte deshalb nur teilweise in der Hand der hiesigen Branche liegen. (ehs)
18:58 Uhr
Montag 6. April
Stadler Rail zieht Rekurs gegen SBB zurück
Der Entscheid der SBB sorgte letzten Herbst für eine landesweite Kontroverse: Siemens erhielt den Zuschlag für die Lieferung von 200 S-Bahn-Zügen. Der Ostschweizer Bahnbauer Stadler Rail unterlag und legte Beschwerde ein, um eine unabhängige Überprüfung durch das Bundesverwaltungsgericht zu erreichen. Seit Ostermontag ist nun aber klar: Stadler zieht den Rekurs zurück, wie das Unternehmen am Ostermontag mitteilte.

Stadler Rail konnte den Entscheid der SBB schwer nachvollziehen. Mit dem Rekurs wollte das Unternehmen eine unabhängige Überprüfung durch das Bundesverwaltungsgericht erreichen. Die inzwischen vom Bundesverwaltungsgericht ausgehändigten Dokumente seien stark geschwärzt und hätten die Transparenz nur teilweise herstellen können, schreibt das Unternehmen. Und weiter: «Klar ersichtlich hingegen ist, dass die SBB ihren Ermessensspielraum bei der Bewertung klar zugunsten von Siemens ausgeschöpft hat.»
Aufgrund der stark eingeschränkten Informationen habe Stadler keine Anhaltspunkte gefunden, um das Gerichtsverfahren weiterzuführen und ziehe daher den Rekurs zurück. Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler sagt: «Wir bedauern den Entscheid nach wie vor, müssen diesen aber aufgrund der uns vorliegenden Informationen akzeptieren. Stadler richtet den Fokus auf die Weiterführung der langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit der SBB.» (dk)
15:45 Uhr
Donnerstag, 2. April
Ringier-Neffe Robin Lingg geht
Rund 13 Jahre stand Robin Lingg, der Neffe des Verlegers und Verwaltungsratspräsidenten Michael Ringier, im Sold des gleichnamigen Medienhauses. Nun geht er weg, wie Ringier am Donnerstag mitteilte. Lingg stieg als Verwaltungsrat ins Familienunternehmen ein, war dann verantwortlich fürs Geschäft in Afrika und Asien und zuletzt zuständig für den Aufbau der Ringier Sports Media Group, einem international ausgerichteten Geschäft mit Sportwetten. Das galt firmenintern als seine Bewährungsprobe für den Weg ganz nach oben. Nun verlässt er Ringier. Es sei für ihn «der richtige Zeitpunkt gekommen», sich «neuen Projekten zu widmen». Was das heisst, bleibt unklar. Lingg bleibe aber Ringier als Aktionär und Vertreter der sechsten Generation verbunden. (fv)

10:12 Uhr
Donnerstag, 2. April
Swiss baut Europa-Angebot aus
Die Fluggesellschaft Swiss erweitert ihr Angebot auf Kurzstrecken in Europa. Möglich wird dies laut einer Mitteilung, weil durch die Iran-Krise Flüge in den Nahen Osten gestrichen werden müssen und dadurch Kapazität frei wird. Im Mai führt die Swiss 31 zusätzliche Flüge etwa nach Málaga, Alicante, Stockholm, Athen und Malta durch. Von Juni bis September liege der Fokus auf besonders stark nachgefragten Märkten wie Alicante, Thessaloniki und Venedig. Abhängig von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten prüfe die Swiss weiterhin, frei werdende Flugzeuge dort einzusetzen, wo die Nachfrage besonders hoch sei.
Gleichzeitig ist die Airline auch negativ von der Krise betroffen. Zwar hat der Mutterkonzern Lufthansa für dieses Jahr 80 Prozent seiner Treibstoffkosten abgesichert, wie der «Spiegel» berichtet. Damit sei er in einer besseren Situation als die Konkurrenz. Doch wenn sich der Preis für die nicht abgesicherte Menge verdopple, sei das «signifikant», sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr laut dem Artikel an einer internen Versammlung. Manche Menschen würden dann nicht mehr reisen. Spohr sagte, die Lufthansa bereite deshalb zwei Krisenpakete vor – eines, in dem 20 Flugzeuge respektive 2,5 Prozent der Kapazitäten des Konzerns stillgelegt würden, und eines, in dem 40 Maschinen oder 5 Prozent der Kapazität betroffen wären. Beschlossen sei noch nichts. (ehs)
19:08 Uhr
Mittwoch, 1. April
SFS Group kauft in Deutschland zu
Der Rheintaler Technologiekonzern der SFS Group hat die deutsche Harald Zahn GmbH übernommen. Diese ist eine führende Anbieterin von Befestigungssystemen für Flachdächer. Mit dieser Akquisition stärke SFS ihre Marktpräsenz in der deutschen und österreichischen Bauindustrie. Zahn setzt mit 45 Mitarbeitenden acht Millionen Euro pro Jahr um.
Zahn hat den Sitz in Wiesloch im Norden Baden-Württembergs. Das 1981 gegründete Unternehmen bleibe dort ansässig. Als Teil der SFS Group soll sich für Zahn laut Mitteilung auch internationales Wachstumspotenzial eröffnen. (T.G.)
14:09 Uhr
Mittwoch, 1. April
Bundesrat weist Vorwürfe aus den USA zurück
Der Bundesrat hat am Mittwoch über die beiden Untersuchungen gegen die Schweiz gesprochen, welche die Regierung von Donald Trump im März unter dem Label Section 301 gestartet hat. Die zugrunde liegenden Vorwürfe betreffen erstens angebliche Überkapazitäten in der industriellen Produktion und zweitens die von Seiten der USA als ungenügend beurteilte Massnahmen gegen den Import von Waren, die mit Zwangsarbeit hergestellt wurden.
Diese besagte 301-Gesetzesgrundlage zielt auf «unfaire oder diskriminierende Handelspraktiken» ab und gibt dem US-Präsidenten potenziell weitreichende Befugnisse zur Erhebung von Strafzöllen oder zur Ergreifung anderer handelsbeschränkender Massnahmen.
Der Bundesrat weist die beiden Vorwürfe zurück, wie er am Mittwoch bekannt gab. Die Schweiz werde «ihre Ansichten im Rahmen des entsprechenden US-Verfahrens darlegen».
Die bilateralen Verhandlungen über ein Handelsabkommen werden derweil weitergeführt. In diesen Gesprächen seien «Fortschritte» erzielt worden, heisst es weiter. (fv)

11:30 Uhr
Mittwoch, 1. April
Mobiliar verdoppelt ihren Gewinn – und verteilt mehr Geld
2025 war ein gutes Jahr für die Mobiliar: Die Versicherung konnte ihre Prämieneinnahmen um 4,7 Prozent auf knapp 5,2 Milliarden Franken steigern und Marktanteile gewinnen. Der Gewinn fällt mit 825 Millionen Franken mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr. Das gab die Mobiliar am Mittwoch vor der Presse in Bern bekannt.
Der Gewinnsprung lässt sich vor allem mit zwei Sonderfaktoren erklären: erstens mit dem ausserordentlich starken Finanzergebnis, das vor allem von steigenden Aktienkursen und dem Goldpreis getrieben war, und zweitens mit der beim Börsengang vom 19. September 2025 realisierten Reduktion des Aktienanteils an der Swiss Market Group (SMG). Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis durch den Felssturz in Blatten VS, der die Ausgaben für die Mobiliar um brutto 140 Millionen Franken erhöhte.
Im laufenden Jahr feiert die Mobiliar, die 1826 in Bern als Feuerschutzversicherung gegründet wurde, ihren 200. Geburtstag. Vom Jubiläum sollen auch die Kunden in Form einer höheren Erfolgsbeteiligung profitieren, sagte Mobiliar-Chefin Michèle Rodoni. Insgesamt will die Mobiliar via Prämienrabatte 50 Prozent mehr zurückerstatten als üblich. Von den so verteilten 319 Millionen Franken profitieren die Versicherten mit einer Auto-, einer Betriebs- oder einer Reiseversicherung. Jene, die «nur» eine Hausratsversicherung haben, gehen jedoch leer aus. (fv)

14:32 Uhr
Dienstag, 31. März
Software One macht wieder Gewinn
Der Lizenzhändler Software One hat den Umsatz letztes Jahr um 22,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken gesteigert. Klammert man den Zukauf des norwegischen Unternehmens Crayon aus, sank der Umsatz währungsbereinigt um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn erreichte 1,4 Millionen Franken im Vergleich zu einem Verlust von 1,6 Millionen im Jahr zuvor. Wie das börsenkotierte Nidwaldner Unternehmen mitteilte, sollen die Aktionäre eine Dividende von 15 Rappen pro Anteil erhalten, nach 30 Rappen im Vorjahr. (mim)
13:46 Uhr
Dienstag, 31. März
Weko warnt vor KI-Preisabreden
Die Schweizer Wettbewerbsbehörde steht unter Druck. Erst kürzlich hat das Parlament beschlossen, die Hürden für den Nachweis für Wettbewerbsabreden zu erhöhen. Die Wettbewerbskommission (Weko) muss künftig selbst bei harten Preiskartellen den konkreten Schaden nachweisen. Die Neuregelung wird laut der Weko zu komplexeren und längeren Verfahren führen.
Nun muss sich die Behörde bereits dem nächsten Kampf stellen. In Wirtschaftskreisen herrscht nämlich die Meinung vor, dass das Weko-Sekretariat zu mächtig sei und die Verfahren viel zu lange dauerten. Deshalb hat der Bundesrat kürzlich einen Reformvorschlag in die Vernehmlassung geschickt. Dieser sieht etwa eine Trennung zwischen Sekretariat und dem 12-köpfigen Gremium vor. Dieses soll zudem verkleinert werden. Und um die Verfahren zu beschleunigen, sollen Spezialrichter am Bundesverwaltungsgericht eingesetzt werden. Weko-Präsidentin Laura Baudenbacher sieht das kritisch: «Das aktuelle System funktioniert gut», sagte sie am Dienstag vor den Medien.
Baudenbacher verweist darauf, dass die Gerichte drei Viertel der Weko-Entscheide stützten. «Bei einem Umbau riskieren wir, dass es aus der Balance gerät.» Die Weko schloss letztes Jahr sieben Untersuchungen ab. Es ging um Ticketing, Kartengebühren oder den Detailhandel. Vier Unternehmen wurden mit Sanktionen belegt, zweimal wurde die Untersuchung eingestellt.
Auf ein zunehmend wichtigeres Feld wies Patrik Ducrey, Direktor des Weko-Sekretariats, hin: Preisabsprachen durch künstliche Intelligenz. Weltweit sind bereits einige Fälle bekannt, in denen Firmen dieselben Algorithmen und Datensätze benutzten, um ihre Preise zu setzen. Faktisch führte dies dazu, dass ein Produkt bei beiden Anbietern gleich viel kostete. Für die Konsumenten ist dies schädlich, weil der Wettbewerb nicht mehr spielt. Gleichzeitig ist es auch möglich, dass Firmen ihre Modelle so einstellen, um ihre Preise stets mit jenen der Konkurrenz abzugleichen – und diese so gegenseitig hochzutreiben. Ducrey sagte dazu: «Wenn Firmen mit Algorithmen nicht sorgfältig arbeiten, können sie dafür haftbar gemacht werden.» In der Schweiz sind allerdings noch keine solchen Fälle bekannt. (mpa)

07:45 Uhr
Dienstag, 31. März
Mehr als 1 Million war auf dem Jungfraujoch
Die Jungfraubahn hat 2025 den zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte erzielt, wie das Tourismusunternehmen am Dienstag mitteilte. Der Gewinn lag mit 78,2 Millionen Franken 2,3 Prozent höher als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 3,7 Prozent auf 305,7 Millionen Franken. Dazu beigetragen hat gemäss der Jungfraubahn nicht nur eine erhöhte Nachfrage, sondern auch der Umstand, dass die Gäste im Schnitt pro Tag mehr ausgegeben haben.
Das Unternehmen konnte gemäss eigenen Angaben seine Position als Nummer 1 im alpinen Tourismus stärken. «Keine Bergdestination der Schweiz zieht mehr Besucherinnen und Besucher an». 2025 waren es insgesamt 3‘909‘700 Gäste. Mit 1'056'600 Gästen waren im vergangenen Jahr allein auf dem Jungfraujoch mehr als 1 Million Besucher.

Die Gruppenreisen seien wieder auf dem Niveau von vor der Corona-Pandemie, zudem stellt das Unternehmen weiterhin eine Zunahme bei den Gästen aus den USA und Brasilien fest. Indien und Südostasien weisen eine stabile Nachfrage auf. Die Besucherinnen und Besucher aus China seien zu einem grossen Teil zurück. (fv)
14:49 Uhr
Montag, 30. März
Der Iran-Krieg lässt die deutsche Inflation hochschnellen
Der Iran-Krieg mit dem Ölpreisschock hat die Konsumentenpreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren getrieben. Im März lag die Inflationsrate bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Daten mitteilte. Das ist der höchste Stand der Teuerung seit Januar 2024, als 2,9 Prozent gemessen wurden. Im Februar hatte die Inflationsrate noch 1,9 Prozent betragen.
Besonders stark verteuerte sich im März die Energie: Hier zogen die Preise um 7,2 Prozent zum Vorjahresmonat an. Das ist der erste Anstieg bei Energie seit Dezember 2023. Bei Dienstleistungen, zu denen etwa Restaurantbesuche und Reisen zählen, stiegen die Preise um 3,2 Prozent. Lebensmittel waren 0,9 Prozent teuer als ein Jahr zuvor. Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer warnt: «Der Anstieg der Inflation im März ist erst der Anfang. Die höheren Energiekosten werden sich in den kommenden Monaten durch die Wertschöpfungsketten fressen, sofern der Krieg nicht rasch endet.»
Vor dem Iran-Krieg rechneten Ökonomen damit, dass die Teuerung in Deutschland dieses Jahr knapp über der Marke von zwei Prozent liegen werde. Das scheint nun bereits nach dem ersten Kriegsmonat Makulatur. Die Deutsche Bank etwa erwartet, dass die Inflation im Jahresschnitt auf 2,7 Prozent klettert. Kurzfristig könnte der Ölpreisschock sogar für noch grössere Ausschläge sorgen: Die Bundesbank warnte kürzlich, die Inflationsrate dürfte «in nächster Zeit deutlich in Richtung 3 Prozent ansteigen». Eine langanhaltende Sperrung der Strasse von Hormus könne die Energieversorgung belasten und die Inflationsrate über einen längeren Zeitraum deutlich erhöhen.
In der Schweiz wird das Bundesamt für Statistik die Inflationszahlen für den März am 2. April bekannt geben. Dann wird sich zeigen, ob der Iran-Krieg auch hierzulande bereits auf die Lebenshaltungskosten durchschlägt. Zuvor hatte die Schweiz nahezu keine Inflation mehr. Im Februar 2026 war der Landesindex für Konsumentenpreise gegenüber dem Vorjahresmonat lediglich um 0,1 Prozent gestiegen. (dpa/nav)
13:45 Uhr
Montag, 30. März
Süsse Beute: Diebe stehlen 12 Tonnen Kitkat

Nicht Geld oder Gold haben die Diebe erobert, sondern 12 Tonnen Kitkat. Das entspricht exakt 413'793 Schokoladenriegeln.
Die Ladung war Ende vergangener Woche unterwegs von ihrer Fabrik in Italien zu mehreren Bestimmungsorten in Polen, wie die Schokoladenmarke mitteilte, die zum Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé gehört. Das Fahrzeug und sein Inhalt sind unauffindbar. Niemand wurde verletzt.
Bei Nestlé reagiert man jedenfalls mit einer Prise Humor: «Wir haben die Menschen schon immer dazu ermutigt, mit Kitkat eine Pause zu machen», heisst es beim Nahrungsmittelkonzern in Anspielung auf den Werbeslogan «Have a break, have a Kitkat». Doch «auch wenn wir den aussergewöhnlich guten Geschmack der Täter zu schätzen wissen, bleibt die Tatsache bestehen, dass Frachtdiebstahl ein zunehmendes Problem für Unternehmen jeder Grösse ist».
Damit macht Nestlé auf ein Problem aufmerksam, dass bis anhin in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde: der Frachtdiebstahl. Angesichts der Entwicklung «haben wir uns entschieden, mit unserem eigenen Fall an die Öffentlichkeit zu gehen – in der Hoffnung, das Bewusstsein für diese zunehmend verbreitete Form der Kriminalität zu schärfen».
Die gute Nachricht sei, dass keine Sicherheitsbedenken für Konsumenten bestünden und die Versorgung nicht betroffen sei, wie Kitkat über Instagram und andere Social-Media-Kanäle mitteilt.
In der Ostersaison greifen die Konsumenten wohl ohnehin lieber zu Schokoladenhasen statt zu Kitkat-Riegeln – respektive zu rennautoförmigen Waffeln- und Schokosnacks. Denn bei den gestohlenen Riegeln handelt es sich um solche aus der Formel-1-Linie, wie das Sportportal der «New York Times», «The Athletic», zu berichten weiss. Diese Kreation ist relativ neu und die Folge davon, dass Kitkat seit kurzem der offizielle Schokoladensponsor der Formel 1 ist. (fv)
11:25 Uhr
Montag, 30. März
Die Hühner dürfen wieder raus
Seit Mitte Februar wurden schweizweit keine Vogelgrippe-Fälle bei Wildvögeln mehr festgestellt. Zudem haben die meisten Zugvögel ihre Sommerquartiere erreicht. Sprich: Das Risiko für Schweizer Hühner, sich mit der Vogelgrippe anzustecken, ist kleiner geworden. Deshalb hebt das zuständige Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) die «verordneten Präventionsmassnahmen» per 1. April wieder auf, wie es mitteilt. Das heisst: Die Hühner dürfen jetzt wieder raus. Damit sind Freilandeier auch wieder richtige Freilandeier. (fv)

07:58 Uhr
Montag, 30. März
Denner-LKW-Flotte knackt Rekord
Erstmals haben die 15 emissionsfreien Lastwagen von Denner über eine Million Kilometer in einem Jahr zurückgelegt, heisst es in einer Mitteilung der Migros-Tochter. Das bringe den Discounter einen Schritt näher zum Ziel, seine Filialen bis 2030 zu zwei Dritteln fossilfrei zu beliefern. Die Lastwagen kommen vor allem im regionalen Verteilverkehr in den Kantonen Bern, Aargau, Solothurn, Waadt, Wallis und Freiburg zum Einsatz. Neben 13 E-LKW hat Denner seit 2021 auch zwei Wasserstoff-Lastwagen im Einsatz. (mim)

13:26 Uhr
Freitag, 27. März
Hafermilch: Bundesgericht pfeift Danone zurück
Wann ist Milch tatsächlich Milch? Nur dann, wenn sie aus dem Euter eines Tieres gekommen ist, urteilt jetzt das Bundesgericht. Es sei nicht erlaubt, ein veganes Produkt «Milk» oder «this is not Milk» wie im Fall eines Danone-Produkts zu nennen, zitiert SRF aus einem Urteil. Eine Richterin warnte zwar, das Gericht verrenne sich; die Begriffe «Kokosmilch», «Sojamilch» oder «Mandelmilch» hätten sich längst im normalen Sprachgebrauch etabliert. Doch die Richterin konnte sich nicht durchsetzen. Mit einem Stimmenverhältnis von vier zu eins wies das Bundesgericht eine Beschwerde von Danone ab. (mim)
15:19 Uhr
Freitag, 27. März
Calida empfiehlt Anträge zur Ablehnung
Die Calida-Generalversammlung am 15. April verspricht Spannung. Der Luzerner Wäschehersteller empfiehlt eine Ablehnung der Anträge des aktivistischen Investors Bernhard Signorell. Dieser fordert einen grossen Aktienrückkauf, tiefere Vergütungen für die Verwaltungsräte sowie eine strategische Überprüfung der ganzen Gruppe, womit im Wesentlichen der Verkauf der US-Tochter Cosabella gemeint ist. (mim)
08:26 Uhr
Freitag, 27. März
Trump-Unterschrift ziert bald Dollarnote
US-Präsident Donald Trump mag es, seinen Namen an möglichst vielen Stellen zu verewigen. Demnächst soll seine Unterschrift Dollarnoten zieren: Wie das US-Finanzministerium bekannt gab, sollen anlässlich des 250. Geburtstags der USA erstmals Dollarnoten gedruckt werden, die die Signatur eines amtierenden Präsidenten zeigen. Auch die Unterschrift von Finanzminister Scott Bessent werde zu sehen sein, hiess es.
Zunächst war unklar, wann die ersten Scheine in Umlauf kommen und welche Banknoten genau die Unterschriften von Trump und Bessent aufgedruckt bekommen. Bessent erklärte seinem Ministerium zufolge: «Es gibt keine wirkungsvollere Art, die historischen Errungenschaften unseres grossartigen Landes und von Präsident Donald Trump zu würdigen, als US-Dollar-Banknoten, die seinen Namen tragen.»
In der Vergangenheit hatte der Präsident bereits zahlreichen Projekten seinen Namen gegeben. Neben Immobilien wie dem Trump Tower in New York oder den Trump Golfplätzen weltweit hat der US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit etwa die Trump Gold Card – eine Art Visum, das es bei Zahlung von fünf Millionen Dollar gibt – angekündigt. Über die Regierungswebseite «TrumpRx» sollten Amerikaner günstiger an Medikamente gelangen.
Trump hatte zudem unter öffentlichem Protest das renommierte Kennedy Center in der US-Hauptstadt Washington in «Trump Kennedy Center» umbenannt. Im Gespräch war Medienberichten zufolge auch, die Penn Station in New York sowie den Hauptstadtflughafen Dulles in Virginia nach Trump zu benennen. Amerikaner und in den USA lebende Menschen können zudem einen Jahrespass für Nationalparks kaufen, auf denen der Präsident abgelichtet ist. (dpa)

08:05 Uhr
Freitag, 27. März
Rega-Jets bleiben in Zürich
Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega muss ihren Hauptsitz und ihren Wartungsbetrieb für Helikopter am Flughafen Zürich bis Ende 2030 aufgeben. Grund dafür ist ein Bauprojekt. Der neue Hauptsitz soll in Sarnen OW entstehen. Ein entsprechendes Baugesuch wurde beim Bund eingereicht. Er dürfte voraussichtlich bis Ende Jahr darüber entscheiden. Für die drei Ambulanzjets, mit denen die Rega im Ausland verunglückte Menschen in die Schweiz fliegt, wurden in den vergangenen Monaten ebenfalls Alternativen geprüft, etwa eine Stationierung am Flughafen Bern.
Dazu kommt es nicht, wie die Rega nun mitteilt. Ihre Jets sollen weiterhin von Zürich aus operieren. Dort soll eine neue Basis gebaut werden. Diesen Entscheid fällte der Stiftungsrat. Es sei sinnvoll, die Jets dort zu stationieren, wo ein grosser Teil der Bevölkerung lebe und von wo aus viele Spitäler innert nützlicher Frist erreicht werden könnten, schreibt die Rega. Mit ihren Ambulanzjets führt sie jährlich rund 1000 Repatriierungen durch. Die Jet-Operation umfasst rund 100 Mitarbeitende. (ehs)
17:05 Uhr
Donnerstag, 26. März
Swiss verdoppelt Angebot nach Delhi
Wegen des Iran-Konflikts ist der Flugverkehr in der Golfregion stark gestört. Flüge aus Asien nach Europa mit Umstieg in Dubai oder Abu Dhabi können deshalb oft nicht durchgeführt werden. Die Schweizer Airline Swiss reagiert nun auf die dadurch entstandene höhere Nachfrage nach Direktflügen. Zwischen 1. April und 31. Mai verdoppelt sie ihr Angebot auf der Strecke Zürich-Delhi. Statt einem täglichen Flug werden in dieser Periode zwei tägliche Flüge zwischen dem Swiss-Hub und der indischen Metropole durchgeführt.
Wie die Swiss mitteilt, verzeichnet sie eine «deutlich erhöhte Nachfrage» nach solchen Verbindungen. Abhängig von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten prüft die Lufthansa-Tochter laut eigenen Angaben laufend, wie freiwerdende Flugzeuge und Kapazitäten dort eingesetzt werden können, wo die Nachfrage hoch ist. Weil die Swiss ihre Flüge nach Tel Aviv und Dubai bis mindestens Ende Mai aussetzt, verfügt sie über Kapazitäten für zusätzliche Flüge auf anderen Strecken. (ehs)
15:51 Uhr
Donnerstag, 26. März
Sonova will Sennheiser verkaufen
Vier Jahre nach der Übernahme durch Sonova steht die Kopfhörer-Sparte von Sennheiser erneut zum Verkauf. Um sich strategisch klarer auszurichten, plane man den Verkauf des Geschäfts, teilte das Unternehmen aus Stäfa ZH mit. Ziel sei es, den bestmöglichen Eigentümer für das Geschäft zu finden. Sonova wolle sich wieder auf das Kerngeschäft mit Hörgeräten fokussieren. (dpa)
12:44 Uhr
Donnerstag, 26. März
Helvetia Baloise streicht bis zu 2300 Stellen
Nach der Fusion der Versicherer Helvetia und Baloise kündigte der neue Konzern an, den Personalbestand in der Schweiz um 1400 bis 1800 Stellen zu reduzieren. Nun berichtet die «Handelszeitung», dass diese Zahl höher ausfallen dürfte. Denn neben dem Abbau in der hiesigen Länderorganisation stehe auch einer in der Konzernführung an. Insgesamt dürften in der Schweiz etwa 2300 Stellen gestrichen werden. Im Ausland seien nur 300 Jobs von der Fusion betroffen.
Wie es im Artikel weiter heisst, sei der Personalbestand in St.Gallen, dem früheren Sitz der Helvetia, bereits auf 1000 Stellen reduziert worden. Nun würden weitere Jobs verlagert, etwa an den Hauptsitz von Helvetia Baloise in Basel. In St.Gallen sollen künftig nur noch 600 bis 700 Menschen für den Konzern arbeiten. Auch am Standort Basel steht laut dem Medium unter dem Strich eine Schrumpfkur an. Dort arbeiten derzeit rund 4000 Angestellte.
In St.Gallen und Basel sollen durch den Abbau mehrere Gebäude aufgegeben oder extern vermietet werden, etwa an die Universität St. Gallen (HSG). Zudem könnten auch die Doppeltürme in Basel geräumt werden. Einen Ausbau plane die Versicherung hingegen am Standort in Dübendorf ZH. (ehs)
08:16 Uhr
Donnerstag, 26. März
Lidl verkauft mehr Bio
Der Discounter vermeldet steigende Umsätze bei Bio-Lebensmitteln. Trotz anhaltender Preissensibilität verzeichnete der Händler letztes Jahr ein Umsatzplus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Dass unser Bio-Umsatz trotz steigender Lebenshaltungskosten zweistellig wächst, zeigt deutlich: Die Schweizerinnen und Schweizer wollen nachhaltig konsumieren und achten vermehrt auf das Preisschild. Genau dieses Bedürfnis decken wir ab», sagt Andreas Zufelde, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Schweiz. Lidl hat 350 Bio-Produkte im Sortiment. Solche mit Schweizer Herkunft sind unter der Eigenmarke «Qualité Suisse Bio» erhältlich. Sie erfüllen laut Lidl vollumfänglich die strengen Richtlinien der Bio Suisse Knospe. Erst kürzlich zeigte ein Vergleich von «Saldo»: Bei Lidl und Aldi ist der Bio-Grosseinkauf 20 Prozent günstiger als bei Migros und Coop. (mpa)
20:15 Uhr
Mittwoch, 25. März
US-Regierung droht weiterhin Zollerhöhung an
Der amerikanische Präsident will den Zoll, mit dem aktuell fast alle importierte Güter belegt werden, weiterhin von 10 auf 15 Prozent erhöhen. Dies sagte Peter Navarro, der Handelsberater von Donald Trump, am Mittwoch an einem «Politico»-Anlass in Washington. Über den Zeitpunkt dieser seit mehreren Wochen angedrohten Zoll-Erhöhung konnte Navarro allerdings keine Auskunft geben. Die Details seien nicht so wichtig, sagte er stattdessen.
Der Universal-Zoll, von dem auch Güter aus der Schweiz betroffen sind, wurde von Trump vor einem Monat verhängt – nachdem das höchste Gericht sein erstes Zoll-Regime gekippt hatte. Dieses Urteil des Supreme Court in Washington ist mittlerweile rechtskräftig. Der Präsident verzichtete darauf, ein Wiedererwägungsgesuch zu stellen, obwohl er zuvor entsprechende Andeutungen gemacht hatte. (rr)
10:14 Uhr
Mittwoch, 25. März
Wechsel in der BKW-Konzernleitung
Beim Energiekonzern BKW kommt es zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung: Philipp Hänggi, der Chef der Stromproduktion, gibt seinen Posten per Ende März ab und tritt aus dem obersten operativen Führungsgremium zurück. Seine Nachfolge tritt Margarita Aleksieva an, die derzeit bei der BKW die Geschäftseinheit Wind und Solar leitet. Die 43-jährige Betriebswirtin, welche die schweizerische und die bulgarische Staatsbürgerschaft hat und mit ihrer Familie im Kanton Aargau lebt, habe in den vergangenen sechs Jahren den Ausbau der europäischen Stromproduktion der BKW im Bereich Wind erfolgreich vorangetrieben, wie das Unternehmen festhält.
Hänggi wiederum will sich künftig innerhalb der BKW auf «strategische Themen» konzentrieren – namentlich im Bereich Atomenergie und Entsorgung radioaktiver Abfälle. (fv)

15:27 Uhr
Dienstag, 24. März
Fürstenbank LGT steigert Gewinn
Die auf Private Banking und Asset Management spezialisierte LGT aus Vaduz hat die Profitabilität erhöht. Der Bruttoerfolg erhöhte sich um 9 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken, und der Konzerngewinn stieg um 25 Prozent auf 445,6 Millionen. Die verwalteten Vermögen wuchsen um 5 Prozent auf 386,1 Milliarden Franken, teilte die Fürstenbank weiter mit. (mim)
14:46 Uhr
Dienstag, 24. März
Ruag International in den roten Zahlen
Im Geschäftsjahr 2025 ist Ruag International in die Verlustzone gerutscht. Das Minus auf Stufe Ebit betrug 114,3 Millionen Franken, nach einem Plus von 19,9 Millionen im Jahr zuvor. Berücksichtigt man Devestitionseffekte, legte das Technologieunternehmen beim Umsatz um 12 Prozent auf 402,4 Millionen Franken zu. Mit dem Verkauf des Flugzeugstrukturbaugeschäfts in der Schweiz an den Nidwaldner Flugzeughersteller Pilatus hatte Ruag International letztes Jahr die Devestitionen der nicht raumfahrtbezogenen Geschäftsbereiche weitgehend abgeschlossen. Künftig steht nur noch die Raumfahrt im Fokus. Zwar läuft das Satellitengeschäft gut, der Aufbau der Division Launchers mit Raketenträgern sei indes «anspruchsvoller als geplant» verlaufen und habe das Ergebnis «deutlich belastet». (mim)
08:04 Uhr
Dienstag, 24. März
Keine Führungswechsel beim WEF
An der Spitze des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos soll es keine weiteren personellen Änderungen geben. WEF-Co-Chef André Hoffmann sagte der «Süddeutschen Zeitung», das Entscheidungsgremium habe bei Larry Fink und ihm den Zusatz «interimistisch» gestrichen: «Wir machen jetzt unbefristet weiter und werden auch im kommenden Januar noch als Chefs im Amt sein.»
Roche-Erbe Hoffmann und der Amerikaner und Black-Rock-Manager Fink führen seit dem vergangenen Jahr zusammen das WEF, als Nachfolger des Gründers Klaus Schwab. Ursprünglich hiess es, es soll eine Nachfolge gefunden werden. Hoffmann sagt jetzt: «Zu viele Änderungen in einer kurzen Zeit würde der Stabilität der Institution nicht sehr viel helfen.» (dpa)

16:52 Uhr
Freitag, 20. März
Stabsübergabe in Suva-Geschäftsleitung
Seit 2016 ist Felix Weber Chef der Unfallversicherung Suva. Per Februar 2027 wird er das Unternehmen nach insgesamt 18 Jahren verlassen, um in den frühzeitigen Ruhestand zu treten, wie die Suva am Freitag mitteilt. Seine Nachfolge übernimmt am 1. Januar 2027 Daniel Roscher. Er sitzt in der Suva-Geschäftsleitung und leitete bislang das Departement Schadenmanagement und Rehabilitation. Nun wird er das Departement Kunden und Partnermanagement von Felix Weber übernehmen. «Diese Stabsübergabe gewährleistet Kontinuität und erfolgt rechtzeitig vor der anstehenden Überarbeitung der Strategie für die nächste Periode der Suva», teilt das Unternehmen mit. (mha)

15:24 Uhr
Freitag, 20. März
Wird Knorrli schon bald verkauft?
In der Konsumgüterindustrie könnte es schon bald zu einem Big-Bang kommen. Wie internationale Medien berichten, befindet sich der britische Konzern Unilever in Verhandlungen mit dem US-Konkurrenten McCormick. Dabei geht es um den Verkauf des Lebensmittelgeschäfts von Unilever. Der Konzern hat am Freitag bestätigt, dass er eine Offerte für diese Sparte erhalten hat.
Dieser Deal hätte auch Folgen für eine Schweizer Kultmarke, die Gewürz- und Suppen-Linie Knorr. Am hiesigen Sitz der Marke in Thayngen SH wird noch heute beispielsweise das Gewürz Aromat, Bouillons oder die Stocki-Produkte produziert.

McCormick mit Sitz in Maryland gilt als weltgrösster Hersteller von Gewürzen und Saucen. 2025 setzte der Konzern rund 7 Milliarden Dollar um. Unilever gehören globale Marken aus dem Pflegeprodukte- und Reinigungsbereich wie Dove, Axe, Rexona, Cif und Sunlight. (bwe)
14:59 Uhr
Freitag, 20. März
Schoggi-Markt leidet
Die Schweizer Schokoladenhersteller blicken auf ein bitteres Jahr zurück: Die verkaufte Menge Schweizer Schokolade sank 2025 um 7,9 Prozent auf insgesamt 192’548 Tonnen. Vom Rückgang betroffen war sowohl der Heimmarkt wie der Export, schreibt der Verband Chocosuisse. Mehr als zwei Drittel der hier produzierten Schoggi gehen in den Export. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Kanada und die USA. Schoggi aus dem Ausland war derweil auch hierzulande beliebt: Während Schweizer Schoggi weniger gekauft wurde (–4,5 Prozent) bliebt die Menge an Import-Schokolade stabil. Ein Wechsel steht beim Verband Chocosuisse an: Auf Beat Vonlanthen soll als Präsident der Mitte-Nationalrat Martin Candinas folgen. (mpa)

14:24 Uhr
Freitag, 20. März
Bundesrat senkt Zins für Covid-Kredite
Die Zinssätze für die ausstehenden Covid-19-Kredite werden per 31. März 2026 gesenkt. Für Kredite bis 500’000 Franken sind neu 0 Prozent und für Kredite über 500'000 Franken 0,5 Prozent zu entrichten. Das hat der Bundesrat am Freitag entschieden.
Zuvor mussten die Unternehmen Kredite bis 500'000 Franken mit einem Zins von 0,25 Prozent begleichen. Für Kredite über 500'000 Franken belief sich der Zinssatz seit April 2025 auf 0,75 Prozent. (fv)
12:48 Uhr
Freitag, 20. März
Basil Heeb wird Raiffeisen-Präsident
Die zweitgrösste Bankengruppe der Schweiz erhält einen neuen Verwaltungsratspräsidenten: Der Unternehmensberater und frühere Chef der Basler Kantonalbank, Basil Heeb, soll das Präsidium bei Raiffeisen Schweiz übernehmen. Der 61-Jährige, der auch Verwaltungsratspräsident der Bank Cler war, folgt auf Thomas Müller, der im September 2025 seinen Rücktritt angekündigt hatte.
Nebst Basil Heeb sollen an der Raiffeisen-Generalversammlung drei weitere neue Verwaltungsräte gewählt werden: der frühere Banque-Syz-Chef Yvan Gaillard, der ex-Landi-Marketingchef Simon Gfeller sowie der Softwarespezialist Philipp Kronenberg. Die drei folgen auf Olivier Roussy, Thomas Rauber und Andrej Golob. (fv)

09:00 Uhr
Freitag, 20. März
Novartis zahlt Milliarden für Brustkrebs-Therapie
Der Basler Pharmakonzern Novartis sichert sich Zugang zu einem neuartigen Brustkrebsmedikament. Das Unternehmen kauft für 2 Milliarden Dollar die Firma Pikavation Therapeutics, einen Ableger von Synnovation Therapeutics mit Sitz in den USA. Hinzu kommen sogenannte Meilensteinzahlungen von 1 Milliarde.
Pikavation hat eine Therapie zur Behandlung von Brustkrebs des Typs HR+/HER2- entwickelt. Das neue Mittel, das noch nicht auf dem Markt ist, soll den Tumor gezielter angreifen und andere Zellen schonen. Das soll zu besserer Verträglichkeit führen. Der Milliardendeal soll im ersten Halbjahr abgeschlossen werden. (mpa)
19:25 Uhr
Donnerstag, 19. März
Mobilezone übernimmt Apfelkiste und Marein
Der Zusammenschluss soll eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten bieten, schreibt Mobilezone in der Mitteilung. Man habe sich über den Kauf von Apfelkiste und Marein geeinigt. Apfelkiste ist ein Onlinehändler für Handyzubehör und weitere Gadgets für den Alltag. Marein entwickelt und beschafft Produkte für den Detailhandel, vor allem im Kreativ- und DIY-Bereich sowie in Themen wie Wohnen und Sicherheit. Der Verkauf wird bis Ende Juni 2026 erwartet.(jbl)

18:35 Uhr
Donnerstag, 19. März
DCM übernimmt Ascot Elite Entertainment
Es kommt zum Besitzerwechsel beim Zürcher Filmverleih und -Produzenten Ascot Elite Entertainment. Die bisherigen Eigentümer Karin Dietrich, Ralph Dietrich sowie Stephan Giger verkaufen ihr Geschäft mitsamt den 23 Mitarbeitenden an den Konkurrenten DCM. Damit sei gewährleistet, dass «die etablierte Marktführerschaft, das gefestigte nationale und internationale Netzwerk und die seit 1928 bestehende Unternehmenshistorie» in eine erfolgreiche Zukunft geführt werden könne. (fv)
16:28 Uhr
Donnerstag, 19. März
Beyond Gravity erhält neue Chefin

Barbara Frei-Spreiter wird per April neue Chefin von Ruag International und Beyond Gravity, wie die Firma in Bundesbesitz am Donnerstag bekannt gibt. Die Schweizerin wird damit Nachfolgerin des Deutschen André Wall. Frei-Spreiter habe über 25 Jahre an internationaler Führungserfahrung in globalen Industrie- und Hightech-Unternehmen, teilt Ruag mit.
Die 55-Jährige hat Maschinenbau studiert, an der ETH Zürich in Elektrotechnik doktoriert und einen Executive MBA der IMD in Lausanne gemacht. Ihre berufliche Laufbahn begann sie 1998 beim Technologiekonzern ABB. 2016 wechselte sie zum Elektrotechnikkonzern Schneider Electric, wo sie zuletzt Mitglied der Konzernleitung war.
Der amtierende CEO André Wall hatte im Juni 2025 angekündigt, das Unternehmen Mitte 2026 zu verlassen. Er führte das Weltraumgeschäft Beyond Gravity in den letzten fünfeinhalb Jahren und bereitete es auf einen möglichen Verkauf vor. Doch dann drehte der politische Wind und plötzlich hiess es, der Raumfahrtzulieferer solle in Bundesbesitz bleiben. (bwe)
10:59 Uhr
Donnerstag, 19. März
Temu soll beim Recycling mitzahlen
Der Bundesrat kann Hersteller, Importeure und ausländische Online-Shops verpflichten, eine vorgezogene Entsorgungsgebühr an eine Branchenorganisation abzuliefern. So sieht es das revidierte Umweltschutzgesetz vor. Doch in der zugehörigen Verordnung klafft laut dem Detailhandelsverband Swiss Retail Federation eine Lücke: Chinesische Plattformen wie Temu oder Shein müssen nicht mitzahlen. «Es kann nicht sein, dass der Schweizer Detailhandel die Entsorgung finanziert, während sich internationale Online-Handelsplattformen aus der Verantwortung stehlen», kritisiert Patrick Erny, Direktor von Swiss Retail Federation. Er fordert deshalb, die Inkraftsetzung der neuen Bestimmungen zu sistieren und die Plattformen ins System einzubeziehen. Ein entsprechender Vorstoss hat in der Frühlingssession SVP-Nationalrätin Monika Rüegger eingereicht. (mpa)

13:37 Uhr
Mittwoch, 18. März
Swiss muss über 300 Flüge streichen – schon wieder

Triebwerksprobleme, Umschulungen und Personalmangel im Cockpit zwingen die Lufthansa-Tochter Swiss erneut zu Anpassungen im Sommerflugplan. Dieses Mal muss sie 326 Flüge streichen, wie das Branchenportal «Aerotelegraph» berichtet. Dies entspricht zwar nur 0,4 Prozent der Flüge im Sommer, betrifft aber mehrere tausend Passagiere. Bereits im vergangenen Jahr musste die Swiss zwischen April und Oktober 1400 Flüge streichen. Dies entsprach 1,5 Prozent des Angebots.
«Die Streichungen sind das letzte Mittel», sagt Swiss-Betriebschef Oliver Buchhofer gegenüber dem Aviatikportal. Denn wenn Swiss nicht fliege, verdiene sie auch kein Geld. Die Annullierungen seien für die betroffenen Passagierinnen und Passagiere unangenehm. «Aber wir haben sie nun bereits im Februar mitgeteilt und nicht erst im Mai wie vergangenes Jahr.»
Wie Buchhofer weiter ausführt, findet das Streichkonzert insbesondere auf der Langstrecke statt. So reduziert die Swiss unter anderem Anfang Saison die Frequenz nach Chicago – von 14 auf 12 wöchentliche Flüge. Angesichts des Nachfragerückgangs nach USA-Reisen dürfte dieser Abbau verkraftbar sein. Noch vor zwei Wochen, bei der Präsentation der Jahreszahlen, wollte die Swiss auf Nachfrage von CH Media allerdings nichts von einer Frequenzreduktion in die USA wissen.
Nach Shanghai fliegt die Airline derweil im ganzen Sommerflugplan nur noch drei statt sieben Mal pro Woche. Der Swiss fehlen derzeit Kapitäne und Co-Piloten für die Flugzeuge des Typs Airbus A320 und A321 sowie A330 und A340. Gleichzeitig hat sie einen Überbestand von rund 400 Flight Attendants. Diese Woche wurde bekannt, dass die Swiss Crew-Mitgliedern 15'000 Franken für eine freiwillige Kündigung ausbezahlt. Auch Entlassungen schliesst sie als letztes Mittel nicht mehr aus, obwohl sie diese Möglichkeit vor zwei Wochen gegenüber CH Media als «kein Thema» bezeichnete. (bwe)
12:41 Uhr
Mittwoch, 18. März
Véronique Stephan verlässt die SBB
In der Konzernleitung der Bahn kommt es zu einem Wechsel: Wie die SBB am Mittwoch mitteilen, gibt Véronique Stephan Mitte April die Leitung der Division Markt Personenverkehr ab. Sie wolle den nächsten beruflichen Schritt ausserhalb der SBB machen. Die Division von Stephan wurde 2021 aufgebaut, seit dann ist sie auch Teil der Konzernleitung.
Stephan wird im Auftrag des CEO bis Ende Jahr noch ausgewählte Mandate wahrnehmen, etwa im Vorstand von Schweiz Tourismus und als Präsidentin des Verwaltungsrats von Railaway. Die interimistische Leitung der Division übernimmt Matthias Bütler, seit 2023 Leiter des Bereichs Marketing & Marktentwicklung. (ehs)
09:42 Uhr
Mittwoch, 18. März
Migros dementiert Bericht über Zentralisierung

Das Wirtschaftsportal Inside Paradeplatz schreibt, die Migros stehe vor einer Revolution. Heute gibt es 10 Migros-Genossenschaften. Dies wolle Konzernchef Mario Irminger ändern, schreibt das Portal: «Laut Irminger sollen es zukünftig noch maximal 3 sein. Noch lieber wäre ihm eine einzige.» Irminger habe dies am Dienstag auf der Bühne in einem Eventlokal in Zürich-Oerlikon gesagt, an einem «Führungskräfte-Anlass». Irminger, so Inside Paradeplatz, habe verkündet, man stehe kurz vor dem Abschluss entsprechender Verhandlungen mit den Regionalchefs.
Doch von der Migros folgt auf Anfrage ein klares Dementi: «Diese Aussage und das Zitat sind falsch», sagt Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir. Die Migros prüfe laufend, wie sie ihre Strukturen und Prozesse optimieren könne, um den Herausforderungen des Marktes gerecht zu werden und langfristig erfolgreich zu bleiben. «Aktuell gibt es jedoch keine Entscheidungen zur Reduktion der Anzahl Genossenschaften. Aussagen dazu sind rein spekulativ.» (bwe)
09:30 Uhr
Mittwoch, 18. März
CS-Kunden nun alle bei der UBS
Die Migration der CS-Kunden zur UBS ist abgeschlossen. Das teilt die Grossbank am Mittwochmorgen mit. Mit der Übertragung der in der Schweiz gebuchten Kundinnen und Kunden sei der weltweite Prozess beendet worden. Man habe einen weiteren Meilenstein «beim ersten Zusammenschluss zweier global systemrelevanter Banken erreicht und eine der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens gemeistert», wird UBS-Chef Sergio Ermotti zitiert. Mit dem Abschluss der Kundenmigration könne nun die letzte Phase der Integration angegangen werden, die die Ausserbetriebnahme der alten IT-Infrastruktur beinhalte. Man sei auf gutem Weg, die Integration bis Ende 2026 «weitgehend abzuschliessen», so die Bank. (mha)
18:21 Uhr
Dienstag, 17. März
Mercedes will Logistikzentrum in Wetzikon schliessen – rund 60 Stellen betroffen
Der Autobauer Mercedes plant, sein Logistikzentrum in Wetzikon ZH per Ende Januar 2027 zu schliessen. Rund 60 Mitarbeitende sind von dem Schritt betroffen und wurden bereits informiert. Gleichzeitig hat das Unternehmen ein Konsultationsverfahren eingeleitet.
«Mercedes-Benz bedauert diese Entwicklung für den Standort Wetzikon und ist sich bewusst, wie schwierig dessen Schliessung für die teils langjährigen Mitarbeitenden sein würde», heisst es in dem Schreiben.
Als Grund nennt Mercedes die veränderten Marktbedingungen in der Automobilindustrie. Ein Teil der bisherigen Aufgaben könnte an andere Standorte, etwa nach Schlieren oder ins europäische Ausland, verlagert werden.
Für den Fall der Schliessung ist ein Sozialplan vorgesehen. Dieser umfasst unter anderem Abgangsentschädigungen, Möglichkeiten zur Frühpensionierung sowie Unterstützung bei der Stellensuche. Mercedes spricht von einer schwierigen Entscheidung und zeigt sich sich der Auswirkungen auf die Mitarbeitenden bewusst. (hkl/watson)
11:24 Uhr
Dienstag, 17. März
Manor schliesst drei Warenhäuser – 100 Angestellte betroffen

Die grösste Schweizer Warenhauskette Manor schrumpft weiter. Nach mehreren Abbaumeldungen in den vergangenen Jahren folgt nun die nächste: Voraussichtlich im ersten Quartal 2027 werden die Warenhäuser in Delsberg JU, Wohlen AG und Sargans SG geschlossen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Auch die dazugehörenden Restaurants und Lebensmittel-Abteilungen werden geschlossen. Rund 100 Angestellte sind davon betroffen. In diesem Zusammenhang werde eine Konsultationsphase gemäss den geltenden gesetzlichen Vorgaben eingeleitet, heisst es in der Mitteilung.
Der Investitionsfokus liege künftig auf grösseren Standorten. Mit ihnen will Manor wachsen. Über die kommenden drei Jahre werde man 200 Millionen Franken in das Filialnetz investieren, schreibt die zum Genfer Familienunternehmen Maus Frères gehörende Warenhausgruppe. So seien in Basel, Lausanne, Vevey, Lugano und Genf bereits umfangreiche Modeflächen umgebaut worden. Dieses Jahr werden mit Emmen LU, Luzern und Pfäffikon SZ weitere Warenhäuser modernisiert. Zudem beabsichtigt Manor, das Manora-Restaurant in Haag SG voraussichtlich Mitte 2027 an Coop zu übergeben. (bwe)
14:34 Uhr
Dienstag, 17. März
Deutsche Autobauer: Prognosen zeigen nach oben
Die Bilanzsaison der deutschen Autohersteller geht mit Audi überraschend versöhnlich zu Ende, nachdem sie mit drastischen Gewinneinbrüchen bei Mercedes, VW und Porsche begonnen hatte. Zwar verdankt Audi den Gewinnanstieg um 10 Prozent auf 4,6 Milliarden nach Steuern im Jahr 2025 vor allem einer internen Ausgleichszahlung des Mutterkonzerns VW, wie aus den Jahreszahlen hervorgeht. Doch auch das Schlussquartal war im Teilkonzern, zu dem auch Lamborghini, Bentley und Ducati gehören vergleichsweise stark.
Audi kämpft mit den gleichen Herausforderungen wie die ganze Branche: US-Zölle, der scharfe Wettbewerb bei Elektroautos in China und die Unsicherheiten des Wandels vom Verbrenner zum Elektroantrieb. Doch 2026 könnte es langsam wieder besser werden - sagen die meisten Prognosen und Experten.
Schon BMW hatte vergangene Woche nur einen leichten Gewinnrückgang auf 7,5 Milliarden Euro gemeldet und sich damit an die Spitze der Herstellerkonzerne gesetzt. Der VW-Konzern kam - unter anderem gebremst von der Sportwagentochter Porsche - auf 6,9 Milliarden Euro, Mercedes auf 5,3 Milliarden Euro. (dpa)
13:15 Uhr
Dienstag, 17. März
Wegen Iran-Krieg: Swiss bietet mehr Indien-Flüge an
Die Fluggesellschaft Swiss reagiert auf die aktuell sehr hohe Nachfrage nach Flügen zwischen Indien und Europa und baut ihr Angebot kurzfristig aus. Vom 19. bis 24. März bietet die Lufthansa-Tochter zusätzlich zum täglichen Swiss-Flug eine zweite tägliche Verbindung mit einem Langstreckenflugzeug des Typs Airbus A330 in die indische Metropole an. Dies gibt die Airline in einer Mitteilung vom Dienstag bekannt.
Der internationale Flugverkehr im Mittleren Osten sei weiterhin stark eingeschränkt, heisst es im Schreiben. Viele Reisende müssten derzeit ihre ursprünglichen Reisepläne ändern und suchten alternative Wege zurück nach Europa oder weiter nach Asien. Die bestehenden Swiss-Verbindungen zwischen Delhi und Zürich seien in grossen Teilen bereits ausgebucht.
Gleichzeitig gibt die Swiss bekannt, dass sie aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten und den damit verbundenen massiven Einschränkungen des Luftverkehrs ihre Flüge nach Tel Aviv bis einschliesslich 9. April aussetzt. Dies gilt auch für ihre Schwesterairline im Lufthansa-Konzern. (bwe)
08:14 Uhr
Dienstag, 17. März
Roche setzt auf Supercomputer
Der Basler Pharmakonzern Roche baut seine Kooperation mit dem US-Chiphersteller Nvidia aus. Dazu nimmt Roche an verschiedenen Standorten in den USA und in Europa 2176 Hochleistungsprozessoren in Betrieb. Diese Rechenleistung soll helfen, mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) schneller neue Therapien und Diagostika zu entwickeln. Durch den Zubau besitzt Roche laut eigenen Angaben die grösste Rechenleistung aller Pharmafirmen weltweit.
«Im Gesundheitswesen ist Zeit der entscheidende Faktor. Jeder gewonnene Tag bedeutet, dass ein lebensveränderndes Medikament oder ein Diagnosetool einen Patienten früher erreicht», sagte Wafaa Mamilli, Digitalchefin bei Roche. «Unsere KI-Fabrik verbindet erstklassige Rechenleistung mit der wissenschaftlichen Expertise von Roche, um KI in die gesamte Wertschöpfungskette zu integrieren – von der Entdeckung über die Entwicklung und Herstellung bis hin zur Vermarktung – und so die Art und Weise zu verändern, wie wir die nächste Generation von Medikamenten und Diagnostiklösungen bereitstellen.» (mpa)
15:32 Uhr
Montag, 16. März
Silvan Wildhaber ist neuer Economiesuisse-Präsident
Der Wirtschaftsdachverband wählt den 48-jährigen Silvan Wildhaber einstimmig, wie Economiesuisse in einer Mitteilung schreibt. Seit 2014 ist Wildhaber im Vorstand. Selbst ist er sei über 20 Jahren an der Spitze des Familienunternehmens Filtex AG

«Die einstimmige Wahl motiviert mich ausserordentlich. Sie zeigt für mich eine Anerkennung für meine bisherige geleistete Arbeit für das Schweizer Unternehmertum», sagt Silvan Wildhaber nach seiner Wahl. Wildhaber löst Christoph Mäder als Präsidenten ab, welcher das Amt seit 2020 innehatte. (jbl)
13:17 Uhr
Montag, 16. März
Swiss zahlt Flight Attendants 15'000 Franken, wenn sie kündigen
Die Swiss beschäftigt nach wie vor zu viele Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. Daher bietet die Schweizer Airline nun Prämien für freiwillige Kündigungen. Eine Mitteilung sei letzte Woche an alle rund 4500 Flight Attendants verschickt worden, berichtet der «Aerotelegraph».
Wer zwischen dem 13. März und dem 30. April kündige und bis spätestens Ende August 2026 aus dem Unternehmen ausscheide, erhalte eine pauschale Entschädigung von 15'000 Franken brutto.

Neben der Kündigungsprämie setzt Swiss weiterhin auf weitere freiwillige Angebote. Dazu zählen beispielsweise längere unbezahlte Urlaube in besonders stark ausgelasteten Monaten oder der Wechsel in das sogenannte Study-&-Fly-Modell für Studierende, die parallel in der Kabine von Swiss arbeiten – auch hierfür ist eine Vergütung vorgesehen. Ebenfalls erwähnt werden Reduzierungen des Arbeitspensums oder ein verlängerter Mutterschaftsurlaub. Ziel des Managements von Swiss sei es, den Personalüberhang «rasch, effektiv und zielgerichtet zu reduzieren».
Schuld an der angespannten Personalsituation seien unter anderem Triebwerksprobleme in der Branche sowie Engpässe beim Cockpitpersonal. Dadurch steht die Branche unter Druck. Auch die erneut verschärfte geopolitische Lage und der damit verbundene gestiegene Ölpreis würden den Druck auf die Finanzen erhöhen. Deshalb brauche es «kurzfristige Kosteneinsparungen».
Bereits im Herbst 2025 hatte die Swiss bekannt gegeben, dass rund 400 Kabinenmitglieder zu viel angestellt seien. (hkl/watson)
09:36 Uhr
Montag, 16. März
Migros-Genossenschafts-Bund übernimmt Medbase
Die Medbase-Gruppe geht vollständig in die Hände des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) über. Dieser übernimmt die Anteile der Migros-Genossenschaften Ostschweiz, Luzern und Zürich per 1. April. Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, könne Medbase durch die vereinfachte Aktionärsstruktur und kürzere Entscheidungswege ihr Wachstum «noch konsequenter vorantreiben».
Damit scheidet auch Martin Lutz, Geschäftsleiter der Migros Ostschweiz, aus dem Medbase-Verwaltungsrat aus. Medbase betreibt rund 190 medizinische Zentren, psychotherapeutische Praxen, Apotheken und Zahnarztzentren. Laut der Mitteilung arbeiten über 4400 Menschen für den Anbieter. (ehs)
09:15 Uhr
Montag, 16. März
SBB: Neue Verwaltungsräte
Die SBB sollen zwei neue Verwaltungsräte erhalten. Ihr Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 29. April die Wahl von Dino Cauzza und Dominique Pierre Locher vor. Der Bundesrat hat dem Vorschlag laut einer Mitteilung der Bahn zugestimmt. Damit ist die Wahl Formsache, da der Bund der einzige Aktionär der SBB ist.
Dino Cauzza ist Chef des Swiss Medical Network, einer Schweizer Privatklinikgruppe. Zudem ist er als Managing Partner der Alameda SA tätig. Dominique Pierre Locher ist Unternehmer und war Chef des früheren Migros-Onlineshops Leshop. Beide Kandidaten überzeugen laut der Mitteilung «durch berufliche Erfahrung und persönliche Kompetenzen». Sie stellten die Vertretung aller Landesteile sicher. (ehs)
08:48 Uhr
Montag, 16. März
Schweizer Kinos verkaufen weniger Tickets

Im vergangenen Jahr verbuchten die Schweizer Kinos weniger als 10 Millionen Eintritte. Das sind abgesehen von den Covid-19-Jahren so wenige wie seit fünfzig Jahren noch nie, schreibt das Bundesamt für Statistik in einer Mitteilung. Das Amt weist auf unterschiedliche Entwicklungen hin. So ist der Marktanteil amerikanischer Filme deutlich rückläufig, europäische und Schweizer Filme erfreuen sich hingegen wachsender Beliebtheit. Bei den Top 3 des vergangenen Jahres ist dies jedoch nicht ersichtlich: Der erfolgreichste Streifen war hierzulande die Disney-Neuverfilmung Lilo & Stitch, gefolgt von der Anitmationsfortsetzung «Zootopia 2» und dem Fantasy-Action-Streifen «Avatar: Fire & Ash». (bwe)
16:48 Uhr
Donnerstag, 12. märz
Swiss Life: Wachsender Betriebsgewinn und höhere Dividende
Der Versicherungskonzern Swiss Life befand sich auch im Geschäftsjahr 2025 auf Wachstumskurs. Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die Prämieneinnahmen gegenüber dem Vorjahr in lokaler Währung um 3 Prozent auf 20,9 Milliarden Franken.
Ein starkes Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft verhalf der Gruppe zu einem höheren operativen Resultat. Der Betriebsgewinn legte in lokaler Währung um 3 Prozent auf 1,83 Milliarden Franken zu. Trotz höherer Steueraufwendungen konnte der Reingewinn mit 1,26 Milliarden Franken exakt auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.
Die Aktionärinnen und Aktionäre sollen von dieser Entwicklung durch eine um 1.50 Franken höhere Dividende von 36.50 Franken pro Aktie profitieren. Ausserdem stehen personelle Erneuerungen an: Luisa Delgado und der frühere Swiss-Life-Chef Patrick Frost sollen neu in den Verwaltungsrat gewählt werden und ersetzen damit Henry Peter sowie Adrienne Corboud Fumagalli. (tik)
10:08 Uhr
Donnerstag, 12. März
Schweizer kaufen mehr online ein
Im vergangenen Jahr tätigten Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten Online-Einkäufe im Wert von 15,8 Milliarden Franken. Das entspricht einem Plus von sechs Prozent, wie der Handelsverband schreibt. Das stärkste Wachstum verzeichneten die Anbieter von Heimelektronik. Zudem konnten Kleiderverkäufe erstmals seit fünf Jahren wieder eine Zunahme verzeichnen. Vom gesamten Online-Umsatz entfielen letztes Jahr 2,8 Milliarden Franken auf ausländische Anbieter. Das ist zwar noch immer eine Zunahme von acht Prozent. Allerdings hat sich diese Entwicklung abgeflacht. Letztes Jahr hatte der Handelsverband noch einen Anstieg von 18 Prozent festgestellt. (mpa)
09:09 Uhr
Donnerstag, 12. März
Weniger Gewinn für Clientis
Die 14 Regionalbanken der Clientis-Gruppe haben letztes Jahr einen leicht tieferen Gewinn von 60,3 Millionen Franken erzielt. Im Kerngeschäft sei man aber gut unterwegs, heisst es in einer Mitteilung. Das Hypothekargeschäft wuchs um 4,7 Prozent auf 12,2 Milliarden Franken, die Kundengelder nahmen um 6,6 Prozent auf 10,9 Milliarden zu. Das anhaltend tiefe Zinsumfeld führte jedoch zu einer rückläufigen Bruttozinsspanne von fünf Basispunkten. In der Folge verringerte sich der Netto-Zinserfolg um 0,9 Prozent auf 152,3 Millionen. Die Gruppe ist mit 14 eigenständigen Banken in den acht Kantonen Zürich, Bern, Aargau, Solothurn, Schaffhausen, St.Gallen, Luzern und Freiburg tätig und beschäftigt 574 Mitarbeitende. (mim)
00:24 Uhr
Donnerstag, 12. März
US-Regierung hat erneut die Schweiz im Visier
Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer hat am Mittwoch gegen die wichtigen Handelspartner der USA eine Untersuchung wegen «unfairen Handelspraktiken» eingeleitet. Auf der Liste der betroffenen Ländern findet sich nebst sämtlichen Mitgliedern der Europäischen Union auch die Schweiz. Konkret lautet der Vorwurf, dass in exportorientierten Branchen wie der Pharma- oder Maschinenindustrie «eine strukturelle Überkapazität» herrsche. Nun will Greer herausfinden, ob die offizielle Schweiz dieses Ungleichgewicht gezielt fördere, zum Beispiel mit Währungsmanipulationen. Sollte sich während der Untersuchung der Verdacht des Handelsbeauftragten erhärten, hätte der amerikanische Präsident eine neue legale Basis für die Verhängung von Strafzöllen auf Importen.
Der Zeitplan von Greer ist recht sportlich: Bis Mitte April läuft nun eine Art Vernehmlassungsverfahren. Im Mai ist zudem eine öffentliche Anhörung geplant.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) bestätigt auf Anfrage von CH Media, dass ein entsprechendes Schreiben des US-Handelsbeauftragten eingegangen ist. Man sei nun daran, den Brief und seine Implikationen zu analysieren. Die Behörde prüft auch, ob und wie diese Untersuchung die laufenden Verhandlungen über ein rechtlich verbindliches Handelsabkommen mit den USA beeinflusst. (rr)
14:30 Uhr
Mittwoch, 11. März
Iran-Krieg: Schweizer Dieselpreis steigt um 8,6 Prozent
Seit dem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran ist der Ölpreis in die Höhe geschnellt. Dadurch sind auch die Preise an Schweizer Zapfsäulen angestiegen. Laut einer neuen Auswertung des TCS war Diesel am stärksten betroffen. Eine Analyse von 3200 Tankstellen zeigt, dass sich ein Liter Diesel zwischen dem 28. Februar und dem 9. März um 8,6 Prozent verteuerte. Zuletzt ist der Preis weiter gestiegen. Am Mittwoch kostete ein Liter Diesel 1,99 Franken. Beim Benzin verzeichnete der TCS einen weniger deutlichen Anstieg. Im genannten Zeitraum stieg der Preis um 3,7 Prozent. Laut TCS ist der Dieselpreis schneller angestiegen, weil dieser Treibstoff in der Industrie stärker nachgefragt wird. (mpa)
14:04 Uhr
Mittwoch, 11. März
BKW: Tieferer Gewinn wegen Wetter und Wertkorrektur
Der Energiekonzern BKW mit Sitz in Bern hat im Geschäftsjahr 2025 weniger umgesetzt. Die Gesamtleistung sank gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent auf 4,5 Milliarden Franken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
Das Betriebsergebnis (Ebit) sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 29 Prozent auf 561 Millionen Franken. Die BKW-Gruppe begründet dies unter anderem mit einer Wertkorrektur von 113,7 Millionen Franken beim deutschen Kohlekraftwerk Wilhelmshaven. Doch auch ohne diesen Einmaleffekt fiel das Ergebnis um 14,6 Prozent tiefer aus. Als Gründe nennt das Unternehmen wetterbedingt tiefere Produktionsmengen bei Wasser- und Windkraft sowie normalisierte, sprich tiefere Preise auf den Energiemärkten.
Die Aktionäre sollen eine um 10 Rappen höhere Dividende von 3.80 Franken pro Aktie erhalten. Zudem rechnet das Unternehmen für das Jahr 2026 wieder mit einem Ebit in der Bandbreite von 650 bis 750 Millionen Franken. (tik)
13:38 Uhr
Mittwoch, 11. März
Obi: Mit Too Good To Go gegen Verschwendung im Napf
Die Baumarktkette Obi Schweiz spannt mit dem Unternehmen Too Good To Go zusammen, um künftig Tiernahrung und Pflanzen vor der Entsorgung zu retten. Ab dem 12. März können in der Schweiz erstmals sogenannte Überraschungspäckli für Hunde und Katzen über die App reserviert werden, teilten die beiden Firmen mit.
Dass nun auch Tierfutter über die Plattform angeboten wird, ist eine Schweizer Premiere. Bislang war Too Good To Go vor allem für die Rettung überschüssiger Lebensmittel bekannt. Neben dem Tierfutter erhalten im Baumarkt künftig auch Kräuter-, Gemüse- und Zierpflanzen mit kleinen optischen Makeln eine zweite Chance. Die entsprechenden Pakete können, abhängig vom täglichen Angebot, ab 4.90 Franken erworben und in der Filiale abgeholt werden.
Mit der Aktion wollen die Unternehmen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten und Wasser, Anbauflächen sowie CO₂-Emissionen einsparen. Das Angebot wird zeitgleich in allen 15 Obi-Märkten schweizweit ausgerollt. (tik)

10:35 Uhr
Mittwoch, 11. März
Sandoz verstärkt Führung – und nimmt Geld auf
Der Basler Generikariese Sandoz ernennt Armin Metzger zum Chef der geschaffenen Biosimilar-Sparte. Er arbeitete zuletzt bei der Westschweizer Pharmafirma Ferring Pharmaceuticals. Metzger wird seine Tätigkeit bei Sandoz im April beginnen. Biosimiliars sind im Unterschied zu Generika Kopien von biotechnologisch hergestellten Medikamenten. Dort rechnet Sandoz mit grossem Wachstumspotential, weil viele dieser Originalpräparate in den nächsten Jahren den Patentschutz verlieren.
Am Mittwoch gab Sandoz zudem bekannt, man habe Anleihen im Wert von insgesamt 550 Millionen Franken emittiert und die Laufzeit seiner 2 Milliarden Dollar schweren Kreditlinie um ein Jahr verlängert. Der Schritt sei von einem Bankensyndikat bestehend aus Deutsche Bank, BNP Paribas und der UBS unterstützt worden, heisst es in einer Mitteilung. (mpa)
15:13 Uhr
Dienstag, 10. märz
Autoversicherungen: Fast jeder Zweite zahlt 2026 mehr
Für viele Schweizer Autobesitzende wird die Autoversicherung im Jahr 2026 spürbar teurer. Gemäss einer repräsentativen Umfrage des Vergleichsdienstes Comparis berichten 45 Prozent der Befragten von einer Prämienerhöhung.
Dass die Kosten bei mehr als einem Drittel der Betroffenen um über 100 Franken stiegen, liegt gemäss Experten mehrheitlich nicht an den Versicherten selbst: 80 Prozent der Befragten gaben an, im vergangenen Jahr unfallfrei gefahren zu sein. Regional zeigen sich zudem bemerkbare Unterschiede. Autohaltende in der Romandie sind deutlich häufiger von einem Prämiensprung von über 200 Franken betroffen als in der Deutschschweiz.
Trotz des Preisschocks haben bisher lediglich 6 Prozent der Versicherten den Anbieter gewechselt. Ein Hauptgrund für diese ausgeprägte Wechselträgheit ist eine Wissenslücke: 30 Prozent der Befragten wissen nicht, dass ihnen bei einer Prämienerhöhung ein ausserordentliches Kündigungsrecht zusteht. (tik)
13:16 Uhr
Dienstag, 10. März
Planted streicht «Chicken»
Im Mai 2025 hatte das Bundesgericht geurteilt, dass Begriffe wie «Chicken» oder «Duck» für Produkte tierischen Ursprungs stehen. Vom Urteil betroffen ist der Vegiprodukte-Hersteller Planted. Da diese Begriffe künftig nicht mehr verwendet werden dürfen, passt Planted in der Schweiz die Produktbezeichnungen nun an. So wird zum Beispiel aus Planted Chicken neu Planted Nature, heisst es in einer Mitteilung. Sonst ändere sich nichts, verspricht der Hersteller. Die Anpassung betrifft ausschliesslich den Schweizer Markt. Parallel dazu hat die EU kürzlich beschlossen, die Verwendung bestimmter tierbezogener Bezeichnungen für pflanzenbasierte Produkte stärker zu regulieren. (mim)
09:52 Uhr
Dienstag, 10. März
Gewinn bei VW 2025 um knapp die Hälfte eingebrochen
Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Konzernergebnis nach Steuern 2025 um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro gesunken, teilte Europas grösster Autobauer in Wolfsburg mit. Der Umsatz sank um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro. Im Schlussquartal schnitt VW dabei aber wieder besser ab als in den ersten neun Monaten. Im dritten Quartal war der Konzern noch tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. Grund waren vor allem die Belastungen bei der Tochter Porsche wegen des Strategie-Schwenks zur Verbrenner-Verlängerung, die auf die Konzernmutter durchschlugen. Hinzu kamen Milliardenbelastungen aus den US-Zöllen.
Jetzt plant VW Stellenstreichungen in Deutschland. «Insgesamt sollen bis 2030 rund 50.000 Stellen im gesamten Volkswagen-Konzern in Deutschland abgebaut werden», erklärte Vorstandschef Oliver Blume in einem Brief an die Aktionäre. (dpa)
14:13 Uhr
Dienstag, 10. März
Yuh verlegt Hauptsitz nach Zürich
Nach der Trennung von der Postfinance und der vollständigen Übernahme der Aktien durch Swissquote befindet sich der Schweizer Finanzdienstleister Yuh auf Wachstumskurs: «Wir werden viel investieren und unsere Standorte ausbauen», sagt Yuh-CEO Jan De Schepper in der TV-Sendung «CEO Talk» auf dem Sender TeleZüri von CH Media. Dabei setzt Yuh auf Zürich: «Wir haben einen neuen Mietvertrag an der Josefstrasse unterschrieben. Durch ein starkes Wachstum brauchen wir auch mehr Mitarbeiter. Und zusätzlich werden wir auch den Hauptsitz nach Zürich verlegen», so De Schepper. Zwar werde der bisherige Standort in Gland in der Westschweiz nicht aufgegeben. Aber künftig setzt der Finanzdienstleister stärker auf den Standort Zürich. Eine Integration von Yuh in Swissquote stehe nicht zur Diskussion. (mim)
09:01 Uhr
Dienstag, 10. März
Lindt & Sprüngli legt zu
Der Schoggiriese Lindt & Sprüngli konnte letztes Jahr seinen Umsatz um 8,2 Prozent auf 5,92 Milliarden Franken steigern. Dazu beigetragen haben insbesondere satte Preiserhöhungen von 19 Prozent. Diese konnten das sinkende Volumen mehr als wettmachen. Der Gewinn lag bei 726 Millionen Franken (+8,1 Prozent). Der Konzern mit Sitz in Kilchberg erhöht seine Dividende auf 1800 Franken je Namensaktie. (mpa)
09:00 Uhr
Dienstag, 10. März
Suva-Vermögen wächst
Die Unfallversicherung Suva erzielte letztes Jahr ein Anlageergebnis von 4,3 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent). Die Performance liege damit deutlich über dem gesetzlichen Renditebedarf und der durchschnittlichen Anlageperformance von 3,4 Prozent der letzten zehn Jahre, heisst es in einer Mitteilung.
Dank der starken Erholung der Aktienmärkte nach den Turbulenzen im ersten Quartal leisteten Aktienanlagen den grössten Beitrag zur positiven Anlageperformance. Auch die Direktinvestitionen in Immobilien und Investitionen in Immobilienfonds trugen massgeblich zum guten Ergebnis bei, schreibt die Suva weiter. Im Gegensatz dazu stagnierten die Obligationen in Franken und Euro. Einen positiven Beitrag leisteten hingegen die Portfolios in den aufstrebenden Ländern und die Privatmarkt-Ausleihungen.
Detaillierte Angaben zum Geschäftsjahr 2025 sowie zur Prämienentwicklung 2027 präsentiert die Suva am 12. Juni. (mim)
10:15 Uhr
montag, 9. märz
Air-Glaciers im Dauereinsatz: Wintersport dominiert, Wetter bremst
Das Luftrettungsunternehmen Air-Glaciers war auch im Jahr 2025 stark gefordert. Die Helikopter-Crews verzeichneten insgesamt 3169 Rettungseinsätze, womit das Volumen exakt dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre entspricht, teilte das Unternehmen mit Sitz in Sion mit.
Dass die Beanspruchung auf diesem dauerhaft hohen Niveau verharrte, lag primär an den Freizeitaktivitäten im Schnee: Mit 52 Prozent standen mehr als die Hälfte aller Einsätze im Zusammenhang mit dem Wintersport. Insgesamt machten Unfälle fast drei Viertel (74 Prozent) aller Ausrückungen aus, gefolgt von medizinischen Notfällen mit 23 Prozent.
In den jüngsten Sportferien im Februar 2026 gingen die Flugzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum derweil von 622 auf 552 Einsätze zurück. Grund dafür waren die Wetterbedingungen Mitte Monat: Anhaltende Niederschläge schränkten den Skibetrieb und damit die unfallträchtigen Wintersportaktivitäten spürbar ein. (tik)
10:13 Uhr
montag, 9. märz
Konsumentenstimmung: Leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr
Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten blicken im Februar 2026 wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Der Index der Konsumentenstimmung stieg gegenüber dem Vorjahr um 3 Punkte auf -30 Punkte, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit.
Dass das Stimmungsbarometer spürbar über dem Niveau vom Februar 2025 liegt, verdankt der Index einer positiveren Einschätzung in drei Teilbereichen: Die Befragten beurteilen die erwartete Wirtschaftsentwicklung, ihre vergangene finanzielle Lage sowie den aktuellen Zeitpunkt für grössere Anschaffungen besser als noch vor zwölf Monaten.
Kaum verändert zeigte sich hingegen der Ausblick auf das künftige eigene Portemonnaie. Der Teilindex für die erwartete finanzielle Lage verharrte praktisch auf dem Niveau des Vorjahres. (tik)
08:05 Uhr
Montag, 9. März
Calida verschiebt Aktienrückkauf
Der Wäschehersteller Calida startet später mit seinem geplanten Aktienrückkauf. Die Vorbereitungen des Programms nehmen mehr Zeit in Anspruch als vorgesehen, heisst es in einer Mitteilung. Der Start des angekündigten öffentlichen Aktienrückkaufsprogramms müsse deshalb verschoben werden. Geplant war der Start für heute Montag. Nun erfolgt er «so bald wie möglich», so die Mitteilung. Der Zeitpunkt werde erneut bekannt gegeben. (mim)
16:06 Uhr
Freitag, 6. März
Mobilezone erzielt Rekordergebnis
Mobilezone hat im vergangenen Jahr den Umsatz in der Schweiz leicht gesteigert, von 273 auf 274 Millionen Franken. Der Betriebsgewinn (Ebit) nahm um 6,5 Millionen deutlich zu auf 36,5 Millionen Franken. Der Zuger Mobilfunkkonzern spricht in einer Mitteilung von einem «Rekordergebnis im Schweizer Markt». Das zweite Standbein von Mobilezone, das deutsche Geschäft, war Ende Dezember 2025 an das deutsche Telekommunikationsunternehmen Freenet verkauft worden.
Man wolle sich künftig vollständig auf den Schweizer Markt und das Detailhandelsgeschäft mit 125 Standorten konzentrieren, schreibt das Unternehmen. Zwar habe man in diesem Bereich ein leicht rückläufiges Vertragsvolumen, dieses sei jedoch durch bessere Margen kompensiert worden. An die Aktionäre soll eine unveränderte Dividende von 90 Rappen pro Namenaktie ausbezahlt werden. (mha)
07:18 Uhr
Freitag, 6. März
Fast 27 Prozent weniger: Gewinn der Swiss bricht ein
Die Swiss hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz und Gewinn gemacht. Der Betriebsgewinn fiel um 26,6 Prozent auf 502,2 Millionen, wie die Lufthansa-Tochter am Freitag mitteilte. Der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 5,5 Milliarden Franken. (has)
15:07 Uhr
Donnerstag, 5. März
Valora steigert den Betriebsgewinn

Die Kiosk- und Backwarengruppe Valora, die seit 2022 zum mexikanischen Handelskonzern Femsa gehört, erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,9 Milliarden Franken. Damit stagnierte er gegenüber dem Vorjahr. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag stieg derweil der Betriebsgewinn (Ebit) um 8,5 Prozent auf 105,5 Millionen Franken - ein neuer Höchstwert. Zahlen zum Reingewinn nennt die Betreiberin von Shops wie K-Kiosk, Caffè Spettacolo oder Brezelkönig jedoch nicht.
Das Wachstum ist laut Valora insbesondere dank des Convenience-Geschäfts von Avec und K-Kiosk zustande gekommen, also der Schnellverpflegung für unterwegs. Dort konkurriert Valora unter anderem mit Migrolino und Coop to go. Mit dem Format Avec habe man zudem in Deutschland weiter expandiert.
Die Brezelbäckerei Ditsch, die weltweite Marktführerin im Laugenbackwaren-Grosshandel, erreichte laut Valora im deutschen Markt ein stabiles Ergebnis. In den USA konnte sie die Kapazitäten der Ende 2024 eröffneten zweiten Produktionsstätte im Jahresverlauf schrittweise ausbauen. (bwe)
11:16 Uhr
Donnerstag, 5. März
Skyguide-Gewinn dank höheren Gebühren

Der Luftverkehr in der Schweiz erreichte 2025 einen neuen Höchstwert. Die Flugsicherungsfirma Skyguide, die sich in Bundesbesitz befindet, führte mehr Flüge durch den Schweizer Luftraum und steigerte die Pünktlichkeit, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Insgesamt führte Skyguide 2025 rund 1,346 Millionen Flüge nach Instrumentenflugregeln. Das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Starts und Landungen nahmen zu und erreichten 487'515 Bewegungen (+1,7 Prozent).
Bemerkenswert sei dabei, dass der Verkehr stark geschwankt habe, da viele Fluggesellschaften ihre Routen und Zeiten kurzfristig geändert hätten: «Nur rund 60 Prozent der Flüge hielten sich exakt an die ursprüngliche Planung», heisst es in der Mitteilung. Um auf diese Volatilität zu reagieren, öffnet die Schweizer Flugsicherung bei Bedarf und nach Möglichkeit zusätzliche Luftraumsektoren. Die beanspruche allerdings «die ohnehin knappen personellen Ressourcen» zusätzlich.
96,3 Prozent aller Flüge erreichten ihr Ziel innerhalb der definierten Zeitvorgaben. Die flugsicherungsbedingte Verzögerung lag im Durchschnitt bei 37 Sekunden pro Flug. Damit sei Skyguide deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von mehr als zwei Minuten geblieben. Der Löwenanteil der Verspätungen von 2025 ist auf das Wetter zurückzuführen und punktuell auf Kapazitätsengpässe.
Skyguide erzielte 2025 einen konsolidierten Gewinn von 55,2 Millionen Franken, während sie im Vorjahr noch rote Zahlen schrieb (-18,9 Mio. Franken). Für dieses Ergebnis ausschlaggebend waren insbesondere höhere Flugsicherungsgebühren: Skyguide erhöhte per Anfang 2025 die Tarife für Überflüge um 38 Prozent und Landungen um 24 Prozent. (bwe)
08:22 Uhr
Donnerstag, 5. März
US-Gericht: Unternehmen haben Anspruch auf Zoll-Rückzahlung

Die US-Regierung hat im Rechtsstreit um ihre Zölle eine weitere Niederlage kassiert. Ein Richter am Gericht für internationalen Handel in New York entschied, dass Importeure Anspruch auf Rückzahlungen für bereits entrichtete Zölle haben, die das oberste US-Gericht jüngst für unrechtmässig erklärt hatte. Kläger war in dem konkreten Fall ein Unternehmen aus dem Bundesstaat Tennessee.
Unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte Präsident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängt. Der Supreme Court erklärte diese Zölle in einer wegweisenden Entscheidung im vergangenen Monat für rechtswidrig. Das Gesetz erlaube es dem US-Präsidenten nicht, eigenständig Zölle zu verhängen, urteilten die Richterinnen und Richter. Ob die Regierung Zolleinnahmen an Importeure zurückzahlen muss, entschieden sie dabei nicht.
Mehrere Unternehmen, wie beispielsweise auch der US-Logistikkonzern Fedex, hatten daraufhin beim Gericht für internationalen Handel in New York Klagen gegen die Regierung eingereicht, um eine Rückerstattung bereits gezahlter Zölle durchzusetzen.
Bereits unmittelbar nach dem Urteil des Supreme Courts wurde mit einer Welle an Rückforderungen solcher Zölle gerechnet. Nach Berechnungen der University of Pennsylvania geht es für den US-Staatshaushalt um etwa 175 Milliarden US-Dollar. Das entspräche etwa 2,5 Prozent des US-Haushalts. (dpa)
09:00 Uhr
Donnerstag, 5. März
Währungsverluste für Bossard
Bossard spürt die Währungsturbulenzen. Das Zuger Verbindungstechnik- und Logistikunternehmen weist für 2025 einen Konzerngewinn von 74,6 Millionen Franken aus, was im Vergleich zum Vorjahr (75,3 Mio.) einem leichten Rückgang entspricht. Das vergangene Geschäftsjahr sei durch ein herausforderndes Marktumfeld gekennzeichnet gewesen, das insbesondere von geopolitischen Unsicherheiten und Zollthemen beeinflusst wurde, heisst es in einer Mitteilung. Zusätzlich habe sich die deutliche Aufwertung des Frankens gegenüber den meisten Währungen negativ auf das Gruppenergebnis ausgewirkt. Der Gruppenumsatz stieg vor allem dank Zukäufen gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf etwas mehr als 1 Milliarde Franken. In Lokalwährung wäre der Umsatz um 12,2 Prozent gestiegen. (mim)
10:00 Uhr
Mittwoch, 4. März
CH Media und RTL kooperieren
Der Schweizer Streaming-Anbieter Oneplus ergänzt sein Angebot ab dem 23. März um die Inhalte von RTL+. Dazu gehören laut einer Mitteilung vom Dienstag neben Reality-Formaten wie «Are You The One?» oder «Temptation Island» auch Serien wie «Sisi» und Shows wie «Let's Dance». Oneplus bündelt neben den eigenen Inhalten und jenen der deutschen Streaming-Plattform RTL+ auch jene von Paramount+ und vereint damit drei Dienste in einer App. Die Preise werden gleichzeitig auf 14.90 Franken pro Monat oder 149 Franken im Jahresabo erhöht.
Oneplus ist ein Streamingdienst von CH Media, zu dem auch dieses Portal gehört. Neben Eigenproduktionen wie «Buddy Bucket List» oder «Adieu Heimat – Schweizer wandern aus» gehören auch Dokumentationen und Hollywood-Filme wie «Mission Impossible: The Final Reckoning» oder Serien wie «Star Trek: Starfleet Academy» zum Angebot. Wolfgang Elsässer, der Leiter TV National von CH Media, wird damit zitiert, dass mit der Aggregationsstrategie das Ziel vorangetrieben werde, zur führenden Streaming-Plattform der Schweiz zu werden. (ehs)
09:16 Uhr
Mittwoch, 4. März
Nestlé eröffnet Tierfutter-Fabrik in Brasilien

Der Westschweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat in Vargeão, Brasilien, eine neue Fabrik eröffnet, um die Nassfutter-Produktion für Katzen und Hunde auszubauen. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch gehört Brasilien zu den grössten Tierfuttermärkten der Welt mit rund 110 Millionen Haustieren. Zudem wird die Fabrik auch für den Export produzieren.
Der Standort Vargeão ist mit 370 Millionen Franken die bislang grösste Investition in Brasilien der Nestlé-Tierfuttersparte Purina. In den vergangenen Jahren verzeichnete Purina in Brasilien ein zweistelliges Wachstum. Das Tierfutter-Geschäft wurde vom neuen Nestlé-Chef Philipp Navratil zuletzt zu einer seiner vier zentralen Strategiesäulen erkoren. (bwe)
08:25 Uhr
Mittwoch, 4. März
Dormakaba kauft in München zu

Der Zürcher Schliesstechnik-Konzern Dormakaba setzt seine Übernahme-Strategie fort. Die Firma, bekannt auch für gewöhnliche Schlüssel und Haustürschlösser, übernimmt das kleine deutsche Unternehmen Any2any mit Sitz in München. Dabei handelt es sich um eine Softwareplattform für mobile Zugangsberechtigungen, so genannte Mobile Wallet Credentials. Dormakaba hatte bereits eine Minderheitsbeteiligung, vollzieht nun aber die komplette Übernahme. Any2any zählt laut einer Mitteilung vom Mittwoch rund 10 Angestellte. Finanzielle Details zum Deal sind nicht bekannt. (bwe)
19:03 Uhr
Dienstag, 3. März
Trump bekräftigt 15 Prozent Zoll auf US-Importe für alle
US-Präsident Donald Trump hat seine Absicht zur Einführung eines weltweiten Zolls auf Importe in die USA von 15 Prozent bekräftigt. Diesen könne er bis zu fünf Monate lang erheben, sagte er beim zweiten bilateralen Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Oval Office seit seinem Amtsantritt.
Zudem untersuche seine Regierung weiter die Möglichkeit unterschiedliche Zölle für unterschiedliche Länder zu erheben, sagte Trump weiter - und witzelte dann an den ebenfalls im Oval Office anwesenden US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer gewandt: «Wie behandeln wir Deutschland? Ich denke, bei denen solltest du sehr, sehr hart zuschlagen.»
Seit vergangener Woche erhebt die US-Regierung auf viele Importe einen globalen Zoll in Höhe von zehn Prozent. Bereits zuvor hatte Trump 15 Prozent in Aussicht gestellt, eine entsprechende Anordnung lässt aber weiter auf sich warten. Grundlage für die bisherigen zehn Prozent ist ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974, das maximal 15 Prozent Zölle für eine Maximaldauer von 150 Tagen vorsieht. Danach bräuchte Trump die Einwilligung des Kongresses.
Die Trump-Regierung hatte jüngst vor dem Obersten Gerichtshof der USA eine herbe Niederlage erlitten. Der Supreme Court entschied, dass viele seiner Zölle in der bisherigen Form illegal sind. Darunter fiel auch ein anderer 15-Prozent-Zoll. Trump hatte die Zölle unter Berufung auf ein Notstandsgesetz am Parlament vorbei verhängt - und damit laut dem Gericht seine Befugnisse überschritten. (dpa)
15:29 Uhr
Dienstag, 3. März
Keine Pause bei der Rückerstattung der US-Strafzölle
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump ist mit ihrem Versuch, die Rückerstattung der illegal einkassierten Strafzölle auf die lange Bank zu schieben, vorerst gescheitert. Ein Berufungsgericht lehnte am Montag einen entsprechenden Antrag ab. Die Regierung hatte nach dem Urteil des Supreme Court eine Pause von 90 Tagen gefordert. Das Urteil hat zur Folge, dass sich nun das zuständige Spezialgericht (Court of International Trade) mit der Frage beschäftigen kann, wie die Milliarden von Dollar an Importeure und ausländische Unternehmen rückerstattet werden können. Bereits sind Hunderte von entsprechenden Klagen bei diesem Bundesgericht hängig – darunter auch solche der Schweizer Firmen Stöckli und Logitech.
Trump selbst hatte vorige Woche angetönt, dass er den Supreme Court vielleicht darum bitten wird, das Strafzoll-Urteil noch einmal zu überprüfen. Ein solcher Rückkommensantrag ist zwar rechtlich zulässig, in der Praxis aber fast immer erfolglos. Die entsprechende Frist läuft Mitte März ab. (rr)
14:15 Uhr
Dienstag, 3. März
3 Milliarden Franken: On erzielt Rekordumsatz

Der Zürcher Sportausrüster On macht weiterhin grosse Schritte bei der Umsatzentwicklung. Im vergangenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz um 30 Prozent auf 3 Milliarden Franken – ein neuer Rekord für die Firma, an der Ex-Tennis-Spieler Roger Federer beteiligt ist. Auf Basis konstanter Wechselkurse betrug das Plus sogar 35,6 Prozent.
Auch die Profitabilität erreichte laut einer Mitteilung vom Mittwoch neue Höchststände: So kletterte die Bruttogewinnmarge auf 62,8 Prozent und die bereinigte Ebitda-Marge auf 18,8 Prozent – trotz der Belastung der US-Zölle. Dass der Reingewinn derweil von 317 auf 266 Millionen Franken gesunken ist, erklärt Hoffmann einzig und allein mit Währungseffekten, insbesondere der Schwächung des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken.
Wie Firmenchef Martin Hoffmann im Gespräch mit Medien sagt, hat On die Umsätze in allen Märkten steigern können. «In Asien betrug das Wachstum über 100 Prozent.» In den dortigen Ländern wie China oder Japan habe man die Umsätze mehr als verdoppeln können. In Europa betrug das Wachstum 35 Prozent, was laut Hoffmann einer Beschleunigung gegenüber den Vorjahren gleichkommt. Im Markt «Americas» betrug das On-Umsatzwachstum derweil 23 Prozent.
Erstmals seit längerem resultierte auch im Heimmarkt wieder ein kleines Wachstum, mit dem man allerdings noch nicht zufrieden sei, so Hoffmann. Deshalb habe man zuletzt den Fokus auf die Schweiz gestärkt, unter anderem mit dem Engagement von Fussball-Nati-Star Sydney Schertenleib als Markenbotschafterin und als Ausrüstungspartner von Swiss Olympic.
Ebenfalls zum hiesigen Plus beigetragen hat der im vergangenen Jahr neu eröffnete Flagship-Store am Zürcher Limmatquai. Dieser sei auch wichtig, um On nicht nur als Schuh- sondern auch als Kleiderverkäufer bekannt zu machen. Das Bekleidungsgeschäft macht inzwischen 7 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Inzwischen zählt On rund 70 eigene Geschäfte auf der Welt. Allein letztes Jahr kamen 18 hinzu, und dieses Expansionstempo wolle man auch 2026 beibehalten, sagt Hoffmann.
Zwei dieser Geschäfte befinden sich in der Krisenregion rund um den Iran, eines in Riad in Saudi-Arabien und eines in Kuwait. Die Sicherheit der Teams vor Ort habe oberste Priorität, so Hoffmann. Er schätzt jedoch den direkten Einfluss des Kriegs auf das Geschäft vorläufig als «eher gering» ein. Klar sei aber, dass man generell auf eine gute Konsumentenstimmung angewiesen sei und dass man erfahrungsgemäss Probleme in den internationalen Lieferketten irgendwann zu spüren bekomme, auch wenn man in diesem Fall nur ein kleiner Teil der On-Ware über die Krisenregion transportiert werde.
Insgesamt zählt On weltweit über 4000 Angestellte, davon 1200 am Hauptsitz in Zürich. (bwe)
15:06 Uhr
Dienstag, 3. März
Minus bei Auto-Neuzulassungen, Plus bei Plug-in-Hybriden
Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und Liechtenstein bleibt 2026 im Rückwärtsgang. Im Februar sanken die Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,2 Prozent auf 15'697 Fahrzeuge, teilte der Branchenverband Auto-Schweiz mit.
Bei den Antrieben zeigt sich eine unterschiedliche Dynamik: Während klassische Verbrenner wie Diesel drastisch einbrachen (-26,8 Prozent) und auch reinelektrische Autos 8,5 Prozent einbüssten, legten Plug-in-Hybride deutlich zu. Sie verzeichneten als einzige Kategorie ein Plus von 25,1 Prozent auf 1829 Fahrzeuge.
Der Verband macht für die rückläufigen Zahlen neben einer typischen Gegenbewegung zum Jahresende auch eine CO₂-Überregulierung verantwortlich. Der strukturelle Wandel zeige sich laut Auto-Schweiz-Direktor Thomas Rücker besonders im deutlichen Rückgang der Dieselfahrzeuge. Die Erneuerung des Fahrzeugbestands bleibe zentral, um die CO₂-Emissionen weiter zu senken. (tik)
13:45 Uhr
Dienstag, 3. März
Bucher: Mehr Gewinn dank Grundstückverkauf
Bucher Industries aus dem zürcherischen Niederweningen hat 2025 weniger umgesetzt. Der Nettoumsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken, teilte der Hersteller von Landmaschinen und Gemeinde-Fahrzeugen mit.
Dass der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit mit 281 Millionen Franken (-0,4 Prozent) dennoch nahezu stabil blieb, verdankt das Unternehmen einem Sondereffekt: In diesem Resultat ist ein Einmalgewinn von 43 Millionen Franken aus einem lukrativen Grundstücksverkauf enthalten. Unter dem Strich verbesserte sich der Reingewinn dadurch sogar leicht um 3,4 Prozent auf 235 Millionen Franken.
Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 11 Franken pro Aktie erhalten. Zudem kommt es zu einem Wechsel an der Spitze: Stefan Scheiber soll Urs Kaufmann als Verwaltungsratspräsident ablösen. (tik)
08:07 Uhr
Dienstag, 3. März
Neuer Nachtzug durch die Schweiz
Das belgisch-niederländische Start-up European Sleeper lanciert am 9. September einen neuen Nachtzug von Brüssel nach Mailand. Dieser wird auch Bahnhöfe in der Schweiz bedienen, nämlich Zürich, Arth-Goldau SZ, Göschenen UR sowie die drei Tessiner Städte Bellinzona, Lugano und Chiasso. Der Zug wird dreimal wöchentlich pro Richtung verkehren. Der Ticketverkauf startet am 17. März, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.
Ursprünglich hatte das Unternehmen geplant, den Zug via Bern und Simplon-Route fahren zu lassen. Damit hätte die Bundesstadt seit vielen Jahren wieder eine Nachtzug-Anbindung erhalten. In der Mitteilung heisst es, diese Linienführung sei wegen Bauarbeiten nicht möglich gewesen (CH Media berichtete). Die neue Route via Gotthard mit einem Stopp in Göschenen bringe aber «neue Möglichkeiten», etwa dank der Anbindung an Skigebiete. Die ursprünglich geplante Lancierung für den Sommer musste wegen Bauarbeiten auf dem deutschen Teil und dem Zulassungsprozess in der Schweiz - ein Land, in dem European Sleeper noch nicht aktiv ist - auf später verschoben werden.
Ab 2027 soll der Zug auf dem nördlichen Ast aufgeteilt werden. Ein Teil soll bis Brüssel verkehren, ein anderer bis Amsterdam. Ab Zürich und Basel verkehrt allerdings bereits heute ein Nachtzug der ÖBB und SBB nach Amsterdam. (ehs)
10:07 Uhr
Montag, 2. März
Abflug im Swiss-Verwaltungsrat

Nach zehn Jahren im Verwaltungsrat der Swiss, geprägt von der Coronakrise und der Stabilisierung des Unternehmens, tritt Doris Russi Schurter Ende März aus dem Gremium aus. Dies gibt die Lufhtansa-Tochter am Montag bekannt. Ein besonderes Anliegen sei Russi Schurter stets der Erhalt und die Weiterentwicklung der Swissness bei der Airline gewesen. Der Verwaltungsrat hat den Prozess zur Regelung der Nachfolge aufgenommen. Russi Schurter präsidierte von 2018 bis 2022 die Versicherung Helvetia, und von 2017 bis 2021 die Luzerner Kantonalbank. (bwe)
07:37 Uhr
Montag, 2. März
SNB macht weniger Gewinn
Die Schweizerische Nationalbank hat für 2025 einen Gewinn von 26,1 Milliarden Franken ausgewiesen, was im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um rund zwei Drittel entspricht. Die Währungshüter profitierten vom steigenden Goldpreis. Auf dem unveränderten Goldbestand von 1040 Tonnen ergab der Preissprung des vergangenen Jahres einen Bewertungsgewinn von 36,3 Milliarden Franken. Zum Vergleich: 2024 waren es 21,2 Milliarden Franken gewesen. Der Verlust auf den Frankenpositionen betrug rund 900 Millionen Franken, wie die SNB weiter mitteilt. Auf Fremdwährungspositionen betrug der Verlust 8,8 Milliarden.
Der Bilanzgewinn ermöglicht eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgelegten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von insgesamt 4 Milliarden Franken, wie bereits bekannt ist. Der auszuschüttende Betrag geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve 22,3 Milliarden betragen. (mim)
08:35 Uhr
Montag, 2. März
Raiffeisen trennt sich fast vollständig von Leonteq-Investment
Raiffeisen Schweiz hat sich laut einer Mitteilung von einem Grossteil ihrer Beteiligung am Derivateanbieter Leonteq getrennt. Die Retailbankengruppe hat 22,7 Prozent der Anteile verkauft: 16,2 Prozent hat Raiffeisen Schweiz an die H21 Macro verkauft. Hinter H21 Macro steht der Hedgefonds-Manager Rainer-Marc Frey. Er hielt per 31. Dezember des vergangenen Jahres bereits 7,1 Prozent an Leonteq. Künftig wird er also fast einen Viertel der Leonteq-Aktien halten. Weitere 6,5 Prozent der Aktien verkauft Raiffeisen an vier Privatinvestoren. Damit reduziert Raiffeisen Schweiz ihre Beteiligung an Leonteq von 29,7 auf 7 Prozent.
Zur Begründung schreibt ein Raiffeisen-Sprecher auf Anfrage, man betrachte die Beteiligung schon seit längerer Zeit als reine Finanzbeteiligung. Nach dem Auslaufen des Aktionärsbindungsvertrags seien die jetzigen Käufer an Raiffeisen herangetreten.
In der Mitteilung schreibt die Bank, sie beende mit diesen Transaktionen die Rolle als Ankeraktionärin und fokussiere sich auf die operative Zusammenarbeit mit Leonteq. Der Kooperationsvertrag von Raiffeisen Schweiz mit Leonteq sei nicht betroffen und laufe weiterhin bis im März 2030. Der Abschluss der Transaktionen steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden und soll spätestens im dritten Quartal 2026 erfolgen. (mim)
12:09 Uhr
Montag, 2. März
Referenzzinssatz bleibt unverändert
Der hypothekarische Referenzzinssatz beträgt 1,25 Prozent und verbleibt damit auf demselben Stand wie der letztmals publizierte Satz, teilt das Bundesamt für Wohnungswesen mit. Das bedeutet für Mieterinnen und Mieter: Wenn der Mietzins noch auf einem Referenzzinssatz von 1,5 Prozent oder höher beruht, besteht grundsätzlich weiterhin ein Senkungsanspruch. Meistens gibt der Mietvertrag oder die letzte Anzeige der Mietzinsanpassung Auskunft über die Höhe des Referenzzinssatzes, welcher dem aktuellen Mietzins zugrunde liegt. Von diesen Regeln ausgenommen sind Mietverträge mit indexierten oder gestaffelten Mietzinsen sowie Umsatzmieten bei Geschäftsräumen. Bei geförderten Wohnungen gilt häufig auch eine besondere Regelung. (mim)
15:38 Uhr
Freitag, 27. Februar
MBaer Merchant Bank in Liquidation
Die MBaer Merchant Bank ist am Ende. Die Zürcher Bank, die gemäss US-Behörden mutmasslich Geldgeschäfte mit Verbindungen zu Russland und dem Iran abgewickelt haben soll, befindet sich seit einigen Wochen auch im Visier der Finanzmarktaufsicht (Finma). Nun teilt die Behörde mit, dass die MBaer Merchant Bank die Beschwerde gegen das Finma-Verfahren zurückgezogen hat, womit die Liquidationsanordnung der Finma wirksam wird.
In einem bereits vor drei Wochen abgeschlossenen Enforcementverfahren der Finma gegen die Bank, das bis zuletzt vor dem Bundesverwaltungsgericht hängig war, hatte die Finma der Bank die Bewilligung entzogen. Die Finma hat gemäss einer Mitteilung «schwere, systematische Mängel bei der Einhaltung der Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung der Geldwäscherei, in der Verwaltungsorganisation und im Risikomanagement der Bank» festgestellt. Diese Mängel betrafen insbesondere auch den Umgang mit Kundinnen und Kunden, die von der Schweiz oder international sanktioniert wurden. Die Bank ermöglichte es Kundinnen und Kunden, behördliche Vermögenssperren zu umgehen, so die Finma.
Die Mbaer Merchant Bank erhielt die Banklizenz erst 2018. Gegründet wurde sie von Mike Bär, Urenkel des Gründers der Julius Bär. (mim)
14:09 Uhr
Freitag, 27. Februar
24,9 Millionen: Kritik an Novartis-Cheflohn
Es ist ein Lohn, wie ihn die Schweiz schon länger nicht mehr gesehen hat: Novartis-Chef Vas Narasimhan streicht für das vergangene Jahr 24,9 Millionen Franken ein. An der anstehenden Generalversammlung des Pharmakonzerns am 6. März wird das Top-Salär für emotionale Voten sorgen. Die Stiftung Ethos empfiehlt, den Chef-Lohn wie auch die Saläre der Konzernleitung abzulehnen. Narasimhans Lohn entspreche dem 295-fachen des Schweizer Medianlohns, schreibt Ethos. Der Konzern habe zwar gute Zahlen geschrieben. Dennoch halte man das Vergütungsniveau für «unverhältnismässig». Den Vergütungsbericht ebenfalls zur Ablehnung empfehlen die Aktionärsvertreter von Actares. (mpa)
15:53 Uhr
Freitag, 27. Februar
Zwei Schwergewichte für UBS-Verwaltungsrat
Im Verwaltungsrat der UBS kommt es zu gewichtigen Neuzugängen. Agustín Carstens soll an der Generalversammlung im April 2026 ins Aufsichtsgremium gewählt werden. Carstens war von 2017 bis Juni 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit Sitz in Basel. Zuvor war er von 2010 bis 2017 Gouverneur der Zentralbank von Mexiko. Zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen wird auch Luca Maestri. Er ist derzeit Vizepräsident Corporate Services bei Apple und berichtet direkt an den CEO. Zuvor war er mehr als ein Jahrzehnt Finanzchef von Apple.
Die bisherigen Verwaltungsräte William Dudley und Jeanette Wong haben sich entschieden, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten. (mim)
06:54 Uhr
Freitag, 27. Februar
Holcim wächst nur im Zementgeschäft
Der SMI-Konzern Holcim hat im vergangenen Jahr aus einem Umsatz von 3,8 Milliarden Franken einen wiederkehrenden Betriebsgewinn von 601 Millionen Franken gezogen. Die starke Aufwertung des Frankens und andere Effekte führten in Franken aber zu einem Rückgang der Verkäufe zum Vorjahr um 4,8 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen ist der Konzern aber dennoch vorangekommen, um 4,3 Prozent aus eigener Kraft.
Was auffällt: Holcim hat 2025 nur im Geschäft mit Zement und Zusatzstoffen höhere Verkäufe erzielt. Im sogenannten «Building-Solutions-Geschäft», in dem andere Baumaterialien und Lösungen angeboten werden, resultierte ein Rückgang des selbst erarbeiteten Umsatzes um 1,6 Prozent auf 5,9 Milliarden. Der frühere Holcim-Chef Jan Jenisch hatte Building Solutions mit zahlreichen Übernahmen zu einem zweiten Standbein ausgebaut.
Unter dem Strich hat Holcim 2025 387 Millionen oder 73 Prozent weniger als im Vorjahr verdient. Diesen Rückgang erklärt Holcim vor allem mit einem buchhalterischen Ereignis. Der 2025 erfolgte Ausstieg aus dem nigerianischen Markt machte eine Abschreibung des dortigen Unternehmenswertes in Höhe von 1,38 Milliarden nötig. Diese sei aber hauptsächlich der abgeschwächten nigerianischen Währung geschuldet und weder relevant für das Geldeinkommen noch für das Eigenkapital. Tatsächlich hat Holcim 2025 freie Mittel in Höhe von 2,2 Milliarden Franken erarbeitet, aus denen die Dividende von 1,7 Franken pro Aktie bezahlt wird. (dz)
07:30 Uhr
Freitag, 27. Februar
Mehr Gewinn für Swiss Re
Der Rückversicherer Swiss Re hat seinen Konzerngewinn 2025 um 47 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar gesteigert. Grund dafür ist unter anderem die relativ geringe Anzahl von Grossschäden infolge von Naturkatastrophen im vergangenen Jahr. Der Versicherungsumsatz der Gruppe belief sich auf 43,1 Milliarden Dollar, verglichen mit 45,6 Milliarden im Vorjahr. (mim)
02:45 Uhr
Freitag, 27. Februar
Paramount gewinnt Bieterwettkampf um CNN-Mutterkonzern
Das Medienhaus Paramount Skydance, zu dem auch der Fernsehsender CBS gehört, hat das Ringen um Warner Bros. Discovery (WBD) gewonnen. Am Donnerstag verzichtete Netflix darauf, das bisherige Gebot für WBD zu erhöhen. Damit erhält Paramount, das umgerechnet 111 Milliarden Dollar bezahlen will, wohl den Zuschlag.
Zu WBD gehört nicht nur das traditionsreiche Filmstudio Warner Bros., sondern auch der Nachrichtensender CNN und der Unterhaltungskanal HBO. Prägende Figur des Konzerns ist der 43 Jahre alte David Ellison. Sein Vater Larry, der Multimilliardär und Co-Gründer von Oracle, steht Präsident Donald Trump nahe. Branchenbeobachter befürchten deshalb nun, dass der neue Eigentümer das Programm des Nachrichtensenders CNN anpassen will. (rr)
10:13 Uhr
Donnerstag, 26. Februar
Beschäftigung steigt, aber CS-Aus hinterlässt Spuren
Im 4. Quartal 2025 ist die Gesamtbeschäftigung in der Schweiz im Jahresvergleich um 0,2 Prozent angestiegen. Das teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mit. Nicht in den Zahlen enthalten ist die Landwirtschaft. Saisonbereinigt zum Vorquartal resultierte ebenfalls ein Plus von 0,2 Prozent. Gleichzeitig hätten die Unternehmen 4,3 Prozent weniger offene Stellen gemeldet als im Vorjahresquartal. Die Schwierigkeiten, Fachpersonen zu rekrutieren, hätten sich wenig verändert. Die Beschäftigungsaussichten seien positiv, so das BFS. Insgesamt zählte die Schweiz Ende vergangenen Jahres 4,327 Millionen Vollzeitstellen, 10'800 mehr als vor einem Jahr.
In den Zahlen der vergangenen Monate zeigen sich erstmals das Aus der Grossbank Credit Suisse und der damit verbundene Stellenabbau, der besonders die Stadt Zürich traf. Nachdem die Zahl der Vollzeitstellen dort im 1. Quartal 2024 den Rekordwert von 421'400 erreicht hatte, sank sie bis Mitte 2025 stetig auf 408'900. Alleine im 1. Quartal 2025 gingen in der Stadt 5000 Vollzeitstellen verloren, der stärkste Rückgang innert eines Quartals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2003. Seit dem 3. Quartal 2025 erholt sich der Stadtzürcher Arbeitsmarkt allerdings wieder auf zuletzt 414'500 Vollzeitstellen, wie eine Spezialauswertung des BFS zeigt.
Per Ende 2025 war der Kanton Zürich mit 878'100 Vollzeitstellen die grösste Region in Sachen Beschäftigung, gefolgt von der Genferseeregion (Kantone VD, GE und VS) mit 873'900 Vollzeitstellen und der Region Espace Mittelland (Kantone BE, FR, JU, NE und SO) mit 847'100 Vollzeitstellen. Im Jahresvergleich war diese Zahl im Kanton Zürich, in der Region Espace Mittelland, in der Region Zentralschweiz (Kantone LU, NW, OW, SZ, UR und ZG) und im Kanton Tessin rückläufig. Zulegen konnten die Genferseeregion, die Region Nordwestschweiz (Kantone AG, BL und BS) sowie die Ostschweiz (Kantone AR, AI, GL, GR, SG, SH und TG). (ehs)
09:20 Uhr
Donnerstag, 26. Februar
Emmi steigert Umsatz und Gewinn

Der Schweizer Milchverarbeiter Emmi konnte im vergangenen Jahr sein organisches Umsatzwachstum um 4,3 Prozent steigern. Das Wachstum kam im Schweizer Heimmarkt zustande, sowie in den Ländern Brasilien, Chile und Mexiko. Ebenfalls positiv entwickelt hat sich der Verkauf der Caffè-Latte-Getränke, von Desserts sowie Spezialitätenkäse. Der Gesamtumsatz stieg um 9,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken. Dazu beigetragen haben auch Akquisitionseffekte von 7,9 Prozent. Negativ beeinflusst wurde das Resultat durch Währungseffekte in der Höhe von 3,1 Prozent.
Unter anderem dank Effizienzprogrammen habe man die Auswirkungen der Währungseinflüsse sowie der US-Zölle allerdings in Grenzen halten können, teilt Emmi am Donnerstag mit. Der Reingewinn des Konzerns mit Sitz in Luzern stieg von 220 auf 227 Millionen Franken – ein Plus von 3,2 Prozent. Die Dividende soll um 1 Franken auf 17.50 Franken pro Aktie erhöht werden. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Emmi ein organisches Wachstum von 1 bis 3 Prozent. (bwe)
09:14 Uhr
Donnerstag, 26. Februar
Alpiq: Gewinneinbruch wegen AKW-Stillstand
Der Stromkonzern Alpiq hat 2025 mit 5,92 Milliarden Franken rund 13 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis (Ebit) hat sich praktisch halbiert auf 442 Millionen Franken, der Gewinn ebenso auf 310 Millionen Franken. Den Einbruch erklärt Alpiq unter anderem mit «dem ungeplanten, längeren Stillstand» des AKW Gösgen. Dies belaste das Ergebnis mit 149 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das AKW Gösgen steht seit dem 24. Mai 2025 still und soll am 21. März 2026 wieder ans Netz gehen.
Alpiq spricht dennoch von einem «robusten Ergebnis». Das bereinigte Betriebsergebnis liege zwar unter den «sehr starken Ergebnissen von 2023 und 2024», übertreffe aber die früheren Jahre. (fv)
08:10 Uhr
Donnerstag, 26. Februar
Ranking: Schweizer Spitäler verbessern sich
Jedes Jahr veröffentlicht das US-Nachrichtenmagazin «Newsweek» zusammen mit dem Datenanbieter Statista ein Ranking der besten Spitäler weltweit. In der nun veröffentlichten Ausgabe für das Jahr 2026 verbesserten mehrere Schweizer Kliniken ihre Position. Das Universitätsspital Zürich liegt neu auf Rang 9 (Vorjahr: 10), das Genfer Universitätsspital (HUG) kletterte von Rang 53 im Vorjahr auf Rang 15 und die Klinik Hirslanden Zürich verbesserte sich um 9 Plätze auf Position 56.
Vorwärts ging es auch für das Inselspital Bern, das neu Platz 131 einnimmt (Vorjahr: Platz 152). Gleich wie noch 2025 platziert ist das Lindenhofspital Bern (Rang 123), etwas verloren haben das Universitätsspital Basel, das von Rang 12 auf den Rang 23 abrutschte, und das Lausanner Universitätsspital (CHUV), das neu den 21. Platz erhält (Vorjahr: 15).
Das Ranking umfasst über 2500 Spitäler aus 32 Ländern. Unter anderem werden standardisierte Qualitätsdaten ausgewertet, aber auch, wie oft Kliniken von medizinischem Personal weiterempfohlen werden und wie zufrieden die Patientinnen und Patienten sind. (ehs)
08:10 Uhr
Mittwoch, 25. Februar
Sandoz legt deutlich zu

Der Basler Generikakonzern Sandoz erzielte letztes Jahr einen Umsatz von 11,08 Milliarden Dollar. Das entspricht währungsbereinigt einem Plus von 5 Prozent. Der Hauptteil der Einnahmen entfiel auf Generika. Ein immer wichtigerer Teil sind für Sandoz Biosimilars. Dort wuchsen die Verkäufe um 13 Prozent. Biosimilars sind Kopien von biotechnologisch hergestellten Medikamenten. Den Gewinn vor Steuern (Ebitda) beziffert Sandoz auf 2,4 Milliarden Dollar (+13 Prozent). Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich und einer weiteren Ebitda-Margenverbesserung von 1 Prozentpunkt. (mpa)
11:04 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Mehr Umsatz im öffentlichen Verkehr
Der öffentliche Verkehr hat im Jahr 2025 mit dem Verkauf von Billetten und Abos einen Umsatz von 7,04 Milliarden Franken erzielt. Das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Branchenorganisation Alliance Swisspass am Dienstag mitteilt. Davon entfielen 4,46 Milliarden Franken auf den sogenannten Nationalen Direkten Verkehr, also Billette über einzelne Regionen hinaus, und 2,58 Milliarden Franken auf regionale Verbünde.
Insgesamt wurden 295 Millionen Fahrausweise verkauft. Die Anzahl der Halbtax-Abos stieg erneut von 3,33 auf 3,45 Millionen Stück. Die Zahl der General-Abos (GA) sank hingegen von 425'000 im Vorjahr auf rund 423'000. Der Höchststand mit 447'000 wurde 2023 erreicht. Der Rückgang bei den GA dürfte mit der Lancierung des Halbtax Plus Ende 2023 zu tun haben. Dieses erfreut sich laut der Mitteilung ungebrochener Beliebtheit: Ende 2025 waren 190'283 Stück im Umlauf. (ehs)
10:49 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Spuhler wird Ehrenpräsident, Fruithof übernimmt Doppelmandat
Die Aebi-Schmidt-Gruppe hat 2025 den Umsatz um 2 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar gesteigert, wie der Schweizer Hersteller von Spezialfahrzeugen am Dienstag bekannt gab. Das angestammte Aebi-Geschäft legte demnach um 6 Prozent zu und konnte den Rückgang bei den US-Aktivitäten von der übernommenen Shyft-Gruppe überkompensieren. Der Auftragseingang hat laut Aebi Schmidt mit 1,2 Milliarden Dollar einen neuen «Rekordwert» erreicht. Für 2026 erwartet Aebi Schmidt einen Zuwachs beim Umsatz wie auch beim Betriebsergebnis («adjusted Ebitda»).
Beim Industriebetrieb kommt es zudem zu personellen Wechseln an der Spitze. Hauptaktionär Peter Spuhler tritt aus dem Verwaltungsrat zurück und wird Ehrenpräsident. Barend Fruithof übernimmt zum Chefposten zusätzlich das Verwaltungsratspräsidium. (fv)
10:24 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Lidl testet Plastik- und Getränkekarton-Rücknahme

Vor einem Jahr lancierte die Branchenorganisation Recypac ein neues Sammelsystem für Getränkekartons und Plastikflaschen, zum Beispiel von Waschmittel oder Shampoos. Der neue, violette Sammelsack trägt den Namen Recybag.
Bei der Gründung der Organisation war auch der Discounter Lidl Schweiz dabei, so wie auch Migros, Nestlé, Coop oder Emmi. Der deutsche Detailhändler verkaufte zwar den Sack, beteiligte sich im Gegensatz zu den orangen Grossverteilern nicht an der Sammlung in den teilnehmenden Städten.
Nun testet Lidl die Rücknahme in vier Filialen, wie Sprecherin Vanessa Meireles gegenüber CH Media bestätigt. Dabei handelt es sich um die Geschäfte in den drei Zürcher Gemeinden Wädenswil, Schlieren und Horgen, sowie Schaffhausen. Das Pilotprojekt sei bereits im Januar 2026 gestartet, sagt Meireles. «Nach Abschluss dieser Testphase wird Lidl Schweiz eine detaillierte Bilanz ziehen, um über einen möglichen Rollout zu entscheiden.»
Weshalb die Rückgabe des kostenpflichtigen Sacks im Gegensatz zur Konkurrenz nicht von Anfang an möglich war, erklärt die Sprecherin mit «logistischen und strukturellen Herausforderungen in den Filialen». Denner und Aldi beteiligens ich bisher nicht an der Rücknahme. (bwe)
14:34 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Starker Franken belastet Oerlikon
Der Industriekonzern Oerlikon leidet als exportorientiertes Unternehmen unter dem starken Franken. Der Umsatz sank um 4,3 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken. Währungsbereinigt wäre der Umsatz allerdings stabil geblieben, wie das Unternehmen mit Sitz in Pfäffikon SZ mitteilt. Nach dem Verkauf der Tochterfirma Barmag setzt sich der Umsatz nur noch aus den Bereichen Surface Solutions und HRSflow zusammen. Der operative Betriebsgewinn (Ebitda) nahm um knapp 11 Prozent auf 271 Millionen Franken ab. Unter dem Strich ergab sich ein Verlust von 14 Millionen Franken, aus den fortgeführten Geschäften waren es 51 Millionen. (mim)
14:16 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Fedex klagt auf Rückerstattung von Trump-Zöllen
Der US-Logistikkonzern Fedex dringt mit einer Klage gegen die Regierung von Präsident Donald Trump auf eine Rückerstattung bereits gezahlter Zölle. Es geht dabei um die Importgebühren, die der Oberste Gerichtshof jüngst als unrechtmässig eingestuft hat. Man verlange die «vollständige Rückzahlung» aller gezahlten Zölle, die auf dem IEEPA genannten Notstandsgesetz fussten, heisst es in der beim Gericht für internationalen Handel in New York eingereichten Klage.
Fedex reagierte mit der Klage auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts vom vergangenen Freitag. Unter Berufung auf das Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängt. Der Supreme Court erklärte diese Zölle für rechtswidrig. Das Gesetz erlaube es dem US-Präsidenten nicht, eigenständig Zölle zu verhängen, urteilten die Richterinnen und Richter. Ob die Regierung Zolleinnahmen an Importeure zurückzahlen muss, entschieden sie nicht. Das müssen nun andere Gerichte klären. (dpa)
07:00 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Galenica schliesst Produktion in Interlaken – bis zu 170 Jobs betroffen
Kahlschlag beim Gesundheitskonzern Galenica: Die Tochterfirma Bichsel beabsichtigt den Abbau von 170 Stellen. Bichsel, ein Hersteller pharmazeutischer Produkte mit Sitz in Interlaken, plant die Aufgabe der Produktionssparte bis spätestens Ende 2026. Grund dafür sei die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit dieses Spezialgeschäfts, heisst es in einer Mitteilung. Galenica hatte das Unternehmen im Jahr 2019 übernommen.
Verschiedene Massnahmen zur Steigerung der Ertragslage hätten über die letzten Jahre keine ausreichende Wirkung erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. Galenica prüfte demnach nebst der Schliessung verschiedene Szenarien für die Herstellung bei ihrer Tochtergesellschaft, darunter auch eine Neuausrichtung des Geschäftsbereichs in Verbindung mit «wesentlichen Investitionen bis hin zu einem kompletten Neubau». Mit keinem Szenario lasse sich die Produktion längerfristig nachhaltig betreiben, betont das Unternehmen. Aufgrund des Zustands der Anlage sei zudem auch ein Verkauf nicht möglich.
Galenica rechnet als Folge der beabsichtigten Produktionsschliessung damit, dass bis spätestens Ende 2026 bis zu 170 Stellen in der Produktion und dem Vertrieb von Bichsel betroffen sind. Das Konsultationsverfahren wurde eröffnet. Galenica werde die Mitarbeitenden «eng begleiten, die Auswirkungen möglichst verträglich gestalten und ihre soziale Verantwortung wahrnehmen», so die Mitteilung.
Sofern Kündigungen unumgänglich seien, werde ein Sozialplan zur Anwendung kommen, der neben finanzieller Unterstützung auch Angebote für die berufliche Weiterorientierung vorsehe und eine Härtefallregelung beinhalten werde. Auch Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten innerhalb des Galenica-Netzwerks werden geprüft. Der Abschluss des Konsultationsverfahrens wird voraussichtlich Mitte März 2026 erwartet. Der finale Entscheid zur Schliessung sowie die definitive Anzahl betroffener Stellen ist abhängig vom Ausgang des Konsultationsverfahrens. (mim)
09:57 Uhr
Montag, 23. Februar
Zoll-Urteil in USA: Nestlé schliesst sich Klagen vorerst nicht an
Nach dem Zollurteil des Supreme Court fordern verschiedene Schweizer Firmen von der US-Regierung Geld zurück. Darunter der Skihersteller Stöckli, der Computerzubehör-Produzent Logitech oder der Messerhersteller Victorinox. «Das potenzielle Rückforderungsvolumen aus dem vergangenen Jahr beläuft sich auf rund 3,8 Millionen Dollar. Wir prüfen derzeit sorgfältig die rechtlichen und administrativen Voraussetzungen sowie das konkrete Vorgehen», sagt Victorinox-Chef Carl Elsener.
Die ganz grossen Schweizer Konzerne, bei denen es um enorme Rückforderungen ginge, halten sich bislang über das weitere Vorgehen bedeckt. Nun äussert sich die Swatch Group: «Unsere Tochtergesellschaft in den USA wird eine rückwirkende Rückerstattung der gezahlten Zuschläge beantragen», sagte Swatch am Montag gegenüber AWP.
Andere Grosskonzerne sind nach wie vor zurückhaltend. Vom Nahrungsmittel-Multi Nestlé ist zu erfahren, dass er zurzeit keine Klage einreicht. Nestlé will die weitere Entwicklung abwarten und vertraut auf das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sowie auf den Bundesrat, dass er mit den USA eine Lösung findet.
Nestlé ist vor allem bei den Nespresso-Kapseln von den Trump-Zöllen gegen die Schweiz betroffen. Die Kaffeekapseln werden in der Westschweiz hergestellt und weltweit exportiert. Ansonsten produziert Nestlé meistens vor Ort: 90 Prozent der Nahrungsmittel werden in den jeweiligen Ländern hergestellt, und dann fallen keine Zölle an. (pmü/mim)

10:34 Uhr
Montag, 23. Februar
Neuer Chef bei Merck Schweiz
Das deutsche Pharma-Unternehmen Merck hat eine neue Leitung für die Schweizer Niederlassung. Seit 1. Februar ist Leif Moll neuer Geschäftsführer sowie Country Speaker für Merck in der Schweiz, heisst es in einer Mitteilung. Leif Moll tritt die Nachfolge von Florian Schick an, der als neuer Geschäftsführer von Merck Healthcare Germany berufen wurde.
Leif Moll ist seit fast 20 Jahren in der Pharmabranche tätig. 2009 wechselte er zur Pharmasparte von Merck und übernahm zunächst in Genf und später in Darmstadt verschiedene Aufgaben. Zuletzt war er seit 2020 Geschäftsführer von Merck in Österreich. Er wird seine neue Funktion vom Merck-Standort Zug aus wahrnehmen.
Merck ist seit fast hundert Jahren in der Schweiz präsent. Von hier aus exportiert das Unternehmen in rund 140 Länder weltweit. (mim)
11:18 Uhr
Freitag, 20. Februar
Sika: Weniger Gewinn, dafür mehr Dividende
Der Bauchemiekonzern Sika hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 11,2 Milliarden Franken erzielt - ein Minus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie das Unternehmen am Freitagmorgen mitteilt, ist der Rückgang auf einen starken Währungseffekt von minus 5,4 Prozent zurückzuführen. In Lokalwährungen resultierte somit ein Plus von 0,6 Prozent. Der Reingewinn sank auf 1,045 Milliarden Franken, im Jahr zuvor waren es rund 200 Millionen Franken mehr gewesen.
«Wir gehen davon aus, dass die globalen Marktbedingungen in der Bauindustrie im Jahr 2026 verhalten bleiben und sich die im Jahr 2025 beobachteten Markttrends fortsetzen werden», wird Thomas Hasler, Vorsitzender der Sika-Konzernleitung, zitiert. Trotzdem sei man zuversichtlich, dass Sika ein Umsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent in Lokalwährungen erreichen werde.
An der Generalversammlung soll die Dividende pro Aktie trotz Gewinnrückgang von 3.60 auf 3.70 Franken erhöht werden. (mha)
10:54 Uhr
Freitag, 20. Februar
Flughafen Zürich prüft KI fürs Call-Center
Der Flughafen Zürich betreibt einen telefonischen Auskunftsdienst, der jedes Jahr 80'000 Anrufe entgegennimmt. Einige Anfragen sind komplex, bei vielen handelt es sich aber auch um oft vorkommende Anliegen, etwa zum Status eines Flugs, zur Orientierung am Flughafen oder zu verlorenen Gepäckstücken. Wie einer aktuellen Anfrage an potenzielle Lieferanten zu entnehmen ist, könnten Anruferinnen und Anrufer bald mit Künstlicher Intelligenz (KI) sprechen.
Der Flughafen prüft nämlich den Einsatz von «KI-gestützten Sprachagenten, um die Telefonzentrale bei der Ausführung ihrer Aufgaben zu unterstützen». Das geht aus einem auf der Plattform Simap veröffentlichten «Request for Information» hervor. Dabei handelt es sich noch nicht um eine Ausschreibung, sondern um eine Art Umfrage im Vorfeld einer Beschaffung. Interessierte Firmen können dem Flughafen bis Ende März Unterlagen einreichen. (ehs)
08:51 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
Lidl lässt Kundschaft scannen

Lidl Schweiz führt mit Lidl Pay ein integriertes Bezahlsystem innerhalb seiner Kunden-App ein, wie der deutsche Discounter in einer Mitteilung bekannt gibt. Kundinnen und Kunden können neu die Bezahlung und das Einlösen von Vorteilen in einem Schritt erledigen. Die neue Funktion beschleunige und vereinfache den Einkauf deutlich, schreibt Lidl.
Lidl Pay ist im bestehenden Lidl-Plus-Konto integriert und kann nach Wunsch aktiviert werden. Nötig ist die Hinterlegung der Debit- oder Kreditkarte der Marken Visa und Mastercard. Biometrische Verfahren wie Face ID, Fingerabdruck oder die Eingabe eines persönlichen Pins seien aus Sicherheitsgründen notwendig für die Autorisierung jeder Zahlung. (bwe)
18:34 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Thomas Jordan soll in den Nestlé-Verwaltungsrat
Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist derzeit mit mehreren Baustellen beschäftigt. Zuletzt gab es abrupte CEO-Wechsel, ein Babynahrungsskandal ist noch nicht ausgestanden und ein grosser Stellenabbau steht bevor. Nun kommt es auch im Verwaltungsrat zu Umwälzungen. Nestlé schlägt zwei neue Mitglieder für sein Aufsichtsorgan vor, darunter Thomas Jordan, der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank.
Zudem soll auch Fatima Francisco in den Verwaltungsrat gewählt werden. Sie leitet derzeit beim Konsumgüterriesen Procter & Gamble den globalen Geschäftsbereich Pflegeprodukte für Babys, Frauen und Familie. Die Expertise der US-Amerikanerin dürfte also nicht zuletzt gefragt sein in Bezug auf den Umgang mit den weltweiten Rückrufen von verunreinigter Babynahrung, von der auch andere Hersteller wie Danone betroffen sind. Die Wahlen finden an der Generalversammlung am 16. April statt.
Nestlé-Präsident Pablo Isla betont in einer Mitteilung, man wolle die Vielfalt an Perspektiven und Fachkenntnissen erweitern. «Fatima Francisco und Thomas Jordan bringen herausragende Führungserfahrung mit – Fama mit ihrem fundierten Konsumgüterwissen, das unsere Einblicke in das Konsumentenverhalten weiter schärfen wird, und Thomas mit seinem umfassenden Verständnis der globalen Wirtschaft, das unsere finanziellen und strategischen Kompetenzen verstärkt.» Ausserdem werde es im Verwaltungsrat zu zusätzlichen Sitzungen kommen, um das Engagement zu erhöhen und die Kompetenzen besser zu nutzen. (bwe)
16:41 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
20 erkrankte Säuglinge: Bund findet Gift in Babynahrung
Seit Anfang Jahr haben verschiedene Hersteller von Babynahrung wie Nestlé, Hochdorf oder Danone Produkte zurückrufen müssen, weil sie mit dem Toxin Cereulid verunreinigt sein könnten. Dieses kann insbesondere Erbrechen und Durchfall auslösen. Seit dem 3. Februar sind beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) 20 Meldungen möglicher Krankheitsfälle eingegangen, die mit verunreinigter Babynahrung in Zusammenhang stehen könnten.
Wo sie noch vorhanden waren, liess das BLV die Babynahrungen bei den betroffenen Familien abholen und im Labor auf Cereulid untersuchen. Von den bisher drei analysierten Proben wurde in zwei Cereulid nachgewiesen, teilt das BLV am Mittwoch mit. Es handelte sich um die Produkte «Aptamil Pronutra 1, 1.2 kg» und «Aptamil Pronutra Junior 12+» des französischen Herstellers Danone. Diese wurden am 5. Februar zurückgerufen.
Parallel dazu haben kantonale Behörden verschiedene Babynahrungen analysiert, die nicht zurückgerufen wurden und weiterhin verkauft werden. In keiner der bisher analysierten 30 Proben wurde Cereulid nachgewiesen, teilt das BLV mit. Die Behörde geht denn auch nicht mehr von weiteren grösseren Rückrufen auf. Von den betroffenen Herstellern fordert sie, die genauen Ursachen der Kontamination aufzuklären. Zudem will das BLV klären, ob die Unternehmen die rechtlichen Vorgaben des vorsorglichen Gesundheitsschutzes eingehalten und rasch genug reagiert haben.
Als wahrscheinlich gilt, dass Cereulid in ARA-Öl vorhanden war, das die betroffenen Produzenten vom chinesischen Hersteller Cabio Biotech bezogen. Dieser hat sich bisher nicht öffentlich geäussert. Während Nestlé anfangs Jahr als erster Hersteller einen Rückruf öffentlich machte, zögerten andere Firmen länger. Danone etwa beteuerte gegenüber dieser Redaktion mehrfach, dass in der Schweiz verkaufte Produkte nicht betroffen seien - selbst dann noch, als diese in Deutschland und Österreich bereits zurückgerufen wurden. Erst Anfang Februar machte auch Danone einen Rückruf in der Schweiz öffentlich.
Als Reaktion auf die Problematik hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Anfang Februar erstmals einen klaren Richtwert für Cereulid festgelegt. Das BLV hat zudem auf seiner Internetseite eine Liste der betroffenen Produkte und Chargen veröffentlicht. (ehs)
13:33 Uhr
MIttwoch, 18. Februar
Smood ist definitiv am Ende – 400 Angestellte betroffen
Die Westschweizer Essenslieferungsfirma Smood ist am Ende. Der Uber-Eats-Konkurrent hatte am 20. Januar eine mögliche Geschäftsaufgabe angekündigt und daraufhin ein gesetzlich vorgeschriebenes Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden durchgeführt. Grund für die Massnahme war die Geschäftslage, die eine Aufrechterhaltung des Betriebs verunmöglichte. In dieser Phase konnten Vorschläge eingebracht werden – auch zur Milderung der Folgen einer Geschäftseinstellung.
Zu dieser kommt es nun definitiv. Nach sorgfältiger Prüfung der eingegangenen Vorschläge und erneuter Analyse der Geschäftslage sei der Verwaltungsrat zur Ansicht gelangt, dass in nächster Zukunft keine Erholung des Unternehmens zu erwarten ist, heisst es in einer Mitteilung. Er hat deshalb beschlossen, die Geschäftstätigkeit per Ende April einzustellen. Mit der Gewerkschaft Syndicom wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Rund 400 Angestellte sind betroffen. (bwe)
12:05 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Alain Girard übernimmt die Bankenaufsicht bei der Finma
Der Verwaltungsrat der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) hat Alain Girard, der bisherige Leiter des Geschäftsbereichs Recovery und Resolution bei der Finanzmarktaufsicht (Finma), übernimmt per 1. April die Leitung des Geschäftsbereichs Banken. Das teilt die Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit. Der 45-jährige Jurist, der auch zum Finma-Krisenstab im Fall Credit Suisse gehörte, folgt auf Thomas Hirschi, der die Finma Ende August 2025 verlassen hat. Simon Brönnimann, der den Geschäftsbereich Banken ad interim geführt hat, wird nun den Geschäftsbereich Recovery und Resolution interimistisch übernehmen. (fv)
10:30 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Neue Chefin für Logistikfirma Hupac
Der Schweizer Logistik-Konzern Hupac hat Britta Weber zur neuen Chefin ernannt. Die aktuelle Vizepräsidentin der Sparte UPS Healthcare für Europa und Asien wird per Juli zur Hupac-Gruppe wechseln. Sie folgt auf Michail Stahlhut, dessen Rücktritt bereits bekanntgegeben wurde. In der fast 60-jährigen Firmengeschichte wird Britta Weber laut einer Mitteilung erst die vierte CEO der Hupac Gruppe – und zugleich die erste Frau an der Spitze des Unternehmens.
Mit ihrer Ernennung gewinne die Gruppe eine international erfahrene Führungspersönlichkeit mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Logistik, Lieferketten-Bewirtschaftung und Organisationsentwicklung. In allen Hauptmärkten der Hupac habe die 42-Jährige bereits gelebt und erfolgreich gearbeitet.
Hupac ist laut eigenen Angaben einer der führenden Netzwerkbetreiber im so genannten intermodalen Verkehr auf den europäischen Korridoren. Mit rund 1 Million transportierten Strassensendungen pro Jahr und täglich 130 Zügen verbindet der Konzern europäische Wirtschaftsräume sowie Destinationen bis nach Fernost. Hupac zählt 730 Angestellte und betreibt 24 Gesellschaften in der Schweiz, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Spanien, Polen, Russland und China. (bwe)
08:30 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Geht Lagarde schon früher?
Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), wird allenfalls die Notenbank schon vor Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2027 verlassen. Das schreibt die «Financial Times» und beruft sich dabei auf eine mit Lagardes «Überlegungen vertraute Person».
Demnach möchte die ranghöchste Zentralbankerin Europas ihr Amt vor der französischen Präsidentschaftswahl im April kommenden Jahres niederlegen. So wolle sie dem scheidenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz ermöglichen, eine neue Leitung für eine der wichtigsten Institutionen der EU zu finden.
In einer im Dezember ebenfalls von der «Financial Times» gemachten Umfrage bei europäischen Ökonomen kamen der ehemalige spanische Notenbankchef Pablo Hernández de Cos und sein niederländischer Amtskollege Klaas Knot als aussichtsreichste Kandidaten heraus. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel hat erklärt, dass sie an dem Posten interessiert sei. Und mit den Überlegungen von Bundesbankpräsident Joachim Nagel vertraute Personen sagten, auch er sei an der Rolle interessiert.
Sollte Lagarde tatsächlich die Notenbank früher verlassen, dürfte das auch die Schweiz interessieren: Schliesslich hatte WEF-Gründer Klaus Schwab die EZB-Chefin als seine Nachfolgerin portiert. Lagardes Zusage würde dem von Machtkämpfen durchgerüttelten WEF sicher guttun. Doch mittlerweile stellt sich wohl eher die Frage, ob sie dieses Amt überhaupt noch will.
Bei der EZB heisst es zu den Spekulationen um einen vorgezogenen Rücktritt nur: «Präsidentin Lagarde ist voll und ganz auf ihre Mission fokussiert und hat keine Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen». (fv)
07:57 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Sunrise schreibt Verlust
Die Telekom-Firma Sunrise hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 2,98 Milliarden Franken erzielt, 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Rückläufig waren die Erträge im Segment der Privatkunden: Sie sanken um 2,5 Prozent auf 2,11 Milliarden Franken. Mit Geschäftskunden und im Grosshandel konnte die Nummer 2 im Schweizer Markt den Umsatz hingegen um 2,0 Prozent auf 859 Millionen Franken steigern.
Der Nettoverlust betrug laut einer Mitteilung vom Mittwoch 109 Millionen Franken. Im Vorjahr war der Verlust mit 362 Millionen Franken noch deutlich höher ausgefallen. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf Veränderungen bei Finanzerträgen und -aufwendungen in Zusammenhang mit Derivaten auf Fremdwährungen zurückzuführen sowie auf einen tieferen Zinsaufwand, der mit der Schuldenreduktion anlässlich des Börsengangs in Zusammenhang stehe.
Im Mobilfunk konnte Sunrise um 2,9 Prozent oder 82'000 Abos zulegen. Die Zahl der Internet-Abos sank leicht um 0,3 Prozent oder 3'000 Anschlüsse. Sunrise geht laut der Mitteilung davon aus, dass sich das Internetgeschäft im Lauf dieses Jahres verbessert. Das Unternehmen aus Opfikon ZH rechnet mit einem «weitgehend stabilen» Umsatz, einem bereinigten Ergebnis (EBITDAaL) von etwa einer Milliarde Franken und einer Erhöhung der Dividende auf 3.49 Franken pro Aktie der Klasse A. Für vergangenes Jahr soll die Dividende 3.42 Franken betragen. (ehs)
14:24 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Schweizer Pyjama-Firma will nach New York
Die Schweizer Schlafmode-Firma Dagsmejan will hoch hinaus. Der von Catarina Dahlin und Andreas Lenzhofer gegründete und geführte Pyjama-Hersteller plant, sein bisher schon starkes Exportland USA intensiver zu bearbeiten, wie die «Handelszeitung» berichtet. Dazu wurde im Oktober 2025 im US-Staat Delaware die US-Tochterfirma Dagesmejan Services USA Inc. gegründet.
Ende dieses Jahres will Dagsmejan mit Hauptsitz in Zürich erstmals ein eigenes, temporäres Geschäft im «Big Apple» lancieren: «Im vierten Quartal werden wir unseren ersten eigenen Laden in den USA eröffnen, dies als Pop-up auf einer Multibrand-Fläche im trendigen Soho-Quartier in New York City», sagen die beiden Gründer gegenüber der Zeitung. Ein Pyjama-Set von Dagsmejan kostet zuweilen 200 Franken.
Bereits vor einem Jahr sprach das Unternehmerpaar gegenüber CH Media über seine Expansionspläne. «In den nächsten fünf Jahren möchten wir mindestens fünf eigene Geschäfte betreiben, unter anderem in Basel, Genf, Zürich und Luzern sowie in einer deutschen Grossstadt», sagte Lenzhofer. Natürlich schaue man sich auch Optionen in den USA an. Das müsse nicht zwingend in den Metropolen New York oder Los Angeles sein. «Auch Städte wie Austin, Miami oder Atlanta mit hohen Einkommen wären denkbar.» (bwe)
13:59 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Flughafen Zürich senkt Gebühren – werden Tickets billiger?
Der grösste Schweizer Landesflughafen verhandelte seit vergangenem Herbst mit den grössten Airlines und Interessengruppen über die neuen Flughafengebühren. Nun ist es zu einer Einigung gekommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die neuen Gebühren, die voraussichtlich ab Oktober gelten, werden für die Nutzerinnen und Nutzer des Flughafens im Schnitt 10 Prozent tiefer ausfallen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hatte die Verhandlungen als Beobachter begleitet.
Die Gebühren, die nur kostendeckend sein dürfen, werden laut Flughafen auf Basis eines Mehrjahres-Ausblicks berechnet. Dabei würden unter anderem das erwartete Passagieraufkommen miteinfliessen, sowie Bauprojekte im aviatischen Bereich und die Betriebskosten, welche den Flugbetrieb betreffen. Begründet wird die Senkung unter anderem damit, dass in den kommenden Jahren mehr Passagiere erwartet werden, auf welche die Kosten verteilt werden können.
Neu beläuft sich etwa die Gebühr je lokal abfliegenden Passagier auf insgesamt 30.40 Franken statt wie bisher 35 Franken. Darin enthalten sind die allgemeine Passagiergebühr (18.20 Franken), die Passagiersicherheitsgebühr (11.30) sowie die Solidaritätsgebühr für den Service für Personen mit eingeschränkter Mobilität (0.90). Die Gebühren werden jeweils den Airlines belastet. Inwiefern der finale Ticketpreis ebenfalls sinkt, bleibt Sache der Fluggesellschaften, die jeweils betonen, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. (bwe)
13:17 Uhr
Dienstag, 17. Februar
AHV-Fonds legt zu – auch dank Goldrekord
Insgesamt 50,55 Milliarden Franken betrug das Vermögen der AHV-, IV- und EO-Fonds per Ende 2025. Das sind knapp 4,5 Milliarden Franken mehr als ein Jahr zuvor, wie die Fonds-Gesellschaft Compenswiss am Dienstag mitteilt. Das verwaltete Vermögen setzt sich demnach aus einem Anlagevermögen von 45,908 Milliarden Franken und flüssigen Mitteln in Höhe von 4,642 Milliarden Franken zusammen.
Die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit sei im vergangenen Jahr nochmals verstärkt worden. «Dennoch zeigten sich die Finanzmärkte robust», sagt Compenswiss-Direktor Eric Breval: «Die solide Aktienperformance, kombiniert mit Absicherungen gegen den schwachen Dollar, hat unser gutes Ergebnis massgeblich gestützt.» Zu den weiteren Faktoren, die zum Anstieg des verwalteten Vermögens beigetragen hätten, zähle die starke Aufwertung des Goldpreises.
Compenswiss erreichte über alle drei Fonds hinweg eine im Vergleich zum Vorjahr leicht tiefere Nettorendite von 6,34 Prozent. Die Ergebnisse der drei Fonds weichen jedoch leicht voneinander ab, was auf die unterschiedlichen Liquiditätsbestände der einzelnen Sozialversicherungen zurückzuführen ist.
1. AHV
Trotz der positiven Rendite für 2025 befinde sich die AHV weiterhin in einer «angespannten finanziellen Lage», heisst es bei Compenswiss mit Verweis auf die Finanzperspektiven des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV). Gemäss diesen reichen die erwarteten Einnahmen ab 2026 nicht aus, um die Ausgaben, sprich die Rentenauszahlungen, zu decken. Der Grund ist die 13. AHV-Rente, die in diesem Dezember erstmals ausbezahlt wird.
Das BSV rechnet in der Folge mit immer grösseren Umlagedefiziten. Oder anders gesagt: Die Differenz zwischen den jährlichen Einnahmen aus Lohnabgaben sowie den Beiträgen der öffentlichen Hand und den gesamten Ausgaben dürfte immer grösser werden – zumindest bis eine Lösung für die Finanzierung der 13. Rente gefunden ist. «Die gesetzliche Vorgabe, einen Fondsbestand von 100 Prozent der jährlichen Ausgaben zu gewährleisten, wird wegen der 13. AHV-Rente immer schwieriger einzuhalten sein», sagt Compenswiss-Verwaltungsratspräsident Manuel Leuthold. «Eine zusätzliche Finanzierung bleibt daher unerlässlich.»
2. IV
Bei der IV verschlechtern sich die Finanzperspektiven laut BSV deutlich, insbesondere aufgrund der stetig steigenden Zahl neuer Renten sowie der anhaltenden Unsicherheit über die Rückzahlung der IV-Schuld von 10,3 Milliarden Franken an die AHV. Um die für die Rentenzahlungen notwendige Liquidität sicherzustellen, plant Compenswiss im Jahr 2026, Vermögenswerte in Höhe von rund 35 Millionen Franken pro Monat zu verkaufen.
3. EO
Der EO-Fonds, also der Fonds der Erwerbsersatzordnung, ist laut Compenswiss stabil und sei von den «finanziellen Herausforderungen» verschont, mit denen der AHV- und der IV-Fonds konfrontiert seien. (fv)
09:46 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Also erzielt Rekord – und will Dividende erhöhen
Der IT-Grosshändler Also hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro erzielt – ein Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (Ebit) liegt bei 211,7 Millionen Euro. Wie das Unternehmen mit Sitz in Emmen LU am Dienstag mitteilt, sei für das «Rekord-Ergebnis» unter anderem der Ausbau des Cloud-Geschäfts sowie die Steigerung der Effizienz verantwortlich. Ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis lieferten die im März 2025 übernommenen Aktivitäten des britischen Technologieanbieters Westcoast. Aufgrund der «sehr soliden finanziellen Lage» des IT- und Logistikunternehmens soll die Dividende auf 5.30 Franken je Aktie erhöht werden – die 14. Dividendenerhöhung in Folge. (mha)
09:09 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Bereits 28'000 Lehrverträge abgeschlossen
Im Sommer beginnen unzählige Jugendliche ihre Berufslehre, Wie der Bund mitteilt, verläuft die Lehrstellenbesetzung auf dem Niveau der Vorjahre. Darauf deuteten erste Trendmeldungen hin. Bis Ende Januar 2026 wurden schweizweit bereits rund 28'000 Lehrverträge abgeschlossen. Gleichzeitig waren im offiziellen Lehrstellennachweis der Kantone auf berufsberatung.ch rund 27'000 offene Lehrstellen für den Lehrbeginn 2026 ausgeschrieben. «Da laufend neue Lehrstellen gemeldet werden, bleibt das Angebot auch in den kommenden Monaten dynamisch», heisst es in einer Mitteilung.
In der Deutschschweiz ist die Vergabe von Lehrstellen traditionell bereits weiter fortgeschritten. In der lateinischen Schweiz setzt der Rekrutierungsprozess erfahrungsgemäss später ein. Der Bund empfiehlt Jugendlichen, sich fundiert mit der Berufswahl auseinanderzusetzen. Unterstützung bieten Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen. Zusätzlich helfen praktische Einblicke in die Arbeitswelt – etwa durch Schnupperlehren, Informationsveranstaltungen in Betrieben oder den Besuch von Berufsmessen – bei der Entscheidungsfindung. (mpa)
07:58 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Neuer Forschungschef für Roche
Der Basler Konzern Roche ernennt einen neuen Chef für seine Forschungsabteilung, die sich auf die frühe Entwicklung von neuen Wirkstoffen konzentriert. Der Australier Mark Dawson übernimmt den Posten auf den 1. Mai und folgt damit auf Hans Clevers. Dawson kommt vom australischen Peter McCallum Cancer Centre und hat sich auf die Erforschung von Blutkrebs spezialisiert. Dafür hat er bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Dawson nimmt auch Einsitz in die erweiterte Konzernleitung. (mpa)
07:49 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Weko ermittelt neu gegen 20 Firmen
Die Wettbewerbskommission (Weko) dehnt ihre Untersuchung zu allfälligen Abreden im Tief- und Hochbau im Kanton Jura aus, wie die Behörde am Dienstag mitteilt. Im November 2025 eröffnete die Weko gegen sechs Unternehmen ein Verfahren wegen Beteiligung an möglichen Submissionsabreden. Nun weitet sie aufgrund der bisherigen Ermittlungen die Untersuchung auf insgesamt 20 Unternehmen aus.
Es bestehe der Verdacht, dass diese Unternehmen ihre Offerten und Preise während mehrerer Jahre für Beschaffungen der öffentlichen Hand und Privaten koordinierten. Potenziell betroffen sind laut der Weko mehr als 150 Ausschreibungen im Tief- und Hochbau aus den Jahren 2016 bis 2025. Im Rahmen der Untersuchung sei zu prüfen, ob tatsächlich kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen würden. Gemäss Weko dauert eine derartige Untersuchung in der Regel drei Jahre. (fv)
12:43 Uhr
Montag, 16. Februar
Erfolg für die CS-Aktionäre
Das Handelsgericht in Zürich hat am 5. Februar «zwei wegweisende Beschlüsse» gefasst, wie der Schweizerische Anlegerschutz am Montag mitteilte, der rund 2000 ehemalige CS-Aktionäre vertritt. Erstens muss die UBS den Klägern nun doch Einsicht in Dokumente erteilen, und zweitens hat das Gericht nun die Gutachter bestimmt, welche den Wert der Credit Suisse zu Fortführungswerten eruieren sollen.
Insgesamt haben über 5000 ehemalige CS-Aktionäre den Rechtsweg eingeschlagen, weil sie mit dem Preis von rund 3 Milliarden Franken für die gescheiterte Grossbank nicht einverstanden waren. Für 22,48 CS-Papiere bekamen sie im Frühjahr 2023 gerade mal eine einzige UBS-Aktie. Mehr hatte das CS-Management, das zuvor die Bank in den Abgrund geritten hatte, nicht herausgeholt. Die Kläger sind überzeugt, dass die CS aber mehr Wert hatte, weshalb sie Einsicht verlangten in alle Schätzungen, welche die CS selbst sowie die UBS zuvor erstellt hatten. Diese Einsicht wollte die UBS ihnen nicht gewähren.
Nun hat aber das Zürcher Handelsgericht entschieden, dass «die Kläger Zugang erhalten zu den ungeschwärzten Dokumenten», wie der Anlegerschutz festhält. Um den Schutz vertraulicher Geschäftsgeheimnisse zu gewährleisten, sei die Einsichtnahme jedoch «an strikte prozessuale Auflagen» gebunden. Das heisst: «Die betroffenen Akten dürfen ausschliesslich physisch in den Räumlichkeiten des Handelsgerichts eingesehen werden.» Dabei dürfen die Unterlagen weder kopiert noch fotografiert werden. Zudem seien die Informationen aus den Unterlagen vertraulich und dürften Dritten nicht mitgeteilt werden.
Die UBS kann diesen Entscheid innert einer Frist von 30 Tagen beim Bundesgericht anfechten. Alternativ stehe der Bank das Recht zu, die besagten Unterlagen innerhalb von 40 Tagen vollständig aus dem Verfahren zurückzuziehen, um eine Einsichtnahme zu verhindern, hält der Anlegerschutzverein fest. Das Gericht hat gemäss Angaben des Anlegerschutzes «in diesem Zusammenhang jedoch klargestellt, dass ein solcher Rückzug» im Rahmen der späteren Beweiswürdigung «zu Lasten der UBS berücksichtigt würde». Die UBS selbst will sich auf Anfrage nicht zum Fall äussern.
Zudem hat das Handelsgericht nun definitiv bestimmt, wer den Wert der Credit Suisse per 19. März 2023 zu Fortführungswerten bestimmen soll. Die Wahl der beiden unabhängigen Gutachter fällt weiterhin auf Peter Leibfried, Professor an der Universität St.Gallen, sowie den Berater und früheren KPMG-Schweiz-Chef Roger Neininger. Diese Wahl war zuvor auf Widerstand gestossen: Die Vertreter des Klägers, der die erste Klage vor dem Zürcher Handelsgericht eingereicht hatte, waren mit den vorgeschlagenen Experten nicht einverstanden und hatten dagegen Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht eingereicht. Nachdem das Bundesgericht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist, können sich die beiden Gutachter nun an die Arbeit machen. (fv)
10:01 Uhr
Montag, 16. Februar
Zurich und Beazley gehen in die Verlängerung
Der Zurich-Versicherungskonzern erhält mehr Zeit zur Unterbreitung einer verbindlichen Übernahmeofferte an die Aktionäre des britischen Spezialversicherers Beazley. Die erste Frist, die am Montag, 16. Februar, abgelaufen wäre, wird mit dem Einverständnis der Londoner Behörden bis zum 4. März verlängert.
Im Grundsatz haben sich die beiden Unternehmen aber bereits am 4. Februar auf die Übernahme geeinigt. Die Fristverlängerung diene der Zurich-Versicherung, die bei Übernahmetransaktionen übliche Prüfung der Beazley-Bücher abzuschliessen, teilen die beiden Unternehmen mit.
Zurich hat nach insgesamt fünf zurückgewiesenen Angeboten in den vergangenen 12 Monaten Anfang Februar einen Preis von 1310 Pence pro Beazley-Aktie offeriert und zudem eingewilligt, dass die Beazley-Aktionäre vor der Übernahme eine letzte Dividende ihres Unternehmens in Höhe von 25 Pence erhalten. Der Gesamtpreis von 1335 Pence bewertet Beazley mit rund 8 Milliarden Pfund oder umgerechnet rund 8,4 Milliarden Franken.
Beazley versichert Unternehmen unter anderem gegen Cyberrisiken. Zusammen bringen Zurich und Beazley ein Prämienvolumen von rund 15 Milliarden Dollar in diesem Spezialsegment des Unternehmensversicherungsgeschäfts auf die Waage. Davon entfallen rund zwei Drittel auf das bisherige Geschäft der Zurich. Die Zurich will den Sitz ihres «Global Specialty»-Geschäfts nach London verlegen. Einzelheiten dazu könnten am Donnerstag anlässlich Jahresmedienkonferenz der Zurich bekannt werden. (dz)
09:25 Uhr
Montag, 16. Februar
Wirtschaft wächst nur leicht
Gemäss der ersten Schnellschätzung für das vierteljährliche reale Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte die Schweizer Wirtschaft im 4. Quartal 2025 um 0,2 Prozent zugelegt haben. Das teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit. Demnach wuchs der Dienstleistungssektor nur verhalten, der Industriesektor stagnierte.
Gemäss den vorliegenden provisorischen Ergebnissen des Seco legte die Schweizer Wirtschaft 2025 um 1,4 Prozent zu, nach 1,2 Prozent im Vorjahr. Damit bleibt sie deutlich hinter ihrem durchschnittlichen Wachstum zurück, das laut Seco bei rund 1,8 Prozent liegt. (fv)
09:19 Uhr
Freitag, 13. Februar
Konsumentenpreise sind im Januar gesunken
Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im Januar 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 zurückgegangen. Dies berichtet das Bundesamt für Statistik. Der Rückgang ist laut dem Amt auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Unter anderem seien die Preise für Elektrizität und Parahotellerie gesunken, ebenso für Flugreisen sowie für Bekleidung und Schuhe, die im Rahmen des Ausverkaufs reduziert waren. Gestiegen seien hingegen die Preise in der Hotellerie, für Pauschalreisen ins Ausland sowie die Prämien für Autoversicherungen. Gegenüber dem Januar 2025 gab es noch eine leichte Preissteigerung: Der Landesindex lag um 0,1 Prozent höher.
Zudem vermeldete das Bundesamt für Statistik, dass es seine Preisstatistiken revidiert hat. So wurden auf Anfang 2026 dem Warenkorb des Landesindex neue Produkte hinzugefügt, so etwa Milch auf pflanzlicher Basis, E-Scooter, Elektrizität von öffentlichen Ladestationen und Wohnmobile, ebenso wie Bestattungsdienste und die Langzeitpflege. Auf diese Weise werde die Marktentwicklung besser abgebildet. Die letzte Revision habe man 2020 vorgenommen. Zudem werde es ab Ende 2026 eine neue Statistik über Eigentümerwechsel bei Immobilien geben. Ende 2027 werde die Publikation eines neuen Immobilienpreisindex für Mehrfamilienhäuser folgen. (nav)
08:10 Uhr
Freitag, 13. Februar
Neuer Präsident für Economiesuisse
Christoph Mäder gibt nach sechs Jahren seinen Posten als Präsident des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse ab. Nun steht fest, wer ihn beerben soll: Es ist der Textilunternehmer, Filtex-Chef und FDP-Mann Silvan Wildhaber, wie Economiesuisse am Freitag bekannt gibt. Er soll sein Amt im September antreten. Wildhaber sitzt seit 2014 im Vorstand von Economiesuisse und seit 2021 im Vorstand des Arbeitgeberverbands. (fv)
09:22 Uhr
Donnerstag, 12. Februar
Lidl erhöht Lohnsumme um 1,5 Prozent
Der deutsche Discounter hat sich mit den Sozialpartnern Syna und dem Kaufmännischen Verband Schweiz im Rahmen des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) auf eine Erhöhung der Lohnsumme um 1,5 Prozent geeinigt. Dieser Anstieg der Lohnsumme entspreche dem höchsten im Schweizer Detailhandel für das Jahr 2026, wie es in einer Mitteilung heisst. Zudem verzichte das Unternehmen weiterhin als einziger Detailhändler komplett auf den Koordinationsabzug in der Pensionskasse. Davon würden insbesondere Teilzeitangestellte profitieren, da der gesamte Lohn ohne Abzüge für die Pensionskasse angerechnet wird, was die spätere Rente nachhaltig sichere.
Konkret erhalten die Mitarbeitenden dabei mindestens 50 Franken mehr pro Monat bei einer 41-Stunden-Woche. Während die Löhne in den Filialen und Warenverteilzentren generell angehoben werden, erfolgen die Anpassungen auf Kaderstufe individuell.
Mit der diesjährigen Lohnrunde hebt Lidl den Mindestlohn auf 4'650 Franken an. Dies entspricht laut dem Discounter dem höchsten durch einen Gesamtarbeitsvertrag abgesicherten Mindestlohn für eine 41-Stunden-Woche im gesamten Schweizer Detailhandel. (bwe)
07:55 Uhr
Donnerstag, 12. Februar
Swisscom schreibt weniger Gewinn
Der Telekom-Konzern Swisscom hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 15,0 Milliarden Franken erzielt. Das sind 36,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme geht auf die per Ende 2024 erfolgte Übernahme von Vodafone Italia durch die italienische Swisscom-Tochter Fastweb zurück, die erstmals in den Zahlen sichtbar ist.
Die Akquisition hat bei der Swisscom hohe Kosten verursacht. Gleichzeitig schrumpften die Umsätze in wichtigen Geschäftsbereichen sowohl in der Schweiz als auch in Italien. Der Reingewinn sank dementsprechend um 17,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken.
Wäre Vodafone Italia schon im Jahr 2024 in den Swisscom-Zahlen voll konsolidiert gewesen, hätte 2025 sogar ein Umsatzminus von 2,0 Prozent in den Büchern gestanden. Demnach spricht die Firma, die mehrheitlich in Bundesbesitz ist, in einer Mitteilung von einem «guten Resultat» und will wie angekündigt die Dividende von 22 auf 26 Franken pro Aktie erhöhen. Damit hatte die Swisscom ihren Aktionären die Übernahme in Italien schmackhaft gemacht. Für dieses Jahr rechnet die Swisscom mit einem sinkenden Umsatz. Er dürfte zwischen 14,7 und 14,9 Milliarden Franken zu liegen kommen. (ehs)
15:32 Uhr
Mittwoch, 11. Februar
Wegen Streiks: Lufthansa streicht Flüge – Swiss hilft aus
Die Lufthansa hat wegen der angedrohten Crew-Streiks in Deutschland für diesen Donnerstag umfangreiche Flugstreichungen angekündigt. Eine genaue Zahl gestrichener Flüge wurde aber nicht genannt. Wenn möglich, würden von Flugstreichungen betroffene Fluggäste auf andere Airlines umgebucht. Erst für den Freitag rechnet Lufthansa wieder mit der Rückkehr zum normalen Flugplan. Grund für den von deutschen Gewerkschaften organisierten Streik sind Rentenbeiträge, Beschäftigungssicherung und die Konzernstrategie. Bestreikt werden die Starts der Fluggesellschaft von deutschen Flughäfen.
Nun springt die Schweizer Tochter Swiss in die Bresche, wie eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AWP mitteilt. Zwischen Zürich und Frankfurt würden grössere Flugzeuge eingesetzt, um mehr Passagiere aufnehmen zu können. Die Flüge würden statt mit kleineren Maschinen mit Airbus-A321-Jets durchgeführt. Das eigene Flugprogramm sei nicht betroffen. (dpa/mha)
09:38 Uhr
Mittwoch, 11. Februar
Heineken will weltweit bis zu 6000 Stellen abbauen
Der Bierkonzern Heineken streicht zwischen 5000 und 6000 Stellen. Das niederländische Unternehmen will mit dem Stellenabbau, der über die nächsten zwei Jahre erfolgen soll, die «schwierigen Marktbedingungen» bewältigen. In einer Mitteilung heisst es weiter, dass die Produktivität «in grossem Umfang» erhöht werden solle. Weltweit beschäftigt Heineken rund 87'000 Mitarbeitende.
Inwiefern die zum Konzern gehörenden Brauereien Eichhof in Luzern und Calanda in Chur vom Stellenabbau betroffen sein werden, lässt die Mitteilung offen. Potenzielle lokale Implikationen könne man zu diesem Zeitpunkt nicht kommentieren, heisst es auf Anfrage. 2025 hatte Heineken einen Rückgang der Bierabsatzmenge um 2,4 Prozent verzeichnet. (mha)
15:11 Uhr
Dienstag, 10. Februar
Schweizer geben 481 Euro für Bio-Essen aus
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist im Jahr 2024 auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Gemäss einer Analyse des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (Fibl) gaben Konsumenten 145 Milliarden Euro für solche Produkte aus. Das entspricht einer Zunahme von 6,9 Prozent. Die USA waren auch 2024 der grösste Markt (60,4 Milliarden Euro), gefolgt von Deutschland (17 Milliarden Euro) und China (15,5 Milliarden Euro). Die Schweiz verzeichnete mit 481 Euro pro Person den weltweit höchsten Pro-Kopf-Konsum und mit 12,3 Prozent den weltweit höchsten Biomarktanteil am gesamten Lebensmittelumsatz im Jahr 2024. (mpa)
10:45 Uhr
Dienstag, 10. Februar
UBS-Umfrage: Euro per Ende 2026 auf 91 Rappen
Gemäss Schweizer Unternehmen werde der Schweizer Franken auch dieses Jahr gefragt sein, schreibt die Grossbank UBS in einer Medienmitteilung. Per Ende 2026 erwarten rund 300 von der UBS befragte Unternehmen einen Eurokurs von 91 Rappen.
Die UBS-Ökonomen gehen hingegen nicht von einem gegenüber dem Euro weiter erstarkenden Franken aus. Sie erwarten im Gegenteil, dass der Euro gegen Ende 2026 um die 95 Rappen kosten wird. Die Überlegung dahinter sei, dass die deutsche Wirtschaft wieder schneller wachsen werde und damit dem Euro wieder Rückenwindd verleihe.
Für den Dollar rechnen weder die befragten Unternehmen noch die UBS-Ökonomen mit einer weiteren starken Abwertung. Die rund 300 befragten Unternehmen rechnen durchschnittlich mit einem Wechselkurs von 78 Rappen pro Dollar, was nahe des aktuellen Niveaus liege. Die UBS-Ökonomen prognostizieren einen Kurs von 79 Rappen. Der Dollar hat zum Schweizer Franken im Vergleich zum Jahresanfang 2025 aktuell über 15 Prozent an Wert verloren. (nav)
09:07 Uhr
Montag, 9. Februar
Neue Chefin für Mobility
Der Carsharing-Anbieter Mobility ernennt Corinne Vogel zur neuen Geschäftsführerin. Sie folgt per 1. April auf Roland Lötscher, der die Genossenschaft nach siebenjähriger Amtszeit per Ende 2025 verlassen hat. Seither wird Mobility interimistisch von Verwaltungsratspräsident Raoul Stöckle geführt.
Die 43-jährige Vogel war laut einer Mitteilung vom Montag in verschiedenen Geschäftsleitungs- und Führungsrollen tätig, etwa bei Rotary Schweiz oder der Mobiliar. Sie gründete das E-Bike-Sharing-Unternehmen Bond Mobility mit und führte es. Mobility ist der grösste Carsharing-Anbieter der Schweiz mit 3200 Fahrzeugen an 1600 Standorten. (ehs)
16:13 Uhr
Montag, 9. Februar
Software One wächst stärker als erwartet
Die Softwarebranche befindet sich in Aufruhr, seit letzte Woche darüber spekuliert wurde, dass Künstliche Intelligenz dereinst klassische Softwareunternehmen in Bedrängnis bringen könnte. Vor diesem Hintergrund hat der Nidwaldner Softwarelizenzhändler Software One am Montag vorläufige Finanzzahlen präsentiert. Diese deuten auf eine wachsende Dynamik hin. Im vierten Quartal 2025 erzielte Software One ein Umsatzwachstum von 64,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was die am 2. Juli 2025 abgeschlossene Akquisition von Crayon widerspiegelt. Auf vergleichbarer kombinierter Basis wuchs der Umsatz im vierten Quartal währungsbereinigt um 11 Prozent.
Separat gab Software One bekannt, dass der Verwaltungsrat Barend Fruithof als zusätzliches unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats nominiert hat. Er ist seit 2017 CEO des Herstellers von Spezialfahrzeugen Aebi Schmidt. Barend Fruithof wird der Generalversammlung vom 22. Mai 2026 zur Wahl vorgeschlagen. Alle amtierenden Mitglieder des Verwaltungsrats, einschliesslich des Präsidenten, werden sich zur Wiederwahl stellen. (mim)
16:47 Uhr
UBS führte jahrelang Konten für Epstein-Vertraute Maxwell
Die UBS hat über Jahre hinweg Konten für Ghislaine Maxwell geführt, eine enge Vertraute des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Das geht aus Unterlagen des US-Justizministeriums hervor, über die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.
Demnach eröffnete die UBS im Jahr 2014 mehrere Konten für Maxwell – zu einem Zeitpunkt, als andere Grossbanken sie bereits als Risikokundin eingestuft hatten. Die amerikanische Bank JP Morgan hatte ihre Geschäftsbeziehung zu Epstein wenige Monate zuvor beendet und Maxwell intern schon 2011 wegen ihrer Nähe zu ihm als «Hochrisikokundin» bewertet.
Laut den Dokumenten verwaltete die UBS in den Jahren vor Maxwells Verurteilung Vermögenswerte von bis zu 19 Millionen Dollar. Maxwell wurde 2021 schuldig gesprochen, an der Rekrutierung und dem Missbrauch minderjähriger Mädchen beteiligt gewesen zu sein, und zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Der Kontakt zur UBS kam laut Reuters Ende 2013 über einen Partner von Soros Private Equity zustande. Epstein selbst erhielt 2014 kurzzeitig eine Kreditkarte der UBS, die jedoch wenige Monate später aus Reputationsgründen wieder gekündigt wurde. Die Geschäftsbeziehung zu Maxwell blieb hingegen bestehen – trotz öffentlich bekannter Verbindungen zu Epstein.
Noch im Juli 2019, kurz nach Epsteins Festnahme, überwies die Bank auf Maxwells Anweisung 130’000 Dollar. Wenig später erhielt die UBS eine gerichtliche Vorladung und übermittelte dem FBI entsprechende Informationen. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Hinweise auf strafrechtliches Fehlverhalten der UBS gibt es laut Reuters nicht. (ras)
09:59 Uhr
Freitag, 6. Februar
Wende am Arbeitsmarkt? Saisonbereinigte Arbeitslosenquote sinkt
Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 5’005 (3,4 Prozent) auf 152’280. Das hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag vermeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Arbeitslosigkeit damit um 16’507 (12,2 Prozent) gestiegen. Die Arbeitslosenquote nahm im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zu, wie das Seco weiter vermeldete. Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat jedoch und zwar um 1’355 (minus 1,0 Prozent) auf 138’451. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sank im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent.
Von Dezember 2025 auf Januar 2026 sei die Zahl der Jugendarbeitslosen (15- bis 24-Jährige) um 141 Personen (1,0 Prozent) auf 13’785 gestiegen, heisst es weiter in der Seco-Meldung. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspreche dies einer Zunahme von 1’444 Personen (11,7 Prozent). Die Jugendarbeitslosenquote stieg im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50- bis 64-Jährige) lag im Januar 2026 um 1’373 oder 3,4 Prozent über dem Vormonatswert bei 42’029. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sie sich um 4’809 Personen (+12,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote Älterer belief sich im Januar 2026 auf 2,9 Prozent, 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. (nav)
08:11 Uhr
Freitag, 6. Februar 2026
Bitcoin-Crash: Kurs zwischenzeitlich auf 60'000 Dollar gefallen
Der Bitcoin setzt seine Talfahrt fort. Der Kurs ist unter die Marke von 70'000 Dollar gefallen, über Nacht gar zwischenzeitlich auf 60'000 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2024. Durch die Verluste in den vergangenen Tagen baute die älteste und bekannteste Kryptowährung das Minus in diesem Jahr zwischenzeitlich auf rund 30 Prozent aus. Am Freitagvormittag stieg der Kurs wieder leicht an und verharrt derzeit unter 65'000 Dollar.
«Am Markt herrscht ein Cocktail der Unsicherheit, bestehend aus geldpolitischen Unwägbarkeiten, befürchteter Liquiditätsverknappung und dem Rückzug institutionellen Kapitals», beschrieb Analyst Timo Emden von Emden-Research die Stimmung. «Anleger zeigen sich nach wie vor spürbar verunsichert.»
Seit dem Rekordhoch von mehr als 126'000 Dollar im November hat der Bitcoin damit zwischenzeitlich über 50 Prozent an Wert verloren. Derzeit sind es wieder leicht weniger als 50 Prozent. Seit November belastete vor allem eine starke Nachfrage nach vergleichsweise sicheren Anlagen wie Gold oder Silber im Zuge geopolitischer Unsicherheiten den Kurs der bekanntesten Kryptowährung immer stärker. Analysten Emden sagt: «Wir sehen nach wie vor keinen klassischen Crash, sondern einen schleichenden Abbau von Bewertung und Risikoappetit.» Zwischenzeitlich verlor der Bitcoin jedoch dermassen schnell an Boden, dass es weniger einem schleichenden Abbau glich und tatsächlich mehr einem Crash.
Im Zuge des Bitcoin-Erfolgs wurden viele weitere Digitalwährungen ins Leben gerufen. Inzwischen gibt es Tausende davon. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,4 Billionen Dollar dominiert der Bitcoin aber weiterhin den Markt für Kryptowährungen. Lediglich Ethereum mit rund 250 Milliarden Dollar und Tether mit 185 Milliarden Dollar können in dieser Kategorie halbwegs folgen.
Die Gesamtkapitalisierung aller Kryptowährungen beziffert der Anbieter CoinMarketCap auf etwa 2,4 Billionen Dollar. Anfang des Jahres waren das noch rund 3 Billionen Dollar. (dpa/nav)
06:12 Uhr
Freitag, 6. FeBruar
EMS-Gruppe steigert Gewinn
Die EMS-Gruppe verzeichnete 2025 einen Nettoumsatz von 1950 Millionen Franken und steigerte das Betriebsergebnis (Ebit) um 5,2 Prozent auf 567 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt. Trotz eines starken Schweizer Frankens und eines unsicheren geopolitischen Umfelds konnte EMS dank einer erfolgreichen Verkaufsoffensive und Innovationen im Bereich der Spezialchemikalien und Hochleistungspolymere die Ertragskraft ausbauen. Besonders in Asien zeige sich eine erfreuliche Geschäftsentwicklung.
Die Dividende soll auf 18.40 Franken pro Aktie erhöht werden. Für 2026 erwartet EMS ein herausforderndes Umfeld, bleibt aber zuversichtlich hinsichtlich der Geschäftsaussichten. (phh)
17:48 Uhr
Donnerstag, 5. November
Mega-Fusion abgeblasen: Glencore und Rio Tinto gehen getrennte Wege
Rohstoffe Die beiden Riesenkonzerne Rio Tinto und Glencore haben ihre Gespräche über einen Zusammenschluss eingestellt. Dieser hätte den grössten Rohstoffkonzern der Welt geschaffen, mit einer Marktkapitalisierung von rund 230 Milliarden Dollar. Die britisch-australische Rio veröffentlichte eine Meldung, wonach kein Deal erreicht werden konnte, der im Interesse der Aktionäre gewesen wäre. In einer eigenen Meldung erklärte die in der Schweiz beheimatete Glencore, die Fusionsgespräche seien auch daran gescheitert, dass Rio Tinto zu wenig habe für Glencore bezahlen wollen und insbesonder dessen Kupfergeschäft zu tief bewertet habe. In der Finanzpresse auch war zu lesen, dass die Führungskulturen der beiden Konzerne zu verschieden gewesen seien. (nav)
08:40 Uhr
Donnerstag, 5. Februar
Nach Abschaffung des Eigenmietwerts: Kauf von Wohneigentum neu in 71 Prozent der Gemeinden günstiger als die Miete
Die Abschaffung des Eigenmietwerts ändere die Besteuerung von Wohneigentum in der Schweiz, schreibt der Immobilienberater Wüest Partner in einer Medienmitteilung. Dies könnte künftig die Haushalte beeinflussen, wenn sie zwischen Kauf und Miete entscheiden müssen. Der Berater hat analysiert, welche Wohnform sich künftig mehr lohnt, wenn man aktuelle Entwicklungen berücksichtigt bei Mieten, Immobilienpreisen und Zinssätzen.
Was war vor der Abschaffung des Eigenmietwerts lohnender? In den vergangenen Jahren sind die Mieten gestiegen und die Hypothekarzinsen gesunken. Dadurch sei der Erwerb von Wohneigentum in mehr Gemeinden wirtschaftlich attraktiver als noch im Jahr 2023. Im aktuellen Besteuerungssystem sei Wohneigentum deshalb im Durchschnitt in 1217 Schweizer Gemeinden günstiger als die Miete, wie Wüest Partner weiter schreibt. Dies entspricht 57 Prozent aller Gemeinden.
Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts ändert sich dies nun. Die steuerliche Belastung von Eigentümerhaushalten sinkt im Durchschnitt, was die Nettokosten von Wohneigentum reduziert. Infolgedessen steigt die Zahl der Gemeinden, in denen Wohneigentum wirtschaftlich günstiger ist als die Miete, und zwar von 1217 auf 1508. Das entspricht einem Anstieg von 57 Prozent auf 71 Prozent aller Gemeinden.
Die Abschaffung des Eigenmietwertes wirkt sich je nach Kanton oder Gemeinde jedoch unterschiedlich aus. In hochpreisigen Märkten könne die Nettosteuerbelastung für Erstkäufer gar steigen, also in grossen Städten sowie wohlhabenden oder touristisch geprägten Gemeinden. Der im Rahmen der Reform vorgesehene Übergangsabzug kompensiere die tatsächlich bezahlten Zinsen nur teilweise.
Dementsprechend sei in Kantonen wie Zug, Zürich, Genf, Graubünden oder Schwyz gar mit einem durchschnittlichen Kostenanstieg für Wohneigentum zu rechnen. Wüest Partner schreibt: «Dort dürfte der relative Kostenvorteil der Miete gegenüber dem Kauf teilweise bestehen bleiben oder sich sogar verstärken.» Insgesamt bleibe der Einfluss der Abschaffung des Eigenmietwertes begrenzt, schreibt Wüest Partner. Andere Faktoren würden zentral bleiben, etwa die Zinsen, die makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie die demografische Entwicklung und die Lage am Arbeitsmarkt. (nav)
07:11 Uhr
Donnerstag, 5. Februar
Valiant steigert Gewinn, plant Führungswechsel und will 80 Vollzeitstellen abbauen
Die Valiant Bank hat im Jahr 2025 ihren Konzerngewinn um 2,9 Prozent auf 154,7 Millionen Franken erhöht, wie das Unternehmen mitteilte. Dies stellt den höchsten Gewinn in der Geschichte der Bank dar. Der Geschäftserfolg sank jedoch um 3,4 Prozent auf 225,5 Millionen Franken.
Im Rahmen eines dreijährigen Aktienrückkaufprogramms plant Valiant, Aktien im Wert von bis zu 75 Millionen Franken zurückzukaufen, um die Kapitalquote im Zielband von 15 bis 17 Prozent zu halten. Die Dividende für Aktionäre soll um 20 Rappen auf 6.00 Franken pro Aktie erhöht werden. CEO Ewald Burgener wird 2027 in den Verwaltungsrat wechseln und 2028 den Vorsitz von Markus Gygax übernehmen.
Desweiteren will Valiant seine Effizienz steigern und hat dafür ein Programm gestartet. Im Zuge dessen will man Kosten von mindestens 15 Millionen Franken einsparen, auch beim Personal. Dabei werde es auch zu einem Abbau von 80 Vollzeitstellen kommen. Die Umsetzung erfolge schrittweise im Laufe der nächsten zwei Jahre und solle möglichst über natürliche Fluktuation erfolgen. (phh/nav)
07:02 Uhr
Donnerstag, 5. Februar
Helvetia Baloise stellt neuen Markenauftritt vor
Helvetia Baloise hat einen neuen, einheitlichen Markenauftritt für alle Ländermärkte vorgestellt, wie das Unternehmen mitteilte. Die neue Marke kombiniert die Wortmarke «Helvetia» mit der modernisierten Bildmarke und der Farbwelt von Baloise. Die Einführung beginnt 2026, wobei die Schweiz und Deutschland bereits dieses Jahr starten.
Group CEO Fabian Rupprecht erklärte, dass die Kombination der Marken ein universelles Qualitätsmerkmal darstelle. Der neue Auftritt ist entscheidend für die Identität des im Dezember 2025 fusionierten Unternehmens in acht Ländermärkten.
Wegen der IFRS-Regelungen wird die Wortmarke «Baloise» aktiviert und amortisiert. Für das Geschäftsjahr 2026 entsteht ein Amortisierungsaufwand von CHF 1'000 Mio. bis CHF 1'100 Mio. nach Steuern. (phh)
06:21 Uhr
Donnerstag, 5 Februar
Luzerner Kantonalbank erzielt Rekordergebnis
Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im Jahr 2025 ihren Konzerngewinn um 3.1 Prozent auf 295.5 Millionen Franken gesteigert, wie die Bank am Donnerstag mitteilt. Dies sei das beste Ergebnis in der Geschichte der LUKB. Der Erfolg basiere auf einem Wachstum in allen Ertragssparten: Das Zinsengeschäft stieg um 3.2 Prozent auf 458.1 Millionen Franken, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 10.1 Prozent und der Handelserfolg um 34.5 Prozent.
Für 2026 erwartet die LUKB einen Gewinn von mindestens 295 Millionen Franken. Die Bank plant zudem, ihre Strategie bis 2030 fortzusetzen, um sich zu einer der fünf führenden Universalbanken der Schweiz zu entwickeln. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Erhöhung der Ausschüttung auf 2.70 Franken pro Aktie. Der Kanton Luzern profitiert von einer Ausschüttung von 100.8 Millionen Franken. (phh)
17:57 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
Ex-Dormakaba-Chefin Soussan geht zu Stadler
Es war ein kurzes Gastspiel: Rund ein Jahr nachdem Sabrina Soussan den Chefposten beim Schliesskonzern Dormakaba übernommen hatte, war sie schon wieder weg. Nun kehrt die Französin, die vor dem Dormakaba-Abstecher als Co-CEO Siemens Mobility leitete, in die Schweiz zurück: Sie soll im Mai in den Verwaltungsrat von Peter Spuhlers Stadler Rail gewählt werden. Ebenfalls neu im obersten Stadler-Gremium Einsitz nehmen soll Michael Schöllhorn, der Chef von Airbus Defence and Space. Die beiden ersetzen Ex-Swiss-Chef Christoph Franz sowie Wojciech Kostrzewa. (fv)
14:07 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
FV-Dosto: SBB verlieren vor Gericht
Die Doppelstockzüge des Typs FV-Dosto sind das Rückgrat des Fernverkehrs der SBB – und ein Ärgernis für die Behindertenverbände. In einem bereits über 14 Jahre andauernden Rechtsstreit haben sie verschiedene Nachbesserungen gefordert, die die Züge behindertentauglicher machen sollen. Gewisse Forderungen wurden von den SBB erfüllt, andere wurden von Gerichten abgewiesen, um wieder andere wird noch gestritten. Nun hat der Verband Inclusion Handicap einen Etappensieg errungen.
Er hatte vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen die unbefristete Betriebsbewilligung rekurriert, welche das Bundesamt für Verkehr (BAV) den Zügen im März 2024 erteilt hatte. Der Behindertenverband monierte, dass die Gestaltung der Ein- und Ausstiegsbereiche der FV-Dosto den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes nicht vollumfänglich genüge. Sie müssten so abgeändert werden, dass sie von Menschen mit Mobilitätsbehinderungen autonom und sicher benutzt werden könnten.
Das Bundesverwaltungsgericht hat am 20. Januar nun ein Urteil gefällt. Es wurde am Mittwoch veröffentlicht. Ob die FV-Dosto-Züge das Gesetz tatsächlich nicht erfüllen, hat das Gericht nicht beurteilt. Diese Frage bleibe «ergebnisoffen». Es hat aber die Bewilligungen des BAV aufgehoben. Der Grund dafür ist eine Studie, mit der das Amt die Behindertentauglichkeit der Züge überprüft hatte. Diese wird vom Gericht in deutlichen Worten gerügt.
Es sei etwa zweifelhaft, ob die Ergebnisse dieser Studie auf alle mobilitätsbehinderten Menschen, «die sonst in der Lage sind, den öffentlichen Raum autonom zu benützen» übertragbar seien. Das Gericht moniert beispielsweise, dass keine Experimente mit einer repräsentativen Gruppe mobilitätsbehinderter Menschen stattgefunden hätten. Zudem seien die Experimente nur mit einem Standardrollstuhl vorgenommen worden, nicht etwa mit Elektrorollstühlen.
Ob die SBB, die neben dem BAV als Beschwerdegegnerin auftraten, nun die Einstiegsbereiche ändern müssen, bleibt offen. Die Vorinstanz – also das BAV – ist laut den Richtern besser geeignet, dies zu beurteilen. Die Bundesbehörde muss ein neues Gutachten fertigen lassen, in dem sie die gerügten Punkte beurteilt. Zudem muss das BAV bereits zuvor entscheiden, ob «mögliche Anpassungen am Ein- und Ausstiegsbereich zumindest eines Wagens pro Zug technisch machbar und verhältnismässig sind».
Der Verband Inclusion Handicap schreibt in einer Mitteilung, es sei nun klar, dass keine Tests mehr ohne Betroffene stattfinden dürften. Für die Studie habe das BAV Menschen ohne Behinderungen beigezogen, die sich in einen Rollstuhl gesetzt hätten. «Damit blieben zentrale Lebensrealitäten vieler Menschen mit Rollstuhl, wie etwa eine eingeschränkte Rumpfstabilität oder verminderte Muskelkraft, unberücksichtigt.» (ehs)
12:43 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
Die Zurich-Versicherung steht vor Milliardenübernahme
Die Schweizer Versicherungsgruppe und der Londoner Spezialversicherer Beazley einigen sich. Der Zurich-Konzern hat seine Offerte aufgebessert, so dass der Beazley-Verwaltungsrat dieser nun zustimmen kann. Die finanziellen Bedingungen seien attraktiv genug, um den Aktionärinnen und Aktionären eine Annahme zu empfehlen, sofern der Zurich-Konzern ein verbindliches Angebot vorlege und alle weiteren Vertragsdetails geklärt würden. Das hält der Beazley-Verwaltungsrat fest. Damit sollte das Szenario einer feindlichen Übernahme vom Tisch sein.
Neu bietet die Zurich-Versicherung 1335 Pence je Aktie, was einer Prämie von knapp 60 Prozent gegenüber dem jüngsten Börsenkurs entspricht, wie die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung bekannt geben. Konkret sieht das Angebot einen Barpreis von 1310 Pence je Aktie vor. Hinzu kämen mögliche Dividendenzahlungen von bis zu 25 Pence je Aktie für das abgelaufene Jahr. Insgesamt würde Beazley bei vollständiger Umsetzung mit rund 8 Milliarden Pfund bewertet – fast 63 Prozent mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung.
Gemeinsam kämen die beiden Unternehmen im Spezialversicherungsgeschäft auf Bruttoprämien von rund 15 Milliarden Dollar. Noch ist die Transaktion allerdings nicht in trockenen Tüchern. Der Schweizer Versicherer beabsichtigt zunächst, eine vertiefte Sorgfaltsprüfung durchzuführen. Spätestens bis zum 16. Februar 2026 muss der Konzern gemäss britischem Übernahmerecht entscheiden, ob er ein verbindliches Angebot unterbreitet oder von dem Vorhaben Abstand nimmt. (fv)
08:28 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
Novartis macht 13,9 Milliarden Umsatz
Der Basler Pharmakonzern Novartis hat letztes Jahr Medikamente im Wert von 54,5 Milliarden Dollar verkauft. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent. Der Reingewinn lag bei 13,9 Milliarden Dollar (+17 Prozent). Trotz schmerzhafter Patentabläufe von wichtigen Medikamenten konnte Novartis die Marge auf 40 Prozent steigern. «Wir gehen davon aus, dass wir 2026 weiterwachsen werden, obwohl der bedeutendste Ablauf von Patenten in der Geschichte von Novartis bevorsteht», sagt Novartis-Chef Vas Narasimhan. Novartis schlägt den Aktionären eine Dividendenerhöhung auf 3.70 Franken pro Aktie vor. Das wäre die 39. Dividendenerhöhung in Folge. Freuen kann sich auch der Novartis-Chef. Narasimhan verdiente letztes Jahr rund 25 Millionen Franken. (mpa)
13:49 Uhr
Dienstag, 3. Februar
Die Landi-Läden steigern Umsatz – dank des schönen Wetters
Im vergangenen Jahr haben die Landi-Läden 1,461 Milliarden Franken Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 0,3 Prozent, wie die zum Fenaco-Konzern gehörende Detailhandelsgruppe am Dienstag bekannt gab. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war die erfreuliche Frühlingssaison, wie das Unternehmen festhält. «Aufgrund des guten Wetters stieg die Nachfrage bei mehreren Sortimenten.» Dabei hebt die Landi-Gruppe den «Rekordabsatz der Rasenmäher der Eigenmarke Okay» oder die Verkäufe der Grills der Eigenmarke Grill Club hervor.
Ein weiterer Umsatztreiber war gemäss Landi-Angaben der «aussergewöhnlich heisse Juni». Die zahlreichen Hitzetage steigerten die Nachfrage nach Klimageräten sowie Gartenpools. Im Weihnachtsgeschäft wiederum waren Thermo-Kocher und Lichterketten beliebt. (fv)
10:20 Uhr
Dienstag, 3. Februar
Bund sensibilisiert für Belästigung am Arbeitsplatz
Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) haben ihre Unterlagen zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz aktualisiert. Dazu gehört eine Broschüre für Arbeitgebende, in der insbesondere auf deren rechtliche Pflichten und auf gute Praxisbeispiele im Bereich der Prävention eingegangen wird. Ergänzend dazu stünde den Unternehmen eine Checkliste zur Verfügung, um ihre internen Vorkehrungen zu überprüfen.
Auch Materialien für Arbeitnehmende stellt der Bund bereit. Dort werden etwa die verschiedenen Formen sexueller Belästigung aufgezeigt. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist in der Schweiz ein weit verbreitetes Problem. Gemäss einer Studie von 2024 war ein Drittel der Arbeitnehmenden bereits davon betroffen. (mpa)
07:53 Uhr
Dienstag, 3. Februar
Ehemaliger SP-Regierungsrat wird Verwaltungsrat bei der Swatch-Gruppe
Die Swatch-Group-Lenker, die Geschwister Nick und Nayla Hayek, hatten im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» einen Generationenwechsel angekündigt – in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat. Nun unternehmen sie einen ersten Schritt: An der Generalversammlung vom 12. Mai soll Andreas Rickenbacher ins oberste Gremium der Swatch-Gruppe gewählt werden.
Bekannt wurde der Betriebswirt und Sozialdemokrat, der in diesen Tagen seinen 58. Geburtstag feiert, als Berner Volkswirtschaftsdirektor. Nach 10 Jahren in der bernischen Kantonsregierung schlug Rickenbacher eine Verwaltungsratskarriere ein. So sitzt er etwa im Strategiegremium des Stromkonzerns BKW und des Landwirtschafts- und Strassenputzmaschinenherstellers Aebi Schmidt. Zudem präsidiert er den Verwaltungsrat der Suva und auch des CSEM – also des Schweizer Zentrums für Elektronik und Mikrotechnik, das ursprünglich als Forschungszentrum zur Rettung der Uhrenindustrie gegründet worden war. (fv)
15:50 Uhr
Montag, 2. Februar
Flughafen Zürich: Abgang in der Geschäftsleitung
Aus 7 mach 6: So verkleinert der Flughafen Zürich seine Geschäftsleitung. Manuela Staub, die bisherige Personal- und Kommunikationschefin, verlässt aufgrund dieser Neuorganisation das Unternehmen. Mit dieser wolle man künftigen Herausforderungen wirkungsvoller begegnen, heisst es in einer Mitteilung des grössten Schweizer Landesflughafens.
Flughafen-Chef Lukas Brosi übernimmt damit auch die Führung des Bereichs Kommunikation, während Finanzchef Kevin Fleck für den Personalbereich zuständig ist. Die Anpassung erfolgt per sofort. Staub startete 2020 als Kommunikationschefin und übernahm mit ihrer Ernennung in die Geschäftsleitung 2022 weitere Aufgaben. Flughafen-Immobilienchefin Lydia Naef verbleibt als einzige Frau in der Geschäftsleitung. (bwe)
14:42 Uhr
Montag, 2. Februar
«Europe First» macht Schule
Die Schweizer Maschinenindustrie droht aufgrund eines neuen Finanzgesetzes aus Rom vom italienischen Markt ausgeschlossen zu werden, wie CH Media als Erstes berichtete. Demnach winken italienischen Unternehmen grosse Steuererleichterungen – aber nur, falls sie neue Maschinen aus dem EU- oder EWR-Raum anschaffen. Kaufen die Firmen in der Schweiz ein, gehen sie leer aus. Auf dem Spiel stehen knapp 1 Milliarde Franken oder rund 5 Prozent des gesamten Volumens von 20 Milliarden Franken, das der Schweizer Maschinenexport jährlich erwirtschaftet.
Nun zeigt sich: Das italienische Beispiel könnte Schule machen. Der EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné jedenfalls will die Vergabe öffentlicher EU-Gelder an Unternehmen an «Made in Europe» knüpfen. «Wann immer europäische öffentliche Gelder eingesetzt werden, müssen sie zur europäischen Produktion und zu hochwertigen Arbeitsplätzen beitragen», schreibt Séjourné in einem Gastbeitrag, der in mehreren europäischen Medien erschienen ist.
Séjourné verweist darauf, dass viele Wirtschaftsmächte ihren eigenen strategischen Sektoren den Vorzug gäben. US-Präsident Donald Trump verfolgt eine «America first»-Politik und hat Waren aus vielen Ländern mit Zöllen belegt. Séjournés Beitrag wurde von mehr als 1000 europäischen Wirtschafts- und Gewerkschaftsführern mitunterzeichnet.
Die EU will die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitgliedsstaaten stärken. Darum soll es auch bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs vom 12. Februar gehen. Europa müsse seinen Handel stärken, aber auch «seine Unternehmen durch gezielten Schutz in strategischen Sektoren vor unlauterem Wettbewerb schützen», schreibt Ratspräsident António Costa in der Einladung. Es brauche «Regeln, die in einigen strategischen Bereichen eine Bevorzugung Europas ermöglichen», ebenso wie einen «systematischen Ansatz zur Risikominderung in der Wirtschaft». (fv/dpa)
13:06 Uhr
Montag, 2. Februar
Oerlikon verkauft Barmag an Rieter
Nun ist der Deal abgeschlossen: Oerlikon gibt am Montag den Verkaufsabschluss seines Geschäftsbereichs Barmag an Rieter bekannt. Die am 6. Mai 2025 angekündigte Transaktion bewertet Barmag mit einem Unternehmenswert von 850 Millionen Franken.
Mit dem Abschluss der Transaktion setzt der Oberflächen-Spezialist Oerlikon laut eigenen Angaben «den letzten Schritt im strategischen Umbau in ein Pureplay-Unternehmen», also in ein Unternehmen, das nur noch in einem Bereich tätig ist. Die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf werden zur Rückzahlung von Schulden, für «allgemeine Unternehmenszwecke» sowie eine potenzielle Ausschüttung an Aktionäre verwendet.
Rieter wird nach eigenen Angaben mit der Barmag-Übernahme «zum weltweit führenden Systemanbieter für Natur- und Chemiefasern». Barmag werde fortan als «Man-Made Fiber»-Division in den Rieter-Konzern integriert. Das Management von Barmag verbleibt im Unternehmen. Die Transaktion wird durch die im Oktober des vergangenen Jahres vollzogene Kapitalerhöhung sowie durch langfristige Bankdarlehen finanziert. (fv)
09:43 Uhr
Montag, 2. Februar
Wende am Arbeitsmarkt? Aussichten bessern sich leicht
Im ersten Quartal 2026 ist der KOF-Beschäftigungsindikator um 1,1 Punkte gestiegen und liegt damit wieder über seinem langjährigen Durchschnitt. Das meldet das KOF-Institut der ETH Zürich. Die leichte Erholung des Indikators, die mit dem Wert des vorherigen Quartals begann, habe sich damit fortgesetzt. Zusammenfassend bedeutet dies laut KOF: «Die Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt verbessern sich leicht.»
Nach seinem Höchststand Mitte 2022 sei der Indikator über rund drei Jahre kontinuierlich gesunken und im dritten Quartal 2025 erstmals seit der Covid-Pandemie in den negativen Bereich gerutscht. Doch mit dem aktuellen Anstieg des Indikators setze sich die Erholung nun das zweite Quartal in Folge fort. Damit hat der Indikator im ersten Quartal 2026 einen Wert von 2,4 Punkten erreicht.
Grundlage des Indikators sind die Umfragen des KOF-Instituts, an denen jeweils rund 4500 Unternehmen teilnehmen. Der Anstieg des Indikators sei hauptsächlich auf die verbesserten Erwartungen zurückzuführen, halten die Konjunkturforscher weiter fest. Insgesamt würden mehr Unternehmen mit einem Stellenaufbau rechnen, als es Unternehmen gebe, die von einem Stellenabbau ausgehen. Der Indikator deute damit auf verbesserte Stellenaussichten im laufenden und im kommenden Quartal hin.
Doch die Unterschiede zwischen den Branchen seien weiterhin gross. Im Handel etwa bleiben die Aussichten gedämpft, der Indikator für den Grosshandel sei im laufenden Quartal weiter gesunken, auf minus 11,1 Punkte. Der Detailhandel liegt aktuell bei minus 3,1 Punkten. Auch im verarbeitenden Gewerbe bleibt der Indikator im negativen Bereich, auch wenn er sich zum Vorquartal etwas erholt hat. Im Gastgewerbe hat sich die Lage ebenfalls leicht verbessert, der Indikator bleibt jedoch im negativen Bereich.
Eine positive Entwicklung gibt es primär im Baugewerbe. Der branchenspezifische Indikator steigt von 9,5 Punkten auf 10,6 Punkte und erreicht damit den höchsten Stand seit über zwei Jahren. (nav)
14:22 Uhr
Freitag, 30. Januar
Hunderte Schweizer Hotels klagen gegen Booking
Der europäische Gastgewerbe-Verband Hotrec hat diese Woche eine Sammelklage gegen das Buchungsportal Booking.com eingereicht. Mehrere tausend Betriebe aus Europa haben dem zuständigen Gericht in Amsterdam Unterlagen geliefert, um Schadenersatz für die Anwendung der sogenannten Paritätsklausel geltend zu machen.
Darunter wird eine Vorschrift von Booking verstanden, dass Hotelzimmer auf anderen Portalen nicht günstiger angeboten werden dürfen als bei Booking, auch nicht auf der eigenen Internetseite. Laut Hotelleriesuisse beteiligen sich Hunderte Schweizer Betriebe an der Klage. Hierzulande ist die Anwendung solcher Klauseln seit 2022 verboten. (ehs)
13:27 Uhr
Freitag, 30. Januar
Giftfunde auch in Aptamil-Babynahrung
Den Anfang machte Nestlé: Anfang Jahr musste der Schweizer Lebensmittel-Konzern mehrere Chargen Baby-Nahrung von Marken wie Beba und Alfamino in 60 Ländern zurückrufen, darunter die Schweiz. In diesen könnte der Giftstoff Cereulid vorhanden sein, der Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Nach dem Tod zweier Säuglinge, die nach ersten Erkenntnissen nicht damit in Verbindung stehen, wurde in Frankreich eine Untersuchung eingeleitet. Nestlé-Chef Philipp Navratil entschuldigte sich, die Firma ist im Krisenmodus.
Kurz darauf kündigte der Schweizer Hersteller Hochdorf einen Rückruf von 10'000 im Jahr 2025 produzierten Packungen eines Produkts seiner Bimbosan-Reihe an. Auch in diesen könnte Cereulid vorhanden sein. Später folgten Rückrufe der Konzerne Lactalis und Vitagermine. Laut «Bloomberg» kommt das verunreinigte Öl in allen Fällen vom Hersteller Cabio aus China.
Der französische Konzern Danone musste bisher nur in wenigen Ländern wie Singapur und Slowenien Massnahmen ergreifen. Gestern wurde aber bekannt, dass er in Deutschland Chargen seiner auch hierzulande beliebten Aptamil-Produkte der Reihen Pronutra und Profutura zurückruft.
Für den Schweizer Markt gibt Danone-Sprecher Philippe Aeschlimann Entwarnung. Keines der hierzulande verkauften Aptamil-Produkte sei betroffen. Babymilch von Danone sei sicher. Dass ein Profutura-Produkt derzeit bei vielen Händlern wie Migros und Coop nicht oder nur vereinzelt erhältlich ist, habe mit Rückrufen nichts zu tun.
Das Toxin Cereulid stellt nach ersten Erkenntnissen in der fraglichen Konzentration keine tödliche Gefahr für Babys dar. Auch sind bei allen Herstellern nur kleine Teile des Sortiments betroffen. Allerdings könnten solche Rückrufe zunehmen. Hersteller von Babynahrung versuchen, mit ihren Produkten die Muttermilch immer genauer nachzubilden. Das macht die Lieferketten länger und erhöht damit auch die Zahl der möglichen Fehlerquellen. (ehs)
08:53 Uhr
Freitag, 30. Januar
Swatch-Gewinn bricht ein
Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 6,28 Milliarden Franken erzielt. In konstanten Wechselkursen entspricht das einem Rückgang von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, zu aktuellen Kursen einem Rückgang von 5,9 Prozent. Der Konzerngewinn sank von 219 Millionen Franken im Jahr 2024 auf 25 Millionen Franken, die Nettomarge von 3,3 auf 0,4 Prozent.
Während der Betriebsgewinn im Segment Uhren & Schmuck 549 Millionen Franken betrug, sei jener der Produktion «stark negativ» gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Das sei Folge der strategischen Entscheidung zur Aufrechterhaltung von Produktionskapazitäten und Arbeitsplätzen - und dies, ohne Kurzarbeit zu beantragen.
Die zweite Jahreshälfte lief Swatch deutlich besser: Dort verzeichnete der Konzern ein Umsatzwachstum von 4,7 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Im vierten Quartal wurde gar ein Umsatzplus von 7,2 Prozent und ein Wachstum weltweit in allen Preissegmenten registriert, heisst es in der Mitteilung. (ehs)
16:04 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Brack.Alltron steigert den Umsatz
Das Onlinehandels- und Logistikunternehmen Brack.Alltron mit Sitz in Mägenwil AG hat 2025 einen Umsatz von 1,16 Milliarden Franken erzielt, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Dies entspreche einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2023 war der Umsatz rückläufig gewesen, im vergangenen Jahr stabilisierte er sich. Das verarbeitete Paketvolumen im Logistikzentrum in Willisau LU stieg 2025 um 1,3 Prozent an und beträgt 4,58 Millionen Stück. Möglich sei die Bewältigung dieses Volumens unter anderem durch KI-basierte Kommissionier-Roboter. Die Firma beschäftigt rund 1300 Angestellte. (bwe)
13:21 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Neuer Exportrekord dank Pharma
Der schweizerische Aussenhandel hat im Jahr 2025 erneut zugelegt. Die Exporte nahmen um 1,4 Prozent auf 287,0 Milliarden Franken zu. Das entspricht einem neuen Rekordstand, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit am Donnerstag mitteilte. Verantwortlich dafür ist vor allem die Branche der chemischen und pharmazeutischen Erzeugnisse. Sie steigerte ihre Exporte um 3,3 Milliarden Franken auf 152 Milliarden Franken und damit einen Anteil von 53 Prozent an den Totalexporten.
Rückläufig waren die Exporte in den Sparten Maschinen, Elektronik und Apparate (-1,7 Prozent) sowie Uhren (-1,7 Prozent). Schweizer Exporteure setzten in Nordamerika 3,8 Prozent mehr ab und in Europa 1,8 Prozent mehr. Die Importe stiegen im vergangenen Jahr ebenfalls um 4,5 Prozent auf 232,7 Milliarden Franken, der zweithöchste Wert der Geschichte. (ehs)
12:35 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Schweizer Uhrenindustrie litt 2025 unter Trump
Das Geschäftsjahr 2025 der Schweizer Uhrenindustrie sei von grosser Unsicherheit geprägt gewesen, schreibt der Verband der Uhrenindustrie (FH) in einer Medienmitteilung. Die Uhrenexporte seien wie bereits im Vorjahr rückläufig verlaufen und wertmässig auf 25,6 Milliarden Franken gesunken. Gegenüber 2024 ist das ein Rückgang um 1,7 Prozent. Zu schaffen macht der Branche vor allem, dass mit China und den USA zwei zentrale Wachstumspfeiler der letzten Jahre eingebrochen sind.
In den USA wuchs die Branche allein im Vorjahr noch um 5 Prozent. Doch unter Präsident Donald Trump sei die US-Handelspolitik zu einer «grossen Herausforderung» geworden. 2025 gab es kein Wachstum mehr, sondern einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent. Im chinesischen Markt ging es 2025 weiter abwärts mit dem Umsatz, schreibt der Verband weiter. Innert zwei Jahren seien die Exporte ins Reich der Mitte um über ein Drittel eingebrochen.
Zu den Problemen in China und den USA hinzu kommt der steigende Goldpreis sowie die Aufwertung des Schweizer Frankens, vor allem zum Dollar. Dies habe zu spürbar höheren Kosten von Schweizer Uhrenfirmen geführt. In diesem widrigen Umfeld wussten sich einige Unternehmen offenbar nur mit Stellenabbauten zu behelfen. Der Personalbestand sei um 1,3 Prozent gesunken.
Das Jahr 2026 werde wohl ebenfalls von grosser Verunsicherung geprägt sein, schreibt der Verband zu den Aussichten. Das Vertrauen der Konsumenten sei aufgrund der geopolitischen Lage angeschlagen. Vor diesem Hintergrund werde die Produktion in der Schweiz weiterhin unter Druck stehen und sich der Umsatz deshalb «bestenfalls stabil» entwickeln. (nav)
10:55 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Volg steigert Umsatz
Die Detailhandelsgruppe Volg blickt laut einer Mitteilung vom Donnerstag auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sie hat mit 1,795 Milliarden Franken den höchsten Umsatz ihrer Geschichte erzielt und ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent gewachsen. Der wichtigste Absatzkanal, die 593 Volg-Dorfläden, legten um 1,1 Prozent auf 1,341 Milliarden Franken zu. Die 121 Shops an Tankstellen von Agrola erzielten 394 Millionen Franken Umsatz und damit 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Rückläufig war das Geschäft mit den von Volg belieferten freien Detailisten: Ihre Zahl sank von 207 auf 193, der Umsatz von 65 auf 60 Millionen Franken.
Volg-Chef Philipp Zgraggen wird damit zitiert, das seit Jahren anhaltende Wachstum bestätige den Kurs als führender Nahversorger auf dem Land. Auf Sortimentsebene sei 2025 etwa der Ausbau des Bio-Angebots mit der Aufnahme von 50 Alnatura-Produkten prägend gewesen. (ehs)
09:39 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Mehr Läderach-Schoggi am Flughafen Zürich
Der Schweizer Schokoladenhersteller Läderach expandiert am Flughafen Zürich. Heute betreibt die Firma mit Sitz in Bilten GL bereits zwei Shops auf der so genannten Landseite am Swiss-Hub sowie ein Geschäft im Circle, gleich vis-à-vis des Flughafens. Nun plant Läderach eine vierte Filiale auf der Luftseite, also nach der Sicherheitskontrolle. Laut Firmensprecher Matthias Goldbeck ist die Eröffnung auf Anfang März geplant.
Die Geschäfte am Flughafen gelten als lukrativ und imageträchtig, da sich vor der Abreise viele Touristen mit Schweizer Spezialitäten eindecken, sei es für sich selbst oder als Präsent für Freunde und Verwandte.
Mit der vierten Filiale zieht Läderach mit Konkurrent Sprüngli gleich. Die Zürcher Confiserie betreibt ebenfalls vier Standorte am Flughafen – einen auf der Land- und drei auf der Luftseite. Weltweit betreibt Läderach rund 250 Filialen. Bis Ende Jahr sollen es 300 werden. (bwe)
09:26 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Emmi legt dank Desserts und Kaffee zu
Der Luzerner Milchverarbeiter Emmi erzielte im vergangenen Geschäftsjahr ein organisches Wachstum von 4,3 Prozent. Die im August bereits angehobene Prognose von 2 bis 3 Prozent wurde damit übertroffen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Das Plus sei getragen von einem starken Heimmarkt Schweiz sowie den Wachstumsmärkten Brasilien, Chile und Mexiko. Zudem hätten auch die Verkäufe von Caffè Latte, Desserts und Spezialitätenkäse zugelegt. Insgesamt, also inklusive Übernahme-Effekten, stieg der Umsatz des von Ricarda Demarmels geführten Konzerns um 9,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken, gegenüber 4,3 Milliarden im Vorjahr. Dank einer dezentralen Geschäftsstruktur, Effizienzprogrammen und hoher Kostendisziplin habe man die anfallenden US-Zölle der Regierung Trump «weitgehend» kompensieren können.
Die detaillierten Geschäftszahlen präsentiert Emmi am 26. Februar. (bwe)
08:03 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Roche steigert Umsatz und Gewinn
Der Basler Pharmakonzern Roche konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf 61,5 Milliarden Franken steigern. Das entspricht einem Zuwachs von 7 Prozent in konstanten Wechselkursen. Daraus resultierte ein Gewinn von 13,7 Milliarden Franken (+58 Prozent). Den Hauptbeitrag dazu lieferte die Pharmadivision. Dort waren die gefragtesten Medikamente solche gegen Brustkrebs, Nahrungsmittelallergien Multiple Sklerose oder schwere Augenerkrankungen. Der Verwaltungsrat will die Dividende an die Aktionäre auf 9.80 Franken erhöhen – das wäre die 39. Erhöhung in Folge. Zu einem Wechsel kommt es zudem im Verwaltungsrat: Anstelle von Claudia Süssmuth soll Lubomira Roche treten. Sie ist derzeit Mitglied der Konzernleitung der Bank Société Générale. (mpa)
13:58 Uhr
Mittwoch, 28. Januar
Neuer Finanzchef für On
Die Sportmarke On mit Sitz in Zürich erhält per Mai mit Frank Sluis einen neuen Finanzchef. Zuletzt hatte Martin Hoffmann, der im vergangenen Jahr alleiniger CEO wurde, gleichzeitig auch den Job als Finanzchef inne.
Sluis' Hintergrund kombiniere die Expertise in der Steuerung grosser, internationaler Organisationen mit der finanziellen Disziplin, die für eine schnelle Expansion erforderlich sei, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch vom Modeunternehmen, an dem Ex-Tennis-Spieler Roger Federer beteiligt ist.
Zuletzt war Sluis als Finanzchef für Europa und Indonesien beim niederländischen Detailhändler Ahold Delhaize tätig. Dabei verwaltete der Niederländer laut On einen Jahresumsatz von über 30 Milliarden Euro. (bwe)
09:14 Uhr
Mittwoch, 28. Januar
Logitech verkauft mehr Tastaturen
Der Westschweizer Computerzubehörhersteller Logitech hat im dritten Geschäftsquartal mit seinen Resultaten erneut überzeugt. Die Umsätze stiegen in Dollar um 6 Prozent auf 1.42 Milliarden Dollar, in konstanten Währungen betrug das Plus 4 Prozent. Der Gewinn legte um rund einen Viertel auf 251 Millionen Dollar zu.
Konzernchefin Hanneke Faber spricht von einer «hervorragenden finanziellen Leistung». Das Wachstum im für den Konzern wichtigen Weihnachtsquartal sei breit abgestützt, über alle Geschäftskategorien, Regionen und Verkaufskanäle hinweg. Der Bereich «Gaming» konnte den Umsatz um 3 Prozent steigern, «Keyboards und Combos» um 8 Prozent, «Pointing Devices» um 11 Prozent, und «Tablet Accessories» um 21 Prozent. Webcam-Umsätze gaben derweil um 3 Prozent nach.
Faber weist darauf hin, dass diese guten Resultate trotz der US-Zoll-Belastung zustande gekommen seien. Dies zeige die Stärke des Logitech-Portfolios. Für das Gesamtjahr 2025/26 peilt Logitech einen 6 Prozent höheren Umsatz von rund 4,8 Milliarden Dollar an.
Laut Michael Foeth, Analyst der Bank Vontobel, hat der Mäuse- und Kopfhörer-Hersteller die Markterwartungen übertroffen. «Die Sorgen über eine geringere Gaming-Nachfrage aufgrund von zollbedingten Preisanhebungen in den USA waren gerechtfertigt, doch die Auswirkungen blieben begrenzt», schreibt Foeth in einer Analyse. Die Margen blieben «gut geschützt». Und: «Die Umsetzung der Geschäftsleitung, die operative Flexibilität und finanzielle Disziplin sind weiterhin stark.»
ZKB-Analyst Christian Bader verweist derweil auf bevorstehende Herausforderungen: «Der Preisanstieg für Memory Chips. Dies dürfte das Segment Videokollaboration unserer Meinung nach voll treffen.» Dies dürfte ab dem zweiten Halbjahr der Fall sein, wenn die Lager ausgeschöpft seien. Zudem gebe es Unsicherheiten im PC-Markt. (bwe)
08:44 Uhr
Mittwoch, 28. Januar
Amazon macht kassenlose Shops dicht
Amazon schliesst seine Mini-Supermärkte ohne Kassen. Die ersten Geschäfte unter der Marke Amazon Go, in denen Kunden einfach Produkte aus dem Regal greifen und rausgehen können, öffneten in den USA 2018. Gewichtssensoren in den Regalen und Kameras an der Decke sollen sicherstellen, dass die Einkäufe richtig zugeordnet und nachträglich abgebucht werden.
Die Technologie werde inzwischen von anderen Händlern an mehr als 360 Standorten in fünf Ländern eingesetzt, betonte Amazon. Darunter seien eine Krankenhaus-Cafeteria und eine Eishockey-Arena. Zudem greife der Konzern selbst darauf zurück - für die Verpflegung von Mitarbeitenden in mehr als 40 seiner Logistikzentren in Nordamerika. Für die zuletzt 14 Amazon-Go-Läden in Nordamerika ist nun aber Schluss.
Branchenkenner hatten bereits in den vergangenen Jahren darauf verwiesen, dass die Technik für den kassenlosen Einkauf aufwendig und dadurch kostspielig sei. Das mache es schwierig, sie auf grössere Ladenflächen auszuweiten.
Seine wie gewöhnliche Supermärkte funktionierenden Geschäfte unter der Marke Amazon Fresh macht der weltgrösste Einzelhändler ebenfalls dicht. Davon gab es zuletzt mehr als 50. Man habe es nicht geschafft, ein Geschäftsmodell für einen weitreichenden Ausbau des Ladennetzes zu finden. Ein Teil der aufgegebenen Standorte von Amazon Fresh und Amazon Go soll zu Supermärkten der Kette Whole Foods umfunktioniert werden, die der Konzern 2017 gekauft hatte. (dpa)
13:53 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Tamedia streicht 25 bis 30 Vollzeitstellen
Das Medienhaus Tamedia baut weitere Stellen ab. Es geht um 25 bis 30 Vollzeitstellen, die im Zuge der Neuorganisation wegfallen. Per 1. März werden das Print- und Digitalgeschäft organisatorisch voneinander getrennt, teilt Tamedia mit. Für die betroffenen Mitarbeitenden komme ein Sozialplan zur Anwendung. Tamedia spricht in der Mitteilung von einem tiefgreifenden strukturellen Wandel in der Medienbranche: Der Zeitungsmarkt sei rückläufig und Werbegelder würden zu grossen globalen Plattformen verschoben. (has)
12:54 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Skyguide sperrt Genfer Luftraum
Nach einem technischen Zwischenfall hat Skyguide am Dienstagmorgen als Vorsichtsmassnahme vorübergehend den Genfer Luftraum geschlossen. Grund dafür war ein Software-Update, das in der Nacht durchgeführt wurde. Dabei seien einige Systemkomponenten nicht korrekt geladen worden. Deshalb sei am Morgen eine Rückkehr auf die ursprüngliche Software-Version sowie ein kontrollierter Neustart des Systems erforderlich geworden.
In der Folge sah sich die Flugsicherungsbehörde gezwungen, ein so genanntes «Clear‑the‑Sky» durchzuführen. Sprich: Alle sich bereits im Genfer Luftraum befindenden Flugzeuge konnten noch wie vorgesehen landen, allerdings fanden während mehr als einer Stunde keine Starts mehr statt und es wurden keine neuen Flüge akzeptiert. Inzwischen operiere man wieder mit 80 Prozent der Kapazität, schreibt Skyguide. Diese Massnahme werde während 24 Stunden beibehalten. Danach werde die Rückkehr zur normalen Kapazität erwartet. Der Zürcher Luftraum war von dieser Massnahme nicht betroffen. (bwe)
10:07 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Swisscom erhöht die Preise
Die Swisscom erhöht per 1. April die Preise verschiedener Abonnemente für Privatkunden. Wie der Telekom-Konzern am Dienstag mitteilt, werden Internet- und Mobile-Abos um 1.90 Franken pro Monat teurer und Abos für Fernsehen und Festnetztelefonie um 0.90 Franken pro Monat. Betroffen sind Produkte der Hauptmarke Swisscom.
Die Preiserhöhung sei «durch strukturelle Veränderungen im Telekommunikationsmarkt bedingt»: Heute erhielten Kundinnen und Kunden mehr Leistung als vor wenigen Jahren, aber die Preise seien stetig gesunken. Dadurch gingen die Umsätze zurück. Das lasse sich nicht mehr alleine durch Kostensenkungsmassnahmen und Effizienzsteigerungen auffangen.
Die Swisscom kämpft im Privatkundenmarkt in der Schweiz seit Jahren mit schwindenden Umsätzen. In der Schweiz baute der Telekom-Konzern in mehrheitlichem Staatsbesitz in den vergangenen Jahren deshalb unter dem Strich auch Stellen ab. (ehs)
08:04 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Abnehmspritzen: Roche vermeldet Erfolg
Im Wettlauf um die nächste Generation der Abnehm-Medikamente mischt auch der Basler Pharmakonzern Roche mit. Am Dienstag teilte die Firma Resultate einer klinischen Studie zum GLP1-Medikament namens CT-388 mit. In der Phase-2-Studie führte die wöchentliche Injektion des Wirkstoffs zu einem signifikanten Gewichtsverlust von 22,5 Prozent nach 48 Wochen, heisst es in einer Mitteilung. Zudem erreichten jene Patientinnen und Patienten, die an einer Vorstufe von Diabetes litten, im selben Zeitraum normale Blutzuckerwerte. Gemäss Roche vertrugen die Testpersonen das Medikament gut. Der Konzern forscht daneben an einer Abnehmpille. Beide Medikamente sollen voraussichtlich nach 2028 auf den Markt kommen. (mpa)
10:54 Uhr
Montag, 26. Januar
Post liefert mehr Pakete aus
Im vergangenen Jahr hat die Post 186,8 Millionen Pakete ausgeliefert. Das sind 3,7 Prozent mehr als 2024. Als Grund für die Zunahme sieht die Post laut einer Mitteilung vom Montag vor allem die etwas bessere Konsumentenstimmung. Den bisherigen Rekordwert erreichte die Post im Jahr 2021 mit 202 Millionen Paketen während der Coronakrise, in der mehr Menschen online einkauften.
Eine repräsentative Onlinebefragung durch das Institut You Gov im Auftrag der Post zeige, dass jüngere Menschen mehr Pakete versenden und empfangen. Durch den zunehmenden Onlinehandel rechnet die Post auch mittel- und langfristig mit steigenden Paketmengen.
Die Anzahl der versendeten Briefe hingegen sinkt seit Jahren stetig. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Im Jahr 2025 zählte die Post 1490 Millionen Briefe - 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der sinkenden Briefmenge will die Post begegnen, in dem sie die physische Post mit dem Angebot des digitalen Briefs ergänzt. Dieser wird laut der Mitteilung ab 1. April Teil der postalischen Grundversorgung. (ehs)
08:37 Uhr
Montag, 26. Januar
Teuer wie nie – Goldpreis übertrifft Marke von 5000 Dollar
Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5000 Dollar geknackt. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kletterte an der Metallbörse in London im frühen Handel um bis zu zwei Prozent auf 5093 Dollar (4296 Euro) und war damit so hoch wie noch nie. Zu den stärksten Treibern zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA.
Gold hat sich in den ersten Wochen des Jahres um knapp 18 Prozent verteuert, nachdem der Preis für das Edelmetall im Vorjahr bereits um 65 Prozent gestiegen war. Dies war das höchste Jahresplus seit 1979. Der Preis ist 2025 um mehr als 2'000 Dollar gestiegen.
Preistreiber im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konflikte weltweit. Auch 2026 sorgten politische Spannungen für mehr Nachfrage. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres vor allem auf die Lage im Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Auch Silber ist an der Börse begehrt: Der Preis für eine Feinunze war in der vergangenen Woche erstmals über 100 Dollar gestiegen. Silber ist ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als «sichere Häfen» in Krisenzeiten. Daneben gibt es Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Die wiederholten Angriffe von Trump auf Fed-Chef Jerome Powell schüren die Angst, dass die mächtige Notenbank künftig nicht mehr unabhängig agieren, sondern politisch gesteuert werden könnte.
Zentralbanken weltweit, insbesondere aus Schwellenländern wie China, haben ihre Goldreserven in den vergangenen Jahren deutlich aufgestockt. Diese Käufe sollen die nationalen Reserven unabhängiger vom US-Dollar machen und gelten als wichtiger Preistreiber. Auch sinkende Zinsen, wie zuletzt von der US-Notenbank Fed, spielen oft eine Rolle, wenn der Goldpreis steigt. Da Gold weder Zinsen noch Dividenden abwirft, verstärkt die Aussicht auf fallende Zinsen die Nachfrage nach dem Edelmetall. Bei niedrigeren Zinsen werden festverzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen im Vergleich dazu weniger attraktiv.
Gold wird als wertbeständig angesehen und hat über lange Zeiträume hinweg seinen Wert behalten. Das Edelmetall hat Kriege, Währungsreformen und Rezessionen überstanden, was es für viele als langfristige Anlage attraktiv macht. In Deutschland empfiehlt die Stiftung Warentest etwa, rund zehn Prozent des Gesamtvermögens in Gold zu investieren. Gold solle jedoch nur mit Geld gekauft werden, das man langfristig entbehren kann.
Trotz des Höhenflugs halten einige Banken noch höhere Goldpreise für möglich. So hob die US-Investmentbank Goldman Sachs jüngst ihre Prognose für Ende 2026 an von 4'900 auf 5'400 Dollar je Feinunze. Zugleich warnen manche Experten, der Gold-Rekordlauf sei übertrieben. (dpa)
10:52 Uhr
Montag, 26. Januar
Perlen Papier: Kerngeschäft leidet
Im vergangenen Jahr musste die letzte Papierfabrik der Schweiz, die Perlen Papier AG, 60 Entlassungen aussprechen. Nun teilt die Mutterholding mit, man habe erste Meilensteine in der Transformationsphase erreicht. Wie die Perlen Industrieholding schreibt, gehören neue Papierprodukte, der Einstieg in fasergussbasierte Verpackungslösungen sowie der Bau eines 10-MW-Batteriespeichers zur Neuausrichtung. Gleichzeitig bleiben im Kerngeschäft die Markt- und Margenbedingungen aufgrund des anhaltenden Preis- und Mengendrucks «herausfordernd und hinter den Erwartungen», so die Mitteilung. (mim)
13:27 Uhr
Montag, 26. Januar
Auch Asset Management wird fusioniert
In Zuge des Zusammenschlusses von Helvetia mit Baloise sollen auch die beiden Asset-Management-Einheiten fusionieren. Mit Rechtwirksamkeit per Datum der Fusion sollen sämtliche Aktiven und Passiven der Helvetia Asset Management AG auf die Baloise Asset Management AG übertragen werden, heisst es in einer Mitteilung. Die Helvetia Asset Management AG wird danach im Handelsregister gelöscht. Die Fusion werde frühestens Mitte 2026 erfolgen. Auf die Frage, ob dieser Zusammenschluss zu einem weiteren Jobabbau führe, sagt ein Sprecher: «Die geplante Zusammenführung der beiden Asset-Management-Einheiten und der am 9. Dezember 2025 angekündigte Stellenabbau sind Teil des Integrationsprogramms von Helvetia Baloise und werden planmässig umgesetzt.» (mim)
19:35 Uhr
Sonntag, 25. Januar
Ja zum Landesmantelvertrag
Die delegierten Bauarbeiter der Gewerkschaften Unia und Syna haben an ihren Berufskonferenzen dem Verhandlungsergebnis für den neuen Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV) zugestimmt, heisst es in einer Mitteilung. Der neue LMV hat eine Laufdauer von sechs Jahren und regelt die Arbeitsbedingungen der rund 80’000 Bauarbeiter. Der Gesamtarbeitsvertrag lief Ende 2025 aus und musste daher neu verhandelt werden. Für die Bauarbeiter standen Lösungen für die hohe Belastung durch überlange Arbeits- und Reisezeiten sowie die Sicherung der Kaufkraft im Zentrum.
Das Verhandlungsergebnis konnte erst nach zehn Verhandlungsrunden und diversen Protestaktionen erreicht werden. Bis zur letzten Minute war unklar, ob vor Auslaufen des Vertrags eine Verhandlungslösung gelingt. Nachdem beide Seiten aufeinander zugegangen waren, gelang am 12. Dezember der Vertragsabschluss. (mim)
11:52 Uhr
Donnerstag, 22. Januar
Galencia: Abnehm-Medikamente führen zu Umsatzplus
Der Gesundheits- und Logistikkonzern Galenica, der unter anderem die Apotheken-Ketten Sun Sorte und Amavita führt, steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 4,1 Milliarden Franken – so viel wie noch nie. Die Umsatzsteigerung sei über alle Geschäftsbereiche hinweg breit abgestützt, heisst es in einer Mitteilung. Auch das neue Geschäftsfeld «Diagnostics» habe zum Umsatzwachstum beigetragen. Das Plus wurde insbesondere durch eine hohe Nachfrage nach rezeptpflichtigen Medikamenten, darunter auch GLP-1-basierten Abnehmpräparaten, sowie Nahrungsergänzungsmitteln getrieben. (bwe)
10:47 Uhr
Donnerstag, 22. Januar
Übernahmekampf: Beazley lässt Zurich abblitzen
Der britische Versicherer Beazley lehnt das am vergangenen Montag publik gewordene informelle Übernahmeangebot von Zurich ab. Der gebotene Preis von 1280 Pence pro Aktie (umgerechnet: 8,3 Milliarden Franken) stelle eine «materielle Unterbewertung von Beazley und derer langfristigen Perspektiven als unabhängige Gesellschaft» dar, heisst es in einer am Donnerstag verbreiteten und mit der Zurich nicht abgestimmten Pressemitteilung. Von der Zurich war unmittelbar kein Kommentar dazu erhältlich.
Der Beazley-Verwaltungsrat legt in dem Communiqué offen, dass er bereits im Juni des vergangenen Jahres drei informelle Übernahmeangebote erhalten hatte, die damals nicht bekannt gemacht wurden. Das höchste dieser Gebote hatte sich auf 1315 Pence belaufen, lag also 35 Pence über dem aktuellen Gebot. Eine Beazley-Aktie kostet am London Stock Exchange derzeit 1120 Pence. Das Eigenkapital pro Aktie liegt um den Faktor 2,4 höher.
Bei der Zurich erreicht das gleiche sogenannte Preis/Buch-Verhältnis aktuell den Faktor 4. Die Zurich wird von der Börse also deutlich höher bewertet als Beazley. Ein Grund dafür könnte das Geschäftsmodell von Beazley sein, die sich auf die Versicherung von Firmen mit besonders schwer einschätzbaren Risiken wie Cyber fokussiert.
Offenbar will die Zurich genau in diesem Feld expandieren, möglicherweise um dem zunehmendem Preisdruck im Massengeschäft (Autoversicherungen, Haushalt, etc.) auszuweichen. Die Zurich muss bis zum 16. Februar eine verbindliche Offerte vorlegen, oder die Übernahmebemühungen für eine Frist von mindestens sechs Monaten einstellen. (dz)
08:12 Uhr
Donnerstag, 22. Januar
Weko büsst Ticketcorner und Hallenstadion
Die Wettbewerbskommission (Weko) sanktioniert das Zürcher Hallenstadion und den Ticketverkäufer Ticketcorner. Diese hatten im Jahr 2008 eine Kooperation beschlossen: Ticketcorner erwarb Aktien der Betreibergesellschaft des Hallenstadions und entrichtete ihr eine jährliche Gebühr, während dieses im Gegenzug von Veranstaltern verlangte, mindestens 50 Prozent der Standardtickets über die Kanäle von Ticketcorner zu vertreiben.
Nachdem Konkurrenten von Ticketcorner den Fall vor die Weko brachten, geriet ein jahrelanger Rechtsstreit ins Rollen. Die Weko wollte den Fall einstellen, doch das Bundesgericht entschied 2020, dass der Wettbewerb rechtswidrig eingeschränkt worden sei. Das Hallenstadion habe bei der Vermietung von Lokalitäten für grosse Rock- und Popkonzerte in der Deutschschweiz im fraglichen Zeitraum über eine marktbeherrschende Stellung verfügt. Auch Ticketcorner habe sich missbräuchlich verhalten. Die Weko muss die beiden Firmen deshalb sanktionieren.
Das tut sie nun: Wie sie am Donnerstag mitteilte, wird die Hallenstadion-Betreiberin mit rund 50'000 Franken und Ticketcorner mit rund 65'000 Franken gebüsst. Theoretisch hätte das Hallenstadion mit bis zu 10 Prozent des Umsatzes der letzten drei Jahre gebüsst werden können, doch die Betreiberin hatte bereits eine einvernehmliche Regelung mit der Weko abgeschlossen.
Die fragliche Kooperation wurde bereits vor mehreren Jahren beendet. Ticketcorner ist allerdings weiterhin mit 5 Prozent der Aktien am Hallenstadion beteiligt. Dessen grösste Aktionäre sind die Stadt Zürich mit 39,1 Prozent, die Gastronomie-Gruppe Wüger mit 36,8 Prozent und der Kanton Zürich mit 6 Prozent. (ehs)
10:01 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Sunrise rüstet SBB-Züge aus
In internationalen Zügen bieten die SBB den Reisenden kostenloses Internet an. Die Passagiere können sich via WLAN einloggen. Die Datenverbindung wird im Hintergrund über das Mobilfunknetz realisiert. Dafür werden SIM-Karten in die Züge eingebaut.
Die SBB benötigen für die Bereitstellung dafür 3100 SIM-Karten und dazugehörige Abos. Diese liefert neu der Telekom-Anbieter Sunrise. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Zuschlag hervor. Für 2,1 Millionen Franken darf er den SBB die SIM-Karten liefern. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 5 Jahren und kann zweimal um 2 Jahre verlängert werden.
Für das WLAN-Angebot im Ausland sind nicht die SBB zuständig, sondern die jeweiligen Partnerbahnen. In Fernverkehrs-Zügen im Inland bieten die SBB weiterhin kein WLAN an. Sie sind von dieser Ausschreibung nicht betroffen. (ehs)
09:17 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Nach Nestlé-Rückruf von Babynahrung: Frankreich untersucht Tod eines Säuglings
Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé kämpft nach wie vor mit den Folgen seines Rückrufs von Babynahrung (CH Media berichtete). Wie internationale Medien mit Bezug auf eine Meldung der Nachrichtenagentur AWP berichten, schaltet sich in Frankreich nun die Justiz ein. Demnach leitete das Gesundheitsministerium am Dienstag eine gerichtliche Untersuchung ein, nachdem es zu einem Säuglingstod kam.
Allerdings: Ein Zusammenhang zwischen dem Todesfall und der Kindermilch der Marken Guigoz und Nidal sei bisher nicht nachgewiesen worden. Der Entscheid beruht bisher einzig auf einer Meldung über einen schweren Fall, der epidemiologische Abklärungen nötig mache. Dies kommunizierte das Krisenzentrum des Ministeriums. Weitere Krankheitsfälle seien bisher nicht bestätigt.
Nestlé hatte Anfang Januar in rund 60 Ländern diverse Babynahrungsprodukte freiwillig und vorsorglich zurückgerufen, weil ein Inhaltsstoff eines Lieferanten verunreinigt war. Darin war das bakterielle Toxin Cereulid in einer sehr geringen Menge nachgewiesen worden. Der neue Nestlé-Chef Philipp Navratil entschuldigte sich vergangene Woche in einer Videobotschaft bei allen Kundinnen und Kunden und betonte, dass Produktsicherheit oberste Priorität habe.
Der renommierte Nestlé-Analyt Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel schreibt dazu: «Dieser Fall entwickelt sich zu einem Albtraum für die neue Führung.» Es scheine, als habe das Management keine Kontrolle darüber. Täglich würden negative Schlagzeilen dazu publiziert. Allerdings sind auch andere Hersteller von Babynahrung betroffen. So musste auch die Luzerner Firma Hochdorf wegen des Gifts einen Rückruf starten.
«Nebst dem finanzellen und dem Imageschaden wird dieser Fall wohl weitere Fragen aufwerfen in Bezug auf Nestlés Standards bei der Qualitätskontrolle in den Fabriken und möglichen Investitionslücken aufgrund des Kostensenkungsprogamm des Konzerns», schreibt Bertschy. Und: «Nestlé ist in die Enge getrieben.» (bwe)
08:47 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Neuer Chef für Schweizer Schoggi-Gigant
Der weltgrösste Schokoladenhersteller Barry Callebaut mit Sitz in Zürich vollzieht einen Chefwechsel: Der bisherige Geschäftsführer Peter Feld tritt ab, auf ihn folgt der ehemalige Unilever-Chef Hein Schumacher, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Nach dem Abschluss eines Transformationsprogramms werde Feld andere Karrierechancen verfolgen.
Der Niederländer Schumacher leitete von 2023 bis 2025 den Nestlé-Konkurrenten Unilever, bekannt für Marken wie Knorr oder Ben & Jerry's. Zuvor hatte er eine Führungsrolle bei Royal Friesland Campina inne, einem der weltweit grössten Milchkonzerne.
Hein Schumacher habe eine starke Erfolgsbilanz, schreibt die Bank Vontobel in einem Kommentar zur Rochade. «Das Vertrauen in die Führungsspitze hat im letzten Jahr deutlich gelitten, so dass ein CEO-Wechsel überfällig schien», schreibt Vontobel-Analyst Matteo Lindauer. «Die Ernennung von Hein Schumacher kommt hier einem kleinen Erdbeben gleich.» Der neue CEO werde das Vertrauen von Anlegern und Belegschaft gleichermassen wieder aufbauen und für eine positive Unternehmenskultur sorgen müssen. (bwe)
08:32 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Roche investiert mehr in US-Fabrik
Die Roche-Tochter Genentech baut in Holly Springs, North Carolina, eine Fabrik, um Abnehmmedikamente herzustellen. Nun hat die Firma das ursprüngliche Investment auf 2 Milliarden Dollar verdoppelt, heisst es in einer Mitteilung. Es handelt sich um die erste Produktionsanlage von Genentech an der Ostküste. Sie soll 2029 in Betrieb gehen und dereinst 500 Jobs in der Produktion schaffen. Nach Donald Trumps Zoll-Drohungen hat Roche ein Investitionspaket über 50 Miliarden Dollar in den USA angekündigt. Der Konzern besitzt in den USA bereits 13 Produktions- und 15 Forschungsstandorte und beschäftigt dort rund 25'000 Mitarbeitende. (mpa)






