10:07 Uhr
Mittwoch, 3. Juni
Geberit will weitere Aktien vernichten
Der grösste europäische Sanitärtechnikkonzern Geberit mit Sitz in Rapperswil-Jona hat das Aktienrückkaufprogramm, das seit 2024 gelaufen ist, vorzeitig beendet. Im Rahmen des ursprünglich bis September 2026 geplanten Programms wurden rund 560'000 Aktien im Wert von 300 Millionen Franken oder 1,7 Prozent des Kapitals zurückgekauft. Diese Papiere werden nun vernichtet und damit wird das Kapital entsprechend herabgesetzt.
Praktisch nahtlos startet Geberit morgen Donnerstag ein neues Aktienrückkaufprogramm. Dieses sieht ebenfalls den Rückkauf von Aktien im Wert von maximal 300 Millionen Franken vor, und zwar über einen Zeitraum von höchstens zwei Jahren. Auf Basis des Schlusskurses vom vergangenen Dienstag entspricht dies aktuell rund 600'000 Aktien oder 1,8 Prozent des Geberit-Kapitals.
Laut Geberit-Sprecher Roman Sidler sind Aktienrückkäufe neben der Dividende Teil der Ausschüttungspolitik. Das Unternehmen nutze die Möglichkeit, überschüssige Mittel an die Aktionäre zurückzugeben. «Diese Ausschüttungen werden durch unser sehr gesundes Niveau beim freien Cashflow und bei der Verschuldung ermöglicht, bei gleichzeitiger Beibehaltung des starken finanziellen Fundaments der Gruppe.» Als weiterer Effekt steigt durch Aktienrückkäufe der Gewinn pro Aktie.
Geberit hat vergangenes Jahr mit rund 11'000 Mitarbeitenden in 50 Ländern 3,2 Milliarden Franken umgesetzt. Grösste Aktionäre des Sanitärtechnikkonzerns sind die Fondsgesellschaft UBS Fund Management (Switzerland) AG mit einem Anteil von rund 5,7 Prozent und der US-Vermögensverwalter Blackrock mit rund 5,2 Prozent. (T.G.)
06:32 Uhr
Mittwoch, 3. Juni
Ex-Schindler-Chef wird Lucid-CEO
Silvio Napoli, langjähriger CEO und Präsident des Liftbauers Schindler, wechselt die Branche. Der 61-Jährige hat diese Woche das Steuer beim US-Elektroautohersteller Lucid übernommen. «Unser Fokus wird darauf liegen, die Kundenbindung zu stärken, konsequent und verantwortungsbewusst zu handeln, Kostenwettbewerbsfähigkeit zu erreichen und unsere Organisation sowie unsere Prozesse zu straffen, um die Stärken unseres Teams voll auszuschöpfen», sagte Napoli. (mpa)

06:28 Uhr
Mittwoch, 3. Juni
Kerosin-Krise: Bund gibt Entwarnung
Für den Monat Juni hat die Schweiz genug Treibstoffvorräte. Das schreibt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung in seiner aktualisierten Lageeinschätzung vom Dienstag. Die Versorgung mit Benzin, Diesel, Heizöl und Kerosin sei voraussichtlich bis Ende Juni gesichert. Dies unter der Voraussetzung, dass die den Importeuren bestätigten Mengen geliefert werden. Für Juli macht der Bund noch keine Prognose. Die Einschätzung «gesichert bis Ende Juni» bedeute aber nicht, dass ab Juli eine Versorgungslücke herrschen wird. (mpa)
14:15 Uhr
Dienstag, 2. Juni
Zwei Tote: OpenAI verklagt
Der US-Bundesstaat Florida wirft der KI-Firma OpenAI in einer Klage vor, es verspreche den Kunden von ChatGPT, die Nutzung ihrer Chatbots sei sicher, obwohl die Software in Wahrheit gefährlich sei. Weiter wird OpenAI von Florida beschuldigt, ihre Software gefährde die Nutzerinnern und Nutzer und sei eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit.
In der Klage wird auf Fälle verwiesen, in denen ChatGPT eine tödliche Medikamentenkombination empfohlen und einen für tödliche Schüsse auf einem Universitätsgelände verantwortlichen Schützen vor dessen Tat beraten haben soll. Insbesondere für Teenager sei der Chatbot problematisch.
OpenAI verwies auf Massnahmen zum Schutz junger Nutzer. Dazu gehörten Mechanismen zur Alterserkennung sowie Überwachungsmöglichkeiten für Eltern. Die Massnahmen führte OpenAI zum Teil erst nach Todesfällen und öffentlicher Kritik ein.
ChatGPT ist der Chatbot, der den aktuellen Hype um Künstliche Intelligenz auslöste und kommt inzwischen laut OpenAI auf 900 Millionen Nutzer pro Woche. Er ist das wichtigste Produkt der Firma.
Florida hatte bereits im April Ermittlungen zur Rolle von ChatGPT beim Schusswaffen-Angriff an der Florida State University im April 2025 aufgenommen. Der Schütze habe vor der Tat Rat beim KI-Chatbot eingeholt, so der Staatsanwalt von Florida damals.
Demnach bekam er nicht nur Empfehlungen, welche Waffe er verwenden solle und welche Munition zu welchen Waffen passe, sondern auch zu der Frage, wo und zu welcher Zeit dort die meisten Menschen anzutreffen sein würden. OpenAI beharrt darauf, dass ChatGPT nicht für die Tat verantwortlich sei, bei der zwei Menschen getötet und sechs weitere verletzt wurden. (dpa)
14:06 Uhr
Dienstag, 2. Juni
Swiss verschiebt Wiederaufnahme der Flüge nach Tel Aviv auf August 2026
Die Lufthansa-Gruppe wird Tel Aviv bereits im Juni wieder bedienen, wenn auch vorerst nur mit einem reduzierten Flugangebot. Die Lufthansa-Tochter Swiss hingegen wird ihre Verbindung zwischen Zürich und Tel Aviv erst ab dem 1. August 2026 wieder aufnehmen, wie die Swiss am Dienstag mitteilte. Die Schweizer Airline begründet dies mit «operationellen Gründen».
Fluggäste, deren Flüge aufgrund dieser Anpassung gestrichen werden, können ihre Reise laut der Swiss «kostenfrei auf einen späteren Termin umbuchen oder sich den vollständigen Ticketpreis erstatten lassen». (fv)
14:54 Uhr
Montag, 1. Juni
Salt vergünstigt Roaming
Das Telekom-Unternehmen Salt erweitert sein Roaming-Angebot für Abonnentinnen und Abonnenten. Neu deckt der Tagespass über 200 Länder ab. Die Europa-Zone beinhaltet neu alle EU-Länder, und es werden neue Pakete mit neuen Laufzeiten eingeführt. Laut der Mitteilung von Montag sinken zudem die Preise für Datenroaming etwa in der Türkei um 80 Prozent und in den USA um 75 Prozent. (ehs)
11:15 Uhr
Montag, 1. Juni
Roland Leuenberger übernimmt bei Axpo
Am Montag hat Roland Leuenberger das Amt des Verwaltungsratspräsidenten des Stromkonzerns Axpo von seinem Vorgänger Thomas Sieber übernommen. Dieser stand 10 Jahre an der Spitze der Firma. Er übergebe ein «strategisch breit aufgestelltes Unternehmen in sehr guter Verfassung», heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Leuenberger war von 2019 bis Mai 2026 Chef des Bündner Energieunternehmens Repower.
Der Axpo-Konzern ist mit zuletzt 7,4 Milliarden Franken Umsatz vor Alpiq und BKW der grösste Energieversorger der Schweiz. Er gehört mehreren Kantonen und kantonalen Werken, wobei die Kantone Zürich und Aargau zusammen eine Mehrheit halten. (ehs)
08:37 Uhr
Montag, 1. Juni
Wirtschaft wächst stärker
Das um den Einfluss von Sportevents bereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz ist im ersten Quartal um 0,4 Prozent gewachsen. Im Vorquartal waren es noch 0,2 Prozent gewesen. Das teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag mit.
Die Industrie stützte laut einer Mitteilung das Wachstum «massgeblich». Die Wertschöpfung des Industriesektors wuchs mit 1,3 Prozent «kräftig», genauso wie jene des verarbeitenden Gewerbes (+1,5 Prozent). Die Wertschöpfung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie hingegen entwickelte sich mit -3,4 Prozent rückläufig, die Ausfuhren gingen zu Jahresbeginn deutlich zurück. Im Dienstleistungssektor sei die Dynamik «verhalten» geblieben, dort resultierte ein Plus von 0,2 Prozent. (ehs)
08:08 Uhr
Montag, 1. Juni
Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent
Der hypothekarische Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent. Das teilt das Bundesamt für Wohnungswesen am Montag mit. Auf diesem Stand liegt der Satz seit 2. September 2025. Er ist massgeblich für die Mietzinsgestaltung in der ganzen Schweiz verantwortlich. Bei einer Senkung können die meisten Mieterinnen und Mieter eine Mietzinsreduktion einfordern, bei einer Erhöhung müssen sie mit einer teureren Miete rechnen.
Der Wert basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen. Er wird vierteljährlich neu berechnet. Die Berechnung für den ab 2. Juni geltenden Satz von 1,25 Prozent geschah per 31. März. Der Satz sank gegenüber der vorherigen Berechnung leicht von 1,32 auf 1,31 Prozent. Da er auf Viertelprozente gerundet wird, ergibt sich eine Änderung erst wieder, wenn er unter 1,13 Prozent sinkt oder über 1,37 Prozent steigt. (ehs)
16:35 Uhr
Freitag, 29. Mai

Aldi will in der Schweiz schlanker werden
Der Discounter Aldi Suisse nimmt Änderungen an seinen Strukturen vor. Wie er gestern mitteilte, will er künftig etwa auf teure Filialstandorte verzichten. Als Beispiel nennt er den mittlerweile geschlossenen Standort an der Zürcher Bahnhofstrassse. Zudem soll das Sortiment gestrafft werden: Nischenartikel, aber auch teure Markenartikel sollen verschwinden. Die Filialen sollen umgebaut werden, um ein «übersichtliches und zeitsparendes Einkaufserlebnis» zu bieten. Aldi will die Einsparungen laut eigenen Angaben in tiefere Preise investieren. (ehs)
16:35 Uhr
Freitag, 29. Mai
Starlux will aus Taiwan in die Schweiz fliegen
Die taiwanesische Airline Starlux Airlines will ab 2027 Direktflüge von Taipeh nach Zürich aufnehmen, wie sie gestern an der Generalversammlung mitteilte. Es wären die derzeit einzigen Direktflüge zwischen Taiwan und dem grössten Schweizer Flughafen. (ehs)
16:35 Uhr
Freitag, 29. Mai
Anthropic schlägt Open AI
Das KI-Start-up Anthropic hat seinen Rivalen Open AI vom Thron der wertvollsten KI-Firmen der Welt gestossen. Nach einer neuen Finanzierungsrunde, in der das Unternehmen 65 Milliarden US-Dollar einsammeln konnte, wird Anthropic mit 965 Milliarden Dollar bewertet. Vor drei Monaten waren es erst 380 Milliarden Dollar. Laut dem «Wall Street Journal» verzeichnet Anthropic das schnellste Bewertungswachstum in der Geschichte des Risikokapitals. Konkurrent Open AI, der den KI-Boom mit Chat GPT ausgelöst hatte, wurde zuletzt mit 730 Milliarden Dollar bewertet. (dpa)
13:57 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Neuer Leiter TV National bei CH Media
Per 1. Juli 2026 übernimmt Malte Probst die Leitung des nationalen TV-Geschäfts beim Medienunternehmen CH Media, zu dem auch dieses Portal gehört. Er leitet damit künftig das nationale TV-Geschäft mit den Sendern 3+, 4+, 5+, 6+, 7+, TV24, TV25 und S1 sowie dem Streamingdienst Oneplus. Probst war in diversen Führungsfunktionen bei Sky Deutschland und Blue Entertainment tätig. Er folgt bei CH Media auf Wolfgang Elsässer, der eine neue Führungsaufgabe im Executive Committee des Telekommunikationsunternehmens Sunrise übernimmt.
Auch Lydia Zollinger, Leiterin Human Resources, wird CH Media Ende August nach vier Jahren verlassen. Der Rekrutierungsprozess für ihre Nachfolge wurde eingeleitet. (mim)

11:11 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Sandoz klagt gegen Dumpingpreise
Der Basler Generikariese Sandoz feiert dieses Jahr den 80. Jahrestag seiner Antibiotika-Produktion im österreichischen Kundl. Das Jubiläum nutzt der Konzern gleichzeitig, um vor Versorgungsengpässen zu warnen. Sandoz-Chef Richard Saynor sagte, Europa riskiere gerade, seine Produktionskapazitäten für Antibiotika zu verlieren. 90 Prozent der Wirkstoffe würden heute ausserhalb Europas produziert - zu Dumpingpreisen.
Deshalb hat Sandoz eine Klage bei der Europäischen Kommission gegen chinesische Importe des Wirkstoffs Amoxicillin eingereicht. Es gebe klare Signale einer Marktverzerrung, staatlicher Subventionen und einer Marktkonzentration. Sandoz ruft die EU dazu auf, gegen die Schwemme billiger Antibiotika vorzugehen. «Antibiotika haben mehr Leben gerettet als alle anderen Medikamente. Dennoch kosten sie heute oft weniger als eine Packung Kaugummi», sagte Richard Saynor. Das müsse sich ändern. (mpa)
11:27 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Axpo kontert Greenpeace-Kritik
Greenpeace wirft dem Stromkonzern Axpo vor, russisches Uran zu verwenden. Die beiden Reaktoren in Beznau würden bis zu ihrer geplanten Abschaltung 2032 beziehungsweise 2033 mit Uran aus Russland betrieben, da bestehende Verträge nicht aufgelöst worden seien. Für das Kraftwerk Leibstadt setze Axpo zwar neu auf Kasachstan statt Russland. Doch das Uran aus Kasachstan bleibe aus logistischen Gründen eng mit Russland verknüpft.
Axpo selbst betont in einer Mitteilung, man habe im Februar 2025 «nach umfangreichen Verhandlungen» die Lieferkette diversifiziert und neue Verträge zur Brennstoffbeschaffung mit Uranförderunternehmen aus Kanada und Kasachstan abgeschlossen. Weiterverarbeitet werde dieses Uran in Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich sowie den USA. Es gebe keine Geldflüsse nach Russland oder an russische Parteien aus den Verträgen mit dem Anbieter aus Kasachstan, so Axpo. Ausserdem gebe es seit Frühling 2026 keine laufenden Verträge mehr, die Uran aus Russland beinhalten. (mim)
14:37 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Christian Wasserfallen soll oberster Baumeister werden
Beim Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) soll Christian Wasserfallen die Nachfolge von Zentralpräsident Gian-Luca Lardi übernehmen. Lardi erreicht Ende Jahr nach zwölf Jahren die statutarische Amtszeitbegrenzung. Die Delegierten des SBV haben sich deshalb an ihrer Versammlung diese Woche dafür ausgesprochen, Christian Wasserfallen als Nachfolger vorzuschlagen. Die definitive Wahl erfolgt an der Generalversammlung des SBV, die am 26. Juni 2026 stattfindet.
Neben FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen kandidierten auch Martin Keller, Head Real Estate Switzerland bei Sika, sowie der Walliser Bauunternehmer Manfred Schmid für das Amt. (mim)
09:45 Uhr
Donnerstag, 28. Mai
Post lagert Spezialreinigung aus – 27 Jobs betroffen
Die Schweizerische Post lagert 27 Stellen im Bereich Spezialreinigung ihrer Immobiliensparte aus, wie die Gewerkschaft Transfair in einer Mitteilung schreibt. Ab Oktober 2026 übernehme ein externer Partner die Aufgaben. Nicht alle Betroffenen erhalten demnach eine neue Stelle. Wer zum externen Dienstleister wechsle, müsse mit schlechteren Arbeitsbedingungen rechnen, hält Transfair fest. Die Mitarbeitenden sind hauptsächlich in der Deutschschweiz tätig und reinigen unter anderem Aussenfassaden und Fensterfronten von Hochhäusern. Insgesamt arbeiten im Bereich Immobilien rund 850 Mitarbeitende.
Eine Post-Sprecherin sagt dazu auf Anfrage, dass die Post für die betroffenen 27 Mitarbeitenden interne Anschlusslösungen prüft und die Mitarbeitenden dort, wo dies nicht möglich ist, mit dem Sozialplan und weiteren Begleitmassnahmen wie zum Beispiel einer Weiterbildung unterstützt. Die Post begründet die Auslagerung mit dem tieferen Bedarf an Spezialreinigungen. (mim)
15:18 Uhr
Mittwoch, 27. Mai
PFAS-Fleisch darf gemischt werden
Die Ewigkeitschemikalie PFAS gelangte über Jahrzehnte durch Klärschlamm auf Schweizer Felder und in Gewässer. Dort nahmen es die Tiere auf, wodurch auch Nahrungsmittel belastet sein können. Das stellt ein gesundheitliches Risiko dar, weshalb seit 2024 Höchstwerte für Fleisch, Fisch und Eier gelten. Das Ausbringen des Klärschlamms ist seit 2006 verboten.
Da die betroffenen Bauern ihre Produkte nicht mehr verkaufen können, greift ihnen der Bundesrat unter die Arme. Er hat die Umsetzung einer entsprechenden Motion in die Vernehmlassung geschickt. Demnach müssen die Betriebe zwar Reduktionsmassnahmen einleiten und ihre Produktion neu ausrichten. Dafür sollen sie aber mehr Zeit erhalten.
Währenddessen ermöglicht es der Bundesrat, Fleisch, Fisch und Eier, die die geltenden PFAS-Höchstgehalte überschreiten, zu vermischen und daraus ein konformes Endprodukt herzustellen. Die Enderzeugnisse müssen die geltenden PFAS-Höchstgehalte einhalten, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Die Konsumierenden müssen über das Vermischen informiert werden. Die Sonderregelung soll befristet für drei Jahre gelten. (mpa)
13:46 Uhr
Mittwoch, 27. Mai
Wechsel an der Spitze von McDonald's Schweiz
Bei McDonald's Schweiz kommt es zu einem Chefwechsel: Lara Skripitsky, die seit Juni 2023 das hiesige Geschäft des US-Fastfood-Konzerns leitet, wechselt an den Hauptsitz in Chicago. Dort wird sie laut einer Mitteilung vom Mittwoch die Funktion der Vice President Restaurant Product übernehmen. Die hiesige Ländergesellschaft wird künftig von Brad McMullen geführt, der derzeit den operativen Betrieb von über 1000 McDonald's-Restaurants in Australien und Neuseeland verantwortet.
Unter Skripitksy wurden laut der Mitteilung 17 neue Restaurants eröffnet und 23 bestehende modernisiert. Jeden Tag besuchten rund 275'000 Gäste eine Schweizer McDonald's-Filiale. Der Konzern und seine Lizenzpartner, die die meisten Restaurants führen, sicherten hierzulande 8400 Arbeitsplätze. Mit einem geschätzten Jahresumsatz von etwa 800 Millionen Franken und 190 Standorten gilt McDonald's als grösster Gastronomie-Anbieter der Schweiz, noch vor Migros und Coop mit ihren diversen Formaten. (ehs)
10:42 Uhr
Mittwoch, 27. Mai
IT-Problem: Weniger Kapazität am Flughafen Zürich
Die Schweizer Flugsicherung Skyguide reduziert die Kapazität am Flughafen Zürich «bis auf Weiteres» um 10 Prozent auf 35 Anflüge pro Stunde. Das teilte sie am Mittwoch mit. Ursache dafür sei ein Problem mit einer für den Anflug benötigten Applikation. In der Nacht habe Skyguide ein Update dieser Software durchgeführt. Am Morgen sei daraufhin ein Fehlverhalten bemerkt worden.
In der kommenden Nacht werde Skyguide ein sogenanntes Rollback durchführen, also die Wiederherstellung der früheren Version. Die Sicherheit im Luftraum ist laut der Mitteilung jederzeit gewährleistet.
Skyguide kämpfte in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder mit IT-Problemen, die zu Kapazitätsreduktionen an den Flughäfen Zürich und Genf führten, zuletzt vor gut einem Monat. Im Juni 2022 konnte wegen einer IT-Panne gar während Stunden kein Flugzeug den Schweizer Luftraum passieren. (ehs)
15:03 Uhr
Dienstag, 26. Mai
Steigende Immobilienpreise erwartet
Immobilienmarkt-Expertinnen und -Experten erwarten, dass die Transaktionspreise für Wohneigentum in der Schweiz in den nächsten 12 Monaten steigen werden. Das zeigt die halbjährliche Umfrage des Beratungsbüros FPRE unter insgesamt 627 Teilnehmenden.
Im Segment der Eigentumswohnungen erwarten 62 Prozent der Befragten steigende oder stark steigende Preise, wie FPRE weiter berichtet. 37 Prozent gehen von stabilen Preisen aus. Dass die Preise sinken werden, erwartet lediglich ein Prozent der Befragten. Ähnlich sehen die Erwartungen laut FPRE bei Einfamilienhäusern aus: 66 Prozent rechnen mit steigenden Preisen, 32 Prozent mit stabilen und lediglich 3 Prozent mit rückläufigen Preisen.
Auch bei den Mehrfamilienhäusern bleiben die Erwartungen hoch. 61 Prozent der Experten erwarten steigende oder sogar stark steigende Preise in den kommenden zwölf Monaten. (nav)
14:55 Uhr
Dienstag, 26. Mai
Schweizer Hotels leiden unter Iran-Krieg – und Unsicherheit im Flugverkehr
Für den Tourismus-Sommer 2026 erwartet das KOF‑Institut der ETH Zürich rund 24,8 Millionen Logiernächte. Das sind leicht weniger als im Vorjahr, als die Gäste hierzulande noch 25,2 Millionen Übernachtungen buchten. Damit zeigt sich: Die Schweizer Hotellerie wird durch die Folgen des Iran-Kriegs belastet.
Die akute Gefahr einer breiten Kerosinsknappheit in Europa hat sich zuletzt zwar abgeschwächt, aber Kerosin bleibt teuer. Auf den Flug-Hubs im Nahen Osten wurden die dort weggefallenen Kapazitäten nur zum Teil ersetzt. Deshalb bleiben Gäste aus Fernmärkten weg, die stark von Flugpreisen abhängig sind sowie von Umsteige-Hubs und verfügbaren Kapazitäten.
Demgegenüber steht zwar ein Trend zu nahen, gut erreichbaren Destinationen, von dem auch die Schweiz profitiert. Schweizer Gäste sowie Gäste aus europäischen Nahmärkten können die Schweiz weiterhin gut per Bahn, Auto oder kurzen Flugverbindungen erreichen.
Aber unter dem Strich überwiegt die durch den Iran-Krieg ausgelöste Schwäche auf den Fernmärkten. (nav)
06:14 Uhr
Sonntag, 24. Mai
Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz muss Millionenbusse zahlen
Der frühere Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz ist wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig zu einer Busse von fast einer Million Franken verurteilt worden. Das Bundesgericht bestätigte damit ein Urteil des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, soll Vincenz 3,4 Millionen Franken Einkommen nicht versteuert haben.

Die Ermittlungen liefen bislang geheim parallel zum Zürcher Strafverfahren rund um mutmasslich dubiose Deals. Auslöser waren Akten aus dem Zürcher Verfahren, die Appenzeller Steuerfahnder 2022 ausgewertet hatten.
Im Zentrum stand dabei der sogenannte Investnet-Deal. Neben der Busse dürften auf Vincenz auch Nachsteuern und Zinsen in hoher sechsstelliger Höhe zukommen. Im August steht er zudem erneut vor Gericht: Dann beginnt vor dem Zürcher Obergericht der Berufungsprozess im grossen Wirtschaftsstrafverfahren gegen den Ex-Bankenchef. (niz)
13:57 Uhr
Freitag, 22. Mai
Kambly-Chefin Dania Kambly führt das Unternehmen alleine

Das Ehepaar Dania und Nils Kambly, das sich beim Physikstudium an der ETH Lausanne kennengelernt hatte, stand seit 2020 gemeinsam an der Spitze des gleichnamigen Familienunternehmens in Trubschachen BE. «Wir helfen uns im Beruf und im privaten Alltag, gerade auch wenn man Kinder hat», sagte Dania Kambly einst im Interview mit CH Media. Das ist jetzt vorbei. Die Firmenerbin und ihr Mann haben sich getrennt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt. Er verlässt deshalb nicht nur den gemeinsamen Haushalt, sondern auch die Firma.
Dania Kambly, Urenkelin des Gründers und Präsidentin, wird fortan als Delegierte des Verwaltungsrates die Unternehmung führen, teilt Kambly am Freitag mit. Nils Kambly, der seit 2020 CEO war und seit 2024 Vizepräsident des Verwaltungsrates, werde «sich beruflich neu orientieren». (fv)
10:10 Uhr
Freitag, 22. Mai
Richemont: Schmuck ist gut fürs Geschäft
Der Luxusgüterkonzern Richemont konnte im Geschäftsjahr 2025/26 deutlich zulegen. Der Umsatz stieg in den zwölf Monaten bis Ende März währungsbereinigt um 11 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich die Schmucksparte mit Marken wie Cartier und Van Cleef & Arpels, deren Erlöse um 14 Prozent zunahmen. Das Uhrengeschäft wuchs mit einem Plus von 1 Prozent deutlich langsamer. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn des Herstellers von Uhrenmarken wie IWC und Jaeger-LeCoultre um über ein Viertel auf 3,48 Milliarden Euro. (fv)

16:56 Uhr
Donnerstag, 21. Mai
Lindt ist die wertvollste Schoggi-Marke der Welt

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt rangiert im «Kantar BrandZ Global Food & Beverage Report» auf Rang 7 der wertvollsten Lebensmittelmarken der Welt. Dies gibt Lindt auf Linkedin bekannt. Im Vorjahr lag Lindt auf Platz 8. Damit ist der Zürcher Konzern gleichzeitig die wertvollste Schokoladenmarke. Coca-Cola liegt auf Platz 1 vor Red Bull und der chinesischen Getränkefirma Nongfu Spring. (bwe)
17:00 Uhr
Donnerstag, 21. Mai
Billigmode-Boom erhöht Preisdruck in Produktionsländern
Der Kauf von Billig-Kleidern boomt. Dieser Preisdruck hat Folgen für die produzierenden Länder, wie ein Bericht der Schweizer Nicht-Regierungsorganisation Public Eye und der Clean Clothes Campaign zeigt. Demnach liegt der Fabrikpreis für ein Standard-Baumwoll-T-Shirt zumeist bei gerade mal 2 bis 3 Dollar. Und manchmal sogar bei weniger als 1 Dollar. Modefirmen würden – trotz Nachhaltigkeitsversprechen – ihre Zulieferer mit unhaltbar tiefen Einkaufspreisen unter Druck setzen. (bwe)
10:05 Uhr
Donnerstag, 21. Mai
Deutlich mehr Konkurse im 2025
Im vergangenen Jahr zählte das Bundesamt für Statistik 13612 Konkursverfahren. Das sind deutlich mehr als noch im Vorjahr. Die Zunahme beträgt 48,5 Prozent. Der Treiber sind die Unternehmenskonkurse, während die Privatkonkurse zurückgegangen sind. Der Anstieg der Unternehmenskonkurse hängt mit einer Gesetzesänderung zusammen. Seit Anfang 2025 können Gläubiger bei unbezahlten öffentlich-rechtlichen Leistungen wie Steuern oder Sozialversicherungsbeiträgen neu ein Konkursbegehren stellen. Bis dahin war nur die Betreibung auf dem Wege der Pfändung möglich (CH Media berichtete). (mpa)
15:58 Uhr
Mittwoch, 20. Mai
1699 Franken für Hype-Uhr
«Royal Pop» Als am Samstag Swatch und Audemars Piguet ihre gemeinsame Uhr in den Verkauf brachten, landete diese auch sofort auf Ricardo.ch. Wie der Online-Marktplatz schreibt, entfielen an jenem Tag sieben Prozent aller Suchanfragen auf dieses Uhrenmodell. Über 290 Angebote seien seither aufgeschaltet worden. Die Variante «Royal Pop Otto Rosso» wurde für 1699 Franken feilgeboten. Sie fand innert weniger Stunden per Direktkauf einen Abnehmer. (mpa)
13:14 Uhr
Dienstag, 19. Mai
Oberstes Gericht bestätigt Kartellverstösse in Graubünden
Das Bündner Baukartell zählt zu den grössten illegalen Absprachen in der Schweiz. Jahrelang sprachen Baufirmen im Unterengadin Preise und Zuschlagsempfänger ab. Die Wettbewerbskommission (Weko) verhängte deshalb Sanktionen wegen Verstössen gegen das Kartellgesetz. Dagegen wehrten sich die Unternehmen bis vor Bundesgericht.
Dieses hat nun die Beschwerden abgewiesen. Es habe ein Gesamtkonsens darüber bestanden, das gesamte Marktverhalten im Hoch- und Tiefbau im Unterengadin projektübergreifend zu koordinieren, schreibt das Gericht. Dieser Konsens bilde jeweils die Basis für eine Gesamtabrede, welche unter die gesetzlichen Begriffe der Wettbewerbsabrede respektive Vereinbarung falle. Fest steht laut Gericht weiter, dass diese Gesamtabreden eine Beschränkung des Wettbewerbs bezweckt haben und die Vereinbarungen unzulässige Wettbewerbsabreden im Sinne des Kartellgesetzes darstellten.
Auch die Strafbemessung stützte das oberste Gericht. Die Vorinstanz hatte die Sanktionsbeträge für eine Unternehmensgruppe auf 2,464 Millionen Franken und für zwei Bauunternehmen auf 185'000 Franken sowie 2,032 Millionen Franken festgelegt. (mpa)
10:02 Uhr
Dienstag, 19. Mai
SBB reduzieren Angebot im Güterverkehr
Der Einzelwagenladungsverkehr (EWLV) ist seit Jahren das Sorgenkind des Güterverkehrs der SBB. Bei diesem Geschäft werden einzelne Wagen oder Wagengruppen von Anschlussgleisen oder Rampen der Firmenkunden abgeholt, zu Zügen formiert und in Rangierbahnhöfe transportiert. Dort werden neue Züge nach Zielregion zusammengestellt und wieder einzeln zu den Kunden gebracht. Dieses Geschäft ist defizitär. Der Bund subventioniert es deshalb mit 260 Millionen Franken für die Periode 2026 bis 2029.
Um effizienter zu werden, haben die SBB am Dienstag eine Umstrukturierung des EWLV angekündigt. Die Zahl von heute rund 280 Bedienpunkten wird um 50 reduziert. Dabei handle es sich um solche mit einer zu geringen Nachfrage. Diese würden weiterhin auf Wunsch im sogenannten Ganzzugverkehr angefahren. Dabei handelt es sich um das profitable Geschäft, bei dem einzelne Kunden ganze Züge zwischen zwei Standorten fahren lassen. Bei diesem fallen teure Rangiervorgänge weg.
Mit dem neuen Modell könnten die SBB weiterhin fast die gleiche Transportmenge transportieren, heisst es in einer Mitteilung – «und das deutlich wirtschaftlicher dank besser ausgelasteter Züge». Es wird ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember dieses Jahres umgesetzt.
Die Neuausrichtung hat Folgen für rund 200 Mitarbeitende. Sie müssten sich auf «Veränderungen» einstellen, so die SBB. Mehrheitlich ist damit ein Arbeitsortswechsel gemeint. Betroffen ist das Lokpersonal in Brig VS, Buchs SG und Chiasso TI und das Rangierpersonal in Thun BE, Rothenburg LU, Yverdon VD, Payerne VD, Freiburg, Delsberg JU, Martigny VS und Wil SG. Kündigungen sollen die Ausnahmen bleiben. (ehs)
15:03 Uhr
Montag, 18. Mai
Ryanair spürt Folgen des Iran-Kriegs

Europas grösster Billigflieger Ryanair rechnet wegen des Iran-Kriegs mit deutlich steigenden Kosten im laufenden Geschäftsjahr. Kerosin, Personal und Flugzeugwartung dürften teurer zu Buche schlagen, teilte die irische Fluggesellschaft in Dublin mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März flog Ryanair zwar einen überraschend hohen Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O'Leary jedoch nicht nennen - obwohl die Gesellschaft ihre Treibstoffkosten schon zu 80 Prozent abgesichert hat.
Es sei noch viel zu früh, um eine aussagekräftige Gewinnprognose abzugeben, erklärte O'Leary. Wie das Geschäftsjahr ausgehe, hänge stark von externen Entwicklungen ab, darunter die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, Risiken für die Kerosinversorgung und lang andauernde hohe Treibstoffpreise für den nicht abgesicherten Bedarf. O'Leary hofft, mit den nächsten Quartalszahlen im Juli eine klarere Einschätzung abgeben zu können. (dpa)
14:03 Uhr
Freitag, 15. Mai
Takeda streicht Hunderte Stellen
Weltweit arbeiten 49'000 Menschen für die japanische Pharmafirma Takeda. Bald sollen es 4'500 weniger sein, wie sie diese Woche bekanntgab. So soll die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und das Wachstum beschleunigt werden.
Vom Abbau ist auch die Schweiz betroffen. Am Standort in Opfikon ZH, wo Takeda gemäss eigenen Angaben 1'200 Angestellte beschäftigt, sollen bis zu 280 Stellen wegfallen. Das berichtete zuerst die NZZ. Am Donnerstag bestätigte der Konzern die Informationen. Das Konsultationsverfahren sei diese Woche gestartet worden. Ein Sprecher verwies darauf, dass auch neue Stellen geschaffen würden. Wie viele, bleibt aber unklar. In Opfikon befinden sich sowohl die Europazentrale von Takeda als auch der Hauptsitz der Schweizer Ländergesellschaft.
Takeda betreibt im Kanton Neuenburg auch eine Fabrik, in der Medikamente zur Behandlung von Blutgerinnungsstörungen hergestellt werden. Dieser Standort mit etwa 700 Mitarbeitenden ist vom geplanten Abbau nicht betroffen.
In der jüngeren Vergangenheit häuften sich die Nachrichten von Stellenstreichungen in der Pharmaindustrie. Das geht zum Teil auch darauf zurück, dass US-Präsident Donald Trump mit Zöllen droht, wenn Pharmahersteller nicht grosse Investitionen in den USA tätigen. Im November 2025 gab Novartis bekannt, dass im Werk in Stein AG bis zu 550 Stellen gestrichen werden. Im Dezember berichtete Bloomberg, dass der US-Pharmakonzern Pfizer seine hiesige Belegschaft von 330 auf nur noch 70 Mitarbeitende reduzieren wolle.
Ende April gab der Pharma-Zulieferer Corden Pharma bekannt, auf den angekündigten Ausbau einer Fabrik in Muttenz BL für 500 Millionen Euro zu verzichten. Gegenüber der NZZ sagte Corden-Chef Michael Quirmbach, der wachsende Protektionismus in den USA lasse der Firma keine andere Wahl, als auf das Projekt zu verzichten. In den Vereinigten Staaten will Corden hingegen «einige Hundert Leute» neu einstellen. (ehs)
09:40 Uhr
Freitag, 15. Mai
Filialen-Streit in Zürich: McDonald's lässt nicht locker

Die Fritten-Fehde in Zürich geht in die nächste Runde. Im Zentrum stehen die Pläne der US-Fast-Food-Kette McDonald's, am Limmatquai eine neue Filiale zu eröffnen. Die Stadt Zürich hatte dem Burger-Brater im vergangenen Sommer die Baubewilligung für das Restaurant am Limmatquai 48 erteilt. Diese umfasste auch den Ersatz der derzeit bestehenden Gasheizung durch ein Abwärmerückgewinnungssystem inklusive Wärmepumpe.
Doch es regte sich Widerstand. Sogar Hollywood-Star Emma Thompson unterschrieb einen entsprechenden Protest-Brief, offenbar, weil sie gerne vis-à-vis, am anderen Limmatufer, öfters Gast im edlen Restaurant Storchen ist. Und beim Cüpli-Trinken soll der Blick auf die Altstadt nicht durch den Big-Mac-Verkäufer gestört werden.
Die Gegner konnten zuletzt jubeln. Das Baurekursgericht bemängelte insbesondere die Gestaltung und Einordnung des Kamins der Wärmepumpe und hob die Baubewilligung im April auf. «Dies, obwohl McDonald’s die Kaminlösung mit der Denkmalpflege sowie dem Umwelt- und Gesundheitsschutz der Stadt Zürich abgestimmt hatte und die zuständigen Behörden die gewählte Lösung befürworteten», schreibt die US-Firma in einem Communiqué. Man könne den Entscheid des Baurekursgerichts nicht nachvollziehen. Deshalb zieht ihn McDonald's nun an das Verwaltungsgericht weiter.
Bis vor einigen Jahren betrieb McDonald's bereits eine Filiale im Dörfli der Stadt Zürich, allerdings an der Niederdorfstrasse 30 - also in einem Haus, das vom Restaurant Storchen aus nicht sichtbar ist. (bwe)
10:15 Uhr
Mittwoch, 13. Mai
Swiss geht neue Partnerschaft ein

Die Fluggesellschaft Swiss geht eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Technologieunternehmen Metafuels ein. Damit soll die Entwicklung und Verfügbarkeit von nachhaltigen Flugtreibstoffen, so genannten Sustainable Aviation Fuels (SAF), vorangetrieben werden. Man sichere sich mit der Kooperation langfristig den Zugang zu synthetischen Treibstoffen, teilt die Airline am Mittwoch mit fest.
Zudem prüfen die Swiss und ihre Eigentümerin, die Lufthansa-Gruppe, eine langfristige Beteiligung an Abnahmevereinbarungen, insbesondere im Hinblick auf die ab 2030 geplanten Beimischquoten für synthetische Treibstoffe in der Schweiz und der Europäischen Union.
Metafuels hat ein Verfahren entwickelt, das grünes Methanol in nachhaltigen Flugtreibstoff umwandelt. Die Technologie erlaubt einen flexiblen Einsatz unterschiedlicher Rohstoffe, sowohl Bio-Methanol als auch E-Methanol. Das produzierte synthetische SAF kann laut der Swiss in der bestehenden Infrastruktur in heutigen Flugzeugflotten eingesetzt werden.
Man wolle die Transformation der Luftfahrt aktiv vorantreiben, sagt Swiss-Chef Jens Fehlinger. Klar sei aber auch: «Um unsere Ziele zu erreichen, braucht es jetzt die Skalierung der Industrie. Nachhaltige Treibstoffe müssen künftig deutlich schneller, bezahlbar und in wesentlich grösserem Umfang verfügbar werden.» (bwe)
14:31 Uhr
Dienstag, 12. Mai
Kommt es zum grossen Denner-Umbau?

Vor zwei Wochen kam es zum Knall bei der Migros-Discounttochter Denner: Der erst seit eineinhalb Jahren tätige Geschäftsführer Torsten Friedrich trat per sofort zurück (CH Media berichtete). Als Grund nannte die Migros «unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Entwicklung» des Discounters, die deutlich geworden seien.
Nun liefert die Migros neue Hinweise, um was es sich bei den «unterschiedlichen Vorstellungen» gehandelt haben könnte. Migros-Handelschef Michel Gruber, der Denner ad interim führt, gibt die Schaffung eines neuen Jobs in der Geschäftsleitung bekannt. Demnach wird Alain Franz Leiter Transformation. Er war zuvor für die Migros-Tochter Migrolino tätig und war dabei für die Bereiche Verkauf, Expansion und Bau zuständig.
«In seiner neuen Rolle bei Denner agiert Alain Franz als Bindeglied zwischen den verschiedenen Funktionen, verkürzt die Entscheidungswege und treibt die bereits angestossene Transformation des Unternehmens mit hoher Priorität voran», schreibt Denner in einer Mitteilung. Sah Migros-Chef Mario Irminnger also bei diesen Aufgaben Nachholbedarf? Kommt es nun gar zum grossen Umbau bei Denner, wofür ein Transformationschef nötig wurde?
Franz werde den Fokus «auf die effiziente Umsetzung der Neuausrichtung von Denner» legen, lässt sich Michel Gruber zitieren. Doch was das genau heisst, bleibt unklar. Mit der Modernisierung und Expansion des Filialnetzes, der Erweiterung des Frischeangebots und dem Ausbau der Logistik stärke das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit gezielt, heisst es bloss in der Medienmitteilung.
Diese Massnahmen seien Teil der strategischen Positionierung von Denner. Mit der Verstärkung der Geschäftsleitung durch einen Leiter Transformation werde dieser Kurs «mit noch höherer Dringlichkeit» vorangetrieben. (bwe)
13:29 Uhr
Dienstag, 12. Mai
Swatch Group: Aktionäre folgen der Familie Hayek
Die Swatch Group bekommt an einen neuen Verwaltungsrat: Am Dienstag haben die Aktionäre und Aktionärinnen den Unternehmensberater und früheren Berner Regierungsrat Andreas Rickenbacher mit 92,2 Prozent der Stimmen neu in oberste strategische Gremium des Uhrenkonzerns gewählt.
Damit folgten die Aktionäre dem Vorschlag der Familie Hayek, die Rickenbacher vorgeschlagen hatte. Gleichzeitig stellten sie sich gegen die Wahl von Steven Wood, der als Vertreter der Inhaberaktionäre kandidierte. Der US-Investor und Hayek-Kritiker wollte sich ebenfalls in den Verwaltungsrat der Swatch-Gruppe wählen lassen, scheierte nun aber damit schon zum zweiten Mal. 79,6 Prozent der Aktionäre sprachen sich gegen Wood aus, wie der Uhrenkonzern mitteilt.
Der von der Hayek-Familie dominierte Verwaltungsrat hat erneut den früheren Nationalbankchef Jean-Pierre Roth, der seit 2010 im Gremium der Swatch Group Einsitz nimmt, als Vertreter der Inhaberaktionäre im Verwaltungsrat bestimmt.
Für Aufsehen sorgte der Uhrenkonzern zuletzt mit der Ankündigung, am 16. Mai eine neue Uhr zu präsentieren. Die «Royal Pop» soll das Swatch-Modell Pop aus den 1980er-Jahren und die «Royal Oak» von Audemars Piguet zusammenbringen.
Eine solche Kollaboration ist ein Novum in der Schweizer Uhrengeschichte. Bei der Moonswatch, einer Kreuzung zwischen einer Swatch und einer Omega, arbeiteten 2022 zwei Marken aus dem Schweizer Uhrenkonzern zusammen. Die Swatch-Gruppe will diesen Erfolg nun mit einer Luxusmarke ausserhalb des eigenen Konzerns wiederholen. Die Moonswatch ging allein im ersten Jahr eine Million Mal über den Ladentisch. (fv/mpa)

07:37 Uhr
Dienstag, 12. Mai
Marcel Rohner tritt ab
Es kommt zum Wechsel an der Spitze der Bankiervereinigung: Marcel Rohner gibt nach fünf Jahren seinen Posten als Verwaltungsratspräsident ab. Seine Nachfolge soll der EFG-International-Chef Giorgio Pardelli antreten, wie der Bankenverband am Dienstag mitteilt. Die Stabsübergabe erfolgt am Bankiertag vom 17. September.
Pardelli werde das Präsidium der Bankiervereinigung zusätzlich zu seiner Funktion als CEO von EFG International wahrnehmen, heisst es weiter. Im Gegenzug werde er andere Verbandsmandate abgeben, etwa das Präsidium bei der Vereinigung der Schweizerischen Assetmanagement- und Vermögensverwaltungsbanken (VAV) oder die Sitze im Verwaltungsrat und im Stiftungsrat der Fondation Genève Place Financière. Er behält aber sein Amt als Verwaltungsrat der Swiss-American Chamber of Commerce in Zürich.
Der neue oberste Banker im Lande ist Schweizer und italienischer Staatsbürger und lebt mit seiner Familie im Kanton Schwyz. (fv)

11:29 Uhr
Montag, 11. Mai
Neue Chefin für Tui Suisse
Nicole Pfammatter übernimmt ab dem 1. Juni die Führung der Tui Suisse, eines der grössten Reiseunternehmen der Schweiz. Sie war von 2022 bis 2026 Mitglied der Konzernleitung von Hotelplan, wie es in einer Mitteilung vom Monatg heisst.
Sie folgt auf Philipp von Czapiewski, der sich entschieden habe, das Unternehmen zu verlassen, um seine berufliche Laufbahn ausserhalb von Tui fortzusetzen. Er habe die «positive Entwicklung des Unternehmens nachhaltig geprägt und entscheidend vorangetrieben», hält Tui fest. Die hiesige Ländergesellschaft mit rund 50 Reisebüros ist eine hundertprozentige Tochter der deutschen Tui-Gruppe.
Wie von Czapiewski in einem Beitrag auf der Onlineplattform Linkedin bekannt gibt, wechselt er zu einem der Hauptkonkurrenten von Tui. Er übernimmt eine neue Aufgabe bei der DSR Hotel Holding, die Teil der Dertour-Gruppe ist. Zu Dertour gehören unter anderem auch die Schweizer Marken Kuoni und Hotelplan. (ehs/bwe)
10:04 Uhr
Montag, 11. Mai
Goldraffinerie Valcambi ernennt neuen Chef
Die Tessiner Raffinerie Valcambi, eine der grössten hiesigen Goldverarbeiter, bekommt einen neuen Chef. Ab 1. Juni übernimmt Simone Knobloch, der bisherige Betriebschef. Der Wechsel sei bereits seit Längerem geplant gewesen, heisst es in einer Mitteilung. Der bisherige CEO, Michael Mesaric wird Valcambi weiterhin strategisch beraten. Simone Knobloch ist Schweizer und italienischer Staatsbürger, verfügt einen Bachelor-Abschluss in Industriechemie der Universität Mailand und hat sich am Polytechnikum Mailand auf Polymerwissenschaft spezialisiert. Im Laufe seiner Karriere hatte er Führungspositionen unter anderem bei Bureau Veritas Switzerland, Siemens und SQS inne, bevor er 2013 zu Valcambi kam. (mpa)
10:01 Uhr
Montag, 11. Mai
SBB treibt London-Zug voran
Die SBB wollen eine Direktverbindung aus der Schweiz nach London auf der Schiene einführen. Zu diesem Zweck haben sie eine Kooperationsvereinbarung mit der französischen Bahn SNCF und dem Unternehmen Eurostar unterzeichnet, wie sie am Montag mitteilen. Eurostar betreibt die bereits heute durch den Kanaltunnel verkehrenden Züge von London nach Paris, Brüssel und Amsterdam.
London sei das beliebteste Flugziel aus der Schweiz, schreibt die Bahn. Zugleich bestehe ein starkes Kundeninteresse an einer direkten Bahnverbindung. «Direktverbindungen mit einer Reisezeit von 6 Stunden zwischen Zürich und London, 5 Stunden zwischen Basel und London und 5,5 Stunden zwischen Genf und London dürften laut Studien der Marktnachfrage und Erwartungen der internationalen Reisenden entsprechen», so die SBB.
Der nächste Schritt ist laut der Mitteilung nun die Analyse möglicher Fahrpläne und Betriebskonzepte. Die Direktverbindung solle so bald wie möglich angeboten werden, sei aber frühestens im Lauf der 2030er-Jahre möglich. Noch geklärt werden müssen etwa Fragen zur Einreise ins Vereinigte Königreich, zur erforderlichen Infrastruktur und zwischenstaatlichen Übereinkommen sowie zur Verfügbarkeit geeigneter Züge und Trassen. (ehs)
09:14 Uhr
Montag, 11. Mai
ABB investiert 200 Millionen in Europa
Der Schweizer Technologiekonzern ABB will laut einer Mitteilung vom Montag in den nächsten drei Jahren rund 200 Millionen US-Dollar europaweit in die Fertigung von Mittelspannungstechnologien investieren. Ziel sei es, die Produktionskapazitäten auszbauen, den Übergang zu Stromverteilungstechnologien der nächsten Generation zu beschleunigen und die Versorgung von Kunden zu stärken, die ihre Infrastruktur modernisieren. Dazu gehören Energieversorger, Industrieunternehmen und Rechenzentren.
Die wichtigsten Projekte umfassen laut ABB Investitionen von 100 Millionen US-Dollar in Italien sowie einen weiteren Ausbau in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Norwegen und Polen. Bereits zuvor hatte ABB Investitionen von 15 Millionen US-Dollar in sein Werk im ungarischen Kecskemét sowie 35 Millionen US-Dollar ins Werk im britischen Nottingham angekündigt. (ehs)
09:04 Uhr
Montag, 11. Mai
Hallenstadion steigert Gewinn
Das Hallenstadion Zürich hat im vergangenen Jahr den Umsatz auf 23,1 Millionen Franken gesteigert (Vorjahr: 17,4 Millionen Franken). Der Jahresgewinn stieg von 0,89 Millionen Franken auf 1,65 Millionen Franken. An 110 Veranstaltungstagen besuchten 937'000 Menschen die grösste Schweizer Event-Halle, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Gemäss Geschäftsbericht war das Hallenstadion die viertgrösste Konzertarena Europas hinsichtlich Ticketingumsatz und die sechstgrösste hinsichtlich Besucherzahlen.
Laut einer Wertschöpfungsstudie, welche die Firma Ernst Basler + Partner für das Hallenstadion erarbeitete, erzielt die Arena eine jährliche Bruttowertschöpfung von 186 Millionen Franken. Am Betrieb würden 1440 Vollzeitstellen direkt oder indirekt hängen. Bis 2035 will das Hallenstadion nun 20 Millionen Franken investieren, «um die Qualität der Infrastruktur sowie die Sicherheit und Attraktivität weiter auszubauen». (ehs)
15:55 Uhr
Freitag, 8. Mai
Weniger Besucher auf dem Jungfraujoch
Von Anfang Jahr bis Ende April verzeichnete die Jungfraubahn-Gruppe rückläufige Besucherzahlen. Auf dem Jungfraujoch gingen sie in dieser Periode um 12,3 Prozent zurück, im Segment «Erlebnisberge» um 9,6 Prozent und im Segment «Wintersport» um 3,3 Prozent. Insgesamt resultierte ein Minus von 5,7 Prozent. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.
Im April habe sich der verhaltene Start ins Jahr noch akzentuiert. Den Grund dafür ortet die Gruppe in den «kriegerischen Handlungen im Nahen Osten». Je nach Dauer und Intensität des Konflikts rechnet sie mit negativen Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis 2026. (ehs)
15:19 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Swissport präsentiert Rekordergebnis

Der Aviatik-Dienstleister Swissport mit Sitz in Opfikon ZH erzielte im vergangenen Jahr einen rekordhohen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro. Die ehemalige Swissair-Tochter, die heute einem Konsortium von verschiedenen Finanzinvestoren gehört, hatte im Vorjahr 3,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Am stärksten trug das Geschäft mit dem Betrieb von Lounges zum Wachstum bei.
Swissport ist die weltweit grösste Bodenabfertigungsfirma in der Aviatik. Sie ist an 312 Flughäfen in 49 Ländern tätig. Im vergangenen Jahr wurden 4 Millionen Flüge abgefertigt, sowie 243 Millionen Passagiere und 5,2 Millionen Tonnen an Luftfracht. 2025 wagte die vom Südafrikaner Warwick Brady geführte Firma zudem den Markteintritt in China. Gewinnzahlen nennt Swissport keine. (bwe)
11:08 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Logitech überzeugt mit Jahreszahlen

Der Westschweizer Computerzubehörhersteller Logitech blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz legte um 6 Prozent auf 4,84 Milliarden Dollar zu. Den Gewinn konnte das Team von CEO Hanneke Faber um 15,7 Prozent auf 856,4 Millionen Dollar erhöhen.
Im vierten Geschäftsquartal legte der Umsatz sogar um 7 Prozent zu, wie der Konzern mitteilt, der für seine Tastaturen und Computermäuse bekannt ist. Die Analysten zeigen sich damit zufrieden. Ihre Erwartungen wurden übertroffen.
«Logitech lieferte sein neuntes aufeinanderfolgendes Quartalsumsatzwachstum mit solidem Momentum und Rekordprofitabilität», schreibt Bank-Vontobel-Analyst Michael Foeth. «Während Unsicherheiten bei den Konsumausgaben und geopolitische Ereignisse bestehen bleiben, setzt Logitech seine offensive Strategie und sein hohes Innovationstempo fort, um Chancen zu nutzen, da KI ihre Märkte neu gestaltet.» Die Strategie werde durch eine «grundsolide» Bilanz gestützt.
ZKB-Analyst Christian Bader sieht derweil «viele Wachstumschancen» für Logitech durch eine Expansion bei Firmenkunden, im Bildungswesen, im Gesundheitswesen und bei der öffentlichen Hand. (bwe)
10:46 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Auszeichnung für Coop-Schoggi

Im Nachhaltigkeitsranking namens Chocolate Scorecard, herausgegeben von der Organisation Be Slavery Free, belegen Coop und die Industrietochter Halba in ihren jeweiligen Kategorien den Spitzenplatz und erhalten dafür den «Good Egg Award». Dies schreibt der Detailhändler in einer Mitteilung. Mit der höchsten Gesamtpunktzahl habe sich Coop im Nachhaltigkeitsranking gegen neun weitere internationale Detailhändler durchgesetzt.
Halba wurde derweil unter 34 mittelgrossen bis grossen Schokoladenherstellern als Gewinnerin ausgezeichnet. Bewertet wurde anhand verschiedener Nachhaltigkeitskriterien wie Transparenz und Rückverfolgbarkeit oder Massnahmen für den Klima- und Waldschutz. «Dieses Ergebnis unterstreicht unseren langjährigen Einsatz für nachhaltige Schokolade», sagt Coop-Chef Philipp Wyss. «Gemeinsam mit Halba zeigen wir, wie wichtig es ist, besonders im Rahmen unserer Eigenmarken Verantwortung zu übernehmen.» (bwe)
10:00 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Steuervergleich: Zug gibt Spitzenposition ab

Während einige Länder weltweit die Unternehmenssteuersätze erhöhen, um den gestiegenen Finanzierungsbedarf der Staaten zu decken, bleibt die Schweiz ein steuerfreundlicher Standort. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse des US-Unternehmensberaters PWC. Demnach bleiben die effektiven Unternehmenssteuersätze hierzulande 2026 weitgehend stabil. Einige Kantone haben laut der Studie ihre Steuersätze sogar gesenkt (LU, ZG, UR, SZ, BL, FR, AG, ZH), während vier Kantone sie leicht anhoben (BS, SO, JU, SH).
Nachdem Zug jahrelang der steuerlich attraktivste Kanton für Unternehmen war, habe Luzern nun den Spitzenplatz übernommen, schreibt die hiesige Ländergesellschaft von PWC. Gleichzeitig wirke sich die 2024 eingeführte OECD-Mindeststeuer wenig auf die kantonalen Steuersätze aus, die wenigsten Kantone hätten sie angepasst, was auf eine abwartende Haltung gegenüber den neuen globalen Rahmenbedingungen hindeute.
«Die OECD-Mindeststeuer erhöht den Druck auf die Kantone, ihre Standortattraktivität durch gezielte Massnahmen wie Investitionsanreize und Standortförderung zu sichern und auszubauen», sagt Dieter Wirth, Geschäftsleitungsmitglied von PWC Schweiz. (bwe)
10:19 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Post lanciert neue Briefmarken-Sujets

Die neusten Briefmarken der Schweizerischen Post machen auf das Thema «mentale Gesundheit» aufmerksam. Vier Personen mit psychischen Herausforderungen haben vier Kunstwerke geschaffen. In einem Blog-Beitrag schreibt die Post, sie setzte generell auf bewusste Inklusion, schaffe ein vorurteilsfreies, wertschätzendes Arbeitsumfeld und stärke Zugehörigkeit sowie Chancengleichheit. Mit den Briefmarken zum Thema mentale Gesundheit mache man dieses Engagement gezielt sichtbar. (bwe)
10:15 Uhr
Donnerstag, 7. Mai
Arbeitslosenquote sinkt leicht
Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hat am Donnerstag seine neusten Erhebungen zur Arbeitsmarktsituation in der Schweiz publiziert. Diese zeigen: Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im April gegenüber dem Vormonat um 3’353 auf 142’902 - ein Minus von 2,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit allerdings um 12’801, respektive 9,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank im April 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozenpunkte auf 3,0 Prozent. (bwe)
14:10 Uhr
Mittwoch, 6. Mai
Sandoz-Präsident ist jetzt offiziell Schweizer
Gilbert Ghostine hat jetzt den Schweizer Pass. Das bestätigt die weltweit tätige Generikafirma auf Anfrage. Der 65-Jährige wohnt bereits seit 12 Jahren in seiner Wahlheimat Genf und liess sich auch dort einbürgern. «Ich bin sehr stolz, Bürger dieses Landes zu werden», sagte er noch vor einigen Wochen in einem Porträt gegenüber dieser Zeitung. Ghostine besitzt neben dem roten Pass auch die libanesische und die kanadische Staatsbürgerschaft.
Kürzlich bestätigten die Sandoz-Aktionäre Ghostine als Verwaltungsratspräsidenten. Diese Funktion übt er seit der Abspaltung des Unternehmens von Novartis 2023 aus. Ebenso übernahm Ghostine jüngst den Vorsitz des Verwaltungsrats des Warenprüfers SGS. Bevor der Manager zu Sandoz stiess, führte er während rund zehn Jahren den Genfer Duftstoffhersteller Firmenich.
Seine aktuellen Mandate will Ghostine noch einige Jahre ausüben. Bei Sandoz gibt es wie bei vielen Firmen eine Altersguillotine: Spätestens mit 70 Jahren muss er das Feld räumen. Neue Mandate will er danach keine mehr annehmen. Er freue sich, mehr Zeit für seine Enkelkinder zu haben - und für seinen Lebensabend an seinem neuen Bürgerort in Genf. (mpa)

08:19 Uhr
Mittwoch, 6. Mai
Swiss legt dank höherer Preise zu
Die Swiss hat im ersten Quartal 2026 ein höheres operatives Ergebnis erzielt als im Vorjahr. Es lag bei 30 Millionen Franken. Im Vorjahresquartal waren es nur 3,3 Millionen Franken gewesen. Allerdings: Die finanzielle Entwicklung sei durch geopolitische Verschiebungen – insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten – spürbar beeinflusst, schreibt die Airline. Auf einzelnen Strecken führte das laut der Lufthansa-Tochter kurzfristig zu mehr Nachfrage. In der Folge seien dort die Durchschnittserlöse gestiegen. Dieser Effekt überdecke aktuell noch einen wichtigen Punkt: Die deutlich gestiegenen Treibstoffkosten würden zeitverzögert ankommen. Der teurere Kerosinpreis werde das Ergebnis im zweiten Quartal spürbar belasten. (bwe)
10:14 Uhr
Dienstag, 5. Mai
Geberit hat die Marge gesteigert
Der grösste europäische Sanitärtechnikkonzern Geberit aus Rapperswil-Jona hat im ersten Quartal 2026 den Umsatz im Vorjahresvergleich organisch um 3,4 Prozent auf 873 Millionen Franken gesteigert. Inklusive negativer Währungseffekte (Stichwort Frankenaufwertung) ergab sich ein Minus von 0,7 Prozent.
Die organische Zunahme ist laut den Angaben auf Volumenwachstum und auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Regional betrachtet nahmen die Verkäufe in Europa und in der Region Nahost/Afrika zu, während sie in der Region Fernost/Pazifik, vor allem in China, und in Amerika zurückgingen.
Die operative Marge stieg dank des Wegfalls von Einmalkosten aus dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda nahm um 2,3 Prozent auf 283 Millionen Franken zu. Das hat die entsprechende Marge von 31,5 auf 32,5 Prozent des Umsatzes gehoben. Sie blieb damit erneut über dem Zielkorridor von 28 bis 30 Prozent. Unter dem Strich steht ein Reingewinn von 196 Millionen Franken (+4,5 Prozent). (T.G.)
20:06 Uhr
Montag, 4. Mai
Wirtschaftskommission will Keller-Sutter nicht folgen
Die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK) verweigert Finanzministerin Karin Keller-Sutter und dem Bundesrat die Gefolgschaft. Sie stellt sich im Streit um die UBS gegen den Vorschlag der Regierung. Sie will vielmehr «Varianten und Alternativen» prüfen. Das hat die Kommission nach einer «breit angelegten Anhörung» von Behörden, Wirtschaftsverbänden, Wissenschafter und der UBS entschieden, wie sie am Montagabend mitteilte. Welche «Varianten und Alternativen» genau sie nun «vertieft und mit genügend Zeit diskutieren» will, sagt sie nicht. Klar ist nur das Datum: Das nächste Mal beugen sich die Wirtschaftspolitiker im Ständerat am 10. und 11. August über das UBS-Dossier.
Die Parlamentarier plädieren für einen «starken, stabilen und gleichzeitig auch wettbewerbsfähigen Schweizer Finanzplatz». Darin sind sich alle einig. Doch die Einschätzungen, wie die Eigenmittelanforderungen an die UBS konkret ausgestaltet und welche weiteren Instrumente angepasst werden sollen, gehen auseinander.
Die Gretchenfrage lautet letztlich: Mit wie viel hartes Kernkapital sollen die ausländischen UBS-Tochtergesellschaften im Stammhaus abgesichert werden müssen? Mit 100 Prozent, wie es Karin Keller-Sutter will, ist offensichtlich nicht mehrheitsfähig. Mit 50 Prozent, wie es eine Gruppe rund um den Ex-FDP-Präsidenten Thierry Burkart propagiert, ist wohl vielen doch zu riskant.
Dazwischen liegen Kompromissmöglichkeiten: Der Ökonom Fabio Canetg hat diese Woche in dieser Zeitung einen weiteren Vorschlag eingebracht: 75 Prozent. Hingegen beschränkt er sich nicht auf einen fixen Wert, sondern ergänzt diesen mit einer progressiven Komponente. Vereinfacht gesagt: Je grösser das Auslandgeschäft der UBS wird, desto höher steigt der Wert.
Und dann gibt es noch den Vorschlag von Christoph Blocher. Er will das US-Geschäft der UBS abspalten. (fv)

16:30 Uhr
Montag, 4. Mai
Neuer Chef bei Villiger

Beim Zigarren- und Zigarillo-Hersteller Villiger mit Sitz in Pfeffikon LU kommt es zu einem Chefwechsel. Christoph Schüpbach ist zum neuen CEO der Villiger Söhne Holding AG ernannt worden, heisst es in einer Mitteilung. Er bringe langjährige internationale Industrieerfahrung mit. Der Maschineningenieur führte unter anderem die Industriegruppe Schleuniger über elf Jahre als CEO und übernahm 2020 die operative Führung bei Regent Lighting, einem Schweizer Anbieter von professionellen Beleuchtungslösungen. Zuvor verantwortete er internationale Markt- und Führungsaufgaben bei Bystronic sowie bei ABB.
Der bisherige Geschäftsführer Clemens Gütermann war über viele Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen für die Villiger-Gruppe tätig, zuletzt als Finanzchef und Geschäftsführer. Er tritt gemäss der Mitteilung nach Abschluss einer Übergabephase nächstes Jahr in den Ruhestand. «Im Namen der Familie Villiger und des Verwaltungsrats danke ich Clemens Gütermann für sein Engagement und seine umsichtige Führung in den letzten Jahren, insbesondere in der Übergangsphase seit dem Tod von Heinrich Villiger im Sommer 2025», sagt Jvo Grundler, Präsident des Verwaltungsrats. (mim)
11:33 Uhr
Montag, 4. Mai
KPT hat weniger Versicherte und mehr Gewinn
Die KPT hat per Anfang Jahr einen «leichten Rückgang» von rund 33'000 Personen beim Kundenstamm hinnehmen müssen. Dieser liege aber mit insgesamt 437'000 Grundversicherten «weiterhin deutlich» über dem Niveau vor dem massiven Zustrom, als die Krankenkasse 2023 ihren Kundenstamm auf einen Schlag mehr als verdoppeln konnte. Die KPT befinde sich nach dem damaligen «Rekordwachstum» weiterhin in einer «Phase der Konsolidierung und Stabilisierung», teilt die Krankenkasse am Montag mit.
Finanziell blickt die KPT laut eigenen Angaben auf ein «erfolgreiches Jahr» zurück. Sie schliesst 2025 mit einem positiven Unternehmensergebnis von 59 Millionen Franken ab. Das sind 24 Millionen mehr als im Vorjahr. Als Hauptgründe für diese positive Entwicklung nennt die Kasse die gute Performance der Kapitalanlagen sowie das solide versicherungstechnische Ergebnis.

Weiter teilt die genossenschaftlich organisierte Kasse mit, dass an ihrer diesjährigen Delegiertenversammlung die 53-jährige Galenica-Managerin Franziska König in den Verwaltungsrat gewählt wurde. (fv)
14:49 Uhr
Freitag, 1. Mai
Flughafen Zürich eröffnet Airport in Indien

Meilenstein für das Grossprojekt des Flughafens Zürich: Mit knapp zwei Jahren Verspätung wird am 15. Juni der Noida International Airport eröffnet. Dann soll der erste kommerzielle Flug am Flughafen ausserhalb von Delhi durchgeführt werden, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Noida International Airport wurde vom Flughafen Zürich gebaut und wird auch von ihm betrieben.
Der neue Flughafen mit einer Piste ist aktuell für 12 Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt. Längerfristig wird der Flughafen in mehreren Ausbauphasen weiterentwickelt. In der finalen Ausbaustufe sind zwei Pisten sowie eine Kapazität von bis zu 70 Millionen Passagieren pro Jahr vorgesehen.
Ursprünglich hätte der Flughafen bereits im September 2024 eröffnet werden sollen. Doch insbesondere bei der Ausstellung der Betriebslizenz durch die indischen Behörden kam es zu grossen Verzögerungen.
Nebst Noida entwickelt und betreibt der Flughafen Zürich auch Flughäfen in Lateinamerika und in der Karibik. Diese ausländischen Tätigkeiten haben dem Swiss-Hub in der Vergangenheit schon einige Millionen Franken eingebracht. Diese Strategie wird politisch aber immer wieder kritisch hinterfragt aufgrund der politischen Risiken in den Ländern vor Ort. So wurden die Zürcher 2005 in Venezuela von der Regierung bei einer Beteiligung enteignet. Es folgte ein langer Rechtsstreit. Auch beim Bau des Flughafens Noida wurde Kritik laut, allerdings in erster Linie an der Regierung. (bwe)
14:22 Uhr
Donnerstag, 30. April
Trotz Ölkrise: EZB hält Leitzinsen konstant – vorerst
Die Europäische Zentralbank lässt die Leitzinsen im Euroraum trotz des Ölpreisschocks unverändert. Der für Banken und Sparer wichtige Einlagenzins bleibt bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank nach einer Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mitteilte. Damit tastet die EZB zum siebten Mal in Folge die Zinsen im Euroraum nicht an.
Volkswirte erwarten jedoch, dass die Zentralbank im Jahresverlauf die Zinsen anheben wird, wenn ihr mehr Daten vorliegen, um die Kriegsfolgen zu beurteilen. Schon im März und April hat der Ölpreisschock durch den Krieg im Nahen Osten die Teuerung im Währungsraum kräftig nach oben getrieben. Ökonomen fürchten, dass die gestiegenen Energiepreise auf die gesamte Wirtschaft überspringen und viele Waren und Dienstleistungen teurer werden.
An den Finanzmärkten werden bis Jahresende drei Leitzinserhöhungen um je 0,25 Prozentpunkte erwartet. Mit höheren Leitzinsen kann die EZB gegensteuern: Dies würde Kredite verteuern, was die Nachfrage bremsen und die Inflation dämpfen kann. Sparerinnen und Sparer würden zugleich von steigenden Zinsen profitieren.
Wie es mit der Geldpolitik der EZB weitergeht, hängt massgeblich davon ab, wie lange der Iran-Konflikt dauert und ob es bei einem zeitlich befristeten Energiepreisschock bleibt oder die jüngste Teuerungswelle die komplette Wirtschaft erfasst. Noch besteht Hoffnung, dass sich die USA und der Iran am Verhandlungstisch einigen. (dpa)
11:03 Uhr
Donnerstag, 30. aPRIL
Neuer Bericht: Bahnausbau ist auf Kurs
Im Jahr 2025 erreichten die Bahnen beim Ausbau wichtige Meilensteine, schreibt das Bundesamt für Verkehr (BAV) in einem neuen Bericht. Mit dem Doppelspurausbau zwischen Grellingen und Duggingen nahmen die SBB die erste grosse Infrastrukturmassnahme des Ausbauschritts 2035 termingerecht in Betrieb. Gleichzeitig wurden weitere Ausbauten im Raum Basel im Betrieb genommen. In Liestal schloss die SBB den Vierspurausbau ab. In der Ostschweiz erwähnt das BAV die Strecke Pfäffikon SZ–Altendorf, wo Züge in kürzeren Abständen fahren. Zudem nahm die SBB ein Überholgleis für den Güterverkehr in Betrieb. Dies ermöglicht den durchgehenden Halbstundentakt der IC Zürich–Chur. Das grösste Projekt ist laut BAV die Erweiterung des Bahnhofs Lausanne. Letztes Jahr hat die SBB an verschiedenen Orten im und um den Bahnhof Hauptarbeiten ausgelöst. Weiter konnte das Amt die Plangenehmigung für den Brüttenertunnel erteilen, das Kernstück des Vierspurausbaus Zürich–Winterthur. (mpa)
08:26 Uhr
Donnerstag, 30. April
Weko untersucht Suchmaschinen-Absprache
Die Wettbewerbskommission (Weko) hat zwei Untersuchungen wegen Suchmaschinenwerbung eröffnet. Eine richtet sich gegen drei Unternehmen, die in der Schweiz Pauschalreisen anbieten. Die zweite Untersuchung betrifft nahezu sämtliche Schweizer Online-Casinos.
Die Weko geht der Frage nach, ob die Unternehmen sich darauf geeinigt haben, sich in Suchmaschinenergebnissen nicht zu konkurrenzieren. Die Weko hat dazu mehrere Selbstanzeigen erhalten. Daraus geht hervor, dass die Firmen darauf verzichtet hätten, Gebote auf Schlüsselwörter abzugeben, welche die Marken ihrer Konkurrenten betrafen. «Dieses Verhalten könnte eine unzulässige Abrede mit wettbewerbsbeeinträchtigender und für Konsumentinnen und Konsumenten nachteiliger Wirkung darstellen», hält die Weko fest. Durch den gegenseitigen Verzicht auf Gebote könnten die Suchergebnisse so beeinflusst worden sein, dass der Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern erschwert wurde. (mpa)
06:18 Uhr
Donnerstag, 30. April
Lampart verlässt Gewerkschaftsbund
Ende Jahr ist Schluss: Dann gibt Daniel Lampart wird seinen Posten als Chefökonom und Zentralsekretär beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) aufgeben. Das teilt die gewerkschaftliche Dachorganisation am Donnerstag mit. Lampart war 20 Jahre lang Chefökonom, seit 2011 war er zusätzlich für die operativen Geschicke des SGB verantwortlich.

Es ist auch klar, was Lampart in Zukunft machen wird: Er soll das Präsidium des PK-Netzes übernehmen. Dieser Verein setzt sich für Arbeitnehmende in der Pensionskassen-Thematik ein. Die Wahl zu diesem Posten ist im Juni. Das SGB-Sekretariat wird künftig von Gabriela Medici geleitet. (jbl)
14:16 Uhr
Mittwoch, 29. April
SBB haben neuen Präsidenten
Die Generalversammlung der SBB hat am Mittwoch André Wyss zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Er folgt auf Monika Ribar, die das Präsidium aufgrund der Amtszeitbeschränkung nach zwölf Jahren abgibt. Wyss verfügt laut Mitteilung über 40 Jahre Führungserfahrung in der Bau- und Immobilienbranche sowie in der Pharmaindustrie. Er absolvierte nach seiner Lehre als Chemikant berufsbegleitend ein Wirtschaftsstudium an der Höheren Wirtschafts- und Verwaltungsschule und bildete sich an der Harvard Business School weiter. Er war in der Konzernleitung von Novartis und von 2018 bis Ende März 2025 CEO des international tätigen Schweizer Bau- und Immobiliendienstleisters Implenia. (mpa)

12:53 Uhr
Mittwoch, 29. April
Swatch Group: Ethos unterstützt beide Kandidaten für den Verwaltungsrat
Nach dem US-Stimmrechtsberater ISS unterstützt nun auch Ethos den US-Investor Steven Wood bei seiner Kandidatur für den Swatch-Group-Verwaltungsrat. Dieser hält über seine Firma Green Wood 0,5 Prozent des Kapitals und fordert mehr Unabhängigkeit von der Familie Hayek.
In einer Abstimmungsempfehlung von Ethos heisst es, man werde sowohl den von der Familie portierten unabhängigen Kandidaten Andreas Rickenbacher als auch Steven Wood unterstützen. «Auf diesem Weg können direkt zwei neue Mitglieder, die nicht dem Hayek-Pool angehören, in den Verwaltungsrat gewählt werden», lässt sich Ethos-Direktor Vincent Kaufmann zitieren. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen fordert Ethos vom Verwaltungsrat, im nächsten Jahr neue unabhängige Verwaltungsratsmitglieder vorzuschlagen. (mim)
12:24 Uhr
Mittwoch, 29. April
Dertour gibt Hotelplan-Sitz auf
Letztes Jahr hat Dertour Hotelplan mit Hauptsitz in Glattbrugg übernommen. Nach dem Abschluss des Kaufs stellte sich die Frage, auf welche Standorte Dertour Suisse künftig setzen sollte. Nun ist der Entscheid gefallen: Dertour Suisse belässt den Hauptstandort in Zürich-Altstetten. Künftig sollen die Mitarbeitenden der bisherigen Standorte in Glattbrugg und Altstetten gemeinsam in Altstetten arbeiten, heisst es in einer Mitteilung. Man habe den Entscheid «nach einer umfassenden Standortanalyse und unter Einbezug der Mitarbeitenden» gefällt.
Ein wesentliches Kriterium in der Bewertung war demnach die Erreichbarkeit für die Mitarbeitenden. Für einen grossen Teil der heute in Glattbrugg tätigen Mitarbeitenden würden sich die Pendelzeiten durch den künftigen Arbeitsort in Altstetten verkürzen. Ausserdem seien die jährlichen Mietkosten günstiger und die Sanierungs-, Unterhalts- sowie Rückbaukosten blieben überschaubarer.
Die Detailplanung für die Standortkonsolidierung sei im Gang. Der Wechsel der Mitarbeitenden von Glattbrugg nach Altstetten werde derzeit konkretisiert. (mim)
11:39 Uhr
Mittwoch, 29. April
Geschäftsführer von Pharmaverband gestorben
Ernst Niemack, Geschäftsführer der Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz (Vips), ist überraschend gestorben. Er sei bei seinem geliebten Hobby in den Ferien verstorben und viel zu früh aus dem Leben gerissen worden, teilt der Verband mit. Ernst Niemack hinterlasse eine schmerzliche Lücke – sowohl fachlich als auch menschlich. Mit grossem Engagement, viel Herzblut und Verantwortungsbewusstsein habe er die Entwicklung der Vips massgeblich gestaltet. Der Verband mit Sitz in Rotkreuz ist die Vereinigung der mittelgrossen Pharmafirmen. (mim)
10:45 Uhr
Mittwoch, 29. April
Sandoz wächst in den USA
Der Basler Generikakonzern Sandoz verkaufte im ersten Quartal Medikamente im Wert von 2,7 Milliarden Dollar. Das entspricht währungsbereinigt einem Plus von 3 Prozent. Besonders stark zulegen konnte Sandoz mit seinen günstigen Medikamentenkopien in den USA. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen nicht bekannt. Konzernchef Richard Saynor bekräftigte am Mittwoch den Ausblick für das Gesamtjahr: Die Umsätze sollen demnach wechselkursbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. (mpa)
10:05 Uhr
Mittwoch, 29. April
Swiss stoppt Duty-Free-Verkauf an Bord

Die Fluggesellschaft Swiss stellt den «Duty Free»-Bordverkauf auf ihren Flügen per Ende September ein. Man reagiere damit auf das veränderte Kaufverhalten ihrer Passagiere, schreibt die Lufthansa-Tochter.
Man habe den Bordverkauf von zollbefreiten Waren in den vergangenen Jahren sorgfältig analysiert. «Das Ergebnis ist eindeutig: Immer weniger Gäste kaufen an Bord ein», hält die Airline in einer Mitteilung vom Mittwoch fest. Immer mehr Passagiere würden Produkte heute zu Hause recherchieren, Preise online vergleichen und einkaufen, bevor sie überhaupt am Flughafen ankommen. «Der spontane Griff zum Duty-Free-Wagen an Bord ist die Ausnahme geworden – nicht mehr die Regel.»
Das Angebot an Bord umfasst unter anderem Uhren, Schmuck, Parfüms, Kosmetikprodukte sowie weitere Accessoires und Geschenkartikel. Ab Juni bietet die Swiss ausgewählte Artikel aus dem verbleibenden Duty-Free-Sortiment zu reduzierten Preisen an – mit Rabatten ab 25 Prozent, solange der Vorrat reicht. Bestimmte Produkte aus dem heutigen Duty-Free-Katalog wird es künftig im Onlineshop des Treueprogramms Miles & More geben. (bwe)
08:16 Uhr
Mittwoch, 29. April
UBS startet fulminant ins Jahr
Die Grossbank UBS weist für das erste Quartal einen Gewinn von über 3 Milliarden US-Dollar aus – das ist wesentlich mehr als von den Analysten erwartet wurde. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des vergangenen Geschäftsjahres entspricht dies einem Gewinnsprung um 80 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit lediglich 2,43 Milliarden gerechnet. Damit setzt sich der Trend fort: Die UBS hatte schon in den letzten Quartalen jeweils mehr Gewinn ausgewiesen als von Analysten geschätzt.
Mit der Überführung aller in der Schweiz gebuchten CS-Kundenkonten habe man «einen weiteren Meilenstein bei einer der komplexesten Integrationen in der Geschichte des Bankwesens» erreicht, heisst es in der Mitteilung weiter. Man sei überzeugt, die Integration bis Jahresende im Wesentlichen abschliessen zu können.
In der Mitteilung äussert sich CEO Sergio Ermotti auch zur Debatte um die Eigenmittel: «In der Frage der Schweizer Eigenmittelvorschriften bringen wir uns weiter konstruktiv ein und tragen zu einer fakten-basierten Debatte bei. Diese Entwicklungen ändern nichts daran, was uns als Unternehmen ausmacht. Wir halten an unserem diversifizierten Geschäftsmodell und unserer ebenso globalen wie regionalen Präsenz fest.» Die UBS werde weiterhin «alles dafür tun, unsere Aktionäre zu schützen.» Zugleich wolle die Bank, wo immer möglich, die Auswirkungen «dieser erhöhten Anforderungen auf unsere Kundinnen und Kunden, unsere Mitarbeitenden sowie auf die Gemeinschaften, in denen wir leben und arbeiten, abmildern.» (mim)
06:30 Uhr
Mittwoch, 29. April
Darum bleibt Wohneigentum oft in der Familie
Die Weitergabe von Wohneigentum innerhalb der Familie hat in der Schweiz «einen hohen emotionalen Stellenwert». Das zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte repräsentative Umfrage von Raiffeisen Schweiz unter 1500 Personen. Für viele steht demnach weniger der wirtschaftliche Nutzen als vielmehr der Wunsch im Vordergrund, das Eigenheim in der Familie zu behalten.
Sowohl Eltern als auch Kinder nennen gemäss Raiffeisen diesen Aspekt als wichtigsten Grund, eine Übergabe anzustossen. Todesfälle oder gesundheitliche Krisen spielten hingegen eine untergeordnete Rolle. Mit einer Ausnahme: Fast zwei Drittel der Übergebenden sagen, dass die Planung des dritten Lebensabschnitts für sie Anlass dazu war, sich mit der Weitergabe ihres Wohneigentums zu befassen.
Es geht aber nicht nur um Emotionen, sondern auch ums Geld. Fast die Hälfte der Eigentümer möchte mit einer frühzeitigen Übergabe ihre Kinder finanziell unterstützen. Umgekehrt sehen viele potenzielle Nachfolger darin eine seltene Chance, sich Wohneigentum leisten zu können. Angesichts steigender Immobilienpreise und knappen Angebots gewinnt die familieninterne Weitergabe an Bedeutung.
Doch das führt oft auch zu Konflikten, wie die Raiffeisen-Umfrage zeigt. Über 80 Prozent der Übergebenden berichten von Auseinandersetzungen, meist jedoch von kleineren. Streitpunkte sind vor allem der Preis, der Zustand der Immobilie oder der Zeitpunkt der Übergabe. Auch bei rund der Hälfte der Übernehmenden sowie etwa bei zwei Drittel der Geschwister kommt es zu Spannungen, insbesondere bei Ausgleichszahlungen. «Wir raten dringend dazu, Betrag und Zeitpunkt der Ausgleichszahlung bereits bei der Weitergabe in einem Erbvertrag klar festzulegen», sagt Raiffeisen-Erbschaftsexperte Christian Rehefeldt.
«Sinnvoll kann zudem sein, zugunsten der nicht übernehmenden Geschwister ein Gewinnanteilsrecht oder ein Vorkaufsrecht einzuräumen.»
Ein zentrales Problem beim Weitergebungsprozess bleibt der Wissensmangel: 40 Prozent der Befragten räumen ein, sich nicht gut auszukennen, etwa bei Fragen zu Erbvorbezug, Ausgleichspflicht oder Steuern. Fachleute werden zwar oft beigezogen, aber nicht immer früh genug. Laut Raiffeisen kann eine rechtzeitige Beratung helfen, Konflikte zu vermeiden und faire Lösungen zu finden. (fv)
14:57 Uhr
DIENSTAG, 28. April
Vereinigte Arabische Emirate verlassen Opec
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Ausstieg aus dem Öl-Kartell Opec zum 1. Mai bekanntgegeben. «Diese Entscheidung spiegelt die langfristige strategische und wirtschaftliche Vision und das sich entwickelnde Energieprofil der VAE wider», hiess es am Dienstag in einer Mitteilung, die über die staatliche Nachrichtenagentur Wam verbreitet wurde. Dazu gehöre es, verstärkt in die Energieproduktion im Inland zu investieren. Hintergrund des Ausstiegs sind Spannungen der Emirate mit Saudi-Arabien. Dabei geht es vor allem um wirtschaftliche Themen und den Krieg im Jemen. (dpa)
13:48 Uhr
Dienstag, 28. April
BLS führt den Sunflower Lanyard ein
Viele Menschen leben mit unsichtbaren Behinderungen oder chronischen Krankheiten, die für ihr Umfeld nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Dazu zählen etwa Gehörlosigkeit, psychische Behinderungen, Angststörungen oder motorische Beeinträchtigungen. Diese Menschen können neu beim Bahnunternehmen BLS einen Bändel mit Sonnenblumenmuster beziehen.
Das Schlüsselband mit gelben Sonnenblumen auf grünem Grund ist ein international etabliertes Erkennungszeichen für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen oder chronischen Krankheiten. Dank des sogenannten Sunflower Lanyards sollen betroffene Menschen beim Reisen im öffentlichen Verkehr mehr Verständnis und Unterstützung erhalten.

Die BLS folgt damit den Beispielen anderer Verkehrsunternehmen: So geben heute schon etwa die SBB, die Aargauer und Basler Verkehrsbetriebe sowie der Flughafen Zürich den Sonnenblumen-Bändel ab. (fv)
08:11 Uhr
Dienstag, 28. April
Novartis leidet unter Generika-Konkurrenz
Der Basler Pharmariese Novartis erzielte im ersten Quartal dieses Jahres einen Umsatz von 13,1 Milliarden Dollar. Das entspricht wechselkursbereinigt einem Rückgang von 5 Prozent. Der Reingewinn sank gar um 13 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Die Gründe dafür sind hohe Investitionen. Novartis kaufte kürzlich die US-Firma Avidity für 12 Milliarden Dollar. Hinzu kommt die massive Konkurrenz durch Generikahersteller beim Herzmedikament Entresto. Dieses spülte dem Konzern im letzten Quartal nach wie vor über eine Milliarde Dollar in die Kasse. Doch es geht abwärts: Die Verkäufe gingen bereits um 46 Prozent zurück. Diese Entwicklung sei erwartet worden, sagte Konzernchef Vas Narasimhan am Dienstag vor den Medien. Im zweiten Halbjahr sollen das Wachstum bei Umsatz und dem operativen Ergebnis wieder im positiven Bereich liegen. (mpa)
08:04 Uhr
Montag, 27. April
Ärger für Nick Hayek: ISS unterstützt Gegenspieler
Der amerikanische Investor Steven Wood, dessen Firma Green Wood 0,5 Prozent an der Swatch Group hält, kandidiert für einen Sitz im Verwaltungsrat - und fordert damit mehr Unabhängigkeit von der Familie Hayek. Nun bekommt Wood Unterstützung: Der US-Stimmrechtsberater ISS unterstützt seine Kandidatur, wie dieser bekannt gibt. Der Grund: «In den vergangenen Jahren hat die Leistung nachgelassen, und das Unternehmen hat seine einst dominante Position gegenüber inländischen Wettbewerbern verloren», hält ISS in seinem Bericht zur Swatch-Gruppe fest.

Die Familie Hayek habe in dieser Entwicklung eine zentrale Rolle gespielt – und zwar doppelt: «Einerseits hat sie das Unternehmen zu einem führenden Akteur der Branche aufgebaut, andererseits lässt sich ihr Einfluss nur schwer von den jüngsten Schwierigkeiten des Unternehmens trennen.» Kurz: Auch ISS will die Kräfte ausserhalb der Hayek-Familie stärken.
Die Hayeks wiederum haben auf die Kritik reagiert und schlagen den früheren Berner Regierungsrat und Berater Andreas Rickenbacher als neuen Verwaltungsrat vor.
Wood hat schon einmal – erfolglos – für den Verwaltungsrat der Swatch-Gruppe kandidiert. Nun versucht er es am 12. Mai nochmals. (fv)
14:59 Uhr
Freitag, 24. April
Kein Wucher: Masken-Millionäre sind entlastet
Die beiden Jungunternehmer Jascha Rudolphi und Luca Steffen wurden zum Symbol dafür, wie sich in der Krise Geld scheffeln lässt. Als die Covid-Pandemie im Frühjahr 2020 die Schweiz überrollte, suchten Bund und Kantone händeringend nach Schutzmasken. Da waren die beiden mit ihrer Firma Emix zur Stelle. Sie verkauften im März unter anderem der Schweizer Armee Masken für über 22 Millionen Franken. Für die Schutzmasken des Typs FFP2 zahlte der Bund bis zu 9.90 Franken pro Stück. Mit dem Geld liessen es sich die beiden gutgehen, sie kauften einen Ferrari und eine Jacht.
So kam rasch der Vorwurf auf, die «Masken-Millionäre» hätten die Krisensituation ausgenutzt und ihre Ware zu Wucherpreisen verkauft. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich eröffnete ein Strafverfahren. Als Wucher gilt, wenn jemand eine Notlage ausnutzt und daraus Profit schlägt. Ebenso gerieten die Unternehmer ins Visier, weil ihre Masken aus China in Prüftests durchfielen.
Käufer standen nicht vor einer Notlage
Diese Vorwürfe sind nun, sechs Jahre später, vom Tisch. Das zeigt eine Einstellungsverfügung der Zürcher Staatsanwaltschaft, in welche die «Schweiz am Wochenende» Einsicht hatte. Sie ist inzwischen rechtskräftig. Darin heisst es, dass die Kundschaft, darunter der Bund, nicht in einer Notlage war. Sie konnte auf andere Anbieter zurückgreifen. Zweitens befanden die Ermittler, dass Emix damals selbst mit hohen Marktpreisen konfrontiert gewesen sei und keine übermässige Marge abgeschöpft habe. Zwar stellte die Behörde fest, dass Emix beispielsweise mit den FFP2-Verkäufen an das Verteidigungsdepartement eine Marge von 48 Prozent erzielt habe. Im Durschnitt lag sie bei 30 Prozent. Diese Werte entspsprächen aber jenen, die andere Anbieter bereits vor der Pandemie erzielt hatten, heisst es in der Verfügung. (mpa)

07:32 Uhr
Freitag, 24. April
Massenentlassung beim Facebook-Konzern
Der Facebook-Konzern Meta von Mark Zuckerberg. greift inmitten erheblicher Investitionen in Künstliche Intelligenz zu einem weitreichenden Stellenabbau. Am 20. Mai sollen rund 10 Prozent der Belegschaft entlassen werden, teilte Meta den Mitarbeitern in einer internen E-Mail mit. Meta hatte zum Jahreswechsel knapp 79'000 Beschäftigte. Damit dürften die Entlassungen nahezu 8000 Menschen treffen. Ausserdem sollen etwa 6000 derzeit freie Stellen nicht besetzt werden. Damit baut Meta total 14'000 Jobs ab.

In der unter anderem vom Finanzdienst «Bloomberg» veröffentlichten E-Mail räumte Personalchefin Janelle Gale ein, dass den Mitarbeitern damit vier Wochen Ungewissheit bevorstünden. Allerdings habe man sich nach Leaks entschieden, die noch unfertigen Pläne schon jetzt in Grundzügen bekanntzugeben.
Zur Begründung für die Entlassungen hiess es, man wolle das Unternehmen effizienter machen und Ausgaben ausgleichen. Meta investiert gerade in grossem Stil in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Allein für dieses Jahr wurden Kapitalinvestitionen zwischen 115 Milliarden und 135 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt. (dpa)
16:24 Uhr
Donnerstag, 23. April
Swiss: Neuer Billigtarif mit weniger Handgepäck

Von Billigairline sind es sich Passagiere gewöhnt, für jede Zusatzleistung etwas bezahlen zu müssen. Nun nimmt sich die Lufthansa-Gruppe – und damit auch ihre selbst ernannte Premium-Airline Swiss – ein Vorbild daran. Der Kranich-Konzern kündigt in einer Mitteilung einen neuen, so genannten Economy-Basic-Tarif an. Dieser werde ab dem 28. April für Reisen ab dem 19. Mai schrittweise auf der Kurz- und Mittelstrecke seiner Airlines eingeführt.
Der neue Basic-Tarif biete beispielsweise Tagesreisenden «eine zusätzliche Wahlmöglichkeit zu einem attraktiven Einstiegspreis» an. Konkret heisst dies jedoch: Es ist nur ein kleiner persönlicher Gegenstand erlaubt, wie eine Laptop-Tasche oder ein Mini-Rucksack. Kein Rollkoffer also. «Wer mehr Gepäck mitnehmen möchte, kann in diesem besonders günstigen Tarif Hand- oder Aufgabegepäck als Zusatzleistung flexibel hinzubuchen oder ein Tarifangebot mit erweiterten Gepäckleistungen wählen», schreibt die Lufthansa.
Der bestehende Light-Tarif wird ebenfalls verändert: Künftig lassen sich Reisen umbuchen gegen eine Gebühr. Die Light-Kategorie war bisher der günstigste Tarif bei der Swiss – ein Handgepäck bis zu 8 Kilo ist dabei inklusive.
Klar ist jedoch, dass es der Lufthansa in erster Linie um die Margenverbesserung geht. Mit dem zusätzlichen Tarif sieht sie diesbezüglich offensichtlich mehr Spielraum. Auf jeden Fall sind Aussagen zum neuen Preisgefüge in der Medienmitteilung nicht enthalten.
Erst kürzlich machte das Branchenportal «Aerotelegraph» publik, dass die Lufthansa-Gruppe die Bedingungen ihrer Flex-Tarife auf der Langstrecke und auf Europaflügen aus Kundensicht deutlich verschlechtert hat. Dies, nachdem bereits auf Interkontinentalflügen neue und teils massiv hohe Stornierungsgebühren von bis zu 1500 Euro eingeführt wurden. So wurde zuletzt die Stornierungsgebühr im Economy-Flex-Tarif Ende März angepasst. Neu beträgt sie 150 Euro. Zuvor lag sie bei 70 Euro. Die Änderung gilt neben Lufthansa auch bei Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover und Swiss. (bwe)
16:43 Uhr
Donnerstag, 23. April
Mehr Umsatz für Dertour
Die Dertour-Gruppe hat letztes Jahr deutlich zugelegt. Der Umsatz erhöhte sich um 18 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro, teilt das deutsche Reiseunternehmen mit. Zu Dertour gehören unter anderem die Schweizer Traditionsreisemarken Kuoni, Helvetic Tours und seit kurzem die ehemalige Migros-Tochter Hotelplan. Dertour Suisse sei 2025 profitabel gewachsen, heisst es in der Mitteilung. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen allerdings nicht. Für den Schweizer Markt sei insbesondere die Integration der Hotelplan-Gruppe von zentraler Bedeutung, heisst es weiter. Der Zusammenschluss verlaufe planmässig. (mim)
16:00 Uhr
Donnerstag, 23. April
Swiss-Cockpit-Crew startet GAV-Verhandlungen
Vergangenen November haben die Pilotinnen und Piloten den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit der Swiss gekündigt. Der aktuelle GAV 2023 gilt noch bis Ende 2026. In dieser Woche starten nun die Verhandlungen für den neuen Vertrag, wie es in einer Mitteilung des Cockpit-Verbands Aeropers heisst.
Die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa-Tochter fordern unter anderem mehr Einfluss auf den Einsatzplan, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben nicht gegeben sei. Ausserdem müsse die Attraktivität der Arbeitsbedingungen deutlich steigen, damit es wieder genügend Nachwuchs gebe, um den nachhaltigen Erfolg der Swiss zu gewährleisten.
Die Muttergesellschaft Lufthansa war in den vergangenen Wochen von Streiks betroffen – auch an ihrem 100-Jahr-Jubiläum. Verschiedene Gewerkschaften hatten zur Arbeitsniederlegung an mehreren Tagen aufgerufen. Gleichzeitig ist die Aviatik mit einem Kerosin-Engpass wegen der Blockade der Strasse von Hormus konfrontiert. Die Lufthansa gab diese Woche deshalb die Streichung von 20'000 Flügen bekannt. Auch die Swiss-Schwester Edelweiss nahm Kürzungen im Flugplan vor, im Gegensatz zur Swiss. Sie hält bisher an ihren Plänen fest. (bwe)
13:08 Uhr
Donnerstag, 23. April
Ex-Schindler-Chef verkauft nun Elektroautos
Silvio Napoli war beim Luzerner Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler jahrelang der starke Mann, zuletzt in der Doppelrolle als Verwaltungsratspräsident und CEO. Nach 30 Jahren im Dienst musste er Anfang 2025 den Hut nehmen. Nun übernimmt der 60-Jährige in der Autoindustrie eine neue Rolle, wie die «Bilanz» berichtet. Napoli wird CEO der kalifornischen Elektroauto-Marke Lucid Motors. Das Unternehmen kämpft derzeit ums Überleben. Zwar wachsen die Umsätze stark, doch die Verluste gehen in die Milliarden. Napoli muss also den Turnaround schaffen. Bei Schindler hat er bewiesen, dass er das kann. Just am Donnerstag meldete der Liftersteller für das erste Quartal eine weitere Verbesserung der Profitabilität. (mim)

10:50 Uhr
Donnerstag, 23. April
Topkader verlassen Schuhmarke On
Beim Schweizer Sportmode-Hersteller On, an dem Ex-Tennisspieler Roger Federer beteiligt ist, scheint nicht alles im Lot zu sein. Im März wurde überraschend bekannt, dass der erst neun Monate zuvor ernannte CEO, Martin Hoffmann, das Unternehmen nach 13 Jahren verlassen wird.
Wie die «Bilanz» berichtet, waren unterschiedliche Ansichten über die Governance, die Firmenkultur und wie man von einem Drei-Milliarden- zu einem Zehn-Milliarden-Konzern werden solle, die Gründe für den Abgang von Hoffmann. Vor allem die starke Einflussnahme der Gründer, die offiziell als Executive Chairmen amten und bei jedem Geschäftsleitungsmeeting mit dabei sind, habe zu Reibereien geführt.

«Die sind nicht immer perfectly aligned, und es gibt nicht nur happy days», sagt ein Insider aus der Konzernspitze gegenüber dem Wirtschaftsmagazin. Und Hoffmann ist nicht der einzige Abtrünnige. In den letzten 12 Monaten haben laut der «Bilanz» zahlreiche weitere Topkader die Firma verlassen, etwa Personalchefin Noa Perry-Reifer, Kommerzchef Jiahui Isler, Innovationschefin Ilmarin Heitz, Finanzmanager Florian Maag und Samuel Wenger, der bei On verschiedene Top-Positionen inne hatte.
Caspar Coppetti und David Allemann werden per Mai Co-Geschäftsführer. Sie hatten das Unternehmen 2010 zusammen mit Olivier Bernhard gegründet. Er kümmert sich bei On um die Produktinnovationen und Athletenbetreuung. (bwe)
14:56 Uhr
Mittwoch, 22. April
EU reagiert auf Kerosin-Engpass

Die EU-Kommission ruft ihre Mitgliedstaaten zu enger Koordinierung auf, um einen Kerosinmangel zu vermeiden. Die Brüsseler Behörde schlägt eine neue Kraftstoffbeobachtungsstelle vor zur Überwachung von EU-Produktion, Importen, Exporten und Lagerbeständen. So sollen potenzielle Engpässe schnell erkannt werden und «gezielte Massnahmen zur Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Kraftstoffverteilung» möglich sein, falls Notfallvorräte freigegeben werden.
Die EU-Kommission appellierte zudem an Mitgliedstaaten, auch die Wiederbefüllung unterirdischer Gasspeicher, die Freigabe von Ölreserven und eine flexible Nutzung der Befüllungsvorschriften zu koordinieren. Nationale Massnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Kerosin und Diesel - einschliesslich von Raffineriekapazitäten - sollten eng abgestimmt werden.
Die EU-Kommission stellte weitere Massnahmen vor, um die Auswirkungen der Energiekreise auf Unternehmen und Bürger in Europa abzudämpfen und Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die europäischen Spitzenpolitiker sprechen am Donnerstag und Freitag bei einem informellen Treffen in Zypern über die Massnahmen. Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten habe die EU wegen der gestiegenen Preise zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben, sagte Energiekommissar Dan Jørgensen in Brüssel. (dpa)
15:12 Uhr
Mittwoch, 22. April
ABB steigert Umsatz deutlich
Der Industriekonzern ABB mit Sitz in Zürich-Oerlikon konnte im ersten Quartal seinen Umsatz um 18 Prozent auf 8,73 Milliarden Dollar steigern. Auf sogenannt vergleichbarem Niveau stieg er um 11 Prozent. Der Auftragseingang legte noch stärker zu, um 24 Prozent auf 11 Milliarden Dollar. Laut ABB haben sich alle drei Geschäftsbereiche positiv entwickelt. Das erste Quartal sei weitgehend nach Plan verlaufen, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Dies, obwohl sich die geopolitische Lage erneut verschärft habe. Die Nachfrage nach Elektrifizierungs- und Automationslösungen von ABB sei bisher insgesamt stabil geblieben. Die operative Marge (EBITA) legte ebenfalls zu - von 20,3 auf 23,5 Prozent. So resultierte auch ein höhrer Reingewinn von 1,32 Milliarden Dollar. (bwe)
13:53 Uhr
Mittwoch, 22. April
Bis zu 12 Sonntagsverkäufe im Jahr?
Der Bundesrat spricht sich für mehr Sonntagsverkäufe aus. Er unterstützt damit einen Vorschlag der Wirtschaftskommission des Ständerates. Dieser sieht vor, dass Läden künftig an bis zu 12 Sonntagen im Jahr öffnen können. Bisher sind es vier Sonntage pro Jahr. An diesen Tagen darf das Verkaufspersonal ohne Ausnahmebewilligung beschäftigt werden. Der Entscheid für Sonntagsverkäufe liegt bei den Kantonen.
Der Bundesrat betont, dass mit dem Vorschlag der föderalistische Ansatz gewahrt bleibe. Die Kantone könnten entscheiden, ob sie diese Möglichkeit nutzen möchten oder nicht. Die Regierung spricht zudem von einer «massvollen Flexibilisierung»: «Die im Arbeitsgesetz festgelegten Schutzbestimmungen im Zusammenhang mit der Sonntagsarbeit kommen auch an diesen Sonntagen zur Anwendung.»
Kein Verständnis dafür hat die Linke. «Das ist ein inakzeptabler Angriff auf den Schutz der Lohnabhängigen», sagt SP-Co-Präsident Cédric Wermuth. «Damit setzt der rechts dominierte Bundesrat den Plan der Rechten zur Schwächung des Arbeitsrechts und der Löhne fort. Mehr Sonntagsverkäufe, Aushebelung der Mindestlöhne und längere Arbeitszeiten im Homeoffice. Dagegen werden wir uns entschieden wehren.» Die Wirtschaftskommission des Ständerats wird sich nun mit der Stellungnahme des Bundes befassen. (mpa)

09:56 Uhr
Mittwoch, 22. April
Skyguide reduziert Flugkapazität in Zürich

Es ist eine Schlagzeile, an die man sich in der Schweizer Aviatikbranche langsam gewöhnt: Skyguide kämpft mit technischen Problemen. Dieser Fall ist erneut am Mittwochvormittag eingetreten, wie die Flugsicherungsfirma in einer Mitteilung bekannt gibt. Die Probleme sind im Kontrollzentrum von Skyguide in Dübendorf ZH aufgetreten. Die Folge: Die Darstellung Darstellung einzelner Flüge im Landeanflug auf Zürich ist beeinträchtigt. «Die Sicherheit ist jederzeit gewährleistet», schreibt Skyugide. Vorsorglich hat die Firma die Anflugkapazität um 30 Prozent gesenkt.
Ein Update folge im Laufe des Vormittags. Die Techniker von Skyguide hätten die Ursache des Problems identifiziert und würden an der Lösung arbeiten. Eine Task Force wurde einberufen. (bwe)
10:01 Uhr
Dienstag, 21. April
Neue Migros-Partnerschaft ruft Gewerkschaft auf den Plan

Am Montag gaben der holländische Kurierdienst Just Eat und die Migros eine neue Partnerschaft bekannt (CH Media berichtete). In den Regionen Genf, Wallis und Tessin soll es Kundinnen und Kunden künftig möglich sein, Supermarkt-Produkte innert einer Stunde nach Hause zu bestellen.
Nun fordert die Gewerkschaft Syndicom, dass die Migros ihre neue Partnerin zu Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag verpflichtet und dass Just Eat auf diese Verhandlungen eintritt. Zudem soll Just Eat verpflichtet werden, den gekündigten Smood-Angestellten eine Übernahme anzubieten, wie Syndicom in einer Mitteilung schreibt. Smood, eine Tochterfirma der Migros-Genossenschaft Genf, wird per Ende April eingestellt. Über 400 Angestellte verlieren ihre Stelle.
Als grösste Detailhändlerin der Schweiz trage die Migros eine besondere sozialpolitische Verantwortung, auch dann, wenn sie Leistungen an externe Partner auslagert, schreibt Syndicom. Man erwarte deshalb, dass die Migros ihre Marktmacht nutze und soziale Standards zur Bedingung für die Zusammenarbeit mit Just Eat mache. Nur so könne garantiert werden, dass der Ausbau von Online-Lieferdiensten nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmenden erfolge. (bwe)
08:50 Uhr
Dienstag, 21. April
USA: Startschuss für milliardenschwere Zoll-Rückerstattungen
Mit dem Start eines neuen Online-Portals hat die US-Regierung den Prozess zur Rückerstattung von Zöllen begonnen, die das oberste Gericht des Landes für unrechtmässig erklärt hat. Über das System mit dem Namen CAPE können Importeure seit Montag Anträge auf Rückzahlung stellen. Nach Schätzungen der US-Zollbehörde geht es um rund 166 Milliarden US-Dollar. Frühere Berechnungen der University of Pennsylvania kommen sogar auf bis zu 175 Milliarden Dollar – etwa 2,5 Prozent des US-Haushalts.
Anspruch auf die Rückzahlungen haben ausschliesslich die Unternehmen, die die Zölle direkt entrichtet haben. Ob und in welchem Umfang Konsumenten indirekt profitieren, etwa durch sinkende Preise, ist unklar. In einer ersten Phase werden zunächst vor allem noch nicht endgültig geprüfte oder kürzlich abgeschlossene Zollfälle bearbeitet. Ältere Fälle sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Zum Start des Systems reichten laut Medienberichten tausende Unternehmen Anträge ein. Nach Angaben der Behörden könnten genehmigte Rückzahlungen innerhalb von 60 bis 90 Tagen erfolgen.

Unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte US-Präsident Donald Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen zahlreiche Handelspartner verhängt. Der Supreme Court erklärte diese in einer Grundsatzentscheidung im Februar für rechtswidrig. Ein Richter am Gericht für internationalen Handel in New York entschied daraufhin, dass Importeure damit grundsätzlich Anspruch auf Rückzahlungen für bereits entrichtete Zölle haben.
Bereits nach dem Urteil war mit einer Welle von Rückforderungen gerechnet worden. Zahlreiche Unternehmen, darunter auch der US-Logistikkonzern FedEx, hatten Klagen eingereicht, um Rückzahlungen durchzusetzen. Experten hatten gewarnt, die Vielzahl an erwarteten Anträgen könne Chaos auslösen. (dpa)
09:00 Uhr
Dienstag, 21. April
Weniger Arbeitsunfälle – aber mehr Freizeitunfälle
Der Trend setzt sich fort: Es gibt in der Schweiz immer weniger Arbeitsunfälle, doch die Zahl der Freizeitunfälle steigt. Das zeigen neuste Suva-Zahlen. Die Suva als grösste Unfallversicherung der Schweiz versichert rund die Hälfte aller berufstätigen Personen gegen Unfälle und Berufskrankheiten. Letztes Jahr wurden insgesamt über 480’000 neue Fälle registriert und anerkannt. Das sind 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Während Berufsunfälle früher den grössten Teil der gemeldeten Unfälle ausmachten, registriert die Suva seit Anfang der Neunzigerjahre deutlich mehr Unfälle in der Freizeit. Im vergangenen Jahr lag das Verhältnis bei 64 Prozent Freizeitunfällen zu 36 Prozent Arbeitsunfällen. Die Zahl der Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sank dabei im Jahresvergleich um 0,9 Prozent auf gut 166’000 Fälle. Jene der Freizeitunfälle stieg hingegen um 2,8 Prozent auf rund 296'000. Über das ganze Jahr betrachtet, registrierte die Suva die meisten Sportunfälle beim Fussballspielen (25 Prozent), beim Skifahren (13 Prozent) und beim Bergwandern (5 Prozent).
Bei den als arbeitslos gemeldeten Personen sowie bei Personen in IV-Massnahmen hat die Zahl der Unfälle um 15,4 Prozent zugenommen. Grund dafür sei vor allem die höhere Zahl der Arbeitslosen, teilt die Suva mit. Insgesamt zahlte die Suva 2025 über 4,6 Milliarden Franken an Versicherungsleistungen. (mim)
06:39 Uhr
Dienstag, 21. April
Chefwechsel bei Apple: Hardware-Boss übernimmt von Tim Cook
Apple bekommt nach 15 Jahren einen neuen Chef: John Ternus, der bisher für die Hardware zuständig war, rückt an die Spitze vor. Sein Vorgänger Tim Cook, der 2011 die Führung vom legendären Mitgründer Steve Jobs übernahm, wird Vorsitzender des Verwaltungsrates. Der Wechsel soll am 1. September vollzogen werden. Ternus wird so wohl als Apple-Chef im September ein unter seiner Regie entwickeltes auffaltbares iPhone präsentieren, über das seit Monaten spekuliert wird.

Die Entscheidung für Ternus ist auch eine strategische Weichenstellung in der Chefetage. Cook wurde von Jobs Ende der 90er Jahre als Lieferketten-Experte an Bord geholt und galt als jemand, der für das reibungslose Funktionieren des Mega-Konzerns sorgte. Ternus ist ein Technologie-Spezialist, der tief in die Entwicklung verschiedener Apple-Geräte involviert war. Die Berufung von Ternus - und nicht etwa von Software-Chef Craig Federighi - signalisiert, dass Apple auch in der anbrechenden KI-Ära seinen Technik-Wurzeln treu bleiben will.
Rivalen wie Google und Samsung werben mit immer neuen KI-Funktionen für ihre Smartphones. Apple tat sich bisher schwer, eine bereits 2024 angekündigte bessere Version seiner Sprachassistentin Siri mit Künstlicher Intelligenz auf den Markt zu bringen.
Unter Cooks Führung stiess Apple unter anderem ins Geschäft mit Computer-Uhren und einer Datenbrille vor und verdiente immer mehr Geld mit Geräten wie iPhones und Mac-Computern. (dpa)
15:36 Uhr
Montag, 20. april
Migros begräbt traditionsreiche Dutti-Marke

Die Migros ist bekanntlich daran, ihr Eigenmarken-Portfolio zu bereinigen (CH Media berichtete). Nun zeigt sich, dass es auch einer traditionsreichen Marke an den Kragen geht, die einst unter der Ägide von Migros-Gründer Gottlieb «Dutti» Duttweiler lanciert worden war. Dieser verkaufte - als Alternative zur koffeinfreien Original-Marke Kaffee Hag - die Eigenmarke Kaffee Zaun. Diese war 40 Prozent billiger.
Doch dieser legendäre Name verschwindet ab dieser Woche definitiv von den Verpackungen, wie die Migros gegenüber der «NZZ» bestätigt. Insgesamt möchte die Migros 80 von über 250 Eigenmarken streichen, also etwa jede dritte. Bis 2030 sollen es gar nur noch 150 sein. Stattdessen kommt der firmeneigene Name zum Zug: Migros. Auch Hauptkonkurrent Coop versucht derzeit, seine Eigenmarke im mittleren Preissegment zu stärken, wie CH-Media-Recherchen kürzlich zeigten. Statt «Qualité & Prix» heisst sie neu «Coop». (bwe)
08:49 Uhr
Montag, 20. April
Nach Aromat-Chips: Jetzt kommt die Thomy-Zweifel-Mayo

Kommt es zum nächstem Zweifel-Hype? Die Schweizer Familienfirma sorgte zuletzt für Aufsehen mit ihren Aromat-Chips. Diese wurden zusammen mit dem Aromat-Hersteller Unilever lanciert. Nun folgt die nächste Kooperation mit einem grossen Nahrungsmittelkonzern. Denn jetzt macht Zweifel mit dem Westschweizer Riesen Nestlé gemeinsame Sache. Sie bringen eine Thomy-Mayonnaise mit Zweifel-Paprika-Geschmack auf den Markt. Thomy-Mayonnaise wird seit 75 Jahren in Basel hergestellt.
Laut einer Medienmitteilung sind Thomy und Zweifel bereits seit einiger Zeit in Kontakt gestanden. «In gemeinsamen Workshops entstand die Idee, die Thomy-Mayonnaise mit dem typischen Zweifel Paprika-Geschmack zu kombinieren», heisst es in einer Medienmitteilung.
Laut eigenen Angaben ist Thomy die beliebteste Mayo der Schweiz mit einem Marktanteil von über drei Vierteln. Jeder Schweizer Haushalt konsumiert demnach durchschnittlich sechs Tuben Thomy-Mayonnaise pro Jahr. (bwe)
14:15 Uhr
Montag, 20. April
Weniger Gewinn für Swissgrid
Swissgrid hat letztes Jahr einen Gewinnrückgang verzeichnet. Das Unternehmensergebnis sank im Jahresvergleich um 11,7 Prozent von 103,8 auf 91,7 Millionen Franken, teilte die nationale Netzgesellschaft am Montag mit. Der tiefere Gewinn sei auf den regulatorisch vorgegebenen Abbau der Unterdeckungen und der daraus resultierenden tieferen Verzinsung der Deckungsdifferenzen zurückzuführen. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung trotzdem, eine Dividende von 45,8 Millionen Franken auszuschütten. Im Jahr zuvor waren es 51,9 Millionen gewesen.
Gleichzeitig investierte das Unternehmen in die Modernisierung und Weiterentwicklung des Übertragungsnetzes, heisst es weiter. Im Berichtsjahr beliefen sich die Gesamtinvestitionen auf 356,6 Millionen Franken (2024: 323,7 Mio.). Davon flossen 281,2 Millionen Franken in den Netzausbau und 15,3 Millionen Franken in die Instandhaltung. (mim)
16:47 Uhr
Freitag, 17. April
Lufthansa-Piloten beenden Streiks - vorerst
Passagiere der Lufthansa können vorerst aufatmen. Nach Streiks des fliegenden Personals über die ganze Woche plant die Kabinengewerkschaft Vereinigung Cockpit kurzfristig keine weiteren Arbeitskampfmassnahmen. Das teilte sie in einem internen Rundschreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Zunächst müssten Vorstand und Tarifkommission die Situation bewerten. Für Montag seien zudem Sondierungsgespräche mit dem Unternehmen zu einer möglichen Schlichtung geplant. Ein erster Anlauf dazu war gescheitert, weil sich beide Seiten nicht auf ein einheitliches Themenfeld einigen konnten. Am Freitag waren noch einmal hunderte Flüge abgesagt worden. (dpa)
09:26 Uhr
Freitag, 17. April
Nach Teil-Grounding: Lufthansa-Piloten streiken weiter
Die Piloten der Lufthansa haben am Freitag ihre Streiks fortgesetzt. Bestreikt wurden erneut die Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline. Letztere soll nach dem Willen des Lufthansa-Vorstands nie wieder abheben, sondern bereits am Samstag vorzeitig geschlossen werden. Begründet wurde der Einschnitt mit hohen Kerosinkosten und den Kosten der seit Tagen anhaltenden Streiks.
Am Freitag wurden allein am Drehkreuz Frankfurt erneut rund 650 von 1337 geplanten Starts und Landungen annulliert, wie der Betreiber Fraport berichtet. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Airlines am Standort, die Annullierungen sind aber zum grössten Teil auf den Lufthansa-Streik zurückzuführen. (dpa)
15:01 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros ernennt neue Milch-Chefin

Die Migros hat eine neue Chefin für ihre Tochterfirma Elsa gefunden: Giovanna Maurer tritt per September die Nachfolge von Matthew Robin an, der das Unternehmen im Sommer verlässt. Elsa ist auf die Herstellung von Milchprodukten spezialisiert.
Maurer bringt laut einer Migros-Mitteilung Erfahrung in der Lebensmittelindustrie mit. Nach ihrem Abschluss als diplomierte Lebensmittelingenieurin an der ETH Zürich habe sie in verschiedenen leitenden Positionen in der Schweiz, Österreich und den USA gearbeitet. Unter anderem habe sie einen Produktionsstandort in den Vereinigten Staaten geführt.
Ein Blick auf Maurers Linkedin-Profil zeigt, dass sie die letzten zweieinhalb Jahre für den Schokoladekonzern Lindt tätig war. Davor arbeitete sie vier Jahre für die Toblerone-Muttergesellschaft Mondelez. Ihre Karriere in der Lebensmittelindustrie startete sie 2001 bei Nestlé in Vevey, wo sie 18 Jahre lang tätig war. (bwe)
14:56 Uhr
Donnerstag, 16. April
Kerosinpreis-Explosion: Lufthansa groundet erste Flugzeuge
Als Reaktion auf hohe Kerosinpreise legt die Lufthansa erste Flugzeuge still. Laut einer Mitteilung trifft es vor allem die Fluggesellschaften Lufthansa und Lufthansa Cityline, die in dieser Woche massiv vom fliegenden Personal bestreikt worden sind.
Als ersten Schritt plant der Konzern bereits ab diesem Samstag die 27 älteren Jets der Cityline am Boden stehen zu lassen. Die Tochter soll komplett geschlossen werden. Die Jets stünden kurz vor dem Ende ihrer technischen Einsatzfähigkeit und hätten vergleichsweise hohe Betriebskosten, teilt Lufthansa mit. Damit könnten weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft reduziert werden.
Ende Oktober sollen dann sechs Langstreckenjets der Lufthansa Kernmarke folgen. Neben vier Airbus A340-600 werden auch zwei Jumbos vom Typ Boeing 747-400 über den kommenden Winter stillgelegt. Der endgültige Abschied von diesem Flugzeugtyp sei für das kommende Jahr vorgesehen. Zusätzlich sollen bei Lufthansa etwa fünf Mittelstreckenflugzeuge aus der Flotte genommen werden.
Als Grund für die Einschnitte nennt das Unternehmen die deutlich gestiegenen Kerosinpreise sowie die Kosten durch die laufenden Arbeitskämpfe. Finanzchef Till Streichert nennt die Massnahmen unumgänglich. Es würden ohnehin geplante Einschnitte vorgezogen. «Die aktuelle Krise zwingt uns diese Massnahme nun früher umzusetzen.» (dpa)
09:59 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros findet Abnehmer für 40 Tegut-Filialen
Der deutsche Lebensmittelhändler Rewe plant, bis zu 40 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde ein entsprechender Vertrag mit der Tegut-Inhaberin, der Migros Genossenschaft Zürich, unterzeichnet.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das deutsche Bundeskartellamt. Gibt die Behörde grünes Licht, will Rewe den Grossteil der Tegut-Märkte selbst betreiben, die übrigen sollen an die Discountertochter Penny gehen. Zum Kaufpreis äusserte sich das Unternehmen ebenso wenig wie zu den betroffenen Standorten.
Die Migros Zürich hatte kürzlich angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und Tegut verkaufen zu wollen. Rund 200 der insgesamt gut 300 Märkte der Kette will der Lebensmitteleinzelhändler Edeka übernehmen. Das Geschäft bedarf ebenfalls einer Zustimmung des Kartellamtes. Auch Aldi Nord interessiert sich offenbar für einzelne Standorte. (dpa)
09:51 Uhr
Donnerstag, 16. April
ABB liefert Mahl-Technologie nach Australien
Der Industriekonzern ABB mit Sitz in Zürich-Oerlikon hat von der südafrikanischen Firma Harmony einen Auftrag für die Lieferung von unterschiedlichen Mühlenantriebssystemen erhalten. Diese sollen für das Eva Copper Mine Project eingesetzt werden, eine neue grosse Tagebau-Kupfermine in Queensland, Australien.
In einer Mitteilung verweist ABB auf Prognosen, wonach die globale Kupfernachfrage bis 2035 um 24 Prozent steigen dürfte. Mit einer Produktionskapazität von jährlich rund 60000 Tonnen Kupfer und einer Minenlebensdauer von mindestens 15 Jahren dürfte sich der Standort zu einer bedeutenden neuen Kupfermine in der Region entwickeln. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. (bwe)
09:36 Uhr
Donnerstag, 16. April
Migros entlässt 25 Angestellte

Die Supermarkt-Sparte der Migros hat am Dienstag 25 Personen in der Direktion Marketing und Kommunikation entlassen. Dies berichtet «Blue News». Insgesamt handelt es sich um 20 Vollzeitstellen. Die Migros betont, dass diese Massnahme nicht Teil der 2024 angekündigten Reorganisation sei, die einen Abbau von bis zu 1500 Vollzeitstellen umfasst.
Mit diesem Schritt entlässt die Migros über 10 Prozent der gesamten Marketingabteilung. «Im Verlauf der operativen Tätigkeit hat sich gezeigt, dass in diesem Bereich weitergehende Anpassungen nötig sind», schreibt das Unternehmen. Die Betroffenen erhielten Unterstützung durch die Personalabteilung sowie spezialisierte externe Partner. (bwe)
09:30 Uhr
Donnerstag, 16. Februar
Swissmem und Swissmechanic wollen fusionieren
Die Wirtschaftsverbände Swissmechanic und Swissmem planen, einen gemeinsamen Verband für die Schweizer Tech-Industrie bestehend aus der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie zu schaffen. Das teilen sie am Donnerstag mit. Die Führungsgremien hätten vereinbart, ein Projekt für eine Fusion zu starten. Die Verbände wollten ihre Kräfte bündeln und den Industriestandort stärken. Swissmem wird den Grundsatzentscheid voraussichtlich am 23. Juni an der Mitgliederversammlung fällen, Swissmechanic an der Delegiertenversammlung vom 24. Oktober.
Swissmechanic mit rund 1300 Mitgliederfirmen und Swissmem mit rund 1500 Mitgliederfirmen vertreten laut der Mitteilung eine Branche mit etwa 325'000 Mitarbeitenden in der Schweiz, die knapp 7 Prozent des Bruttoinlandprodukts erwirtschaftet. (ehs)
09:19 Uhr
Donnerstag, 16. April
Prestige-Deal für Dormakaba in den USA

Prestige-Auftrag für das Schweizer Schliesstechnik-Unternehmen Dormakaba: Die Firma, in der breiten Bevölkerung bekannt für ihre Schlüssel und Schlösser, führt zusammen mit American Airlines am grössten Drehkreuz der Fluggesellschaft, dem Dallas Fort Worth International Airport, neue Self-Service-Boarding-Gates ein.
American Airlines sei die erste grosse US-Fluggesellschaft, die automatische Boarding-Gates in grossem Umfang an einem wichtigen Drehkreuz einsetze, schreibt Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH. Insgesamt werden rund 20 elektronische Self-Boarding-Gates installiert, die helfen sollen, den Boarding-Prozess zu optimieren. Im Herbst hatte American Airlines die Gates im Rahmen eines Pilotprojekts getestet. Finanzielle Details zum Deal werden nicht genannt. (bwe)





