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Wirtschafts-News

Schweizerische Nationalbank mit 26 Milliarden Gewinn ++ Rio Tinto führt Gespräche über Übernahme von Glencore

Wirtschafts-Ticker mit aktuellen Nachrichten aus der nationalen und internationalen Wirtschaftswelt.

08:09 Uhr

Freitag, 9. Januar

Nationalbank erwartet für 2025 Gewinn von rund 26 Milliarden Franken

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird für das Geschäftsjahr 2025 nach provisorischen Berechnungen einen Gewinn in der Grössenordnung von 26 Milliarden Franken ausweisen. Das hat die SNB heute bekannt gegeben. Bund und Kantone würden eine Ausschüttung von 4 Milliarden Franken erhalten.

Zustande gekommen ist der Gewinn folgendermassen: Auf den Fremdwährungspositionen betrage der Verlust rund 9 Mrd. Franken. Auf dem Goldbestand hingegen resultierte ein Bewertungsgewinn von 36,3 Milliarden. Der Verlust auf den Frankenpositionen belaufe sich auf 0,9 Milliarden.

Wie die SNB weiter ausführt, werde die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven voraussichtlich 12,7 Milliarden betragen. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 12,9 Milliarden resultiere ein Bilanzgewinn von rund 26 Milliarden. Dies ermöglicht eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgesetzten maximalen Betrag entspreche, sowie eine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone von insgesamt 4 Milliarden.

Der auszuschüttende Betrag von insgesamt 4 Milliarden geht zu einem Drittel an den Bund und zu zwei Dritteln an die Kantone. Nach diesen Auszahlungen wird die Ausschüttungsreserve rund 22 Milliarden betragen. Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 2. März 2026, der Geschäftsbericht am 17. März 2026 publiziert werden. (nav)

07:15 Uhr

Freitag, 9. Januar

Rio Tinto führt Gespräche über Übernahme von Glencore

Rio Tinto befindet sich in Gesprächen über die Übernahme von Glencore, wie beide Unternehmen mitteilten. Damit könnte das weltweit grösste Bergbauunternehmen mit einem gemeinsamen Marktwert von nahezu 207 Milliarden US-Dollar entstehen.

Es handelt sich bereits um die zweite Verhandlungsrunde in gut einem Jahr. Damals kam aber  kein Deal zustande. Die Unternehmen erklärten am späten Donnerstag, dass eine Komplett-Übernahme von «einigen oder allen» Glencore-Aktien durch Rio Tinto auf Aktienbasis erwartet werde. (has)

18:22 Uhr

Donnerstag, 8. Januar 2026

Sunrise plant grossen Stellenabbau

Das Telekom-Unternehmen Sunrise will effizienter werden und evaluiert deshalb den Abbau von bis zu 190 Stellen, darunter zahlreiche Führungspositionen. Das hat das Unternehmen am Donnerstag bekannt gegeben. Mitarbeitende im Kundendienst mit direktem Kundenkontakt seien weitestgehend ausgenommen und die Lernenden gänzlich. Es sei ein Konsultationsverfahren eingeleitet worden.

Die Gewerkschaft Syndicom nennt die «erneute Massenentlassung» «nicht nachvollziehbar» und «inakzeptabel». Rund sieben Prozent der Belegschaft seien anscheinend betroffen. Bereits Anfang 2024 seien 166 Mitarbeitende entlassen worden. Man verlange die ernsthafte Prüfung von Alternativen. (nav)

14:50 Uhr

Donnerstag, 8. Januar 2026

Mario Irminger neuer Chef der IG Detailhandel

Steht für die nächsten vier Jahre an der Spitze der IG DHS: Migros-Chef Mario Irminger.
Bild: zvg

Migros-Chef Mario Irminger steht neu der Interessensgemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) vor. Zuvor hatte Coop-Chef Philipp Wyss das Amt wie vorgesehen vier Jahre lang inne. Die IG DHS wurde 2006 gegründet und bringt die gemeinsamen politischen Interessen der Unternehmen Coop, Migros und der Migros-Discount-Tochter Denner in den Meinungsbildungsprozess ein. Zusammen generieren sie einen Umsatz von knapp 70 Milliarden Schweizer Franken und gehören mit gegen 200'000 Mitarbeitenden zu den grössten Arbeitgebenden der Schweiz.

Allerdings: Bei der Gründung und über mehrere Jahre hinweg waren einst auch der Kiosk-Konzern Valora und die Warenhauskette Manor an Bord der IG DHS. Diese beiden Unternehmen sind inzwischen Mitglied des Branchenverbands Swiss Retail Federation.

«Der Detailhandel ist ein zentraler Pfeiler der Schweizer Wirtschaft und der Gesellschaft», lässt sich Mario Irminger in einer Mitteilung zitieren. Es sei ihm ein Anliegen, die gemeinsamen Interessen der Branche zu vertreten und Lösungen für grosse Herausforderungen zu erarbeiten, wie zum Beispiel im Bereich der Nachhaltigkeit, der Agrarpolitik oder der Wirtschaftspolitik. (bwe)

10:47 Uhr

Donnerstag, 8. Januar 2026

Krankenkasse Klug: Konkurs ist eröffnet

Auf Verlangen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wurde am 5. Januar 2026 der Konkurs über die Krankenversicherung Klug eröffnet. Das gibt das Amt am Donnerstag bekannt. Alle Versicherungsverhältnisse bei Klug seien per 31. Dezember 2025 beendet worden. «Die betroffenen Versicherten wurden frühzeitig informiert, damit sie fristgerecht den Beitritt zu einem neuen Versicherer nach Wahl erklären konnten», teilt das BAG weiter mit. Wer von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht habe, sei automatisch bei der Helsana grundversichert worden. Mit dieser Lösung bleibe der Versicherungsschutz lückenlos gewährleistet. (fv)

09:52 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Laufendes Verfahren in den USA: Kambodscha liefert mutmasslichen Online-Betrüger nach China aus

Kambodscha hat den prominenten Geschäftsmann Chen Zhi, dem milliardenschwerer Online-Betrug vorgeworfen wird und der deswegen in den USA angeklagt ist, nach China ausgeliefert. Chen Zhi sowie zwei weitere chinesische Staatsbürger seien «innerhalb der Zusammenarbeit beim Kampf gegen grenzüberschreitendes Verbrechen» festgenommen und anschliessend an China übergeben worden, teilte das Innenministerium in Phnom Penh mit. China habe zuvor ein Auslieferungsersuchen gestellt.

Beim ausgelieferten Chen Zhi handelt es sich Berichten der staatlichen kambodschanischen Nachrichtenagentur AKP zufolge um den Gründer und Vorsitzenden der im Land ansässigen Prince Holding Group.

Gegen ihn läuft in den USA ein Verfahren wegen Überweisungsbetrugs und Geldwäsche. Chen Zhi wird unter anderem vorgeworfen, Anlagebetrügereien mit Kryptowährungen – auch «Schweineschlacht-Betrug» genannt – im grossen Stil durch sein Unternehmen in ganz Kambodscha angeführt zu haben. Die Prince Group habe dazu sogenannte Scam-Zentren eingerichtet, in denen Menschen gegen ihren Willen gearbeitet hätten. (dpa)

09:34 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Migros legt im Fitness-Geschäft zu

Die Migros-Fitnesstochter Movemi hat im vergangenen Jahr 25'000 zusätzliche Mitglieder rekrutieren können. Mit rund 290'000 Kundinnen und Kunden und rund 19 Millionen Trainings habe man seine Position als Marktführer im Schweizer Fitnessmarkt gestärkt, heisst es in einer Mitteilung. Zu Movemi gehören die Ketten Activ Fitness und Fitnesspark.

Im Schnitt trainierten die Mitglieder 1,3 Mal pro Woche. Laut einer Umfrage habe das Krafttraining an Bedeutung bei den Mitgliedern gewonnen, schreibt Movemi. Zudem sei es zu Verschiebungen der bevorzugten Trainingszeiten gekommen. Es werde vermehrt in den Morgen- und Nachmittagsstunden trainiert. (bwe)

Die Migros baut das Geschäft mit Fitnesskundinnen und -kunden aus.
Bild: Gaetan Bally

09:28 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Schweiz 2025 mit Inflation von 0,2 Prozent

Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) blieb im Dezember 2025 im Vergleich zum Vormonat unverändert beim Stand von 106,9 Punkten. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung 0,1 Prozent. Das hat das Bundesamt für Statistik (BfS) am Donnerstag vermeldet. Die durchschnittliche Jahresteuerung belief sich 2025 auf 0,2 Prozent.

Die Preisstabilität gegenüber dem Vormonat resultiere aus entgegengesetzten Entwicklungen, die sich insgesamt aufgewogen hätten, schreibt das BfS weiter. Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland, für Medikamente und für diverse Gemüsesorten sind gesunken. Gestiegen sind hingegen die Mieten von privaten Verkehrsmitteln sowie die Preise in der Hotellerie und Parahotellerie.

Der Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist laut BfS insbesondere auf höhere Preise für Wohnungsmieten, Schokolade und Mahlzeiten in Restaurants und Cafés zurückzuführen. Demgegenüber sind die Preise für Elektrizität, Benzin, Occasions-Autos und Medikamente gesunken. Die Preise der einheimischen Produkte haben sich im Jahresdurchschnitt um 0,7 Prozent erhöht, jene der Importgüter sind hingegen um 1,6 Prozent gesunken. 2024 hatte die durchschnittliche Jahresteuerung bei 1,1 Prozent gelegen, 2023 bei 2,1 Prozent.

Eine noch tiefere Inflation als 2025 hat es zuvor nur in Krisenzeiten gegeben. Während Corona war die Inflation im Jahr 2020 gar deutlich negativ mit minus 0,7 Prozent. Und in den Jahren 2015 und 2016 gab es nach dem Frankenschock ebenfalls negative Inflationsraten von minus 1,1 Prozent und minus 0,4 Prozent. (nav)

09:24 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Implenia und Marti gewinnen Grossauftrag

Die SBB bauen die Bahnstrecke zwischen Zürich und Winterthur unter anderem mit dem neuen, 8,3 Kilometer langen Brüttener Tunnel aus. Nun wurden die Baulose vergeben. Wie der Baukonzern Implenia am Donnerstag mitteilt, gehört er zu den grossen Gewinnern. Eine Arbeitsgemeinschaft zusammen mit der Firma Marti, die zu 50 Prozent beteiligt ist, habe fünf von sechs Hautplosen gewonnen. Der Gesamtauftrag beläuft sich auf knapp 1,7 Milliarden Franken, der Anteil von Implenia auf etwa 830 Millionen Franken. Jener von Marti dürfte etwa gleich hoch sein.

Die Bauzeit des Projekts mit dem Namen «Mehrspur Zürich-Winterthur» wird auf zehn Jahre geschätzt. Es soll die Engpässe auf dieser stark befahrenen Strecke beheben und neue Angebote auf der Schiene ermöglichen. (ehs)

08:56 Uhr

Donnerstag, 8. Januar

Dormakaba zieht Grossaufträge an Land

Die auf Schliesssysteme spezialisierte Unternehmen Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH hat drei Grossaufträge gewonnen. Im Frühjahr wird die Firma an den deutschen Flughäfen Frankfurt, München und Düsseldorf mehr als 650 Sensorschleusen, sogenannte E-Gates, liefern, ersetzen und warten. Das Auftragsvolumen liegt laut einer Mitteilung im unteren zweistelligen Millionenbereich.

Der Hauptsitz von Dormakaba in Rümlang ZH, gleich neben dem Flughafen Zürich.
Bild: Keystone, Ennio Leanza

Die E-Gates ermöglichen Passagieren der Lufthansa und der Star-Allianz-Fluggesellschaften, also auch der Swiss, ein einfaches Self-Boarding. «Der Ersatz älterer Anlagen durch moderne Lösungen zeigt, dass die Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Passagierkomfort weiter steigen», sagt Dormakaba-Chef Till Reuter. Mit diesen Grossaufträgen stärke man das Geschäft im Flughafenbereich und baue die führende Marktposition von Dormakaba weiter aus. (bwe)

15:26 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Stadlers Züge fahren wieder nach Hamburg

Die Panne ist behoben. Dank eines Software-Updates verkehre die Giruno-Flotte seit dem 2. Januar «wieder ohne Probleme» von Basel nach Hamburg, wie SBB-Sprecher Reto Schärli festhält. Und zwar auch «in Doppeltraktion», also bei einer Komposition von zwei aneinander gekoppelten Giruno-Triebzügen.

Er fährt wieder: Der Schweizer Zug zwischen Basel und Hamburg.
Bild: Volker Emersleben/ZVG

Das besagte Software-Update stammt vom Schweizer Giruno-Bauer Stadler – und es war nötig geworden, weil es seit dem Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2025 «gehäuft» zu Fahrzeugstörungen bei diesen Schweizer Zügen gekommen war, wie die Deutschen Bahn auf Anfrage von CH Media Ende Dezember festhielt. Deshalb mussten die SBB dann auf den Verbindungen zwischen Basel und Hamburg vorübergehend ICE-Züge einsetzen, also die Züge des Stadler-Konkurrenten Siemens.

Die Störungen ereigneten sich nur bei Giruno-Zügen, bei denen «zwei Fahrzeuge aneinandergehängt auf dem deutschen Streckennetz unterwegs waren», wie Schärli erklärt. Der Grund für die Störungen lag in der «Störstromüberwachung», die im Unterschied zur Schweiz in Deutschland bei allen Fahrzeugen aktiv ist. Diese sei «zu sensibel» eingestellt gewesen, «was teilweise zur Abtrennung der Stromversorgung für den Fahrmotor führte». (fv)

Mehr zum Thema:

15:13 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

21'000 Stolperunfälle im Winter

Schön, aber auch gefährlich: Das Spazieren auf Eis und Schnee.
Bild: Michael Buholzer

Aktuell droht Gefahr durch Eisglätte – besonders morgens zwischen 6 und 8 Uhr. Regen, Schnee und überfrierende Nässe verwandeln Gehwege und Strassen in gefährliche Eisbahnen, wie die Unfallversicherung Suva in einer Mitteilung schreibt. Jeden Winter verletzten sich tausende Menschen in ihrer Freizeit im Freien bei Sturzunfällen – jede zweite Person so schwer, dass sie mehrere Tage bei der Arbeit fehlt.

Zwischen Dezember und Februar ereignen sich in der Schweiz laut der Suva über 21'000 Stolperunfälle im Freien, rund die Hälfte davon auf Schnee und Eis. Dunkelheit, Eile und noch nicht geräumte oder gesicherte Flächen würden die Unfallgefahr zusätzlich verstärken.

Bei 28 Prozent der Fälle kommt es gemäss der Versicherung zu Verstauchungen, Zerrungen oder Sehnenrissen. Jeder fünfte Sturz hat Knochenbrüche zur Folge. Unter den erwähnten gut 10 750 winterlichen Sturzunfällen auf Schnee oder Eis sind jedes Jahr rund 20 sogar so gravierend, dass eine Invalidenrente gesprochen wird. (bwe)

11:42 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Chicorée verliert leicht an Umsatz

Chicorée hat 2025 etwas weniger umgesetzt als im Vorjahr.
Bild: OBS/CHICORÉE MODE AG

Pullover für 9 Franken, Shirts für 6 Franken: Die Billigmode ist das Geschäft des KLeiderverkäufers Chicorée mit Sitz in Dietikon ZH. Im vergangenen Jahr erzielte das Familienunternehmen damit einen Umsatz von 183 Millionen Franken - 1 Prozent weniger als im Vorjahr.

«Angesichts der anspruchsvollen Marktbedingungen im stationären Detailhandel, den eingetrübten Wirtschaftsaussichten und der vorübergehenden Schliessung zweier umsatzstarker Filialen im Gäupark Egerkingen und Bahnhof Bern, sind wir mit diesem Resultat sehr zufrieden», sagt Chicorée-Chef Thomas Ullmann in einer Mitteilung. Allerdings wurden im vergangenen Jahr auch drei neue Filialen eröffnet. Inwiefern die chinesische Onlinekonkurrenz, namentlich der Modehändler Shein, einen Einfluss aufs Resultat hat, wird nicht erwähnt. Auch Zahlen zur Profitabilität bleiben unbekannt.

Für 2026 ist Ullmann optimistisch: «Wir sind zuversichtlich, dass wir beim Gesamtumsatz im laufenden Jahr wieder zulegen können. Die neuen Kollektionen finden grossen Anklang bei unserem Zielpublikum und sprechen vermehrt auch jüngere Kundinnen an.» Aktuell zählt Chicorée 185 Standorte in allen Landesteilen der Schweiz und beschäftigt über 970 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für 2026 sind 5 Neueröffnungen geplant. (bwe)

10:12 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Galaxus steigert den Umsatz

In der Schweiz viel unterwegs: Galaxus-Pakete.
Bild: Sandra Ardizzone

Das Migros-Onlinewarenhaus Digitec Galaxus konnte den Umsatz in den letzten zwölf Monaten in der Schweiz und der EU um 17 Prozent auf 3,764 Milliarden Franken steigern. Der Umsatzsprung um 536 Millionen Franken sei der zweitgrösste der Firmengeschichte, schreibt Galaxus in einer Mitteilung. Bloss im Coronajahr 2020 sei Galaxus stärker gewachsen.

Die Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen kletterten im Vergleich zu 2024 um 14 Prozent auf 3,304 Milliarden Franken. Von Januar bis Dezember kauften zudem 5 Millionen Menschen mindestens einmal bei Galaxus ein – eine halbe Million mehr als im Vorjahr.

Den grössten Teil seines Geschäfts macht Galaxus weiterhin im Heimmarkt Schweiz. Auf die EU-Länder Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Niederlande und Belgien entfällt fürs Jahr 2025 ein Umsatz von 391 Millionen Franken. Dies entspricht laut der Migros-Tochter einem Plus von 15 Prozent zum Vorjahr. Allerdings verrät sie nicht, wie profitabel das vergangene Jahr war. Bekannt ist, dass die Auslandabenteuer nach wie vor in der Aufbauphase stecken und derzeit Verluste in Millionenhöhe verursachen.

Deswegen stellte die Migros die Auslandwachstumspläne im vergangenen Jahr auf den Prüfstand. Im Herbst verlautete sie aber, dass sie daran festhalten wolle und die Finanzierung der Auslandexpansion bis 2029 gesichert sei. Die Migros erhofft sich ein starkes Wachstum und Synergieeffekte.

Im Mai feiert Galaxus sein 25-jähriges Bestehen. «In den letzten 25 Jahren haben wir uns von einer Drei-Mann-Firma zu einem Unternehmen mit über 4000 Mitarbeitenden gewandelt», sagt Firmenchef und Mitgründer Florian Teuteberg. (bwe)

10:05 Uhr

Mittwoch, 7. Januar

Swiss: Pünktliche Weihnachtsflüge

Das Wetter sorgte in den vergangenen Tagen in der Swiss-Planung für Turbulenzen.
Bild: Michael Buholzer

Die Fluggesellschaft Swiss hat über die intensive Weihnachtsreisezeit rund 630'000 Passagiere an ihr Ziel geflogen. Gleichzeitig konnte sie die Pünktlichkeit im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozentpunkte steigern, wie die Lufthansa-Tochter in einer Mitteilung schreibt. Dank grossem Einsatz des Personals in der Luft und am Boden sei es zudem gelungen, Annullierungen zu minimieren und rund 99 Prozent der Flüge wie geplant durchzuführen.

Dennoch habe das herausfordernde Winterwetter in Europa und an der US-Ostküste für Verspätungen und vereinzelte Flugstreichungen gesorgt. «Am 26. Dezember zum Beispiel mussten wir von vier New-York-Flügen gleich drei streichen, da dort ein Wintersturm tobte. Da hat das Wetter unsere Planung wortwörtlich durcheinandergewirbelt», sagt Swiss-Betriebschef Oliver Buchhofer. Neben der Sommerreisezeit und den Osterferien gehören die Weihnachts- und Neujahrstage zu den intensivsten Reiseperioden des Jahres. (bwe)

09:08 Uhr

Mittwoch, 7. Januar 2026

Wechsel in der Rivella-Geschäftsleitung

Simone Müller-Ledermann, 46, ist seit Anfang Jahr Leiterin «People & Culture» bei der Rivella-Gruppe, sprich: Personalchefin. Die Managerin, die bereits seit Juli 2023 als Teamleiterin in der besagten Abteilung tätig war, folgt auf Markus Krienbühl, der nach 13 Jahren in den Ruhestand tritt. Damit ist Müller-Ledermann neu auch Mitglied der achtköpfigen Geschäftsleitung, wie Rivella am Mittwoch bekannt gab. Diese setzt sich neu aus vier Frauen und vier Männern zusammen. (fv)

Neue Personalchefin bei Rivella: Simone Müller-Ledermann.
Bild: Markus Bühler/zvg

12:54 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Flughafen Zürich: Sunrise zieht in den Circle ein

Der Circle-Komplex am Flughafen Zürich, der mitten in der Corona-Pandemie eröffnet wurde, kämpft im Erdgeschoss nach wie vor mit Leerflächen. Während die Büromieten aus den oberen Etagen sprudeln, sind diverse Geschäfte wie Neuroth, Bruno Wickart und Bayard wieder ausgezogen. Auch der Virtual-Reality-Anbieter 7th Space, der Ende 2024 pleiteging, war schnell wieder weg. Seither blieb die grosse Fläche unbenutzt.

Wie ein Augenschein vor Ort zeigt, wird demnächst die Telekomfirma Sunrise in diese Räumlichkeiten einziehen. Entsprechende Plakate zieren die Fensterwände. Auf seiner Homepage bestätigt der Flughafen Zürich den Zuzug: Sunrise werde ab Mitte Januar seine Kundschaft im Circle empfangen, wo diese SIM-Karten, Ladekabel und weiteres Zubehör kaufen können. Allerdings handelt es sich dabei bloss um einen Pop-Up-Store, also einen temporären Mieter.

Bereits eröffnet ist laut dem Flughafen der neue Visilab-Laden. Der Brillen-Händler ist in die ehemaligen Geschäftsräumlichkeiten des untergegangenen Warenhauses Jelmoli eingezogen. Zwischenzeitlich hatte der Schweizer Autohersteller Microlino dort einen  Showroom betrieben. (bwe)

Zieht bald in den Circle ein: Ein Pop-up-Store des Telekomhändlers Sunrise.
Bild: Benjamin Weinmann

10:12 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Coop erzielt Umsatzrekord – auch dank Billiglinie

Coop konnte 2025 den Umsatz steigern.
Bild: GAETAN BALLY

Coop erreichte im vergangenen Geschäftsjahr erstmals einen Umsatz von über 35 Milliarden Franken, wie der auch im Ausland tätige Detailhändler am Dienstag bekannt gegeben hat. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr entspricht währungsbereinigt 742 Millionen Franken, respektive 2,1 Prozent.

Sowohl bei den Supermärkten als auch bei den Fachformaten habe man Marktanteile gewonnen, heisst es in einer Medienmitteilung. Umsatzmässig hätten die Supermärkte um 2,6 Prozent zugelegt, und beim Onlineshop resultierte ein Plus von 10,1 Prozent. Ohne Treibstoffe stieg der Nettoerlös im Detailhandel um 2,3 Prozent.

Nebst nachhaltigen Produkten haben laut Coop auch jene der Billiglinie Prix Garantie eine erhöhte Nachfrage erfahren. Letztere konnten den Umsatz um 7,5 Prozent steigern. Bemerkenswert: Die Coop-City-Warenhäuser konnten trotz starker Onlinekonkurrenz den Umsatz um 4,7 Prozent steigern. Auch Interdiscount, Jumbo, Coop Vitality und Update Fitness hätten ihre Nettoerlöse erhöhen können, schreibt der Detailhändler.

Unerwähnt bleibt in der Medienmitteilung hingegen ein Flop: 2025 sah sich Coop-Chef Philipp Wyss gezwungen, 33 Filialen der britischen Beauty-Kette «The Body Shop» zu schliessen. Diese führte Coop hierzulande als Franchisenehmer. Weitere Details und Gewinnzahlen gibt Coop am 17. Februar bekannnt. (bwe)

11:45 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Ständerat Beni Würth präsidiert Züger Frischkäse

Ständerat Beni Würth.
Bild: zvg

Beim Ostschweizer Milchverarbeiter Züger Frischkäse AG aus Oberbüren SG hat der St.Galler Ständerat Beni Würth das Verwaltungsratspräsidium übernommen. Würth folgt in diesem Amt auf den früheren St.Galler Regierungsrat Martin Gehrer, der nach zehn Jahren im Züger-Verwaltungsrat, davon sieben Jahre als Präsident, zurückgetreten ist. Beni Würth sitzt bereits seit zwei Jahren im Aufsichtsgremium Zügers. Das Familienunternehmen mit 400 Mitarbeitenden ist die grösste privat geführte Käserei in der Schweiz. (T.G.)

08:57 Uhr

Dienstag, 6. Januar

Nestlé ruft Babynahrung zurück

Auch in der Schweiz werden mehrere Nestlé-Babynahrungsprodukte zurückgerufen.
Bild: zvg

Der Westschweizer Nahrungsmittelmulti Nestlé ruft vorsorglich bestimmte Chargen der Säuglingsnahrungsmarken BEBA, BEBA expert HA, BEBA expert Comfort+, BEBA supreme, BEBA AR und ALFAMINO in Deutschland und Österreich zurück, wie verschiedene Medien berichten. Auf Anfrage des «Blicks», gibt Nestlé bekannt, dass auch in der Schweiz «freiwillig bestimmte Chargen der Marken BEBA und Alfamino» zurückgerufen werden.

Grund für die Massnahme ist eine mögliche Verunreinigung einer Zutat durch das Bakterium Bacillus cereus, das ein Toxin (Cereulid) produzieren kann. Zwar dürften gemäss österreichischen Gesundheitsbehörden wegen der niedrigen Konzentration des Toxins kaum Gesundheitsprobleme auftreten.

In einer Mittelung schreibt die Schweiz-Niederlassung von Nestlé: «Es wurden bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr der betroffenen Produkte bestätigt.» Dennoch hat der Konzern beschlossen, den Rückruf gemäss den eigenen Qualitäts- und Sicherheitsstandards umzusetzen. Und: «Wir verstehen, dass diese Nachricht bei Eltern und Betreuungspersonen Besorgnis auslösen kann, und wir engagieren uns, während dieses Prozesses klare und transparente Informationen sowie Unterstützung anzubieten.» Man entschuldige sich aufrichtig für die verursachten Sorgen oder Unannehmlichkeiten. Ein Grossteil der Nestlé-Babynahrung wird in Konolfingen BE hergestellt.

Die Migros schreibt zur Rückrufaktion in einer Medienmitteilung, dass die betreffenden Produkte bereits aus den Regalen entfernt und für den Verkauf gesperrt worden seien. Kundinnen und Kunden, die eines oder mehrere der betreffenden Produkte gekauft haben, werden gebeten, diese ihren Kindern nicht mehr zu geben und sich für einen Umtausch oder eine Rückerstattung mit Nestlé Schweiz in Verbindung zu setzen (Info Line 0800 55 44 66 oder www.nestle.ch/de/info). Falls dies nicht möglich ist, kann man die Produkte an die Verkaufsstelle zurückzubringen. (bwe)

15:21 Uhr

Montag, 5. Januar

Stadler baut Arriva-Flotte weiter aus

Der Ostschweizer Bahnbauer Stadler liefert fünf weitere elektrische Triebzüge des Typs Flirt an die Verkehrsgesellschaft Arriva Nederland. Diese sind für Regionalstrecken in zwei niederländischen Provinzen bestimmt. Jeder der vierteiligen Züge bietet 248 Sitzplätze und Raum für insgesamt 457 Fahrgäste. Arriva ist seit dem Jahr 2006 Stadler-Kundin. Aktuell hat Arriva 165 Stadler-Fahrzeuge verschiedener Zugtypen im Einsatz. (T.G.)

08:35 Uhr

Montag, 5. Januar 2026

Folgen für Ölpreis nach US-Angriff in Venezuela

Der Angriff der USA in Venezuela könnte die globalen Ölpreise beeinflussen.
Bild: Anthony Anex

Die Ölpreise haben kaum auf die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten reagiert. Nach Verlusten von etwas mehr als einem Prozent zu Handelsbeginn drehten die Preise zwischenzeitlich ins Plus. Am frühen Montagmorgen kostete Öl dann wieder etwas weniger als noch Ende vergangener Woche. Derzeit wägen die Investoren die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des US-Angriffs auf das ölreiche südamerikanische Land ab.

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Präsidenten Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll nun in New York wegen angeblicher Drogendelikte der Prozess gemacht werden.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März lag am Montagmorgen bei 60,45 Dollar und damit 30 Cent oder ein halbes Prozent unter dem Freitagsschluss. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar fiel um 36 Cent oder rund 0,6 Prozent auf 56,96 Dollar.

Venezuela hat zwar riesige Ölvorkommen, kann diese aber derzeit wegen einer maroden Infrastruktur kaum fördern. Daher steuert das Land derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei und hat zudem wegen des politischen Drucks durch die Vereinigten Staaten kaum Abnehmer. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in dem Land mit Hilfe der grossen US-Ölkonzerne wiederzubeleben.

Dies könnte mittelfristig zu einem weiter steigenden Ölangebot und damit zu sinkenden Preisen führen. (dpa)

10:55 Uhr

Montag, 29. Dezember 2025

Post vermeldet neuen Paketrekord

Im Zeitraum zwischen Black Friday und Weihnachten hat die Post insgesamt 23 Millionen Pakete sortiert und zugestellt. Das sind 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Post am Montag vermeldet. Der Spitzentag in dieser Vorweihnachtszeit war der 2. Dezember 2025. Allein an diesem Tag hätten die Post-Mitarbeitenden 1,3 Millionen Pakete verarbeitet, «so viele wie noch nie an einem einzigen Tag».

Grundsätzlich geht die Post aufgrund des «zunehmenden Online-Handels auch mittel- und langfristig» von «steigenden Paketmengen» aus. Deshalb will der Bundesbetrieb nach eigenen Angaben in den nächsten 10 bis 15 Jahren seine nationalen Paketzentren in Härkingen SO, Daillens VD und Frauenfeld TG «sanieren und modernisieren». Um auch während der Bauarbeiten und langfristig über genügend Sortierkapazitäten zu verfügen, startet die Post im ersten Halbjahr 2026 den Bau eines zusätzlichen regionalen Paketzentrums in Frauenfeld, unmittelbar neben dem bestehenden nationalen Paketzentrum. Das neue Paketzentrum soll gemäss Plan noch vor Weihnachten 2029 in Betrieb genommen werden können.

Auch heuer wurden viele Pakete verschickt und abgeholt.
Bild: Andrea Zahler

In Frauenfeld entstehen dadurch rund 200 neue Stellen. Zudem baut der Bundesbetrieb im Laufe des Jahres 2026 in seinem  Logistikzentrum Urdorf ZH eine zusätzliche Sortiermaschine für Pakete ein. Diese will die Post vor Weihnachten 2026 in Betrieb nehmen. Am Standort Urdorf schafft die Post damit rund 40 neue Arbeitsplätze. Insgesamt sortiert die Post schweizweit an 14 Standorten Pakete. (fv)

11:19 Uhr

Sonntag, 28. Dezember

Ex-Nestlé-Chef Brabeck teilt mächtig aus

Der langjährige Nestlé-Kapitän hat mit seinem früheren Arbeitgeber gebrochen.
Bild: Fabrice Coffrini

In den vergangenen Monaten trat Peter Brabeck – mehr oder weniger freiwillig – gleich von zwei Posten zurück: Er gab das Präsidium beim WEF ab, das er nach einem kurzen Machtkampf mit dem Forumsgründer Klaus Schwab übernommen hatte, und er gab das Ehrenpräsidium beim Nahrungsmittelmulti Nestlé ab, dessen Kurs er lange geprägt hatte.

Nun hat er in einem Interview der NZZ zu beiden Fällen Stellung genommen und teilt dabei massiv aus: «Meine Identifizierung mit Nestlé ist nicht mehr da», sagt er. Deshalb habe er sein Ehrenpräsidium «abgegeben». Brabeck scheint aber auch ziemlich beleidigt zu sein, dass der Verwaltungsrat ihn seit seinem Rücktritt als Präsident 2017 «kein einziges Mal» um Rat angefragt hat.

Die Rehabilitierung von Klaus Schwab wiederum bezeichnet Brabeck als «politische Entscheidung». Das WEF in Davos habe ein enormes Potenzial. «Ich bin davon überzeugt, dass Davos dieses Jahr sehr erfolgreich sein wird – speziell, wenn Klaus Schwab nicht dort ist.» (fv)

08:52 Uhr

Dienstag, 23. Dezember

Jim Beam stellt Whiskey-Produktion am Stammsitz für 2026 ein

Der amerikanische Whiskey-Hersteller Jim Beam stellt die Produktion an seinem traditionellen Stammsitz im Bundesstaat Kentucky für das gesamte kommende Jahr ein. «Wir prüfen stets die Produktionsmengen, um den Bedarf der Kunden bestmöglich abzudecken und haben uns kürzlich mit unserem Team getroffen, um die Mengen für 2026 zu besprechen», erklärt das Unternehmen. Im kommenden Jahr sollten am Stammsitz Verbesserungen durchgeführt werden, das Besucherzentrum dort bleibe geöffnet, und andere Destillerien des Unternehmens würden normal weiter produzieren, heisst es.

Die Hersteller des Bourbon-Whiskeys in Kentucky hatten örtlichen Medienberichten zufolge zuletzt mit schwächerer Nachfrage zu kämpfen, sowie mit der Unsicherheit, die von der Zollpolitik der US-Regierung ausgeht.

Jim Beam erklärte, die Abfüllung und das Lager blieben auch im kommenden Jahr weiter am Stammsitz im Ort Clermont. Es werde derzeit geprüft und mit Gewerkschaften besprochen, wie die Mitarbeitenden der stillgelegten Produktion am besten eingesetzt werden könnten.

Jim Beam ist eine Traditionsmarke: Bereits im Jahr 1795 begann Johannes Jakob Böhm, ein Sohn deutscher Einwanderer, der sich später in Jacob Beam umbenannte, in Kentucky mit der Bourbon-Herstellung. Jim Beam, inzwischen eine der meistverkauften Whisky-Marken weltweit, gehört seit 2014 zum japanischen Getränkehersteller Suntory Global Spirits.

Bourbon wird aus einer Getreidemischung hergestellt, die mindestens 51 Prozent Mais beinhalten muss, wie der Destillerieverband von Kentucky erklärt. Der Bourbon muss dann in neuen Eichenfässern gereift werden. (dpa)

Jim Beam stellt die Produktion für ein Jahr ein.
Bild: Keith Srakocic

17:27 Uhr

Montag, 22. Dezember

Bayerische Schuhmarke ist neu in Schweizer Hand

Der Schweizer Investor Arklyz hat die oberbayerische Schuhmarke Gabor übernommen. Den Kaufpreis nannte das in Stans NW ansässige Unternehmen nicht. Alle behördlichen Genehmigungen sind demnach eingegangen, wie es in der Mitteilung heisst. Demnach gehört das Unternehmen nunmehr zu 100 Prozent Arklyz. Die Marke Gabor soll erhalten bleiben, auch die aktuelle Geschäftsführung bleibt an Bord. Der zuvor im Besitz der gleichnamigen Gründerfamilie befindliche und in Rosenheim ansässige Schuhhersteller ist vor allem für seine Damenschuhe bekannt.

Die Schuhmarke Gabor ist jetzt schweizerisch.

Arklyz ist eine 2018 gegründete Beteiligungsgesellschaft, die vor allem in den Bereichen Sport, Bekleidung und Schuhe aktiv ist. Schon im vergangenen Jahr hatte Arklyz eine deutsche Schuhmarke übernommen, und zwar das im niedersächsischen Sulingen ansässige Unternehmen Lloyd.

Vorläufer der heutigen Gabor Shoes war eine 1919 im heute polnischen Oberschlesien gegründete Schuhwerkstatt, seit 1966 ist das Unternehmen in Rosenheim ansässig. Laut Firmen-Webseite ist Gabor einer der grössten europäischen Schuhersteller.

Gabor macht einen Umsatz von 282 Millionen Euro

Im Jahr 2023 beschäftigte das Unternehmen demnach knapp 2630 Mitarbeitende. Davon waren lediglich 366 in Deutschland tätig, der Grossteil der Belegschaft arbeitete in zwei Schuhfabriken in der Slowakei und Portugal. 2023 erwirtschaftete Gabor laut dem deutschen Unternehmensregister einen Nettogewinn von 13,4 Millionen Euro, der Umsatz belief sich 282 Millionen Euro.

In der Schweiz gibt es laut Google Maps ein eigenständiges Gabor-Geschäft. Darüber hinaus werden die Schuhe der deutschen Marke von verschiedenen Schweizer Schuhverkäufern wie Walder oder Ochsner angeboten. Hierzulande sind in den vergangenen Jahren allerdings gleich mehrere Schuh-Ketten verschwunden, wie zum Beispiel Voegele Shoes oder Pasito. (dpa/bwe)

14:14 Uhr

Montag, 22. Dezember

Klagen gegen Clariant stapeln sich

Die Reihe von Klagen gegen das Baselbieter Chemieunternehmen Clariant reisst nicht ab. Sie stehen alle im Zusammenhang mit einer Busse der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2020, mit der Verstösse gegen das Wettbewerbsrecht sanktioniert wurden; Clariant und drei weitere Firmen hätten Preisabsprachen getroffen. Die mutmasslich geschädigten Kunden werden seither gerichtlich vorstellig. Bereits Klagen eingereicht haben: Shell, BASF, Total Energies, Dow, OMV und Lyondell Basell. Nun haben in München die MOL Group und der brasilianische Konzern Braskem ebenfalls eine Schadenersatzforderung gestellt: Von den vier Kartellfirmen fordern sie 950 Millionen Euro. Die neue Klage hat Clariant selbst öffentlich gemacht. Der Konzern weist die Forderungen zurück. (cm)

07:55 Uhr

Montag, 22. Dezember

Zuger Gericht lässt Klimaklage gegen Holcim zu

Erstmals lässt ein Gericht in der Schweiz eine Klimaklage gegen einen Grosskonzern zu: Das Kantonsgericht Zug ist auf die Klage von vier indonesischen Fischern gegen den Schweizer Zementkonzern Holcim eingetreten, wie das Hilfswerk Heks am Montagmorgen früh bekannt gab. Dieses wertet den Entscheid als einen «bedeutenden Zwischenerfolg» im «Kampf für Klimagerechtigkeit».

Die Insel der vier Kläger wird wegen des Klimawandels immer stärker überflutet. Sie hatten Ende Januar 2023 Klage gegen Holcim eingereicht, weil der Konzern mit seinen C02-Emissionen massgeblich zum Klimawandel beigetragen würde. Die vier Fischer fordern deshalb von Holcim eine Entschädigung für erlittene Klimaschäden, die finanzielle Beteiligung an Flutschutzmassnahmen sowie eine schnelle Reduktion der CO2-Emissionen.

Die Parteien hatten Anfang September vor dem Zuger Kantonsgericht ihre Argumente vorgebracht. Der nun publik gemachte Entscheid des Zuger Kantonsgerichts ist noch nicht rechtskräftig und kann beim Obergericht des Kantons Zug angefochten werden. (fv)

Holcim sieht sich mit einer Klimaklage konfrontiert.
Bild: LAURENT GILLIERON

12:17 Uhr

Freitag, 19. Dezember

Post darf künftig unpünktlicher sein – bei den Tageszeitungen und den Zustellungsgebieten buchstabiert der Bundesrat zurück

Der Bundesrat hat an seiner gestrigen Sitzung eine Teilrevision der Postverordnung gutgeheissen und damit per 1. April 2026 die Auflagen für die Post gelockert. Der Bundesbetrieb muss künftig nur noch 90 Prozent der Briefe und Pakete fristgerecht zustellen. Bis anhin mussten 97 Prozent der Briefe und 95 Prozent der Pakete pünktlich ankommen.

So könne die Post die Grundversorgung «effizienter und kostengünstiger bereitstellen», hält der Bundesrat fest. Die abonnierten Tageszeitungen hingegen müssen in Gebieten ohne Frühzustellung weiterhin in 95 Prozent der Fälle bis spätestens 12.30 Uhr zugestellt werden.

Der Bundesrat verzichtet – anders als ursprünglich geplant – darauf, den Siedlungsbegriff strenger zu fassen. Die Post muss deshalb grundsätzlich auch in Zukunft Sendungen in sämtliche ganzjährig bewohnten Häuser zustellen.

Die Regeln für die Briefzustellung werden gelockert.
Bild: Keystone

Weiter hat der Bundesrat die Grundversorgung um einen digitalen Brief ergänzt. So kann die Post künftig auch ein «hybrides Zustellsystem» betreiben, mit dem Kundinnen und Kunden elektronische Sendungen verschicken und empfangen können. Die Nutzung dieses Angebots ist freiwillig. Wer keine digitalen Briefe empfangen will, erhält weiterhin physische Briefe. (fv)

14:43 Uhr

Donnerstag, 18. Dezember

EZB belässt Leitzins bei 2,0 Prozent

Die Europäische Zentralbank lässt die Leitzinsen im Euroraum erneut unverändert. Der für Sparer und Banken relevante Einlagenzins liegt weiterhin bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Der Euroraum geht so mit vergleichsweise niedrigen Leitzinsen in das mit Konjunkturhoffnungen verbundene Jahr 2026.

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank.
Bild: Harry Nakos

Mit dem Schritt verlängert die EZB angesichts unsicherer Zeiten und einer eingedämmten Inflation ihre Zinspause. Bereits bei den geldpolitischen Sitzungen im Juli, September und Oktober hatte die Notenbank die Leitzinsen nicht angetastet. Zuvor hatte es eine Serie von Senkungen gegeben: Noch im Frühjahr 2024 lag der Einlagenzins, den Banken erhalten, wenn sie Geld bei der Notenbank parken, doppelt so hoch bei 4,0 Prozent.

Tendenziell sind niedrigere Leitzinsen gut für die Konjunktur: Kredite werden erschwinglicher, Firmen und Privatleute kommen günstiger an Finanzierungen für Anschaffungen oder Investitionen und können so für Wirtschaftswachstum sorgen. Sparerinnen und Sparer erhalten jedoch weniger Zinsen für Tages- und Festgeld, da Banken niedrigere Einlagenzinsen für geparkte Gelder an ihre Kundschaft weiterreichen.

Geht es mit den Zinsen eher wieder nach oben?

EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte zuletzt wiederholt, die Notenbank sei mit dem derzeitigen Zinsniveau «gut aufgestellt», um durch die Unsicherheit zu steuern. Das gilt als Hinweis, dass die Leitzinsen im Euroraum vorerst stabil bleiben.

Auch viele Volkswirte sehen die Talsohle der Zinssenkungen im Euroraum erreicht, der zum 1. Januar 2026 Bulgarien als 21. Mitglied aufnimmt. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel sagte jüngst, sie gehe davon aus, dass die Leitzinsen im Euroraum «noch einige Zeit» auf dem aktuellen Niveau bleiben werden. Sie sei «durchaus einverstanden» mit der Marktsicht, «dass der nächste Zinsschritt eine Anhebung sein wird, wenn auch nicht in naher Zukunft», sagte Schnabel in einem Interview.

Inflation nahe der EZB-Zielmarke

Dafür, dass die EZB zunächst weiter abwartet, spricht auch, dass die nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine ausgeuferte Inflation wieder unter Kontrolle ist. Im November lag die Inflationsrate im Euroraum bei 2,1 Prozent. Das ist nur knapp über dem Zielwert der Notenbank.

Die EZB strebt für den Euroraum mittelfristig eine jährliche Inflationsrate von 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Dauerhaft niedrige Preise gelten als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Verbraucher könnten Investitionen aufschieben in der Erwartung, dass es bald noch billiger wird. Auch wenn Preise zu stark steigen, ist das Gift für die Wirtschaft. Dann verlieren Verbraucher Kaufkraft. Das schmälert den Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur. (dpa)

09:07 Uhr

Donnerstag, 18. Dezember

Dormakaba übernimmt US-Firma

Der Hauptsitz von Dormakaba in Rümlang ZH.
Bild: Keystone

Dormakaba, der Hersteller von Zutrittslösungen mit Sitz in Rümlang ZH, hat einen Vertrag zur Übernahme der Firma Avant-Garde Systems unterzeichnet. Diese ist laut einer Mitteilung von Dormakaba einer der grössten unabhängigen Lösungsanbieter für Zugangskontrollsysteme in den USA. Diese Akquisition werde die Marktpräsenz und das Kerngeschäft von Dormakaba im Bereich Zutrittskontrolllösungen in Nordamerika weiter stärken.

Avant-Garde Systems wurde 2015 gegründet und hat seinen Sitz in Clarksville, Indiana. Das Unternehmen bringt laut Dormakaba wichtige Kompetenzen, um strategische Wachstumssektoren wie Rechenzentren, Flughäfen und landesweite Netzbetreiber zu bedienen. Durch die Ausweitung des Lösungsangebots stärkt Dormakaba seine Position im Bereich Zugangskontrollsysteme und erschliesst weitere Wachstumsmöglichkeiten in Nordamerika. Über die finanziellen Bedingungen der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. (bwe)

08:04 Uhr

Donnerstag, 18. Dezember

Wettbewerbshüter büssen Banken

Die Wettbewerbskommission (Weko) hat in neun separaten Verfahren während über zehn Jahren Absprachen auf dem Finanzmarkt untersucht. Nun sind die Fälle abgeschlossen, wie die Aufsichtsbehörde am Donnerstag vermeldete. Diese sehr komplexen Verfahren hätten die Weko nach eigenen Angaben seit der ersten Untersuchungseröffnung im Jahr 2012 «über mehr als zwölf Jahre intensiv beschäftigt». So seien etwa weit über 10 Millionen Seiten elektronischer und telefonischer Kommunikation von Händlern und Brokern ausgewertet worden.

Gegenstand der Untersuchungen gegen insgesamt 20 Banken waren die Geschäftsbereiche des Zinsderivate-, Devisenkassa- und Edelmetallhandels. Während verschiedener, unterschiedlich langer Zeiträume zwischen 2005 und 2013 trafen einzelne Händler konkurrierender Banken über 20 separate, voneinander unabhängige Absprachen, die zwei oder mehrere Parteien umfasste. Sie tauschten über Unternehmens-Chatrooms, Instant-Messaging-Dienste oder telefonisch sensible Informationen über ihre Geschäfte und Strategien aus, wie die Weko weiter festhält.

Sieben Untersuchungen schloss die Wettbewerbsbehörde einvernehmlich ab, zwei Verfahren stellte sie ein. Sie verhängte Bussen von insgesamt 237,5 Millionen Franken. Die Verfahrenskosten belaufen sich auf total 5,33 Millionen Franken.

Sämtliche Entscheide sind rechtskräftig. (fv)

09:39 Uhr

Mittwoch, 17. Dezember

Nationalbank soll Goldreserven aufstocken

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält 1040 Tonnen an Goldreserven. Das ist deutlich weniger als noch vor der Jahrtausendwende. Damals sass die SNB noch auf doppelt so viel Edelmetall. Zwischen 2000 und 2009 verkaufte sie schrittweise. Der Hintergrund war, dass die Währungshüter den Franken nicht mehr an die Goldbestände koppelten.

Laut einer Umfrage des Goldhändlers Philoro wünschen sich 15 Prozent der Bevölkerung, dass die SNB ihre Bestände wieder «leicht» erhöht. Fünf Prozent würden gar eine starke Erhöhung befürworten. «Der Goldbesitz der Schweizerischen Nationalbank hat dank dem stark steigenden Goldpreis in letzter Zeit für statte Buchgewinne gesorgt, und zahlreiche Nationalbanken in Ländern des Ostens kaufen in hohem Tempo Gold», sagt Christian Brenner, Chef von Philoro Schweiz. «Von daher ist es nachvollziehbar, dass ein relativ hoher Anteil der Schweizer Bevölkerung eine Aufstockung der staatlichen Goldbestände befürwortet.» Die SNB erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen Gewinn von insgesamt 12,6 Milliarden Franken. Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 22,9 Milliarden Franken. (mpa)

Beliebtes Gold.
Bild: MARTIN RUETSCHI

10:29 Uhr

Dienstag, 16. Dezember

Naturkatastrophen verursachen Milliardenschäden

Die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen übersteigen dieses Jahr zum sechsten Mal in Folge die 100-Milliarden-Dollar-Schwelle. Das berichtet der Schweizer Rückversicherer Swiss Re. Die Kosten nach oben getrieben hätten die beispiellosen Waldbrände in Los Angeles und schwere Gewitterstürme in den USA und Europa. Insgesamt schätzt der Rückversicherer die versicherten Schäden im Jahr 2025 auf 107 Milliarden Dollar. Das sind 24 Prozent weniger als 2024, als die Zahl bei 141 Milliarden Dollar lag. «Trotz jährlicher Schwankungen steigen die versicherten Schäden insgesamt weiter an», sagt Jérôme Jean Haegeli, Chefökonom von Swiss Re. «Zum Schutz von Leben und Eigentum ist es daher essenziell, verstärkt Prävention zu betreiben, Schutzmassnahmen zu ergreifen und vorbereitet zu sein.» (mpa)

15:24 Uhr

Montag, 15. Dezember

Huber+Suhner buchstabiert zurück

Wegen der Frankenstärke nimmt der Technologiekonzern Huber+Suhner mit Hauptsitz in Herisau und Pfäffikon ZH seine Umsatzprognose für das zu Ende gehende Jahr zurück. Anstatt wie bisher erwartet etwa auf Vorjahresniveau (894 Millionen Franken) zu landen, prognostiziert der Hersteller von Kabeln, Steckern, Antennen, Sensoren usw. nun ein Umsatzminus von rund 3 Prozent. Als Grund nennt das Unternehmen vor allem Währungseffekte, nachdem der Franken im Laufe des Jahres gegenüber den relevanten Handelswährungen Euro und Dollar aufgewertet hat.

Für die Betriebsgewinnmarge rechnet Huber+Suhner mit 10 bis 11 Prozent des Umsatzes statt wie bisher mit 9 bis 12 Prozent, was genau dem Zielband entspricht. Im vergangenen Jahr hat der Konzern eine Marge von 9,7 Prozent ausgewiesen. (T.G.)

15:12 Uhr

Montag, 15. Dezember

Stellenabbau bei Beyond Gravity

Beim Weltraumunternehmen Beyond Gravity kommt es gemäss einer Mitteilung zu diversen Änderungen, die per 1. Januar 2026 umgesetzt werden. Hintergrund der Restrukturierung ist der politische Entscheid gegen die Privatisierung und der Abschluss des Verkaufs aller nicht raumfahrtbezogenen Geschäftsbereiche. Wie es heisst, sollen die Divisionen Satellites und Launchers zu einer gemeinsamen Geschäftsorganisation unter der Leitung von Oliver Grassmann zusammengeführt werden.

Die Geschäftsleitung wird von sechs auf drei Mitglieder verkleinert. Sie besteht künftig aus CEO André Wall, Finanzchef Angelo Quabba und Oliver Grassmann, dem bisherigen Leiter der Satellites-Division, der neu die Funktion als Chief Operations Officer (COO) übernimmt. Im Zuge der Neuaufstellung hat die Personalchefin Laura-Katrin Seitz entschieden, das Unternehmen zu verlassen.

Im Zuge der Umsetzung der Restrukturierung werde es zu einem Stellenabbau kommen, sagt eine Sprecherin auf Anfrage. Durch die Zusammenführung der Divisionen seien einzelne Stellen vor allem im Bereich Corporate Services betroffen. Der Abbau erfolge schrittweise über das Jahr 2026, unter anderem auch durch natürliche Fluktuation und den Verzicht auf Nachbesetzungen. «Teilweise können auch interne Anschlusslösungen gefunden werden. Wo Rollen betroffen sind, bemühen wir uns, verantwortungsvoll gute Lösungen für die betroffenen Mitarbeitenden zu finden», so die Sprecherin. Konkrete Zahlen nennt das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Insgesamt beschäftigt Beyond Gravity derzeit rund 1800 Mitarbeitende, davon etwa 600 in der Schweiz. Die übrigen Mitarbeitenden sind an Standorten im Ausland tätig. (mim)

17:46 Uhr

Freitag, 12. Dezember

Baubranche einigt sich auf GAV

Nach monatelangem Hin und Her haben sich am Freitag die Gewerkschaften Unia und Syna mit dem Schweizerischen Baumeisterverband auf einen neuen Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe geeinigt. Die Vertragspartner haben einen Landesmantelvertrag mit sechsjähriger Laufzeit mit einer neuen Regelung der Arbeits- und Reisezeiten, einem Lohnpaket sowie einer Absicherung der Teuerung ausgehandelt, heisst es in einer Mitteilung der Gewerkschaften. Das Ergebnis der Verhandlungen muss noch von den Entscheidungsgremien auf beiden Seiten genehmigt werden. (mim)

Trotz lauter Proteste konnten sich die Sozialpartner einigen.
Bild: Claudia Thoma

18:15 Uhr

Freitag, 12. Dezember

Swissmem-Präsident wird Bankrat bei der Nationalbank

Der Präsident des Industrieverbands Swissmem, Martin Hirzel, soll anlässlich der Generalversammlung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom 24. April 2026 zum Bankrat gewählt werden. Er ersetzt dort Romeo Lacher, der im Frühjahr 2025 wegen der Verluste aus Benko-Krediten das Präsidium bei Julius Bär und den SNB-Bankratssitz verlor. (fv)

10:41 Uhr

Freitag, 12. Dezember

UBS macht einen Sprung nach oben

Die UBS-Aktie hat am Freitagmorgen einen Sprung von knapp 5 Prozent nach oben gemacht und notierte kurz nach Handelsstart bei über 35 Franken. Damit notieren die Papiere der von Sergio Ermotti gelenkten Grossbank so hoch wie seit 17 Jahren nicht mehr.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Grund für diesen Optimismus an der Börse ein politischer Kompromiss sein könnte. Gemäss Medienberichten wollen bürgerliche Politiker von den Grünliberalen bis zur SVP die von Finanzministerin Karin Keller-Sutter geforderten Kapitalanforderungen an die UBS abgemildert werden. Es soll bei der Bankenregulierung nicht mehr nur um die Sicherheit der Steuerzahler gehen, heisst es etwa bei der NZZ, sondern auch um «Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes berücksichtigen».

Im Verlauf des Tages gab die Aktie wieder leicht nach und schloss mit einem Plus von rund 2,5 Prozent. (fv)

14:14 Uhr

Donnerstag, 11. Dezember

USA kaufen Boeing-Flugzeuge für Ausschaffungen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump schafft derzeit rund 15'000 Menschen aus – pro Monat. Doch das Weisse Haus will die Kapazitäten weiter ausbauen, um die Zahl der Rückführungen zu erhöhen. Dafür hat es nun eigene Flugzeuge gekauft, berichtet das Branchenportal «Aerotelegraph» mit Verweis auf einen Bericht der «Washington Post». Das Ministerium für Innere Sicherheit hat demnach einen Vertrag über rund 140 Millionen Dollar abgeschlossen, um sechs Boeing 737 zu erwerben. Die Regierung begründet den Kauf damit, dass eine eigene Flotte günstiger sei als der Einsatz von Charterairlines. (bwe)

11:25 Uhr

Donnerstag, 11. Dezember

Federer-Firma On setzt auf Nati-Talent Schertenleib

Grosses Talent: Nati-Spielerin Sydney Schertenleib kann einen Werbevertrag mit On verkünden.
Bild: Toto Marti, Blick, Freshfocus

Die Schweizer Fussballnationalspielerin Sydney Schertenleib geht mit der Zürcher Schuh- und Modefirma On eine Partnerschaft ein. Laut dem Unternehmen, an dem Tennis-Legende Roger Federer beteiligt ist, wird das 18-jährige Fussballtalent, das für den FC Barcelona spielt, neue Markenbotschafterin. Auch Hollywood-Star Zendaya wirbt beispielsweise bereits für On.

Der «Blick» hatte bereits vor einem Monat über eine mögliche Zusammenarbeit berichtet. Für On ist der Deal Novum, da er gleichbedeutend ist mit dem Einstieg in den Fussball. Bislang konzentrierte sich On vor allem auf Leichtathletik, Tennis, Triathlon und teilweise Wintersportarten.

Laut «Blick» dürfte es sich um einen Mehrjahresvertrag handeln, der der Nationalspielerin mehrere Millionen inklusive Bonuszahlung einbringt. Selbst die männlichen Nati-Aushängeschilder Granit Xhaka (Puma) oder Xherdan Shaqiri (Nike) könnten damit laut der Zeitung wohl nicht mithalten.

On selbst nennt in seinem Communiqué keine weiteren Details zur Partnerschaft. Die Firma hat sich in gerade mal 15 Jahren zu einer der grössten Sport- und Freizeit-Schuhmarken der Welt entwickelt. (bwe)

11:08 Uhr

Donnerstag, 11. Dezember

Weko eröffnet Vorabklärung gegen Apple

Das Bezahlen per Twint benötigt an der Kasse das Scannen eines QR-Codes. Mit dem Iphone geht es auch schneller.
Bild: CHRISTIAN BEUTLER

Viele Iphone-Kundinnen und -Kunden bezahlen heutzutage an der Kasse mit ihrem Handy: Zweimal einen Seitenknopf drücken, ans Kartenterminal halten - und schon ist der Betrag bezahlt. Nur: Die Funtion steht nur Nutzern offen, die ihre Debit- oder Kreditkarte bei Apple Pay hinterlegt haben.

Das gefällt in der Branche nicht allen, insbesondere der Firma Twint (CH Media berichtete). Nun kündigt das Sekretariat der Eidgenössischen Wettbewerskommission an, dass sie eine Vorabklärung diesbezüglich eröffnet hat. Dabei will sie prüfen, ob Apple dadurch das Kartellgesetz verletzt. Unter anderem werde geklärt, «ob andere Anbieter von Apps für mobile Zahlungen bei kontaktlosen Zahlungen mit iOS-Geräten im Handel wirksam mit Apple Pay konkurrenzieren können». (bwe)

14:18 Uhr

Donnerstag, 11. Dezember

Calida erweitert Verwaltungsrat

Beim Wäschehersteller Calida soll das Aufsichtsgremium erweitert werden. Der Verwaltungsrat wird den Aktionärinnen und Aktionären an der Generalversammlung vom 15. April die Wahl von Caroline Forster und Nicole Loeb als neue zusätzliche Mitglieder des Verwaltungsrates vorschlagen, heisst es in einer Mitteilung.

Caroline Forster leitet seit 2008 als Co-CEO die weltweit tätige Forster Group in St. Gallen. Das Familienunternehmen produziert mit rund 850 Mitarbeitenden Stickereien für Haute Couture, Prêt-à-Porter, Interior und Lingerie sowie technische Textilien. Bis Ende 2024 war sie zudem Mitglied des Vorstandsausschusses von Economiesuisse.

Nicole Loeb ist seit 2005 Delegierte des Verwaltungsrates der Loeb Holding sowie Präsidentin des Verwaltungsrates der Loeb AG. Die Textilbetriebswirtin engagiert sich zudem in zentralen Branchen- und Wirtschaftsorganisationen, darunter als Vorstandsmitglied der Swiss Retail Federation und im regionalen Wirtschaftsbeirat der Schweizerischen Nationalbank. (mim)

10:52 Uhr

Donnerstag, 11. Dezember

San Francisco: Frau gebärt Baby im Robo-Taxi

Ein Waymo-Robotaxi auf den Strassen von San Francisco.
Bild: Benjamin Weinmann

Das ist eine Premiere: Wie US-Medien wie NBC berichten, kam es diese Woche zu einer Geburt während einer Fahrt in einem Robotaxi der Alphabet-Tochterfirma Waymo. Die Passagierin habe sich auf dem Weg zum Spital in der kalifornischen Metropole befunden, als plötzlich das Baby kam.

Der Kundendienst habe am Montag «ungewöhnliche Aktitvitäten» während der Fahrt festgestellt, daraufhin die Frau im Auto telefonisch kontaktiert und auch eine Ambulanz bestellt. Das Baby kam auf dem Rücksitz zur Welt. Mutter und Kind hätten das Spital sicher erreicht, wie Waymo fest hält. Man wünsche der neuen Familie alles Gute. Und: Das Auto wurde für eine gründliche Reinigung aus dem Verkehr genommen.

Die selbstfahrenden Taxis kommen je länger je mehr zum Einsatz. Doch immer wieder gibt es Meldungen zu Problemen. So fuhr kürzlich ein Waymo-Auto in Los Angeles mitten in eine Konfliktsituation mit Polizeiautos, und in San Francisco blockierten kürzlich mehrere Waymos gegenseitig und fuhren nicht weiter. Vor einem Jahr verliess ein Robotaxi einen Kreisel nicht mehr und fuhr ununterbrochen seine Runden, mit einem Passagier, der eigentlich zum Flughafen fahren wollte. Auch CH Media hat über einen Zwischenfall berichtet. (bwe)

08:13 Uhr

Donnerstag, 11. Dezember

Pfizer baut in der Schweiz 230 Stellen ab

Der US-Konzern Pfizer baut in der Schweiz Stellen ab.
Bild: Dominik Wunderli (Zug, 12.05.2024)

Der US-Pharmakonzern streicht in der Schweiz 200 Stellen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf interne Kreise berichtet. Der Einschnitt soll demnach beträchtlich ausfallen: Die Belegschaft schrumpft hierzulande von 300 auf noch 70 Personen. Der Stellenabbau sei eine Folge der umfassenden Herabstufung der Schweizer Niederlassung innerhalb des Unternehmens, so Bloomberg.

Pfizer steht nach dem Ende des Corona-Booms vor der Herausforderung, wieder zu wachsen. Erst kürzlich wechselte die Chefin des Schweiz-Geschäfts, Sabine Bruckner, innerhalb des Konzerns. Ihre Nachfolgerin Réa Lal übernimmt somit eine stark dezimierte Organisation. Die Sparübung folgt auf ähnliche Ankündigungen innerhalb der Branche. Erst kürzlich teilte Novartis mit, am Produktionsstandort Stein 550 Stellen zu streichen. (mpa)

08:21 Uhr

Donnerstag, 11. Dezember

Axpo macht weniger Umsatz und weniger Gewinn

Der Axpo-Konzern hat in seinem Geschäftsjahr 2024/25 (1. Oktober 2024 bis 30. September 2025) angesichts der geopolitischen Unsicherheiten «ein gutes Ergebnis» erzielt, wie er am Donnerstag mitteilt. Der Umsatz sank leicht um rund 3 Prozent auf 7,395 Milliarden Franken, das Betriebsergebnis deutlich um knapp 30 Prozent auf 1,193 Milliarden Franken.

Der Rückgang war absehbar und lässt sich mit den «ausserordentlichen Ergebnissen der beiden Vorjahre» erklären, in denen die Preise in die Höhe geschnellt waren.

Rückläufig war auch die Stromproduktion. Sie ging um rund 10 Prozent auf 32,4 Terawattstunden zurück. Dies ist gemäss Axpo vor allem auf geplante und ungeplante Unterbrüche bei den Kernkraftwerken Beznau und Gösgen sowie den wetterbedingten Rückgang bei der Stromproduktion aus Wasserkraft zurückzuführen.

Axpo-Konzernchef Christoph Brand zeigt sich dennoch überzeugt, dass die «langfristig ausgerichtete Strategie» der Axpo-Gruppe sich bewährt habe. «Wir investieren konsequent in die Schweizer Energieinfrastruktur, bauen die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien aus und entwickeln unser internationales Kunden- und Handelsgeschäft erfolgreich weiter.» Diese Kombination schaffe die Grundlage, um auch künftig verlässlich und profitabel zu wachsen. (fv)

12:46 Uhr

Mittwoch, 10. Dezember

Zwischenerfolg für UBS: Bundesgericht gewährt aufschiebende Wirkung

Sergio Ermottis UBS gewinnt Zeit. Das Bundesgericht hat im Streit um die Abschreibung der AT1-Anleihen der untergegangenen Credit Suisse einen Zwischenentscheid gefällt und damit eine aufschiebende Wirkung erteilt. Zuvor hatte das Bundesverwaltungsgericht in einem aufsehenerregenden Urteil die Verfügung der Finanzmarktaufsicht (Finma) als rechtswidrig erklärt, mit der die Behörde im Frühjahr 2023 der Credit Suisse befahl, die sogenannten AT1-Anleihen abzuschreiben. Zudem verlangte das Bundesverwaltungsgericht die sofortige Aufhebung der Verfügung.

Er gewinnt Zeit: UBS-Chef Sergio Ermotti.
Bild: Keystone

Die UBS, als neue Besitzerin der CS, sowie die Finma haben beim Bundesgericht gegen das im Oktober publizierte Urteil der Vorinstanz Beschwerde eingereicht. Zudem forderte die UBS eine aufschiebende Wirkung. Diesem Anliegen ist das Bundesgericht nun nachgekommen.

Das heisst: Zuerst muss abgewartet werden, ob die umstrittene Finma-Verfügung rechtsgültig war oder nicht. Das höchste Gericht hält in seinem am Mittwoch publizierten Zwischenentscheid fest, dass das Urteil des vorinstanzlichen Bundesverwaltungsgerichts «während der Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens keine Rechtswirkungen entfaltet».

AT1-Anleihen sind verlustabsorbierende Papiere, die in dem Fall, dass eine systemrelevante Bank auf staatliche Hilfe angewiesen ist, entweder von Fremd- in Eigenkapital umgewandelt oder – wie im CS-Fall – ganz abgeschrieben werden können. Ob dies hier nun zurecht geschehen ist, muss nun das Bundesgericht entscheiden. (fv)

Mehr zum Thema:

08:47 Uhr

Mittwoch, 10. Dezember

Uber ist jetzt in jedem Kanton

Der US-Fahrdienst Uber ist gemäss einer Mitteilung neu in allen 26 Kantonen verfügbar und erreicht damit eine landesweite Abdeckung. Möglich macht dies die Expansion in den Kanton Jura, dem letzten weissen Flecken auf der Schweizer Uber-Landkarte. Wie Uber weiter mitteilt, hat der Fahrdienst im Laufe des Jahres 2025 eine deutliche Zunahme der Nachfrage nach seinen Diensten verzeichnet. Die Expansion in den Jura sei ein logischer Schritt. Das Unternehmen aus San Francisco ist seit 2013 in der Schweiz tätig, 2016 entstand der Hauptsitz in Zürich. Im September hat der hiesige Ableger, Uber Switzerland, seinen Sitz nach Luzern verlegt, wie dieses Portal berichtete. (mim)

14:53 Uhr

Dienstag, 9. Dezember

Verflogene Flugscham: Airlines erwarten 2026 neue Rekorde

Das Reisen boomt: Auch am Flughafen Genf läuft das Aviatik-Geschäft rund.
Bild: SALVATORE DI NOLFI

Diese Zahlen würden sogar Reinhard Mey überraschen. Der deutsche Chansonnier sang zwar schon 1974, dass über den Wolken, die Freiheit grenzenlos ist. Doch mit so viel Verkehr in hoher Atmosphäre hätte wohl auch er nicht gerechnet.

Denn die Klimaproteste von Greta Thunberg und die Flugscham-Debatte spielen in den Prognosen des internationalen Airline-Verbands Iata mit Sitz in Genf keine Rolle mehr. Für das bevorstehende Jahr rechnet Iata mit einem Branchengewinn von 41 Milliarden Dollar, gegenüber 39,5 Milliarden im zu Ende gehenden Jahr. Rekord. Zudem rechnet der Verband mit einem 4,5 Prozent höheren Branchenumsatz von 1053 Milliarden Dollar. Auch das: Rekord. Entsprechend erreicht auch die Passagierzahl einen neuen Höchstwert mit 5,2 Milliarden – 4,4 Prozent mehr als 2025.

«Das sind sehr erfreuliche Neuigkeiten angesichts der Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist», sagt Iata-Chef Willie Walsh. Er verweist auf geopolitische Konflikte, Lieferkettenprobleme, einen schwächelnden Welthandel und mehr Regulierungen. Die Branche bleibt gleichzeitig Meisterin im Jammern. So seien die Margen nach wie vor viel zu tief, angesichts des Mehrwerts, den die Aviatik der Gesellschaft biete. «Apple verdient mehr an einer Iphone-Hülle als Airlines, die nur 7.90 Dollar pro Passagier im Schnitt verdienen», sagt Walsh.

Auch Swiss-Chef Jens Fehlinger zeigte sich zuletzt nicht allzu optimistisch im Interview mit CH Media: «Wir sind mit den Ergebnissen hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Der Wettbewerb hat sich verschärft, insbesondere in Europa.» Zudem sei man mit steigenden Kosten konfrontiert. (bwe)

10:04 Uhr

Dienstag, 9. Dezember

Dagmar Jenni verlässt die Swiss Retail Federation

Dagmar Jenni tritt als Geschäftsführerin bei der Swiss Retail Federation im Frühling ab.
Bild: zvg

Bei Swiss Retail Federation, dem Dachverband des schweizerischen Detailhandels, kommt es im Frühling 2026 zu einem Führungswechsel: Patrick Erny (38), derzeit stellvertretender Direktor, übernimmt die Leitung von der langjährigen Direktorin Dagmar Jenni (57). Sie gibt nach zehnjähriger Führung die Geschicke des Verbands per Anfang März in neue Hände. Der Wechsel sei vorausschauend geplant gewesen, heisst es in einer Mitteilung. Damit soll ein reibungsloser Übergang gewährleistet werden.

Der Verbandsvorstand bedankt sich im Communiqué bei Jennis für ihr Engagement. Sie habe klare politische Schwerpunkte gesetzt und die Mitgliederbasis von 25 auf über 2300 Detailhandelsunternehmen erweitert. Damit habe sie den Verband deutlich gestärkt und ihm mehr politisches Gewicht verschafft. Jenni will sich künftig auf nicht-exekutive Aufgaben wie Vorstands- und Verwaltungsmandate konzentrieren.

Ihr Nachfolger Patrick Erny ist Politologe und verfügt gemäss Mitteilung über langjährige Erfahrung in der politischen Verbandsarbeit. Er wird Chef eines Verbandes, dessen Mitglieder wie Volg, Aldi Suisse oder Manor insgesamt einen Umsatz von über 26 Milliarden Franken generieren und 62'000 Personen in ihrem Sold haben. (bwe)

12:28 Uhr

Montag, 8. Dezember

In der Schweiz wird wenig gezügelt

Im Lauf des Jahres 2024 sind in der Schweiz 9,3 Prozent der Bevölkerung umgezogen, wie das Bundesamt für Statistik am Montag mitteilte. Dieser Wert blieb gegenüber 2023 unverändert. Junge Erwachsene wechseln weiterhin am häufigsten ihre Wohnung. Bewohnerinnen und Bewohner von Einfamilienhäusern zogen seltener um als Personen, die in einem Mehrfamilienhaus leben. Die durchschnittliche Umzugsdistanz lag bei 13,4 Kilometern. (fv)

11:51 Uhr

Montag, 8. Dezember

Nun ist es vollbracht: Helvetia Baloise ist jetzt ein Unternehmen

Der Zusammenschluss von Helvetia und Baloise wurde am 5. Dezember auch rechtlich vollzogen, wie das fusionierte Unternehmen am Montag mitteilte. Damit sei der «grösste Allbranchenversicherer der Schweiz» entstanden – mit über zwei Millionen Kundinnen und Kunden und einem Marktanteil von rund 20 Prozent. Die Kunden und Kundinnen würden von einem dichteren Agenturnetz mit insgesamt 150 Standorten in allen Landes- und Sprachregionen profitieren. (fv)

08:51 Uhr

Montag, 8. Dezember

Amerikanische Gäste strömen in Schweizer Hotels

In der Schweizer Hotellerie wurde in der Sommersaison 2025 (Mai bis Oktober) erstmals die Marke von 25 Millionen Logiernächten überschritten. Gegenüber dem Vorjahr wurde eine Zunahme von 2,6 Prozent verzeichnet. Sowohl die Nachfrage im Inland wie im Ausland ist dabei gestiegen.

Schweizer Hotels sind vor allem bei Besuchern aus den USA sehr gefragt.
Bild: Christian Beutler/Keystone

Ausländische Gäste haben rund 13,4 Millionen Logiernächte in der Schweiz verbracht. Es ist das beste Ergebnis seit mehreren Jahrzehnten, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Einen grossen Anteil daran haben mit 2,5 Millionen Logiernächten Feriengäste aus den USA. Sie strömten damit in einer Anzahl in die Schweizer Hotels, die zuletzt 1985 erreicht wurde. Aber auch die inländische Nachfrage kann sich sehen lassen und hat mit 2,8 Prozent stark zugelegt. (pin)

14:19 Uhr

Freitag, 5. Dezember

Milliarden-Deal in der Filmwelt: Netflix kauft Warner Bros.

Die Übernahme eines der grössten Hollywood-Studios durch Netflix könnte die Unterhaltungsbranche grundlegend verändern.
Bild: ALLISON DINNER

Über 82 Milliarden Dollar: Das ist der Mega-Deal, den Netflix für die Übernahme des Filmstudios Warner Bros. vereinbart hat. Damit übernimmt der Streamingdienst auch HBO Max. Wie diverse US-Medien berichten, dürfte das grosse Auswirkungen auf die Zukunft des Filmgeschäfts haben. Doch Netflix-Chef Ted Sarandos schwärmt: «Gemeinsam können wir dem Publikum mehr von dem bieten, was es liebt, und dazu beitragen, das nächste Jahrhundert des Geschichtenerzählens zu prägen.»

In einer Mitteilung bekräftigt Netflix, dass Warner Bros. Filme weiterhin im Kino veröffentlicht werden – zumindest «plant» man das. Kritiker glauben aber, dass Netflix weiter auf Streaming setzen und dem Kinogeschäft, sowie der ganzen Filmindustrie schaden wird. «Der Erfolg von Netflix beruht auf Fernsehen, nicht auf Kinofilmen. Sporadische und verkürzte Kinostarts, um die Kriterien für Filmpreise in einigen wenigen Kinos zu erfüllen, sind kein Bekenntnis zum Kinobetrieb», sagt Cinema United Präsident and CEO, Michael O’Leary. (zen)

10:23 Uhr

Freitag, 5. Dezember

SBB bauen den Dosto-Schüttelzug um

Die SBB wollen die Drehgestelle aller FV-Dosto-Züge umbauen und die vorhandene Wankkompensation entfernen, wie sie am Freitag mitteilten. Dadurch werde der Fahrkomfort «spürbar» besser, was wohl heissen soll, dass es im Zug dann weniger schüttelt. Der Umbau, der «voraussichtlich» Ende 2026 starten und bis Anfang der 2030er-Jahre dauern werde, kostet laut den SBB 90 Millionen Franken. Er führe aber zu tieferen Unterhaltskosten, was die Investition «mehr als kompensiert». Über die gesamte Lebensdauer der Flotte hinweg «spart» die Bahn nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Franken. (fv)

Mehr Fahrkomfort im Dosto: Das versprechen die SBB.
Bild: Urs Plattner/SBB

08:05 Uhr

Freitag, 5. Dezember

Ex-CS-Mann André Helfenstein übernimmt das Six-Präsidium

Und plötzlich geht alles ganz schnell: Der letzte Chef der Credit Suisse Schweiz, André Helfenstein, soll schon per Ende Jahr das Verwaltungsratspräsidium des Börsenbetreibers Six übernehmen. Der amtierende Präsident, Thomas Wellauer, wird zum einfachen Mitglied des Verwaltungsrats. Seinen Rücktritt auf die kommende Generalversammlung vom 6. Mai 2026 hatte er bereits angekündigt.

Helfenstein ist bereits seit 2020 Mitglied des Six-Verwaltungsrats und damit letztlich auch mitverantwortlich für die Strategie der vergangenen Jahre. In jüngster Zeit machte die Six-Gruppe vor allem Schlagzeilen mit grossen Abschreibern für die Beteiligung am französischen Zahlungsdienstleister Worldline.

Bemerkenswert ist die Wahl auch, weil mit Helfenstein letztlich ein Ex-CS-Mann das Präsidium einer Firma übernimmt, deren Mehrheitsaktionärin die UBS ist. (fv)

André Helfenstein übernimmt das Six-Präsidium.
Bild: ZVG

11:31 Uhr

Donnerstag, 4. Dezember

SBB stellen ihre neuen Nachtzüge vor

Am Donnerstagabend rollt der erste Nachtzug der neuen Generation von Zürich nach Hamburg los. Das sei ein «Quantensprung», sagte SBB-Managerin Véronique Stephan anlässlich der Taufe des Zugs auf den Namen «City of Zurich».

Damit meinte sie vor allem den zusätzlichen Komfort: Der Nightjet bietet erstmals Mini-Kabinen für Alleinreisende, fix montierte Betten in den Liegewagen oder eigene Toiletten inklusive Duschmöglichkeit in den Schlafwagen. Das Angebot betreiben SBB und ÖBB gemeinsam. Voraussichtlich im Verlauf des Jahres 2026 werden die Züge schrittweise auch auf der Linie Zürich–Wien eingesetzt. Im Jahr 2027 soll Zürich–Amsterdam folgen. Sabine Stock, Chefin bei ÖBB-Personenverkehr, hob die zusätzliche Privatsphäre sowie die Duschmöglichkeiten hervor. Damit decke man insbesondere ein Bedürfnis von Geschäftsreisenden ab.

Eine weitere Neuerung sind Zutrittskarten, wie man sie aus Hotels kennt. Die Karten öffnen nicht nur die Tür zur Mini Cabin oder zum Schlafwagen. Sie dienen auch als Schlüssel für die separaten Gepäckablagen. Für Reisende mit eingeschränkter Mobilität steht zudem ein barrierefreies Abteil mit Niederflureinstieg und modernem WC zur Verfügung. (mpa)

Sabine Stock (rechts), Véronique Stephan und Andreas Hauri im neuen Zug.
Bild: Michael Buholzer

15:04 Uhr

Mittwoch, 3. Dezember

Preisstreit: Migros einigt sich mit Lindt

Leere Lindt-Regale: Migros-Kundinnen und -Kunden wurden bei ihrer Suche nach ihrer Lieblingsschokolade in den vergangenen Wochen nicht immer fündig.
Bild: Benjamin Weinmann

Ende Oktober berichtete CH Media über eine Eskalation in den Verhandlungen zwischen Migros und Lindt. Diese führte über Wochen hinweg zu leeren Schoggi-Regalen beim Detailhändler. Im «Eco Talk» von SRF hat Migros-Chef Mario Irminger nun eine Einigung bekannt gegeben.

Migros-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir bestätigt den Deal auf Anfrage: «Die Filialen, in denen das Sortiment in den letzten Wochen teilweise gefehlt hat, werden ihr vollständiges Lindt-Schokoladensortiment nun so schnell wie möglich wieder erhalten.» Konnte sich die Migros im Rahmen ihrer neuen Tiefpreisstrategie durchsetzen und werden die Schoggi-Tafeln künftig also günstiger sein? «Die Preise bleiben momentan noch die gleichen, allfällige Preisanpassungen werden nächstes Jahr angeschaut», sagt Huguenin-dit-Lenoir. (bwe)

10:04 Uhr

Mittwoch, 3. Dezember

Lufthansa führt neues Hilfsmittel ein

Der so genannte Sunflower Lanyard kommt nun auch bei der Lufthansa zum Einsatz.
Bild: zvg

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa ist neues Mitglied des weltweiten Programms Hidden Disabilities Sunflower, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Programm unterstützt Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen und ermöglicht betroffenen Personen, im öffentlichen Raum diskret auf ihre Bedürfnisse hinzuweisen. Das Symbol: eine gelbe Sonnenblume auf grünem Grund – meist in Form eines Umhängebandes mit Anhänger.

Ende Oktober gaben bereits der Flughafen Zürich und die Swiss ihre Teilnahme am Programm bekannt (CH Media berichtete). Die SBB sind bereits seit Sommer an Bord. Die «Sunflower» wird an vielen öffentlichen, stark frequentierten Orten wie Flughäfen, Bahnhöfen, Supermärkten, Theatern und Universitäten eingesetzt.

Wie die Lufthansa schreibt, leben weltweit rund 1,3 Milliarden Menschen mit einer Behinderung. Davon haben bis zu 80 Prozent, also über eine Milliarde, eine nicht sichtbare Behinderung wie chronische Erkrankungen, psychische Belastungen oder sensorische Einschränkungen. Flugreisen können für diese Personen eine besondere Herausforderung darstellen. Durch das Sonnenblumensymbol können betroffene Personen diskret darauf aufmerksam machen, dass sie in bestimmten Situationen mehr Zeit, Geduld, Hilfe oder Verständnis benötigen. Sie entscheiden dabei selbstverständlich selbst, ob sie von diesem Angebot Gebrauch machen wollen. (bwe)

09:15 Uhr

Mittwoch, 3. Dezember

Konsumentenpreise sind im November gefallen

Der Landesindex der Konsumentenpreise sank im November 2025 im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent. Das hat das Bundesamt für Statistik am Mittwoch vermeldet. Damit hat der Index den Stand von 107 Punkten erreicht. Die Preise aller Waren und Dienstleistungen, welche ein durchschnittlicher Haushalt konsumiert, sind seit dem Dezember 2020 insgesamt um 7 Prozent gestiegen. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat betrug die Teuerung null Prozent.

Der Rückgang um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf die gesunkenen Preise in der Hotellerie und für Pauschalreisen ins Ausland, wie das Bundesamt weiter vermeldet. Ebenfalls zurückgegangen seien die Preise für neue Automobile und für Fruchtgemüse. Die Wohnungsmieten sind hingegen gestiegen, ebenso wie die Preise für Heizöl und Luftverkehr. (nav)

08:23 Uhr

Mittwoch, 3. Dezember

Peter Brabeck gibt Nestlé-Ehrentitel ab

Ex-Nestlé-Chef und Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck-Letmathe gibt seinen Nestlé-Ehrentitel ab.
Bild: Fabrice Coffrini

Peter Brabeck-Letmathe, der ehemaliger Chef und Verwaltungsratspräsident von Nestlé, gibt im April seinen Ehrentitel beim Lebensmittelriesen als sogenannter Chairman Emeritus ab. «Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen unter neuer Führung ein neues Kapitel aufschlägt», schreibt der Konzern in einer Mitteilung. Weitere Gründe werden derweil nicht genannt.

Nestlés Verwaltungsratspräsident Pablo Isla würdigt den Österreicher: «Peter ist einer jener Menschen, die mit ihrem Weitblick und Engagement unserem Unternehmen einen unvergesslichen Stempel aufgedrückt haben.» Als Präsident Emeritus habe er die weitere Entwicklung des Unternehmens mit aufrichtigem Interesse verfolgt. «Ich bin sicher, dass Peter weiterhin ein geschätzter Freund des Hauses bleiben wird.»

Brabeck begann seine Laufbahn bei Nestlé 1968 und hatte bis 2017 zahlreiche Führungspositionen inne. Nach seinem offiziellen Ausscheiden 2017 blieb er dem Unternehmen als Ehrenpräsident verbunden. In der Mitteilung des Konzerns kommt er selber nicht zu Wort. (bwe)

13:20 Uhr

Dienstag, 2. Dezember

Diese Karte ersetzt Bargeld am Ticketautomaten

Die Verkehrsbetriebe möchten bis 2035 Billette nur noch digital verkaufen. Deshalb sind erste Unternehmen bereits daran, ihre Bargeld-Infrastruktur abzubauen. Die BLS hat kürzlich angekündigt, dass sie aus Kostengründen nur noch auf bargeldlose Ticketautomaten setzt. Damit weiterhin auch Personen ohne Karte und Handy ein Billett kaufen können, reagiert jetzt die Branchenorganisation Alliance Swisspass. Sie lanciert eine Prepaidkarte, mit der Fahrgäste ihre Billette an allen Verkaufsstellen und Billettautomaten schnell und kontaktlos bezahlen können.

Die Karte können Fahrgäste online oder an allen Verkaufsstellen der teilnehmenden Transportunternehmen kaufen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Ein Depot fällt nicht an. Beim Bezug der Karte ist allerdings ein Mindestladebetrag von 10 Franken nötig. In den Kantonen Bern, Solothurn, Freiburg und Basel-Landschaft seien die unpersönlichen Karten im Rahmen eines einjährigen Pilotversuchs auch in ausgewählten Postfilialen erhältlich, hält Alliance Swisspass fest. Wie das Verkaufsnetz mittelfristig aussieht, entscheide die Branche im Anschluss.

Bereits heute können Passagiere Billette ohne Handy und Kreditkarte kaufen, nämlich mit dem Swisspass. Der Unterschied zur neuen Lösung: Im Gegensatz zum personalisierten Swisspass, bei dem die Kunden die Billette im Normalfall per Monatsrechnung zahlen, ist die neue Prepaidkarte erstens nicht personalisiert und damit anonym und zweitens wiederaufladbar. (mpa)

Bild: ASP

08:32 Uhr

Dienstag, 2. Dezember

Hirslanden soll an Genfer Reederei gehen

Die Hirslanden-Gruppe wird offenbar komplett vom Genfer Schifffahrtsriesen MSC übernommen. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung «L’Agefi» mit Bezug auf eine interne Mittelung von Hirslanden. Demnach soll die südafrikanische Mediclinic Group – die Muttergesellschaft der Schweizer Klinikkette – bis Ende 2026 reorganisiert werden. Diese Umstrukturierung sehe vor, dass Hirslanden zu 100 Prozent von der MSC-Gruppe übernommen werde.

Mediclinic befindet sich heute zur Hälfte im Besitz einer Holding namens Remgro, die der südafrikanisch-schweizerischen Familie Rupert (Richemont) gehört. Die MSC-Gruppe, die von der italienischen Milliardärsfamilie Aponte kontrolliert wird, ist über ein Konsortium mit Remgro seit 2022 an Mediclinic beteiligt.

Laut dem Bericht soll Remgro die südafrikanischen Aktivitäten von Mediclinic behalten, während MSC die alleinige Kontrolle über Hirslanden übernehmen soll. Das erklärte Ziel sei es, die Unternehmensführung an die lokalen Märkte anzupassen und die klinischen und operativen Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. «Im Moment ändert sich nichts», betont die Geschäftsleitung von Mediclinic gegenüber der Zeitung.

Die Hirslanden-Gruppe umfasst 16 Kliniken in neun Kantonen, viele davon mit einer Notfallstation. Sie betreibt zudem fünf ambulante Operationszentren, 19 Radiologie- und sechs Radiotherapieinstitute. Sie formierte sich 1990 aus dem Zusammenschluss mehrerer Kliniken und ist seit 2007 Teil der Mediclinic Group. Derzeit beschäftigt Hirslanden rund 11'000 Mitarbeitende. (mim)

11:54 Uhr

Montag, 1. Dezember

Die Post startet mit neuem Filialkonzept

Bei ihrer Gründung 1930 war die Zürcher Sihlpost die «modernste Poststelle Europas», wie der Postnetz-Chef Thomas Baur bei der Eröffnung der neugestalteten Sihlpost am Montag zu berichten wusste. Nun ist sie immerhin die «modernste Postfiliale der Schweiz». Sie zeichnet sich aus durch Begegnungszonen sowie durch eine Vielzahl von «digitalen sowie hybriden Beratungsmöglichkeiten». Künftig sollen in der Sihlpost, die im Schnitt rund 1500 Kunden pro Tag bedient, auch Events stattfinden. Erstmals arbeiten hier mehr Leute vor dem Schalter als hinter dem Schalter, wie Baur bei der Einweihung betonte.

Die modular gestaltete Sihlpost dient dem Staatskonzern auch als eine Art Versuchsfeld, wo er testen kann, was bei der Kundschaft ankommt. Danach will er entscheiden, welche Postfilialen mit welchen Angeboten ausgestaltet werden sollen. (fv)

Post-Chef Pascal Grieder, die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh und Postnetz-Chef Thomas Baur eröffnen am Montag die neugestaltete Sihlpost.
Bild: Keystone/MICHAEL BUHOLZER

08:02 Uhr

Montag, 1. Dezember

Baloise und Helvetia erhalten grünes Licht für Fusion

Die Fusion geht am 5. Dezember über die Bühne.
Bild: Archivbild: Gian Ehrenzeller / Keystone

Die beiden Versicherer Baloise und Helvetia haben alle erforderlichen Genehmigungen für ihren Zusammenschluss erhalten. Wie es in einer Mitteilung heisst, erfolgt der Vollzug der Transaktion planmässig am 5. Dezember 2025. Das Datum markiert auch den letzten Handelstag der Namenaktien der Baloise Holding (BALN) an der SIX Swiss Exchange.

Die Dekotierung sämtlicher Aktien von Baloise erfolgt per 8. Dezember 2025. Am selben Tag werden die neu ausgegebenen Aktien der Helvetia Baloise Holding (HBAN) erstmals an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Ebenfalls am 8. Dezember werden Kotierungsprospekt und Pro-forma-Finanzinformationen auf der Website von Helvetia Baloise sowie auf Anfrage bei der ZKB verfügbar sein.

Am 15. April 2026 erfolgt der erste Jahresabschluss 2025 und Capital Markets Day der neuen Helvetia-Baloise-Gruppe. (mim)

08:18 Uhr

Montag, 1. Dezember

Pilatus liefert wieder in die USA

Der Nidwaldner Flugzeughersteller Pilatus exportiert wieder in die USA, wie die NZZ berichtet. Das Unternehmen hatte Anfang August wegen der Zölle die Ausfuhren temporär gestoppt. Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli hatte damals im Interview mit CH Media gesagt: «Das trifft uns sehr hart. Zölle von 39 Prozent kann man aus Konkurrenzgründen nicht einfach den Kunden weitergeben, noch mit erhöhter Produktivität kompensieren – das können Sie vergessen.»

Nach der Einigung mit den USA liefert Pilatus nun den PC-12 und den PC-24 wieder in die Vereinigten Staaten. Gemäss NZZ bleibt Pilatus nicht nur der bisherige Strafzoll von 39 Prozent erspart. Dem Unternehmen werden wie allen Schweizer Anbietern im Luftfahrtbereich Zölle bei Exporten nach Amerika gänzlich erlassen. Die USA halten sich damit wieder an das internationale Abkommen, in dessen Rahmen über dreissig Länder bereits ab 1979 auf die Erhebung von Zöllen beim Import von Flugzeugen und Flugzeugteilen verzichteten. (mim)

09:59 Uhr

Montag, 1. Dezember

Referenzzinssatz bleibt bei 1,25 Prozent

Der hypothekarische Referenzzinssatz beträgt 1,25 Prozent und verbleibt damit auf demselben Stand wie der letztmals publizierte Satz, wie das Bundesamt für Wohnungswesen BWO) mitteilt. Damit ergibt sich für Mieterinnen und Mieter kein neuer Senkungs- oder Erhöhungsanspruch.

Der Referenzzinssatz wird in Viertelprozenten publiziert. Er basiert auf dem volumengewichteten Durchschnittszinssatz der inländischen Hypothekarforderungen. Der mit Stichtag 30. September 2025 ermittelte Durchschnittszinssatz ist gegenüber dem Vorquartal von 1,37 Prozent auf 1,33 Prozent gesunken. Der mietrechtlich massgebende Referenzzinssatz wird kaufmännisch gerundet und beträgt ab dem 2. Dezember 2025 weiterhin 1,25 Prozent. Er bleibt auf diesem Niveau, bis der Durchschnittszinssatz auf unter 1,13 Prozent sinkt oder auf über 1,37 Prozent steigt. (mim)

09:06 Uhr

Mittwoch, 26. November

Migros schliesst vier Outlet-Filialen

In Migros-Outlet-Filialen werden auch Waren aus den Migros-Industriebetrieben günstig verkauft.
Bild: Annika Buetschi / AZ

Der Migros-Umbau geht weiter. Nach dem Verkauf und der Schliessung zahlreicher Fachformate wie Melectronics oder Sportx geht es nun vier Outlet-Filialen der Genossenschaft Zürich an den Kragen, wie das Portal «Inside Paradeplatz» berichtet. Ein Sprecher bestätigt das Aus der vier Standorte gegenüber dem Portal.

In den Outlets verkauft die Migros Liquidationsware aus ihren Geschäften und ihren Industriebetrieben, sowie Restposten aus Überbeständen. «Das Format Migros Outlet wird künftig noch konsequenter darauf ausgerichtet, Near- und Non-Food-Waren aus dem Supermarkt zu liquidieren», sagt der Firmensprecher. 24 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz. Sie sollen Job-Angebote in den Migros-Supermärkten erhalten. (bwe)

08:09 Uhr

Mittwoch, 26. November

Swisscom hat das beste Netz

Swisscom gewinnt das «Connect»-Ranking erneut.
Bild: Imago

Jedes Jahr testet das deutsche Fachmagazin «Connect» die Mobilfunknetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Test gilt als Goldstandard der Branche. In der Schweiz gewann die Swisscom das Ranking zum neunten Mal in Folge, wie das Magazin am Mittwoch mitteilte. Swisscom erzielte mit ihrem Netz 983 von 1000 Punkten, noch einmal 6 Punkte mehr als im Vorjahr. Kein anderer Mobilfunk-Betreiber in den drei Ländern hat je ein höheres Resultat erzielt.

Auf Platz 2 in der Schweiz folgt dieses Jahr Sunrise. Die Telekom-Firma machte 2 Punkte auf 975 gut. Den grössten Sprung nach vorne verzeichnete aber der drittgrösste hiesige Telekom-Anbieter Salt: Mit einem Plus von 20 Punkten auf 972 verringerte er den Abstand zu Sunrise deutlich. Alle drei Schweizer Netze werden von Connect als «überragend» bezeichnet. «Es hat schon langjährige Tradition, dass die Schweizer Anbieter zeigen, wo in Leistung und Punktzahlen ganz oben ist», schreibt das Magazin. Das sei auch dieses Jahr so. Selbst in Zügen und auf Strassen seien die Leistungen im Vergleich «beeindruckend». (ehs)

15:24 Uhr

Dienstag, 25. November

CH Media investiert in Druckerei

An ihrem Hauptstandort in Aarau investiert CH Media einen tiefen zweistelligen Millionenbetrag in die Druckinfrastruktur. Damit entstehe bis 2027 «die modernste und leistungsfähigste Zeitungsdruckerei der Schweiz», teilt das Medienunternehmen mit, zu dem auch dieses Portal gehört. Kern der Investition sind ein zusätzlicher Hochleistungsfalzapparat sowie der Ersatz der Versandlinie. Ergänzt werden diese Investitionen durch weitere Modernisierungen entlang der Produktionskette.

Bereits seit Anfang 2025 druckt CH Media die «Luzerner Zeitung» mit ihren Regionalausgaben und den «Boten der Urschweiz» zusätzlich zu den bisherigen Publikationen in Aarau. 2026 kommt das «Bieler Tagblatt» der Gassmann Media AG hinzu. Damit druckt CH Media in ihren Druckereien in Aarau und St. Gallen insgesamt 25 Tageszeitungen, die Wochenendpublikation «Schweiz am Wochenende» sowie 27 Gratisanzeiger und eine Vielzahl an weiteren Publikationen, darunter das «Migros-Magazin», die «Coopzeitung» und das «Touring»-Magazin des TCS. (mim)

13:51 Uhr

Dienstag, 25. November

Swissmedic baut 45 Stellen ab

Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic weist für 2024 einen Verlust von 23,4 Millionen Franken aus und budgetiert auch für die Folgejahre Verluste. Dadurch würden sich die in der Vergangenheit aufgebauten Reserven schneller als geplant reduzieren, wie Swissmedic am Dienstag mitteilte. Deshalb will die Behörde, die Teil der dezentralen Bundesverwaltung ist, jetzt sparen. Konkret will Swissmedic in den kommenden zwei Jahren die Sachkosten um mindestens 6 Millionen Franken senken und rund 45 Vollzeitstellen abbauen. Der Stellenabbau soll «möglichst sozialverträglich und mit Abfederungsmassnahmen umgesetzt» werden, verspricht die Behörde.

Gleichzeitig will Swissmedic die Einnahmen erhöhen: Dafür sollen die Gebühren an die Teuerung «angepasst» werden. Zudem «plant» Swissmedic die Einführung einer Pauschalgebühr für die Registrierung der Medizinprodukte.

Swissmedic muss sparen.
Bild: KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Über 80 Prozent der Einnahmen von Swissmedic stammen gemäss Behördenangaben aus Gebühren und Abgaben der Firmen. Der Bund steuert für gesetzlich festgelegte Aufgaben im Bereich der Arzneimittel- und Medizinprodukteaufsicht rund 17 Prozent bei. (fv)

10:46 Uhr

Dienstag, 25. November

Swiss: Cockpit-Crew kündigt GAV

Restart: Beim Cockpit-Personal der Swiss herrst Frust. Nun kommt es zu Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag.
Bild: GAETAN BALLY

Swiss-Chef Jens Fehlinger muss an den Verhandlungstisch. 85 Prozent seiner Pilotinnen und Piloten, die im Verband Aeropers organisiert sind, haben in einer Abstimmung beschlossen, den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aus dem Jahr 2023 zu kündigen. Dieser sei unter starkem Einfluss der Corona-Pandemie ausgehandelt worden und habe auf der Idee basiert, während dessen Laufdauer Verbesserungen umzusetzen, schreibt Aeropers in einer Mitteilung.

Da das Management der Swiss wenig Willen gezeigt habe, diese Projekte anzugehen, sei es nur folgerichtig, dass die Pilotinnen und Piloten jetzt den GAV kündigen, so der Verband. Der GAV 2023 gilt noch bis Ende 2026. Die Neuverhandlungen sollen laut Aeropers zügig in Angriff genommen werden.

Seit Jahren kritisiert der Verband die Einsatzplanung bei der Airline. «Es ist das grosse Bedürfnis unserer Mitglieder, den Einfluss auf den Einsatzplan zu verbessern» sagt Aeropers-Sprecher Thomas Steffen. «Es muss für Pilotinnen und Piloten möglich sein, beim Geburtstag ihrer kleinen Kinder dabei sein zu können.» (bwe)

08:47 Uhr

Dienstag, 25. November

Novartis baut in der Schweiz 550 Stellen ab

Der Basler Pharmakonzern Novartis wird seine Kapazitäten an seinen Produktionsstandorten in Stein AG und Schweizerhalle BL «konzentrieren». In Schweizerhalle fokussiert sich Novartis auf den Ausbau der innovativen siRNA-Produktion, ein wichtiger Baustein der Novartis Therapiestrategie im Bereich Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen. Dazu sollen 80 Millionen Franken investiert werden.

Der Standort Stein werde weiterhin als Kompetenzzentrum für sterile Darreichungsformen sowie für die kommerzielle Produktion komplexer, personalisierter Zelltherapien dienen, heisst es. Dennoch werden durch die «Fokussierung» andere Fertigungsaktivitäten am Standort Stein bis Ende 2027 eingestellt. Das betrifft die Tabletten- und Kapselproduktion sowie die Verpackung von sterilen Arzneimitteln. In Stein werden somit bis Ende 2027 550 Festanstellungen wegfallen.

Novartis baut 550 Stellen ab.
Bild: Novartis

«Um eine wettbewerbsfähige Produktion in der Schweiz aufrechtzuerhalten, müssen wir uns darauf fokussieren, in innovative Herstelltechnologien und einen hohen Grad an Automatisierung zu investieren», sagt Steffen Lang, President Operations von Novartis in einer Mitteilung. «Mit den geplanten Anpassungen entwickeln wir beide Standorte, sowohl Schweizerhalle als auch Stein, als Kompetenzzentren für innovative Produktion weiter.»

Die Abbau-Pläne folgen auf die Ankündigungen von Novartis, in den USA in den nächsten fünf Jahren 23 Milliarden Dollar zu investieren. Dies führte bereits zu Spekulationen darüber, ob deshalb weniger Geld für die Schweiz übrig bleibt. (mpa)

08:21 Uhr

Dienstag, 25. November

Emmi kauft britische Cheesecake-Firma

Emmi expandiert weiter im Ausland. Der Luzerner Milchverarbeiter übernimmt «The English Cheesecake Company Ltd.», die nach eigenen Angaben «beliebteste Premium-Cheesecake-Marke im britischen Detailhandel», wie Emmi in einer Mitteilung schreibt. In den letzten Jahren hat Emmi bereits einige Dessertfirmen im Ausland übernommen.

«The English Cheesecake Company» wurde 2000 als Familienunternehmen gegründet und erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 23 Millionen Pfund. Seit über 25 Jahren stellt die Firma Cheesecakes nach traditionellen britischen Rezepturen her. Das Portfolio umfasst klassische Cheesecakes, vegane und gefrorene Geschmacksrichtungen sowie Snackformate. (mim)

15:03 Uhr

Montag, 24. November

Wieder ein Abschreiber bei Julius Bär

Julius Bär «zieht einen deutlichen Schlussstrich unter Altlasten im Kreditbereich», schreibt die Zürcher Privatbank in einer Mitteilung. Mit Altlasten sind vor allem Wertberichtigungen im Zusammenhang mit dem Untergang der österreichischen Signa-Gruppe gemeint: Die Bank musste letztes Jahr Kredite in der Höhe von knapp 600 Millionen Franken abschreiben. Danach kamen weitere Abschreiber hinzu.

Nun hat Julius Bär die Kreditüberprüfung nach eigenen Angaben abgeschlossen und entschieden, eine Untergruppe von Positionen im Kreditbuch abzubauen. Es geht hauptsächlich um Positionen im Bereich von renditegenerierenden Wohn- und Gewerbeimmobilien. Das bedeutet im Klartext, dass eine weitere Wertberichtigung in der Höhe von 149 Millionen Franken nötig wird. «Vergleichbar mit dem nahezu abgeschlossenen Abbau des Private-Debt-Kreditportfolios wird dieser Prozess in geordneter und disziplinierter Weise durchgeführt, um den Shareholder Value zu schützen», schreibt die Bank. (mim)

10:53 Uhr

Montag, 24. November

Deutlich weniger offene Stellen

Unternehmen in der Schweiz zählten im dritten Quartal 5,532 Millionen Beschäftigte. Das entspricht einer Zunahme von 2800 Stellen oder 0,1 Prozent innert Jahresfrist, wie das Bundesamt für Statistik am Montag mitteilte. Saisonbereinigt zum Vorquartal ist diese Zahl allerdings um 0,1 Prozent gesunken. Ebenfalls rückläufig war die Zahl der auf Vollzeitstellen umgerechneten Beschäftigten: Mit 4,320 Millionen ging diese innert Jahresfrist um 0,1 Prozent zurück.

Eingetrübt ist auch die Situation für Stellensuchende. Im dritten Quartal meldeten die Firmen 88'400 offene Stellen. Im Vergleich zu vor einem Jahr entspricht dies 10'300 Stellen oder 10,5 Prozent weniger. Der Indikator zu den Beschäftigungsaussichten ist ebenfalls gesunken: Mehr Firmen rechnen mit einem Abbau der Stellen und weniger mit einem Aufbau von Personal als im dritten Quartal 2024. Insgesamt liegt der Indikator aber immer noch im positiven Bereich. (ehs)

19:52 Uhr

Freitag, 21. November

Aus für Zürcher Hotelfachschule

Nach über 100 Jahren ist Schluss: Die Hotelfachschule Zürich (HFZ) stellt im Jahr 2027 ihren Betrieb ein. Darüber informierte der Branchenverband Gastrosuisse am Freitag. Er betreibt die Schule. Der Entscheid sei «Ergebnis einer sorgfältigen und umfassenden Prüfung über mehrere Monate», heisst es in einer Mitteilung. Die Analyse habe gezeigt, dass eine Neulancierung trotz einer internationalen Ausrichtung wirtschaftlich nicht tragfähig sei.

Vor gut einem Jahr hatte der «Tages-Anzeiger» über die drohende Schliessung berichtet. Im Artikel hiess es, die Studierenden würden ausbleiben und es sei zu Entlassungen beim Personal gekommen. Der Gastronom Christian Kramer sagte damals, er traue dem Verband die Rettung nicht zu. «Es scheint, als fehle ihm die Leidenschaft dafür.» Mehrere angefragte Zürcher Gastronomen liessen sich damit zitieren, sie hielten die offizielle Erklärung der Krise für unglaubwürdig. Hotelfachschulen in Luzern, Lausanne oder Passug würden schliesslich gut laufen, und zwar, ohne vom Zürcher Zentrumsvorteil zu profitieren.

Der Verband begründete die wirtschaftlichen Schwierigkeiten damals damit, dass sich die Nachfrage in der höheren Berufsbildung rasch verändere. Deshalb werde man sich dem Markt anpassen. Im Juli dieses Jahres kündigte Gastrosuisse an, die Schule internationaler auszurichten. Dafür brauche es einen Campus mit Unterkünften für ausländische Studierende. Dafür gebe es aber nicht genügend Platz auf dem Gelände.

Diese Pläne wurden nun offiziell begraben. Beat Imhof, der seit letztem Jahr den Verband präsidiert, bedauert dies laut der Mitteilung «sehr». Es seien in den vergangenen Monaten alle Optionen intensiv geprüft worden. Dabei habe sich gezeigt, dass vor allem die sehr hohen Gebäudekosten und die Mieten für Studierendenunterkünfte sich nicht über den Schulbetrieb finanzieren liessen.

Der Unterricht ist laut der Mitteilung trotz des Entscheids, keine Neulancierung vorzunehmen, für alle Studierenden bis zu ihrem Abschluss im Frühling 2027 garantiert. Bis dahin seien auch alle Anlässe und Events sichergestellt und würden stattfinden.

Für die Liegenschaft an der Seestrasse 141 in Zürich suche Gastrosuisse nun nach neuen Nutzungsmöglichkeiten. Hierzu fänden «ergebnisoffene Gespräche mit verschiedenen Partnern» statt. Zudem werde Gastrosuisse auch künftig gezielt in zukunftsfähige Bildungsangebote investieren und die berufliche Entwicklung in der Gastronomie fördern.

Die Zürcher Hotelfachschule wurde 1925 vom damaligen Zürcher Wirteverband gegründet. Seit 1989 ist sie vom Bund als Höhere Fachschule anerkannt. Pro Jahr wurde sie zuletzt von knapp 150 Studierenden besucht. (ehs)

14:23 Uhr

Freitag, 21. November

Pilatus soll 0 Prozent Zoll erhalten

Seit letzter Woche hat die Schweiz ihren Zolldeal mit den USA und Donald Trump. Statt 39 Prozent Strafzoll sollen Schweizer Exporte bald nur noch mit 15 Prozent verzollt werden. Dabei dürften der Schweizer Flugzeugbauer und damit Pilatus von anderen Regeln profitieren. Das hatte auch schon Staatssekretärin Helene Budliger am Freitag vor einer Woche vor der Presse bei der Verkündung des Zolldeals erklärt.

Davon profitieren bereits die europäischen und britischen Flugzeugbauer. Nun hat auch die US-Luftfahrtvereinigung NBAA berichtet, dass die USA Südkorea und der Schweiz zugesichert hätten, zu einem Abkommen von 1979 zurückzukehren. Damals hatten sich über 30 Staaten auf zollfreien Handel im zivilen Flugzeugbau geeinigt. Unter Trump war diese Regelung ausgesetzt, nun gilt sie wieder – zumindest für Südkorea und die Schweiz. Das bedeutet: Der gegenseitige Null-Prozent-Zoll könnte bald zurück sein.

Pilatus zeigt sich auf Nachfrage zurückhaltend und macht keine konkreten Angaben zum Null-Prozent-Zoll. Er ist ja schliesslich auch noch nicht in Kraft. (watson.ch/fak)

14:15 Uhr

Freitag, 21. November

Bargeld soll gestärkt werden

Münzen und Noten sind in der Schweiz auf dem Rückzug. Um das zu stoppen, fand am Freitag zum zweiten Mal ein Runder Tisch statt, unter anderem mit Vertretern von Nationalbank, Geschäftsbanken, Händlern und den SBB. Im Fokus standen die Verkehrsbetriebe, die auf den digitalen Billetverkauf setzen. Hier wurden «pragmatische» Lösungen diskutiert. Erstmals stellten zudem Experten «Leitsätze» für Betreiber von Bankomaten vor. Diese sollen den unkoordinierten Abbau der Infrastruktur verhindern. (mpa)

14:01 Uhr

Freitag, 21. November

Sunrise und Ticketmaster kooperieren

Die Telekom-Firma Sunrise und der Ticketverkäufer Ticketmaster Schweiz kooperieren. Wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst, können Kundinnen und Kunden von Sunrise künftig frühzeitig Tickets für ausgewählte Konzerte und Live-Events erwerben. Dieser Vorverkauf beginnt 48 Stunden vor dem allgemeinen Vorverkaufsstart über das Portal des Treueprogramms von Sunrise. (ehs)

10:27 Uhr

Freitag, 21. November

Lidl kritisiert Preiskampf

Der Schweizer Bauernverband kritisiert die Schweizer Detailhändler für immer tiefere Preise. «Ein Pfund Brot für 99 Rappen, eine Flasche Chasselas Romand für 2.19 Franken oder nachhaltiges Fleisch mit riesigen Rabatten: Die Lockangebote im Detailhandel nehmen zu», schreibt er am Freitag. Gegenwärtig sei es vor allem der deutsche Discounter Aldi, der sich zuerst mit Billigstangeboten profiliere. Die übrigen Detailhändler würden dann nachziehen. «Alle behaupten, diese Preissenkungen selbst zu finanzieren und keinen Druck auf Lieferanten und die landwirtschaftlichen Produzenten auszuüben», schreibt der Verband. «Die langfristige Realität lässt etwas anderes befürchten.»

Der deutsche Discounter Lidl, der ebenfalls Angebote wie ein Pfund Brot für 99 Rappen im Sortiment führt, reagierte am Freitag mit einer eigenen Mitteilung. Der Händler nehme die Sorgen des Bauernverbands und der Produzenten ernst, teilt er mit. Deshalb verzichte Lidl Schweiz bewusst darauf, medienwirksame Preissenkungen in den «sensiblen Produktkategorien» Brot und Fleisch zu initiieren.

In diesen Segmenten löse Lidl Schweiz keine «Preiskämpfe» aus, da dies langfristig negative Auswirkungen auf die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsprozesse haben könnte. Bei Preisreduktionen eines Mitbewerbers reagiere Lidl aber, um das Versprechen gegenüber der Kundschaft einzuhalten und die günstigsten Preise zu bieten. (ehs)

10:15 Uhr

Freitag, 21. November

Salt steigert Betriebsergebnis

Das Telekom-Unternehmen Salt hat im dritten Quartal den Betriebsertrag um 4,4 Prozent auf 261,6 Millionen Franken gesteigert. DasBetriebsergebnis (EBITDAaL) stieg um 13,7 Prozent auf 137,7 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Diese Resultate seien durch anhaltendes Wachstum bei den Abonnentinnen und Abonnenten erzielt worden. Die Konkurrenten Swisscom und Sunrise hatten zuletzt im Kerngeschäft mit Telekom-Dienstleistungen in der Schweiz sinkende Umsätze zu verzeichnen.

Salt hält denn auch fest, die Firma habe sich im dritten Quartal «weiterhin besser als der Schweizer Telekommunikationsmarkt» entwickelt und das «solide Wachstumstempo» in allen Geschäftsbereichen und Marken beibehalten. Salt wächst zudem beim Ladennetz: Zuletzt wurden neue Filialen etwa im Hauptbahnhof Zürich sowie in den Einkaufszentren Sihlcity in Zürich und Glatt in Wallisellen ZH eröffnet. Vor kurzem folgte ein Flagship-Store in Bern. (ehs)

10:09 Uhr

Freitag, 21. November

Schindler: Hugo Martinho tritt per sofort zurück

Beim Schweizer Liftbauer Schindler kommt es zu einem Wechsel in der Konzernleitung. Wie die Firma am Freitag mitteilte, ist Hugo Martinho, verantwortlich für Human Resources, bereits per Donnerstag aus der Konzernleitung ausgeschieden. Er werde sich neuen beruflichen Herausforderungen ausserhalb des Konzerns widmen, heisst es. Genauere Angaben werden nicht gemacht.

Die Veränderung wurde demnach vom Verwaltungsrat beschlossen. Die Nachfolge für die Position werde «zur gegebenen Zeit» bekanntgegeben werden. (ehs)

10:07 Uhr

Freitag, 21. November

Nestlé: Sanjay Bahadur verlässt Konzern

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé verabschiedet Sanjay Bahadur in den Ruhestand. Der Generaldirektor und Head of Group Strategy and Business Development werde nach einer «herausragenden Karriere von mehr als 40 Jahren bei Nestlé» Ende Dezember pensioniert, heisst es in einer Mitteilung. In seiner jetzigen Rolle sei er unter anderem für M&A-Transaktionen, also Zukäufe und Übernahmen, zuständig. Nachdem er in den Ruhestand getreten ist, werde die Funktion künftig an die Finanzchefin berichten. (ehs)

19:37 Uhr

Donnerstag, 20. November

Airbus A350 der Swiss auf dem ersten Langstreckenflug

Am Donnerstagabend um 18:37 Uhr ist der neue Airbus A350 der Swiss zu seinem ersten Langstreckenflug nach Boston gestartet. Das sei ein Meilenstein, teilt die Fluggesellschaft stolz mit. Mit neuen Kabinen und aufgewertetem Service soll den Passagieren ab sofort mehr geboten werden. Der A350 wird in den kommenden Wochen weiterhin auch auf Kurzstrecken eingesetzt, um den Crews ein effizientes Training zu ermöglichen. Als nächste Destination soll Montreal folgen. (pin)

Swiss-CEO Jens Fehlinger posiert vor dem neuen Airbus A350.
Bild: Gaëtan Bally/Keystone

16:08 Uhr

Donnerstag, 20. November

Uhrenexporte in die USA eingebrochen

Der Schweizer Uhrenverband hat am Donnerstag die Exportzahlen für den Oktober bekannt gegeben. Die gesamten Ausfuhren gingen demnach um 4,4 Prozent zurück auf 2,24 Milliarden Franken. Der Rückgang ist vor allem auf einen brutalen Einbruch der Nachfrage in den USA zurückzuführen. Die Exporte dorthin sanken um 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und haben sich damit beinahe halbiert.

Der Einbruch wiederum ist die Folge des 39-Prozent-Zolls, den US-Präsident Donald Trump auf Schweizer Produkte erhoben hatte. Nachdem Vertreter der Schweizer Wirtschaft - darunter solche der Uhrenkonzerne Rolex und Richemont - bei Trump im Oval Office waren und ihm unter anderem eine goldene Rolex und einen gravierten Goldbarren überbracht haben, liegt der Zoll wieder bei 15 Prozent. Ob das für eine Wende bei den Schweizer Uhrenexporten reicht, muss sich in den kommenden Monaten zeigen. (nav)

10:02 Uhr

Donnerstag, 20. November

Erste selbstfahrende Taxis unterwegs

Im Zürcher Furttal sollen künftig selbstfahrende Taxis als Teil des öffentlichen Verkehrs unterwegs sein. Nun wurde ein Meilenstein erreicht: Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst, hat das Bundesamt für Strassen (Astra) die Bewilligung zum automatisierten Fahren erteilt. Damit werden die Fahrzeuge erstmals selbstfahrend im Strassenverkehr eingesetzt, vorerst allerdings noch mit Sicherheitspersonen und ohne Fahrgäste an Bord. Die Autos werden mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde unterwegs sein.

Künftig sollen zunächst drei selbstfahrende Autos Fahrgäste im Furttal auf einer 110 Kilometer langen Strecke mit rund 460 festgelegten Haltepunkten befördern. Der öffentliche Betrieb soll nach einer Testphase im ersten Halbjahr 2026 starten. Dann werden die Fahrzeuge aus der Ferne überwacht. Später sollen selbstfahrende Kleinbusse hinzukommen.

Die Technologie für das autonome Fahren kommt vom chinesischen Anbieter Weride. Am Projekt im Furttal sind die Kantone Zürich und Aargau, die SBB und das Swiss Transit Lab beteiligt. In ein ähnliches Projekt in der Ostschweiz sind Postauto, verschiedene Ostschweizer Kantone, das Astra und das Bundesamt für Verkehr sowie der TCS involviert. Dort startet der reguläre Betrieb voraussichtlich 2027. (ehs)

09:23 Uhr

Donnerstag, 20. November

Novartis kündigt Fabrik in North Carolina an

Die Schweizer Pharmamultis investieren massiv in den USA. Nach Roche hat auch Novartis seine Pläne konkretisiert. Bis im Jahr 2027 will Novartis in North Carolina verschiedene neue Produktionsanlagen bauen und bestehende Fabriken erweitern. So entstehen rund 700 neue Jobs in den Bereichen Biologika, Tablettenproduktion und Verpackung, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Novartis-Chef Vas Narasimhan betont, mit dem Projekt schaffe man eine widerstandsfähige Lieferkette in den USA. Der Bau sei zudem ein wichtiger Schritt auf dem Weg, künftig alle wichtigen Medikamente in den USA herstellen zu können. Novartis investiert dazu in den nächsten fünf Jahren 23 Milliarden Dollar.

Weitere Investitionen in die Produktion von Gen- oder RNA-Therapien sollen folgen. RNA-Therapien beispielsweise stellt Novartis derzeit in Schweizerhalle (BL) her. Nun soll eine Fabrik in den USA folgen. Für sogenannte Radioligand-Therapien sind zudem zwei neue Fabriken in Florida geplant. Dabei handelt es sich um zielgerichtete nuklearmedizinische Krebstherapien. Am Donnerstag trat Narasimhan auch an einem Anlass in London auf. Dort betonte er erneut, dass man mit den geplanten Projekten die Zoll-Risiken abmildern könne. Er kündigte weiter an, das Unternehmen gehe von einem Umsatzwachstum für 2025 bis 2030 von 5 bis 6 Prozent aus. Bei den Kassenschlagern Kisqali (Brustkrebs) und Scemblix (Leukämie) korrigierte Narasimhan die erwarteten Spitzenumsätze nach oben. (mpa)

Novartis-Chef Vas Narasimhan.
Bild: Patrick Straub

09:10 Uhr

Donnerstag, 20. November

Weko ermittelt im Jura

Die Wettbewerbskomission (Weko) hat Hausdurchsuchungen bei mehreren Hoch- und Tiefbaufirmen im Jura durchgeführt. Die Behörde hat Hinweise zu mutmasslichen Submissionsabreden von sechs Unternehmen. «Es besteht der Verdacht, dass diese Unternehmen ihre Offerten und Preise während mehreren Jahren für Beschaffungen der öffentlichen Hand und Privaten koordinierten», heisst es in einer Mitteilung. Im Rahmen der nun eröffneten Untersuchung sei zu prüfen, ob tatsächlich kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen «Submissionsabreden erhöhen die Preise, machen Unternehmen ineffizient und wirken innovationshemmend», so die Wettbewerbshüter. Für die Unternehmen gilt die Unschuldsvermutung. (mpa)

08:58 Uhr

Donnerstag, 20. November

Shein-Kleider sind mit Chemie belastet

Der chinesiche Kleidergigant Shein verkauft Textilien, die gefährliche Chemikalien enthalten. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Nichtregierungsorganisation Greenpeace Deutschland. 8 von 56 untersuchten Kleidungsstücken enthielten Stoffe, welche die Grenzwerte der europäischen Chemikalienverordnung überschritten. Unter den getesteten Produkten waren auch Regenstiefel, die in die Schweiz geliefert wurden und deren Phtalatgehalt 71-mal über dem zulässigen Grenzwert liegt. In anderen Produkten wurden zudem der Weichmacher Phthalate sowie die wasser- und schmutzabweisende «Ewigkeitschemikalie» PFAS nachgewiesen. Dabei handelt es sich laut Greenpeace um potenziell giftige Chemikalien, die mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht wurden, darunter Krebs, Fortpflanzungsstörungen und Wachstumsstörungen bei Kindern sowie einer Schwächung des Immunsystems. (mpa)

08:24 Uhr

Donnerstag, 20. November

Nvidia steigert Umsatz um mehr als 60 Prozent

Der KI-Boom lässt das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia weiterhin explosiv wachsen. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um 62 Prozent auf 57 Milliarden Dollar hoch. Nvidia übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Selbst im Vergleich zum Quartal davor gab es ein Plus von 22 Prozent.

Nvidia präsentierte im Juli 2025 an der China International Supply Chain Expo in Peking ihre neuesten Produkte.
Bild: Mahesh Kumar A.

Die Nvidia-Aktie legte im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als drei Prozent zu. Auch Kurse anderer Chipkonzerne lagen im Plus. Für Aktien der grossen Nvidia-Kunden Google, Microsoft, Amazon und Meta ging es ebenfalls aufwärts.

Angst vor KI-Blase

Chipsysteme von Nvidia wurden zu einer Schlüsseltechnologie für die Entwicklung von Software mit Künstlicher Intelligenz. Sie werden sowohl für das aufwendige Training von KI-Modellen zum Beispiel für den Chatbot ChatGPT eingesetzt - als auch beim Betrieb der Software. Die Nvidia-Ergebnisse sind damit zu einem Gradmesser für den Zustand der KI-Industrie geworden.

In den vergangenen Wochen wurden an den Börsen die Sorgen grösser, dass die grossen Erwartungen an das zukünftige Geschäft mit Künstlicher Intelligenz zu einer Blase bei den Aktienkursen von Tech-Unternehmen geführt haben könnten. Entsprechend liessen Anleger etwas Luft raus. So sank der Börsenwert von Nvidia binnen weniger Wochen von 5 auf rund 4,5 Billionen Dollar. Der Chipkonzern ist damit weiterhin das wertvollste Unternehmen an der Börse.

Wachstum auch ohne Geschäft in China

Unter dem Strich steigerte Nvidia den Quartalsgewinn im Jahresvergleich um 65 Prozent auf 31,9 Milliarden Dollar. Beim Ergebnis pro Aktie lag der Konzern über den Schätzungen der Analysten. Deren Erwartungen übertraf Nvidia auch mit der Prognose von 65 Milliarden Dollar Umsatz im laufenden Vierteljahr sehr deutlich. Die Marktexperten hatten im Schnitt mit einer Vorhersage von gut 61,5 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet. Das Wachstum schafft Nvidia weiterhin ohne den einst wichtigen chinesischen Markt, in dem der Konzern nach US-Ausfuhrbeschränkungen und Gegenmassnahmen der Regierung in China derzeit kein Geschäft mehr hat. (dpa)

17:21 Uhr

Mittwoch, 19. November

Anna Barbara Remund soll in den SBB-Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat der SBB schlägt der Generalversammlung vom 29. April 2026 Anna Barbara Remund als neue Verwaltungsrätin vor. Der Bundesrat hat den Vorschlag am Mittwoch gutgeheissen, wie die Schweizerischen Bundesbahnen mitteilen.

Die 60-Jährige ist seit 2016 Vizedirektorin im Bundesamt für Verkehr (BAV) und leitet die Abteilung Infrastruktur. Sie wird diese Aufgabe per Ende Januar abgeben. Die diplomierte Forstingenieurin bringt über 25 Jahre Erfahrung im Bahnwesen und in komplexen Infrastrukturprojekten mit. Vor ihrem Wechsel zum BAV war Remund Leiterin Regionalverkehr SBB und Leiterin Personenverkehr BLS. Sie verfügt über einen Executive MBA der Universität St. Gallen. (bwe)

16:13 Uhr

Mittwoch, 19. november

Wegen Epstein: Larry Summers tritt bei OpenAI zurück

Der einstige US-Finanzminister von Bill Clinton und Ex-Präsident der Universität Harvard, Lawrence «Larry» Summers, tritt aus dem Verwaltungsrat der KI-Firma ChatGPT zurück, wie US-Medien berichten. Grund dafür sind E-Mails zwischen ihm und Jeffrey Epstein, die öffentlich wurden. Sie zeigen ein Vertrauensverhältnis zwischen dem ehemaligen Top-Demokraten, der auch Barack Obama beraten hatte, und dem verurteilten, 2019 verstorbenen Sexualstraftäter Epstein. (bwe)

14:08 Uhr

Mittwoch, 19. November

US-Vize-Kandidat Tim Walz besucht Schweizer Firma

Als Vize-Kandidat hätte Tim Walz 2024 Kamala Harris helfen sollen, die US-Präsidentschaftswahlen zu gewinnen. Der Plan ging nicht auf, damit blieb Walz Gouverneur von Minnesota. Als solcher hat er nun am Montag die Schweiz besucht. Beim Maschinenbauer Bühler in Uzwil SG liess er sich über die «praktische Umsetzung des dualen Berufsbildungssystems» informieren, wie das Unternehmen mitteilt. «Während unseres Besuchs haben wir gesehen, was möglich ist, wenn Regierung und Privatwirtschaft zusammenarbeiten, um die Beschäftigungsmöglichkeiten für unsere Jugend zu verbessern», sagte Walz. «Wir brauchen mehr solche Möglichkeiten in Minnesota – echte Arbeitsplätze, die zu Qualifikationen führen, die Arbeitgeber tatsächlich schätzen.»

Die Wahl auf Bühler ist kein Zufall. Denn Bühler North America hat 2012 ein eigenes Ausbildungsprogramm ins Leben gerufen, wobei wichtige Elemente aus Uzwil an die Standorte des Unternehmens in Minnesota angepasst wurden. «Unsere Teams in den USA und der Schweiz haben viel Arbeit investiert, um das Schweizer Konzept in ein Modell zu übertragen, das im amerikanischen Kontext funktioniert», sagte Stefan Scheiber, Chef der Bühler-Gruppe.

Im Jahr 2024 bildete Bühler weltweit 565 Auszubildende aus, davon allein 305 in der Schweiz. Die Ausbildungsplätze decken 10 verschiedene Berufsfelder ab und basieren auf dem dualen Berufsbildungsmodell der Schweiz, das praktische und akademische Ausbildung kombiniert. Die Programme werden an 26 Standorten in Europa, Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten und Afrika sowie Südasien durchgeführt. (fv)

08:33 Uhr

Mittwoch, 19. November

Mit neuem Modell: Google greift ChatGPT an

Im Wettlauf der Entwickler Künstlicher Intelligenz prescht Google mit einer neuen Software vor, die unter anderem in der Suchmaschine des Konzerns zum Einsatz kommt. Dazu gehört unter anderem, dass das neue KI-Modell Gemini 3 auch interaktive Grafiken erstellen kann, um Antworten auf wissenschaftliche oder mathematische Fragen zu illustrieren. Es ist zunächst im KI-Modus der Suchmaschine verfügbar, wie der Internet-Konzern ankündigte.

Das neue Modell Gemini 3 soll unter anderem darin besser sein, Informationen verschiedener Medienarten wie Video und Text zusammen zu verarbeiten und in einen Kontext zu bringen. Google demonstrierte das an einem Beispiel, in dem die KI-Software über die Kamera ein Pickleball-Spiel beobachtete und das Verhalten eines Spielers analysieren und Ratschläge für bessere Ergebnisse geben konnte.

Auch könnte Gemini 3 zum Beispiel Kochrezepte auf Basis von Fotos übersetzen - und daraus dann ein Kochbuch entwerfen. Google demonstrierte auch, dass die Software ein Programm für einen mehrtägigen Ausflug in eine Stadt wie Rom entwerfen könne. Das ist ein gängiges Beispiel, zu dem auch Konkurrenten greifen. (dpa)

08:29 Uhr

Mittwoch, 19. November

US-Gericht lehnt Abspaltung von Instagram und Whatsapp ab

Die US-Regierung ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, die Abtrennung von Instagram und WhatsApp vom Facebook-Konzern Meta zu erzwingen. Der Richter am Bezirksgericht in der Hauptstadt Washington entschied, dass die Handelsbehörde FTC ihren Monopolvorwurf nicht untermauern konnte.

Die FTC warf dem Facebook-Konzern vor, das Online-Netzwerk habe den Chatdienst WhatsApp und die Foto-Plattform Instagram gekauft, um widerrechtlich die eigene Monopolstellung zu schützen. Deshalb forderte sie Konsequenzen bis hin zu einer Rückabwicklung der Übernahmen. Meta wies die Vorwürfe zurück und verwies unter anderem auf einen harten Wettbewerb mit anderen Plattformen wie Tiktok.

Richter James Boasberg betonte, die FTC habe unter anderem belegen müssen, dass Meta auch derzeit eine Monopolposition in dem Markt halte. Dies sei der Behörde nicht gelungen. Bis zur endgültigen Klärung des Falls könnten noch Jahre vergehen, falls die Regierung in Berufung gegen die Entscheidung gehen sollte. (dpa)

11:19 Uhr

Dienstag, 18. November

Cicor bietet entweder Bargeld oder neue Aktien

Der St.Galler Elektronikfertiger Cicor mit Sitz in Bronschhofen legt eine revidierte Übernahmeofferte für die britische TT Electronics vor. Neu bietet Cicor pro TT-Aktie entweder 150 Pence in bar oder 0,0084 neue Cicor-Aktien. Diesem Entscheid vorausgegangen seien «konstruktive Gespräche mit dem TT-Verwaltungsrat und den TT-Hauptaktionären».

Zunächst hatte Cicor pro TT-Aktie 100 Pence in bar plus 0,0028 neue Cicor-Aktien geboten. Diese Offerte war bei DBay Advisors, einer Investmentgesellschaft mit Sitz auf der Isle of Man, auf Ablehnung gestossen. DBay Advisors hält 16,5 Prozent an TT Electronics und ist deren grösste Aktionärin.

Was DBay Advisors über die revidierte Cicor-Offerte denkt, ist noch unbekannt. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, «DBay gibt dazu momentan keinen Kommentar ab». Laut Cicor bietet das neue Angebot mit der reinen Bar-Variante jenen TT-Aktionären grössere Flexibilität, die keine in der Schweiz börsenkotierten Aktien halten wollen oder können.

Im Falle einer Übernahme könnte Cicor den Umsatz auf einen Schlag von 700 Millionen auf über 1,2 Milliarden Franken steigern. Cicor hat weltweit 4400 Mitarbeitende, TT Electronics deren 4000. Im Dezember 2025 sollen die Aktionäre der TT Electronics an einer Generalversammlung über Cicors Übernahmeplan abstimmen. (T.G.)

09:41 Uhr

Dienstag, 18. November

Die Post schrumpft und macht weniger operativen Gewinn

Die Post ist weiter im Rückwärtsgang unterwegs: Der Umsatz fällt in den ersten neun Monaten im Vergleich zur Vorjahresperiode von 5,6 Milliarden auf knapp 5,4 Milliarden Franken, das Betriebsergebnis (Ebit) von 241 Millionen auf 183 Millionen Franken. Das teilte die Post am Dienstag mit. Dabei streicht der Staatskonzern aber die positiven Aspekte hervor: Er habe von Januar bis September 3,5 Prozent mehr Pakete zugestellt, 3,2 Prozent mehr Fahrgäste befördert und bei der Banktochter Postfinance 4,7 Prozent mehr Kundenvermögen angelockt.

Doch das alles kann letztlich den Rückgang bei der Briefpost von 4,3 Prozent nicht kompensieren. Ebenfalls rückläufig, mit einem Minus von 9,2 Prozent, bleibt das Geschäft mit den Einzahlungen am Schalter.

Unter dem Strich schreibt die Post zwar mit 193 Millionen Franken etwas mehr Gewinn als in den ersten drei Quartalen 2024. Doch dies liegt primär am Verkauf ihres Anteils an der Bank Yuh. (fv)

09:33 Uhr

Dienstag, 18. November

Die Landwirtschaft erlebt 2025 ein sehr gutes Jahr

Die Schweizer Landwirtschaft dürfte 2025 eine Bruttowertschöpfung von 5 Milliarden Franken generieren, was einer Zunahme von 9,6 Prozent zum Vorjahr entspricht. Das schätzt das Bundesamt für Statistik im Rahmen seiner Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung. Der Produktionswert sei dank guter Ernten sowie insgesamt günstiger Absatzbedingungen gestiegen, während die Produktionskosten stagniert seien.

Der Produktionswert des Pflanzenbaus sei um 8,3 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken gestiegen. Die Hitzewellen im Juni und August wurden von einem eher kühlen und niederschlagsreichen Juli unterbrochen, was günstige Bedingungen für die Feldarbeit von der Saat bis zur Ernte schuf. Allerdings seien im Jahr 2024 die Getreide- und Traubenernten auch besonders dürftig gewesen. Im Weinbau war die Lese 2024 gar eine der ertragsschwächsten seit 50 Jahren. (nav)

09:14 Uhr

Dienstag, 18. November

Rohstoffhandel mit Wertschöpfung von 19,2 Milliarden Franken

2024 hätten die im Rohstoffhandel tätigen Unternehmen eine geschätzte Wertschöpfung von 19,2 Milliarden Franken generiert, wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag vermeldet hat. Dies entspreche 2,3 Prozent der gesamten Wertschöpfung der Schweiz, die mit dem Bruttoinlandprodukt verglichen werden kann. Die Kantone Genf und Zug stechen als grösste regionale Zentren des Sektors hervor.

Diese Zahlen hat das BfS erstmals ermittelt, um einen  Bundesratsauftrag zu erfüllen und liefert damit offizielle Informationen über die Wertschöpfung des Kerns des Rohstoffhandelssektors - also nur von Unternehmen, deren Haupttätigkeit der Rohstoffhandel ist.

Mehr als 80 Prozent der Wertschöpfung werde vom «sonstigen Grosshandel» erwirtschaftet. Darunter fallen Unternehmen, die tätig sind im Grosshandel mit «festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen» sowie mit «Erzen, Metallen und Metallhalbzeug». Diese generieren 41,5 Prozent bzw. 33 Prozent der Wertschöpfung des gesamten Rohstoffhandels. 6,4 Prozent der Wertschöpfung entfallen auf den Grosshandel mit «Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln». (nav)

15:11 Uhr

Montag, 17. November

UBS-Präsident diskutiert Wegzug mit US-Finanzminister

UBS-Präsident Colm Kelleher hat laut einem Bericht der «Financial Times» mit US-Finanzminister Scott Bessent den Umzug der Grossbank in die USA diskutiert. Die Gespräche «auf privater Basis» seien vor dem Hintergrund der verschärften Kapitalanforderungen geführt worden, welche der Bundesrat der UBS auferlegen will. Wie die Zeitung schreibt, habe es in den vergangenen Monaten mehrere Konversationen darüber gegeben, wie ein Umzug des Hauptsitzes der Bank von Zürich in die USA ausgestaltet sein könnte. Die Trump-Administration sei «empfänglich» für die Idee, zitiert das Finanzmedium drei mit den Gesprächen vertraute Personen.

Wie es im Bericht weiter heisst, seien die Gespräche Teil der Bemühungen von Kelleher, Druck auf die Schweizer Regierung auszuüben. Sie soll Abstand nehmen von den Plänen, wonach die Bank über 20 Milliarden Dollar an zusätzlichen Sicherheiten halten soll. Die Bank bezeichnet diese Pläne als «extrem» und «unverhältnismässig». Die Unsicherheit um die künftige Regulierung habe zuletzt auch negative Auswirkungen auf den Aktienkurs der Bank gehabt. (ehs)

12:26 Uhr

Montag, 17. November

Helvetic baut Flotte aus

Die Schweizer Regionalfluggesellschaft Helvetic baut ihre Flotte aus. Am Montag hat sie die Bestellung von drei Flugzeugen des Typs E195-E2 des Herstellers Embraer bekanntgegeben. Die Order beinhaltet zudem eine Kaufoption für weitere fünf Maschinen dieses Typs.

Die Auslieferung der Maschinen mit 134 Sitzplätzen ist zwischen Ende 2026 und Frühling 2027 geplant. Zum Preis werden keine Angaben gemacht. Der Listenpreis lag bei einer Bestellung der Airline Latam dieses Jahr aber laut Medienberichten bei gut 85 Millionen Dollar pro Flugzeug.

Mit dieser Bestellung erweitert die Airline Helvetic, die dem Milliardär Martin Ebner gehört, ihre Flotte an Flugzeugen dieses Typs von 12 auf bis zu 20. Gleichzeitig werden ältere Flugzeuge des Typs E190 ausgemustert.

Helvetic betreibt zum Teil in Zusammenarbeit mit Reisebüros eigene Linienflüge, ist aber auch eine wichtige Partnerin der Airline Swiss. Für diese führt sie im sogenannten Wet-Lease-System Flüge durch. (ehs)

12:26 Uhr

Montag, 17. November

Mehr Lohn für Reinigungspersonal

Die Angestellten in der Reinigungsbranche erhalten mehr Lohn. Wie die Gewerkschaft Unia am Montag mitteilt, wurde ein neuer Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Periode 2026 bis 2029 abgeschlossen. Dieser gilt für sämtliche Reinigungsbetriebe in der Deutschschweiz und damit für rund 75'000 Arbeitnehmende.

Die Mindest-Stundenlöhne für die Lohnstufe I werden am 1. Januar 2026 um 3 Prozent und per 1. Januar 2028 um weitere 2,5 Prozent angehoben. Bei der Lohnstufe II - also jene, die nach Absolvieren eines Lehrgangs erreicht wird - liegt der Mindestlohn neu 1.50 Franken statt vorher 1 Franken über jenem der Lohnstufe I. Die Mindest-Monatslöhne für Reinigungsfachkräfte mit Ausbildung zur Fachfrau Reinigungstechnikerin EFZ respektive zum Fachmann Reinigungstechniker werden ab 1. Januar um 200 Franken auf 4200 respektive 4700 Franken erhöht. (ehs)

11:13 Uhr

Montag, 17. November

Beyond Gravity will eigene Satelliten bauen

Das Schweizer Raumfahrtunternehmen Beyond Gravity liefert Komponenten für Satelliten und Trägerraketen. Nun will es einen Schritt weiter gehen und die Gesamtverantwortung beim Satellitenbau übernehmen. Das teilt die Firma am Montag mit.

Sie habe die Kräfte über alle europäischen Standorte gebündelt, um die Fähigkeit zum Bau von Satelliten von zunächst mittlerer Grösse für niedrige Umlaufbahnen herzustellen. Ein Grund dafür sei die aktuelle geopolitische Lage in Europa, die den Bedarf aufzeige. Beyond Gravity will sich auf kostengünstige Satelliten fokussieren, die schnell ins All gebracht werden können. Sie können etwa für die Erdbeobachtung oder die sichere Kommunikation im Krisenfall genutzt werden. Bei rascher Beauftragung könne die Firma bis Ende 2028 einen Satelliten ins All bringen, heisst es in der Mitteilung.

Beyond Gravity mit Hauptsitz in Zürich beschäftigt an 12 Standorten in sechs Ländern rund 1800 Mitarbeitende. Vergangenes Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 359 Millionen Franken.

Wie ein Sprecher auf Anfrage ausführt, bleiben die heutigen Produktionsstandorte für Satelliten (Zürich-Seebach, Göteborg, Nyon, Wien, Tampere) bestehen. Emmen LU bleibt weiterhin ein zentraler Produktionsstandort für Trägerraketenstrukturen – insbesondere Nutzlastverkleidungen – für europäische und asiatische Raumfahrtprogramme. Personell habe dieser Schritt aktuell keine Auswirkungen. Die geplanten Aktivitäten sollen mit den vorhandenen Teams umgesetzt werden. «Abhängig von der künftigen Nachfrage werden die Standorte jedoch gezielt verstärkt, um Kundenaufträge termingerecht erfüllen zu können. Zudem haben wir eine eigene Organisationseinheit geschaffen, die die Aktivitäten an den verschiedenen Standorten koordiniert und die Zusammenarbeit sowie den Ressourceneinsatz standortübergreifend optimiert», so der Sprecher. (ehs/mim)

08:19 Uhr

Montag, 17. November

Onlinehandel wächst stark

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 hat der Schweizer Detailhandel ein nominales Umsatzplus von 0,6 Prozent verzeichnet. Das berichtet das Beratungsunternehmen Carpathia mit Verweis auf Zahlen des Marktforschers Nielsen und eigene Berechnungen. Bereinigt um die Inflationsrate und einen negativen Kalendereffekt - 2024 war ein Schaltjahr mit einem zusätzlichen Tag - verbleibe gar ein reales Plus von 0,9 Prozent.

Gut entwickelt habe sich der Onlinehandel, der auch Bestellungen von ausländischen Anbietern umfasst . Dieser habe in den ersten neun Monaten um 9 Prozent zugelegt. Besonders stark war das Wachstum in den Segmenten Freizeit, Hobby, Spielwaren, Home & Living sowie Sport und Sportgeräte mit einem Wachstum von über 10 Prozent. Es ist das stärkste Plus seit dem Jahr 2021. (ehs)

17:30 Uhr

Freitag, 14. November

Bauarbeiter demonstrieren in Zürich

Der Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe regelt Arbeitsbedingungen von rund 80'000 Bauarbeitern in der Schweiz. Er läuft Ende Jahr aus und muss neu verhandelt werden. Am Freitag haben deshalb 2500 Bauarbeiter in Zürich demonstriert.

Sie forderten familienfreundliche Arbeitszeiten, etwa mit kürzeren Arbeitstagen, bezahlter Reisezeit zu Baustellen, einer Zulage für die Znüni-Pause oder einem gesicherten Teuerungsausgleich, wie es in einer Mitteilung der Gewerkschaften Unia und Syna heisst. Die Teilnehmenden hätten mit der Demonstration ihre Antwort auf die «Blockadehaltung» der Baumeisterspitze gegeben. (ehs)

17:23 Uhr

Freitag, 14. November

Schweizer Konsum bleibt solide

Die Schweizer Bevölkerung bleibt konsumfreudig. Das teilte Postfinance am Freitag mit Verweis auf den eigenen Konsumindikator mit. Demnach lagen die Gesamtausgaben im Oktober um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, obwohl insbesondere im Freizeit- und Reisebereich eine leicht nachlassende Dynamik zu beobachten sei. Die Haushalte profitierten von einem robusten Lohnwachstum, das die Inflation «spürbar» übersteige. (ehs)

15:17 Uhr

Donnerstag, 13. September

Angebotsmieten legen Pause ein

Verschnaufspause für Mieter: Im Oktober sind die Angebotsmieten von Wohnungen in der Schweiz nicht gestiegen. Das zeigt der Homegate-Mietindex, der vom gleichnamigen Immobilienportal und der Zürcher Kantonalbank (ZKB) berechnet wird. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag steht der Index im Oktober unverändert bei 131,6 Punkten.

Ungeachtet davon hätten sich die Angebotsmieten über die vergangenen Monate nach oben bewegt, dies allerdings in geringerem Tempo als in den Quartalen und Jahren zuvor. Das sei vor allem auf die sich tendenziell abkühlende Wirtschaftslage zurückzuführen. In den letzten zehn Jahren sind die Angebotsmieten im ganzen Land um 15,6 Prozent gestiegen, im Vergleich zu vor 15 Jahren gar um 27,2 Prozent. Einzelne Kantone und Städte weisen laut Homegate allerdings eine «deutlich umfangreichere Teuerung» auf. (ehs)

11:14 Uhr

Donnerstag, 13. november

Siemens mit weniger Umsatz in der Schweiz

Der deutsche Industriekonzern Siemens hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vom 1.10.2024 bis 30.9.2025 etwas weniger Umsatz in der Schweiz erzielt. Wie er mitteilt, belief er sich auf 3,093 Milliarden Franken nach 3,129 Milliarden Franken im Vorjahr. Die in Zug beheimatete Geschäftseinheit Siemens Smart Infrastructure hingegen habe ihren Wachstumskurs fortgesetzt und einen weltweiten Umsatz von 22,989 Milliarden Euro erzielt, 9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Siemens beschäftigt laut der Mitteilung an rund 20 Standorten in der Schweiz 5933 Mitarbeitende und ist damit eines der grössten hiesigen Technologieunternehmen. Weltweit steigerte Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um vier Prozent auf knapp 79 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg auch dank einem Verkauf auf den Rekordwert von 10,4 Milliarden Euro, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. (ehs)

09:28 Uhr

Donnerstag, 13. November

Arbeitlosenquote erhöht sich auf 5,1 Prozent

Im 3. Quartal 2025 waren in der Schweiz 5,364 Millionen Personen erwerbstätig, 0,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Das hat das Bundesamt für Statistik am Donnerstag vermeldet. Der Bestand der erwerbstätigen Männer blieb unverändert, jener der erwerbstätigen Frauen stieg hingegen um 0,8 Prozent.

Im 3. Quartal 2025 waren in der Schweiz gemäss der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) deutlich mehr Personen erwerbslos als ein Jahr zuvor: nämlich 19 000 mehr. Damit sind derzeit 261 000 Personen erwerbslos. Der Anteil der Erwerbslosen an der Erwerbsbevölkerung lag damit bei 5,1 Prozent und deutlich höher als im 3. Quartal 2024 (4,7 Prozent). In der Europäischen Union stieg die Erwerbslosenquote im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht an und zwar von 5,8 Prozent auf 5,9 Prozent. (nav)

08:02 Uhr

Donnerstag, 13. November

Hotels in Bergen erhöhen Preise

Der Branchenverband Hotelleriesuisse führt zweimal jährlich eine Umfrage zur Wirtschaftslage unter seinen Mitgliedsbetrieben durch. Wie er am Donnerstag mitteilt, zeigt die neuste Einschätzung ein positives Bild der vergangenen Sommersaison. Mehr als die Hälfte aller Betriebe konnten ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr demnach steigern. Von den teilnehmenden Hotels zeigten sich 51 Prozent «eher zufrieden» und 35 Prozent «sehr zufrieden».

Nach der Einschätzung für die kommende Wintersaison gefragt, zeigt sich ein weniger erfreuliches Bild. Im alpinen Raum rechnen laut der Mitteilung zwar 40 Prozent der Betriebe mit höheren Umsätzen, im ländlichen Raum gehen aber 39 Prozent von sinkenden Umsätzen aus. Zudem habe sich die Hälfte der Betriebe im alpinen Raum entschieden, die Preise für die kommende Saison zu erhöhen. Hauptgrund dafür seien steigende Kosten vor allem für Personal und Einkauf. (ehs)

06:36 Uhr

Donnerstag, 13. November

Luzerner Kantonalbank plant schweizweite Expansion bis 2030

Die Luzerner Kantonalbank AG (LUKB) hat für die Strategieperiode 2026 bis 2030 ehrgeizige Ziele formuliert, wie sie mitteilte. Die Bank will ihre Marktführerschaft im Raum Luzern stärken und schweizweit in ausgewählten Segmenten expandieren. Bis 2030 strebt die LUKB einen Konzerngewinn von über 340 Millionen Franken an, was einem signifikanten Anstieg gegenüber 2025 entspricht. Zudem soll der zinsunabhängige Ertrag auf über 310 Millionen Franken steigen.

In den vergangenen Jahren konnte die LUKB ihren Konzerngewinn von 211 Millionen Franken im Jahr 2020 auf 287 Millionen Franken im Jahr 2024 steigern. Die Bank plant, ihre Kompetenzen im Anlage- und Vorsorgegeschäft sowie im Kapitalmarktgeschäft weiter auszubauen. CEO Daniel Salzmann betont die Kombination aus grosser Bankexpertise und der Zugänglichkeit einer Kantonalbank als Vorteil. (phh)

14:36 Uhr

Mittwoch, 12. November

Post fusioniert Digitalfirmen

Die Post hat in den letzten Jahren zahlreiche Digitalunternehmen gekauft, was Teile von Politik und Privatwirtschaft verärgert hat. Eines dieser Unternehmen ist die Dialog Verwaltungs-Data AG mit Sitz in Baldegg LU. Dialog entwickelt Software- und Cloud-Lösungen für öffentliche Verwaltungen in der Schweiz und ist Spezialistin für den sicheren digitalen Austausch von Informationen. Die Post hatte im November 2021 81,5 Prozent der Dialog-Anteile übernommen. Ein Jahr später übernahm die Post 51 Prozent am Westschweizer Software- und Dienstleistungsanbieter T2i, der in der Romandie in verschiedenen Bereichen der Digitalisierung für die öffentliche Verwaltung und Unternehmen tätig ist. 2024 hat die Post in beiden Fällen auch die restlichen Anteile gekauft.

Nun führt der gelbe Riese diese beiden Konzerngesellschaften mit insgesamt rund 200 Mitarbeitenden per 1. April 2026 zusammen. Dies, um «Synergien zu schaffen und einheitlich am Markt aufzutreten», wie es in einer Mitteilung heisst. Die Standorte Siders VS, Renens VD und Baldegg bleiben bestehen. Durch die Fusion kommt es zu keinen Entlassungen. Derzeit arbeiten rund 100 Personen in Baldegg, die restlichen rund 100 verteilen sich auf Renens und Siders. Die laufenden Kundenverträge bleiben bestehen. Den Namen des neuen Unternehmens wird die Post im April 2026 kommunizieren. Bis dahin bleiben die Marken von T2i und Dialog bestehen. Dialog-CEO Dieter Lüscher wird Geschäftsführer der zusammengeführten Firma. (mim)

08:03 Uhr

Mittwoch, 12. November

Fenaco erhöht Lohnsumme um 1 Prozent – dennoch sind die Gewerkschaften unzufrieden

Der Agrarkonzern Fenaco hebt für 2026 die Gesamtlohnsumme um 1 Prozent an. Bei einer prognostizierten Teuerung von 0,5 Prozent entspreche dies einer «deutlichen Reallohnerhöhung», schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Gewerkschaften Unia und Syna lehnen das Ergebnis der Lohnverhandlungen dennoch ab, da dieses nur einen kleinen Anteil Erhöhung für das gesamte Personal enthält, heisst es in einer separaten Mitteilung. Damit konnten sie sich mit Fenaco das dritte Jahr in Folge in den Lohnverhandlungen nicht auf eine generelle Lohnerhöhung einigen.

Die Erhöhung der Lohnsumme setzt sich gemäss Fenaco aus einem individuellen, einem strukturellen und einem generellen Anteil zusammen. Teil der Lohnrunde sind auch Anpassungen beim Mindestlohn und den Referenzlöhnen. Der Mindestlohn steigt um 100 Franken auf 4100 Franken, die Referenzlöhne (Einstiegslohn nach Lehrabschluss) für die 2- und 3-jährige Lehre steigen um je 50 Franken auf 4250 Franken respektive 4350 Franken. Für einzelne Geschäftsbereiche gelten separate Regelungen. (mim)

13:06 Uhr

Dienstag, 11. November

Aldi senkt erneut Fleischpreise

Aldi Suisse dreht weiter an der Preisschraube: Der Discounter hat am Dienstag eine Preisreduktoin bei ausgewählten Frischfleischprodukten um bis zu 30 Prozent angekündigt. Die Aktionen trage man selbst, ohne Auswirkungen auf die Produzentenpreise, betont das Unternehmen.

Diese Aldi-Produkte sind jetzt günstiger:

Rindsfilet Black Angus von CHF 6.49 auf CHF 5.49 (-15 %)

Rindsentrecôte Black Angus von CHF 4.99 auf CHF 3.49 (–30 %)

Rindshuft Black Angus von CHF 4.99 auf CHF 3.49 (–30 %)

Lammnierstück von CHF 3.69 auf CHF 2.99 (–18 %)

Bio-Pouletbrust von CHF 2.69 auf CHF 1.99 (–26 %)

Aldi hatte bereits im letzten Herbst die Fleischpreise reduziert – und damit die Konkurrenz unter Druck gesetzt. Denner reagierte damals mit Preisnachlässen von rund 25 Prozent auf Rindshackfleisch. Später mussten auch die anderen nachziehen. Im vergangenen Sommer hat Aldi dann auch die Preise für Schaumwein und frischen Fisch um bis zu 30 Prozent gesenkt. Erst wenige Wochen ist es her, dass Aldi mit dem 99-Rappen-Pfünderli für Aufsehen sorgte. (mim)

10:40 Uhr

Dienstag, 11. November

Trump schielt auf Schweizer Medikamentenpreise

Amerikanerinnen und Amerikaner bezahlen rund viermal so hohe Preise für patentgeschützte Medikamente als in 33 vergleichbaren OECD-Ländern. Das will US-Präsident Donald Trump ändern. Dazu hat die Regierung ein fünfjähriges Pilotprojekt für «faire und angemessene Preise» im staatlichen Medicaid-Programm beschlossen.

Künftig sollen die Preise in den USA auf Basis der Durchschnittspreise von acht Vergleichsländern berechnet werden, darunter die Schweiz, heisst es in einer Mitteilung des Branchenverbands Interpharma. Die Firmen müssten ihre internationalen Nettopreise offenlegen, inklusive aller Rabatte und Preisnachlässe. Diese Daten dienten den US-Behörden als Grundlage, um die amerikanischen Preise auf das Niveau der günstigsten Länder zu senken.

Die Preissenkungen treffen nicht nur die beiden Schweizer Pharmagiganten Roche und Novartis. Sie erwirtschaften vierzig bis fünfzig Prozent ihres Umsatzes in den USA. Auch die Versorgung in der Schweiz ist laut Interpharma vom Entscheid tangiert. «Wenn die Schweiz als Benchmark für die USA dient, werden Medikamente hierzulande nur noch zu mit den USA vergleichbaren Preisen angeboten oder kommen gar nicht, respektive massiv verzögert, auf den Markt.» Dies begründet der Verband damit, dass die Hersteller ihre neuen Medikamente nicht in einem Land wie der Schweiz günstig lancieren werden, weil sonst der US-Preis nach unten gedrückt werde.

Interpharma fordert vor diesem Hintergrund eine «Modernisierung der Preisfestsetzung für innovative Medikamente». Sprich: Die Schweiz soll mehr Geld für Medikamente aufwerfen. Dies würde dann auch die Preise für die Hersteller in den USA stützen. Das Bundesamt für Gesundheit betonte allerdings kürzlich, dass Preiserhöhungen zu steigenden Krankenkassenprämien führen würden. Und die Krankenversicherung sei «kein geeignetes Instrument für die Standortpolitik», so das Amt. (mpa)

08:15 Uhr

Dienstag, 11. November

Sunrise verringert Verlust

Der Telekom-Konzern Sunrise hat im dritten Quartal die Zahl seiner Mobilfunk-Abos um 20'000 auf 3,15 Millionen gesteigert. Die Zahl der Internet-Abschlüsse ging hingegen «aufgrund geringer Marktliquidität und nachgelagerter Migrationseffekte» um 7000 auf 1,29 Millionen zurück. Wie es in einer Mitteilung heisst, ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,1 Prozent auf 740,9 Millionen Franken zurück. Das bereinigte Ergebnis (EBITDAaL) wurde hingegen um 2,4 Prozent auf 270,1 Millionen Franken gesteigert.

Den Nettoverlust reduzierte die Nummer zwei im Schweizer Telekom-Markt auf 4,4 Millionen Franken, dies nach 18,3 Millionen Franken im dritten Quartal des Vorjahres. Sunrise-Chef André Krause wird damit zitiert, dass Sunrise dank mehr Kosteneffizienz und neuen Produkten «gut gerüstet» sei für das wichtige vierte Quartal. Den Ausblick für das Jahr 2025 bestätigt Sunrise, inklusive dem angestrebten Dividendenwachstum von 2,7 Prozent. (ehs)

13:22 Uhr

Montag, 10. November

Alexa Aponte ist neu im Rolex-Verwaltungsrat

Diego Aponte, milliardenschwerer Kapitän der Grossrederei MSC, und Rolex-Chef Jean-Frédéric Dufour gehören beide zum kleinen Trupp an Wirtschaftsleuten aus der Schweiz, die sich letzte Woche eine Einladung in Oval Office ergattert hatten. Doch die beiden sind auch sonst verbunden, wie die «Handelszeitung» weiss. Denn Diego Apontes Schwester und MSC-Finanzchefin, Alexa Aponte, sitzt neu im Rolex-Verwaltungsrat. Der entsprechende Handelsregistereintrag, der die beiden Genfer Unternehmen personell verknüpft, datiert vom 13. Oktober dieses Jahres. Aktiv kommuniziert hat Rolex die Personalie nicht. (fv)

11:35 Uhr

Montag, 10. November

Führungswechsel an der Spitze der Insel-Gruppe: Adrian Schmitter übernimmt

Der langjährige Chef des Kantonsspitals Baden, Adrian Schmitter, ist an der ausserordentlichen Generalversammlung zum Verwaltungsratspräsidenten der Insel-Gruppe gewählt worden. Dies gab das Berner Spital am Montag bekannt. Schmitter, der seit Juni 2025 dem Verwaltungsrat der Insel-Gruppe angehört, folgt damit auf Bernhard Pulver, der im vergangenen Frühjahr seinen Rücktritt angekündigt hatte.

In seiner neuen Rolle als Präsident will er laut eigenen Angaben «mit den Mitarbeitenden im Mittelpunkt wirtschaftliches Handeln fördern und die Medizin der Zukunft gestalten – auf dem soliden Fundament, das Bernhard Pulver geschaffen hat».

Weiter hat der Insel-Verwaltungsrat mittlerweile auch mit dem aktuellen Arbeitgeber der neuen Chefin Jennifer Diedler ausgehandelt, wann die sie ihr Amt in Bern antreten soll: Die Neurologin wird die Insel-Gruppe ab dem 1. Januar 2026 führen. Sie ist derzeit Chefin und ärztliche Direktorin des Universitätsklinikums Saarland. (fv)

10:31 Uhr

Montag, 10. November

Gastgewerbe-GAV: Verhandlungen beginnen

Die Arbeitnehmerorganisation Hotel & Gastro Union und die Gewerkschaften Unia und Syna haben am Montag ihre Forderungen für die Erneuerung des Landes-Gesamtarbeitsvertrags des Gastgewerbes (L-GAV) vorgestellt. Im Zentrum stehen höhere Löhne, die lohnrelevante Anerkennung der Berufserfahrung, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Stärkung der Weiterbildung, Sicherung des Nachwuchses und der Massnahmen gegen Belästigung und Mobbing.

Die Verhandlungen über den neuen L-GAV starten am 18. November. Von Seiten der Arbeitgeber nehmen die Verbände Gastrosuisse, Hotelleriesuisse und die Swiss Catering Association (SCA) teil. Der bisherige Vertrag gilt seit 2017. Er regelt die Löhne und Arbeitsbedingungen von über 250’000 Beschäftigten und 34‘000 Betrieben im Gastgewerbe, in der Hotellerie und in der Essensauslieferung. Damit zählt er zu den grössten Gesamtarbeitsverträgen der Schweiz. (mim)

11:21 Uhr

Freitag, 6. november

Jetzt kommt es doch zum Postauto-Prozess

Die sieben angeklagten Ex-Manager und Ex-Verwaltungsräte von Postauto und Post müssen vor Bundesgericht eine Niederlage einstecken. Das Gericht lehnt ihre Beschwerden ab, wie es am Freitag bekannt gab.

Die Angeklagten wollten mit Verweis auf Verfahrensmängel einen ordentlichen Prozess zum Postauto-Skandal verhindern. Sie argumentierten, dass die Einstellung von zwei Fachleuten aus der Steuerverwaltung durch das fürs Verfahren zuständige Bundesamt für Polizei nicht zulässig gewesen sei.

Dieses hatte die Manager wegen mehrfachen Leistungsbetrugs respektive wegen des Umstands, dass sie diesen nicht verhindert hätten, schuldig gesprochen. Nun muss sich das Berner Wirtschaftsgericht doch noch inhaltlich mit dem Postauto-Fall auseinandersetzen. (fv)

14:53 Uhr

donnerstag, 6. November

Zahl der Arbeitslosen steigt erneut

Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hat seine neusten Erhebungen zur Arbeitsmarktsituation in der Schweiz publiziert. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich demnach im Oktober 2025 gegenüber dem Vormonat um 1’979 (+1,5 Prozent) auf 135’212.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 18’765 (+16,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg im Oktober 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent. Wie das Seco weiter schreibt, hat sich die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen im Oktober 2025 gegenüber dem Vormonat um 653 (+0,5 Prozent) auf 140’018 erhöht. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verharrte im Oktober 2025 bei 3,0 Prozent. (nav)

13:48 Uhr

Donnerstag, 6. November

Ryanair will ausgedruckte Bordkarte abschaffen

Bei Ryanair sollen die Passagiere ihre Smartphones nutzen und auf die hauseigene App gezwungen werden. Passagiere müssen ab Mittwoch (12. November) ihre Tickets in elektronischer Form bereithalten, wenn sie ins Flugzeug einsteigen wollen, verlangt Europas grösste Direktfluggesellschaft. Ihr Chef Michael O'Leary erwartet bei der Umstellung kleinere Startprobleme. In Deutschland hingegen sieht der  Konsumentenschutz erste Ansatzpunkte für Klagen.

Vor allem unerfahrenen Passagieren gibt das kleine Stück Papier mit dem eigenen Namen, QR-Code und Platznummer das gute Gefühl, dass beim Einsteigen eigentlich nichts mehr schiefgehen kann. Schon bei den ersten Ankündigungen der irischen Airline zur neuen Gangart kam es daher in Grossbritannien zu Kritik und Protesten. Werden technisch nicht so begabte Menschen oder Internet-Verweigerer damit nicht vom Fliegen ausgeschlossen?

In Deutschland fordert die Verbraucherzentrale Bundesverband für alle Reisenden einen alternativen Weg, um jede Form der Mobilität nutzen zu können. «Mobilität darf nicht an das technische Geschick oder die technischen beziehungsweise tatsächlichen Möglichkeiten von Reisenden geknüpft werden. Es darf nicht zum Ausschluss von einzelnen Gruppen kommen», warnt der Verband. Sollten behinderte Menschen betroffen sein, könnten diese mit juristisch guten Chancen auf das Gleichbehandlungsgesetz pochen.

Start in den ruhigen Herbst verschoben

Das Unternehmen versucht, mögliche Bedenken zu zerstreuen und hat den ursprünglich für Mai geplanten Start in den ruhigeren November verschoben. Statt knapp 20 Millionen Passagieren (Mai 2025) dürften in dem kühlen Herbstmonat nur gut 13 Millionen Menschen mit den Iren unterwegs sein. Mögliche Probleme lassen sich bei geringerem Andrang an den Flughäfen leichter lösen. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft einen Rekordwert von 207 Millionen Passagieren.

Ryanair will nach eigener Ankündigung die weltweit erste papierlose Airline werden. Mit den elektronischen Bordkarten könnten mehr als 300 Tonnen Abfall pro Jahr vermieden werden, heisst es in einer Mitteilung. Konkurrenten wie Easyjet, British Airways oder auch Lufthansa und Condor lassen den Kunden hingegen bislang die Wahl zwischen digitaler und analoger Bordkarte.

An der App führt kaum ein Weg vorbei

Eine zentrale Rolle in der Digital-Strategie spielt die Smartphone-Anwendung «myRyanair». Sie soll für die Kunden künftig der einzige Weg sein, um im elektronischen Check-in-Prozess eine Bordkarte zu erstellen. Die Airline will auch Kunden in die App holen, die ihre Tickets bei anderen Portalen gebucht haben. Ohne die kleine Datei auf dem Smartphone gelangt man nicht einmal in den Sicherheitsbereich eines Flughafens, geschweige denn an Bord eines Flugzeuges.

Der Fluggesellschaft zufolge nutzen bereits weit mehr als 80 Prozent der Gäste die moderne Technik. O'Leary ist überzeugt, dass auch die allermeisten der verbleibenden Passagiere auf ihren Flügen ein Smartphone bei sich haben, dieses aber bislang nicht zum Boarding verwenden.

Im Interview mit der britischen Zeitung «The Independent» verspricht der Ryanair-Chef allen Passagieren am Flughafen unentgeltliche Hilfe, sofern sie nur eingecheckt sind. «Wenn die Batterie leer ist oder etwas passiert, haben wir nach dem Einchecken sowieso Ihre Sequenznummer am Flugsteig, und wir bringen Sie an Bord. Es braucht sich also niemand Sorgen zu machen.» Passagiere ohne Smartphone sollten sich von Freunden oder Verwandten beim Check-in helfen lassen, rät ein Sprecher des Unternehmens zusätzlich.

Letzter Ausweg am Schalter

Wer alle Warnungen und die wiederholten Erinnerungen zum Online-Check-in ignoriert, findet möglicherweise am Flughafen einen letzten und teuren Ausweg, um doch noch eine (ausgedruckte) Bordkarte zu erhalten und damit an Bord zu kommen: «In diesem Fall müssen Sie die Check-in-Gebühr am Flughafen bezahlen», vermerkt die Ryanair-Website. Das sind je nach Abflugland 30 (Spanien), 40 (Österreich) oder 55 Euro/Pfund (übrige EU/Grossbritannien) pro Passagier und Strecke. Immerhin entfällt künftig die bislang erhobene Gebühr von 20 Euro für den Neuausdruck einer bereits erstellten Bordkarte. (dpa)

13:42 Uhr

Donnerstag, 6. November

OECD schlägt Alarm: Zu wenig Tempo beim Klimaschutz

Die Industriestaatenorganisation OECD ist wegen eines mangelnden Ehrgeizes beim Klimaschutz alarmiert und fürchtet gravierende wirtschaftliche Folgen. Klimabedingte Katastrophen verursachten bereits steigende soziale und wirtschaftliche Kosten – mit Schäden von über 285 Milliarden Euro und 16000 registrierten Todesfällen im Jahr 2024 weltweit, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris mit.

Die weltweiten Massnahmen gegen den Klimawandel seien nach wie vor unzureichend. Es seien dringend strengere politische Massnahmen, eine schnellere Umsetzung und rechtlich verbindliche Massnahmen erforderlich, um die Lücken zwischen den Ambitionen und den tatsächlichen Ergebnissen zu schliessen, heisst es im OECD-Klimaschutzbericht 2025.

Weltweite Klimaschutzmassnahmen hätten 2024 nur um ein Prozent zugenommen – womit sich der seit 2021 zu beobachtende Rückgang fortsetze. Dies lasse sich nicht mehr mit der Corona-Pandemie oder der darauffolgenden Wirtschaftskrise erklären, sondern spiegele einen Verlust an Dynamik bei der Umsetzung wirksamer politischer Massnahmen wider, so die OECD. Es gebe eindeutige Hinweise auf eine weltweite Umsetzungslücke bei den Klimaschutzmassnahmen.

Die Kosten dieser Untätigkeit stiegen, es drohten zunehmende wirtschaftliche Verluste, soziale Ungleichheiten und Umweltschäden, warnte die OECD. Es reiche nicht aus, nur ehrgeizigere Ziele zu formulieren – die Länder müssten auch sicherstellen, dass ihre Zusagen in konkrete Massnahmen umgesetzt werden. (dpa)

13:37 Uhr

Mittwoch, 5. November

Wird Schokolade wieder günstiger?

Der weltgrösste Schokoladenproduzent Barry Callebaut rechnet nach den heftigen Preisanstiegen bei Kakao mit einer deutlichen Entspannung bis Ende nächsten Jahres. Das weckt Hoffnung für Schokoladenliebhaber, dass die zuletzt stark gestiegenen Preise zumindest nicht weiter steigen.

Während das Unternehmen mit Sitz in Zürich vor sechs Monaten noch mit Preisen von 5700 britischen Pfund pro Tonne für Ende 2025 kalkulierte, geht es jetzt noch von 4400 Pfund aus (rund 4650 Franken), wie aus der Präsentation der Jahresergebnisse (Geschäftsjahr bis 31. August) hervorgeht. Ende nächsten Jahres erwartet Callebaut denselben Preis, während das Unternehmen vor sechs Monaten noch mit 5150 Pfund für Ende 2026 kalkuliert hatte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verkaufte Callebaut gut zwei Millionen Tonnen Schokolade, 6,8 Prozent weniger als im Jahr davor. Der Umsatz stieg wegen der höheren Preise für Kakaobohnen, die das Unternehmen an Kunden weitergab, dennoch um 42,2 Prozent auf 14,8 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn (Ebit) legte um 42,4 Prozent auf 635,1 Millionen Franken zu.

Barry Callebaut ist vor allem ein Zulieferer von Schokolade und Kakaoprodukten für Gastronomie, Pralinenhersteller und Chocolatiers. Deshalb ist der Name weniger bekannt als gängige Schokoladenhersteller, deren Produkte in Supermarktregalen liegen. Callebaut will auch im Markt für Schokolade ohne Kakao Fuss fassen. Dafür arbeitet es mit dem deutschen Unternehmen Planet A Foods zusammen. Dieses Unternehmen stellt bereits die Schokoladenalternative ChoViva mit Sonnenblumenkernen und ohne Kakao her. (dpa/mha)

11:19 Uhr

Mittwoch, 5. November

Hochgeschwindigkeits-Züge: SBB wählt Leasingfirmen aus

Die SBB wollen bis zu 40 eigene Hochgeschwindigkeits-Züge beschaffen, mit denen sie in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnerbahnen mehr Verbindungen aus der Schweiz nach Europa anbieten wollen. Die Züge könnten in Richtung Italien und Frankreich eingesetzt werden. Denkbar sind aber auch neue Direktzüge nach London oder Barcelona.

Die Bahn will die Züge allerdings aus finanziellen Gründen nicht selbst kaufen. Ein Leasinggeber soll die von den SBB zu bestimmenden Züge kaufen und an die Bahn vermieten. Im August hat sie das entsprechende Verfahren gestartet. Nun ist die Bahn einen Schritt weiter, wie sie am Donnerstag mitteilt. Sie hat vier Leasingfirmen ausgewählt, die infrage kommen, nämlich Alpha Trains, Beacon Rail, Rock Rail und Willow Group. Alle verfügen laut SBB über Erfahrung im Leasing von Zügen und erfüllen die wirtschaftlichen Anforderungen und die Qualitätsstandards.

Im zweiten Quartal 2026 sollen die vier Firmen ihre Angebote einreichen können. Zeitgleich sollen auch die Züge ausgeschrieben werden, heisst es in der Mitteilung weiter. (ehs)

10:21 Uhr

Mittwoch, 5.  November

Swiss-Bodenpersonal erhält mehr Lohn

Das Bodenpersonal der Swiss erhält 2026 mehr Lohn. Das teilt der Kaufmännische Verband Schweiz, einer der an den Verhandlungen beteiligten Sozialpartner, mit. Die Swiss erhöht die Lohnsumme für alle Bodenmitarbeitenden um bis zu 1 Prozent beziehungsweise um mindestens 60 Franken bei einem 100-Prozent-Pensum. Zudem sind individuelle Lohnanpassungen von 0,5 Prozent vorgesehen.

Von der Erhöhung profitieren alle GAV-Bodenmitarbeitenden, die am 31. Dezember 2025 in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis stehen. Der GAV für das Bodenpersonal der Swiss läuft noch bis Ende 2026. (mha)

14:41 Uhr

Dienstag, 4. November

Sunrise lanciert Billigmarke

Der Telekom-Konzern Sunrise hat am Dienstag die neue Mobilfunk-Marke CHmobile lanciert. Diese positioniert sich laut Mitteilung «im preissensitiven Discount-Segment» und verspricht «immer Tiefpreise». Zunächst startet die Marke mit zwei Handy-Abos: Einerseits mit einem Einstiegsangebot für 9.90 Franken pro Monat mit unlimitierten Anrufen und SMS in der Schweiz und 10 Gigabyte Daten im Inland, andererseits mit einem Abo mit unlimitierten Anrufen, SMS und Daten in der Schweiz sowie 3 Gigabyte Daten in Europa, der Türkei, Kanada und den USA für 14.90 Franken pro Monat.

Wie die Nummer 2 im Schweizer Telekom-Markt schreibt, gibt es für die Abos keine Mindestvertragsdauer. Gewährte Rabatte für den Listenpreis würden «für immer» gelten. Allerdings heisst das nicht, dass auch der Preis immer gleich bleibt. Wenn sich nämlich der Grundpreis eines Abos erhöht, kann sich auch der Preis von bereits abgeschlossenen Abos erhöhen, weil nur die Höhe des Rabatts gleichbleibt. (ehs)

14:26 Uhr

Dienstag, 4. November

UBS-Präsident: Schweiz hat eine «Identitätskrise»

Der Verwaltungsratspräsident der UBS, Colm Kelleher, hat die Schweizer Regierung für ihre Bankenregulierung kritisiert, wie die britische «Financial Times» berichtet. Dies sei die jüngste Salve in dem Streit, in dem die UBS sich gegen strengere Kapitalanforderungen wehrt, welche die Schweizer Politik durchsetzen will. Diese sollen als Absicherung dienen gegen das nach der Übernahme des Konkurrenten Credit Suisse grössere volkswirtschaftliche Gewicht der UBS. Kelleher sagt: «Die Schweiz hat eine Identitätskrise hinsichtlich ihrer Rolle in der Welt des Bankwesens.» Kelleher machte die Bemerkungen an einer Podiumsdiskussion am «2025 Global Financial Leaders Investment Summit» in Hongkong.

Wie die «Financial Times» weiter berichtet, kritisierte Kelleher die Schweiz auch sonst scharf und sagte, sie verliere gleich aus zwei Gründen an Attraktivität: aufgrund der Konkurrenz durch Hongkong und Singapur im Bereich Vermögensverwaltung sowie aufgrund der Schäden, die die Pharmaindustrie durch Donald Trumps Handelskrieg und höhere US-Zölle erlitten habe. Trump hat auf Schweizer Exporte in die USA auf Zölle von 39 Prozent bestanden, die höchsten für einen Industriestaat. Kelleher: «Die Schweiz steht hier vor einer Weggabelung.» (chm)

13:47 Uhr

Dienstag, 4. November

Patric Deflorin wird neuer CEO der Axa Schweiz

Der Verwaltungsrat von Axa Schweiz hat Patric Deflorin per 1. Januar 2026 zum neuen CEO ernannt. Das hat der Versicherungskonzern am Dienstag bekannt gegeben. Deflorin folgt auf Fabrizio Petrillo, der das Unternehmen nach 16 Jahren verlässt.

Patric Deflorin amtete zuvor seit April 2025 als Leiter Distribution und Mitglied der Geschäftsleitung bei Axa Schweiz. Davor arbeitete er zwölf Jahre bei der Mobiliar, unter anderem in der Geschäftsleitung als Leiter Versicherungen und als Leiter Markt Management. Vor der Mobiliar war Deflorin in verschiedenen leitenden Positionen für die Zurich Insurance Group tätig.

Der 54-jährige Schweizer spricht alle vier Landessprachen, wie AXA Schweiz weiter mitteilt, hat an der Universität St. Gallen Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Versicherungen und Risikomanagement studiert. Er lebt mit seiner Familie in der Region Zürich. (chm)

13:24 Uhr

Dienstag, 4. November

China teilt im Chip-Streit gegen die Niederlande aus

Im Streit um den niederländischen Chip-Hersteller Nexperia hat China die Regierung in Den Haag erneut scharf kritisiert. Das Handelsministerium in Peking forderte die Niederlande auf, «ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Unternehmens einzustellen» und eine konstruktive Lösung für den Streit zu finden. Trotz wiederholter und «vernünftiger Forderungen» habe Den Haag bislang keine konstruktive Haltung gezeigt.

Hintergrund des Konflikts ist die Entscheidung der niederländischen Regierung vom 30. September, Nexperia wegen Bedenken gegenüber der chinesischen Muttergesellschaft Wingtech unter staatliche Kontrolle zu stellen. Kurz darauf hatte Peking Exportbeschränkungen für bestimmte Nexperia-Chips verhängt, die auch europäische Autohersteller treffen.

Nexperia produziert vor allem Standardchips, die in grossen Stückzahlen in der Autoindustrie und in elektronischen Geräten verwendet werden. Nach Angaben von Branchenverbänden drohen bei anhaltender Blockade Produktionsengpässe auch in Deutschland. Am Freitag hatte Peking angekündigt, unter bestimmten Voraussetzungen wieder Ausnahmen für Nexperia-Exporte zuzulassen. (dpa)

13:12 Uhr

Dienstag, 4. November

Norwegens Staatsfonds will gegen Elon Musks riesiges Aktienpaket stimmen

Der norwegische Öl-Fonds als grösster Staatsfonds der Welt will auf der Tesla-Hauptversammlung in dieser Woche gegen ein riesiges Aktienpaket für Firmenchef Elon Musk stimmen. Man schätze zwar den erheblichen Mehrwert, den Musk mit seiner visionären Rolle geschaffen habe, teilte der Fonds zwei Tage vor der Versammlung mit. Gleichzeitig meldeten die Norweger aber Sorgen unter anderem zur beispiellosen Höhe der vorgeschlagenen Vergütung an.

Das Paket, das am Donnerstag bei der Hauptversammlung zur Abstimmung steht, könnte rund eine Billion Dollar wert sein, sofern der Autobauer in zehn Jahren an der Börse etwa fünfeinhalbmal mehr wert ist als heute. Zu weiteren Voraussetzungen gehört, dass Musk das Jahrzehnt an der Firmenspitze bleibt, Tesla eine Million Robotaxis im Einsatz hat und eine Million KI-Roboter ausliefert.

Tesla selbst hatte Ende Oktober den Druck auf die Aktionäre erhöht, das Aktienpaket für Musk anzunehmen. Werde es nicht bewilligt, könnte Musk die Chefetage verlassen, warnte die Verwaltungsratsvorsitzende Robyn Denholm. (dpa)

10:49 Uhr

Dienstag, 4. November

Geberit beschleunigt das Wachstum

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit aus Rapperswil-Jona hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Umsatz um 2 Prozent auf 2,45 Milliarden Franken gesteigert. Ohne negative Währungseffekte hätten die Verkäufe um 4,4 Prozent zugenommen. Im dritten Quartal hat das Wachstum gegenüber der Vorperiode angezogen.

Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda blieb im Vorjahresvergleich  praktisch stabil bei 753 Millionen Franken. Die operative Marge sank geringfügig auf 30,8 Prozent. Belastet wurde das Ergebnis durch Einmalkosten von 22 Millionen Euro im Zusammenhang mit der beabsichtigten Schliessung eines deutschen Keramikwerks mit 300 Mitarbeitenden.

Geberit führt das Umsatzwachstum auf eine Stabilisierung der Bauindustrie in vielen europäischen Märkten und auf neue Produkte zurück. Rückgänge in der Neubautätigkeit sollten durch ein positives Renovierungsgeschäft ausgeglichen werden, das rund 60 Prozent zu Geberits Umsatz beiträgt.

Zudem wird in Indien und der Golfregion eine starke Nachfrage prognostiziert. In China dagegen dürften die Probleme im Wohnbausektor zu Rückgängen führen. Die Auswirkungen der US-Zölle seien für Geberit «nicht materiell». Dies, weil das Unternehmen in den USA hauptsächlich Produkte verkaufe, die auch lokal hergestellt werden.

Für das ganze Jahr 2025 stellt Geberit ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von rund 4,5 Prozent in Aussicht und eine operative Marge von rund 29 Prozent. Der Konzern beschäftigt in Vollzeitstellen gerechnet gut 11'300 Mitarbeitende. (T.G.)

15:09 Uhr

Montag, 3. November

Fenaco beteiligt sich an Quickline

Die Fenaco-Genossenschaft erwirbt eine Minderheitsbeteiligung am Telekom-Unternehmen Quickline aus Nidau BE. Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, soll damit die digitale Infrastruktur im ländlichen Raum gestärkt werden. Zudem sollen gemeinsame Entwicklungspotenziale genutzt werden.

Über den Kaupfreis wurde Stillschweigen vereinbart. Quickline bietet etwa Internet- und Fernsehabos auf Kabel- und Glasfasernetzen an, ist aber auch im Energiegeschäft mit Smart-Meter-Lösungen tätig. Fenaco wiederum ist im Handel mit Lebensmitteln und Alltagsgütern mit Marken wie Landi und Volg, aber auch im Tankstellen-Geschäft mit der Marke Agrola aktiv. (ehs)

12:00 Uhr

Montag, 3. November

Konsumentenpreise fallen im Oktober

Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) sei im Oktober 2025 im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent gefallen. Das meldet das Bundesamt für Statistik. Damit habe der Index den Stand von 107,2 Punkten erreicht, was eine Inflation von total 7,2 Prozent im Vergleich zum Dezember 2020 bedeutet. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat habe die Teuerung plus 0,1 Prozent betragen.

Der Rückgang um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, wie das BfS weiter schreibt. Unter anderem seien die Preise in der Hotellerie und für Pauschalreisen ins Ausland gefallen. Ebenfalls gesunken sind die Preise für die Miete von privaten Verkehrsmitteln. Demgegenüber seien die Preise für Bekleidung und Schuhe gestiegen, ebenso wie jene für Unterhalt und Hauswartung. (nav)

10:28 Uhr

Montag, 3. November

Aevis Victoria steigert Umsatz

Das Beteiligungsunternehmen Aevis Victoria, das verschiedene Hotels und die Privatspital-Gruppe Swiss Medical Network betreibt, hat den Umsatz gesteigert. In den ersten neun Monaten erzielte der Konzern einen konsolidierten Bruttoumsatz von 899,2 Millionen Franken gegenüber 761,0 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Wachstum von 18,2 Prozent. Der Nettoumsatz belief sich auf 789,9 Millionen Franken, 18,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Das bereinigte organische Wachstum betrug 1,5 Prozent.

Das Swiss Medical Network mit seinen 21 Spitälern erzielte einen um 21,5 Prozent höheren Umsatz von 722,6 Millionen Franken. Dies ist aber auf die Expansion des ambulanten Netzwerkes sowie auf die vollständige Integration des Spitals Zofingen und mehrerer Arztpraxen zurückzuführen. Das bereinigte organische Wachstum lag bei 3,3 Prozent.

Die Hospitality-Grupppe erzielte einen Bruttoumsatz von 157,4 Millionen Franken, 3,8 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten des Jahres 2024. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, prüfe Aevis Victoria derzeit «verschiedene strategische Optionen für ihre Tochtergesellschaften». Dazu gehöre insbesondere das  Swiss Medical Network. Dort erwäge Aevis den Eintritt neuer strategischer Aktionäre und wolle ihre Beteiligung reduzieren, «um die Unabhängigkeit der integrierten Schweizer Gesundheitsgruppe zu stärken». (ehs)

08:53 Uhr

Montag, 3. November

Pensionskassen gut unterwegs

Die Marktbedingungen für hiesige Pensionskassen haben sich im dritten Quartal deutlich verbessert. Das teilt die Zürcher Kantonalbank (ZKB) am Montag mit. Die Renditen entwickelten sich demnach positiv. Im dritten Quartal sei ein «solider Renditezuwachs» von durchschnittlich 2,5 Prozent erzielt worden. Das liege auch an nachlassender Volatilität. Zudem hätten sich die im Vorquartal aufflammenden Sorgen rund um eine Handelskrise mit Rezession und Inflation verflüchtigt.

Die geschätzten Deckungsgrade hätten sich ebenfalls verbessert und das Niveau von Anfang Jahr übertroffen. Der geschätzte Deckungsgrad der privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtungen stieg laut ZKB im Schnitt auf 117,5 Prozent. Für die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung resultierte per 30. September ein Deckungsgrad von 111,9 Prozent, für die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Teilkapitalisierung einer von 90 Prozent. US-Importzölle hätten sich weniger negativ ausgewirkt als befürchtet, ein «verhaltener Optimismus» dominiere die Marktstimmung. (ehs)

08:55 Uhr

Sonntag, 2. November

Trump will UBS offenbar in die USA holen

Die «New York Post» spekuliert erneut über einen möglichen Wegzug der UBS aus der Schweiz. Laut dem Bericht werde es jetzt konkret: Die Grossbank prüfe, ihren Hauptsitz in die USA zu verlegen. Die Trump-Regierung werbe aktiv um den Konzern. Offiziell gebe sich die UBS zurückhaltend, intern aber werde ein Umzug laut Quellen der Zeitung vorbereitet, die Trump nahesteht. Hintergrund seien hohe Kapitalanforderungen und die Belastungen durch die Credit-Suisse-Übernahme. Die «Post» hat zu ihrer Geschichte sogar ein Video produziert, das den symbolischen Abschied der UBS aus Zürich filmisch darstellt. (pmü)

15:33 Uhr

Freitag, 31. Oktober

Coop: Wechsel auf der Teppichetage

Der grosse Umbau im Schweizer Detailhandel findet derzeit am Zürcher Limmatplatz statt - bei der Migros. Doch auch beim Konkurrent in Basel werden die Weichen neu gestellt, zumindest auf der Teppichetage. Denn wie die Supermarkt-Gruppe bekannt gibt, wurde Daniel Hintermann zum neuen Leiter der Direktion Trading gewählt. Er wird damit Nachfolger von Daniel Stucker.

Stucker werde «nach einer umfassenden Einführung seines Nachfolgers» per Juni 2026 noch ein Jahr lang strategische Projekte leiten und sich dann pensionieren lassen. In der Trading-Abteilung sind die Coop-Fachformate zusammengefasst, ausserhalb des Supermarkt-Geschäfts. Dazu gehören die Geschäfte der Baumarktkette Jumbo, des Warenhauses Coop City, des Möbelhändlers Livique, Import Parfumerie und Interdiscount.

Stuckers Nachfolger, Daniel Hintermann, leitet heute die Direktion Logistik und Produktion. Diese Position wird künftig von Philipp Wegmüller übernommen, der heutige Vorsitzende der Coop-Transporttochter Railcare. (bwe)

15:05 Uhr

Freitag, 31. Oktober

Züge nach Stuttgart: SBB ziehen Notbremse

Die stündlichen Intercity-Züge auf der Strecke zwischen Stuttgart und Zürich sind seit einigen Monaten oft verspätet. Die Situation hat sich mit dem Wechsel auf anderes Rollmaterial der Deutschen Bahn (DB) noch verschlimmert. Darunter leiden auch Pendler zwischen Schaffhausen und Zürich, weil der Halbstundentakt auf dieser Strecke wegen der vielen Verspätungen der Züge aus Deutschland oft nicht mehr angeboten werden kann. Der Kanton Schaffhausen fordert deshalb, dass die Züge nicht mehr durchgehend verkehren, so dass sie wenigstens auf dem Schweizer Abschnitt pünktlich verkehren können.

Die SBB und DB kommen dieser Forderung nun teilweise nach. Wie die SBB am Freitag mitteilen, verkehrt ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember nur noch jeder zweite Zug von Stuttgart nach Zürich durchgehend. Die restlichen Züge verkehren nur bis Singen. Von dort fährt planmässig ein Zug der Deutschen Bahn nach Zürich. Zudem soll ab Schaffhausen künftig ein Ersatzzug der SBB verkehren, wenn die weiterhin verkehrenden durchgehenden Züge in den anderen Stunden aus Stuttgart zu stark verspätet sind. In der Gegenrichtung sollen die Züge weiterhin jede Stunde durchgehend von Zürich nach Stuttgart fahren.

Mit dieser Massnahme soll laut der Mitteilung sichergestellt werden, dass für die Reisenden in der Schweiz zusammen mit dem Regioexpress jede halbe Stunde pünktlich ein Zug von Schaffhausen in Richtung Zürich verkehrt. Sie gilt zunächst bis Mitte Juni 2026. Parallel dazu arbeiten beide Bahnen an einer «langfristigen Stabilisierung» der Verbindung. (ehs)

15:01 Uhr

Freitag, 31. Oktober

Klage gegen Nespresso eingereicht

Dass der Kaffeegenuss in Kapsel-Portionen nicht die nachhaltigste aller Varianten ist, weiss auch Nestlé. Deshalb hat der Nahrungsmittelmulti vor einigen Jahren eine ökologischere Variante seiner klassischen Nespresso-Kapseln lanciert - ohne Aluminium-Hülle, sondern auf Papierbasis. Einmal benutzt, sollen sie zu Hause komposierbar sein, verspricht Nestlé.

Doch nun ist der Nestlé-Chef Philipp Navratil, der vor seiner CEO-Ernennung das Nespresso-Geschäft leitete, mit einer Klage konfrontiert. Dabei geht es laut der «Lebensmittelzeitung» um die Frage: Verletzt Nespresso mit seinen neuen Kapseln das Patent der holländischen Firma Ox Barrier? Diese hat die Nestlé-Tochter am Landgericht München deswegen verklagt. Nespresso weist die Vorwürfe von sich. (bwe)

12:33 Uhr

Donnerstag, 30. Oktober

Nachtzug nach Malmö startet am 15. April

Die SBB haben am Donnerstag neue Details zum Nachtzug von Basel nach Malmö in Schweden bekanntgegeben. Dieser fährt demnach am 15. April 2026 zum ersten Mal. Er wird ganzjährig jeweils dreimal pro Woche und Richtung verkehren. Abfahrt in Basel ist jeweils mittwochs, freitags und sonntags um 17.35 Uhr mit Ankunft in Malmö um 9.35 Uhr. Die Rückreise findet jeweils donnerstags, samstags und montags statt mit Abfahrt in Malmö um 18.57 Uhr und Ankunft in Basel um 11.30 Uhr.

Der Nachtzug bietet laut der Mitteilung in Schlaf-, Liege- und Sitzwagen rund 350 Reisenden Platz. Zwischen Basel und Padborg ist ein Bistro im Einsatz. Der Zug hält unterwegs unter anderem in Freiburg im Breisgau, Karlsruhe, Frankfurt, Hamburg und am Flughafen Kopenhagen, wo in die S-Bahn in die dänische Hauptstadt umgestiegen werden kann. Der Vorverkauf für Tickets beginnt am 4. November.

Nachtzüge sind zwar beliebt, aber selten rentabel. Die Lancierung des Zugs verdankt die SBB der finanziellen Unterstützung, die der Bund im Rahmen des CO2-Gesetzes spricht. Bis 2030 soll der Nachtzug nach Schweden mit 47 Millionen Franken gefördert werden. Dieser Betrag muss allerdings noch vom Parlament freigegeben werden. Ohne dessen Zustimmung könnte der Nachtzug nicht verkehren, so die SBB. (ehs)

11:16 Uhr

Donnerstag, 30. Oktober

Preise von Wohneigentum im 3. Quartal 2025 um 5,2 Prozent höher als im Vorjahr

Der Schweizerische Wohnimmobilienpreisindex ist im 3. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent gestiegen. Gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr betrug die Teuerung 5,2 Prozent. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Damit zeigt der Index eine Preissteigerung von 24,3 Prozent an im Vergleich zum vierten Quartal 2019. Innerhalb von nicht ganz 5 Jahren sind die Preise also um beinahe 25 Prozent gestiegen. Wie das BfS weiter berichtet, seien im 3. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal schweizweit gesehen sowohl die Preise der Einfamilienhäuser (+1,5%) wie auch diejenigen der Eigentumswohnungen (+0,1%) angestiegen. (nav)

08:42 Uhr

Donnerstag, 30. Oktober

US-Airlines spenden Essen an Flughafen-Personal

Mehrere US-Fluggesellschaften haben laut Medienberichten kostenlos Essen an Flughafenmitarbeitende ausgegeben, die wegen des andauernden Shutdowns unbezahlt arbeiten müssen. Unter anderem hätten die Airlines United, Delta und Jetblue an ausgewählten Flughäfen Mahlzeiten für Betroffene organisiert, berichteten der US-Sender CBS News und das Magazin «People» unter Berufung auf die jeweiligen Unternehmen.

Nach Jetblue-Angaben sollen mit der Aktion Angestellte der US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA, Zoll- und Grenzschutzbeamte sowie das Personal der US-Luftfahrtbehörde FAA unterstützt werden. United verwies darauf, dass an den Drehkreuzen wie Chicago, Los Angeles, San Francisco und Washington Mahlzeiten an Flughafenmitarbeiter ausgegeben wurden.

Wegen der aktuellen Haushaltssperre in den USA wurden viele Mitarbeiter zwangsbeurlaubt oder arbeiten zunächst unbezahlt weiter. Am Dienstag hatten den Berichten zufolge viele Angestellte des Bundes wegen des seit rund vier Wochen andauernden Shutdowns einen ersten Gehaltsausfall.

Grund für den Shutdown ist der Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern im Kongress, weswegen nach wie vor kein Etat für die Finanzierung von staatlichen Behörden und Institutionen steht. (dpa)

08:00 Uhr

Donnerstag, 30. Oktober

Die Migros erhöht die Löhne

Die Migros-Gruppe und ihre Sozialpartner haben sich für 2026 auf eine Erhöhung der Lohnsumme um 0,3 bis 0,4 % geeinigt, wie der Detailhändler in einer Mitteilung bekannt gibt. Diese Erhöhung liege deutlich über der erwarteten Teuerung von 0,2 Prozent. Zudem würden alle Mitarbeitenden zum 100-Jahr-Jubiläum des Unternehmens eine Migros-Geschenkkarte im Wert von 300 Franken erhalten. Dafür stelle die Migros zusätzlich rund 20 Millionen Franken bereit.

Vor einer Woche stellte bereits Konkurrent Coop ebenfalls höhere Saläre für das Personal in Aussicht, nachdem er sich mit seinen Sozialpartnern den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die nächsten fünf Jahre erneuert hatte. Dieser beinhaltet beispielsweise höhere Mindest- und Referenzlöhne von 100 Franken und einen längeren Vaterschaftsurlaub. Im Rahmen der Lohnrunde erhöht die Genossenschaft zudem die Lohnsumme für das kommende Jahr um 1 Prozent. (bwe)

07:51 Uhr

Donnerstag, 30. Oktober

Sandoz rechnet mit mehr Marge

Der Basler Generikahersteller Sandoz verkaufte in den vergangenen neun Monaten Medikamente im Wert von 8,05 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 5 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Den Grossteil des Umsatzes erzielte Sandoz mit Generika. Doch das Geschäft mit sogenannten Biosimilars, also biologisch hergestellten Kopien von Originalmedikamenten, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Erstmals betrug der Anteil am Umsatz im dritten Quartal 30 Prozent. Diese Präparate sind insbesondere interessant, weil sie eine höhere Marge abwerfen als klassische Generika. Sandoz blickt dementsprechend positiv in die Zukunft. Das Margenziel für das Gesamtjahr erhöht der Konzern leicht auf 21 bis 22 Prozent. Bei den Verkäufen geht Sandoz nach wie vor von einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus.

Während Generika von den US-Zöllen ausgenommen sind, spürt Sandoz dennoch bestimmte Auswirkungen. Da die Trump-Regierung chinesische Wirkstoffhersteller mit Zöllen belegt hat, versuchen diese Firmen nun, ihre Produkte in Europa zu Tiefstpreisen abzusetzen. Dabei geht es etwa um 6-APA, die Grundzutat für das kritische Antibiotikum Penicillin. Sandoz produziert im österreichischen Kundl als eine der letzten Firmen in Europa Penicillin vom Wirkstoff bis zur Pille. Es verkauft zudem den Wirkstoff an andere Hersteller und spürt deshalb die chinesischen Dumpingpreise unmittelbar.

Der Generikariese zeigt sich immerhin «erfreut», dass nun die bedeutenden Abhängigkeiten und die Preisverzerrung durch chinesische Anbieter vermehrt diskutiert werden. Es brauche aber noch mehr Massnahmen der Europäischen Union, um die geopolitischen Abhängigkeiten zu verringern. Sprich: Die EU soll die Penicillin-Produktion in Europa attraktiver gestalten. (mpa)

23:07 Uhr

Mittwoch, 29. Oktober

Microsoft steigert Umsatz und Gewinn erneut kräftig

Microsoft bleibt dank einer weiter hohen Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste auf rasantem Wachstumskurs. Von Juli bis Ende September stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 77,7 Milliarden Dollar (67 Mrd Euro).

Unterm Strich legte der Gewinn mit knapp 28 Milliarden Dollar um rund zwölf Prozent zu. Die in diesem Jahr gut gelaufene Aktie des Unternehmens gab nachbörslich in einer ersten Reaktion um bis zu fast fünf Prozent nach. Rund eine halbe Stunde nach der Mitteilung reduzierte das Papier das Minus auf zwei Prozent.

Microsoft gehört gemeinsam mit Apple nach Nvidia zu den weltweit wertvollsten Unternehmen. Apple und Microsoft kommen derzeit auf einen Börsenwert von rund vier Billionen Dollar und haben damit aktuell einen Rückstand von rund einer Billion auf Nvidia, den Hauptprofiteur des KI-Booms an den Finanzmärkten. Der Chiphersteller übersprang am Mittwoch als erstes Unternehmen die Schwelle von fünf Billionen Dollar bei der Marktkapitalisierung. (dpa)

14:45 Uhr

Mittwoch, 29. Oktober

Nvidia als erste Firma mehr als fünf Billionen Dollar wert

Der Chipkonzern Nvidia hat als erstes Unternehmen die Marke von fünf Billionen Dollar beim Börsenwert geknackt. Die Nvidia-Aktie ist auf einem Höhenflug, weil das Unternehmen eine Schlüsselrolle im aktuellen Boom rund um Künstliche Intelligenz spielt. In den ersten Handelsminuten stieg der Kurs zeitweise um gut 4,5 Prozent auf über 210 Dollar. Die vorherige Billionen-Marke hatte Nvidia erst Anfang Juli durchbrochen.

Nvidias Chip-Systeme werden rund um die Welt für das Training von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz verwendet. Schwergewichte wie Google oder der Facebook-Konzern Meta füllen damit ganze Rechenzentren, aber auch KI-Start-ups wie die ChatGPT-Erfinderfirma OpenAI sind Nvidia-Kunden. Diese Schlüsselposition liess das Geschäft von Nvidia in den vergangenen zwei Jahren explosiv wachsen. Anleger setzen darauf, dass Nvidia diese dominierende Rolle gegen Rivalen verteidigen kann.

Mit dem Börsen-Rekord festigt Nvidia den Status als wertvollstes Unternehmen mit weitem Abstand zu anderen Tech-Konzernen. Der Software-Riese Microsoft und Apple liegen aktuell bei rund vier Billionen Dollar. (dpa)

08:59 Uhr

Mittwoch, 29. Oktober

UBS legt im 3. Quartal zu

Die Grossbank UBS hat die ihren Gewinn im dritten Quartal stark steigern können und damit auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Von Juli bis September erwirtschaftete die UBS einen Gewinn von 2,48 Milliarden US-Dollar - ein Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dazu beigetragen hat die Auflösung von Rückstellungen für Rechtsfälle in der Höhe von 668 Millionen Dollar. Vor Steuern verdiente die UBS 2,83 Milliarden Dollar. Dies entspricht einem Plus von 47 Prozent.

Zudem vermeldet die Grossbank Fortschritte bei der Integration der Credit Suisse. Zwei Drittel der CS-Konten seien inzwischen in die UBS überführt worden, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. (bwe)

10:57 Uhr

Dienstag, 28. Oktober

Stadler liefert weitere Stadtbahnen für Salt Lake City

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler liefert 20 weitere Citylink-Stadtbahnen an die Utah Transit Authority (UTA). Diese sind für den Betrieb in und um Salt Lake City vorgesehen. In der Metropole des US-Staats Utah steht auch Stadlers amerikanisches Werk, in dem die Stadtbahnen produziert werden.

Mit der Bestellung löst die UTA eine Option aus der Grundbestellung vom Herbst 2024 ein. Damals hatte die UTA bei Stadler eine erste Tranche von 20 Stadtbahnen im Wert von 129 Millionen Dollar geordert. Nach der Einlösung der ersten Option bestehen nun noch Optionen auf 40 weitere Fahrzeuge.

Stadler hat die Niederlassung in den USA 2016 gegründet. Mittlerweile beschäftigt das Werk über 600 Mitarbeitende. Es ist kürzlich erweitert worden, und seit einem Monat werden dort auch Wagenkasten aus Aluminium geschweisst statt aus Europa importiert. Bis Ende 2026 sollen zusätzliche 20 Stellen für Schweisser geschaffen werden.

Stadlers lokale Wertschöpfung in den USA steigt damit auf 80 Prozent. Die übrigen 20 Prozent stammen grossteils aus der EU, deren Zulieferungen mit 15 Prozent verzollt werden müssen. Der Anteil der Komponenten aus der Schweiz, die mit Strafzöllen von 39 Prozent belegt sind, soll weiter reduziert werden.

In den USA unterliegt Stadler zudem dem Buy America Act. Dieser verpflichtet das Unternehmen, mindestens 70 Prozent der Wertschöpfung nachweislich in den USA zu erbringen, wenn US-Steuergelder für die Finanzierung verwendet werden. (T.G.)

08:10 Uhr

Dienstag, 28. Oktober

Novartis steigert Umsatz und Gewinn

Der Basler Pharmakonzern Novartis konnte im dritten Quartal dieses Jahres seinen Umsatz um sieben Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar steigern. Daraus zog Novartis einen Gewinn von 3,9 Milliarden Dollar (+ 29 Prozent). Dafür verantwortlich waren gefragte Medikamente wie Kisquali (Brustkrebs), Kesimpta (Multiple Sklerose) oder Pluvicto (Prostatakrebs). Damit konnte Novartis die Konkurrenz durch Generika – insbesondere bei seinem Kassenschlager, dem Herzmedikament Entresto – wettmachen. In den ersten neun Monaten des Jahres lag der Erlös bei 41,1 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 11 Prozent. Der Reingewinn lag bei 11,5 Milliarden Dollar (+27 Prozent).

Novartis-Chef Vas Narasimhan betont, man sei auf bestem Weg, die Prognose für 2025 wie auch mittelfristig zu erfüllen. Dazu trügen nicht nur neue Produktkandidaten mit hohem Potenzial bei. «Ausserdem haben wir im dritten Quartal mehrere Transaktionen abgeschlossen, die unsere Pipeline in therapeutischen Kernbereichen weiter stärken werden.» Novartis rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Das operative Kernergebnis soll im niedrigen Zehnerbereich wachsen. (mpa)

18:23 Uhr

Sonntag, 26. Oktober

Novartis übernimmt Avidity Biosciences für 12 Milliarden US-Dollar

Novartis hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Avidity Biosciences abgeschlossen, wie der Schweizer Pharmakonzern mitteilte. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden und beläuft sich auf 12 Milliarden US-Dollar in bar. Avidity, ein Unternehmen mit Sitz in San Diego, ist auf RNA-Therapeutika spezialisiert, die auf neuromuskuläre Erkrankungen abzielen.

Die Transaktion soll die erwartete jährliche Wachstumsrate des Umsatzes von Novartis im Zeitraum 2024–2029 von 5 auf 6 Prozent erhöhen. Vor dem Abschluss der Transaktion wird Avidity seine Präzisionskardiologie-Programme in ein neues Unternehmen, SpinCo, ausgliedern.

Novartis-CEO Vas Narasimhan betonte die Bedeutung von Avidity für die Bereitstellung innovativer Therapien. Die Übernahme steht unter Vorbehalt der Zustimmung der Avidity-Aktionäre und der behördlichen Genehmigungen.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, trägt der Deal zu einer Welle von Fusionen und Übernahmen im Bereich Biotechnologie bei. Grosse Pharmaunternehmen würden kleinere Arzneimittelhersteller mit innovativen Technologien aufkaufen. Dies mit der Absicht, ihren Umsatz zu steigern. Ihre älteren Medikamente würden ihren Patentschutz verlieren.

Der Deal ist der zweite für Novartis innerhalb weniger Monate, wie Bloomberg weiter berichtet. Der Schweizer Pharmagigant vereinbarte im September den Kauf von Tourmaline Bio im Wert von rund 1,4 Milliarden Dollar. (nav/phh)

08:34 Uhr

Samstag, 25. Oktober

Erster Passagierflug: Swiss-A350 ist nach Mallorca gestartet

Samstagmorgen um 07:11 Uhr ist der erste Airbus A350 von Swiss erstmals mit Passagieren an Bord abgehoben. Der Flug LX2152 führt von Zürich nach Palma de Mallorca. An Bord sind 233 Gäste, welche die komplett neue «Swiss Senses»-Langstreckenkabine erleben. In den kommenden Wochen kommt der A350 im Rahmen seiner Einführungsphase auf ausgewählten Europarouten zum Einsatz, unter anderem nach Prag, Hannover, Düsseldorf, Málaga und Palma de Mallorca, so dass die Pilotinnen und Piloten ihre Umschulung möglichst effizient absolvieren können. Mit dem ersten Passagierflug des Airbus A350 «Lausanne» startet SWISS offiziell in eine neue Ära.

Der nächste Meilenstein folgt voraussichtlich am 20. November mit dem ersten Langstreckenflug des A350 von Zürich nach Boston.

Der Airbus A350 gilt als modernstes Langstreckenflugzeug der Welt. Dank sparsamer Triebwerke und verbesserter Aerodynamik verbraucht er gegenüber Vorgängermodellen rund einen Viertel weniger Treibstoff und stösst entsprechend weniger CO₂ aus. Er ist rund um die Hälfte leiser und besteht aus einem Material, das belastbarer ist als herkömmliches Aluminium. Dies ermöglicht während des Flugs eine niedrigere Kabinendruckhöhe und höhere Luftfeuchtigkeit, was den Reisekomfort für die Passagiere spürbar steigert. Bis 2031 sollen neun weitere A350 zur SWISS-Flotte stossen. (has)

15:12 Uhr

Freitag, 24. Oktober

Flughafen Zürich: Mehr als eine halbe Tonne Drogen sichergestellt

Die Kantonspolizei Zürich hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) im dritten Quartal am Flughafen Zürich über 530 Kilogramm Betäubungsmittel sichergestellt sowie mehrere Personen verhaftet.

Insgesamt stellten die Kontrollorgane 437 Kilogramm Marihuana, 42 Kilogramm Khat, 24 Kilogramm Kokain, 19 Kilogramm Heroin und über zwölf Kilogramm des pflanzenbasierten Halluzinogens Ayahuasca sicher. Die Abflugorte der Schmugglerinnen und Schmuggler verteilten sich auf mehrere Länder rund um den Globus. Neun Personen nutzten den Flughafen Zürich als Transitflughafen, zwölf weitere reisten über diesen in die Schweiz ein. Die 21 festgenommenen Personen stammen aus 13 verschiedenen Nationen aus der ganzen Welt. Es handelt sich um sechs Frauen und 15 Männer im Alter zwischen 18 und 67 Jahren.

Die Betäubungsmittel wurden überwiegend im Reisegepäck transportiert. Eine Person transportierte Kokain in sogenannten Fingerlingen im Magen-Darm-Trakt. (pd)

16:35 Uhr

Donnerstag, 23. Oktober

Airbus, Leonardo und Thales wollen Raumfahrtgeschäft bündeln

Die europäischen Konzerne Airbus, Leonardo und Thales wollen ihre Raumfahrtsparten in einem neuen Unternehmen zusammenführen. Die Bündelung der Geschäfte mit Satelliten und Raumfahrtsystemen solle die Autonomie Europas rund um wichtige Infrastruktur wie Telekommunikation, Navigation, Erdbeobachtung, Wissenschaft und nationale Sicherheit stärken, teilten die drei Unternehmen nach dem Abschluss einer entsprechenden Absichtserklärung mit. Die neue Gesellschaft solle den Regierungen auch als Partner für neue nationale Raumfahrtprogramme dienen und 2027 an den Start gehen.

Das Unternehmen wird den Angaben zufolge europaweit rund 25000 Menschen beschäftigen. Der rechnerische Jahresumsatz wurde nach vorläufigen Zahlen der drei Partner für 2024 mit 6,5 Milliarden Euro angegeben. Airbus soll 35 Prozent an dem Unternehmen halten, Leonardo und Thales jeweils 32,5 Prozent.

Airbus-Chef Guillaume Faury, Leonardo-Lenker Roberto Cingolani und Thales-Chef Patrice Caine schrieben in einer gemeinsamen Erklärung: «All dies dient dem Ziel, Europas Autonomie im strategisch wichtigen Raumfahrtsektor mit seinen zahlreichen Anwendungen sicherzustellen.»

Der frühere Chef der Europäischen Weltraumagentur (ESA), Johann-Dietrich Wörner, reagierte verhalten auf die Ankündigung der drei Konzerne. «Zwar habe ich immer gesagt, die sogenannte Newspace - also die Öffnung der Raumfahrt nicht nur für Länder, sondern auch für Unternehmen - sei nicht nur für kleine Startups relevant», sagte Wörner der Deutschen Presse-Agentur. «Aber die großen Player müssen erst noch beweisen, sich kommerziell, flexibel, agil aufzustellen.»

Mit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump als Präsident der USA ist europäischen Regierungen klargeworden, dass sie sich bei der Verteidigung nicht mehr so stark auf die USA verlassen sollten. Im März legte die EU-Kommission einen Plan vor, der fast 800 Milliarden Euro für Verteidigung mobilisieren könnte. (dpa)

16:35 Uhr

Donnerstag, 23. Oktober

Ölpreise steigen - US-Sanktionen für russische Ölfirmen

Die Ölpreise sind nach den US-Sanktionen gegen russische Ölkonzerne spürbar angezogen. Erstmals in der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump hatte die US-Regierung am Mittwochabend neue Sanktionen direkt gegen Russland verhängt. Zudem wird darauf spekuliert, dass Indien und möglicherweise auch China auf Druck der USA auf russisches Rohöl verzichten.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Vormittag 65,98 US-Dollar. Das waren 3,39 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 3,36 Dollar auf 61,85 Dollar. Bereits am Mittwochabend hatten die Ölpreise zugelegt.

Die US-Sanktionen richten sich gegen den russischen Staatskonzern Rosneft - geführt von Igor Setschin, einem engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin - und Lukoil. Ausserdem seien Tochterunternehmen betroffen.

Bereits am Mittwoch kursierten erste Berichte und Spekulationen über ein Handelsabkommen zwischen Indien und den USA, laut dem das asiatische Land seine Importe von russischem Rohöl schrittweise reduziert. Dies liess die Ölpreise bereits ansteigen.

Der US-Präsident sagte zudem, er plane, bei einem für nächste Woche in Südkorea geplanten Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über den Kauf von russischem Öl durch China zu sprechen. China und Indien sind die wichtigsten Rohölkäufer.

Die Wirksamkeit der US-Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil hängt nach Einschätzung des Wissenschaftlers Janis Kluge von der Durchsetzung bei den Ölimporteuren Indien und China ab. Politisch sei es ein grosser Schritt, dass Präsident Donald Trump erstmals Strafmassnahmen gegen Russland verhängt habe, sagte der Experte von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. (dpa)

13:30 Uhr

Donnerstag, 23. Oktober

Bei jedem zweiten Immobilien-Neukauf sind Vorsorgegelder im Spiel

Der Immobilienberater Money Park hat knapp 7500 Immobilienkäufe aus den letzten fünf Jahren analysiert und dabei festgestellt: bei jedem zweiten Kauf sind Gelder aus der Pensionskasse im Spiel. Genau seien es 48 Prozent der Neukäuferinnen und Neukäufer, welche für den Erwerb eines Eigenheims auf ihr Pensionskassen-Guthaben zurückgreifen. Rund 30 Prozent müsse zumindest einen Teil der eingesetzten Pensionskassen-Guthaben beziehen, während weitere 18 Prozent auf eine Verpfändung setzen.

Durchschnittlich würden 115'000 Franken aus der Pensionskasse vorbezogen und ins Eigenheim investiert, wie Money Park weiter schreibt. Das mache durchschnittlich knapp 70 Prozent der 2. Säule aus und hinterlasse eine Rentenlücke von monatlich 500 Franken. Diese Lücke könne im Alter die Tragbarkeit der Hypothek gefährden. (nav)

12:05 Uhr

Donnerstag, 23. Oktober

Nationalbank eröffnet Geldmuseum

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und das Bernische Historische Museum eröffnen 2026 zusammen ein Besuchszentrum zum Thema Geld mit Namen «Moneyverse». Das neue Zentrum werde am 10. April 2026 in Bern seine Türen öffnen, wie die SNB am Donnerstag bekannt gegeben hat. Es soll laut SNB ein Erlebnis- und Lernort zum Thema Geld werden. Als Standort wurde das Kaiserhaus Bern gewählt, das seit 2018 im Einklang mit dem Denkmalschutz saniert und modernisiert werde.

Für die Konzeption und Realisierung des Moneyverse sei die SNB eine strategische Partnerschaft mit dem Bernischen Historischen Museum eingegangen und habe dieses mit der Kuration, Vermittlung und Betriebsführung beauftragt. Das Moneyverse soll laut SNB einen Beitrag zur ökonomischen Allgemeinbildung leisten, relevante Themen rund um das Phänomen Geld aufgreifen und Einblicke in das Wirken der SNB geben. In vier sogenannten Geldwelten werde das Thema aus verschiedenen Perspektiven betrachtet: historisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und persönlich. (nav)

09:28 Uhr

Donnerstag, 23. Oktober

Bei Kühne+Nagel fallen bis zu 1500 Jobs weg

Der Logistikkonzern Kühne+Nagel muss den Gürtel enger schnallen. Man habe ein konzernweites Kostensenkungsprogramm eingeleitet, mit dem jährliche Einsparungen von über 200 Millionen Franken erzielt werden sollen, teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Schindellegi SZ mit. Teil der Massnahmen ist ein Abbau von 1000 bis 1500 Vollzeitstellen von aktuell weltweit 85'000. Wo genau die Jobs wegfallen, sagte ein Sprecher nicht. Die Produktivität soll durch Prozessoptimierungen in zentralen Funktionen und den Märkten sowie durch den verstärkten Einsatz von Automatisierung und Shared-Service-Centern gesteigert werden, heisst es.

Kühne+Nagel begründet das Sparprogramm mit einem schwierigen Marktumfeld mit Überkapazitäten und Margendruck. «Schwierige externe Faktoren zwingen uns, unsere Effizienz und die Performancekultur nachhaltig und langfristig zu steigern. Mit der Einleitung gruppenweiter Kostensenkungsmassnahmen erhöhen wir die Schlagzahl im Unternehmen nun deutlich», so Konzernchef Stefan Paul. (mim)

17:05 Uhr

Mittwoch, 22. Oktober

Stadler rüstet Waadtländer Zahnradbahnstrecke aus

Nach dem Auftrag über acht neue Zahnradbahnen für die Strecke Montreux–Les Rochers-de-Naye rüstet der Bahnbauer Stadler diese nun auch mit dem Signalsystem Nova Pro aus. Das Projekt umfasst die Ausrüstung der elf Kilometer langen eingleisigen Strecke, und das System wird von Stadler sowohl in den neuen Zügen als auch in den Dienstlokomotiven installiert.

Das CBTC-Signalsystem Nova Pro übernimmt die Zugsicherungsfunktionen, steuert, überwacht und koordiniert den Zugverkehr und übernimmt Automatisierungsaufgaben. Für Stadler ist es der zweite Auftrag für Nova Pro in der Schweiz auf einer Zahnradbahnstrecke. Der erste Auftrag war jener für die Appenzeller Bahnen zur Modernisierung der Ostschweizer Bergbahn Rheineck–Walzenhausen. (T.G.)

10:49 Uhr

Mittwoch, 22. Oktober

WEF reagiert auf CH Media-Enthüllung

US-Präsident Donald Trump hat dem Weltwirtschaftsforum (WEF) für Januar 2026 seine persönliche Teilnahme angekündigt – und das, obwohl noch gar keine Einladung ausgesprochen worden war. Das hat CH Media aus verlässlichen Quellen in Erfahrung gebracht und am Mittwoch berichtet. Die Meldung wurde von diversen anderen Medien schnell aufgegriffen.

Das WEF reagierte auf den Artikel und beeilte sich zu betonen, Trump komme nicht ohne Einladung: Er sei bei seinem Videoauftritt im letzten Januar von WEF-CEO Børge Brende mündlich zum nächsten Forum eingeladen worden.

Das stimmt, aber es war bisher üblich, dass eine formelle Einladung erfolgt – diese überbrachte WEF-Gründer Klaus Schwab teils persönlich, teils durch ein Telefonat, verbunden mit einem Schreiben. Diesmal war es anders, wie eine hochrangige Quelle im WEF bestätigt. Trump liess das WEF wissen, er werde nach Davos kommen, bevor die formelle Einladung vorlag.

Das WEF betont jetzt offiziell, Trump sei eingeladen. Man will offenbar den Eindruck vermeiden, man freue sich nicht über Trumps Ankündigung – und fürchtet wohl auch ein wenig, dass dieser eingeschnappt sein könnte, wenn er von den Schlagzeilen in der Schweiz erfährt. (pmü)

13:12 Uhr

Dienstag, 21. Oktober

Coop erhöht Mindestlöhne

Der Detailhändler hat mit den Sozialpartnern einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ausgehandelt. Der GAV gilt ab 1. Januar 2026 und beinhaltet Anpassungen bei den Löhnen. Der Mindestlohn liegt künftig bei 4300 Franken, der Referenzlohn nach zweijähriger Grundbildung bei 4400 Franken. Der Referenzlohn nach dreijähriger, respektive vierjähriger Grundbildung wird auf 4500, respektive 4700 Franken erhöht. Ebenso wird der Vaterschaftsurlaub auf 20 Tage verlängert. Gleichzeitig stellt Coop für die Lohnrunde nächstes Jahr ein Prozent der Lohnsumme bereit. Darin sind die Erhöhungen der Mindest- und Referenzlöhne im Rahmen des neuen Gesamtarbeitsvertrags eingeschlossen. (mpa)

10:20 Uhr

Dienstag, 21. Oktober

Huber+Suhner im Auftragshoch

Der Technologiekonzern Huber+Suhner mit Hauptsitz in Herisau und Pfäffikon ZH hat in den ersten neun Monaten 2025 den Auftragseingang um fast 15 Prozent auf 819 Millionen Franken gesteigert. Einen massgeblichen Beitrag leisteten laut dem Hersteller von Kabeln, Steckern, Antennen und Sensoren Grossaufträge für optische Switches für  Rechenzentren.

Der Umsatz Huber+Suhners sank in der Berichtsperiode dagegen um knapp 1 Prozent auf 659 Millionen Franken. Ins Gewicht fiel, dass im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Grossprojekt zum Ausbau der Mobilfunkinfrastruktur in Indien wegfiel. Auch war das Geschäft mit Produkten für Elektrofahrzeuge rückläufig, und im August und September haben die US-Einfuhrzölle auf Industrieprodukten und Metallen zu leichten Lieferverzögerungen geführt.

Mit dem Auftragseingang hat Huber+Suhner die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen, beim Umsatz aber knapp verpasst. Für das ganze Jahr 2025 rechnet der Konzern weiterhin mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau (894 Millionen Franken) und mit einer operativen Marge innerhalb des Zielbands von 9 bis 12 Prozent des Umsatzes. 2024 hatte die Marge 9,7 Prozent betragen. (T.G.)

13:25 Uhr

Montag, 20. Oktober

Uber-Fahrer demonstrieren

Am Montag haben Fahrerinnen und Fahrer von Uber in Zürich für bessere Löhne und gegen niedrigere Fahrpreise demonstriert. Laut einer Mitteilung der Gewerkschaft Syna nahmen über 200 Betroffene an der Demonstration teil. Der US-Fahrtenvermittler Uber steht seit längerem in der Kritik, weil er die Fahrerinnen und Fahrer nicht anstellen will, sondern daran festhält, dass diese selbständig für das Unternehmen arbeiten sollen. Uber argumentiert damit, dass sie so über mehr Autonomie verfügen.

Laut einem Bericht von SRF beklagte ein Fahrer am Rand der Demonstration, in den letzten drei Jahren seien die Einnahmen um 60 Prozent zurückgegangen. Zusätzlich unter Druck geraten sind die Preise laut Syna, seit die estnische Uber-Konkurrenz-App Bolt in Zürich verfügbar ist. Für eine Fahrt von 43 Kilometern mit einer Dauer von 43 Minuten werde nun lediglich noch ein Preis von 46 Franken bezahlt. (ehs)

11:28 Uhr

Montag, 20. Oktober

Stadler unterliegt in Polen

Der Ostschweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler hat in einer milliardenschweren Ausschreibung in Polen endgültig den Kürzeren gezogen. Die Nationale Berufungskammer hat den Einspruch Stadlers gegen die Vergabe des Auftrags der Bahngesellschaft PKP Intercity über 42 Fernverkehrszüge an den französischen Mitbewerber Alstom abgewiesen. Damit ist auch die Mutmassung hinfällig, wonach sich Alstom mit einer Zusage einer vorfristigen Lieferung der ersten beiden Züge einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschafft habe.

Nach dem Entscheid der Berufungskammer kann Alstom die 42 Doppelstöcker in seinem polnischen Werk in Chorzów herstellen und diese während 30 Jahren warten. Das Gesamtvolumen des Alstom-Angebots beträgt gut 1,6 Milliarden Euro. Es ist damit knapp 100 Millionen Euro günstiger als das Angebot der polnischen Stadler-Tochtergesellschaft in Siedlce. Der Vertrag enthält ausserdem eine Option auf bis zu weitere 30 Züge. (T.G.)

10:43 Uhr

Montag, 20. Oktober

Lindt & Sprüngli expandiert in Österreich

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli expandiert: Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, wurde am 17. Oktober der erste sogenannte Flagship Store in Österreich in der Wiener Innenstadt eröffnet. Der Laden liegt in der Kärntner Strasse und verfügt über eine Fläche von rund 400 Quadratmetern auf zwei Ebenen.

Lindt & Sprüngli erzielte im vergangenen Jahr mit rund 15'000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 5,5 Milliarden Franken. Der Konzern mit Sitz in Kilchberg ZH vertreibt seine Produkte mit 38 Tochtergesellschaften und Niederlassungen in 560 eigenen Geschäften sowie über ein Netzwerk von über 100 unabhängigen Distributoren, wie es weiter heisst. (ehs)

08:32 Uhr

Montag, 20. Oktober

Holcim übernimmt Xella

Der Schweizer Baustoffkonzern Holcim übernimmt Xella, einen deutschen Anbieter von Wandbausystemen. Wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst, beträgt der Transaktionswert 1,85 Milliarden Euro. Xella werde mit seinen mehr als 4000 Mitarbeitenden dieses Jahr voraussichtlich einen Nettoumsatz von rund 1 Milliarde Euro «in einem hochattraktiven Markt» erzielen.

Holcim spricht von einer «strategischen, wertsteigernden Akquisition», von der sich der Konzern Synergien im Umfang von 60 Millionen Euro im dritten Jahr nach der Übernahme erhofft. Xella sei ein europäischer Marktführer für nachhaltive und innovative Wandsysteme. Die Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden. (ehs)

12:08 Uhr

Freitag, 17. Oktober

Roche senkt Preis bei Grippe-Mittel

Der Basler Pharmamulti Roche reagiert auf den Druck von US-Präsident Donald Trump. Künftig will seine US-Tochter Genentech das Grippemittel Xofluza in Amerika günstiger abgeben. Dies soll ein sogenanntes Direktverkaufsprogramm ermöglichen. Genentech arbeitet dazu mit Apotheken zusammen, die das Medikament künftig für 50 Dollar verkaufen. Das ist 70 Prozent weniger als der Listenpreis. «Diese Initiative hilft, die Kosten für Menschen zu reduzieren, die nicht oder nicht ausreichend versichert sind», heisst es in einer Mitteilung. Die Ankündigung der Roche-Tochter folgt auf ähnliche «Deals», die Donald Trump bisher mit Pfizer, Astra Zeneca und Merck geschlossen hat. Im Vergleich zur Konkurrenz steht Roche erst am Anfang. Von einem «Deal» ist in der Medienmitteilung jedenfalls nicht die Rede. Die Preissenkung beim Grippemittel ist eher ein erster Schritt dazu.

Merck gewährt Rabatt von 84 Prozent

Das jüngste Abkommen mit der US-Regierung hat der deutsche Pharmakonzern Merck ausgehandelt. Dessen US-Tochter wird künftig Behandlungen für künstliche Befruchtungen deutlich günstiger anbieten. Konkret sollen die Fruchtbarkeitsmedikamente Gonal-F, Ovidrel und Cetrotide ab Anfang 2026 über den vom amerikanischen Präsidenten geplanten Direktvertrieb TrumpRX erhältlich sein. Würden alle drei Therapien kombiniert, bekämen Patienten einen Rabatt von 84 Prozent auf die Listenpreise. (mpa/dpa)

11:07 Uhr

Donnerstag, 16. Oktober

Millionen-Schaden wegen Hackerangriffen

Die Hackergruppe Akira hat ihre Aktivitäten in der Schweiz intensiviert. Das schreiben die Bundesanwaltschaft, das Fedpol und das Bundesamt für Cybersicherheit in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Bundesanwaltschaft führt ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen mehrerer Ransomware-Angriffe auf schweizerische Unternehmen. Ungefähr 200 Schweizer Firmen wurden seit Mai 2023 Opfer dieser Angriffe, der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Schweizer Franken. In den vergangenen Monaten nahmen die Ransomware-Angriffe – zu welchen sich die Hackergruppe Akira bekannt hatte – weiter zu, auf vier bis fünf Fälle pro Woche. Dabei handelt es sich um einen Rekord, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Hackergruppe geht dabei immer ähnlich vor: Sie entwendet Daten und verschlüsselt diese, womit das IT-Netzwerk des Unternehmens blockiert wird. Wird für die Daten kein Lösegeld bezahlt, werden diese auf einem Blog im Darknet publiziert – und der Entschlüsselungscode weiterhin vorenthalten. Die Behörden betonen, dass betroffene Unternehmen kein Lösegeld bezahlen und die Behörden zu Rate ziehen sollten, bevor Massnahmen ergriffen werden. Es wird empfohlen, in jedem Fall Strafanzeige einzureichen. (mha)

09:51 Uhr

Donnerstag, 16. Oktober

Konjunkturprognose: US-Zölle belasten Schweizer Industrie

Mit den höheren US-Zöllen hätten sich die Aussichten für die Schweizer Konjunktur weiter eingetrübt. Das meldet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag. Basierend auf den jüngst revidierten Daten zum Bruttoinlandprodukt (BIP) erwartet die Expertengruppe Konjunkturprognosen für 2025 «ein deutlich unterdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent». 2026 schwächt sich das Wachstum weiter ab, auf noch 0,9 Prozent. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass die Zölle international auf dem aktuellen Niveau verharren.

Für die Schweiz stelle sich das handelspolitische Umfeld besonders herausfordernd dar, begründet das Seco seine Prognose. Seit dem 7. August gilt für Importe aus der Schweiz ein US-Zusatzzoll von 39 Prozent anstelle von zuvor 10 Prozent, mit gewissen Ausnahmen. Zudem würden derzeit für die meisten Handelspartner der USA niedrigere Zolltarife gelten. Dies schmälere die preisliche Wettbewerbsfähigkeit von Schweizer Exporteuren auf dem US-Markt. Schliesslich hat sich der Schweizer Franken in den vergangenen Monaten aufgewertet.

Die verhaltene Wirtschaftsentwicklung mache sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar, schreibt das Seco weiter. Die Arbeitslosenquote werde 2026 wohl auf 3,2 Prozent steigen nach 2,9 Prozent im Jahr 2025, begleitet von einem schwächeren Beschäftigungswachstum als bisher erwartet. Die Inflation werde 0,2 Prozent im Jahr 2025 und 0,5 Prozent im Jahr 2026 betragen. (nav)

08:39 Uhr

Donnerstag, 16. Oktober

Goldpreis bleibt im Höhenflug: Vierter Rekordtag in Folge

Der Goldpreis springt weiter von einem Rekordhoch zum nächsten: Am Donnerstag stieg die Notierung an der Börse in London bis auf 4242 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm). Das Edelmetall hat damit den vierten Handelstag in Folge einen Höchstwert erreicht. Nach wie vor gelten der Handelsstreit zwischen den USA und China und die Spekulationen auf weitere Zinssenkungen in den USA als stärkste Preistreiber am Goldmarkt.

Seit Anfang September geht es mit dem Goldpreis stark nach oben. In dieser Zeit hat das Edelmetall etwa 24 Prozent an Wert gewonnen. Weitere Preistreiber sind eine starke Nachfrage nach börsengehandelten Wertpapieren, die mit Gold hinterlegt sind und die Goldkäufe von Notenbanken, die ihre Reserven ein Stück weit unabhängiger vom US-Dollar machen wollen.

Auch in Euro gerechnet erreichte der Goldpreis ein Rekordhoch. Hier wurde am Morgen ein Höchstwert von 3636 Euro erreicht. Parallel zum Goldpreis geht es auch mit der Notierung für Silber seit Anfang September steil nach oben. Allerdings verpasste der Preis für Silber zuletzt ein Rekordhoch. Das Edelmetall wurde am Morgen bei 52,74 Dollar je Unze gehandelt und damit knapp unter der Bestmarke von 53,54 Dollar, die am Dienstag erreicht worden war. (dpa)

07:53 Uhr

Donnerstag, 16. Oktober

Wieder ein Engpass bei der Migros?

Schoggi-Liebhaber müssen jetzt stark sein: In einzelnen Migros-Filialen kann es zu Produktengpässen kommen. Aber nicht etwa, weil zu wenig Schokolade verfügbar wäre.

Die Migros verhandelt derzeit mit dem Hersteller Lindt die Preise neu. Deshalb kann es vorkommen, dass ausgerechnet die Lieblingsschoggi temporär nicht verfügbar ist. Bis wann die Verhandlungen abgeschlossen sind, kann die Migros noch nicht sagen. (pin)

07:10 Uhr

Donnerstag, 16. Oktober

Sparhammer bei Nestlé: Neuer Chef will 16'000 Stellen abbauen

Der neue Konzernchef Philipp Navratil gibt den Tarif durch. Nach nicht einmal zwei Monaten im Amt will er mit einem globalen Abbau von 16'000 Stellen bei Nestlé Kosten einsparen. Das teilt der Nahrungsmittelkonzern am Donnerstagmorgen mit. Der Abbau soll bis 2027 vollzogen sein und insgesamt sollen so drei Milliarden Franken gespart werden.

In der Schweiz arbeiten über 8000 Menschen für Nestlé. Wie viele von ihnen nun um ihren Arbeitsplatz zittern müssen, hat der Konzern nicht bekannt gegeben. Klar ist aber: auch hierzulande wird Personal eingespart. (pin)

10:24 Uhr

Mittwoch, 15. Oktober

Finanzmarktaufsicht zieht AT1-Urteil weiter ans Bundesgericht

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) gibt nicht auf: Die von Marlene Amstad präsidierte Bankenaufsichtsbehörde zieht das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Oktober 2025 innerhalb der 30-tägigen Beschwerdefrist weiter ans Bundesgericht. Das teilte die Finma am Mittwoch mit.

Die Behörde habe am 19. März 2023 «unter anderem gestützt auf die Notverordnung des Bundesrates» verfügt, dass die Credit Suisse die Abschreibung sämtlicher Additional-Tier-1-Kapitalinstrumente vorzunehmen habe. Die Abschreibung war gemäss Finma «Teil eines Gesamtpakets zur Stabilisierung der Credit Suisse durch eine Fusion mit der UBS, die ausserordentliche staatliche Unterstützungsmassnahmen erforderte».

Am Dienstag hatte das Bundesverwaltungsgericht seinen ersten Teilentscheid im Streit um den 16-Milliarden-Franken-Abschreiber publik gemacht. Demnach hält es den Abschreiber für rechtswidrig. Das ist ein Sieg für die rund 3000 Beschwerdeführende, die sich in rund 360 Verfahren ans Bundesverwaltungsgericht gewandt hatten. (fv)

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08:47 Uhr

Mittwoch, 15. Oktober

Wird Easyjet schweizerisch?

Die britische Fluggesellschaft Easyjet könnte verkauft werden. Wie die italienische Zeitung «Corriere della Sera» berichtet, prüfen derzeit verschiedene Akteure eine Investition. Die Optionen reichten von der Übernahme einer Mehrheit bis hin zur vollständigen Kontrolle. Easyjet sei ein begehrtes Übernahmeobjekt, weil die Airline an vielen Flughäfen präsent ist und derzeit eine geringe Marktkapitalisierung von 4 Milliarden Euro oder umgerechnet 3,7 Milliarden Franken aufweist.

Zu den Interessenten gehört gemäss dem Bericht die schweizerische Grossreederei MSC mit Sitz in Genf. Diese würde sich zusammen mit einem Investmentfonds engagieren. MSC suche schon lange nach einer Fluggesellschaft. Damit liessen sich Synergien mit dem Kreuzfahrtgeschäft von MSC nutzen, das auf Zubringer-Flüge angewiesen ist. Laut der Zeitung handle es sich um vorläufige Angebote, und es sei nicht sicher, dass Easyjet allfällige Angebote wahrnehmen wolle.

Easyjet bedient in der Schweiz Dutzende Linien zu und ab den Flughäfen Zürich, Basel und Genf. An den beiden letzteren betreibt eine Schweizer Tochtergesellschaft eigene Basen, das heisst Easyjet hat dort in der Schweiz registrierte Flugzeuge mit hierzulande angestelltem Personal im Einsatz. An beiden Flughäfen ist Easyjet mit Abstand die grösste Fluggesellschaft - anders als in Zürich. Der grösste hiesige Flughafen wird nur von ausländischen Tochtergesellschaften von Easyjet bedient. (ehs)

17:06 Uhr

Dienstag, 14. Oktober

Weltraumfirma Beyond Gravity baut aus

Der Weltraumzulieferer Beyond Gravity erhöht seine Produktionsfläche in Zürich-Seebach. «Wir haben unsere Produktionsfläche verdoppelt, aber dank Industrialisierung unseren Output verfünffacht. Damit können wir im Moment jährlich 200 statt zuvor 36 Mechanismen zur Ausrichtung von Solarflügeln herstellen», wird Oliver Grassmann, Leiter der Satellitendivision von Beyond Gravity mit Hauptsitz am Flughafen Zürich, in einer Mitteilung zitiert. Wie die NZZ berichtete, entstanden dabei 20 neue Arbeitsplätze.

Bereits dieses Jahr hat das Unternehmen mehr Einheiten ausgeliefert als in den vergangenen drei Jahren zusammen. «Gleichzeitig arbeiten wir an der nächsten Produktgeneration, welche eine zweiachsige Ausrichtung der Solarflügel erlauben, um die Energieausbeute weiter zu erhöhen.»

Die meisten grösseren Satelliten im Weltall haben rotierende Solarflügel zur Energieversorgung mit Sonnenenergie. «Diese Solarflügel müssen dabei stets genau zur Sonne ausgerichtet werden. Das erfolgt mit hochpräzisen Mechanismen aus Zürich. Die Produktionserweiterung ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Industrialisierung der Raumfahrt», so Grassmann.

Der grösste Produktionsstandort von Beyond Gravity liegt in Emmen LU, wo Nutzlastverkleidungen für Trägerraketen der ESA hergestellt werden. Die Mitarbeiterzahl von rund 80 sei stabil, sagt eine Sprecherin. Ein Ausbau der Produktion in Emmen sei derzeit nicht vorgesehen. «Die strategischen Ziele befinden sich aktuell in Überarbeitung; je nach künftiger Ausrichtung könnten sich daraus Veränderungen ergeben, deren Details jedoch noch nicht bekannt sind.» (mim)

13:24 Uhr

Dienstag, 14. Oktober

Führungswechsel bei Selecta

Die Snackautomaten-Firma Selecta tauscht den Chef aus. Der interimistische CEO Michael Rauch tritt per sofort von seinem Posten zurück. Er hatte ihn erst im Mai angetreten. Auf Rauch folgt der 53-jährige Brite Venkie Shantaram. Er bringe mehr als 30 Jahre Erfahrung bei strategischen Transformationen von Unternehmen mit, heisst es in einer Mitteilung. Shantaram war unter anderem Europa-Chef bei der deutschen Restaurant- und Catering-Kette Compass Group. Erst kürzlich ging das Unternehmen in die Hände institutioneller Investoren über. Zuvor befand sich Selecta jahrelang im Besitz der US-Investmentfirma KKR. (mpa)

09:49 Uhr

Dienstag, 14. Oktober

Neuer Chef bei Nespresso Schweiz

Stefano Goglio hat im September die Funktion als Business Executive Officer/General Manager von Nespresso Schweiz übernommen. Mit über zwanzig Jahren Erfahrung innerhalb der Marke bringe er umfassende strategische Expertise und international anerkannte Leadership mit, heisst es in einer Mitteilung. Der gebürtige Italiener begann seine Karriere als B2C-Vertriebsleiter in Italien, bevor er zur internationalen Zentrale wechselte, wo er die globale Trade-Marketing-Strategie mitgestaltete. Anschliessend leitete er die Märkte Portugal und Italien und initiierte diverse Transformationen, darunter die Einführung des Vertuo-Systems.

Stefano Goglio folgt in der Funktion auf Nicolas Delteil, der seit 2024 Chef von Nespresso Schweiz war. (mim)

08:11 Uhr

Dienstag, 14. Oktober

«Enormer Druck»: Barclays bindet sich an SIX

Der Finanz-Infrastrukturbetreiber SIX ist eine siebenjährige Partnerschaft mit dem britischen Bankenkonzern Barclays eingegangen. Im Rahmen der Kooperation erhält Barclays gemäss einer Mitteilung Zugang zu den Finanzdatenprodukten von SIX – dies für alle Geschäftsbereiche von Barclays, einschliesslich Investmentbanking, Privatkundengeschäft, Vermögensverwaltung und Unternehmensdienstleistungen. Darüber hinaus werde Barclays zur Produktstrategie und zur Entwicklung neuer Daten- und Analyseprodukte beitragen, heisst es in der Mitteilung.

«Da Banken unter enormem Druck stehen, ihre Kosten in einem zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Umfeld zu senken, wird die Nutzung intelligenter Finanzdaten essenziell sein. Damit können Margen geschützt und die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt werden», sagt Marion Leslie, Head Financial Information & Executive Board Member bei SIX. (mim)

08:15 Uhr

Montag, 13. Oktober

Aktien von Meyer Burger werden dekotiert

Der Handel der Namenaktien der Meyer Burger Technology AG an der Schweizer Börse endet am 13. Januar 2026, wie die Regulierungsstelle der SIX am Montag mitteilte. Aktuell waren die Titel vom Handel suspendiert. Nun wird der Handel am Montag, 13. Oktober wieder eröffnet und bleibt bis zum letzten Handelstag während insgesamt drei Monaten offen. Das Solarunternehmen hatte es zuvor versäumt, den Geschäftsbericht 2024 fristgerecht zu veröffentlichen. Das Regulatory Board hatte die Dekotierung am 8. September 2025 genehmigt. Nun ist der Entscheid rechtskräftig. (mim)

16:20 Uhr

Donnerstag, 9. Oktober

Hohe Reichweiten für Privatradios

Die Radiosender von CH Media erreichten im dritten Quartal mit 1,88 Millionen Personen pro Tag so viele Hörerinnen und Hörer wie noch nie. Das entspricht einem Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie der Medienkonzern am Donnerstag mitteilte. Dieses Portal gehört ebenfalls zu CH Media.

Alle regionalen Radiosender von CH Media legten im Vergleich zum dritten Quartal 2024 an Reichweite zu. Besonders stark wuchsen laut der Mitteilung Sunshine Radio (+34 Prozent), Radio FM1 (+24 Prozent) und Radio 32 (+21 Prozent). Auch die nationalen, rein digital verbreiteten Sender wie Virgin Radio und Flashback FM hätten sich erfreulich entwickelt. (ehs)

08:28 Uhr

Donnerstag, 9. Oktober

Mobilezone verkauft Deutschland-Geschäft

Der Verkäufer von Smartphones und Abos Mobilezone verkauft sein deutsches Geschäft für rund 230 Millionen Euro an das deutsche Telekom-Unternehmen Freenet. Das teilt er am Donnerstag mit. Zukünftig wolle sich Mobilezone auf den Schweizer Heimmarkt fokussieren. Die durch den Verkauf freigewordenen Mittel würden für das Wachstum in der Schweiz und den Abbau der Schulden verwendet.

Im vergangenen Jahr erzielte Mobilezone Deutschland mit etwa 300 Mitarbeitenden einen Umsatz von 779 Millionen Euro und ein Ergebnis (Ebitda) von 30,3 Millionen Euro. In der Schweiz hingegen stand ein Umsatz von 276 Millionen Franken und ein Ebitda von 37,6 Millionen Franken in den Büchern. Hierzulande betreibt Mobilezone 125 eigene Läden. Die Zustimmung zum Verkauf durch das deutsche Bundeskartellamt steht noch aus. Ein Abschluss der Transaktion wird bis Ende Jahr erwartet. (ehs)

08:23 Uhr

Donnerstag, 9. Oktober

Hypozinsen bleiben stabil

Wie der Vergleichsdienst Comparis am Donnerstag berichtet, haben sich die Konditionen im Schweizer Hypothekenmarkt im dritten Quartal kaum verändert. Das hänge damit zusammen, dass die Schweizerische Nationalbank den Leitzins im September bei 0 Prozent belassen und damit den Zinssenkungszyklus fürs Erste beendet habe. Das sei im Vorfeld bereits von den Marktteilnehmenden erwartet worden, wird Finanzexperte Dirk Renkert zitiert.

Im Durchschnitt kosteten 10-jährige Festhypotheken 1,3 bis 1,8 Prozent, während 5-jährige Festhypotheken für 1,0 bis 1,5 Prozent angeboten wurden. Saron-Hypotheken lagen laut Comparis im dritten Quartal günstiger bei 0,7 bis 1,2 Prozent. Bei den Abschlüssen von Hypotheken zeige sich ein leichter Trend zu solchen mit mittleren Laufzeiten. (ehs)

09:01 Uhr

Mittwoch, 8. Oktober

Bayard schliesst drei Filialen

Der Modehändler Bayard schliesst drei Filialen – konkret jene am Untertor 32 in Winterthur, an der Lintheschergasse 7 in Zürich und an der Freien Strasse 35 in Basel. Dem «Blick» sagt Geschäftsführerin Silvia Bayard, die Mieten seien an diesen Standorten zu hoch und der Gewinn zu tief gewesen. Die Filialen in Winterthur und Basel werden per Ende Dezember geschlossen, jene in Zürich in der ersten Januarwoche. Insgesamt kommt es voraussichtlich zu sechs Kündigungen. Die restlichen Mitarbeitenden werden intern übernommen.

Damit verbleiben noch 28 Standorte von Bayard. Darüber hinaus betreibt die Gruppe auch Läden von Marken wie Gerry Weber, Street One oder Marc O'Polo. Nach den Schliessungen zählt sie noch insgesamt 73 Läden. Vor zwei Jahren waren es noch 87 gewesen. (ehs)

08:34 Uhr

Mittwoch, 8. Oktober

Goldpreis knackt erstmals 4000-Dollar-Marke

Gold hat im Zuge seiner seit Monaten anhaltenden Rekordrally die nächste markante Marke geknackt. In der Nacht auf Mittwoch kostete eine Unze (etwa 31,1 Gramm) des Edelmetalls erstmals mehr als 4.000 US-Dollar. Im frühen Handel kletterte der Goldpreis bis auf über 4.050 Dollar und erreichte damit ein weiteres Rekordhoch. Seit Ende 2024 verteuerte sich das Edelmetall bereits um rund 53 Prozent und steuert auf den höchsten Anstieg in einem Jahr seit 1979 zu. Gold gilt bei vielen Investoren als sicherer Hafen in politisch unsicheren Zeiten sowie bei einer hohen Verschuldung von Staaten. Für den Goldpreis ist es bereits die zweite Tausender-Marke im laufenden Jahr - im März war er auf über 3000 Dollar gestiegen.

Fachleute führen den Anstieg auf politische Krisen zurück, etwa die teilweise Schliessung der Regierungsgeschäfte («Shutdown») in den Vereinigten Staaten. Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank sieht vor allem die Rücktritte der Premierminister in Frankreich und Japan als ausschlaggebend. Mit dem Anstieg um mehr als die Hälfte sticht Gold in diesem Jahr die meisten anderen Anlageklassen aus. Selbst der Bitcoin, der wie Gold von den geopolitischen Krisen und der politischen Unsicherheit profitiert, kann da nicht mithalten. (dpa)

11:44 Uhr

Dienstag, 7. Oktober

«Schraubenkönig» Reinhold Würth trauert um seine Tochter

Der deutsche Unternehmer Reinhold Würth, der auch als «Schraubenkönig» bekannt ist, trauert um seine Tochter Marion Würth. Die 66-Jährige sei «völlig unerwartet und auch für sie nicht vorhersehbar» nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag am 3. Oktober gestorben, teilte die Würth-Gruppe aus Künzelsau mit. Reinhold Würth hatte im April seinen 90. Geburtstag gefeiert.

Marion Würth hatte keine operative Funktion im Unternehmen und führte laut der Mitteilung ein Hofgut nach den Prinzipien der Demeter-Landwirtschaft. «Marion Würth verband ihre tiefe Liebe zur Natur und zu den Tieren mit einem klaren Werteverständnis», hiess es in der Mitteilung.

Die Würth-Gruppe gilt als Weltmarktführer im Bereich der Befestigungs- und Montagetechnik. Das Sortiment umfasst mehr als eine Million Produkte – unter anderem für Handwerks- und Industriebetriebe. Für den Konzern arbeiteten zuletzt mehr als 88'500 Menschen – davon gut 27'400 in Deutschland. (dpa)

11:24 Uhr

Montag, 6. Oktober

Arbeitslosenzahl ist im September gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im September 2025 gegenüber dem Vormonat um 1128 auf 133’233, was einem Plus von 0,9 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote verharrte damit bei 2,8 Prozent. Das gab das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag bekannt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 19’988 oder um 17,7 Prozent.

Insgesamt wurden im September des laufenden Jahres 213’750 Stellensuchende registriert, 4660 Personen mehr als im Vormonat (+2,2 Prozent). Die Stellensuchendenquote stieg im September 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Gegenüber dem September 2024 stieg die Zahl der Stellensuchenden um 29’377 Personen oder um 15,9 Prozent.

Im September 2025 waren laut dem Seco 37’372 offene Stellen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldet, 493 weniger als im Vormonat (-1,3 Prozent). (fv)

10:55 Uhr

Sonntag, 5. Oktober

Bitcoin steigt auf Rekordhoch - erstmals über 125'000 Dollar

Der Bitcoin ist erstmals über die Marke von 125'000 US-Dollar gestiegen. Die älteste und bekannteste Kryptowährung der Welt kletterte am Sonntagmorgen auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf 125'426 US-Dollar (106'137 Euro). Im weiteren Verlauf notierte der Kurs knapp unter 125'000 Dollar. (dpa)