11:04 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Mehr Umsatz im öffentlichen Verkehr
Der öffentliche Verkehr hat im Jahr 2025 mit dem Verkauf von Billetten und Abos einen Umsatz von 7,04 Milliarden Franken erzielt. Das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Branchenorganisation Alliance Swisspass am Dienstag mitteilt. Davon entfielen 4,46 Milliarden Franken auf den sogenannten Nationalen Direkten Verkehr, also Billette über einzelne Regionen hinaus, und 2,58 Milliarden Franken auf regionale Verbünde.
Insgesamt wurden 295 Millionen Fahrausweise verkauft. Die Anzahl der Halbtax-Abos stieg erneut von 3,33 auf 3,45 Millionen Stück. Die Zahl der General-Abos (GA) sank hingegen von 425'000 im Vorjahr auf rund 423'000. Der Höchststand mit 447'000 wurde 2023 erreicht. Der Rückgang bei den GA dürfte mit der Lancierung des Halbtax Plus Ende 2023 zu tun haben. Dieses erfreut sich laut der Mitteilung ungebrochener Beliebtheit: Ende 2025 waren 190'283 Stück im Umlauf. (ehs)
10:49 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Spuhler wird Ehrenpräsident, Fruithof übernimmt Doppelmandat
Die Aebi-Schmidt-Gruppe hat 2025 den Umsatz um 2 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar gesteigert, wie der Schweizer Hersteller von Spezialfahrzeugen am Dienstag bekannt gab. Das angestammte Aebi-Geschäft legte demnach um 6 Prozent zu und konnte den Rückgang bei den US-Aktivitäten von der übernommenen Shyft-Gruppe überkompensieren. Der Auftragseingang hat laut Aebi Schmidt mit 1,2 Milliarden Dollar einen neuen «Rekordwert» erreicht. Für 2026 erwartet Aebi Schmidt einen Zuwachs beim Umsatz wie auch beim Betriebsergebnis («adjusted Ebitda»).
Beim Industriebetrieb kommt es zudem zu personellen Wechseln an der Spitze. Hauptaktionär Peter Spuhler tritt aus dem Verwaltungsrat zurück und wird Ehrenpräsident. Barend Fruithof übernimmt zum Chefposten zusätzlich das Verwaltungsratspräsidium. (fv)
10:24 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Lidl testet Plastik- und Getränkekarton-Rücknahme

Vor einem Jahr lancierte die Branchenorganisation Recypac ein neues Sammelsystem für Getränkekartons und Plastikflaschen, zum Beispiel von Waschmittel oder Shampoos. Der neue, violette Sammelsack trägt den Namen Recybag.
Bei der Gründung der Organisation war auch der Discounter Lidl Schweiz dabei, so wie auch Migros, Nestlé, Coop oder Emmi. Der deutsche Detailhändler verkaufte zwar den Sack, beteiligte sich im Gegensatz zu den orangen Grossverteilern nicht an der Sammlung in den teilnehmenden Städten.
Nun testet Lidl die Rücknahme in vier Filialen, wie Sprecherin Vanessa Meireles gegenüber CH Media bestätigt. Dabei handelt es sich um die Geschäfte in den drei Zürcher Gemeinden Wädenswil, Schlieren und Horgen, sowie Schaffhausen. Das Pilotprojekt sei bereits im Januar 2026 gestartet, sagt Meireles. «Nach Abschluss dieser Testphase wird Lidl Schweiz eine detaillierte Bilanz ziehen, um über einen möglichen Rollout zu entscheiden.»
Weshalb die Rückgabe des kostenpflichtigen Sacks im Gegensatz zur Konkurrenz nicht von Anfang an möglich war, erklärt die Sprecherin mit «logistischen und strukturellen Herausforderungen in den Filialen». Denner und Aldi beteiligens ich bisher nicht an der Rücknahme. (bwe)
14:34 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Starker Franken belastet Oerlikon
Der Industriekonzern Oerlikon leidet als exportorientiertes Unternehmen unter dem starken Franken. Der Umsatz sank um 4,3 Prozent auf 1,57 Milliarden Franken. Währungsbereinigt wäre der Umsatz allerdings stabil geblieben, wie das Unternehmen mit Sitz in Pfäffikon SZ mitteilt. Nach dem Verkauf der Tochterfirma Barmag setzt sich der Umsatz nur noch aus den Bereichen Surface Solutions und HRSflow zusammen. Der operative Betriebsgewinn (Ebitda) nahm um knapp 11 Prozent auf 271 Millionen Franken ab. Unter dem Strich ergab sich ein Verlust von 14 Millionen Franken, aus den fortgeführten Geschäften waren es 51 Millionen. (mim)
14:16 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Fedex klagt auf Rückerstattung von Trump-Zöllen
Der US-Logistikkonzern Fedex dringt mit einer Klage gegen die Regierung von Präsident Donald Trump auf eine Rückerstattung bereits gezahlter Zölle. Es geht dabei um die Importgebühren, die der Oberste Gerichtshof jüngst als unrechtmässig eingestuft hat. Man verlange die «vollständige Rückzahlung» aller gezahlten Zölle, die auf dem IEEPA genannten Notstandsgesetz fussten, heisst es in der beim Gericht für internationalen Handel in New York eingereichten Klage.
Fedex reagierte mit der Klage auf die Entscheidung des obersten US-Gerichts vom vergangenen Freitag. Unter Berufung auf das Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängt. Der Supreme Court erklärte diese Zölle für rechtswidrig. Das Gesetz erlaube es dem US-Präsidenten nicht, eigenständig Zölle zu verhängen, urteilten die Richterinnen und Richter. Ob die Regierung Zolleinnahmen an Importeure zurückzahlen muss, entschieden sie nicht. Das müssen nun andere Gerichte klären. (dpa)
07:00 Uhr
Dienstag, 24. Februar
Galenica schliesst Produktion in Interlaken – bis zu 170 Jobs betroffen
Kahlschlag beim Gesundheitskonzern Galenica: Die Tochterfirma Bichsel beabsichtigt den Abbau von 170 Stellen. Bichsel, ein Hersteller pharmazeutischer Produkte mit Sitz in Interlaken, plant die Aufgabe der Produktionssparte bis spätestens Ende 2026. Grund dafür sei die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit dieses Spezialgeschäfts, heisst es in einer Mitteilung. Galenica hatte das Unternehmen im Jahr 2019 übernommen.
Verschiedene Massnahmen zur Steigerung der Ertragslage hätten über die letzten Jahre keine ausreichende Wirkung erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. Galenica prüfte demnach nebst der Schliessung verschiedene Szenarien für die Herstellung bei ihrer Tochtergesellschaft, darunter auch eine Neuausrichtung des Geschäftsbereichs in Verbindung mit «wesentlichen Investitionen bis hin zu einem kompletten Neubau». Mit keinem Szenario lasse sich die Produktion längerfristig nachhaltig betreiben, betont das Unternehmen. Aufgrund des Zustands der Anlage sei zudem auch ein Verkauf nicht möglich.
Galenica rechnet als Folge der beabsichtigten Produktionsschliessung damit, dass bis spätestens Ende 2026 bis zu 170 Stellen in der Produktion und dem Vertrieb von Bichsel betroffen sind. Das Konsultationsverfahren wurde eröffnet. Galenica werde die Mitarbeitenden «eng begleiten, die Auswirkungen möglichst verträglich gestalten und ihre soziale Verantwortung wahrnehmen», so die Mitteilung.
Sofern Kündigungen unumgänglich seien, werde ein Sozialplan zur Anwendung kommen, der neben finanzieller Unterstützung auch Angebote für die berufliche Weiterorientierung vorsehe und eine Härtefallregelung beinhalten werde. Auch Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten innerhalb des Galenica-Netzwerks werden geprüft. Der Abschluss des Konsultationsverfahrens wird voraussichtlich Mitte März 2026 erwartet. Der finale Entscheid zur Schliessung sowie die definitive Anzahl betroffener Stellen ist abhängig vom Ausgang des Konsultationsverfahrens. (mim)
09:57 Uhr
Montag, 23. Februar
Zoll-Urteil in USA: Nestlé schliesst sich Klagen vorerst nicht an
Nach dem Zollurteil des Supreme Court fordern verschiedene Schweizer Firmen von der US-Regierung Geld zurück. Darunter der Skihersteller Stöckli, der Computerzubehör-Produzent Logitech oder der Messerhersteller Victorinox. «Das potenzielle Rückforderungsvolumen aus dem vergangenen Jahr beläuft sich auf rund 3,8 Millionen Dollar. Wir prüfen derzeit sorgfältig die rechtlichen und administrativen Voraussetzungen sowie das konkrete Vorgehen», sagt Victorinox-Chef Carl Elsener.
Die ganz grossen Schweizer Konzerne, bei denen es um enorme Rückforderungen ginge, halten sich bislang über das weitere Vorgehen bedeckt. Nun äussert sich die Swatch Group: «Unsere Tochtergesellschaft in den USA wird eine rückwirkende Rückerstattung der gezahlten Zuschläge beantragen», sagte Swatch am Montag gegenüber AWP.
Andere Grosskonzerne sind nach wie vor zurückhaltend. Vom Nahrungsmittel-Multi Nestlé ist zu erfahren, dass er zurzeit keine Klage einreicht. Nestlé will die weitere Entwicklung abwarten und vertraut auf das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) sowie auf den Bundesrat, dass er mit den USA eine Lösung findet.
Nestlé ist vor allem bei den Nespresso-Kapseln von den Trump-Zöllen gegen die Schweiz betroffen. Die Kaffeekapseln werden in der Westschweiz hergestellt und weltweit exportiert. Ansonsten produziert Nestlé meistens vor Ort: 90 Prozent der Nahrungsmittel werden in den jeweiligen Ländern hergestellt, und dann fallen keine Zölle an. (pmü/mim)

10:34 Uhr
Montag, 23. Februar
Neuer Chef bei Merck Schweiz
Das deutsche Pharma-Unternehmen Merck hat eine neue Leitung für die Schweizer Niederlassung. Seit 1. Februar ist Leif Moll neuer Geschäftsführer sowie Country Speaker für Merck in der Schweiz, heisst es in einer Mitteilung. Leif Moll tritt die Nachfolge von Florian Schick an, der als neuer Geschäftsführer von Merck Healthcare Germany berufen wurde.
Leif Moll ist seit fast 20 Jahren in der Pharmabranche tätig. 2009 wechselte er zur Pharmasparte von Merck und übernahm zunächst in Genf und später in Darmstadt verschiedene Aufgaben. Zuletzt war er seit 2020 Geschäftsführer von Merck in Österreich. Er wird seine neue Funktion vom Merck-Standort Zug aus wahrnehmen.
Merck ist seit fast hundert Jahren in der Schweiz präsent. Von hier aus exportiert das Unternehmen in rund 140 Länder weltweit. (mim)
11:18 Uhr
Freitag, 20. Februar
Sika: Weniger Gewinn, dafür mehr Dividende
Der Bauchemiekonzern Sika hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 11,2 Milliarden Franken erzielt - ein Minus von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie das Unternehmen am Freitagmorgen mitteilt, ist der Rückgang auf einen starken Währungseffekt von minus 5,4 Prozent zurückzuführen. In Lokalwährungen resultierte somit ein Plus von 0,6 Prozent. Der Reingewinn sank auf 1,045 Milliarden Franken, im Jahr zuvor waren es rund 200 Millionen Franken mehr gewesen.
«Wir gehen davon aus, dass die globalen Marktbedingungen in der Bauindustrie im Jahr 2026 verhalten bleiben und sich die im Jahr 2025 beobachteten Markttrends fortsetzen werden», wird Thomas Hasler, Vorsitzender der Sika-Konzernleitung, zitiert. Trotzdem sei man zuversichtlich, dass Sika ein Umsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent in Lokalwährungen erreichen werde.
An der Generalversammlung soll die Dividende pro Aktie trotz Gewinnrückgang von 3.60 auf 3.70 Franken erhöht werden. (mha)
10:54 Uhr
Freitag, 20. Februar
Flughafen Zürich prüft KI fürs Call-Center
Der Flughafen Zürich betreibt einen telefonischen Auskunftsdienst, der jedes Jahr 80'000 Anrufe entgegennimmt. Einige Anfragen sind komplex, bei vielen handelt es sich aber auch um oft vorkommende Anliegen, etwa zum Status eines Flugs, zur Orientierung am Flughafen oder zu verlorenen Gepäckstücken. Wie einer aktuellen Anfrage an potenzielle Lieferanten zu entnehmen ist, könnten Anruferinnen und Anrufer bald mit Künstlicher Intelligenz (KI) sprechen.
Der Flughafen prüft nämlich den Einsatz von «KI-gestützten Sprachagenten, um die Telefonzentrale bei der Ausführung ihrer Aufgaben zu unterstützen». Das geht aus einem auf der Plattform Simap veröffentlichten «Request for Information» hervor. Dabei handelt es sich noch nicht um eine Ausschreibung, sondern um eine Art Umfrage im Vorfeld einer Beschaffung. Interessierte Firmen können dem Flughafen bis Ende März Unterlagen einreichen. (ehs)
08:51 Uhr
Donnerstag, 19. Februar
Lidl lässt Kundschaft scannen

Lidl Schweiz führt mit Lidl Pay ein integriertes Bezahlsystem innerhalb seiner Kunden-App ein, wie der deutsche Discounter in einer Mitteilung bekannt gibt. Kundinnen und Kunden können neu die Bezahlung und das Einlösen von Vorteilen in einem Schritt erledigen. Die neue Funktion beschleunige und vereinfache den Einkauf deutlich, schreibt Lidl.
Lidl Pay ist im bestehenden Lidl-Plus-Konto integriert und kann nach Wunsch aktiviert werden. Nötig ist die Hinterlegung der Debit- oder Kreditkarte der Marken Visa und Mastercard. Biometrische Verfahren wie Face ID, Fingerabdruck oder die Eingabe eines persönlichen Pins seien aus Sicherheitsgründen notwendig für die Autorisierung jeder Zahlung. (bwe)
18:34 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Thomas Jordan soll in den Nestlé-Verwaltungsrat

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist derzeit mit mehreren Baustellen beschäftigt. Zuletzt gab es abrupte CEO-Wechsel, ein Babynahrungsskandal ist noch nicht ausgestanden und ein grosser Stellenabbau steht bevor. Nun kommt es auch im Verwaltungsrat zu Umwälzungen. Nestlé schlägt zwei neue Mitglieder für sein Aufsichtsorgan vor, darunter Thomas Jordan, der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank.
Zudem soll auch Fatima Francisco in den Verwaltungsrat gewählt werden. Sie leitet derzeit beim Konsumgüterriesen Procter & Gamble den globalen Geschäftsbereich Pflegeprodukte für Babys, Frauen und Familie. Die Expertise der US-Amerikanerin dürfte also nicht zuletzt gefragt sein in Bezug auf den Umgang mit den weltweiten Rückrufen von verunreinigter Babynahrung, von der auch andere Hersteller wie Danone betroffen sind. Die Wahlen finden an der Generalversammlung am 16. April statt.
Nestlé-Präsident Pablo Isla betont in einer Mitteilung, man wolle die Vielfalt an Perspektiven und Fachkenntnissen erweitern. «Fatima Francisco und Thomas Jordan bringen herausragende Führungserfahrung mit – Fama mit ihrem fundierten Konsumgüterwissen, das unsere Einblicke in das Konsumentenverhalten weiter schärfen wird, und Thomas mit seinem umfassenden Verständnis der globalen Wirtschaft, das unsere finanziellen und strategischen Kompetenzen verstärkt.» Ausserdem werde es im Verwaltungsrat zu zusätzlichen Sitzungen kommen, um das Engagement zu erhöhen und die Kompetenzen besser zu nutzen. (bwe)
16:41 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
20 erkrankte Säuglinge: Bund findet Gift in Babynahrung
Seit Anfang Jahr haben verschiedene Hersteller von Babynahrung wie Nestlé, Hochdorf oder Danone Produkte zurückrufen müssen, weil sie mit dem Toxin Cereulid verunreinigt sein könnten. Dieses kann insbesondere Erbrechen und Durchfall auslösen. Seit dem 3. Februar sind beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) 20 Meldungen möglicher Krankheitsfälle eingegangen, die mit verunreinigter Babynahrung in Zusammenhang stehen könnten.
Wo sie noch vorhanden waren, liess das BLV die Babynahrungen bei den betroffenen Familien abholen und im Labor auf Cereulid untersuchen. Von den bisher drei analysierten Proben wurde in zwei Cereulid nachgewiesen, teilt das BLV am Mittwoch mit. Es handelte sich um die Produkte «Aptamil Pronutra 1, 1.2 kg» und «Aptamil Pronutra Junior 12+» des französischen Herstellers Danone. Diese wurden am 5. Februar zurückgerufen.
Parallel dazu haben kantonale Behörden verschiedene Babynahrungen analysiert, die nicht zurückgerufen wurden und weiterhin verkauft werden. In keiner der bisher analysierten 30 Proben wurde Cereulid nachgewiesen, teilt das BLV mit. Die Behörde geht denn auch nicht mehr von weiteren grösseren Rückrufen auf. Von den betroffenen Herstellern fordert sie, die genauen Ursachen der Kontamination aufzuklären. Zudem will das BLV klären, ob die Unternehmen die rechtlichen Vorgaben des vorsorglichen Gesundheitsschutzes eingehalten und rasch genug reagiert haben.
Als wahrscheinlich gilt, dass Cereulid in ARA-Öl vorhanden war, das die betroffenen Produzenten vom chinesischen Hersteller Cabio Biotech bezogen. Dieser hat sich bisher nicht öffentlich geäussert. Während Nestlé anfangs Jahr als erster Hersteller einen Rückruf öffentlich machte, zögerten andere Firmen länger. Danone etwa beteuerte gegenüber dieser Redaktion mehrfach, dass in der Schweiz verkaufte Produkte nicht betroffen seien - selbst dann noch, als diese in Deutschland und Österreich bereits zurückgerufen wurden. Erst Anfang Februar machte auch Danone einen Rückruf in der Schweiz öffentlich.
Als Reaktion auf die Problematik hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Anfang Februar erstmals einen klaren Richtwert für Cereulid festgelegt. Das BLV hat zudem auf seiner Internetseite eine Liste der betroffenen Produkte und Chargen veröffentlicht. (ehs)
13:33 Uhr
MIttwoch, 18. Februar
Smood ist definitiv am Ende – 400 Angestellte betroffen

Die Westschweizer Essenslieferungsfirma Smood ist am Ende. Der Uber-Eats-Konkurrent hatte am 20. Januar eine mögliche Geschäftsaufgabe angekündigt und daraufhin ein gesetzlich vorgeschriebenes Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden durchgeführt. Grund für die Massnahme war die Geschäftslage, die eine Aufrechterhaltung des Betriebs verunmöglichte. In dieser Phase konnten Vorschläge eingebracht werden – auch zur Milderung der Folgen einer Geschäftseinstellung.
Zu dieser kommt es nun definitiv. Nach sorgfältiger Prüfung der eingegangenen Vorschläge und erneuter Analyse der Geschäftslage sei der Verwaltungsrat zur Ansicht gelangt, dass in nächster Zukunft keine Erholung des Unternehmens zu erwarten ist, heisst es in einer Mitteilung. Er hat deshalb beschlossen, die Geschäftstätigkeit per Ende April einzustellen. Mit der Gewerkschaft Syndicom wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Rund 400 Angestellte sind betroffen. (bwe)
12:05 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Alain Girard übernimmt die Bankenaufsicht bei der Finma
Der Verwaltungsrat der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) hat Alain Girard, der bisherige Leiter des Geschäftsbereichs Recovery und Resolution bei der Finanzmarktaufsicht (Finma), übernimmt per 1. April die Leitung des Geschäftsbereichs Banken. Das teilt die Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit. Der 45-jährige Jurist, der auch zum Finma-Krisenstab im Fall Credit Suisse gehörte, folgt auf Thomas Hirschi, der die Finma Ende August 2025 verlassen hat. Simon Brönnimann, der den Geschäftsbereich Banken ad interim geführt hat, wird nun den Geschäftsbereich Recovery und Resolution interimistisch übernehmen. (fv)
10:30 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Neue Chefin für Logistikfirma Hupac

Der Schweizer Logistik-Konzern Hupac hat Britta Weber zur neuen Chefin ernannt. Die aktuelle Vizepräsidentin der Sparte UPS Healthcare für Europa und Asien wird per Juli zur Hupac-Gruppe wechseln. Sie folgt auf Michail Stahlhut, dessen Rücktritt bereits bekanntgegeben wurde. In der fast 60-jährigen Firmengeschichte wird Britta Weber laut einer Mitteilung erst die vierte CEO der Hupac Gruppe – und zugleich die erste Frau an der Spitze des Unternehmens.
Mit ihrer Ernennung gewinne die Gruppe eine international erfahrene Führungspersönlichkeit mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Logistik, Lieferketten-Bewirtschaftung und Organisationsentwicklung. In allen Hauptmärkten der Hupac habe die 42-Jährige bereits gelebt und erfolgreich gearbeitet.
Hupac ist laut eigenen Angaben einer der führenden Netzwerkbetreiber im so genannten intermodalen Verkehr auf den europäischen Korridoren. Mit rund 1 Million transportierten Strassensendungen pro Jahr und täglich 130 Zügen verbindet der Konzern europäische Wirtschaftsräume sowie Destinationen bis nach Fernost. Hupac zählt 730 Angestellte und betreibt 24 Gesellschaften in der Schweiz, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Spanien, Polen, Russland und China. (bwe)
08:30 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Geht Lagarde schon früher?
Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), wird allenfalls die Notenbank schon vor Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2027 verlassen. Das schreibt die «Financial Times» und beruft sich dabei auf eine mit Lagardes «Überlegungen vertraute Person».

Demnach möchte die ranghöchste Zentralbankerin Europas ihr Amt vor der französischen Präsidentschaftswahl im April kommenden Jahres niederlegen. So wolle sie dem scheidenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz ermöglichen, eine neue Leitung für eine der wichtigsten Institutionen der EU zu finden.
In einer im Dezember ebenfalls von der «Financial Times» gemachten Umfrage bei europäischen Ökonomen kamen der ehemalige spanische Notenbankchef Pablo Hernández de Cos und sein niederländischer Amtskollege Klaas Knot als aussichtsreichste Kandidaten heraus. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel hat erklärt, dass sie an dem Posten interessiert sei. Und mit den Überlegungen von Bundesbankpräsident Joachim Nagel vertraute Personen sagten, auch er sei an der Rolle interessiert.
Sollte Lagarde tatsächlich die Notenbank früher verlassen, dürfte das auch die Schweiz interessieren: Schliesslich hatte WEF-Gründer Klaus Schwab die EZB-Chefin als seine Nachfolgerin portiert. Lagardes Zusage würde dem von Machtkämpfen durchgerüttelten WEF sicher guttun. Doch mittlerweile stellt sich wohl eher die Frage, ob sie dieses Amt überhaupt noch will.
Bei der EZB heisst es zu den Spekulationen um einen vorgezogenen Rücktritt nur: «Präsidentin Lagarde ist voll und ganz auf ihre Mission fokussiert und hat keine Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen». (fv)
07:57 Uhr
Mittwoch, 18. Februar
Sunrise schreibt Verlust
Die Telekom-Firma Sunrise hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 2,98 Milliarden Franken erzielt, 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Rückläufig waren die Erträge im Segment der Privatkunden: Sie sanken um 2,5 Prozent auf 2,11 Milliarden Franken. Mit Geschäftskunden und im Grosshandel konnte die Nummer 2 im Schweizer Markt den Umsatz hingegen um 2,0 Prozent auf 859 Millionen Franken steigern.
Der Nettoverlust betrug laut einer Mitteilung vom Mittwoch 109 Millionen Franken. Im Vorjahr war der Verlust mit 362 Millionen Franken noch deutlich höher ausgefallen. Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf Veränderungen bei Finanzerträgen und -aufwendungen in Zusammenhang mit Derivaten auf Fremdwährungen zurückzuführen sowie auf einen tieferen Zinsaufwand, der mit der Schuldenreduktion anlässlich des Börsengangs in Zusammenhang stehe.
Im Mobilfunk konnte Sunrise um 2,9 Prozent oder 82'000 Abos zulegen. Die Zahl der Internet-Abos sank leicht um 0,3 Prozent oder 3'000 Anschlüsse. Sunrise geht laut der Mitteilung davon aus, dass sich das Internetgeschäft im Lauf dieses Jahres verbessert. Das Unternehmen aus Opfikon ZH rechnet mit einem «weitgehend stabilen» Umsatz, einem bereinigten Ergebnis (EBITDAaL) von etwa einer Milliarde Franken und einer Erhöhung der Dividende auf 3.49 Franken pro Aktie der Klasse A. Für vergangenes Jahr soll die Dividende 3.42 Franken betragen. (ehs)
14:24 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Schweizer Pyjama-Firma will nach New York

Die Schweizer Schlafmode-Firma Dagsmejan will hoch hinaus. Der von Catarina Dahlin und Andreas Lenzhofer gegründete und geführte Pyjama-Hersteller plant, sein bisher schon starkes Exportland USA intensiver zu bearbeiten, wie die «Handelszeitung» berichtet. Dazu wurde im Oktober 2025 im US-Staat Delaware die US-Tochterfirma Dagesmejan Services USA Inc. gegründet.
Ende dieses Jahres will Dagsmejan mit Hauptsitz in Zürich erstmals ein eigenes, temporäres Geschäft im «Big Apple» lancieren: «Im vierten Quartal werden wir unseren ersten eigenen Laden in den USA eröffnen, dies als Pop-up auf einer Multibrand-Fläche im trendigen Soho-Quartier in New York City», sagen die beiden Gründer gegenüber der Zeitung. Ein Pyjama-Set von Dagsmejan kostet zuweilen 200 Franken.
Bereits vor einem Jahr sprach das Unternehmerpaar gegenüber CH Media über seine Expansionspläne. «In den nächsten fünf Jahren möchten wir mindestens fünf eigene Geschäfte betreiben, unter anderem in Basel, Genf, Zürich und Luzern sowie in einer deutschen Grossstadt», sagte Lenzhofer. Natürlich schaue man sich auch Optionen in den USA an. Das müsse nicht zwingend in den Metropolen New York oder Los Angeles sein. «Auch Städte wie Austin, Miami oder Atlanta mit hohen Einkommen wären denkbar.» (bwe)
13:59 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Flughafen Zürich senkt Gebühren – werden Tickets billiger?

Der grösste Schweizer Landesflughafen verhandelte seit vergangenem Herbst mit den grössten Airlines und Interessengruppen über die neuen Flughafengebühren. Nun ist es zu einer Einigung gekommen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die neuen Gebühren, die voraussichtlich ab Oktober gelten, werden für die Nutzerinnen und Nutzer des Flughafens im Schnitt 10 Prozent tiefer ausfallen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hatte die Verhandlungen als Beobachter begleitet.
Die Gebühren, die nur kostendeckend sein dürfen, werden laut Flughafen auf Basis eines Mehrjahres-Ausblicks berechnet. Dabei würden unter anderem das erwartete Passagieraufkommen miteinfliessen, sowie Bauprojekte im aviatischen Bereich und die Betriebskosten, welche den Flugbetrieb betreffen. Begründet wird die Senkung unter anderem damit, dass in den kommenden Jahren mehr Passagiere erwartet werden, auf welche die Kosten verteilt werden können.
Neu beläuft sich etwa die Gebühr je lokal abfliegenden Passagier auf insgesamt 30.40 Franken statt wie bisher 35 Franken. Darin enthalten sind die allgemeine Passagiergebühr (18.20 Franken), die Passagiersicherheitsgebühr (11.30) sowie die Solidaritätsgebühr für den Service für Personen mit eingeschränkter Mobilität (0.90). Die Gebühren werden jeweils den Airlines belastet. Inwiefern der finale Ticketpreis ebenfalls sinkt, bleibt Sache der Fluggesellschaften, die jeweils betonen, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. (bwe)
13:17 Uhr
Dienstag, 17. Februar
AHV-Fonds legt zu – auch dank Goldrekord
Insgesamt 50,55 Milliarden Franken betrug das Vermögen der AHV-, IV- und EO-Fonds per Ende 2025. Das sind knapp 4,5 Milliarden Franken mehr als ein Jahr zuvor, wie die Fonds-Gesellschaft Compenswiss am Dienstag mitteilt. Das verwaltete Vermögen setzt sich demnach aus einem Anlagevermögen von 45,908 Milliarden Franken und flüssigen Mitteln in Höhe von 4,642 Milliarden Franken zusammen.
Die weltweite wirtschaftliche Unsicherheit sei im vergangenen Jahr nochmals verstärkt worden. «Dennoch zeigten sich die Finanzmärkte robust», sagt Compenswiss-Direktor Eric Breval: «Die solide Aktienperformance, kombiniert mit Absicherungen gegen den schwachen Dollar, hat unser gutes Ergebnis massgeblich gestützt.» Zu den weiteren Faktoren, die zum Anstieg des verwalteten Vermögens beigetragen hätten, zähle die starke Aufwertung des Goldpreises.
Compenswiss erreichte über alle drei Fonds hinweg eine im Vergleich zum Vorjahr leicht tiefere Nettorendite von 6,34 Prozent. Die Ergebnisse der drei Fonds weichen jedoch leicht voneinander ab, was auf die unterschiedlichen Liquiditätsbestände der einzelnen Sozialversicherungen zurückzuführen ist.
1. AHV
Trotz der positiven Rendite für 2025 befinde sich die AHV weiterhin in einer «angespannten finanziellen Lage», heisst es bei Compenswiss mit Verweis auf die Finanzperspektiven des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV). Gemäss diesen reichen die erwarteten Einnahmen ab 2026 nicht aus, um die Ausgaben, sprich die Rentenauszahlungen, zu decken. Der Grund ist die 13. AHV-Rente, die in diesem Dezember erstmals ausbezahlt wird.
Das BSV rechnet in der Folge mit immer grösseren Umlagedefiziten. Oder anders gesagt: Die Differenz zwischen den jährlichen Einnahmen aus Lohnabgaben sowie den Beiträgen der öffentlichen Hand und den gesamten Ausgaben dürfte immer grösser werden – zumindest bis eine Lösung für die Finanzierung der 13. Rente gefunden ist. «Die gesetzliche Vorgabe, einen Fondsbestand von 100 Prozent der jährlichen Ausgaben zu gewährleisten, wird wegen der 13. AHV-Rente immer schwieriger einzuhalten sein», sagt Compenswiss-Verwaltungsratspräsident Manuel Leuthold. «Eine zusätzliche Finanzierung bleibt daher unerlässlich.»
2. IV
Bei der IV verschlechtern sich die Finanzperspektiven laut BSV deutlich, insbesondere aufgrund der stetig steigenden Zahl neuer Renten sowie der anhaltenden Unsicherheit über die Rückzahlung der IV-Schuld von 10,3 Milliarden Franken an die AHV. Um die für die Rentenzahlungen notwendige Liquidität sicherzustellen, plant Compenswiss im Jahr 2026, Vermögenswerte in Höhe von rund 35 Millionen Franken pro Monat zu verkaufen.
3. EO
Der EO-Fonds, also der Fonds der Erwerbsersatzordnung, ist laut Compenswiss stabil und sei von den «finanziellen Herausforderungen» verschont, mit denen der AHV- und der IV-Fonds konfrontiert seien. (fv)
09:46 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Also erzielt Rekord – und will Dividende erhöhen
Der IT-Grosshändler Also hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro erzielt – ein Plus von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis (Ebit) liegt bei 211,7 Millionen Euro. Wie das Unternehmen mit Sitz in Emmen LU am Dienstag mitteilt, sei für das «Rekord-Ergebnis» unter anderem der Ausbau des Cloud-Geschäfts sowie die Steigerung der Effizienz verantwortlich. Ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis lieferten die im März 2025 übernommenen Aktivitäten des britischen Technologieanbieters Westcoast. Aufgrund der «sehr soliden finanziellen Lage» des IT- und Logistikunternehmens soll die Dividende auf 5.30 Franken je Aktie erhöht werden – die 14. Dividendenerhöhung in Folge. (mha)
09:09 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Bereits 28'000 Lehrverträge abgeschlossen
Im Sommer beginnen unzählige Jugendliche ihre Berufslehre, Wie der Bund mitteilt, verläuft die Lehrstellenbesetzung auf dem Niveau der Vorjahre. Darauf deuteten erste Trendmeldungen hin. Bis Ende Januar 2026 wurden schweizweit bereits rund 28'000 Lehrverträge abgeschlossen. Gleichzeitig waren im offiziellen Lehrstellennachweis der Kantone auf berufsberatung.ch rund 27'000 offene Lehrstellen für den Lehrbeginn 2026 ausgeschrieben. «Da laufend neue Lehrstellen gemeldet werden, bleibt das Angebot auch in den kommenden Monaten dynamisch», heisst es in einer Mitteilung.
In der Deutschschweiz ist die Vergabe von Lehrstellen traditionell bereits weiter fortgeschritten. In der lateinischen Schweiz setzt der Rekrutierungsprozess erfahrungsgemäss später ein. Der Bund empfiehlt Jugendlichen, sich fundiert mit der Berufswahl auseinanderzusetzen. Unterstützung bieten Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungen. Zusätzlich helfen praktische Einblicke in die Arbeitswelt – etwa durch Schnupperlehren, Informationsveranstaltungen in Betrieben oder den Besuch von Berufsmessen – bei der Entscheidungsfindung. (mpa)
07:58 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Neuer Forschungschef für Roche
Der Basler Konzern Roche ernennt einen neuen Chef für seine Forschungsabteilung, die sich auf die frühe Entwicklung von neuen Wirkstoffen konzentriert. Der Australier Mark Dawson übernimmt den Posten auf den 1. Mai und folgt damit auf Hans Clevers. Dawson kommt vom australischen Peter McCallum Cancer Centre und hat sich auf die Erforschung von Blutkrebs spezialisiert. Dafür hat er bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Dawson nimmt auch Einsitz in die erweiterte Konzernleitung. (mpa)
07:49 Uhr
Dienstag, 17. Februar
Weko ermittelt neu gegen 20 Firmen
Die Wettbewerbskommission (Weko) dehnt ihre Untersuchung zu allfälligen Abreden im Tief- und Hochbau im Kanton Jura aus, wie die Behörde am Dienstag mitteilt. Im November 2025 eröffnete die Weko gegen sechs Unternehmen ein Verfahren wegen Beteiligung an möglichen Submissionsabreden. Nun weitet sie aufgrund der bisherigen Ermittlungen die Untersuchung auf insgesamt 20 Unternehmen aus.
Es bestehe der Verdacht, dass diese Unternehmen ihre Offerten und Preise während mehrerer Jahre für Beschaffungen der öffentlichen Hand und Privaten koordinierten. Potenziell betroffen sind laut der Weko mehr als 150 Ausschreibungen im Tief- und Hochbau aus den Jahren 2016 bis 2025. Im Rahmen der Untersuchung sei zu prüfen, ob tatsächlich kartellrechtlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen würden. Gemäss Weko dauert eine derartige Untersuchung in der Regel drei Jahre. (fv)
12:43 Uhr
Montag, 16. Februar
Erfolg für die CS-Aktionäre

Das Handelsgericht in Zürich hat am 5. Februar «zwei wegweisende Beschlüsse» gefasst, wie der Schweizerische Anlegerschutz am Montag mitteilte, der rund 2000 ehemalige CS-Aktionäre vertritt. Erstens muss die UBS den Klägern nun doch Einsicht in Dokumente erteilen, und zweitens hat das Gericht nun die Gutachter bestimmt, welche den Wert der Credit Suisse zu Fortführungswerten eruieren sollen.
Insgesamt haben über 5000 ehemalige CS-Aktionäre den Rechtsweg eingeschlagen, weil sie mit dem Preis von rund 3 Milliarden Franken für die gescheiterte Grossbank nicht einverstanden waren. Für 22,48 CS-Papiere bekamen sie im Frühjahr 2023 gerade mal eine einzige UBS-Aktie. Mehr hatte das CS-Management, das zuvor die Bank in den Abgrund geritten hatte, nicht herausgeholt. Die Kläger sind überzeugt, dass die CS aber mehr Wert hatte, weshalb sie Einsicht verlangten in alle Schätzungen, welche die CS selbst sowie die UBS zuvor erstellt hatten. Diese Einsicht wollte die UBS ihnen nicht gewähren.
Nun hat aber das Zürcher Handelsgericht entschieden, dass «die Kläger Zugang erhalten zu den ungeschwärzten Dokumenten», wie der Anlegerschutz festhält. Um den Schutz vertraulicher Geschäftsgeheimnisse zu gewährleisten, sei die Einsichtnahme jedoch «an strikte prozessuale Auflagen» gebunden. Das heisst: «Die betroffenen Akten dürfen ausschliesslich physisch in den Räumlichkeiten des Handelsgerichts eingesehen werden.» Dabei dürfen die Unterlagen weder kopiert noch fotografiert werden. Zudem seien die Informationen aus den Unterlagen vertraulich und dürften Dritten nicht mitgeteilt werden.
Die UBS kann diesen Entscheid innert einer Frist von 30 Tagen beim Bundesgericht anfechten. Alternativ stehe der Bank das Recht zu, die besagten Unterlagen innerhalb von 40 Tagen vollständig aus dem Verfahren zurückzuziehen, um eine Einsichtnahme zu verhindern, hält der Anlegerschutzverein fest. Das Gericht hat gemäss Angaben des Anlegerschutzes «in diesem Zusammenhang jedoch klargestellt, dass ein solcher Rückzug» im Rahmen der späteren Beweiswürdigung «zu Lasten der UBS berücksichtigt würde». Die UBS selbst will sich auf Anfrage nicht zum Fall äussern.
Zudem hat das Handelsgericht nun definitiv bestimmt, wer den Wert der Credit Suisse per 19. März 2023 zu Fortführungswerten bestimmen soll. Die Wahl der beiden unabhängigen Gutachter fällt weiterhin auf Peter Leibfried, Professor an der Universität St.Gallen, sowie den Berater und früheren KPMG-Schweiz-Chef Roger Neininger. Diese Wahl war zuvor auf Widerstand gestossen: Die Vertreter des Klägers, der die erste Klage vor dem Zürcher Handelsgericht eingereicht hatte, waren mit den vorgeschlagenen Experten nicht einverstanden und hatten dagegen Beschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht eingereicht. Nachdem das Bundesgericht nicht auf die Beschwerde eingetreten ist, können sich die beiden Gutachter nun an die Arbeit machen. (fv)
10:01 Uhr
Montag, 16. Februar
Zurich und Beazley gehen in die Verlängerung
Der Zurich-Versicherungskonzern erhält mehr Zeit zur Unterbreitung einer verbindlichen Übernahmeofferte an die Aktionäre des britischen Spezialversicherers Beazley. Die erste Frist, die am Montag, 16. Februar, abgelaufen wäre, wird mit dem Einverständnis der Londoner Behörden bis zum 4. März verlängert.
Im Grundsatz haben sich die beiden Unternehmen aber bereits am 4. Februar auf die Übernahme geeinigt. Die Fristverlängerung diene der Zurich-Versicherung, die bei Übernahmetransaktionen übliche Prüfung der Beazley-Bücher abzuschliessen, teilen die beiden Unternehmen mit.
Zurich hat nach insgesamt fünf zurückgewiesenen Angeboten in den vergangenen 12 Monaten Anfang Februar einen Preis von 1310 Pence pro Beazley-Aktie offeriert und zudem eingewilligt, dass die Beazley-Aktionäre vor der Übernahme eine letzte Dividende ihres Unternehmens in Höhe von 25 Pence erhalten. Der Gesamtpreis von 1335 Pence bewertet Beazley mit rund 8 Milliarden Pfund oder umgerechnet rund 8,4 Milliarden Franken.
Beazley versichert Unternehmen unter anderem gegen Cyberrisiken. Zusammen bringen Zurich und Beazley ein Prämienvolumen von rund 15 Milliarden Dollar in diesem Spezialsegment des Unternehmensversicherungsgeschäfts auf die Waage. Davon entfallen rund zwei Drittel auf das bisherige Geschäft der Zurich. Die Zurich will den Sitz ihres «Global Specialty»-Geschäfts nach London verlegen. Einzelheiten dazu könnten am Donnerstag anlässlich Jahresmedienkonferenz der Zurich bekannt werden. (dz)
09:25 Uhr
Montag, 16. Februar
Wirtschaft wächst nur leicht
Gemäss der ersten Schnellschätzung für das vierteljährliche reale Bruttoinlandprodukt (BIP) dürfte die Schweizer Wirtschaft im 4. Quartal 2025 um 0,2 Prozent zugelegt haben. Das teilt das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mit. Demnach wuchs der Dienstleistungssektor nur verhalten, der Industriesektor stagnierte.
Gemäss den vorliegenden provisorischen Ergebnissen des Seco legte die Schweizer Wirtschaft 2025 um 1,4 Prozent zu, nach 1,2 Prozent im Vorjahr. Damit bleibt sie deutlich hinter ihrem durchschnittlichen Wachstum zurück, das laut Seco bei rund 1,8 Prozent liegt. (fv)
09:19 Uhr
Freitag, 13. Februar
Konsumentenpreise sind im Januar gesunken
Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im Januar 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,1 zurückgegangen. Dies berichtet das Bundesamt für Statistik. Der Rückgang ist laut dem Amt auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Unter anderem seien die Preise für Elektrizität und Parahotellerie gesunken, ebenso für Flugreisen sowie für Bekleidung und Schuhe, die im Rahmen des Ausverkaufs reduziert waren. Gestiegen seien hingegen die Preise in der Hotellerie, für Pauschalreisen ins Ausland sowie die Prämien für Autoversicherungen. Gegenüber dem Januar 2025 gab es noch eine leichte Preissteigerung: Der Landesindex lag um 0,1 Prozent höher.
Zudem vermeldete das Bundesamt für Statistik, dass es seine Preisstatistiken revidiert hat. So wurden auf Anfang 2026 dem Warenkorb des Landesindex neue Produkte hinzugefügt, so etwa Milch auf pflanzlicher Basis, E-Scooter, Elektrizität von öffentlichen Ladestationen und Wohnmobile, ebenso wie Bestattungsdienste und die Langzeitpflege. Auf diese Weise werde die Marktentwicklung besser abgebildet. Die letzte Revision habe man 2020 vorgenommen. Zudem werde es ab Ende 2026 eine neue Statistik über Eigentümerwechsel bei Immobilien geben. Ende 2027 werde die Publikation eines neuen Immobilienpreisindex für Mehrfamilienhäuser folgen. (nav)

08:10 Uhr
Freitag, 13. Februar
Neuer Präsident für Economiesuisse
Christoph Mäder gibt nach sechs Jahren seinen Posten als Präsident des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse ab. Nun steht fest, wer ihn beerben soll: Es ist der Textilunternehmer, Filtex-Chef und FDP-Mann Silvan Wildhaber, wie Economiesuisse am Freitag bekannt gibt. Er soll sein Amt im September antreten. Wildhaber sitzt seit 2014 im Vorstand von Economiesuisse und seit 2021 im Vorstand des Arbeitgeberverbands. (fv)

09:22 Uhr
Donnerstag, 12. Februar
Lidl erhöht Lohnsumme um 1,5 Prozent

Der deutsche Discounter hat sich mit den Sozialpartnern Syna und dem Kaufmännischen Verband Schweiz im Rahmen des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) auf eine Erhöhung der Lohnsumme um 1,5 Prozent geeinigt. Dieser Anstieg der Lohnsumme entspreche dem höchsten im Schweizer Detailhandel für das Jahr 2026, wie es in einer Mitteilung heisst. Zudem verzichte das Unternehmen weiterhin als einziger Detailhändler komplett auf den Koordinationsabzug in der Pensionskasse. Davon würden insbesondere Teilzeitangestellte profitieren, da der gesamte Lohn ohne Abzüge für die Pensionskasse angerechnet wird, was die spätere Rente nachhaltig sichere.
Konkret erhalten die Mitarbeitenden dabei mindestens 50 Franken mehr pro Monat bei einer 41-Stunden-Woche. Während die Löhne in den Filialen und Warenverteilzentren generell angehoben werden, erfolgen die Anpassungen auf Kaderstufe individuell.
Mit der diesjährigen Lohnrunde hebt Lidl den Mindestlohn auf 4'650 Franken an. Dies entspricht laut dem Discounter dem höchsten durch einen Gesamtarbeitsvertrag abgesicherten Mindestlohn für eine 41-Stunden-Woche im gesamten Schweizer Detailhandel. (bwe)
07:55 Uhr
Donnerstag, 12. Februar
Swisscom schreibt weniger Gewinn
Der Telekom-Konzern Swisscom hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 15,0 Milliarden Franken erzielt. Das sind 36,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme geht auf die per Ende 2024 erfolgte Übernahme von Vodafone Italia durch die italienische Swisscom-Tochter Fastweb zurück, die erstmals in den Zahlen sichtbar ist.
Die Akquisition hat bei der Swisscom hohe Kosten verursacht. Gleichzeitig schrumpften die Umsätze in wichtigen Geschäftsbereichen sowohl in der Schweiz als auch in Italien. Der Reingewinn sank dementsprechend um 17,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Franken.
Wäre Vodafone Italia schon im Jahr 2024 in den Swisscom-Zahlen voll konsolidiert gewesen, hätte 2025 sogar ein Umsatzminus von 2,0 Prozent in den Büchern gestanden. Demnach spricht die Firma, die mehrheitlich in Bundesbesitz ist, in einer Mitteilung von einem «guten Resultat» und will wie angekündigt die Dividende von 22 auf 26 Franken pro Aktie erhöhen. Damit hatte die Swisscom ihren Aktionären die Übernahme in Italien schmackhaft gemacht. Für dieses Jahr rechnet die Swisscom mit einem sinkenden Umsatz. Er dürfte zwischen 14,7 und 14,9 Milliarden Franken zu liegen kommen. (ehs)
15:32 Uhr
Mittwoch, 11. Februar
Wegen Streiks: Lufthansa streicht Flüge – Swiss hilft aus
Die Lufthansa hat wegen der angedrohten Crew-Streiks in Deutschland für diesen Donnerstag umfangreiche Flugstreichungen angekündigt. Eine genaue Zahl gestrichener Flüge wurde aber nicht genannt. Wenn möglich, würden von Flugstreichungen betroffene Fluggäste auf andere Airlines umgebucht. Erst für den Freitag rechnet Lufthansa wieder mit der Rückkehr zum normalen Flugplan. Grund für den von deutschen Gewerkschaften organisierten Streik sind Rentenbeiträge, Beschäftigungssicherung und die Konzernstrategie. Bestreikt werden die Starts der Fluggesellschaft von deutschen Flughäfen.
Nun springt die Schweizer Tochter Swiss in die Bresche, wie eine Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur AWP mitteilt. Zwischen Zürich und Frankfurt würden grössere Flugzeuge eingesetzt, um mehr Passagiere aufnehmen zu können. Die Flüge würden statt mit kleineren Maschinen mit Airbus-A321-Jets durchgeführt. Das eigene Flugprogramm sei nicht betroffen. (dpa/mha)
09:38 Uhr
Mittwoch, 11. Februar
Heineken will weltweit bis zu 6000 Stellen abbauen
Der Bierkonzern Heineken streicht zwischen 5000 und 6000 Stellen. Das niederländische Unternehmen will mit dem Stellenabbau, der über die nächsten zwei Jahre erfolgen soll, die «schwierigen Marktbedingungen» bewältigen. In einer Mitteilung heisst es weiter, dass die Produktivität «in grossem Umfang» erhöht werden solle. Weltweit beschäftigt Heineken rund 87'000 Mitarbeitende.
Inwiefern die zum Konzern gehörenden Brauereien Eichhof in Luzern und Calanda in Chur vom Stellenabbau betroffen sein werden, lässt die Mitteilung offen. Potenzielle lokale Implikationen könne man zu diesem Zeitpunkt nicht kommentieren, heisst es auf Anfrage. 2025 hatte Heineken einen Rückgang der Bierabsatzmenge um 2,4 Prozent verzeichnet. (mha)
15:11 Uhr
Dienstag, 10. Februar
Schweizer geben 481 Euro für Bio-Essen aus
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist im Jahr 2024 auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Gemäss einer Analyse des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (Fibl) gaben Konsumenten 145 Milliarden Euro für solche Produkte aus. Das entspricht einer Zunahme von 6,9 Prozent. Die USA waren auch 2024 der grösste Markt (60,4 Milliarden Euro), gefolgt von Deutschland (17 Milliarden Euro) und China (15,5 Milliarden Euro). Die Schweiz verzeichnete mit 481 Euro pro Person den weltweit höchsten Pro-Kopf-Konsum und mit 12,3 Prozent den weltweit höchsten Biomarktanteil am gesamten Lebensmittelumsatz im Jahr 2024. (mpa)
10:45 Uhr
Dienstag, 10. Februar
UBS-Umfrage: Euro per Ende 2026 auf 91 Rappen
Gemäss Schweizer Unternehmen werde der Schweizer Franken auch dieses Jahr gefragt sein, schreibt die Grossbank UBS in einer Medienmitteilung. Per Ende 2026 erwarten rund 300 von der UBS befragte Unternehmen einen Eurokurs von 91 Rappen.
Die UBS-Ökonomen gehen hingegen nicht von einem gegenüber dem Euro weiter erstarkenden Franken aus. Sie erwarten im Gegenteil, dass der Euro gegen Ende 2026 um die 95 Rappen kosten wird. Die Überlegung dahinter sei, dass die deutsche Wirtschaft wieder schneller wachsen werde und damit dem Euro wieder Rückenwindd verleihe.
Für den Dollar rechnen weder die befragten Unternehmen noch die UBS-Ökonomen mit einer weiteren starken Abwertung. Die rund 300 befragten Unternehmen rechnen durchschnittlich mit einem Wechselkurs von 78 Rappen pro Dollar, was nahe des aktuellen Niveaus liege. Die UBS-Ökonomen prognostizieren einen Kurs von 79 Rappen. Der Dollar hat zum Schweizer Franken im Vergleich zum Jahresanfang 2025 aktuell über 15 Prozent an Wert verloren. (nav)
09:07 Uhr
Montag, 9. Februar
Neue Chefin für Mobility
Der Carsharing-Anbieter Mobility ernennt Corinne Vogel zur neuen Geschäftsführerin. Sie folgt per 1. April auf Roland Lötscher, der die Genossenschaft nach siebenjähriger Amtszeit per Ende 2025 verlassen hat. Seither wird Mobility interimistisch von Verwaltungsratspräsident Raoul Stöckle geführt.
Die 43-jährige Vogel war laut einer Mitteilung vom Montag in verschiedenen Geschäftsleitungs- und Führungsrollen tätig, etwa bei Rotary Schweiz oder der Mobiliar. Sie gründete das E-Bike-Sharing-Unternehmen Bond Mobility mit und führte es. Mobility ist der grösste Carsharing-Anbieter der Schweiz mit 3200 Fahrzeugen an 1600 Standorten. (ehs)
16:13 Uhr
Montag, 9. Februar
Software One wächst stärker als erwartet
Die Softwarebranche befindet sich in Aufruhr, seit letzte Woche darüber spekuliert wurde, dass Künstliche Intelligenz dereinst klassische Softwareunternehmen in Bedrängnis bringen könnte. Vor diesem Hintergrund hat der Nidwaldner Softwarelizenzhändler Software One am Montag vorläufige Finanzzahlen präsentiert. Diese deuten auf eine wachsende Dynamik hin. Im vierten Quartal 2025 erzielte Software One ein Umsatzwachstum von 64,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was die am 2. Juli 2025 abgeschlossene Akquisition von Crayon widerspiegelt. Auf vergleichbarer kombinierter Basis wuchs der Umsatz im vierten Quartal währungsbereinigt um 11 Prozent.
Separat gab Software One bekannt, dass der Verwaltungsrat Barend Fruithof als zusätzliches unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats nominiert hat. Er ist seit 2017 CEO des Herstellers von Spezialfahrzeugen Aebi Schmidt. Barend Fruithof wird der Generalversammlung vom 22. Mai 2026 zur Wahl vorgeschlagen. Alle amtierenden Mitglieder des Verwaltungsrats, einschliesslich des Präsidenten, werden sich zur Wiederwahl stellen. (mim)
16:47 Uhr
UBS führte jahrelang Konten für Epstein-Vertraute Maxwell
Die UBS hat über Jahre hinweg Konten für Ghislaine Maxwell geführt, eine enge Vertraute des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Das geht aus Unterlagen des US-Justizministeriums hervor, über die die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Demnach eröffnete die UBS im Jahr 2014 mehrere Konten für Maxwell – zu einem Zeitpunkt, als andere Grossbanken sie bereits als Risikokundin eingestuft hatten. Die amerikanische Bank JP Morgan hatte ihre Geschäftsbeziehung zu Epstein wenige Monate zuvor beendet und Maxwell intern schon 2011 wegen ihrer Nähe zu ihm als «Hochrisikokundin» bewertet.
Laut den Dokumenten verwaltete die UBS in den Jahren vor Maxwells Verurteilung Vermögenswerte von bis zu 19 Millionen Dollar. Maxwell wurde 2021 schuldig gesprochen, an der Rekrutierung und dem Missbrauch minderjähriger Mädchen beteiligt gewesen zu sein, und zu 20 Jahren Haft verurteilt.
Der Kontakt zur UBS kam laut Reuters Ende 2013 über einen Partner von Soros Private Equity zustande. Epstein selbst erhielt 2014 kurzzeitig eine Kreditkarte der UBS, die jedoch wenige Monate später aus Reputationsgründen wieder gekündigt wurde. Die Geschäftsbeziehung zu Maxwell blieb hingegen bestehen – trotz öffentlich bekannter Verbindungen zu Epstein.
Noch im Juli 2019, kurz nach Epsteins Festnahme, überwies die Bank auf Maxwells Anweisung 130’000 Dollar. Wenig später erhielt die UBS eine gerichtliche Vorladung und übermittelte dem FBI entsprechende Informationen. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Hinweise auf strafrechtliches Fehlverhalten der UBS gibt es laut Reuters nicht. (ras)
09:59 Uhr
Freitag, 6. Februar
Wende am Arbeitsmarkt? Saisonbereinigte Arbeitslosenquote sinkt
Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 5’005 (3,4 Prozent) auf 152’280. Das hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag vermeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Arbeitslosigkeit damit um 16’507 (12,2 Prozent) gestiegen. Die Arbeitslosenquote nahm im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent zu, wie das Seco weiter vermeldete. Die saisonbereinigte Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat jedoch und zwar um 1’355 (minus 1,0 Prozent) auf 138’451. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote sank im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent.
Von Dezember 2025 auf Januar 2026 sei die Zahl der Jugendarbeitslosen (15- bis 24-Jährige) um 141 Personen (1,0 Prozent) auf 13’785 gestiegen, heisst es weiter in der Seco-Meldung. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspreche dies einer Zunahme von 1’444 Personen (11,7 Prozent). Die Jugendarbeitslosenquote stieg im Januar 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent. Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50- bis 64-Jährige) lag im Januar 2026 um 1’373 oder 3,4 Prozent über dem Vormonatswert bei 42’029. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sie sich um 4’809 Personen (+12,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote Älterer belief sich im Januar 2026 auf 2,9 Prozent, 0,1 Prozentpunkte höher als im Vormonat. (nav)
08:11 Uhr
Freitag, 6. Februar 2026

Bitcoin-Crash: Kurs zwischenzeitlich auf 60'000 Dollar gefallen
Der Bitcoin setzt seine Talfahrt fort. Der Kurs ist unter die Marke von 70'000 Dollar gefallen, über Nacht gar zwischenzeitlich auf 60'000 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2024. Durch die Verluste in den vergangenen Tagen baute die älteste und bekannteste Kryptowährung das Minus in diesem Jahr zwischenzeitlich auf rund 30 Prozent aus. Am Freitagvormittag stieg der Kurs wieder leicht an und verharrt derzeit unter 65'000 Dollar.
«Am Markt herrscht ein Cocktail der Unsicherheit, bestehend aus geldpolitischen Unwägbarkeiten, befürchteter Liquiditätsverknappung und dem Rückzug institutionellen Kapitals», beschrieb Analyst Timo Emden von Emden-Research die Stimmung. «Anleger zeigen sich nach wie vor spürbar verunsichert.»
Seit dem Rekordhoch von mehr als 126'000 Dollar im November hat der Bitcoin damit zwischenzeitlich über 50 Prozent an Wert verloren. Derzeit sind es wieder leicht weniger als 50 Prozent. Seit November belastete vor allem eine starke Nachfrage nach vergleichsweise sicheren Anlagen wie Gold oder Silber im Zuge geopolitischer Unsicherheiten den Kurs der bekanntesten Kryptowährung immer stärker. Analysten Emden sagt: «Wir sehen nach wie vor keinen klassischen Crash, sondern einen schleichenden Abbau von Bewertung und Risikoappetit.» Zwischenzeitlich verlor der Bitcoin jedoch dermassen schnell an Boden, dass es weniger einem schleichenden Abbau glich und tatsächlich mehr einem Crash.
Im Zuge des Bitcoin-Erfolgs wurden viele weitere Digitalwährungen ins Leben gerufen. Inzwischen gibt es Tausende davon. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,4 Billionen Dollar dominiert der Bitcoin aber weiterhin den Markt für Kryptowährungen. Lediglich Ethereum mit rund 250 Milliarden Dollar und Tether mit 185 Milliarden Dollar können in dieser Kategorie halbwegs folgen.
Die Gesamtkapitalisierung aller Kryptowährungen beziffert der Anbieter CoinMarketCap auf etwa 2,4 Billionen Dollar. Anfang des Jahres waren das noch rund 3 Billionen Dollar. (dpa/nav)
06:12 Uhr
Freitag, 6. FeBruar
EMS-Gruppe steigert Gewinn
Die EMS-Gruppe verzeichnete 2025 einen Nettoumsatz von 1950 Millionen Franken und steigerte das Betriebsergebnis (Ebit) um 5,2 Prozent auf 567 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilt. Trotz eines starken Schweizer Frankens und eines unsicheren geopolitischen Umfelds konnte EMS dank einer erfolgreichen Verkaufsoffensive und Innovationen im Bereich der Spezialchemikalien und Hochleistungspolymere die Ertragskraft ausbauen. Besonders in Asien zeige sich eine erfreuliche Geschäftsentwicklung.
Die Dividende soll auf 18.40 Franken pro Aktie erhöht werden. Für 2026 erwartet EMS ein herausforderndes Umfeld, bleibt aber zuversichtlich hinsichtlich der Geschäftsaussichten. (phh)
17:48 Uhr
Donnerstag, 5. November
Mega-Fusion abgeblasen: Glencore und Rio Tinto gehen getrennte Wege
Rohstoffe Die beiden Riesenkonzerne Rio Tinto und Glencore haben ihre Gespräche über einen Zusammenschluss eingestellt. Dieser hätte den grössten Rohstoffkonzern der Welt geschaffen, mit einer Marktkapitalisierung von rund 230 Milliarden Dollar. Die britisch-australische Rio veröffentlichte eine Meldung, wonach kein Deal erreicht werden konnte, der im Interesse der Aktionäre gewesen wäre. In einer eigenen Meldung erklärte die in der Schweiz beheimatete Glencore, die Fusionsgespräche seien auch daran gescheitert, dass Rio Tinto zu wenig habe für Glencore bezahlen wollen und insbesonder dessen Kupfergeschäft zu tief bewertet habe. In der Finanzpresse auch war zu lesen, dass die Führungskulturen der beiden Konzerne zu verschieden gewesen seien. (nav)
08:40 Uhr
Donnerstag, 5. Februar
Nach Abschaffung des Eigenmietwerts: Kauf von Wohneigentum neu in 71 Prozent der Gemeinden günstiger als die Miete
Die Abschaffung des Eigenmietwerts ändere die Besteuerung von Wohneigentum in der Schweiz, schreibt der Immobilienberater Wüest Partner in einer Medienmitteilung. Dies könnte künftig die Haushalte beeinflussen, wenn sie zwischen Kauf und Miete entscheiden müssen. Der Berater hat analysiert, welche Wohnform sich künftig mehr lohnt, wenn man aktuelle Entwicklungen berücksichtigt bei Mieten, Immobilienpreisen und Zinssätzen.
Was war vor der Abschaffung des Eigenmietwerts lohnender? In den vergangenen Jahren sind die Mieten gestiegen und die Hypothekarzinsen gesunken. Dadurch sei der Erwerb von Wohneigentum in mehr Gemeinden wirtschaftlich attraktiver als noch im Jahr 2023. Im aktuellen Besteuerungssystem sei Wohneigentum deshalb im Durchschnitt in 1217 Schweizer Gemeinden günstiger als die Miete, wie Wüest Partner weiter schreibt. Dies entspricht 57 Prozent aller Gemeinden.
Mit der Abschaffung des Eigenmietwerts ändert sich dies nun. Die steuerliche Belastung von Eigentümerhaushalten sinkt im Durchschnitt, was die Nettokosten von Wohneigentum reduziert. Infolgedessen steigt die Zahl der Gemeinden, in denen Wohneigentum wirtschaftlich günstiger ist als die Miete, und zwar von 1217 auf 1508. Das entspricht einem Anstieg von 57 Prozent auf 71 Prozent aller Gemeinden.
Die Abschaffung des Eigenmietwertes wirkt sich je nach Kanton oder Gemeinde jedoch unterschiedlich aus. In hochpreisigen Märkten könne die Nettosteuerbelastung für Erstkäufer gar steigen, also in grossen Städten sowie wohlhabenden oder touristisch geprägten Gemeinden. Der im Rahmen der Reform vorgesehene Übergangsabzug kompensiere die tatsächlich bezahlten Zinsen nur teilweise.
Dementsprechend sei in Kantonen wie Zug, Zürich, Genf, Graubünden oder Schwyz gar mit einem durchschnittlichen Kostenanstieg für Wohneigentum zu rechnen. Wüest Partner schreibt: «Dort dürfte der relative Kostenvorteil der Miete gegenüber dem Kauf teilweise bestehen bleiben oder sich sogar verstärken.» Insgesamt bleibe der Einfluss der Abschaffung des Eigenmietwertes begrenzt, schreibt Wüest Partner. Andere Faktoren würden zentral bleiben, etwa die Zinsen, die makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie die demografische Entwicklung und die Lage am Arbeitsmarkt. (nav)
07:11 Uhr
Donnerstag, 5. Februar
Valiant steigert Gewinn, plant Führungswechsel und will 80 Vollzeitstellen abbauen
Die Valiant Bank hat im Jahr 2025 ihren Konzerngewinn um 2,9 Prozent auf 154,7 Millionen Franken erhöht, wie das Unternehmen mitteilte. Dies stellt den höchsten Gewinn in der Geschichte der Bank dar. Der Geschäftserfolg sank jedoch um 3,4 Prozent auf 225,5 Millionen Franken.
Im Rahmen eines dreijährigen Aktienrückkaufprogramms plant Valiant, Aktien im Wert von bis zu 75 Millionen Franken zurückzukaufen, um die Kapitalquote im Zielband von 15 bis 17 Prozent zu halten. Die Dividende für Aktionäre soll um 20 Rappen auf 6.00 Franken pro Aktie erhöht werden. CEO Ewald Burgener wird 2027 in den Verwaltungsrat wechseln und 2028 den Vorsitz von Markus Gygax übernehmen.
Desweiteren will Valiant seine Effizienz steigern und hat dafür ein Programm gestartet. Im Zuge dessen will man Kosten von mindestens 15 Millionen Franken einsparen, auch beim Personal. Dabei werde es auch zu einem Abbau von 80 Vollzeitstellen kommen. Die Umsetzung erfolge schrittweise im Laufe der nächsten zwei Jahre und solle möglichst über natürliche Fluktuation erfolgen. (phh/nav)
07:02 Uhr
Donnerstag, 5. Februar
Helvetia Baloise stellt neuen Markenauftritt vor
Helvetia Baloise hat einen neuen, einheitlichen Markenauftritt für alle Ländermärkte vorgestellt, wie das Unternehmen mitteilte. Die neue Marke kombiniert die Wortmarke «Helvetia» mit der modernisierten Bildmarke und der Farbwelt von Baloise. Die Einführung beginnt 2026, wobei die Schweiz und Deutschland bereits dieses Jahr starten.

Group CEO Fabian Rupprecht erklärte, dass die Kombination der Marken ein universelles Qualitätsmerkmal darstelle. Der neue Auftritt ist entscheidend für die Identität des im Dezember 2025 fusionierten Unternehmens in acht Ländermärkten.
Wegen der IFRS-Regelungen wird die Wortmarke «Baloise» aktiviert und amortisiert. Für das Geschäftsjahr 2026 entsteht ein Amortisierungsaufwand von CHF 1'000 Mio. bis CHF 1'100 Mio. nach Steuern. (phh)
06:21 Uhr
Donnerstag, 5 Februar
Luzerner Kantonalbank erzielt Rekordergebnis
Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat im Jahr 2025 ihren Konzerngewinn um 3.1 Prozent auf 295.5 Millionen Franken gesteigert, wie die Bank am Donnerstag mitteilt. Dies sei das beste Ergebnis in der Geschichte der LUKB. Der Erfolg basiere auf einem Wachstum in allen Ertragssparten: Das Zinsengeschäft stieg um 3.2 Prozent auf 458.1 Millionen Franken, das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 10.1 Prozent und der Handelserfolg um 34.5 Prozent.
Für 2026 erwartet die LUKB einen Gewinn von mindestens 295 Millionen Franken. Die Bank plant zudem, ihre Strategie bis 2030 fortzusetzen, um sich zu einer der fünf führenden Universalbanken der Schweiz zu entwickeln. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Erhöhung der Ausschüttung auf 2.70 Franken pro Aktie. Der Kanton Luzern profitiert von einer Ausschüttung von 100.8 Millionen Franken. (phh)
17:57 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
Ex-Dormakaba-Chefin Soussan geht zu Stadler
Es war ein kurzes Gastspiel: Rund ein Jahr nachdem Sabrina Soussan den Chefposten beim Schliesskonzern Dormakaba übernommen hatte, war sie schon wieder weg. Nun kehrt die Französin, die vor dem Dormakaba-Abstecher als Co-CEO Siemens Mobility leitete, in die Schweiz zurück: Sie soll im Mai in den Verwaltungsrat von Peter Spuhlers Stadler Rail gewählt werden. Ebenfalls neu im obersten Stadler-Gremium Einsitz nehmen soll Michael Schöllhorn, der Chef von Airbus Defence and Space. Die beiden ersetzen Ex-Swiss-Chef Christoph Franz sowie Wojciech Kostrzewa. (fv)

14:07 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
FV-Dosto: SBB verlieren vor Gericht
Die Doppelstockzüge des Typs FV-Dosto sind das Rückgrat des Fernverkehrs der SBB – und ein Ärgernis für die Behindertenverbände. In einem bereits über 14 Jahre andauernden Rechtsstreit haben sie verschiedene Nachbesserungen gefordert, die die Züge behindertentauglicher machen sollen. Gewisse Forderungen wurden von den SBB erfüllt, andere wurden von Gerichten abgewiesen, um wieder andere wird noch gestritten. Nun hat der Verband Inclusion Handicap einen Etappensieg errungen.
Er hatte vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen die unbefristete Betriebsbewilligung rekurriert, welche das Bundesamt für Verkehr (BAV) den Zügen im März 2024 erteilt hatte. Der Behindertenverband monierte, dass die Gestaltung der Ein- und Ausstiegsbereiche der FV-Dosto den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes nicht vollumfänglich genüge. Sie müssten so abgeändert werden, dass sie von Menschen mit Mobilitätsbehinderungen autonom und sicher benutzt werden könnten.
Das Bundesverwaltungsgericht hat am 20. Januar nun ein Urteil gefällt. Es wurde am Mittwoch veröffentlicht. Ob die FV-Dosto-Züge das Gesetz tatsächlich nicht erfüllen, hat das Gericht nicht beurteilt. Diese Frage bleibe «ergebnisoffen». Es hat aber die Bewilligungen des BAV aufgehoben. Der Grund dafür ist eine Studie, mit der das Amt die Behindertentauglichkeit der Züge überprüft hatte. Diese wird vom Gericht in deutlichen Worten gerügt.
Es sei etwa zweifelhaft, ob die Ergebnisse dieser Studie auf alle mobilitätsbehinderten Menschen, «die sonst in der Lage sind, den öffentlichen Raum autonom zu benützen» übertragbar seien. Das Gericht moniert beispielsweise, dass keine Experimente mit einer repräsentativen Gruppe mobilitätsbehinderter Menschen stattgefunden hätten. Zudem seien die Experimente nur mit einem Standardrollstuhl vorgenommen worden, nicht etwa mit Elektrorollstühlen.
Ob die SBB, die neben dem BAV als Beschwerdegegnerin auftraten, nun die Einstiegsbereiche ändern müssen, bleibt offen. Die Vorinstanz – also das BAV – ist laut den Richtern besser geeignet, dies zu beurteilen. Die Bundesbehörde muss ein neues Gutachten fertigen lassen, in dem sie die gerügten Punkte beurteilt. Zudem muss das BAV bereits zuvor entscheiden, ob «mögliche Anpassungen am Ein- und Ausstiegsbereich zumindest eines Wagens pro Zug technisch machbar und verhältnismässig sind».
Der Verband Inclusion Handicap schreibt in einer Mitteilung, es sei nun klar, dass keine Tests mehr ohne Betroffene stattfinden dürften. Für die Studie habe das BAV Menschen ohne Behinderungen beigezogen, die sich in einen Rollstuhl gesetzt hätten. «Damit blieben zentrale Lebensrealitäten vieler Menschen mit Rollstuhl, wie etwa eine eingeschränkte Rumpfstabilität oder verminderte Muskelkraft, unberücksichtigt.» (ehs)
12:43 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
Die Zurich-Versicherung steht vor Milliardenübernahme
Die Schweizer Versicherungsgruppe und der Londoner Spezialversicherer Beazley einigen sich. Der Zurich-Konzern hat seine Offerte aufgebessert, so dass der Beazley-Verwaltungsrat dieser nun zustimmen kann. Die finanziellen Bedingungen seien attraktiv genug, um den Aktionärinnen und Aktionären eine Annahme zu empfehlen, sofern der Zurich-Konzern ein verbindliches Angebot vorlege und alle weiteren Vertragsdetails geklärt würden. Das hält der Beazley-Verwaltungsrat fest. Damit sollte das Szenario einer feindlichen Übernahme vom Tisch sein.
Neu bietet die Zurich-Versicherung 1335 Pence je Aktie, was einer Prämie von knapp 60 Prozent gegenüber dem jüngsten Börsenkurs entspricht, wie die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung bekannt geben. Konkret sieht das Angebot einen Barpreis von 1310 Pence je Aktie vor. Hinzu kämen mögliche Dividendenzahlungen von bis zu 25 Pence je Aktie für das abgelaufene Jahr. Insgesamt würde Beazley bei vollständiger Umsetzung mit rund 8 Milliarden Pfund bewertet – fast 63 Prozent mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung.
Gemeinsam kämen die beiden Unternehmen im Spezialversicherungsgeschäft auf Bruttoprämien von rund 15 Milliarden Dollar. Noch ist die Transaktion allerdings nicht in trockenen Tüchern. Der Schweizer Versicherer beabsichtigt zunächst, eine vertiefte Sorgfaltsprüfung durchzuführen. Spätestens bis zum 16. Februar 2026 muss der Konzern gemäss britischem Übernahmerecht entscheiden, ob er ein verbindliches Angebot unterbreitet oder von dem Vorhaben Abstand nimmt. (fv)
08:28 Uhr
Mittwoch, 4. Februar
Novartis macht 13,9 Milliarden Umsatz
Der Basler Pharmakonzern Novartis hat letztes Jahr Medikamente im Wert von 54,5 Milliarden Dollar verkauft. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent. Der Reingewinn lag bei 13,9 Milliarden Dollar (+17 Prozent). Trotz schmerzhafter Patentabläufe von wichtigen Medikamenten konnte Novartis die Marge auf 40 Prozent steigern. «Wir gehen davon aus, dass wir 2026 weiterwachsen werden, obwohl der bedeutendste Ablauf von Patenten in der Geschichte von Novartis bevorsteht», sagt Novartis-Chef Vas Narasimhan. Novartis schlägt den Aktionären eine Dividendenerhöhung auf 3.70 Franken pro Aktie vor. Das wäre die 39. Dividendenerhöhung in Folge. Freuen kann sich auch der Novartis-Chef. Narasimhan verdiente letztes Jahr rund 25 Millionen Franken. (mpa)

13:49 Uhr
Dienstag, 3. Februar
Die Landi-Läden steigern Umsatz – dank des schönen Wetters
Im vergangenen Jahr haben die Landi-Läden 1,461 Milliarden Franken Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 0,3 Prozent, wie die zum Fenaco-Konzern gehörende Detailhandelsgruppe am Dienstag bekannt gab. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war die erfreuliche Frühlingssaison, wie das Unternehmen festhält. «Aufgrund des guten Wetters stieg die Nachfrage bei mehreren Sortimenten.» Dabei hebt die Landi-Gruppe den «Rekordabsatz der Rasenmäher der Eigenmarke Okay» oder die Verkäufe der Grills der Eigenmarke Grill Club hervor.
Ein weiterer Umsatztreiber war gemäss Landi-Angaben der «aussergewöhnlich heisse Juni». Die zahlreichen Hitzetage steigerten die Nachfrage nach Klimageräten sowie Gartenpools. Im Weihnachtsgeschäft wiederum waren Thermo-Kocher und Lichterketten beliebt. (fv)

10:20 Uhr
Dienstag, 3. Februar
Bund sensibilisiert für Belästigung am Arbeitsplatz
Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) haben ihre Unterlagen zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz aktualisiert. Dazu gehört eine Broschüre für Arbeitgebende, in der insbesondere auf deren rechtliche Pflichten und auf gute Praxisbeispiele im Bereich der Prävention eingegangen wird. Ergänzend dazu stünde den Unternehmen eine Checkliste zur Verfügung, um ihre internen Vorkehrungen zu überprüfen.
Auch Materialien für Arbeitnehmende stellt der Bund bereit. Dort werden etwa die verschiedenen Formen sexueller Belästigung aufgezeigt. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist in der Schweiz ein weit verbreitetes Problem. Gemäss einer Studie von 2024 war ein Drittel der Arbeitnehmenden bereits davon betroffen. (mpa)
07:53 Uhr
Dienstag, 3. Februar
Ehemaliger SP-Regierungsrat wird Verwaltungsrat bei der Swatch-Gruppe
Die Swatch-Group-Lenker, die Geschwister Nick und Nayla Hayek, hatten im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» einen Generationenwechsel angekündigt – in der Geschäftsleitung und im Verwaltungsrat. Nun unternehmen sie einen ersten Schritt: An der Generalversammlung vom 12. Mai soll Andreas Rickenbacher ins oberste Gremium der Swatch-Gruppe gewählt werden.
Bekannt wurde der Betriebswirt und Sozialdemokrat, der in diesen Tagen seinen 58. Geburtstag feiert, als Berner Volkswirtschaftsdirektor. Nach 10 Jahren in der bernischen Kantonsregierung schlug Rickenbacher eine Verwaltungsratskarriere ein. So sitzt er etwa im Strategiegremium des Stromkonzerns BKW und des Landwirtschafts- und Strassenputzmaschinenherstellers Aebi Schmidt. Zudem präsidiert er den Verwaltungsrat der Suva und auch des CSEM – also des Schweizer Zentrums für Elektronik und Mikrotechnik, das ursprünglich als Forschungszentrum zur Rettung der Uhrenindustrie gegründet worden war. (fv)

15:50 Uhr
Montag, 2. Februar
Flughafen Zürich: Abgang in der Geschäftsleitung
Aus 7 mach 6: So verkleinert der Flughafen Zürich seine Geschäftsleitung. Manuela Staub, die bisherige Personal- und Kommunikationschefin, verlässt aufgrund dieser Neuorganisation das Unternehmen. Mit dieser wolle man künftigen Herausforderungen wirkungsvoller begegnen, heisst es in einer Mitteilung des grössten Schweizer Landesflughafens.

Flughafen-Chef Lukas Brosi übernimmt damit auch die Führung des Bereichs Kommunikation, während Finanzchef Kevin Fleck für den Personalbereich zuständig ist. Die Anpassung erfolgt per sofort. Staub startete 2020 als Kommunikationschefin und übernahm mit ihrer Ernennung in die Geschäftsleitung 2022 weitere Aufgaben. Flughafen-Immobilienchefin Lydia Naef verbleibt als einzige Frau in der Geschäftsleitung. (bwe)
14:42 Uhr
Montag, 2. Februar
«Europe First» macht Schule
Die Schweizer Maschinenindustrie droht aufgrund eines neuen Finanzgesetzes aus Rom vom italienischen Markt ausgeschlossen zu werden, wie CH Media als Erstes berichtete. Demnach winken italienischen Unternehmen grosse Steuererleichterungen – aber nur, falls sie neue Maschinen aus dem EU- oder EWR-Raum anschaffen. Kaufen die Firmen in der Schweiz ein, gehen sie leer aus. Auf dem Spiel stehen knapp 1 Milliarde Franken oder rund 5 Prozent des gesamten Volumens von 20 Milliarden Franken, das der Schweizer Maschinenexport jährlich erwirtschaftet.
Nun zeigt sich: Das italienische Beispiel könnte Schule machen. Der EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné jedenfalls will die Vergabe öffentlicher EU-Gelder an Unternehmen an «Made in Europe» knüpfen. «Wann immer europäische öffentliche Gelder eingesetzt werden, müssen sie zur europäischen Produktion und zu hochwertigen Arbeitsplätzen beitragen», schreibt Séjourné in einem Gastbeitrag, der in mehreren europäischen Medien erschienen ist.
Séjourné verweist darauf, dass viele Wirtschaftsmächte ihren eigenen strategischen Sektoren den Vorzug gäben. US-Präsident Donald Trump verfolgt eine «America first»-Politik und hat Waren aus vielen Ländern mit Zöllen belegt. Séjournés Beitrag wurde von mehr als 1000 europäischen Wirtschafts- und Gewerkschaftsführern mitunterzeichnet.

Die EU will die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Mitgliedsstaaten stärken. Darum soll es auch bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs vom 12. Februar gehen. Europa müsse seinen Handel stärken, aber auch «seine Unternehmen durch gezielten Schutz in strategischen Sektoren vor unlauterem Wettbewerb schützen», schreibt Ratspräsident António Costa in der Einladung. Es brauche «Regeln, die in einigen strategischen Bereichen eine Bevorzugung Europas ermöglichen», ebenso wie einen «systematischen Ansatz zur Risikominderung in der Wirtschaft». (fv/dpa)
13:06 Uhr
Montag, 2. Februar
Oerlikon verkauft Barmag an Rieter
Nun ist der Deal abgeschlossen: Oerlikon gibt am Montag den Verkaufsabschluss seines Geschäftsbereichs Barmag an Rieter bekannt. Die am 6. Mai 2025 angekündigte Transaktion bewertet Barmag mit einem Unternehmenswert von 850 Millionen Franken.
Mit dem Abschluss der Transaktion setzt der Oberflächen-Spezialist Oerlikon laut eigenen Angaben «den letzten Schritt im strategischen Umbau in ein Pureplay-Unternehmen», also in ein Unternehmen, das nur noch in einem Bereich tätig ist. Die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf werden zur Rückzahlung von Schulden, für «allgemeine Unternehmenszwecke» sowie eine potenzielle Ausschüttung an Aktionäre verwendet.
Rieter wird nach eigenen Angaben mit der Barmag-Übernahme «zum weltweit führenden Systemanbieter für Natur- und Chemiefasern». Barmag werde fortan als «Man-Made Fiber»-Division in den Rieter-Konzern integriert. Das Management von Barmag verbleibt im Unternehmen. Die Transaktion wird durch die im Oktober des vergangenen Jahres vollzogene Kapitalerhöhung sowie durch langfristige Bankdarlehen finanziert. (fv)

09:43 Uhr
Montag, 2. Februar
Wende am Arbeitsmarkt? Aussichten bessern sich leicht
Im ersten Quartal 2026 ist der KOF-Beschäftigungsindikator um 1,1 Punkte gestiegen und liegt damit wieder über seinem langjährigen Durchschnitt. Das meldet das KOF-Institut der ETH Zürich. Die leichte Erholung des Indikators, die mit dem Wert des vorherigen Quartals begann, habe sich damit fortgesetzt. Zusammenfassend bedeutet dies laut KOF: «Die Aussichten auf dem Schweizer Arbeitsmarkt verbessern sich leicht.»
Nach seinem Höchststand Mitte 2022 sei der Indikator über rund drei Jahre kontinuierlich gesunken und im dritten Quartal 2025 erstmals seit der Covid-Pandemie in den negativen Bereich gerutscht. Doch mit dem aktuellen Anstieg des Indikators setze sich die Erholung nun das zweite Quartal in Folge fort. Damit hat der Indikator im ersten Quartal 2026 einen Wert von 2,4 Punkten erreicht.
Grundlage des Indikators sind die Umfragen des KOF-Instituts, an denen jeweils rund 4500 Unternehmen teilnehmen. Der Anstieg des Indikators sei hauptsächlich auf die verbesserten Erwartungen zurückzuführen, halten die Konjunkturforscher weiter fest. Insgesamt würden mehr Unternehmen mit einem Stellenaufbau rechnen, als es Unternehmen gebe, die von einem Stellenabbau ausgehen. Der Indikator deute damit auf verbesserte Stellenaussichten im laufenden und im kommenden Quartal hin.
Doch die Unterschiede zwischen den Branchen seien weiterhin gross. Im Handel etwa bleiben die Aussichten gedämpft, der Indikator für den Grosshandel sei im laufenden Quartal weiter gesunken, auf minus 11,1 Punkte. Der Detailhandel liegt aktuell bei minus 3,1 Punkten. Auch im verarbeitenden Gewerbe bleibt der Indikator im negativen Bereich, auch wenn er sich zum Vorquartal etwas erholt hat. Im Gastgewerbe hat sich die Lage ebenfalls leicht verbessert, der Indikator bleibt jedoch im negativen Bereich.
Eine positive Entwicklung gibt es primär im Baugewerbe. Der branchenspezifische Indikator steigt von 9,5 Punkten auf 10,6 Punkte und erreicht damit den höchsten Stand seit über zwei Jahren. (nav)

14:22 Uhr
Freitag, 30. Januar
Hunderte Schweizer Hotels klagen gegen Booking
Der europäische Gastgewerbe-Verband Hotrec hat diese Woche eine Sammelklage gegen das Buchungsportal Booking.com eingereicht. Mehrere tausend Betriebe aus Europa haben dem zuständigen Gericht in Amsterdam Unterlagen geliefert, um Schadenersatz für die Anwendung der sogenannten Paritätsklausel geltend zu machen.
Darunter wird eine Vorschrift von Booking verstanden, dass Hotelzimmer auf anderen Portalen nicht günstiger angeboten werden dürfen als bei Booking, auch nicht auf der eigenen Internetseite. Laut Hotelleriesuisse beteiligen sich Hunderte Schweizer Betriebe an der Klage. Hierzulande ist die Anwendung solcher Klauseln seit 2022 verboten. (ehs)
13:27 Uhr
Freitag, 30. Januar
Giftfunde auch in Aptamil-Babynahrung
Den Anfang machte Nestlé: Anfang Jahr musste der Schweizer Lebensmittel-Konzern mehrere Chargen Baby-Nahrung von Marken wie Beba und Alfamino in 60 Ländern zurückrufen, darunter die Schweiz. In diesen könnte der Giftstoff Cereulid vorhanden sein, der Übelkeit und Erbrechen verursachen kann. Nach dem Tod zweier Säuglinge, die nach ersten Erkenntnissen nicht damit in Verbindung stehen, wurde in Frankreich eine Untersuchung eingeleitet. Nestlé-Chef Philipp Navratil entschuldigte sich, die Firma ist im Krisenmodus.
Kurz darauf kündigte der Schweizer Hersteller Hochdorf einen Rückruf von 10'000 im Jahr 2025 produzierten Packungen eines Produkts seiner Bimbosan-Reihe an. Auch in diesen könnte Cereulid vorhanden sein. Später folgten Rückrufe der Konzerne Lactalis und Vitagermine. Laut «Bloomberg» kommt das verunreinigte Öl in allen Fällen vom Hersteller Cabio aus China.
Der französische Konzern Danone musste bisher nur in wenigen Ländern wie Singapur und Slowenien Massnahmen ergreifen. Gestern wurde aber bekannt, dass er in Deutschland Chargen seiner auch hierzulande beliebten Aptamil-Produkte der Reihen Pronutra und Profutura zurückruft.
Für den Schweizer Markt gibt Danone-Sprecher Philippe Aeschlimann Entwarnung. Keines der hierzulande verkauften Aptamil-Produkte sei betroffen. Babymilch von Danone sei sicher. Dass ein Profutura-Produkt derzeit bei vielen Händlern wie Migros und Coop nicht oder nur vereinzelt erhältlich ist, habe mit Rückrufen nichts zu tun.
Das Toxin Cereulid stellt nach ersten Erkenntnissen in der fraglichen Konzentration keine tödliche Gefahr für Babys dar. Auch sind bei allen Herstellern nur kleine Teile des Sortiments betroffen. Allerdings könnten solche Rückrufe zunehmen. Hersteller von Babynahrung versuchen, mit ihren Produkten die Muttermilch immer genauer nachzubilden. Das macht die Lieferketten länger und erhöht damit auch die Zahl der möglichen Fehlerquellen. (ehs)
08:53 Uhr
Freitag, 30. Januar
Swatch-Gewinn bricht ein
Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch hat im Jahr 2025 einen Umsatz von 6,28 Milliarden Franken erzielt. In konstanten Wechselkursen entspricht das einem Rückgang von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, zu aktuellen Kursen einem Rückgang von 5,9 Prozent. Der Konzerngewinn sank von 219 Millionen Franken im Jahr 2024 auf 25 Millionen Franken, die Nettomarge von 3,3 auf 0,4 Prozent.
Während der Betriebsgewinn im Segment Uhren & Schmuck 549 Millionen Franken betrug, sei jener der Produktion «stark negativ» gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Freitag. Das sei Folge der strategischen Entscheidung zur Aufrechterhaltung von Produktionskapazitäten und Arbeitsplätzen - und dies, ohne Kurzarbeit zu beantragen.
Die zweite Jahreshälfte lief Swatch deutlich besser: Dort verzeichnete der Konzern ein Umsatzwachstum von 4,7 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Im vierten Quartal wurde gar ein Umsatzplus von 7,2 Prozent und ein Wachstum weltweit in allen Preissegmenten registriert, heisst es in der Mitteilung. (ehs)
16:04 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Brack.Alltron steigert den Umsatz
Das Onlinehandels- und Logistikunternehmen Brack.Alltron mit Sitz in Mägenwil AG hat 2025 einen Umsatz von 1,16 Milliarden Franken erzielt, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Dies entspreche einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2023 war der Umsatz rückläufig gewesen, im vergangenen Jahr stabilisierte er sich. Das verarbeitete Paketvolumen im Logistikzentrum in Willisau LU stieg 2025 um 1,3 Prozent an und beträgt 4,58 Millionen Stück. Möglich sei die Bewältigung dieses Volumens unter anderem durch KI-basierte Kommissionier-Roboter. Die Firma beschäftigt rund 1300 Angestellte. (bwe)
13:21 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Neuer Exportrekord dank Pharma
Der schweizerische Aussenhandel hat im Jahr 2025 erneut zugelegt. Die Exporte nahmen um 1,4 Prozent auf 287,0 Milliarden Franken zu. Das entspricht einem neuen Rekordstand, wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit am Donnerstag mitteilte. Verantwortlich dafür ist vor allem die Branche der chemischen und pharmazeutischen Erzeugnisse. Sie steigerte ihre Exporte um 3,3 Milliarden Franken auf 152 Milliarden Franken und damit einen Anteil von 53 Prozent an den Totalexporten.
Rückläufig waren die Exporte in den Sparten Maschinen, Elektronik und Apparate (-1,7 Prozent) sowie Uhren (-1,7 Prozent). Schweizer Exporteure setzten in Nordamerika 3,8 Prozent mehr ab und in Europa 1,8 Prozent mehr. Die Importe stiegen im vergangenen Jahr ebenfalls um 4,5 Prozent auf 232,7 Milliarden Franken, der zweithöchste Wert der Geschichte. (ehs)
12:35 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Schweizer Uhrenindustrie litt 2025 unter Trump
Das Geschäftsjahr 2025 der Schweizer Uhrenindustrie sei von grosser Unsicherheit geprägt gewesen, schreibt der Verband der Uhrenindustrie (FH) in einer Medienmitteilung. Die Uhrenexporte seien wie bereits im Vorjahr rückläufig verlaufen und wertmässig auf 25,6 Milliarden Franken gesunken. Gegenüber 2024 ist das ein Rückgang um 1,7 Prozent. Zu schaffen macht der Branche vor allem, dass mit China und den USA zwei zentrale Wachstumspfeiler der letzten Jahre eingebrochen sind.
In den USA wuchs die Branche allein im Vorjahr noch um 5 Prozent. Doch unter Präsident Donald Trump sei die US-Handelspolitik zu einer «grossen Herausforderung» geworden. 2025 gab es kein Wachstum mehr, sondern einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent. Im chinesischen Markt ging es 2025 weiter abwärts mit dem Umsatz, schreibt der Verband weiter. Innert zwei Jahren seien die Exporte ins Reich der Mitte um über ein Drittel eingebrochen.
Zu den Problemen in China und den USA hinzu kommt der steigende Goldpreis sowie die Aufwertung des Schweizer Frankens, vor allem zum Dollar. Dies habe zu spürbar höheren Kosten von Schweizer Uhrenfirmen geführt. In diesem widrigen Umfeld wussten sich einige Unternehmen offenbar nur mit Stellenabbauten zu behelfen. Der Personalbestand sei um 1,3 Prozent gesunken.
Das Jahr 2026 werde wohl ebenfalls von grosser Verunsicherung geprägt sein, schreibt der Verband zu den Aussichten. Das Vertrauen der Konsumenten sei aufgrund der geopolitischen Lage angeschlagen. Vor diesem Hintergrund werde die Produktion in der Schweiz weiterhin unter Druck stehen und sich der Umsatz deshalb «bestenfalls stabil» entwickeln. (nav)
10:55 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Volg steigert Umsatz
Die Detailhandelsgruppe Volg blickt laut einer Mitteilung vom Donnerstag auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sie hat mit 1,795 Milliarden Franken den höchsten Umsatz ihrer Geschichte erzielt und ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent gewachsen. Der wichtigste Absatzkanal, die 593 Volg-Dorfläden, legten um 1,1 Prozent auf 1,341 Milliarden Franken zu. Die 121 Shops an Tankstellen von Agrola erzielten 394 Millionen Franken Umsatz und damit 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Rückläufig war das Geschäft mit den von Volg belieferten freien Detailisten: Ihre Zahl sank von 207 auf 193, der Umsatz von 65 auf 60 Millionen Franken.
Volg-Chef Philipp Zgraggen wird damit zitiert, das seit Jahren anhaltende Wachstum bestätige den Kurs als führender Nahversorger auf dem Land. Auf Sortimentsebene sei 2025 etwa der Ausbau des Bio-Angebots mit der Aufnahme von 50 Alnatura-Produkten prägend gewesen. (ehs)
09:39 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Mehr Läderach-Schoggi am Flughafen Zürich

Der Schweizer Schokoladenhersteller Läderach expandiert am Flughafen Zürich. Heute betreibt die Firma mit Sitz in Bilten GL bereits zwei Shops auf der so genannten Landseite am Swiss-Hub sowie ein Geschäft im Circle, gleich vis-à-vis des Flughafens. Nun plant Läderach eine vierte Filiale auf der Luftseite, also nach der Sicherheitskontrolle. Laut Firmensprecher Matthias Goldbeck ist die Eröffnung auf Anfang März geplant.
Die Geschäfte am Flughafen gelten als lukrativ und imageträchtig, da sich vor der Abreise viele Touristen mit Schweizer Spezialitäten eindecken, sei es für sich selbst oder als Präsent für Freunde und Verwandte.
Mit der vierten Filiale zieht Läderach mit Konkurrent Sprüngli gleich. Die Zürcher Confiserie betreibt ebenfalls vier Standorte am Flughafen – einen auf der Land- und drei auf der Luftseite. Weltweit betreibt Läderach rund 250 Filialen. Bis Ende Jahr sollen es 300 werden. (bwe)
09:26 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Emmi legt dank Desserts und Kaffee zu

Der Luzerner Milchverarbeiter Emmi erzielte im vergangenen Geschäftsjahr ein organisches Wachstum von 4,3 Prozent. Die im August bereits angehobene Prognose von 2 bis 3 Prozent wurde damit übertroffen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.
Das Plus sei getragen von einem starken Heimmarkt Schweiz sowie den Wachstumsmärkten Brasilien, Chile und Mexiko. Zudem hätten auch die Verkäufe von Caffè Latte, Desserts und Spezialitätenkäse zugelegt. Insgesamt, also inklusive Übernahme-Effekten, stieg der Umsatz des von Ricarda Demarmels geführten Konzerns um 9,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Franken, gegenüber 4,3 Milliarden im Vorjahr. Dank einer dezentralen Geschäftsstruktur, Effizienzprogrammen und hoher Kostendisziplin habe man die anfallenden US-Zölle der Regierung Trump «weitgehend» kompensieren können.
Die detaillierten Geschäftszahlen präsentiert Emmi am 26. Februar. (bwe)
08:03 Uhr
Donnerstag, 29. Januar
Roche steigert Umsatz und Gewinn
Der Basler Pharmakonzern Roche konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf 61,5 Milliarden Franken steigern. Das entspricht einem Zuwachs von 7 Prozent in konstanten Wechselkursen. Daraus resultierte ein Gewinn von 13,7 Milliarden Franken (+58 Prozent). Den Hauptbeitrag dazu lieferte die Pharmadivision. Dort waren die gefragtesten Medikamente solche gegen Brustkrebs, Nahrungsmittelallergien Multiple Sklerose oder schwere Augenerkrankungen. Der Verwaltungsrat will die Dividende an die Aktionäre auf 9.80 Franken erhöhen – das wäre die 39. Erhöhung in Folge. Zu einem Wechsel kommt es zudem im Verwaltungsrat: Anstelle von Claudia Süssmuth soll Lubomira Roche treten. Sie ist derzeit Mitglied der Konzernleitung der Bank Société Générale. (mpa)
13:58 Uhr
Mittwoch, 28. Januar
Neuer Finanzchef für On

Die Sportmarke On mit Sitz in Zürich erhält per Mai mit Frank Sluis einen neuen Finanzchef. Zuletzt hatte Martin Hoffmann, der im vergangenen Jahr alleiniger CEO wurde, gleichzeitig auch den Job als Finanzchef inne.
Sluis' Hintergrund kombiniere die Expertise in der Steuerung grosser, internationaler Organisationen mit der finanziellen Disziplin, die für eine schnelle Expansion erforderlich sei, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch vom Modeunternehmen, an dem Ex-Tennis-Spieler Roger Federer beteiligt ist.
Zuletzt war Sluis als Finanzchef für Europa und Indonesien beim niederländischen Detailhändler Ahold Delhaize tätig. Dabei verwaltete der Niederländer laut On einen Jahresumsatz von über 30 Milliarden Euro. (bwe)
09:14 Uhr
Mittwoch, 28. Januar
Logitech verkauft mehr Tastaturen

Der Westschweizer Computerzubehörhersteller Logitech hat im dritten Geschäftsquartal mit seinen Resultaten erneut überzeugt. Die Umsätze stiegen in Dollar um 6 Prozent auf 1.42 Milliarden Dollar, in konstanten Währungen betrug das Plus 4 Prozent. Der Gewinn legte um rund einen Viertel auf 251 Millionen Dollar zu.
Konzernchefin Hanneke Faber spricht von einer «hervorragenden finanziellen Leistung». Das Wachstum im für den Konzern wichtigen Weihnachtsquartal sei breit abgestützt, über alle Geschäftskategorien, Regionen und Verkaufskanäle hinweg. Der Bereich «Gaming» konnte den Umsatz um 3 Prozent steigern, «Keyboards und Combos» um 8 Prozent, «Pointing Devices» um 11 Prozent, und «Tablet Accessories» um 21 Prozent. Webcam-Umsätze gaben derweil um 3 Prozent nach.
Faber weist darauf hin, dass diese guten Resultate trotz der US-Zoll-Belastung zustande gekommen seien. Dies zeige die Stärke des Logitech-Portfolios. Für das Gesamtjahr 2025/26 peilt Logitech einen 6 Prozent höheren Umsatz von rund 4,8 Milliarden Dollar an.
Laut Michael Foeth, Analyst der Bank Vontobel, hat der Mäuse- und Kopfhörer-Hersteller die Markterwartungen übertroffen. «Die Sorgen über eine geringere Gaming-Nachfrage aufgrund von zollbedingten Preisanhebungen in den USA waren gerechtfertigt, doch die Auswirkungen blieben begrenzt», schreibt Foeth in einer Analyse. Die Margen blieben «gut geschützt». Und: «Die Umsetzung der Geschäftsleitung, die operative Flexibilität und finanzielle Disziplin sind weiterhin stark.»
ZKB-Analyst Christian Bader verweist derweil auf bevorstehende Herausforderungen: «Der Preisanstieg für Memory Chips. Dies dürfte das Segment Videokollaboration unserer Meinung nach voll treffen.» Dies dürfte ab dem zweiten Halbjahr der Fall sein, wenn die Lager ausgeschöpft seien. Zudem gebe es Unsicherheiten im PC-Markt. (bwe)
08:44 Uhr
Mittwoch, 28. Januar
Amazon macht kassenlose Shops dicht

Amazon schliesst seine Mini-Supermärkte ohne Kassen. Die ersten Geschäfte unter der Marke Amazon Go, in denen Kunden einfach Produkte aus dem Regal greifen und rausgehen können, öffneten in den USA 2018. Gewichtssensoren in den Regalen und Kameras an der Decke sollen sicherstellen, dass die Einkäufe richtig zugeordnet und nachträglich abgebucht werden.
Die Technologie werde inzwischen von anderen Händlern an mehr als 360 Standorten in fünf Ländern eingesetzt, betonte Amazon. Darunter seien eine Krankenhaus-Cafeteria und eine Eishockey-Arena. Zudem greife der Konzern selbst darauf zurück - für die Verpflegung von Mitarbeitenden in mehr als 40 seiner Logistikzentren in Nordamerika. Für die zuletzt 14 Amazon-Go-Läden in Nordamerika ist nun aber Schluss.
Branchenkenner hatten bereits in den vergangenen Jahren darauf verwiesen, dass die Technik für den kassenlosen Einkauf aufwendig und dadurch kostspielig sei. Das mache es schwierig, sie auf grössere Ladenflächen auszuweiten.
Seine wie gewöhnliche Supermärkte funktionierenden Geschäfte unter der Marke Amazon Fresh macht der weltgrösste Einzelhändler ebenfalls dicht. Davon gab es zuletzt mehr als 50. Man habe es nicht geschafft, ein Geschäftsmodell für einen weitreichenden Ausbau des Ladennetzes zu finden. Ein Teil der aufgegebenen Standorte von Amazon Fresh und Amazon Go soll zu Supermärkten der Kette Whole Foods umfunktioniert werden, die der Konzern 2017 gekauft hatte. (dpa)
13:53 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Tamedia streicht 25 bis 30 Vollzeitstellen
Das Medienhaus Tamedia baut weitere Stellen ab. Es geht um 25 bis 30 Vollzeitstellen, die im Zuge der Neuorganisation wegfallen. Per 1. März werden das Print- und Digitalgeschäft organisatorisch voneinander getrennt, teilt Tamedia mit. Für die betroffenen Mitarbeitenden komme ein Sozialplan zur Anwendung. Tamedia spricht in der Mitteilung von einem tiefgreifenden strukturellen Wandel in der Medienbranche: Der Zeitungsmarkt sei rückläufig und Werbegelder würden zu grossen globalen Plattformen verschoben. (has)
12:54 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Skyguide sperrt Genfer Luftraum

Nach einem technischen Zwischenfall hat Skyguide am Dienstagmorgen als Vorsichtsmassnahme vorübergehend den Genfer Luftraum geschlossen. Grund dafür war ein Software-Update, das in der Nacht durchgeführt wurde. Dabei seien einige Systemkomponenten nicht korrekt geladen worden. Deshalb sei am Morgen eine Rückkehr auf die ursprüngliche Software-Version sowie ein kontrollierter Neustart des Systems erforderlich geworden.
In der Folge sah sich die Flugsicherungsbehörde gezwungen, ein so genanntes «Clear‑the‑Sky» durchzuführen. Sprich: Alle sich bereits im Genfer Luftraum befindenden Flugzeuge konnten noch wie vorgesehen landen, allerdings fanden während mehr als einer Stunde keine Starts mehr statt und es wurden keine neuen Flüge akzeptiert. Inzwischen operiere man wieder mit 80 Prozent der Kapazität, schreibt Skyguide. Diese Massnahme werde während 24 Stunden beibehalten. Danach werde die Rückkehr zur normalen Kapazität erwartet. Der Zürcher Luftraum war von dieser Massnahme nicht betroffen. (bwe)
10:07 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Swisscom erhöht die Preise
Die Swisscom erhöht per 1. April die Preise verschiedener Abonnemente für Privatkunden. Wie der Telekom-Konzern am Dienstag mitteilt, werden Internet- und Mobile-Abos um 1.90 Franken pro Monat teurer und Abos für Fernsehen und Festnetztelefonie um 0.90 Franken pro Monat. Betroffen sind Produkte der Hauptmarke Swisscom.
Die Preiserhöhung sei «durch strukturelle Veränderungen im Telekommunikationsmarkt bedingt»: Heute erhielten Kundinnen und Kunden mehr Leistung als vor wenigen Jahren, aber die Preise seien stetig gesunken. Dadurch gingen die Umsätze zurück. Das lasse sich nicht mehr alleine durch Kostensenkungsmassnahmen und Effizienzsteigerungen auffangen.
Die Swisscom kämpft im Privatkundenmarkt in der Schweiz seit Jahren mit schwindenden Umsätzen. In der Schweiz baute der Telekom-Konzern in mehrheitlichem Staatsbesitz in den vergangenen Jahren deshalb unter dem Strich auch Stellen ab. (ehs)
08:04 Uhr
Dienstag, 27. Januar
Abnehmspritzen: Roche vermeldet Erfolg
Im Wettlauf um die nächste Generation der Abnehm-Medikamente mischt auch der Basler Pharmakonzern Roche mit. Am Dienstag teilte die Firma Resultate einer klinischen Studie zum GLP1-Medikament namens CT-388 mit. In der Phase-2-Studie führte die wöchentliche Injektion des Wirkstoffs zu einem signifikanten Gewichtsverlust von 22,5 Prozent nach 48 Wochen, heisst es in einer Mitteilung. Zudem erreichten jene Patientinnen und Patienten, die an einer Vorstufe von Diabetes litten, im selben Zeitraum normale Blutzuckerwerte. Gemäss Roche vertrugen die Testpersonen das Medikament gut. Der Konzern forscht daneben an einer Abnehmpille. Beide Medikamente sollen voraussichtlich nach 2028 auf den Markt kommen. (mpa)
10:54 Uhr
Montag, 26. Januar
Post liefert mehr Pakete aus
Im vergangenen Jahr hat die Post 186,8 Millionen Pakete ausgeliefert. Das sind 3,7 Prozent mehr als 2024. Als Grund für die Zunahme sieht die Post laut einer Mitteilung vom Montag vor allem die etwas bessere Konsumentenstimmung. Den bisherigen Rekordwert erreichte die Post im Jahr 2021 mit 202 Millionen Paketen während der Coronakrise, in der mehr Menschen online einkauften.
Eine repräsentative Onlinebefragung durch das Institut You Gov im Auftrag der Post zeige, dass jüngere Menschen mehr Pakete versenden und empfangen. Durch den zunehmenden Onlinehandel rechnet die Post auch mittel- und langfristig mit steigenden Paketmengen.
Die Anzahl der versendeten Briefe hingegen sinkt seit Jahren stetig. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Im Jahr 2025 zählte die Post 1490 Millionen Briefe - 4,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der sinkenden Briefmenge will die Post begegnen, in dem sie die physische Post mit dem Angebot des digitalen Briefs ergänzt. Dieser wird laut der Mitteilung ab 1. April Teil der postalischen Grundversorgung. (ehs)
08:37 Uhr
Montag, 26. Januar
Teuer wie nie – Goldpreis übertrifft Marke von 5000 Dollar

Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5000 Dollar geknackt. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kletterte an der Metallbörse in London im frühen Handel um bis zu zwei Prozent auf 5093 Dollar (4296 Euro) und war damit so hoch wie noch nie. Zu den stärksten Treibern zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA.
Gold hat sich in den ersten Wochen des Jahres um knapp 18 Prozent verteuert, nachdem der Preis für das Edelmetall im Vorjahr bereits um 65 Prozent gestiegen war. Dies war das höchste Jahresplus seit 1979. Der Preis ist 2025 um mehr als 2'000 Dollar gestiegen.
Preistreiber im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konflikte weltweit. Auch 2026 sorgten politische Spannungen für mehr Nachfrage. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres vor allem auf die Lage im Iran und die zeitweisen Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Auch Silber ist an der Börse begehrt: Der Preis für eine Feinunze war in der vergangenen Woche erstmals über 100 Dollar gestiegen. Silber ist ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als «sichere Häfen» in Krisenzeiten. Daneben gibt es Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed. Die wiederholten Angriffe von Trump auf Fed-Chef Jerome Powell schüren die Angst, dass die mächtige Notenbank künftig nicht mehr unabhängig agieren, sondern politisch gesteuert werden könnte.
Zentralbanken weltweit, insbesondere aus Schwellenländern wie China, haben ihre Goldreserven in den vergangenen Jahren deutlich aufgestockt. Diese Käufe sollen die nationalen Reserven unabhängiger vom US-Dollar machen und gelten als wichtiger Preistreiber. Auch sinkende Zinsen, wie zuletzt von der US-Notenbank Fed, spielen oft eine Rolle, wenn der Goldpreis steigt. Da Gold weder Zinsen noch Dividenden abwirft, verstärkt die Aussicht auf fallende Zinsen die Nachfrage nach dem Edelmetall. Bei niedrigeren Zinsen werden festverzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen im Vergleich dazu weniger attraktiv.
Gold wird als wertbeständig angesehen und hat über lange Zeiträume hinweg seinen Wert behalten. Das Edelmetall hat Kriege, Währungsreformen und Rezessionen überstanden, was es für viele als langfristige Anlage attraktiv macht. In Deutschland empfiehlt die Stiftung Warentest etwa, rund zehn Prozent des Gesamtvermögens in Gold zu investieren. Gold solle jedoch nur mit Geld gekauft werden, das man langfristig entbehren kann.
Trotz des Höhenflugs halten einige Banken noch höhere Goldpreise für möglich. So hob die US-Investmentbank Goldman Sachs jüngst ihre Prognose für Ende 2026 an von 4'900 auf 5'400 Dollar je Feinunze. Zugleich warnen manche Experten, der Gold-Rekordlauf sei übertrieben. (dpa)
10:52 Uhr
Montag, 26. Januar
Perlen Papier: Kerngeschäft leidet
Im vergangenen Jahr musste die letzte Papierfabrik der Schweiz, die Perlen Papier AG, 60 Entlassungen aussprechen. Nun teilt die Mutterholding mit, man habe erste Meilensteine in der Transformationsphase erreicht. Wie die Perlen Industrieholding schreibt, gehören neue Papierprodukte, der Einstieg in fasergussbasierte Verpackungslösungen sowie der Bau eines 10-MW-Batteriespeichers zur Neuausrichtung. Gleichzeitig bleiben im Kerngeschäft die Markt- und Margenbedingungen aufgrund des anhaltenden Preis- und Mengendrucks «herausfordernd und hinter den Erwartungen», so die Mitteilung. (mim)
13:27 Uhr
Montag, 26. Januar
Auch Asset Management wird fusioniert
In Zuge des Zusammenschlusses von Helvetia mit Baloise sollen auch die beiden Asset-Management-Einheiten fusionieren. Mit Rechtwirksamkeit per Datum der Fusion sollen sämtliche Aktiven und Passiven der Helvetia Asset Management AG auf die Baloise Asset Management AG übertragen werden, heisst es in einer Mitteilung. Die Helvetia Asset Management AG wird danach im Handelsregister gelöscht. Die Fusion werde frühestens Mitte 2026 erfolgen. Auf die Frage, ob dieser Zusammenschluss zu einem weiteren Jobabbau führe, sagt ein Sprecher: «Die geplante Zusammenführung der beiden Asset-Management-Einheiten und der am 9. Dezember 2025 angekündigte Stellenabbau sind Teil des Integrationsprogramms von Helvetia Baloise und werden planmässig umgesetzt.» (mim)
19:35 Uhr
Sonntag, 25. Januar
Ja zum Landesmantelvertrag
Die delegierten Bauarbeiter der Gewerkschaften Unia und Syna haben an ihren Berufskonferenzen dem Verhandlungsergebnis für den neuen Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV) zugestimmt, heisst es in einer Mitteilung. Der neue LMV hat eine Laufdauer von sechs Jahren und regelt die Arbeitsbedingungen der rund 80’000 Bauarbeiter. Der Gesamtarbeitsvertrag lief Ende 2025 aus und musste daher neu verhandelt werden. Für die Bauarbeiter standen Lösungen für die hohe Belastung durch überlange Arbeits- und Reisezeiten sowie die Sicherung der Kaufkraft im Zentrum.
Das Verhandlungsergebnis konnte erst nach zehn Verhandlungsrunden und diversen Protestaktionen erreicht werden. Bis zur letzten Minute war unklar, ob vor Auslaufen des Vertrags eine Verhandlungslösung gelingt. Nachdem beide Seiten aufeinander zugegangen waren, gelang am 12. Dezember der Vertragsabschluss. (mim)
11:52 Uhr
Donnerstag, 22. Januar
Galencia: Abnehm-Medikamente führen zu Umsatzplus

Der Gesundheits- und Logistikkonzern Galenica, der unter anderem die Apotheken-Ketten Sun Sorte und Amavita führt, steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 4,1 Milliarden Franken – so viel wie noch nie. Die Umsatzsteigerung sei über alle Geschäftsbereiche hinweg breit abgestützt, heisst es in einer Mitteilung. Auch das neue Geschäftsfeld «Diagnostics» habe zum Umsatzwachstum beigetragen. Das Plus wurde insbesondere durch eine hohe Nachfrage nach rezeptpflichtigen Medikamenten, darunter auch GLP-1-basierten Abnehmpräparaten, sowie Nahrungsergänzungsmitteln getrieben. (bwe)
10:47 Uhr
Donnerstag, 22. Januar
Übernahmekampf: Beazley lässt Zurich abblitzen

Der britische Versicherer Beazley lehnt das am vergangenen Montag publik gewordene informelle Übernahmeangebot von Zurich ab. Der gebotene Preis von 1280 Pence pro Aktie (umgerechnet: 8,3 Milliarden Franken) stelle eine «materielle Unterbewertung von Beazley und derer langfristigen Perspektiven als unabhängige Gesellschaft» dar, heisst es in einer am Donnerstag verbreiteten und mit der Zurich nicht abgestimmten Pressemitteilung. Von der Zurich war unmittelbar kein Kommentar dazu erhältlich.
Der Beazley-Verwaltungsrat legt in dem Communiqué offen, dass er bereits im Juni des vergangenen Jahres drei informelle Übernahmeangebote erhalten hatte, die damals nicht bekannt gemacht wurden. Das höchste dieser Gebote hatte sich auf 1315 Pence belaufen, lag also 35 Pence über dem aktuellen Gebot. Eine Beazley-Aktie kostet am London Stock Exchange derzeit 1120 Pence. Das Eigenkapital pro Aktie liegt um den Faktor 2,4 höher.
Bei der Zurich erreicht das gleiche sogenannte Preis/Buch-Verhältnis aktuell den Faktor 4. Die Zurich wird von der Börse also deutlich höher bewertet als Beazley. Ein Grund dafür könnte das Geschäftsmodell von Beazley sein, die sich auf die Versicherung von Firmen mit besonders schwer einschätzbaren Risiken wie Cyber fokussiert.
Offenbar will die Zurich genau in diesem Feld expandieren, möglicherweise um dem zunehmendem Preisdruck im Massengeschäft (Autoversicherungen, Haushalt, etc.) auszuweichen. Die Zurich muss bis zum 16. Februar eine verbindliche Offerte vorlegen, oder die Übernahmebemühungen für eine Frist von mindestens sechs Monaten einstellen. (dz)
08:12 Uhr
Donnerstag, 22. Januar
Weko büsst Ticketcorner und Hallenstadion
Die Wettbewerbskommission (Weko) sanktioniert das Zürcher Hallenstadion und den Ticketverkäufer Ticketcorner. Diese hatten im Jahr 2008 eine Kooperation beschlossen: Ticketcorner erwarb Aktien der Betreibergesellschaft des Hallenstadions und entrichtete ihr eine jährliche Gebühr, während dieses im Gegenzug von Veranstaltern verlangte, mindestens 50 Prozent der Standardtickets über die Kanäle von Ticketcorner zu vertreiben.
Nachdem Konkurrenten von Ticketcorner den Fall vor die Weko brachten, geriet ein jahrelanger Rechtsstreit ins Rollen. Die Weko wollte den Fall einstellen, doch das Bundesgericht entschied 2020, dass der Wettbewerb rechtswidrig eingeschränkt worden sei. Das Hallenstadion habe bei der Vermietung von Lokalitäten für grosse Rock- und Popkonzerte in der Deutschschweiz im fraglichen Zeitraum über eine marktbeherrschende Stellung verfügt. Auch Ticketcorner habe sich missbräuchlich verhalten. Die Weko muss die beiden Firmen deshalb sanktionieren.
Das tut sie nun: Wie sie am Donnerstag mitteilte, wird die Hallenstadion-Betreiberin mit rund 50'000 Franken und Ticketcorner mit rund 65'000 Franken gebüsst. Theoretisch hätte das Hallenstadion mit bis zu 10 Prozent des Umsatzes der letzten drei Jahre gebüsst werden können, doch die Betreiberin hatte bereits eine einvernehmliche Regelung mit der Weko abgeschlossen.
Die fragliche Kooperation wurde bereits vor mehreren Jahren beendet. Ticketcorner ist allerdings weiterhin mit 5 Prozent der Aktien am Hallenstadion beteiligt. Dessen grösste Aktionäre sind die Stadt Zürich mit 39,1 Prozent, die Gastronomie-Gruppe Wüger mit 36,8 Prozent und der Kanton Zürich mit 6 Prozent. (ehs)
10:01 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Sunrise rüstet SBB-Züge aus
In internationalen Zügen bieten die SBB den Reisenden kostenloses Internet an. Die Passagiere können sich via WLAN einloggen. Die Datenverbindung wird im Hintergrund über das Mobilfunknetz realisiert. Dafür werden SIM-Karten in die Züge eingebaut.
Die SBB benötigen für die Bereitstellung dafür 3100 SIM-Karten und dazugehörige Abos. Diese liefert neu der Telekom-Anbieter Sunrise. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Zuschlag hervor. Für 2,1 Millionen Franken darf er den SBB die SIM-Karten liefern. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 5 Jahren und kann zweimal um 2 Jahre verlängert werden.
Für das WLAN-Angebot im Ausland sind nicht die SBB zuständig, sondern die jeweiligen Partnerbahnen. In Fernverkehrs-Zügen im Inland bieten die SBB weiterhin kein WLAN an. Sie sind von dieser Ausschreibung nicht betroffen. (ehs)
09:17 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Nach Nestlé-Rückruf von Babynahrung: Frankreich untersucht Tod eines Säuglings

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé kämpft nach wie vor mit den Folgen seines Rückrufs von Babynahrung (CH Media berichtete). Wie internationale Medien mit Bezug auf eine Meldung der Nachrichtenagentur AWP berichten, schaltet sich in Frankreich nun die Justiz ein. Demnach leitete das Gesundheitsministerium am Dienstag eine gerichtliche Untersuchung ein, nachdem es zu einem Säuglingstod kam.
Allerdings: Ein Zusammenhang zwischen dem Todesfall und der Kindermilch der Marken Guigoz und Nidal sei bisher nicht nachgewiesen worden. Der Entscheid beruht bisher einzig auf einer Meldung über einen schweren Fall, der epidemiologische Abklärungen nötig mache. Dies kommunizierte das Krisenzentrum des Ministeriums. Weitere Krankheitsfälle seien bisher nicht bestätigt.
Nestlé hatte Anfang Januar in rund 60 Ländern diverse Babynahrungsprodukte freiwillig und vorsorglich zurückgerufen, weil ein Inhaltsstoff eines Lieferanten verunreinigt war. Darin war das bakterielle Toxin Cereulid in einer sehr geringen Menge nachgewiesen worden. Der neue Nestlé-Chef Philipp Navratil entschuldigte sich vergangene Woche in einer Videobotschaft bei allen Kundinnen und Kunden und betonte, dass Produktsicherheit oberste Priorität habe.
Der renommierte Nestlé-Analyt Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel schreibt dazu: «Dieser Fall entwickelt sich zu einem Albtraum für die neue Führung.» Es scheine, als habe das Management keine Kontrolle darüber. Täglich würden negative Schlagzeilen dazu publiziert. Allerdings sind auch andere Hersteller von Babynahrung betroffen. So musste auch die Luzerner Firma Hochdorf wegen des Gifts einen Rückruf starten.
«Nebst dem finanzellen und dem Imageschaden wird dieser Fall wohl weitere Fragen aufwerfen in Bezug auf Nestlés Standards bei der Qualitätskontrolle in den Fabriken und möglichen Investitionslücken aufgrund des Kostensenkungsprogamm des Konzerns», schreibt Bertschy. Und: «Nestlé ist in die Enge getrieben.» (bwe)
08:47 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Neuer Chef für Schweizer Schoggi-Gigant

Der weltgrösste Schokoladenhersteller Barry Callebaut mit Sitz in Zürich vollzieht einen Chefwechsel: Der bisherige Geschäftsführer Peter Feld tritt ab, auf ihn folgt der ehemalige Unilever-Chef Hein Schumacher, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Nach dem Abschluss eines Transformationsprogramms werde Feld andere Karrierechancen verfolgen.
Der Niederländer Schumacher leitete von 2023 bis 2025 den Nestlé-Konkurrenten Unilever, bekannt für Marken wie Knorr oder Ben & Jerry's. Zuvor hatte er eine Führungsrolle bei Royal Friesland Campina inne, einem der weltweit grössten Milchkonzerne.
Hein Schumacher habe eine starke Erfolgsbilanz, schreibt die Bank Vontobel in einem Kommentar zur Rochade. «Das Vertrauen in die Führungsspitze hat im letzten Jahr deutlich gelitten, so dass ein CEO-Wechsel überfällig schien», schreibt Vontobel-Analyst Matteo Lindauer. «Die Ernennung von Hein Schumacher kommt hier einem kleinen Erdbeben gleich.» Der neue CEO werde das Vertrauen von Anlegern und Belegschaft gleichermassen wieder aufbauen und für eine positive Unternehmenskultur sorgen müssen. (bwe)
08:32 Uhr
Mittwoch, 21. Januar
Roche investiert mehr in US-Fabrik
Die Roche-Tochter Genentech baut in Holly Springs, North Carolina, eine Fabrik, um Abnehmmedikamente herzustellen. Nun hat die Firma das ursprüngliche Investment auf 2 Milliarden Dollar verdoppelt, heisst es in einer Mitteilung. Es handelt sich um die erste Produktionsanlage von Genentech an der Ostküste. Sie soll 2029 in Betrieb gehen und dereinst 500 Jobs in der Produktion schaffen. Nach Donald Trumps Zoll-Drohungen hat Roche ein Investitionspaket über 50 Miliarden Dollar in den USA angekündigt. Der Konzern besitzt in den USA bereits 13 Produktions- und 15 Forschungsstandorte und beschäftigt dort rund 25'000 Mitarbeitende. (mpa)




