16:39 Uhr
Freitag, 23. Oktober
Bund zapft jetzt auch Diesel-Notlager an
Eine Woche nachdem die Notreserven bereits beim Kerosin aushelfen mussten, gibt der Bund nun auch jene für Diesel frei. Am Freitag hat der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung eine Menge von 45 Millionen Litern bewilligt. Diese darf bis zum 22. November bezogen werden und entspricht knapp vier Prozent der aktuell vorhandenen Pflichtlagermenge an Dieselöl. Der Schritt ist nötig, weil verzögerte Pipelinelieferungen wegen Starkregens in Südfrankreich kurzfristig zu einem Engpass bei Dieselöl geführt haben. «Vorübergehend müssen Bezüge aus den Diesel-Pflichtlagern den Versorgungsengpass überbrücken. Die Versorgung der Schweiz ist damit weiter sichergestellt», heisst es in einer Mitteilung. (mpa)

09:32 Uhr
Freitag, 23. Oktober
Sunrise entlässt 358 Mitarbeitende
Der Telekom-Konzern Sunrise hat im Oktober bekannt gegeben, sich neu auszurichten und Künstliche Intelligenz stärker zu nutzen. Als Folge könnten bis zu 450 Stellen wegfallen. Diese Zahl wurde nun etwas reduziert, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Als Resultat des Konsultationsverfahrens mit der Arbeitnehmervertretung und der Gewerkschaft Syndicom würden 358 betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen.
Für die betroffenen Mitarbeitenden stehe ein Sozialplan bereit. Zusätzlich biete Sunrise in ausgewählten Bereichen erstmals eine freiwillige Austrittsoption unter den Bedingungen des Sozialplans an. Sunrise will laut eigenen Angaben dank des Abbaus wettbewerbsfähiger und effizienter werden und Wachstum und Innovation schneller umsetzen. (ehs)
08:08 Uhr
Donnerstag, 22. Oktober
Ems steigert Umsatz
Die Ems-Chemie von Magdalena Martullo-Blocher konnte ihren Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 1,509 Milliarden Franken steigern. Währungsbereinigt entspricht das einem Plus von 4,2 Prozent. Trotz des geopolitisch belasteten Umfelds, einer gedrückten Konsumstimmung und der weltweit rückläufigen Autoindustrie sei es gelungen, erfreuliche Resultate zu erzielen, heisst es in einer Mitteilung. Details zum Quartalsgewinn gibt Ems nicht bekannt. (mpa)
14:09 Uhr
Mittwoch, 21. Oktober
Bundesrat will Kurzarbeit reduzieren
Die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft haben sich aufgehellt. Dieses Jahr wird ein Wachstum von 1,7 Prozent erwartet, für das kommende Jahr sind es 1,6 Prozent. Der Bundesrat plant deshalb, den Umfang der Kurzarbeitsentschädigung zurückzufahren. Derzeit beträgt die maximale Dauer 24 statt wie früher 12 Monate. Hier sieht der Bundesrat «Spielraum für eine schrittweise Normalisierung». Er will im Dezember entscheiden, ob und wie diese Frist angepasst werden soll. (mpa)
12:53 Uhr
Mittwoch, 21. Oktober
Sika kauft in Japan zu
Das Spezialitätenchemie-Unternehmen Sika hat eine Vereinbarung zur Übernahme der Klebstoffsparte des japanischen Chemieunternehmens Resonac Corporation getroffen. Diese nehme eine «führende Position in der Verklebung von Innenraumkomponenten» ein. Das teilt Sika am Mittwoch mit.
Zur Transaktion gehören drei Produktionswerke. Diese beliefern die Automotive- und Industriekunden in der Region Asien und Pazifik. Zum Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. (ehs)
12:40 Uhr
Mittwoch, 21. Oktober
SBB: Günstige Tageskarten zum Jubiläum
Am 1. Januar 1902 vereinte die Schweiz ihre wichtigsten Bahnlinien unter dem Dach der heutigen SBB. Im nächsten Jahr will die Bahn dieses 125-Jahr-Jubiläum unter anderem mit Angeboten wie dem Jubiläums-Pass mit vergünstigten Tageskarten feiern.
Zudem werde es Veranstaltungen und Aktivitäten in der ganzen Schweiz geben. Dazu gehören etwa eine Lichtshow zur SBB-Geschichte in den Bahnhöfen Lausanne und Zürich HB, eine Parade von Zügen im Rangierbahnhof Limmattal mit Blick hinter die Kulissen oder eine temporäre Ausstellung im Verkehrshaus Luzern. (ehs)
10:26 Uhr
Mittwoch, 21. Oktober
Chery startet in der Schweiz
Der staatliche chinesische Autokonzern Chery verkauft seine Fahrzeuge nun auch in der Schweiz. Wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst, ist die Marke zum Verkaufsstart an zehn Standorten vertreten. Neun Händlerbetriebe würden den Verkauf übernehmen, hinzu komme ein Showroom an der Zürcher Bahnhofsstrasse.
Die Luxi Motors AG fungiert als offizielle Importeurin der Marke. Sie will das Vertriebs- und Servicenetz in den kommenden Jahren auf 45 Standorte ausbauen. Zum Start sind etwa Garagen in St. Gallen, Winterthur, Bellach SO oder Strengelbach AG mit dabei. Chery verkauft hierzulande Hybrid-Fahrzeuge der Modellreihe Tiggo zu Preisen ab 28'000 Franken bis 49'000 Franken. Chery war 2025 mit 2,8 Millionen verkauften Fahrzeugen einer der grössten chinesischen Autobauer. (ehs)
15:06 Uhr
Dienstag, 20. Oktober
Huber+Suhner beschleunigt das Umsatzwachstum
Der Technologiekonzern Huber+Suhner hat in den ersten neun Monaten 2026 den Umsatz im Vorjahresvergleich um 11,3 Prozent auf 734 Millionen Franken gesteigert. Allein im dritten Quartal betrug das Plus fast 30 Prozent. Im ersten Halbjahr waren es erst 2,6 Prozent gewesen.
Besonders gut lief für den Hersteller von Kabeln, Steckern, Schaltern und Antennen das Geschäft mit der Rüstungsindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie der Prüf- und Messtechnik. In dieser trägt seit September auch die übernommene Konstanzer Ingun-Gruppe zum Geschäft bei.
Ein weiterer Treiber ist die Ausrüstung von KI-Rechenzentren mit optischen Netzwerkschaltern (OCS). Und Huber+Suhner mit Hauptsitz in Herisau und Pfäffikon ZH profitierte von einer Erholung im Geschäft mit der Autoindustrie.
Der Auftragseingang ging in den ersten neun Monaten um 0,8 Prozent auf 812 Millionen Franken zurück. Allerdings hatten im Vorjahr Grossaufträge für OCS zu einem sprunghaften Anstieg der Bestellungen geführt. Für ganz 2026 erwartet der Konzern weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent. Die operative Marge soll zwischen 10,5 und 12 Prozent des Umsatzes zu liegen kommen. (T.G.)
14:05 Uhr
Dienstag, 20. Oktober
Nach Zollstreit: Schweizer Uhren in den USA stark gefragt
Der Export Schweizer Uhren in den grössten Absatzmarkt USA ist nach Angaben des Uhrenverbandes FH im September um fast 89 Prozent gestiegen. Allerdings habe das vor allem mit dem niedrigen Vergleichswert von September 2025 zu tun. Im vergangenen Jahr waren die Uhrenexporte eingebrochen, weil US-Präsident Donald Trumps zeitweise 39 Prozent Einfuhrzölle auf Schweizer Produkte verhängt hatte. Im November hatten die Schweizer die Zölle auf 15 Prozent heruntergehandelt.
Beim Export nach China gab es einen umgekehrten Effekt: Den Einbruch im September von 14,2 Prozent erklärt der Verband damit, dass der Wert im September 2025 besonders hoch gewesen sei. Auch Singapur und die Vereinigten Arabische Emirate verzeichneten einen Rückgang.
Der Verband sieht einen Trend zu preisgünstiger Ware. Dazu rechnet er Uhren für weniger als 500 Franken. Im Segment bis 200 Franken (etwa 216 Euro) legten die Exporte im September um 30 Prozent zu, im Segment 200 bis 500 Franken um 52 Prozent. Im teuersten Segment ab 3000 Franken legten die Exporte um 9,9 Prozent zu. Insgesamt stiegen die weltweiten Exporte nach diesen Angaben im Vergleich zu September 2025 um 11,7 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken (rund 2,4 Mrd. Euro). Es war der vierte Monat in Folge mit Zuwächsen. (dpa)
13:55 Uhr
Dienstag, 20. Oktober
Grossausfall bei Google führt zu Störungen bei Banken
Ein grösserer Ausfall von Google-Cloud-Diensten in Grossbritannien hat zu massiven technischen Störungen im europäischen Raum geführt. Der Ausfall hat Folgen für die Kunden von Finanzdienstleistern. Nach Angaben von Google und von Betroffenen waren Infrastrukturen in der Region London betroffen, was weitreichende Nachwirkungen für Nutzer über die Grenzen Grossbritanniens hinaus hatte.

Die Störungen beeinträchtigten unter anderem den digitalen Zahlungsverkehr und Kontodienste von Finanzdienstleistern wie der Digitalbanken Revolut und ING. Nutzer in verschiedenen europäischen Ländern klagten über zeitweise Einschränkungen bei App-Zugriffen und Transaktionen. Auch zahlreiche andere Online-Dienste, Webseiten und Unternehmensanwendungen, die auf die Cloud-Infrastruktur von Google angewiesen sind, verzeichneten Probleme.
Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz melden Probleme bei Revolut, wie ein Blick auf allestörungen.ch zeigt. Wie es auf der Webseite heisst, treten die Probleme vor allem in der App auf – aber auch bei der Anmeldung und beim Mobile Banking. Die ersten Meldungen kamen bereits am Dienstagmorgen rein. Noch scheinen diese nicht gelöst zu sein, auch am Mittag melden Userinnen und User weiter Fehlermeldungen. Die meisten kommen aus Zürich, aber auch aus anderen Grossstädten wie Genf, Lugano, Basel oder Luzern.
Google räumte die technischen Schwierigkeiten über seine Status-Seiten ein und arbeitete mit Hochdruck an der Behebung des Fehlers. Das genaue Ausmass der internationalen Schäden sowie die Ursache für den Ausfall in der Londoner Rechenzentrumszone wurden weiter analysiert. (dpa/watson)
12:01 Uhr
Dienstag, 20. Oktober
Finma genehmigt ersten Schweizer Bitcoin-ETF
Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat den ersten direkt in Bitcoins investierenden Publikumsfonds genehmigt, wie die Behörde bekannt gegeben hat. Sie stelle ein zunehmendes Interesse an Anlagen in Kryptowährungen, insbesondere in Bitcoins, fest und habe erstmalig einen börsengehandelten, direkt in Bitcoins investierenden Publikumsfonds (sogenannter Bitcoin-ETF) genehmigt. Es handele sich dabei um einen Anlagefonds schweizerischen Rechts der Art «übrige Fonds für alternative Anlagen» mit besonderem Risiko. Bereits 2021 habe die Finma einen Fonds für qualifizierte Anleger bewilligt, der hauptsächlich in einen Korb von Kryptowährungen investiert sei. (chm)
15:05 Uhr
Montag, 19. Oktober
Roche stellt Investitionen in Deutschland auf Prüfstand
Der Schweizer Pharmakonzern Roche stellt aus Ärger über Sparvorgaben der Bundesregierung im Gesundheitswesen alle Investitionen in Deutschland auf den Prüfstand. «Wir haben sämtliche künftigen Investitionsentscheidungen in Deutschland erst einmal auf Hold gesetzt», sagte Roche-Deutschlandchef Daniel Steiners, wie die Zeitung «Welt» berichtet. «Für den Pharmabereich kann ich sagen, dass die Politik zuletzt sehr viel Vertrauen zerstört hat.»
Steiners forderte verlässliche Rahmenbedingungen. Mit Blick auf das Gesetz zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge (GKV) sagte er: «Statt die strukturellen Probleme anzugehen, setzt die Politik auf kurzfristige Einsparungen und zusätzliche Belastungen für die Industrie.» Damit verliere man doppelt: «Das eigentliche Problem wird nicht gelöst, denn ohne echte Reformen verpuffen solche Einsparungen erfahrungsgemäss und man steht schnell wieder vor demselben Defizit.»
Die geplante Standortklausel zur Entlastung forschender und produzierender Pharmaunternehmen bei den Herstellerrabatten könne negativen Folgen des Gesetzes nur teilweise reparieren, sagte Steiners. Nötig sei eine umfassende Strategie. Die Nachricht ist ein Rückschlag für die Bundesregierung, die heute bei einem Investorengipfel in Berlin mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) bei Unternehmen für den Standort Deutschland wirbt.
Die Sparpläne der Bundesregierung haben in der Pharmabranche für erhebliche Verärgerung gesorgt. Sie kritisiert unter anderem die Erhöhung des Herstellerrabatts, den Arzneihersteller den Krankenkassen gewähren müssen. (dpa)
11:39 Uhr
Montag, 19. Oktober
Anthropic stellt fünf Prozent seiner Anteile für Gemeinwohl bereit
Der KI-Konzern Anthropic will fünf Prozent seiner Unternehmensanteile in einen neuen Fonds für das Gemeinwohl einbringen. Dessen Wert könnte mit einer möglichen Wertsteigerung der Anteile weiter wachsen, teilte das Unternehmen am Sonntag (Ortszeit) mit. Die Anteile sollen an den neu gegründeten Anthropic Public Benefit Fund gehen, der innerhalb des Unternehmens angesiedelt ist. Der Fonds soll flexibler auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren können.
Denkbar seien etwa grössere Spenden an gemeinnützige Organisationen oder direkte Zuwendungen an bestimmte Bevölkerungsgruppen, erklärte Anthropic in einem Blogbeitrag.
Als Beispiel nannte das Unternehmen die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz (KI) auf den Arbeitsmarkt. Anthropic habe bereits 200 Millionen US-Dollar für die Erforschung dieser Folgen zugesagt. Angesichts des rasanten Fortschritts der Technologie könnten jedoch weitreichendere Massnahmen erforderlich sein.

Anthropic wurde von Konzernchef Dario Amodei und fünf Mitgründern als sogenannte Public Benefit Corporation gegründet. Diese Unternehmensform verbindet wirtschaftliche Ziele mit dem Anspruch, einen gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen. Die Gründer haben zudem zugesagt, 80 Prozent ihres Vermögens zu spenden.
Darüber hinaus können Beschäftigte Unternehmensanteile für gemeinnützige Zwecke zusagen, die Anthropic im Rahmen eines Programms in gleicher Höhe aufstockt. Rund die Hälfte der Belegschaft beteiligt sich daran. Insgesamt sollen damit nach Unternehmensangaben etwa 20 Prozent der Anteile dem Gemeinwohl zugutekommen. Weitere Anteile könnten hinzukommen, wenn das Unternehmen bestimmte Bewertungsziele erreicht.
Anthropic plant einem Bericht zufolge bereits für November einen umfangreichen Börsengang. (dpa)
17:52 Uhr
Freitag, 16. Oktober
Protestaktion bei Tamedia
Einen Tag, nachdem 270 Medienschaffende der Tamedia-Zeitungen bei der Geschäftsleitung gegen die angekündigten Entlassungen vor einer Konsultation protestierten, antwortete diese. Man verstehe «Sorgen, Wut und Unsicherheit». Das tue ihr «aufrichtig leid». Gerade deshalb könne jedoch nicht auf die Forderung eingegangen werden. Die Kündigungen seien «unumgänglich» und eine Konsultation würde bloss die «Ungewissheit um Wochen verlängern».
Auf dieses Schreiben reagieren die Redaktionen von «Tages-Anzeiger», «Berner Zeitung» und «Basler Zeitung» mit einem öffentlichen Communiqué. Unter dem Titel «Es reicht!» wird zu einer Protestaktion aufgerufen, die am kommenden Dienstag vor dem Zürcher Hauptsitz der Tamedia stattfinden soll. Gefordert wird nicht nur ein Kündigungsstopp, sondern auch Konsequenzen auf Kaderstufe. Das Vertrauen in diese Führung sei «tief erschüttert». (cm)

16:55 Uhr
Freitag, 16. Oktober
Hacker greifen «Republik» an
Nun ist auch das Online-Magazin «Republik» Opfer eines Cyberangriffs geworden. Unbekannte hätten eine Sicherheitslücke ausgenutzt und «zwischen August und Mitte Oktober 2026 Lesezugriff auf eine Kopie unserer Datenbank» gehabt, teilt das Magazin mit. Betroffen seien aktive und frühere Abonnenten sowie Newsletter-Empfänger. «Nachweislich» abgerufen wurden Namen sowie E-Mail- und Post-Adressen, Telefonnummern sowie Angaben zu Abos und Käufen. Nicht betroffen sind laut der «Republik» Zahlungsdaten wie Kreditkarteninformationen. (fv)
09:34 Uhr
Freitag, 16. Oktober
US-Kult-Donuts neu in der Deutschschweiz

In den USA geniesst die Donutkette Krispy Kreme bei vielen Kundinnen und Kunden Kultstatus. Seit 2023 ist der Schweizer Franchise-Nehmer Nicolas Duleroy daran, die Marke auch hierzulande zu etablieren. Bisher gab es die runden Süssgebäcke allerdings nur in der Westschweiz. Zuletzt ging Krispy Kreme mit der Migros Genf eine Kooperation ein («Schweiz heute» berichtete). In mehreren Filialen sind dort die Donuts in separaten Vitrinen neben Migros-Restaurants und -Take-Aways erhältlich.
Nun kündigt die Firma auf der Onlineplattform Linkedin den Schritt in die Deutschschweiz an, zusammen mit Manor. Die Warenhauskette verkaufte die Donuts bisher in den Filialen in Lausanne, Chavannes, Vésenaz und Genf. Nun folgen 8 weitere Standorte: Basel, Freiburg, Biel BE, Lugano TI, Sion VS, Sierre VS, Monthey VS, Marin NE.
Dabei soll es nicht bleiben. Krispy-Kreme-Schweiz-Chef Duleroy schreibt online, man wolle die Expansion weiter vorantreiben und suche neue Standorte, insbesondere in Bern und Zürich. Eine eigene Krispy-Kreme-Filiale mit Sitzgelegenheiten gibt es bis heute nur in Lausanne. Dort werden die Donuts zudem produziert. (bwe)
09:00 Uhr
Freitag, 16. Oktober
Migros ruft Poulet-Salate und Bowls zurück

Die Migros ruft vorsorglich vier Bowls mit Poulet zurück. Diese könnten rohe Pouletanteile enthalten, schreibt der Detailhändler. Ein Gesundheitsrisiko könne nicht ausgeschlossen werden.
Betroffen ist der «Migros Daily Salat Caesar mit Pouletbrust & Grana Padano» (Artikelnummer: 131357700000). Dieser wurde ausschliesslich in den Migros-Filialen der Genossenschaften Aare, Luzern, Neuenburg-Freiburg, Waadt, Wallis und Tessin verkauft. Caesar-Salate in den übrigen Migros-Genossenschaften sind von diesem Rückruf nicht betroffen. Es handelt sich um Salate mit den Verbrauchsdaten bis 15.10., 16.10., und 17.10.2026.
Ebenfalls zurückgerufen werden die Produkte Rice Bowl Chicken Teriyaki (Artikelnummer: 172678600000, verbrauchen bis 15.10.-19.10.2026), Thai Bowl Curry-Kokos (172697900000, bis 15.10.), Ramen Bowl Chicken (172697700000, bis 15.10.). Diese wurden ausschliesslich in der Migros-Gastronomie der Genossenschaft Ostschweiz verkauft.
Die betroffenen Produkte wurden in den Migros-Filialen bereits für den Verkauf gesperrt. Der Detailhändler bittet Kundinnen und Kunden, die betroffenen Chargen der Produkte vorsorglich nicht zu konsumieren. In Einzelfällen könnten nach dem Verzehr Beschwerden wie Fieber, Durchfall oder Bauchschmerzen auftreten. Bei Beschwerden nach dem Verzehr solle man eine Ärztin oder einen Arzt kontaktieren.
Kundinnen und Kunden, die die betroffenen Produkte gekauft haben, können diese im jeweiligen Verkaufsgebiet zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurück. (bwe)
07:55 Uhr
Freitag, 16. Oktober
London umgarnt UBS
Die britische Labour-Regierung hat versucht, die UBS für eine Verlegung ihres Hauptsitzes und ihrer Börsenkotierung nach London zu gewinnen – für den Fall, dass die Bank die Schweiz wegen der strengen neuen Kapitalvorschriften verlassen sollte. Das schreibt die «Financial Times».
Demnach brachte Finanzministerin Rachel Reeves, die mittlerweile nicht mehr im Amt ist, Anfang Jahr London in Gesprächen mit UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher als möglichen neuen Standort für die Grossbank ins Spiel. Das berichten Personen, die über die Gespräche informiert wurden. Die beiden sprachen demnach über die Möglichkeit, den rechtlichen Hauptsitz und die Börsenkotierung der UBS nach Grossbritannien zu verlegen, sollte sich die Bank für einen Wegzug aus der Schweiz entscheiden.
Die UBS verfügt bereits heute über eine bedeutende Präsenz in Grossbritannien. Dort beschäftigt die Bank rund 8000 Mitarbeitende im Investmentbanking, Wealth Management und Asset Management. Ein Umzug nach London wäre aber für Grossbritannien ein grosser Coup. Mit einer Marktkapitalisierung von 129 Milliarden Franken wäre die UBS das viertgrösste Unternehmen im FTSE 100 – hinter HSBC, Shell und Astrazeneca.
Der jüngste Artikel in der «Financial Times» reiht sich ein in eine nicht enden wollende Berichterstattung über einen möglichen Wegzug der UBS aus der Schweiz, die aus dem Umfeld der Grossbank und vor allem ihrer Aktionäre befeuert wird. Die Hoffnung ist wohl, dass mit zunehmender Berichterstattung der Druck auf die Politik steigt, bei der Bankenregulierung etwas mehr Milde walten zu lassen.
Gleichzeitig sind die Gerüchte rund um die UBS auch ein Indiz, mit welch harten Bandagen andere Finanzplätze, namentlich London und New York, um die Schweizer Grossbank kämpfen.
Weder die UBS, noch Reeves und das britische Finanzministerium wollten auf Anfrage der «Financial Times» Stellung zu den Umzugsplänen nehmen. (fv)
11:28 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober
Israel stoppt Swiss-Crew-Mitglieder

Israel verschärft nach dem vereitelten Anschlag Ende September auf dem Flydubai-Flug nach Tel Aviv die Regeln für ausländische Flugbesatzungen. Das hat auch Folgen für die Swiss, wie «20 Minuten» berichtet: Gewisse Crewmitglieder dürfen nicht mehr nach Tel Aviv fliegen.
«Die israelischen Behörden haben uns mitgeteilt, dass wir Crewmitglieder mit bestimmten Staatsangehörigkeiten nicht auf Flügen nach Israel einsetzen dürfen», sagt Mediensprecherin Silvia Exer-Kuhn gegenüber dem Newsportal. Das gelte für Pilotinnen und Piloten ebenso wie für das Kabinenpersonal.
Die Regel gilt auch für Doppelbürger, die einen Schweizer Pass besitzen. Insgesamt sind laut dem Branchenportal «Aerotelegraph» 31 Länder betroffen, darunter der Iran, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Pakistan, Indonesien und Malaysia. (bwe)
09:27 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober
US-Bericht: UBS prüft Wegzug aus Schweiz

Das US-amerikanische Wirtschaftsblatt «The Wall Street Journal» spricht vom «Undenkbaren». Nämlich, dass ein Schweizer Banken-Gigant das eigene Land verlassen könnte. Die Rede ist natürlich von der letzten verbliebenen Schweizer Grossbank, der UBS.
Die US-Zeitung berichtet gestützt auf Insider, dass die UBS Notfallszenarien für einen Wegzug vorbereitet. Dies sei eine Reaktion auf die drohenden Verschärfungen der Eigenkapitalvorschriften durch die einheimische Politik.
Laut dem Wirtschaftsblatt könnte die Übernahme eines US-Finanzinstituts eine Option sein – mit der anschliessenden Verlagerung des eigenen Hauptsitzes in die Vereinigten Staaten. Auch eine Fusion mit einem europäischen Konkurrenten oder sogar der Verkauf an eine US-Bank seien mögliche Szenarien.
Zum «Blick» sagt ein UBS-Sprecher in Bezug auf den US-Bericht: «Wir kommentieren keine Spekulationen oder Meinungsäusserungen zu solchen Themen.» (bwe)
08:57 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober
Migros-Personal erhält mehr Cumulus-Punkte

Die Migros und ihre Sozialpartner haben den Landes-Gesamtarbeitsvertrag für die Jahre 2027 bis 2031 erneuert und die Lohnmassnahmen 2027 beschlossen. Die Mitarbeitenden profitieren laut dem Detailhändler künftig von verbesserten Anstellungsbedingungen und erhalten neu zehnfache Cumulus-Punkte. Damit profitierten sie von 10 Prozent Rabatt auf ihre Einkäufe in der Migros in Form von Einkaufsgutscheinen. Zusammen mit den unternehmensspezifischen Lohnerhöhungen investiere man 1,6 Prozent der Lohnsumme zugunsten der Mitarbeitenden, schreibt die Migros in einer Mitteilung vom Donnerstag. (bwe)
08:25 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober
Zweifel bringt Aromat-Chips zurück

Die Zweifel-Aromat-Chips kehren zurück. Nach der aussergewöhnlich grossen Nachfrage im vergangenen Jahr bringt der Chips-Hersteller und die Gewürzmarke des Nahrungsmittelriesen Unilever die Sorte erneut auf den Markt, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Ab November sind sie in einer limitierten Ausführung erhältlich, dieses Mal allerdings in deutlich grösserer Menge.
Laut Zweifel hatte die erstmalige Lancierung sämtliche Erwartungen übertroffen. Die Idee dafür stammte von der Kundschaft, die sich für die Kombination der beiden Schweizer Kultmarken ausgesprochen hatte. Vor einigen Tagen hatte Zweifel in den sozialen Medien ein mögliches Comeback bereits angedeutet, wie «Schweiz heute» berichtete. (bwe)
16:27 Uhr
Mittwoch, 14. Oktober
Lufthansa steigt bei portugiesischer Tap ein

Die Lufthansa will sich weiter nach Südeuropa ausdehnen. Europas grösster Luftverkehrskonzern hat von der portugiesischen Regierung den Zuschlag für eine relevante Minderheitsbeteiligung von 44,9 Prozent an der staatlichen Airline Tap erhalten. Auch wenn die genaue Ausgestaltung der Verträge und die wettbewerbsrechtliche Genehmigung der EU noch ausstehen: Der Kranich-Konzern hat gute Aussichten, nach der Übernahme der italienischen Ita einen weiteren wichtigen Luftverkehrsmarkt in Europa zu dominieren.
Die portugiesische Regierung verkauft mindestens 44,9 Prozent der Anteile an der staatlichen «Transportes Aéreos Portugueses» an die Lufthansa. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich einschliesslich der für die Beschäftigten reservierten fünf Prozent auf 1,201 Milliarden Euro. Sollten die Mitarbeiter ihr Erwerbsrecht nicht nutzen, kann der deutsche Konzern auch diese Anteile übernehmen. Die Mehrheit bleibt zunächst beim Staat.
Im Bieterrennen war die British-Airways-Mutter IAG frühzeitig ausgestiegen. Von Lufthansa und Air France-KLM verlangte die Regierung in Lissabon nach ersten Angeboten Nachbesserungen. Für die deutsche Offerte sprach zuletzt, dass der vereinbarte Kaufpreis vollständig in Geldmitteln und nicht per Aktienpaketen erfolgen soll. (dpa)
13:15 Uhr
Mittwoch, 14. Oktober
Postfinance fällt erneut durch
Die Postfinance erfüllt mit ihrem Notfallplan erneut nicht alle regulatorischen Anforderungen. Zu diesem Schluss kommt die Finanzmarktaufsicht (Finma) bei ihrer jährlichen Beurteilung der Krisenplanung der systemrelevanten Banken. Anders sieht es bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) und Raiffeisen aus: Deren Notfallpläne entsprechen den Vorgaben.
Postfinance habe zwar Fortschritte erzielt und verfüge seit Ende 2025 über die vorgeschriebenen zusätzlichen Mittel zur Verlustabsorption, teilt die Finma am Mittwoch mit. Nachbessern muss die Bank aber bei der Frage, was geschieht, wenn eine Restrukturierung und Weiterführung nicht mehr möglich sind. Die vorgesehenen Alternativen müssten weiter konkretisiert werden. Dabei spiele auch der gesetzliche Grundversorgungsauftrag eine Rolle.
Genehmigt hat die Finma dagegen die Stabilisierungspläne aller drei Institute. Diese zeigen auf, wie sich eine Bank in einer finanziellen Krise aus eigener Kraft stabilisieren kann. Nach dem Untergang der Credit Suisse hatte die Finma die Anforderungen verschärft. Über die Krisenplanung der UBS will sie im Spätherbst separat informieren. (fv)

13:07 Uhr
Mittwoch, 14. Oktober
Galderma kauft US-Beautyfirma Zo Skin
Der Zuger Dermatologiekonzern Galderma baut sein Hautpflegegeschäft mit einer Milliardenübernahme aus. Das Unternehmen übernimmt die US-Firma Zo Skin Health für 1,5 Milliarden Dollar in bar, wie Galderma am Mittwoch mitteilte. Verkäufer sind unter anderem Fonds des Finanzinvestors Blackstone sowie die Familie des Firmengründers Zein Obagi.
Zo Skin Health mit Sitz im kalifornischen Irvine stellt medizinische Hautpflegeprodukte her, die insbesondere über Dermatologen, Schönheitskliniken und medizinische Spas vertrieben werden. Das Unternehmen bietet mehr als 40 Produkte an und ist in über 40 Ländern präsent. In den zwölf Monaten bis Ende Juni 2026 erzielte Zo Skin Health einen Umsatz von rund 330 Millionen Dollar.
Galderma will mit dem Zukauf sein bestehendes Hautpflegegeschäft mit Marken wie Cetaphil und Alastin stärken. Finanziert wird die Übernahme mit vorhandenen Barmitteln und Bankkrediten. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen. (fv)
08:08 Uhr
Mittwoch, 14.Oktober
Datenklau: Ist auch die Pensionskasse der Stadt Zürich betroffen?

Der Cyberangriff auf die Softwarefirma PK Softech zieht immer weitere Kreise: Er betrifft nicht nur Pensionskassen, die Kunden von PK Softech sind, sondern offenbar auch solche, die es noch werden wollen – wie etwa die Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH). Sie «klärt mögliche Betroffenheit ab», hält Helga Portmann, die Vorsitzende der Geschäftsleitung, gegenüber «Schweiz heute» fest.
Die Pensionskasse der Stadt Zürich arbeitet zwar derzeit noch mit einem anderen Softwareanbieter zusammen. Auf Anfang 2027 wollte sie aber auf das Verwaltungssystem von PK Softech wechseln, wofür offensichtlich bereits Tests liefen. «Die PKZH klärt derzeit ab, ob aufgrund von Tests im Hinblick auf den Wechsel auch Daten der PKZH betroffen sind», sagt Portmann. Die PKZH nehme den Vorfall «sehr ernst» und stehe mit PK Softech in Kontakt, um eine mögliche Betroffenheit ihrer Daten zu klären. Weitere Angaben will die Pensionskasse derzeit nicht machen.
Vom Angriff auf PK Softech sind etliche grosse Pensionskassen betroffen, wie jene des Bundes (Publica), des Kantons Bern, der Migros oder der Post. (fv)
07:30 Uhr
Mittwoch, 14.Oktober
Swisscom gewinnt vor Bundesverwaltungsgericht
Im seit Jahren andauernden Streit um den Ausbau des Swisscom-Glasfasernetzes hat das Bundesverwaltungsgericht ein Urteil gefällt – und die Beschwerde des vom Bund kontrollierten Telekomkonzerns gutgeheissen sowie die Verfügung der Wettbewerbskommission (Weko) inklusive der Busse von 18 Millionen Franken aufgehoben. Die Swisscom begrüsst den Entscheid. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig und kann beim Bundesgericht angefochten werden.
Im Streit geht es um die Frage, nach welchem Prinzip die Swisscom ihr Glasfasernetz ausbauen kann. 2020 entschied sich die Swisscom für eine schnellere und günstigere Lösung. Statt von der Telefonzentrale in jeden Haushalt eine eigene Glasfaserleitung zu ziehen, sollten sich fortan mehrere Haushalte eine Glasfaserleitung teilen. Bei diesem System führt von der Zentrale zunächst nur eine Glasfaserleitung in ein Quartier. Dort wird das Signal über einen sogenannten Splitter auf mehrere Haushalte verteilt.
Im Fachjargon geht es also im Streit darum, ob die Swisscom ihre Glasfaserbauweise ändern darf auf das Punkt-zu-Multipunkt-System (P2MP) oder ob sie beim teureren Punkt-zu-Punkt-System (P2P) bleiben muss – wie es die Swisscom-Konkurrenten forderten. Da beim P2MP die einzelnen Haushalte nicht mehr über eine durchgehende, eigene Glasfaserleitung bis zur Zentrale verfügen, können andere Telekomfirmen nicht mehr ohne Weiteres eine einzelne Leitung übernehmen und mit ihrer eigenen Technik betreiben. Stattdessen müssen sie stärker auf die Infrastruktur und die Vorleistungen der Swisscom zurückgreifen.
Die Konkurrenten wandten sich deshalb an die Wettbewerbskommission. Die Weko eröffnete daraufhin eine Untersuchung und verfügte vorsorgliche Massnahmen. Diese wurden später vom Bundesverwaltungsgericht und Bundesgericht bestätigt.
2024 stellte die Weko fest, dass die Swisscom ihre marktbeherrschende Stellung mit der P2M2‑Bauweise missbrauchte, und verhängte eine Geldbusse von rund 18 Millionen Franken gegen den Telekomkonzern. Die Swisscom focht den Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht an und hat nun dort Recht erhalten. Das Gericht kommt zum Schluss, dass die von der Swisscom eingesetzte Punkt-zu-Multipunkt-Bauweise weder gegen das Wettbewerbsrecht verstösst noch die Voraussetzungen für die von der Weko verfügten Massnahmen erfüllt sind. (fv)

13:15 Uhr
Dienstag, 13. Oktober
Mehr Reserven für Problem-Züge aus Deutschland
Die Deutsche Bahn und die SBB planen ab Dezember zusätzliche Fahrzeitreserven auf der Strecke Stuttgart–Singen ein. Zudem wird die Zahl der Zwischenhalte auf dem deutschen Abschnitt reduziert. «Damit soll die Verbindung weiter stabilisiert werden. Seit Dezember 2025 ist bereits ein neues Konzept in Betrieb. Dabei fährt jeder zweite Zug von Stuttgart nur bis Singen, von dort fährt planmässig ein Zug nach Zürich.
Zudem verkehrt ab Schaffhausen ein Ersatzzug der SBB, wenn die durchgehenden Züge aus Stuttgart zu stark verspätet sind. Damit hat sich die Pünktlichkeit zwischen Schaffhausen und Zürich bei rund 80 Prozent stabilisiert, heisst es in einer Mitteilung. Über eine Rückkehr zu stündlich durchgehenden Zügen zwischen Stuttgart und Zürich entscheiden die SBB und die Deutsche Bahn im Frühling 2027. (mpa)
14:38 Uhr
Montag, 12. Oktober
Elektro-Lastwagen auf dem Vormarsch

Der Nutzfahrzeugmarkt kommt nach neun Monaten angesichts eines leichten Plus von 0,9 Prozent nicht recht vom Fleck, wie es in einer Mitteilung des Verbands Auto-Schweiz heisst. Hingegen gewinne die Elektrifizierung des Schweizer Lastwagenmarktes weiter an Fahrt: Von Januar bis September 2026 verfügte laut dem Verband bereits mehr als jedes vierte neu immatrikulierte schwere Nutzfahrzeug mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen über einen rein elektrischen Antrieb. Besonders dynamisch entwickele sich das Segment zwischen 3,5 und 16 Tonnen Gesamtgewicht, in dem elektrische Fahrzeuge bereits über 40 Prozent der Neuzulassungen ausmachen würden. (bwe)
14:31 Uhr
Montag, 12. Oktober
Protein-Boom hat Folgen: Die Preise steigen

Der Preis für Whey-Proteinpulver steigt, wie das Onlinewarenhaus Galaxus berichtet: Im September bezahlte die Kundschaft der Migros-Tochter für Whey knapp 55 Franken pro Kilo. Das sind 12 Prozent mehr als Anfang Jahr und über 18 Prozent mehr als im Jahresschnitt 2025.
Da der Fitnesstrend anhält und Proteine bei intensivem Training einen schnelleren Muskelaufbau versprechen, sind diese derzeit auch in vielen Supermarkt-Produkten angereichert, von Teigwaren bis Eistees. Der Luzerner Milchverarbeiter Emmi verkauft gar Wasser mit Proteinen («Schweiz heute» berichtete).
Der Preissprung lässt die Hobbysportlerinnen und -sportler laut Galaxus jedoch kalt: Im September fielen neun von zehn gekauften Pulver beim Onlinehändler in die Kategorie Whey. Und im August sind laut Galaxus so viele Packungen über den virtuellen Ladentisch gegangen wie noch nie. (bwe)
14:21 Uhr
Freitag, 9. Oktober
Grosses Datenleck bei Ricardo
Ricardo hat am 7. Oktober «verdächtige Aktivitäten» festgestellt. Das teilt die Onlineplattform mit. Dabei seien persönliche Daten von rund 890’000 Nutzerkonten offengelegt worden: Konkret geht es um Namen, Postadressen und Telefonnummern sowie bei gewerblichen Nutzern um Firmennamen. «E-Mail-Adressen und Passwörter waren nicht betroffen», beteuert Ricardo. Die Sicherheitslücke, die diesen Zugriff ermöglichte, sei umgehend geschlossen worden. (fv)

13:10 Uhr
Freitag, 9. Oktober
Wichtigster Raumfahrtkongress der Welt kommt 2029 nach Genf
Die 80. Ausgabe des weltweit wichtigsten Raumfahrtkongresses, des International Astronautical Congress, wird vom 8. bis 12. Oktober 2029 in der Schweiz stattfinden, konkret in Genf. Das hat die internationale Raumfahrtgemeinschaft entschieden. Angeführt wurde die breit getragene Schweizer Kampagne vom Industrieverband Swissmem, dem Industriesektor Swiss Space Industries Group und dem Swiss Space Office im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation. Die Organisatoren erwarten nun nach eigenen Angaben Tausende Fachleute aus der Industrie, Forschung, Politik und von Raumfahrtagenturen. (fv)
13:04 Uhr
Freitag, 9. Oktober
Konsumentenstimmung praktisch auf Vorjahresniveau
Die Konsumentenstimmung bleibt mau. Der vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) publizierte Konsumentenstimmungsindex liegt im September 2026 bei –36 Punkten. Das ist knapp 1 Punkt höher als im September 2025. Über dem Niveau von September 2025 liegt der Teilindex «Erwartete Wirtschaftsentwicklung». Tiefer als vor Jahresfrist notieren die Teilindizes «Vergangene finanzielle Lage», «Erwartete finanzielle Lage» und «Zeitpunkt für grössere Anschaffungen». (fv)
11:01 Uhr
Freitag, 9. Oktober
Sika kauft britische Firma
Der Zuger Bauchemiekonzern Sika hat die Azpects-Gruppe übernommen, eine britische Herstellerin von Polymersanden für den Landschaftsbau. Polymersand ist ein Material aus Sand und polymeren Bindemitteln, das vor allem zum Verfugen von Pflastersteinen und Platten auf Terrassen, Gehwegen oder Einfahrten verwendet wird. Azpects sei ein hochprofitables, schnell wachsendes Unternehmen, teilt Sika am Freitag mit.
Zudem biete der Produktionsstandort von Azpects das Potenzial, Sikas Produktionsnetzwerk in Grossbritannien auszubauen und zu optimieren. Durch den Zusammenschluss würden sowohl in der Produktion als auch in der Logistik erhebliche Kostensynergien entstehen. (fv)

09:11 Uhr
Freitag, 9. Oktober
Kein Ende der Talfahrt: Porsche verkauft weniger Autos
Der kriselnde Sportwagenbauer Porsche meldet wegen der schwierigen Lage auf den wichtigen Märkten in China und in Nordamerika erneut einen Absatzrückgang. In den ersten neun Monaten verkaufte das Unternehmen, das zum VW-Konzern gehört, weltweit 178'532 Fahrzeuge. Das war ein Rückgang um 16 Prozent, wie Porsche mitteilte.
Einer der Gründe für die Kaufzurückhaltung im Reich der Mitte ist, dass das Geld bei wohlhabenden Chinesen wegen der Immobilienkrise im Land nicht mehr so locker sitzt. Dort verbuchte Porsche in den ersten neun Monaten ein Minus von 33 Prozent auf 21'493 Fahrzeuge. Es werde auf die langfristige Entwicklung der Marke gesetzt anstatt auf kurzfristige Volumenziele.
In Nordamerika betrug das Minus 13 Prozent. Hier lieferte das Unternehmen 56'088 Autos aus. Dies sei vor allem durch das Aus der Verbrennervarianten von Boxster und Cayman bedingt, die es künftig nur noch mit Elektroantrieb geben wird. In Europa gingen die Auslieferungen um 11 Prozent auf 44'949 Sport- und Geländewagen zurück. Das Minus in den Übersee- und Wachstummärkten betrug knapp ein Fünftel weniger. (dpa)
16:21 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober
Kollisionen mit Wildtieren nehmen ab Oktober zu

Mit den kürzeren Tagen steigt das Risiko für Wildunfälle auf Schweizer Strassen deutlich. Das zeigen Zahlen der Mobiliar: Demnach verzeichnete die Versicherung in den vergangenen fünf Jahren insgesamt über 10'500 Kollisionen mit Wildtieren, die Motorfahrzeugschäden verursacht haben.
Gegen Jahresende häufen sich die Kollisionen mit Wildtieren: Im letzten Quartal, also von Oktober bis Dezember, liege die Zahl der Unfälle rund 12 Prozent über dem Jahresdurchschnitt. Viele Pendler seien in der Dämmerung oder Dunkelheit unterwegs, wenn auch Wildtiere besonders aktiv sind, heisst es bei der Mobiliar.
Auch im April gibt es gemäss der Versicherung «besonders viele Unfälle mit Wildtieren», wenn diese auf Nahrungs-, Revier-, und Partnersuche seien. Ausserdem verzeichnet die Mobiliar in der Woche nach der Zeitumstellung im Frühling mehr Unfälle mit Wildtieren als in der Woche davor.

Die durchschnittliche Schadenfrequenz in der Schweiz beträgt gemäss Mobiliar-Zahlen 1,16 Wildunfälle pro 1000 versicherte Fahrzeuge. Am stärksten betroffen sind die Kantone Thurgau mit 2,05 Schäden pro 1000 Fahrzeuge und Graubünden mit 1,85 Schäden. Dahinter folgen Jura (1,75), Appenzell Innerrhoden (1,58), Solothurn (1,56) sowie Bern, Schaffhausen und die Waadt (je 1,37).
Am häufigsten kollidierten Fahrzeuglenkende mit Rehen und Hirschen. Zwischen 2021 und 2025 gab es mit diesen Tieren rund 7350 versicherte Schäden. Danach folgen Füchse (1020), Dachse (900), Vögel (580) und Wildschweine (510).
Besonders teuer sind Zusammenstösse mit grossen Tieren. Den höchsten durchschnittlichen Schaden verursachen Wildschweine mit rund 3000 Franken pro Unfall, noch vor Rehen und Hirschen mit rund 2700 Franken.
Verkehrskollisionen seien nach der Jagd die zweithäufigste bekannte Todesursache grosser Wildtiere in der Schweiz: «Mehr als die Hälfte der Wildtiere, die nicht durch Jagd ums Leben kommen, sterben bei Verkehrsunfällen», teilt die Mobiliar mit Verweis auf Zahlen des Bundesamts für Umwelt mit. (fv)
11:57 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober
Tessiner Raffinerie will nach Hongkong
Die Tessiner Raffinerie Valcambi spannt mit dem Shiu Wing Steel aus Hongkong zusammen, einem Stahlhersteller. Die beiden Firmen haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach sie ein neues, auf die Raffination von Edelmetallen spezialisiertes Unternehmen gründen wollen. Das Projekt ziele darauf ab, das technologische Know-how von Valcambi und die industrielle Erfahrung von Shiu Wing Steel zu nutzen. Valcambi wird mehrheitlich von einer indischen Firma kontrolliert. (mpa)

08:56 Uhr
Donnerstag, 8. Oktober
5000 KI-Stellen ausgeschrieben
Schweizer Firmen suchen nach Fachkräften, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) umgehen können. Gemäss einem Bericht der Hochschule Luzern wurden zwischen Juli 2025 und Juni 2026 knapp 5000 KI-Stellen ausgeschrieben. Das sind 32 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen tragen zu diesem Wachstum bei. Gesucht wird nicht nur in der IT: In allen zehn grössten Branchen hat die Nachfrage nach KI-Fachkräften zugenommen. Neben IT und Finanzen gehören auch Handel und Logistik sowie die Pharma dazu. (mpa)
14:33 Uhr
Mittwoch, 7. Oktober
Der Flughafen Genf will grüner werden

Der Flughafen Genf hat mit dem kantonalen Energiedepartement eine Zielvereinbarung unterzeichnet. Damit verpflichtet sich der Flughafen für einen Zeitraum von zehn Jahren, seine Energieeffizienz um 20 Prozent zu steigern.
Der Flughafen unterstreiche damit sein Vorhaben, die Umweltbilanz sowie die Leistungsfähigkeit der technischen Anlagen und Einrichtungen zu verbessern. Dazu gehört auch die Dekarbonisierung: Bis 2037 sollen die Emissionen auf Netto-Null reduziert werden. Zudem soll mehr Photovoltaik zum Einsatz kommen und die Infrastruktur soll an die künftigen klimatischen Bedingungen angepasst werden. Die globale Aviatik trägt etwa 3,5 bis 5 Prozent zur Klimaerwärmung bei. (bwe)
14:11 Uhr
Mittwoch, 7. Oktober
UBS-Chef Ermotti will US-Millionäre
Vor wenigen Tagen kassierte UBS-Chef Sergio Ermotti in seinem Heimatmarkt eine politische Niederlage im Kampf um die Eigenkapitaldeckung. Nun geht für den Tessiner wieder ums Kerngeschäft: Geld. Diese Woche hatte Ermotti einen Auftritt in der bekannten Sendung «Squawk on the Street» des US-Wirtschaftssenders CNBC und machte dabei klar, wo er Wachstumspotenzial sieht.
«Die USA haben im vergangenen Jahr täglich 1200 neue Millionäre hervorgebracht», sagt Ermotti. 40 Prozent aller Millionäre würden in den USA leben. «Als echter, globaler Vermögensverwalter müssen wir also in den USA sein, um erfolgreich zu sein.» Europa wachse hingegen nicht und erzeuge auch keinen neuen Wohlstand. Viel eher verbrauche Europa bestehende Vermögen. Hier gehe es eher um das Gewinnen von Marktanteilen als um Wachstum.
Kurz nach der Niederlage im Schweizer Parlament machten Gerüchte die Runde, ausländische Grossbanken hätten Interesse, mit der UBS zu fusionieren. Dazu wurde auch das US-Finanzinstitut Morgan Stanley gezählt. Zu Spekulationen über einen Wegzug der UBS sagt Ermotti gegenüber CNBC: «Wir glauben, dass der Standort Schweiz gut für die Schweizer Wirtschaft sowie für unsere Kunden und Aktionäre ist.». Gleichzeitig müsse die UBS prüfen, welche Schritte künftig erforderlich seien, um die Interessen der Anteilseigner und der Kundschaft zu wahren. (bwe)
13:19 Uhr
Mittwoch, 7. Oktober
Nestlé verkündet Basketball-Deal

Der Westschweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé und die US-Basketball-Liga NBA gehen eine mehrjährige internationale Marketingpartnerschaft ein, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Damit werden die Nestlé-Schokoladengetränke-Marken Milo, Nescau und Nesquik zu offiziellen Partnern der NBA.
Die Vereinbarung, die im Januar startet, umfasst laut Nestlé 21 Märkte auf vier Kontinenten. Es handle sich um die bislang grösste internationale Markenkooperation von Nestlé. Sie spiegle die Strategie des Unternehmens wider, sich auf weniger, dafür grössere globale Marketingplattformen zu konzentrieren. Was der Basketball-Deal Nestlé kostet, ist nicht bekannt.
Dass Marken mit zuckerreichen Produkten Sportarten sponsern ist nicht neu. So ist der US-Getränkehersteller Coca-Cola seit vielen Jahren im Fussball werberisch aktiv. Und zuletzt ging die Nestlé-Schoggimarke Kitkat einen Werbedeal mit der Formel 1 ein. (bwe)
11:25 Uhr
Mittwoch, 7. Oktober
Stadler liefert Züge ins Aostatal

Der Thurgauer Zugbauer Stadler hat sechs neue, elektrischen Flirt-Züge für das Aostatal ausgeliefert und am Bahnhof Torino Porta Nuova vorgestellt. Die Flotte biete Einwohnern und Touristen ein komfortables, sicheres und umweltfreundliches Reiseerlebnis, heisst es in einer Mitteilung vom MIttwoch. Dank der neuen Züge und der Elektrifizierung der Strecke zwischen Turin und Aosta können demnach jährlich mehr als 500’000 Liter Diesel eingespart werden. Gefertigt wurden die Züge im polnischen Siedlce. (bwe)
08:53 Uhr
Mittwoch, 7. Oktober
SBB schliessen 13 Reisezentren – diese sind betroffen

Viele Kundinnen und Kunden schätzen es, am SBB-Schalter ihr Ticket kaufen zu können und sich von Angestellten persönlich beraten zu lassen. Doch auf 2027 hin planen die Bundesbahnen gleich 13 Umstellungen von Reisezentren auf Selbstbedienung, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber dem «Blick» bestätigt.
Demnach werden ab dem 1. Januar diese bisher bedienten Reisezentren geschlossen: Arbon TG, Brunnen SZ, Döttingen AG, Frick AG, Genève Eaux-Vives GE, Laufen BL, Oensingen SO, Rotkreuz ZG, Schönbühl Einkaufszentrum LU, St. Margrethen SG, Uznach SG, Stein am Rhein SH und Ziegelbrücke GL. Entlassungen gibt es laut dem SBB-Sprecher deswegen keine, die Angestellten können in anderen Reisezentren weiterarbeiten.
Die SBB begründen den Schritt gegenüber dem «Blick» mit den veränderten Kundenbedürfnissen. So würden heute 97 Prozent aller Billette von den Kundinnen und Kunden selbst gekauft, mehrheitlich per App oder Webseite. Sprich: Nur 3 Prozent der Tickets werden am Schalter bezogen. (bwe)
16:44 Uhr
Dienstag, 6. Oktober
Orell Füssli lanciert «Harry Potter»-Kooperation

Die Buchhandelskette Orell Füssli eröffnet in ihrer Stauffacher-Filiale in Bern den ersten «Harry Potter»-Shop-in-Shop der Schweiz. Auf rund 95 Quadratmetern entsteht ein eigener Verkaufsbereich. Die Gestaltung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem US-Filmstudio Warner Bros. Discovery entwickelt. Die Auswahl umfasst Bücher, Spiele, Geschenk- und Lifestyle-Artikel.
Anfang September hatte Simona Schmidt-Flammer, Chefin des Orell-Füssli-Büchergeschäfts, eine solche Kooperation im Interview mit «Schweiz heute» bereits angedeutet. Angesprochen auf künftige Entwicklungen, sagte sie: «Ein persönlicher Traum wäre ein Harry-Potter-Store in der Schweiz. Das fände ich grossartig.» Wenn man sich den Flagship-Store in London anschaue, sehe man, was alles möglich wäre.
Die Bücher über den Zauberlehrling stehen laut Schmidt-Flammer jedes Jahr wieder auf den Bestsellerlisten. «Er ist ein Evergreen.» Dies, obwohl Buchautorin J. K. Rowling für ihren Kampf gegen Transgender-Rechte in den vergangenen Jahren stark in die Kritik geraten ist. Gerade zu Weihnachten würden sich diese Bücher gut verkaufen.
Während der Feiertage startet zudem auf dem Streaming-Sender HBO eine neue, kostspielige «Harry Potter»-Serie, an der Milliardärin Rowling kräftig mitverdient. (bwe)
09:33 Uhr
Dienstag, 6. Oktober
SBB investieren in Zürcher S-Bahn
Bevor die Züge der Zürcher S-Bahn ab 2030 ersetzt werden, verpassen ihnen die SBB eine Frischzellenkur. Sie investieren zusammen mit Bund und Kantonen rund 500 Millionen Franken, um den Komfort zu sichern und die Sicherheit zu gewährleisten, heisst es in einer Mitteilung. Konkret wertet die Bahn den Innenraum mit neuen Bodenbelägen und Sitzpolstern, LED-Beleuchtung und verbesserter Beschriftung auf. Dank mobilfunkdurchlässiger Scheiben werde zudem der Empfang im Zug für die Fahrgäste besser. Der erste aufgewertete Zug verkehrt bereits seit Mitte September. Er ist von aussen leicht an den weissen Streifen links und rechts der roten Türen erkennbar. (mpa)

08:27 Uhr
Montag, 5. Oktober 2026
Die UBS hält erneut mehr als 5 Prozent an Markus Blochers Dottikon ES
Die UBS hält kumuliert über mehrere Fonds 5,005 Prozent an Dottikon ES, wie die börsenkotierte Firma mit Sitz im aargauischen Dottikon am Montag mitteilte. Damit wurde erneut der meldepflichtige Grenzwert von 5 Prozent überschritten. Zuletzt war dies im August der Fall, danach sank der Anteil der UBS-Fonds wieder unter 5 Prozent. Das Unternehmen Dottikon ES, das mehrheitlich Markus Blocher gehört, ist ein Hersteller von Veredelungschemikalien, Zwischenprodukten und Exklusivwirkstoffen für die chemische und pharmazeutische Industrie. (fv)

08:43 Uhr
Sonntag, 4. Oktober
Hohe Verluste: Swiss Steel muss erneut saniert werden
Swiss Steel braucht schon wieder Geld. Dies, weil hohe Verluste anfallen und das konsolidierte Eigenkapital negativ ist. Der Hauptaktionär Martin Haefner verliert viel Geld, und die Banken müssen auf einen Teil ihrer Kredite verzichten. Der Geschäftsbericht 2025 zeigt, dass der Konzern im vergangenen Jahr 311 Millionen Euro verloren hat. Auch aktuell verliert der grösste Schweizer Stahlkocher Geld. CEO Frank Koch sagt im Interview mit der «SonntagsZeitung»: «Wir haben einen klaren Plan für die Restrukturierung der Swiss Steel Group.» Zudem kündigt er einen Stellenabbau bei den Stahlwerken in Deutschland an. (has)
11:04 Uhr
Freitag, 2. Oktober
Finma soll Worldline beaufsichtigen
Wer als Geschäft Kartenzahlungen oder Twint annehmen will, kommt nicht an ihnen vorbei: an den Zahlungsdienstleistern, sogenannten Acquirern. Sie wickeln digitale Zahlungen zwischen Händlern und ihren Kunden ab und stellen Kartenterminals zur Verfügung. Ein führender Anbieter in der Schweiz ist der französische Konzern Worldline. Sein Marktanteil beträgt 60 Prozent. SP-Nationalrat Emmanuel Amoos ortet hier ein Problem, weil Worldline nicht der Finanzmarktaufsicht (Finma) untersteht. Deshalb hat er eine Motion eingereicht, um dies zu ändern. Sie wurde nun im Nationalrat angenommen. Amoos findet, man dürfe die Sicherheit dieser Infrastruktur nicht einfach den Privaten überlassen. Es brauche eine staatliche Aufsicht. Diese soll kontrollieren, dass Firmen wie Worldline über genügend Eigenmittel oder Notfallpläne für Krisenfälle verfügen. Zudem solle der Bund eingreifen können, wenn die Stabilität des Zahlungsverkehrs gefährdet sei. (mpa)
08:45 Uhr
Donnerstag, 1. Oktober
Schweizer Inflation im September bei 1 Prozent
Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im September 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1 Prozent gestiegen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) vermeldet hat. Damit liegt die Inflation hierzulande so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr. Im August 2024 hatte die Schweiz zuletzt eine höhere Inflation, damals von 1,1 Prozent.

Das Wiedererwachen der Inflation erklärt sich mit den stark gestiegenen Energiepreisen.
Heizöl kostet im Vergleich zum Vorjahresmonat hohe 65 Prozent mehr. Das ist ein nicht gleich, aber ähnlich grosser Anstieg wie zuletzt in der Energiekrise von 2022. Damals gab es laut den Zahlen des BFS allerdings sogar einen Preissprung von 88 Prozent. Laut dem Vergleichsportal Heizöl24 kosten 100 Liter Heizöl derzeit rund 170 Franken. Vor einem Jahr genügten noch etwas mehr als 90 Franken.
Aktuell hat es bei Benzin und Diesel im September ebenfalls starke Preiszunahmen gegeben. Für Benzin zahlt man jetzt 19,9 Prozent mehr als im Vorjahr, für Diesel gar 28,7 Prozent. Laut dem Mobilitätsverband TCS wurde bei Diesel kürzlich gar ein Rekordpreis erreicht mit 2.46 Franken pro Liter.
Und auch bei Holzpellets ziehen die Preise an, im September zum Vorjahr um 29 Prozent. Insgesamt seien die Preise hoch, aber im Vergleich noch günstig, heisst es auf dem Vergleichsportal Holzpellets24: «Um sich als Gewinner zu fühlen, bleibt Pelletkunden einmal mehr der Blick auf die fossilen Energieträger.»
Die Inflation ist auch in der Eurozone auf dem Vormarsch. Deutschland kam im September auf eine Inflationsrate von 3,3 Prozent nach 2,9 Prozent im August. In Frankreich sind es 3,0 Prozent nach 2,4 Prozent im August. Italien hatte im September eine Inflation von 4,2 Prozent und Spanien gar von 4,9 Prozent.
Die höhere Inflation zwingt die Zentralbanken zu einer Reaktion. Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen bereits zwei Mal erhöht und die Finanzmärkte rechnen mit weiteren Schritten. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hingegen verharrte bisher bei ihrem weltweit einzigartigen Nullzins und liess damit die Zinsdifferenz zur EZB auf ein Rekordhoch ansteigen. Das wiederum hat den Franken weniger attraktiv gemacht und den Euro erstarken lassen, zeitweise fast bis auf 95 Rappen.
Doch mit den neuen Inflationszahlen ist der Euro etwas schwächer geworden, der Franken stärker. Anscheinend erwarten die Finanzmärkte eine Reaktion der SNB auf die auch in der Schweiz steigende Inflation. Sprich, die SNB wird demnach ihren Leitzins wieder aufgeben und zumindest eine Erhöhung um einen Viertelprozentpunkt vornehmen. (nav)


