09:56 Uhr
Freitag, 24. Juli
Calida-Umsatz sinkt weiter
Der Umsatz des Unterwäscheherstellers Calida ist im ersten Halbjahr 2026 erneut gesunken. Wie das Luzerner Unternehmen mitteilt, fiel der Umsatz der Gruppe währungsbereinigt um 5,9 Prozent auf 93,7 Millionen Franken. Es resultierte ein negatives Betriebsergebnis von 300'000 Franken. Grund dafür seien vor allem den Struktur- und Kostenbereinigungsmassnahmen rund um den Verkauf der US-Tochter Cosabella. «Damit vereinfachen wir unser Portfolio weiter und stärken unseren Fokus auf die Kernmarken», wird CEO Thomas Stöcklin zitiert. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Das Marktumfeld sei im ersten Halbjahr 2026 weiterhin anspruchsvoll und von «einer verhaltenen Konsumentenstimmung geprägt» gewesen. Man sei jedoch zuversichtlich, dass die eingeleiteten strategischen und operativen Massnahmen Wirkung entfalteten, so Calida. Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm von bis zu maximal zwei Prozent des Aktienkapitals wird eingestellt. «Angesichts der operativen Fortschritte der Gruppe, sowie attraktiver Möglichkeiten zur langfristigen Wertschaffung wird die Wahrung der grösstmöglichen finanziellen Flexibilität als beste Vorgehensweise für alle Stakeholder erachtet.» (mha)
09:38 Uhr
Freitag, 24. Juli
Schweizerin wird oberste Airline-Branchenchefin

Der Airline-Verband Iata (International Air Transport Association) mit Sitz in Montreal und Genf erhält eine neue Generaldirektorin. Saadia Zahidi wurde vom Verwaltungsrat per November zur neuen Chefin der Organisation ernannt, wie es in einer Mitteilung heisst. Zahidi wird die erste Frau sein, die diese Position übernimmt. Bisher arbeitet Zahidi als Geschäftsleitungsmitglied beim Weltwirtschaftsforum, das seinen Sitz ebenfalls in Genf hat.
Die Managerin ist in Pakistan geboren, hat aber auch den Schweizer Pass. Sie studierte Wirtschaft in den USA sowie in Genf. Im Verlauf ihrer Karriere arbeitete sie auch für die UNO sowie die Europäische Weltraumorganisation ESA. 2018 publizierte die 46-Jährige ein Buch über muslimische Frauen in der Geschäftswelt. Im Gegensatz zu früheren Iata-Generaldirektoren hat Zahidi keine Fluggesellschaft geführt. Zahidi folgt auf den Iren Willie Walsh, der einst Aer Lingus und British Airways als CEO vorstand und die Iata seit 2021 leitete.
Die Luftfahrt sei entscheidend für Wirtschaftswachstum, Handel, Tourismus, Arbeitsplätze und Investitionen, sagt Zahidi. Die Iata biete der Branche in einer sich rasch verändernden Welt verlässliche Standards, unverzichtbare Dienstleistungen und Interessensvertretung. Die Organisation vertritt über 330 Airlines in rund 120 Ländern. Auch die Lufthansa-Gruppe mit Edelweiss und Swiss ist Mitglied. (bwe)
08:43 Uhr
Freitag, 24. Juli
Temu verkündet Kooperation mit Schweizer KMU
Die chinesische Onlineplattform Temu will in der Schweiz Fuss fassen. Seit letzten September können auch hiesige Händler dort ihre Ware verkaufen. Das probieren bereits einige wenige Firmen aus, etwa der Möbelhändler Beliani. Nun will Temu sein Angebot bekannter machen. Dazu strebt das Unternehmen eine Kooperation mit dem Schweizerischen KMU-Verband an.
Gemäss einer Absichtserklärung wollen Temu und der Verband den Firmen Unterstützung beim Einstieg in den Online-Verkauf anbieten. Das soll durch Austausch von Informationen und Fallstudien von Schweizer Unternehmen passieren. «Viele Schweizer KMU verfügen über hervorragende Produkte, schöpfen die Chancen des Online-Handels jedoch noch nicht vollständig aus», sagt Roland Rupp, Präsident des KMU-Verbands. «Gemeinsam mit Temu wollen wir Hemmschwellen abbauen. Diese Partnerschaft ist ein konkreter Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer KMU.»
Das dürften nicht alle Verbände so sehen. Andere Organisationen wie die Swiss Retail Federation oder der Handelsverband.swiss haben Temu beim Bund angeschwärzt und stehen dem chinesischen Akteur kritisch gegenüber. (mpa)

14:20 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
EZB lässt Zinsen unverändert
Im Euroraum bleiben die Leitzinsen trotz anhaltender Inflationsgefahren vorerst unverändert. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben hatte, entschieden sich die Euro-Währungshüter nun für eine geldpolitische Pause. Damit bleibt der für Banken und Sparer im Euroraum wichtige Einlagenzins bei 2,25 Prozent.
Das hatten die meisten Analysten so erwartet. Eine Anhebung könnte es im September geben, wenn der Notenbank neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur vorliegen. Denn die Risiken für die Teuerung sind nicht gebannt, solange der Iran-Krieg andauert und es keine dauerhafte Lösung für den Konflikt im Nahen Osten gibt. «Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollständig zum Tragen gekommen», teilte die Zentralbank nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mit. (dpa)
09:51 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Langjähriger Swiss-Life-Manager Markus Leibundgut ist gestorben
2023 war Markus Leibundgut, der beim Versicherungskonzern Swiss Life das Schweizer Geschäft leitete, an Krebs erkrankt. 2024 teilte das Unternehmen mit, dass Leibundgut nicht mehr auf seinen alten Posten als Länderchef zurückkehren werde. Obwohl sein Genesungsprozess gut voranschreitet, habe er sich entschieden, künftig strategische Aufgaben ausserhalb des Unternehmens zu übernehmen, hiess es damals. Nun wird bekannt, dass Leibundgut am 14. Juli im Alter von 57 Jahren verstorben ist. «Seine Vielseitigkeit, seine analytischen Fähigkeiten, seine menschliche Art und sein Durchhaltewille wurden sehr geschätzt», hält Swiss Life in der Todesanzeige fest. (fv)

08:29 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Cembra steigert Gewinn und übernimmt Santander-Geschäft
Die Cembra Money Bank hat im ersten Halbjahr 2026 den Reingewinn um 6 Prozent auf 92,3 Millionen Franken gesteigert, wie sie am Donnerstag bekannt gab. Ausschlaggebend dafür war vor allem ein um 9 Prozent tieferer Geschäftsaufwand. Der Nettoertrag blieb trotz gesunkener Maximalzinssätze und eines schwächeren wirtschaftlichen Umfelds mit 267,2 Millionen Franken stabil. Die Nettoforderungen gegenüber Kunden nahmen um 2 Prozent auf 6,7 Milliarden Franken zu, getragen vom Wachstum im Privatkredit-, Fahrzeugfinanzierungs- und Kreditkartengeschäft.
Zugleich kündigte Cembra die Übernahme des wesentlichen Teils des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander Consumer Finance an. Davon verspricht sich das Finanzinstitut eine Stärkung seiner Position in der Fahrzeugfinanzierung. Zudem wird Cembra exklusive Schweizer Partnerin von Santander für paneuropäische Leasing- und Fahrzeugfinanzierungsprogramme. Der Abschluss wird für November 2026 erwartet. (fv)
08:10 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Leonteq schreibt wieder Gewinn
Leonteq ist im ersten Halbjahr 2026 in die Gewinnzone zurückgekehrt, wie der Anbieter strukturierter Finanzprodukte am Donnerstag mitteilte. Er erzielte einen Gewinn von 12,7 Millionen Franken nach einem Verlust von 43 Millionen im zweiten Halbjahr 2025. Der Betriebsertrag belief sich auf 111,6 Millionen Franken. Während die Kommissions- und Dienstleistungserträge um 10 Prozent auf 96,8 Millionen zunahmen, fiel das Handelsergebnis tiefer aus als in der Vorjahresvergleichsperiode. Gleichzeitig senkte Leonteq den Geschäftsaufwand dank des laufenden Kostenprogramms um 10 Prozent auf 99,2 Millionen Franken.
Für das Gesamtjahr bestätigt Leonteq die Prognose eines positiven Vorsteuergewinns bei einem Geschäftsaufwand von rund 200 Millionen Franken. Zudem hält der Verwaltungsrat an der Absicht fest, Anfang 2027 einen Aktienrückkauf zu starten. (fv)
08:04 Uhr
Donnerstag, 23. Juli
Roche spürt Gegenwind des starken Frankens
Der Basler Pharmakonzern Roche leidet unter dem starken Franken. Denn anders als der Lokalrivale Novartis weist er seine Zahlen in der Schweizer Währung aus. Im ersten Halbjahr erzielte Roche einen Umsatz von 30,3 Milliarden Franken. Das ist ein Minus von 2 Prozent. In konstanten Wechselkursen resultiert ein Plus von 6 Prozent. Der Betriebsgewinn sank in Franken ebenfalls um 1 Prozent, wobei währungsbereinigt eine Zunahme von 10 Prozent erzielt wurde.
In der Pharmasparte trieben die fünf wichtigsten Medikamente namens Xolair (Nahrungsmittelallergien), Hemlibra (Hämophilie A), Ocrevus (Multiple Sklerose), Phesgo (Brustkrebs) und Vabysmo (schwere Augenerkrankungen) weiterhin das Wachstum an. In der Diagnostiksparte konnte Roche etwas weniger zulegen. Da auf Diagnostika in den USA Zölle anfallen, stiegen für Roche dort die Kosten. Ebenfalls zu Mehraufwänden führte eine Restrukturierung des Diagnostikgeschäfts, wobei auch der Standort Rotkreuz ZG betroffen ist.
Roche-Chef Thomas Schinecker erwartet für das Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem wolle man die Dividende in Schweizer Franken erneut erhöhen. (mpa)

09:26 Uhr
Mittwoch, 22. Juli
Kone gewinnt SBB-Auftrag
Die SBB haben die Wartung und Instandhaltung ihrer rund 1200 Transport- und Förderanlagen neu ausgeschrieben. Der finnische Konzern Kone hat den Zuschlag für die Wartung von 60 Prozent dieser Lifte und Rolltreppen gewonnen, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Bisher seien es 30 Prozent gewesen. Zwei Drittel der 700 Anlagen, welche Kone für die SBB überwachen und warten werden, seien von anderen Herstellern produziert worden. (ehs)
09:15 Uhr
Mittwoch, 22. Juli
V-Zug steigert Halbjahresgewinn

Der Haushaltsapparate-Hersteller V-Zug steigerte im ersten Halbjahr den Nettoerlös um 4,9 Prozent auf 284,5 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg derweil im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3 auf 7,9 Millionen Franken. Treiber dieser Entwicklung in einem anhaltend volatilen Umfeld sei eine gute Geschäftsentwicklung im Heimmarkt Schweiz gewesen, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Geholfen hätten auch das internationale Geschäft sowie die Umsetzung der geschärften Strategie. (bwe)
08:58 Uhr
Mittwoch, 22. Juli
Dormakaba hilft bei schweren Türen

Schwere Türen stellen für viele Menschen ein Problem dar, sei es für ältere oder solche mit einer Behinderung. Für sie ist das Öffnen solcher Türen mit viel Energie verbunden – oder sogar unmöglich. Die auf Zutrittssysteme spezialisierte Industriefirma Dormakaba mit Sitz in Rümlang ZH reagiert nun und lanciert ein neues System, das das Öffnen und Schliessen der Tür erheblich erleichtern soll.
Laut einer Mitteilung handelt es sich um eine intelligente Zugangslösung namens Easy Assist, die vor allem älteren Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität und Kindern helfen soll. Es lasse sich beispielsweise in Seniorenheimen und Krankenhäusern unkompliziert nachrüsten.
«Der Zugang ohne Hindernisse und ohne unnötigen Kraftaufwand wird zu einer zentralen Anforderung an moderne Gebäude», sagt Dormakaba-Chef Till Reuter. Das Easy-Assist-System beinhaltet mehrere Funktionen. Es bietet eine sanfte, elektronische Unterstützung beim manuellen Öffnen, so dass weniger Kraft nötig ist. Oder es kann die Türe auch vollautomatisch öffnen und schliessen. Als mögliche Kunden sieht Dormakaba Senioren- und Pflegeheime, Spitäler, Hotels oder Verwaltungsgebäude.
In den USA wurde das System bereits im April lanciert. Als nächstes folgen Deutschland und mehrere asiatische Länder. Im Früjahr 2027 soll es auch in der Schweiz erhältlich sein.
Für die Entwicklung der Innovation hat Dormakaba mit mehreren Hochschulen in Deutschland untersucht, wie sich die zum Türöffnen nötige Kraft über die gesamte Bewegung hinweg verringern lässt. Und in einer weiteren Forschungsarbeit, gemeinsam mit dem Singapore Institute of Technology, ging das Unternehmen der Frage nach, welche Schwierigkeiten Türen älteren Menschen im Alltag konkret bereiten.
Mit der Innovation reagiere man auf den demografischen Wandel, heisst es in der Mitteilung. Denn laut Weltgesundheitsorganisation wird sich die Zahl der über 60-Jährigen bis 2050 auf rund 2,1 Milliarden Menschen verdoppeln. Barrierefreie Umgebungen würden an Bedeutung gewinnen. (bwe)
14:50 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Lindt steigert den Umsatz

Der Zürcher Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli erzielte im ersten Halbjahr ein organisches Umsatzwachstum von 4,3 Prozent auf 2,33 Milliarden Franken. Die Firma spricht von einem soliden Ergebnis. Allerdings: Im gesamten Vorjahr hatte das Wachstum noch 12,4 Prozent betragen. Zudem war das Wachstum nur mit Preiserhöhungen möglich.
Diesbezüglich hat es der Hersteller der Lindor-Kugeln allerdings zuletzt übertrieben. Insbesondere in Deutschland gab es Meldungen von erbosten Konsumentinnen und Konsumenten, denen die Lindt-Schokolade zu teuer wurde. Nun sollen die Preise teilweise gesenkt werden. Die Regionen Nordamerika und Rest der Welt, wie sie Lindt definiert, verzeichneten derweil ein zweistelliges Wachstum.
Der operative Gewinn (Ebit) betrug 260,2 Millionen Franken und ist damit praktisch auf dem Wert der Vorjahresperiode verharrt. Anhaltende geopolitische Unsicherheiten und die weiterhin hohe Volatilität des Marktes hätten die Konsumentenstimmung gedämpft, schreibt Lindt in einer Mitteilung. Zudem wirke sich der Tourismus, insbesondere in Europa, auf die Ergebnisse aus.
ZKB-Analyst Daniel Bürki verweist in seiner Analyse auf den Rückgang des Aktienwerts von 17 Prozent in diesem Jahr. Damit habe Lindt bisher schwach abgeschnitten, was auf das geringere Verkaufsvolumen von Schokolade zurückzuführen sei. Die sei die direkte Folge der deutlichen Preiserhöhungen für den Konsumenten in den letzten Jahren.
Für Bank-Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy bleibt derweil offen, ob Lindt seine Wachstumsprognose von 6 bis 8 Prozent für das Gesamtjahr erzielen kann. (bwe)
09:03 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Swiss-Bodenpersonal sagt Ja zu neuem GAV

Das Bodenpersonal der Fluggesellschaft Swiss haben einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) angenommen, der am 1. Januar in Kraft tritt. Der neue GAV verbessere die Anstellungsbedingungen für die Mitarbeitenden und schaffe gleichzeitig die Grundlage, damit die Swiss auch langfristig erfolgreich bleibe, heisst es in einer Mitteilung der Lufthansa-Tochter.
Der neue GAV sei das Ergebnis konstruktiver Verhandlungen zwischen der Swiss sowie den Sozialpartnern SEV-GATA, dem kaufmännischen Verband und VPOD Luftverkehr. Er gilt für eine Mindestdauer von fünf Jahren.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören laut der Swiss die Reduktion der vertraglichen Wochenarbeitszeit, Anpassungen bei Lohnbändern und Zulagen, Verbesserungen in der beruflichen Vorsorge sowie der Ausbau der Leistungen bei Mutterschaft und weiteren Sozialleistungen.
Die Gewerkschaft SEV-GATA verrät derweil in einer Mitteilung konkrete Verbesserungen: Der neue GAV bringe beispielsweise eine Samstagszulage, eine Arbeitszeitverkürzung um zwei auf 40 Wochenstunden und eine Erhöhung der Lohnbänder um 200 Franken. (bwe)
08:58 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Gericht stoppt Übernahme von Warner Brothers

Nach der Klage von zwölf US-Bundesstaaten wird die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers durch den Konkurrenten Paramount für zunächst zwei Wochen per Gerichtsbeschluss ausgesetzt. In dieser Zeit soll über die von den Bundesstaaten angestrebte längerfristige einstweilige Verfügung gegen den Vollzug des mehr als 100 Milliarden Dollar schweren Deals verhandelt werden.
Die Bundesstaaten argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin Araceli Martínez-Olguín in Oakland bei San Francisco konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten. Dadurch sei es wahrscheinlich, dass die Übernahme als wettbewerbswidrig eingestuft werde. Dies rechtfertige eine zeitweise Aussetzung der Fusion.
Für Paramount könnte eine Verzögerung teuer werden. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Das dürfte den Konzern etwa 650 Millionen Dollar pro Vierteljahr kosten. (dpa)
08:33 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Nestlé baut neue Tierfutter-Fabrik
Der Nahrungsmittelriese Nestlé kann sich auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten auf Katzen- und Tierhalter verlassen. Inzwischen setzt der Hersteller von Kitkat-Schokolade und Thomy-Mayonnaise jeden fünften Franken mit Tierfutter um. Und dabei soll es nicht bleiben.
Die Nestlé-Tierfutter-Sparte Purina plant den Bau eines neuen Werks in Mantua, Italien. Kostenpunkt: 520 Millionen Franken. Der Standort werde eine Produktionsanlage für Feuchtnahrung für Katzen und Hunde und eine Logistikplattform beinhalten, wie es in einer Mitteilung heisst.

Damit steigt die Zahl der Purina-Fabriken in Europa auf 15. Der europäische Markt für Tiernahrung wird laut Nestlé auf knapp 30 Milliarden Schweizer Franken geschätzt. Die Zahl der Haustiere sei in den vergangenen Jahren stark gestiegen, und die Menschen würden mehr für ihre Tiere ausgeben. Der Produktionsstart in Italien ist für 2029 vorgesehen. Anfang dieses Jahres hatte Nestlé bereits den Bau einer neuen Purina-Fabrik in Brasilien angekündigt. (bwe)
08:05 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Weniger Gewinn trotz Grosserfolg mit Royal Pop
Die Swatch-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz gesteigert und nach eigenen Angaben weltweit Marktanteile gewonnen, wie sie am Dienstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen legte der Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 3,121 Milliarden Franken zu. Doch negative Währungseffekte schmälerten den Umsatz um rund 200 Millionen Franken, womit letztlich nur ein Plus von 2 Prozent übrigblieb.
Der Betriebsgewinn (Ebit) ging auf 52 Millionen Franken zurück, nach 68 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Der Konzerngewinn belief sich auf 16 Millionen Franken nach 17 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2025. Als Belastungsfaktoren nennt der Schweizer Uhrenkonzern neben den Wechselkurseffekten insbesondere die Ergebnisse des Produktionsbereichs. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bewusst Produktionskapazitäten und Arbeitsplätze aufrechterhalten und auf Kurzarbeit verzichtet.
Bei den Marken hebt die Swatch Group mehrere Entwicklungen hervor. Breguet profitierte nach Unternehmensangaben weiterhin von den zum 250-Jahr-Jubiläum eingeführten neuen Modellen. Harry Winston erzielte in allen Regionen starke Verkäufe, darunter ein Wachstum von nahezu 20 Prozent in China. Omega steigerte den Umsatz in den eigenen Läden um 20 Prozent; dieser Kanal macht inzwischen 42 Prozent des Markenumsatzes aus. Longines, Tissot und Hamilton verzeichneten jeweils zweistellige Wachstumsraten.
Besonders erfolgreich verlief laut Konzern die Einführung der Zusammenarbeit Audemars Piguet X Swatch. Seit dem Marktstart am 16. Mai übersteige die Nachfrage nach der bunten Taschenuhr Royal Pop das Angebot deutlich. (fv)
Die Kampagne habe in sozialen Medien mehr als 25 Milliarden Aufrufe erzielt und zugleich die Verkäufe der Kooperationsmodelle mit Omega und Blancpain, Moonswatch und Scuba Fifty Fathoms, angekurbelt. Zudem habe die Marke Swatch dadurch zahlreiche neue, häufig junge Kunden gewonnen.

Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich die Swatch Group zuversichtlich. Die deutliche Beschleunigung der Verkäufe in den Monaten Mai und Juni habe sich in den ersten Juliwochen bestätigt. Im Mai und Juni stieg der Umsatz zu konstanten Wechselkursen um 13,1 Prozent, bei einer operativen Marge von 8,6 Prozent. Das Unternehmen erwartet deshalb für die zweite Jahreshälfte ein deutliches Umsatzwachstum sowie eine spürbare Verbesserung der Profitabilität. Grundlage dafür seien die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und der vertikal integrierte Produktionsapparat, der eine schnelle Reaktion auf die steigende Nachfrage ermögliche. (fv)
07:57 Uhr
Dienstag, 21. Juli
Novartis leidet unter Nachahmer-Konkurrenz
Der Basler Pharmakonzern Novartis hat im vergangenen Halbjahr weniger Umsatz erwirtschaftet. Die Verkäufe sanken in konstanten Wechselkursen um 2 Prozent auf 27,5 Milliarden Dollar. Auch der Reingewinn ging zurück, er betrug 6,41 Milliarden Dollar (–17 Prozent). Für das gesamte Jahr rechnet CEO Vas Narasimhan damit, dass das Unternehmen den Umsatz im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigern kann. Das opeartive Ergebnis soll derweil im niedrigen einstelligen Prozentbereich zurückgehen.
Der Grund für den Dämpfer sind hauptsächlich auslaufende Patente bei Medikamenten, die Novartis in der Vergangenheit Milliarden in die Kasse gespült hatten. Eines davon ist das Herzmedikament Entresto, das mittlerweile Konkurrenz durch Generika erhalten hat. Im ersten Halbjahr sanken dort die Einnahmen um 48 Prozent. Für das laufende Jahr muss Novartis einen Umsatz von 4 Milliarden Dollar ersetzen, wie der Finanzchef zu Beginn des Jahres sagte.
Der Konzern hatte deshalb im ersten halben Jahr sinkende Umsätze und Gewinne erwartet. Im kommenden Halbjahr soll es aber wieder aufwärtsgehen. Dies soll durch mehr Verkäufe von anderen Medikamenten sowie dank Lancierungen neuer Arzneimittel geschehen. Zudem dürfte der Konzern dann den milliardenschweren Zukauf der US-Firma Avidity verdaut haben. Beim Umsatz zeigte das zweite Quartal bereits wieder nach oben. (mpa)
16:14 Uhr
Montag, 20. Juli
Listerien-Alarm: Denner ruft Kebab-Sandwich zurück

Die Migros-Discounttochter Denner muss ein Kebab-Sandwich zurückrufen. Dieses stammt vom Hersteller Riva Alimentari Uniti und trägt den Namen «Tramezzino Stellato Kebab Pomodoro, Cipolla». Es wiegt 150 Gramm und kostet 3.50 Franken.
Im Rahmen einer Kontrolle seien Listerien nachgewiesen worden, schreibt Denner. Eine potenzielle Gesundheitsgefährdung durch die Bakterien könne nicht ausgeschlossen werden, weshalb das Produkt vorsorglich zurückgerufen werde. Das Produkt sollte nicht konsumiert werden und kann in jede Denner Verkaufsstelle zurückgebracht werden. Der Verkaufspreis wird erstattet. (bwe)
13:36 Uhr
Montag, 20. Juli
Über 90 Dollar: Öl-Preis legt weiter zu
Die Ölpreise sind am Montag im frühen Handel wegen des sich weiter verschärfenden Iran-Kriegs erneut gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kletterte in der Nacht von Sonntag auf Montag um bis zu fast vier Prozent auf 91,42 US-Dollar und damit zum ersten Mal seit Anfang Juni über die Marke von 90 Dollar.
Anschliessend sank der Brent-Preis wieder etwas. Zuletzt lag er bei 90,20 Dollar. Seit Anfang Juli verteuerte sich die globale Öl-Referenzsorte um fast 30 Prozent.
Im Nahen Osten wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion. Um Angriffe des Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Strasse von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. In Reaktion auf die nächtelangen US-Angriffe führt Teheran Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region aus. (dpa)
12:10 Uhr
Montag, 20. Juli
Milliarden-Deal für Schweizer Pharma-Firma?
Der südkoreanische Pharmakonzern Samsung Biologics will den Schweizer Auftragsfertiger Polypeptide übernehmen. Dies haben beide Firmen am Montag bekannt gegeben. Samsung Biologics bietet den Aktionären 44.31 Franken je Aktie in bar. Damit hätte Polypeptide mit Sitz in Baar ZG einen Wert von 1,46 Milliarden Franken.
Derweil publizierte Polypeptide auch seine Halbjahreszahlen: Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 41,6 Prozent auf 236,6 Millionen Euro. Bereits im Frühling berichtete «Schweiz heute» über Übernahmegerüchte. Polypeptide produziert Wirkstoffe für grosse Medikamentenhersteller. Dazu gehören auch solche, die Schlankheitsmedikamente produzieren, die derzeit einen Boom erleben. (bwe)
12:01 Uhr
Montag, 20. Juli
250 Tankstellen: Schweizer Benzin-Riese kauft in Österreich zu

Volenergy, eines der führenden Schweizer Unternehmen in der Versorgung mit flüssigen Energien, hat eine Vereinbarung zur Übernahme des Tankstellennetzes von BP in Österreich unterzeichnet. Mit diesem Schritt expandiert die Firma mit Sitz in Suhr AG erstmals ins Ausland.
Nach der Zustimmung der Bundeswettbewerbsbehörde werde man Möglichkeiten prüfen, das Convenience-Shop-Angebot weiterzuentwickeln, in Zusammenarbeit mit dem Partner Valora, sagt Volenergy-Chef Ramon Werner. Rund 60 Mitarbeitende der österreichischen BP-Niederlassung werden übernommen.
«Der Markt für Kraft- und Brennstoffe ist auch in Österreich rückläufig. Zusammenschlüsse und die Nutzung von Synergien sind daher ein logischer Schritt», sagt Werner. Volenergy betreibt in der Schweiz über 700 Tankstellen mit rund 140 Shops unter den Marken BP, Shell, Ruedi Rüssel und Miniprix. Mit der Übernahme in Österreich erweitert die Firma ihr Netzwerk um rund 250 Tankstellen, 115 Shops und 79 Car-Wash-Anlagen, die weiterhin unter der Marke BP geführt werden sollen. (bwe)
11:04 Uhr
Montag, 20. Juli
Teures Kerosin lässt Ryanairs Gewinn einbrechen

Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs hat dem Billigflieger Ryanair einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2026/27 sank der Überschuss im Jahresvergleich um 34 Prozent auf 538 Millionen Euro, wie die irische Fluggesellschaft am Montag in Dublin mitteilte. Das Unternehmen hatte zwar den Grossteil seines Treibstoffbedarfs preislich abgesichert, konnte den starken Kostenanstieg aber dennoch nicht ganz auffangen.
Die Zahl der Passagiere stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 61,3 Millionen. Allerdings hatte Ryanair die Tickets im Schnitt sechs Prozent günstiger verkauft als ein Jahr zuvor. Dadurch stieg der Umsatz nur um ein Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Auch für die wichtige Reisezeit im Sommer versucht die Gesellschaft, die verunsicherte Kundschaft mit niedrigeren Ticketpreisen zu ködern. Entsprechend traut sich Ryanair-Chef Michael O'Leary weiterhin keine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2027 zu. (dpa)
08:54 Uhr
Montag, 20. Juli
Neuer Finanzchef für Sunrise

Andreas Tolpeit wird per September neuer Finanzchef der Telekomfirma Sunrise. Er bringt laut einer Mitteilung vom Montag internationale Erfahrung in den Bereichen Finanzen, Strategie und Transformation mit. Tolpeit folgt auf Jany Fruytier, der Sunrise Ende August 2026 verlassen wird. Zuletzt war Tolpei Finanzchef der global tätigen Privatschulgruppe Cognita. Zuvor war er unter anderem bei der Schweizer Jacobs Holding mit Sitz in Zürich tätig. Tolpeit verfügt über einen Abschluss in Betriebswirtschaft und Recht der Università Bocconi in Mailand. Er lebt mit seiner Familie in der Region Zürich. (bwe)
10:17 Uhr
Freitag, 17. Juli
Ansturm auf Hayeks neue Monduhr sorgt für Stau im Netz
Einige Uhrenfans haben Glück: «Es ist mir am Freitagmorgen tatsächlich gelungen, das ESTA-Formular von Swatch auszufüllen und einzureichen», sagt einer. «Beim Frühstück kam ich endlich durch, nachdem es am Donnerstagabend und auch nachts um 2 Uhr nicht geklappt hat.» Jetzt muss er warten, ob er zu den 1969 Glücklichen gehört, die eine neue Monduhr aus dem Hause Swatch kaufen können.
Andere kommen erst gar nicht zum Formular: «Aufgrund der hohen Anzahl an ESTA-Anträgen kommt es derzeit zu technischen Problemen», teilt das System mit. «Vielen Dank für Ihre Geduld. Bitte versuchen Sie es später erneut.» Denjenigen, die es noch nicht geschafft haben, bleibt etwa Zeit: Die Anträge können noch bis Dienstag, 21. Juli, 23.59 Uhr, eingereicht werden.
Hintergrund für die grosse Aufregung unter Uhrenfreunden: Am 16. Juli, am Jahrestag des Apollo-Starts, hat Nick Hayeks Swatch-Gruppe eine neue, auf 1969 Stück limitierte Monduhr lanciert. Doch wer dieses Modell erwerben will, muss zuerst ein ESTA-Formular ausfüllen, wie für eine Einreise in die USA. Dieses umfasst wie das offizielle Formular ebenfalls 32 Fragen.
Inhaltlich gibt es aber Unterschiede. So fragt das Swatch-ESTA zum Beispiel, ob der potenzielle Käufer schon einmal einem Staatsoberhaupt eine Golduhr geschenkt habe. Ein unmissverständlicher Seitenhieb an die Adresse der Schweizer Wirtschaftsführer, die mit einer Rolex-Golduhr und einem Goldbarren als Mitbringsel bei Donald Trump vorgesprochen haben. (fv)

13:20 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Capri-Sun baut Fabrik in Polen
Die Getränkefirma Capri-Sun mit Sitz in Baar ZG ist auf Expansionskurs. Die Herstellerin der bekannten Fruchtsaft-Beutel hat mit dem Bau eines neuen Produktionsstandorts im polnischen Stargard begonnen. Mit der Investition erweitere man die Produktionskapazitäten in Europa und schaffe die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum, heisst es in einer Mitteilung. Die erste Bauphase soll bis Ende 2027 abgeschlossen werden und umfasst Investitionen von mehr als 70 Millionen Euro. Mit dem neuen Werk entstehen rund 120 Arbeitsplätze in der Region.

Erst kürzlich sagte Capri-Sun-Chef Roland Weening im Interview mit «Schweiz heute», dass die Firma insgesamt seit zehn Jahren im Schnitt um acht Prozent pro Jahr zulege. Man wolle aber noch stärker wachsen. «Vor allem durch zusätzliche Funktionalitäten in unseren Getränken sowie die geografische Expansion. Ein zweistelliges Wachstum ist unser Ziel.» Capri-Sun sei bereits in über 100 Ländern vertreten, aber es gebe noch immer weisse Flecken, sagte Weening. «In Asien sehen wir ebenfalls ein grosses Potenzial, zum Beispiel in Vietnam.» Der Aussenumsatz der Firma beträgt 1,4 Milliarden Dollar. (bwe)
10:21 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Zollstreit: US-Handelsbeauftragter Greer lobt die Schweiz
Positive Rauchzeichen aus den USA: Der amerikanische Handelsbeauftragte Jamieson Greer lobte in einem Interview mit «Bloomberg» die Haltung der Schweiz: «Die Schweizer machen vieles von dem, was nötig ist, um das Verhältnis zu den USA in Ordnung zu bringen», sagte Greer. «Die Verhandlungen laufen noch, deshalb kann ich nichts garantieren. Aber die Entwicklung ist positiv.»
Optimisten hierzulande sehen darin ein positives Signal für die Schweiz, sich eine dauerhafte Zollobergrenze von 15 Prozent sichern zu können. Doch Nettigkeiten hat Greer schon öfters abgesondert, viel wert waren sie jeweils nicht, weshalb Skeptiker nicht allzu viel in die neusten Interview-Aussagen hineininterpretieren wollen.

Schon im Sommer 2025 zeigte sich die Schweizer Delegation zuversichtlich, mit Greer einen guten Deal ausgehandelt zu haben. Doch US-Präsident Donald Trump war dann anderer Meinung, desavouierte Greer und verhängte Strafzölle von 39 Prozent auf Schweizer Waren. Erst drei Monate später konnten die Schweizer Vertreter eine vorläufige Rahmenvereinbarung, die die Zölle auf 15 Prozent senkt, erreichen – auf dem gleichen Niveau wie für andere Länder der Europäischen Union.
Im Gegenzug erhalten die USA zollfreie Importkontingente für amerikanisches Fleisch, Erleichterungen bei der Einfuhr weiterer Agrarprodukte sowie Investitionszusagen von Schweizer Unternehmen in Höhe von rekordhohen 200 Milliarden Dollar.
Trumps Ärger mit der Schweiz basiert auf dem grossen Handelsbilanzüberschuss, welches diese im Handel mit den USA realisiert. «Wir waren sehr besorgt über unser Handelsdefizit mit der Schweiz. Doch in den vergangenen sechs bis sieben Monaten verzeichnen die Vereinigten Staaten im Warenhandel mit der Schweiz nun einen Überschuss», sagte Greer nun. «Das ist eine sehr positive Entwicklung.»
Was Greer nicht sagte: Die jetzt erzielte Umkehr ist nicht etwa das Resultat guter amerikanischer Wirtschaftspolitik, sondern lässt sich vor allem mit dem Goldhandel erklären. Offensichtlich fliesst viel Gold aus den USA raus, und da es oft über die Schweiz gehandelt wird, erhöht dies die amerikanischen Exporte in die Schweiz – wenigstens auf dem Papier. (fv)
10:05 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
Uhrenindustrie verbessert Ruf der Schweizer Wirtschaft
Der Ruf der Schweizer Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2026 erneut verbessert: Der Swiss Economy Reputation Index stieg in den Monaten Mai bis Juli um 1,7 Punkte auf 96,6 Zähler, wie die Beratungsfirma Commslab am Donnerstag bekannt gibt. Das sei der dritte Quartalsanstieg in Folge.
Grösste Gewinnerin im Reputationsindex war demnach die Uhrenindustrie. Ausschlaggebend war vor allem die Berichterstattung über die gemeinsam von Swatch und Audemars Piguet lancierte Uhr «Royal Pop». Die Taschenuhr führte weltweit zu langen Schlangen und Tumulten vor ausgewählten Uhrenboutiquen. Auch die mediale Präsenz beider Unternehmen wurde erhöht.
Ebenfalls zulegen konnten die international tätigen Banken, vor allem dank der UBS, und der Nahrungsmittelsektor, der sich vom Babymilchskandal der Vormonate erholen konnte. Auch die Maschinenindustrie hat sich verbessert.
Reputationsverluste verzeichneten hingegen die Bereiche Verkehr, insbesondere wegen der vielen technischen Störungen, und der dauernd geforderte Detailhandel. (fv)
07:56 Uhr
Donnerstag, 16. Juli
ABB legt im zweiten Quartal zu und plant Milliardenübernahme
ABB hat im zweiten Quartal 2026 Rekordaufträge verbucht. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 12,042 Milliarden Dollar, wie der Schweizer Industriekonzern am Donnerstag bekannt gab. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 9,475 Milliarden Dollar zu. Das operative Betriebsergebnis (Ebita) erhöhte sich um 20 Prozent auf 1,925 Milliarden Dollar, die Marge verbesserte sich von 19,3 auf 20,2 Prozent.
ABB-Chef Morten Wierod begründet das Ergebnis mit den «Megatrends Elektrifizierung und Automatisierung». Dazu passt die ebenfalls am Donnerstag angekündigte Übernahme: ABB will den britischen Automatisierungsspezialisten Rotork übernehmen.
Der Schweizer Industriekonzern bietet 503 Pence je Rotork-Aktie in bar, was einem Unternehmenswert von rund 5,5 Milliarden Dollar entspricht. Der Verwaltungsrat von Rotork empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots. Rotork erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Dollar und soll künftig rund 3 Prozent zum ABB-Umsatz beitragen. Finanziert wird die Übernahme mit vorhandenen Barmitteln, Kreditlinien sowie den erwarteten Erlösen aus dem Verkauf des Robotics-Geschäfts an Softbank.
Nach Abschluss soll Rotork als eigenständige Division Teil des ABB-Geschäftsbereichs Automation werden. Der Vollzug der Transaktion wird vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre und der Behörden in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet. (fv)
19:07 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Nach Evergreen-Turbulenzen: Mehr Geld für Partners Group
Am Mittwochabend, nach Börsenschluss, publizierte die Partners Group mit Sitz in Baar ZG Zahlen, die viele Anlegerinnen und Anleger aufatmen lassen. Die Private-Equity-Gesellschaft konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 16 Milliarden Dollar an Neugeld verbuchen. In der Vorjahresperiode waren es 12,2 Milliarden gewesen.
Die Erwartungen der Analysten konnte die Firma damit leicht übertreffen. Zudem rechnet die Partners Group für das gesamte Geschäftsjahr mit einer Brutto-Kundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden Dollar.
Die Zahlen folgen, nachdem die Firma Anfang Juni die Rücknahme von Anteilen eines milliardenschweren «Evergreen»-Fonds drastisch begrenzen musste, da sonst Notverkäufe der entsprechenden Investitionen gedroht hätten. (bwe)
17:09 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Coop ruft Lachs zurück
Coop ruft den Prix Garantie Rauchlachsstreifen (180 g) wegen möglicher Listerienbelastung zurück. Betroffen sind Produkte mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 15., 16., 22., 23., 29. und 30. Juli 2026. Die Ware war vom 29. Juni bis 15. Juli in Coop-Supermärkten, Coop City und auf Coop.ch erhältlich. Wie der Detailhändler mitteilt, sollen Kundinnen und Kunden das Produkt nicht konsumieren und können es gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückgeben. (rem)

14:07 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Switcher expandiert in die Romandie

Die 2020 wiederauferstandene Schweizer Modemarke Switcher setzt ihren Wachstumskurs fort. Nachdem die Firma mit dem gelben Wal als Logo 2016 konkurs ging, expandiert sie unter der Führung des ehemaligen Switcher-Managers Marc Joss wieder. Ende Juli eröffnet das Unternehmen seine erste Filiale in der Romandie, in Bulle FR.
Joss spricht von einer «Rückkehr mit Symbolkraft». Denn Switcher wurde vor über vierzig Jahren von Robin Cornelius in der Westschweiz, in Lausanne, gegründet. Der Laden in Bulle wird laut einer Mitteilung vom Mittwoch hauptsächlich das Switcher-Sortiment führen, mit der Möglichkeit, punktuell nachhaltige Partnermarken aufzunehmen. Eine Expansion in weitere Westschweizer Städte ist laut Joss ab 2027 angedacht.
Bisher betreibt Switcher Läden in Winterthur ZH und in Rheinfelden AG. Im September ist zudem ein zweiter Shop-in-Shop in Bern geplant. Einst betrieb die Firma rund 100 Geschäfte in der Schweiz. (bwe)
11:17 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Migros ruft Cervelas zurück

Die Migros ruft IP-Suisse Riesen Cervelas zurück. Der Rückruf erfolgt laut einer Mitteilung des Detailhändlers vom Mittwoch aufgrund des nicht gekennzeichneten Allergens Milch (Käse). Es seien versehentlich Grillwürste mit Käse in die Verpackung der IP Suisse Riesen Cervelas abgepackt worden. Das Allergen Milch (Käse) fehlt auf dieser Verpackung. Kundinnen und Kunden mit einer Milch-Allergie oder Lactoseintoleranz werden von der Migros gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren. Für alle anderen ist der Konsum unbedenklich.
Betroffen ist das Produkt mit der Artikelnummer 230533350110 und mit einem Verbrauchsdatum bis zum 29. Juli. Die betroffenen Würste wurden in den Migros-Filialen bereits für den Verkauf gesperrt. Alle anderen Cervelat-Produkte sind nicht betroffen. (bwe)
10:21 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Swiss und Co. wollen Service für Haustiere verbessern

Die internationale Airline-Vereinigung Iata mit Sitz in Genf hat neue Leitlinien veröffentlicht, die Fluggesellschaften dabei unterstützen sollen, Reisen mit Haustieren in der Kabine zu handhaben – von der Buchung über den Check-in und das Boarding bis hin zum Aufenthalt an Bord und der Ankunft. Zuletzt hatte die Iata auch Leitlinien zum Reisen mit Assistenzhunden veröffentlicht.
«Menschen, die mit ihren Haustieren reisen, brauchen klare Orientierung darüber, was sie in jeder Phase der Reise erwartet», schreibt die Iata, der auch die Swiss angehört. Eine Umfrage von 2025 habe ergeben, dass rund 40 Prozent der Passagiere mit Haustieren unsicher seien, was die Regeln in Bezug auf das Mitführen ihrer Vierbeiner anbelangt. In den neuen Richtlinien werden die Airlines beispielsweise angewiesen, die verschiedenen Reisemöglichkeiten und allfälligen Gebühren für Haustiere frühzeitig im Buchungsprozess anzugeben. Und das Kabinenpersonal sollte vor dem Flug einen Kontrollblick auf das Tier werfen. (bwe)
10:08 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
Richemont legt deutlich zu

Der Luxusgüterkonzern Richemont mit Sitz in Genf konnte seinen Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 deutlich auf 6,33 Milliarden Euro steigern. Das Plus betrug in den ersten drei Monaten satte 17 Prozent. Ohne Einfluss der Währungsschwankungen würde das Wachstum beim Schmuck- und Uhrenverkäufer sogar 20 Prozent betragen.
Zum Portfolio von Richemont gehören bekannte Luxusmarken wie Cartier, Van Cleef & Arpels, IWC, Jaeger-LeCoultre oder Montblanc. Jean-Philippe Bertschy, Analyst bei der Bank Vontobel, bezeichnet die Zahlen im ersten Quartal als «beeindruckend». Sie würden die Markterwartungen deutlich übertreffen. Die Marken seien sehr begehrt, die geographische Diversifikation überzeuge, und bei den Preiserhöhungen gehe der Konzern sehr diszipliniert vor. Von den Konkurrenten erwarte er schwächere Ergebnisse. (bwe)
10:02 Uhr
Mittwoch, 15. Juli
ABB kauft in Frankreich zu

ABB übernimmt Advantics, einen auf Lösungen zur Stromumwandlung auf Siliziumkarbid-Basis spezialisierten Anbieter mit Sitz in Frankreich. Dies gab der Technologiekonzern mit Sitz in Zürich-Oerlikon am Mittwoch bekannt. Mit der Übernahme baue man das Gleichstromportfolio (DC) aus und bringe sich in Position, um die steigende Nachfrage nach effizienten DC-Lösungen für Rechenzentren, industrielle Mikronetze, Stromerzeugung und Elektrofahrzeug-Infrastruktur zu bedienen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal 2026 abgeschlossen.
ABB verweist auf die Einschätzung der Internationalen Energieagentur, wonach der Anteil der Elektrizität am weltweiten Endenergieverbrauch von derzeit 20 auf rund 36 Prozent im Jahr 2035 steigen wird. Durch den Einsatz moderner Halbleitertechnologie ermöglichten ABB-Gleichstromlösungen eine effizientere Nutzung elektrischer Energie. (bwe)

