
Konsumentinnen und Konsumenten mögen es hierzulande zuckerfrei: «In kaum einem anderen Land ist der Pro-Kopf-Konsum von Coca‑Cola Zero so hoch wie in der Schweiz», heisst es auf der Website des US-Getränkeriesen aus Atlanta, Georgia. Die Alternative zu Coca-Cola Light, die laut Fans geschmacklich dem Original stärker ähnelt, wurde 2007 in der Schweiz lanciert. Erkennbar ist sie sofort aufgrund ihrer schwarz-roten Aufmachung - im Gegensatz zum rot-weiss geprägten Original.
Doch nun müssen sich Anhänger von Coca-Cola umgewöhnen. Das Design wird neu. «Schweiz heute» hat die neue Aufmachung in einer Aargauer Coop-Filiale bereits entdeckt, noch vor der offiziellen Kommunikation aus Atlanta am Montag und vor der breiten Umstellung in den Regalen.
Was überrascht: Der Schriftzug ist nicht mehr schwarz, sondern weiss - so wie beim Original. Der Hinweis, dass es sich um die zuckerfreie Variante («Zero Zucker, Zéro Sucre») handelt, steht unter dem ikonischen Markennamen, ebenfalls in weiss. Zwar bleibt der Deckel wie bis anhin schwarz. Dennoch scheint auf den ersten Blick durchaus eine Verwechslungsgefahr mit der Zucker-Variante zu bestehen.

Coca-Cola-Schweiz-Sprecherin Jasmin Kienast bestätigt die Beobachtung von «Schweiz heute». «Das neue Design steht schon bei verschiedenen Händlern in der Schweiz im Regal.» In den nächsten Wochen werde die Umstellung praktisch überall vollzogen sein. Man wolle «die visuelle Identität» von Coca-Cola neugestalten.
Und was ist mit der Verwechslungsgefahr? «Auch wenn beide Varianten weiterhin durch das ikonische Rot von Coca‑Cola verbunden sind, haben wir grossen Wert darauf gelegt, dass sich die zuckerhaltige und die zuckerfreie Variante klar und konsequent voneinander unterscheiden lassen», sagt Kienast.
Umstellung in nächsten Monaten
Coca‑Cola Zero lasse sich künftig an drei wesentlichen Merkmalen erkennen: Erstens an einem grösseren «Zero Zucker»-Schriftzug in einer eigenen Schriftart, die sich vom originalen Coca‑Cola-Logo abhebt. Zweitens an einem markanten schwarzen dynamischen Band auf den Dosen. Und drittens am schwarzen Flaschenverschluss.
Laut Kienast handelt es sich um eine weltweite Einführung. «Die einzelnen Länder werden in den kommenden Monaten schrittweise auf den neuen Look umgestellt.»
Bleibt aus Coca-Cola-Sicht zu hoffen, dass diese Merkmale der Kundschaft genügen. Denn es stehen grosse Umsätze auf dem Spiel. Laut Coca-Cola-Länderchef-Fabio Cella beträgt der Marktanteil an zuckerfreien und zuckerreduzierten Getränken hierzulande knapp 60 Prozent, wie er zuletzt gegenüber dem Branchenportal «Persönlich» sagte. «Das ist im internationalen Vergleich ein Spitzenwert.»


