11:46 Uhr
Sonntag, 6. September
Tote und Verletzte bei neuen Angriffen Israels im Libanon
Bei israelischen Angriffen im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. 20 weitere seien bei Attacken unter anderem im Raum Nabatija im Süden verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Israels Militär habe auch ein ehemaliges Krankenhaus angegriffen, das aber seit Jahren nicht mehr in Betrieb war.
Die israelischen Streitkräfte hatten zuvor mitgeteilt, die libanesische Hisbollah-Miliz habe israelische Soldaten in Südlibanon mit zwei Drohnen angegriffen. Die Truppen hätten eine davon abgeschossen. Unter den Soldaten habe es keine Verletzten gegeben. Es handele sich um einen groben Verstoss gegen Waffenruhevereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon. Als Reaktion greife Israel Ziele im Südlibanon an.
Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, das im Gebiet von Nabatija angegriffene Krankenhaus sei nicht mehr in Gebrauch gewesen und von der Hisbollah als Stützpunkt missbraucht worden. Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
06:08 Uhr
Sonntag, 6. September
US-Militär: Angegriffener iranischer Öltanker versenkt
Ein von den USA angegriffener iranischer Öltanker ist nach Angaben des US-Militärs im Golf von Oman gesunken. Das Versenken der «M/T Kylo» sei der «Präzision und der Professionalität» der US-Soldaten zu verdanken, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X. Der Tanker war demnach nicht mit Öl beladen. Ein vom US-Militär veröffentlichter Videoclip schien das getroffene Schiff zunächst mit Schlagseite zu zeigen, dann ging es unter.
Das US-Militär hatte bereits am Samstag mitgeteilt, drei iranische Öltanker angegriffen zu haben. Das Schiff «M/T Kylo» sei dabei an «mehreren entscheidenden Stellen» getroffen worden, um es unbrauchbar zu machen. Die Besatzung sei zuvor angewiesen worden, den Tanker zu verlassen, hiess es. Die Angaben des Militärs liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Iran greift US-Kriegsschiffe an
Dem US-Militär zufolge stellten die Angriffe Vergeltung für «mehrere» Attacken der Iraner auf amerikanische Kriegsschiffe in der Region dar. Die Iranischen Revolutionsgarden feuerten demnach mit ballistischen Raketen auf einen US-Flugzeugträger und einen Zerstörer. Die Schiffe hätten ausweichen können, es habe keine Verletzten gegeben, teilte Centcom mit.
Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Revolutionsgarden ebenfalls von den Angriffen auf die US-Kriegsschiffe. Diese seien dadurch zur Flucht gezwungen worden, so die Lesart in Teheran. Das Einräumen der Angriffe durch Centcom zeige die Offensivkraft der Revolutionsgarden und das Scheitern der amerikanischen Aggressoren, berichtete etwa die Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Angaben zu den Folgen der Angriffe liessen sich zunächst ebenfalls nicht unabhängig überprüfen.
US-Angriff auf Tanker vor strategisch wichtiger Insel Kharg
Einer der beiden anderen vom US-Militär angegriffenen Tanker befand sich laut US-Militär vor der für den iranischen Ölexport bedeutenden Insel Kharg im Persischen Golf, das dritte Schiff demnach im Golf vom Oman. Die beiden Tanker seien durch den Beschuss dauerhaft unbrauchbar geworden, hiess es.
Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte. Berichten zufolge werden dort mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte abgewickelt. Diese stellen für die Regierung in Teheran im Normalfall die wichtigste Einnahmequelle dar. Aktuell kann der Iran wegen einer US-Seeblockade kaum Öl exportieren. Der Iran wiederum blockiert mit Angriffen und Drohungen weitestgehend den Transit von Schiffen durch die Strasse von Hormus. Die Meerenge ist von grosser Bedeutung für den Export von Öl, Flüssiggas und Dünger aus den Staaten des Persischen Golfs.
Nach den Angriffen vom Samstag hatte Centcom-Kommandeur Brad Cooper die Revolutionsgarden mit deutlichen Worten gewarnt: «Wenn ihr auf zwei unserer Schiffe schiesst, werden wir euch noch höhere wirtschaftliche Kosten auferlegen – indem wir drei eurer Schiffe ausschalten.» Die US-Streitkräfte seien bereit, die zahlenmässig begrenzte und ungeschützte Ölflotte des Irans zu zerstören.
US-Finanzminister: Blockade iranischer Ölexporte funktioniert
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt mehr als sechs Monate nach Kriegsbeginn zunehmend auf wirtschaftlichen Druck, um den Iran Zugeständnisse abzuringen. Finanzminister Scott Bessent sagte dem US-Sender Fox News, die Blockade iranischer Häfen funktioniere wie geplant. Der Iran könne aktuell kein Öl mehr exportieren. «Wir werden das Regime ersticken», sagte er mit Blick auf die Regierung der Islamischen Republik. (dpa)
14:52 Uhr
Samstag, 5. September
Iran meldet US-Munitionsfund nach Angriff auf Hochzeit
Die iranischen Behörden haben nach einem Angriff auf eine Hochzeitsfeier im Süden des Landes nach eigenen Angaben Fragmente von US-Präzisionsmunition gefunden. Laut dem obersten Richter der Provinz Hormosgan, Modschtaba Ghahramani, weist eine Identifikationsnummer auf dem gefundenen Munitionsteil auf den US-Rüstungskonzern Raytheon hin. Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Nach Berichten iranischer Staatsmedien waren bei dem Angriff am Dienstagabend in der Stadt Sirik mindestens fünf Menschen getötet und weitere 70 verletzt worden.
US-Vizepräsident JD Vance hatte am Donnerstag erklärt, die USA untersuchten den tödlichen Raketeneinschlag. Zugleich äusserte er sich skeptisch und warf den iranischen Staatsmedien vor, nicht besonders zuverlässig über den Konflikt zu berichten. Im Gegensatz zu den iranischen Revolutionsgarden nähmen die USA niemals Zivilisten ins Visier, erklärte Vance. (dpa)
09:58 Uhr
Samstag, 5. September
Explosionen nahe iranischer Ölinsel Kharg gemeldet
Iranische Medien berichten von Explosionen in der Nähe der strategisch wichtigen Insel Kharg im Persischen Golf. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, die den Revolutionsgarden nahesteht, gab es weder Zeichen von Rauch noch Feuer. Offizielle Angaben zur Ursache und zu möglichen Schäden lagen zunächst nicht vor.
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna soll ein kleines Schiff getroffen worden sein. Dem Bericht zufolge gab es keine Opfer. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte. Berichten zufolge werden hier mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte abgewickelt. (dpa)
06:04 Uhr
Freitag, 4. September
Vance will Kämpfe mit Iran nicht als «Krieg» bezeichnen
US-Vizepräsident JD Vance hat die seit sechs Monaten andauernden Kämpfe mit dem Iran sprachlich heruntergestuft und die Bezeichnung «Krieg» zurückgewiesen. Zugleich vermied er eine Prognose, ob der Konflikt vor den Kongresswahlen im November beendet sein wird. «Ich würde das nicht als Krieg bezeichnen», sagte Vance bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. «Derzeit gibt es keine aktiven Kampfhandlungen.»
In Bezug auf die Gefechte in den vergangenen Tagen sagte Vance, die USA hätten die «Verantwortung», den Iran anzugreifen, weil dieser weiterhin Handelsschiffe in der Strasse von Hormus attackiere. Einen Zeitplan für das Ende der Kämpfe wolle er nicht vorgeben. «Wenn Sie fragen: «Wann wird das enden?», stellen Sie mir eine Frage wie: «Wann werden die Iraner aufhören, auf Schiffe zu schiessen?»», sagte Vance. «Die Realität ist, dass ich die Antwort auf diese Frage nicht kenne. Das müssten Sie die Iraner fragen.»
Für Präsident Donald Trump und die Republikaner steht bei der Wahl am 3. November der Erhalt ihrer knappen Mehrheiten im Kongress auf dem Spiel. Die Regierung steht zugleich wegen der wirtschaftlichen Folgen des Konflikts unter Druck. Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent lag am Donnerstag bei mehr als 95 Dollar je Barrel - deutlich über dem Niveau vor Beginn der Kämpfe.
Trump hatte zu Beginn des Konflikts erklärt, dieser werde nur wenige Wochen dauern. Inzwischen versucht seine Regierung, vor den Wahlen sowohl eine weitere Eskalation als auch grössere Zugeständnisse an den Iran zu vermeiden. (dpa)
18:12 Uhr
Donnerstag, 3. September
Helfer: Mehr als 250 Kinder im Konflikt im Libanon getötet
Im Libanon sind nach Angaben der Kinderrechtsorganisation Save the Children in den vergangenen sechs Monaten mindestens 257 Kinder im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah getötet worden. 1.039 seien in dem gleichen Zeitraum verletzt worden, hiess es in einer Mitteilung. Die Angaben beruhen auf Zahlen des libanesischen Gesundheitsministeriums.
Seit der jüngsten Eskalation des Konflikts seien damit fast 1.300 Kinder zu Opfern der Gewalt geworden, so Save the Children. Das seien im Schnitt mehr als sieben Kinder pro Tag. Auch seit der im Juni vereinbarten Waffenruhe seien Kinder weiterhin Gewalt, Vertreibung und den Folgen zerstörter Infrastruktur ausgesetzt, teilte die Organisation mit.
Folgen für die Zukunft der Kinder
«Gewalt, Vertreibung und zerstörte Infrastruktur dürfen für Kinder im Libanon nicht zur neuen Normalität werden», sagte der Geschäftsführer von Save the Children Deutschland, Florian Westphal. Die Kinder benötigten dringend Schutz und einen dauerhaften Waffenstillstand. Jeder weitere Tag der Gewalt verschärfe die Folgen für ihre Zukunft.
Auch der Zugang zu Bildung sei stark beeinträchtigt. Nach Angaben von Save the Children könnten rund 100.000 Kinder im kommenden Schuljahr nicht am Unterricht teilnehmen.
Anfang März war der Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Zuge des Iran-Kriegs erneut eskaliert. Trotz einer eigentlich geltenden Waffenruhe werfen sich Israel und die Hisbollah immer wieder Verstösse gegen die Vereinbarung vor. Israels Armee ist weiterhin im Südlibanon stationiert und führt nahezu täglich Angriffe aus. (dpa)
16:13 Uhr
Donnerstag, 3. September
Israels Armee meldet Zwischenfälle in Gaza - mehrere Tote
Die israelische Armee hat im Norden des Gazastreifens drei Palästinenser getötet, die ihren Angaben nach eine Bedrohung für die eigenen Soldaten darstellten. Die Palästinenser hatten die sogenannte gelbe Linie überschritten, die den Übergang zu von Israel kontrolliertem Gebiet markiert, und sich israelischen Soldaten genähert, wie das israelische Militär mitteilte. Die Angaben lassen sich nicht ohne weiteres unabhängig überprüfen.
Es handelte sich dem israelischen Militär zufolge sich um zwei Vorfälle. Die Armee bezeichnete die drei getöteten Palästinenser als Terroristen.
Eigentlich gilt im Gazastreifen eine Waffenruhe
Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete zwei Tote und mehrere Verletzte durch israelische Schüsse in der Stadt Beit Lahia im Norden des Küstengebiets. Demnach griff Israels Armee eine Gruppe an. Ob es dafür einen Grund gab, wurde nicht mitgeteilt. Die Schifa-Klinik teilte mit, ein Todesopfer in Beit Lahia sei erst 13 Jahre alt gewesen. Auch diese Angaben konnten zunächst nicht verifiziert werden. Ob es sich dabei um einen der von Israels Militär beschriebenen Vorfälle handelte, war zunächst unklar. Die israelische Armee sagte auf Anfrage, sie prüfe dies.
Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, dennoch gibt es immer wieder tödliche Zwischenfälle und auch Angriffe. Zuletzt hatte Israel seine Luftangriffe wieder verstärkt und dabei laut eigener Darstellung gezielt ranghohe Hamas-Kommandeure ins Visier genommen. (dpa)
06:33 Uhr
Donnerstag, 3. September
Iran hat erneut Ziele in Kuwait angegriffen
Der Golfstaat Kuwait ist am frühen Morgen erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Die Luftabwehr wehre «feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab», teilte das Militär des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Explosionsgeräusche seien auf das Abfangen der Drohnen zurückzuführen.

Irans staatlicher Rundfunk Irib berichtete auf X, die Angriffe seien eine Antwort auf «Amerikas Verbrechen» und richteten sich gegen US-Militärstützpunkte in Kuwait. (dpa)
17:54 Uhr
Mittwoch, 2. September
Iranische Trümmerbilder zeigen laut Experten US-Marschflugkörper
Waffenexperten haben in iranischen Medien gezeigte Trümmerteile einem in den USA hergestellten Marschflugkörper zugeordnet. Iranische Medien hatten berichtet, das Geschoss sei bei am Dienstagabend gestarteten Angriffen auf die Stadt Kuhestak eingesetzt worden, bei denen unter anderem ein Haus getroffen worden sein soll, in dem nach Angaben des Vizegouverneurs der Provinz Hormusgan gerade eine Hochzeitsfeier stattfand.
Zwei Waffenexperten sagten der Nachrichtenagentur AP, die Aufnahmen der Fragmente gingen auf einen US-Marschflugkörper des Typs SLAM-ER zurück. Trevor Ball, Konfliktforscher beim Recherchenetzwerk Bellingcat, sagte, die Waffe sei auf hohe Präzision ausgerichtet und so entwickelt worden, dass sie während des Flugs auf ein anderes Ziel angesetzt werden könne. Ein menschlicher Bediener könne den Flug über eine Infrarotkamera nachverfolgen.
N.R. Jenzen-Jones, Direktor der auf Waffen- und Munitionsanalyse spezialisierten Beratungsfirma Armament Research Services, sagte, der aus der Luft abgefeuerte Marschflugkörper werde auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien eingesetzt. Jedoch hat keines der beiden Länder zuletzt Angriffe auf den Iran gemeldet.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte Aufnahmen veröffentlicht, die zeigten, wie Feuerbälle den Nachthimmel über Kuhestak erhellten. Die Nachrichtenagentur Tasnim zeigte Bilder verletzter Kinder, die in der nahe gelegenen Stadt Minab in einem Krankenhaus behandelt wurden. Dort hatte am ersten Tag des Krieges ein US-Raketenangriff eine Grundschule getroffen und nach iranischen Angaben mehr als 100 Kinder getötet. (dpa)
17:50 Uhr
Mittwoch, 2. September
US-Militär: Nehmen niemals Zivilisten ins Visier
Das US-Militär hat Berichte über einen tödlichen Raketeneinschlag auf eine Hochzeitsfeier im Iran weder bestätigt noch dementiert. Man sei sich der Berichte bewusst, die von iranischen Staatsmedien stammten, teilte der Sprecher des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins, auf Anfrage mit. «Das US-Militär nimmt niemals Zivilisten ins Visier», betonte er und stellte das als Unterschied zum Vorgehen der iranischen Revolutionsgarden dar.
Das US-Militär hatte am Dienstagabend (Ortszeit) auf der Plattform X darüber informiert, dass es eine weitere Angriffswelle gegen den Iran abgeschlossen habe. Dabei seien Militäreinrichtungen der iranischen Streitkräfte attackiert worden, hiess es.
Iranischen Medien zufolge wurden bei den Luftangriffen mindestens 18 Menschen getötet. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgte, dass demnach bei Sirik nahe der iranischen Küste ein Gebäude einer Hochzeitsfeier getroffen wurde. Dabei seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen ein kleines Kind. Andere Medienberichte sprachen von fünf Todesopfern. Das Aussenministerium in Teheran warf den USA Kriegsverbrechen vor.
Gleich zu Beginn des von Israel und den USA am 28. Februar begonnen Kriegs sorgte bereits ein Angriff auf eine Mädchenschule im Iran für Aufsehen und Entsetzen. Dabei kamen unter anderem rund 170 Schülerinnen ums Leben. Unabhängige Recherchen kamen zu dem Schluss, dass die USA für den Angriff verantwortlich sind. (dpa)
17:40 Uhr
Mittwoch, 2. September
Iran: Sicherheitskräfte bei US-Angriffen getötet
Bei den jüngsten US-Angriffen auf den Iran sind nach Angaben der iranischen Führung mehrere Mitglieder der Sicherheitskräfte getötet worden. Vier Mitglieder der paramilitärischen Revolutionsgarde seien bei den am Dienstagabend gestarteten Angriffen ums Leben gekommen, ausserdem zehn Mitglieder der paramilitärischen Basidsch-Milizen, hiess es aus Teheran. (dpa)
16:38 Uhr
Mittwoch, 2. September
Reederei: Zwei Seeleute bei Angriff in Strasse von Hormus getötet
Bei einem Angriff auf ein Schiff in der Strasse von Hormus sind nach Angaben einer saudischen Reederei zwei philippinische Seeleute getötet worden. Das Schifffahrts- und Logistikunternehmen Bahri teilte am Mittwoch mit, der Angriff habe sich am Montagabend ereignet, als das Schiff die Meerenge passierte.
In der Gegend der Meerenge von Hormus waren am Montag nach britischen Angaben zwei Schiffe angegriffen worden. Trotz anderslautender Erklärungen aus Washington gelingt es täglich nur wenigen Schiffen, die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Meerenge zu durchqueren, die seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran faktisch blockiert ist und sich als wichtigstes Druckmittel Teherans in dem Konflikt erwiesen hat. (dpa)
09:48 Uhr
Mittwoch, 2. September
Israel und hisbollah greifen sich weiterhin an
Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele der Hisbollah im Nachbarland Libanon an. Die vom Iran unterstützte Miliz habe in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten in der Gegend eines strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher im Südlibanon eingesetzt, teilte das israelische Militär am Morgen mit.
Als Reaktion darauf seien Einrichtungen der Hisbollah, in denen sie Angriffe auf israelische Zivilisten und israelische Soldaten plane, in der Gegend der nahegelegenen Stadt Nabatija ins Visier genommen worden. (dpa)
06:37 Uhr
Mittwoch, 2. September
Trump will Iran nicht zu Verhandlungen zwingen
US-Präsident Donald Trump will den Iran nach eigenen Angaben nicht zu Verhandlungen zwingen. «Es könnte mir nicht egaler sein, ob sie ein für sie wertloses Abkommen unterzeichnen», schrieb Trump in den sozialen Medien. Die USA hätten derzeit eine deutlich bessere Position, da sie «fast die vollständige Kontrolle» über die Strasse von Hormus hätten und die iranische Wirtschaft «völlig zusammenbreche». Die Iraner würden lediglich das Unvermeidliche hinauszögern, schrieb Trump. «Wann wird das iranische Volk aufstehen und kämpfen?», fragte er weiter.
Zuvor hatte Trump für den Fall iranischer Vergeltungsangriffe auf die jüngsten US-Angriffe mit einer «noch viel härteren» Reaktion gedroht. Das US-Militär griff am Dienstag Ziele im Iran an. Als Reaktion feuerte Teheran Raketen und Drohnen auf verschiedene Ziele in der Region ab. Bei einem US-Angriff wurde nach Angaben örtlicher Behörden ein Haus getroffen, in dem eine Hochzeitsfeier stattfand. Fünf Menschen wurden getötet und Dutzende verletzt. (dpa)
06:30 Uhr
Mittwoch, 2. September
USA und Iran vermelden neue Angriffe
Die USA und der Iran haben neue gegenseitige Angriffe gemeldet. Die Vereinigten Staaten nahmen nach Angaben von Präsident Donald Trump iranische Ziele nahe der Strasse von Hormus ins Visier. Die iranischen Revolutionsgarden teilten wenig später in einer von mehreren Staatsmedien veröffentlichten Erklärung mit, eine Vergeltungsaktion habe begonnen. Demnach sollten US-Stützpunkte in der Region mit Raketen und Drohnen beschossen werden, wie unter anderem die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr meldete.
Mehrere Staatsmedien berichteten, Ziel der Angriffe seien erneut US-Stützpunkte in Jordanien gewesen. Zudem sei eine US-Basis in Bahrain attackiert worden. (dpa)
21:54 Uhr
Dienstag, 1. September
Trump: US-Angriffe zielen auf Wiederaufbau iranischer Radaranlagen
Die jüngsten US-Angriffe auf den Iran haben nach Angaben von Präsident Donald Trump vor allem dem Wiederaufbau iranischer Radaranlagen gegolten. Diese seien bei früheren Angriffen der USA und Israels in dem seit einem halben Jahr andauernden Konflikt weitgehend zerstört worden, sagte Trump dem Sender Fox News.
Das US-Militär habe den Wiederaufbau der Radarsysteme beobachtet und mit einem Angriff gewartet, bis die Arbeiten fast abgeschlossen gewesen seien. Das berichtete Fox-News-Korrespondent Trey Yingst unter Berufung auf ein Telefonat mit Trump.
Zuvor hatte Irans Präsident Massud Peseschkian erklärt, sein Land sei zur Rückkehr zu der im Juni mit den USA vereinbarten Waffenruhe bereit, sofern sich auch Washington an die damaligen Vereinbarungen halte.
Trump dämpfte jedoch die Aussicht auf eine baldige Rückkehr zur Waffenruhe. Yingst zufolge sagte der US-Präsident über eine mögliche Vereinbarung mit dem Iran: «Ich glaube, eine Vereinbarung mit ihnen ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht.» (dpa)
21:53 Uhr
Dienstag, 1. September
Netanyahu: Ranghoher Hamas-Funktionär gefangen genommen
Israel hat nach eigenen Angaben bei einem Spezialeinsatz in der Stadt Gaza einen ranghohen Sicherheitsfunktionär der Hamas festgenommen. Das israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst erklärten gemeinsam, Ziel des Einsatzes sei der Leiter des internen Sicherheitsapparats der Hamas gewesen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte, der Festgenommene sei einer der ranghöchsten Hamas-Funktionäre. Er sei an Bemühungen beteiligt gewesen, die Herrschaft der militant-islamistischen Palästinenserorganisation im Gazastreifen wiederherzustellen. Einen Namen nannte Netanyahu nicht. (dpa)
13:30 Uhr
Dienstag, 1. September
Hardliner im Iran fordert Präventivschläge gegen USA
Ein Politiker des ultrakonservativen Lagers im Iran hat Präventivschläge gegen US-Einrichtungen am Persischen Golf gefordert. Angesichts von Berichten über geringe Munitionsvorräte, hohe Spritpreise und die bevorstehenden Kongresswahlen in den USA sei der Feind um einen Abbau der Spannungen bemüht, schrieb der Abgeordnete Mahmud Nabawian, der als einflussreiche Stimme der Fundamentalisten gilt, auf X. «Daher ist jetzt der beste Zeitpunkt für einen Präventivangriff auf die Interessen der USA in der Region, um den Feind zum Rückzug zu zwingen und die Blockade zu durchbrechen», schrieb Nabawian weiter. Diese Gelegenheit nicht zu nutzen führe zu Schaden, fügte er hinzu. (dpa)
13:29 Uhr
Dienstag, 1. September
London meldet zwei Angriffe auf Schiffe an der Meerenge von Hormus
In der Gegend der Meerenge von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Schiffe angegriffen worden. Beim ersten Vorfall seien am Montag drei Geschosse in einem Tanker eingeschlagen, der auf dem Weg aus dem Persischen Golf durch die Meerenge gewesen sei, teilte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mit. Berichte über Verletzte und Umweltschäden lägen nicht vor. Ein zweiter Vorfall wurde der UKMTO zufolge am Montag östlich der Meerenge gemeldet. In den Vorfall vor der Küste Omans seien «ein Tanker und Streitkräfte verwickelt», hiess es. Die britische Sicherheitsfirma Ambrey teilte mit, das Schiff sei gestoppt worden, treibe aber weiter. Berichte über Verletzte gebe es nicht. (dpa)
13:26 Uhr
Dienstag, 1. September
Iran kritisiert US-Sanktionen: «Verhalten aus der Steinzeit»
Irans Regierung hat die Einschränkung von Sprachtests im Zuge der neuen US-Sanktionen scharf kritisiert. «Das Ziel des Feindes ist es, unser Land durch Sanktionen zur Kapitulation zu zwingen», sagte Wissenschaftsminister Hussein Simai Saraf, wie die Nachrichtenagentur Isna berichtete. Dass nun auch ein renommierter Sprachtest für Englisch betroffen ist, bezeichnete er als «Verhalten aus der Steinzeit». In den vergangenen Tagen war bekanntgeworden, dass der als TOEFL bekannte Sprachtest (Test of English as a Foreign Language) wegen der Sanktionen im Iran künftig nicht mehr absolviert werden kann. Auch ein Test auf der beliebten Sprachlern-App Duolingo ist künftig nicht mehr verfügbar. Bereits zu Jahresanfang wurden im Iran Prüfungen für den IELTS-Test (International English Language Testing System) eingestellt. Kritik an den jüngsten US-Sanktionen kam auch von Experten. Viele Beobachter zeigten sich verwundert über die Aufhebung von Genehmigungen, die etwa den wissenschaftlichen und sportlichen Austausch abdeckten. «Diese Massnahmen isolieren nicht das iranische Regime, das sich seit Jahren verschanzt hat – sie isolieren die iranische Bevölkerung», schrieb der Analyst Esfandyar Batmanghelidj auf der Nachrichtenplattform X. (dpa)
13:25 Uhr
Dienstag, 1. September
Iran: Flugabwehr an mehr als 3800 Orten stationiert
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge landesweit Flugabwehreinheiten an mehr als 3800 Orten stationiert. «Viele dieser Orte befinden sich in schwer zugänglichen Gebieten. Iran ist ein Land mit vielfältigen geografischen Gegebenheiten, und die Luftverteidigungskräfte sind in Wüsten, an Küsten, auf Inseln und im Gebirge stationiert», sagte ein iranischer General im Staatsfernsehen. Seinen Worten nach wurden bei den vergangenen militärischen Konflikten mit den USA und Israel seit Oktober 2024 rund 160 Soldaten der Flugabwehr getötet. In dem Interview äusserte er auch vorsichtige Kritik an importierten Waffensystemen. Der Iran sei daher zum Ergebnis gekommen, vermehrt heimisch produzierte Flugabwehrsysteme einzusetzen. (dpa)
10:07 Uhr
Dienstag, 1. September
Erneut Tanker in der Strasse von Hormus angegriffen
In der Strasse von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Der Tanker wurde beim Auslaufen aus der Meerenge östlich der omanischen Stadt Al-Chasab von drei unbekannten Geschossen getroffen, wie die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) am späten Montagabend mitteilte. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet. Der Vorfall werde untersucht. (dpa)
10:06 Uhr
Dienstag, 1. September
Iran feuert Drohne in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate ab
Der Iran hat eine Drohne in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate wurde die Drohne am Montag über den eigenen Hoheitsgewässern abgefangen. Die Vereinigten Arabischen Emirate bezeichneten den Angriff als «gefährliche Eskalation» durch den Iran. Nach mehr als einem Monat ohne grössere Kampfhandlungen hatten die USA am Sonntag iranische Raketenwerfer angegriffen. Nach Angaben der US-Regierung bereiteten diese den Einsatz von Minen in der Strasse von Hormus vor. Der Iran reagierte mit dem Abschuss von Raketen auf US-Stellungen in Jordanien. Alle Raketen wurden abgefangen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian sagte, sein Land strebe keinen Krieg an. Zugleich werde man «entschlossen auf Aggressoren reagieren». (dpa)
10:05 Uhr
Dienstag, 1. September
Irans Präsident offen für diplomatische Lösung mit USA
Irans Präsident Massud Peseschkian hat sich im festgefahrenen Konflikt mit den USA erneut für eine diplomatische Lösung ausgesprochen. «Sollten die USA zu ihren Verpflichtungen (...) zurückkehren, wird auch die Islamische Republik Iran unverzüglich entsprechend handeln», zitierte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna aus einer Rede Peseschkians beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. Auch Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte am Donnerstag die Tür für eine diplomatische Lösung weiter offen gehalten. (dpa)
17:55 Uhr
Montag, 31. August
Irakischer Regierungschef lehnt Verbleib von US-Soldaten ab
Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi soll einen Vorschlag abgelehnt haben, einen Teil der Truppen der US-geführten Koalition zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auch nach dem 30. September im Land zu belassen. Regierungssprecher Haider al-Abudi sagte der Nachrichtenagentur AP, die US-Koalition habe angeboten, eine Reihe ihrer Berater über Ende September hinaus im Land zu lassen, wenn die irakische Regierung das wünsche. Bagdad habe das jedoch abgelehnt und wolle den Zeitplan für den Übergang einhalten.
Die US-Truppen hatten sich im vergangenen Jahr aus Stützpunkten in den meisten Gebieten des Landes zurückgezogen. In der teilautonomen kurdischen Region im Norden blieben jedoch Soldaten stationiert. Auch sie sollen sich gemäss Vereinbarung bis Ende September aus dem Irak zurückziehen.
Stützpunkte mit US-Soldaten in der kurdischen Region sind seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar regelmässig angegriffen worden. Ein vollständiger Abzug könnte daher die Zahl solcher Angriffe im Norden des Iraks verringern. Einige Einwohner und Kurdenvertreter sind jedoch besorgt über den Verlust von US-Luftverteidigungssystemen und des Schutzes vor IS-Kämpfern und von Teheran unterstützten Milizen. (dpa)
12:13 Uhr
Montag, 31. August
Trump lässt Iran wieder angreifen – und die Ölpreise steigen bereits
Nach einem Monat Kampfpause bombardieren die USA erneut Ziele im Iran. Teheran antwortet mit Raketen und Drohnen. Doch warum eskaliert der Krieg gerade jetzt wieder? (chm)
11:17 Uhr
Montag, 31. August
Griechenland baut Luftabwehr aus
Griechenland und Israel haben Verträge für ein neues Luftverteidigungssystem im Umfang von rund drei Milliarden Euro unterzeichnet. Der sogenannte «Achilles-Schild» soll innerhalb von 35 Monaten aufgebaut werden.
Das System verbindet bestehende griechische Abwehrsysteme mit israelischer Technik unterschiedlicher Reichweite. Damit sollen Flugzeuge, Drohnen und Raketen abgewehrt werden. Eine zentrale Software soll die Daten auswerten, Bedrohungen erkennen und das jeweils geeignete Abwehrmittel vorschlagen.
Besonders wichtig ist für Griechenland die Abwehr von Drohnen. Je nach Bedrohung soll das System eine möglichst wirksame und kostengünstige Abwehr ermöglichen, damit gegen vergleichsweise günstige Drohnen nicht regelmässig teure Kampfflugzeuge eingesetzt werden müssen.
Laut israelischem Verteidigungsministerium handelt es sich um das grösste Rüstungsexportabkommen zwischen Israel und Griechenland. Griechischen Berichten zufolge erhält Athen zudem Zugang zum Quellcode der Software und damit mehr Kontrolle über die Weiterentwicklung des Systems.
Griechenland und Israel haben ihre militärische Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren ausgebaut. Beide Länder haben angespannte Beziehungen zur Türkei im östlichen Mittelmeer. (dpa)
10:19 Uhr
Montag, 31. August
Ölpreise steigen nach Militärschlägen im Iran-Krieg
Die Ölpreise sind am Montag nach gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Iran gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November legte um anderthalb Prozent auf 90,77 US-Dollar zu. Zeitweise war die Notierung im frühen Handel bis knapp unter 91 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit einer Woche.
Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs erschweren, heisst es in einer Einschätzung vom Handelshaus Pepperstone. Allerdings habe sich der Preisanstieg am Ölmarkt in Grenzen gehalten. «Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es wenig Neigung zu geben, den Rohölpreis signifikant nach oben zu treiben», schreiben die Experten. (dpa)
09:00 Uhr
Montag, 31. August
Emirate melden Drohnenvorfall über Hoheitsgewässern
Die Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf eine Drohne reagiert, die über den Hoheitsgewässern des Landes entdeckt worden war. Das unbemannte Fluggerät sei aus Richtung des Irans gekommen, teilte das Ministerium mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Die iranische Armee hatte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim von einem Angriff mit Dutzenden Drohnen auf ein Ziel in den Vereinigten Arabischen Emiraten gesprochen. Demnach wurde der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai ins Visier genommen.
Das emiratische Verteidigungsministerium wies Berichte über einen Raketenangriff auf den Flugplatz zurück. Meldungen, wonach der Stützpunkt Ziel von Raketen geworden sei, seien falsch.
Die emiratischen Streitkräfte befänden sich weiterhin in erhöhter Bereitschaft, um auf mögliche Bedrohungen reagieren zu können, hiess es. Die arabischen Golfstaaten wie die Vereinigten Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain und Katar beherbergen wichtige US-Militärstützpunkte und geraten dadurch im Zuge des Iran-Kriegs immer wieder ins Visier iranischer Vergeltungsschläge. (dpa)
07:52 Uhr
Montag, 31. August
Iran verurteilt US-Angriffe aus der Nacht
Nach nächtlichen gegenseitigen Angriffen verurteilt Irans Aussenministerium die Attacken der USA. Bei den Luftangriffen auf die Insel Larak in der Strasse von Hormus seien mehrere Angehörige der eigenen Streitkräfte getötet worden, hiess es in einer Stellungnahme des Ministeriums auf Telegram.
In der Nacht hatten US-Streitkräfte zum ersten Mal seit Wochen wieder Ziele im Iran angegriffen. Das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom informierte auf der Plattform X über «begrenzte, gezielte Massnahmen» gegen Minenlege-Einheiten der iranischen Revolutionsgarden. Der Iran reagierte mit Beschuss auf zwei Stützpunkte des US-Militärs in Jordanien. Iranische Raketen seien abgefangen worden, hiess es aus Jordanien. (dpa)
07:36 Uhr
Montag, 31. August
US-Streitkräfte greifen iranische Raketenwerfer an
Die USA haben erstmals seit einem Monat iranische Raketenwerfer an der Strasse von Hormus angegriffen. Laut US-Militär hatten Revolutionsgardisten Vorbereitungen getroffen, Raketen mit Seeminen in Richtung der Meerenge abzufeuern. Erst vergangene Woche hatte das US-Militär internationale Schifffahrtsrouten dort von Seeminen geräumt. Centcom sprach von einer «begrenzten, präzisen Aktion» zum Schutz der Schifffahrt. Der Iran meldete Tote und Verletzte und kündigte Vergeltung an.
Später feuerte der Iran nach eigenen Angaben ballistische Raketen auf US-Stützpunkte in Jordanien. Jordaniens Militär erklärte, acht Raketen abgefangen zu haben. Teheran drohte den USA mit weiteren militärischen und wirtschaftlichen Konsequenzen.
Der Angriff erfolgt, obwohl die Trump-Regierung zuletzt angekündigt hatte, stärker auf wirtschaftlichen statt militärischen Druck zu setzen. Finanzminister Scott Bessent kündigte Sanktionen gegen eine weitere Bank wegen Iran-Geschäften an. Beim G20-Treffen will er andere Staaten für eine wirtschaftliche Isolation Teherans gewinnen. «Wenn es sein muss, wird das finanzielle Gewalt sein», sagte Bessent. (dpa)
05:42 Uhr
Montag, 31. August
USA und Iran attackieren sich erstmals seit Wochen wieder
Erstmals seit Ende Juli haben die USA wieder Ziele im Iran angegriffen. Das US-Militär sprach von «begrenzten, gezielten Massnahmen» gegen Minenlege-Einheiten der Revolutionsgarden. Medienberichten zufolge wurden zwei Raketenabschussrampen auf der Insel Larak angegriffen. Iranische Angaben sprechen von zwei Toten und zwei Verletzten. Teheran bezeichnete den Angriff als «Akt der Aggression».
Der Iran reagierte mit Drohnen und Raketen gegen zwei US-Stützpunkte in Jordanien. Jordanien teilte mit, acht Raketen abgefangen zu haben. Einschläge wurden zunächst nicht gemeldet.
Kurz zuvor war in der Strasse von Hormus erneut ein Tanker getroffen worden. Die strategisch wichtige Route für Öl-, Gas- und Düngerexporte bleibt stark beeinträchtigt. Obwohl US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die Minen seien geräumt und die Meerenge wieder geöffnet, liegt der Schiffsverkehr weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau.
Trump hatte zuletzt eine «Null-Toleranz-Politik» gegen iranische Seeminen angekündigt und einen «Wirtschaftskrieg» gegen Teheran ausgerufen. Nach Wochen ohne grössere Angriffe gibt es auch diplomatisch keine Fortschritte im Konflikt um die Meerenge und das iranische Atomprogramm.
Unterdessen berichtete die «Washington Post», hochrangige US-Militärs hätten vor einer Verlängerung der grossangelegten Iran-Operationen gewarnt. Diese könnte demnach die Fähigkeit der Streitkräfte beeinträchtigen, auf andere Bedrohungen zu reagieren. Das Pentagon wies den Bericht in weiten Teilen als falsch zurück. (dpa)
02:52 Uhr
Montag, 31. August
Iran greift US-Stützpunkte in Jordanien an
Der Iran hat eigenen Angaben zufolge zwei US-Militärstützpunkte in Jordanien mit Drohnen und Raketen angegriffen. Die Revolutionsgarden bezeichneten die Attacke als Vergeltung für einen US-Angriff auf die iranische Insel Larak. Jordanien teilte mit, acht iranische Raketen abgefangen zu haben. Einschläge wurden nach US-Angaben nicht gemeldet. Teheran behauptete dagegen, technische Infrastruktur sei zerstört worden.
Zuvor hatten die USA erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen. Medienberichten zufolge wurden zwei Raketenabschussrampen auf Larak getroffen. Mitglieder der Revolutionsgarden hätten dort versucht, Raketen mit Seeminen in die strategisch wichtige Strasse von Hormus abzufeuern, erklärte das US-Militär.
Nach iranischen Angaben wurden bei dem US-Angriff zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt. Um die Kontrolle der Strasse von Hormus ringen die USA und der Iran seit Monaten. (dpa)
22:44 Uhr
Sonntag, 30. August
USA greift Ziele im Iran an
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Angriffe im Iran geflogen. Ziel seien zwei iranische Raketenwerfer auf der Insel Larak gewesen, berichteten das Nachrichtenportal «Axios» sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten. (dpa)
21:32 Uhr
Sonntag, 30. August
Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten
Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) hat sich nach Berichten über einen Angriff radikaler israelischer Siedler auf ein US-Fernsehteam «zutiefst alarmiert» gezeigt. Es handle sich dabei nicht um einen isolierten Vorfall, sondern um einen Teil eines «wiederkehrenden Musters der Gewalt gegen Mitglieder der Presse und palästinensische Zivilisten», hiess es in der Mitteilung.
Die Siedler hatten Medienberichten zufolge am Samstag Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hiess es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News berichtete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien. (dpa)
21:25 Uhr
Sonntag, 30. August
Neuer israelischer Angriff in Gaza – Hamas-Mitglied getötet
Die israelische Luftwaffe setzt ihre intensiven Angriffe im Gazastreifen fort. In Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens sei ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas getötet worden, teilte die Armee mit. Damit sei eine «unmittelbare Bedrohung» beseitigt worden. Der Mann habe Anschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.
Das Al-Aksa-Krankenhaus in Deir al-Balah teilte mit, bei einem israelischen Angriff in der Nähe der Klinik seien zwei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Anwohner bestätigten, bei einem der Getöteten habe es sich um ein Hamas-Mitglied gehandelt. Nach Angaben der israelischen Armee wurden auch am Samstag insgesamt fünf mutmassliche Mitglieder des militärischen Hamas-Flügels bei gezielten Angriffen getötet. Die Hamas selbst äusserte sich nicht zu den Berichten.
Der Hohe Vertreter des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, hatte Israel zuletzt vorgeworfen, mit den fortgesetzten Angriffen im Gazastreifen die geplante Entwaffnung der Hamas zu verzögern. Zugleich betonte der Bulgare, die Hamas müsse ihre Verpflichtung zum kompletten Stopp aller militärischen Aktivitäten noch umsetzen. Er warnte, eine erneute vollständige Eskalation des Konflikts im Gazastreifen könne zu einem «Punkt ohne Wiederkehr» führen. (dpa)
22:06 Uhr
Samstag, 29. August
Siedler greifen Fernsehteam an - mehrere Verletzte
Radikale israelische Siedler haben Medienberichten zufolge Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hiess es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News berichtete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien. Die Journalisten hätten eine Familie zu ihrem Haus begleitet, das diese bereits vor längerer Zeit hatte verlassen müssen.
Wafa berichtete, die Siedler hätten unter anderem die Windschutzscheibe des Fahrzeugs eingeschlagen, in dem Mitarbeiter des US-Senders NBC News unterwegs waren. «Sie sprangen heraus, schlugen uns und sprangen dann zurück ins Auto», zitierte NBC News seinen Korrespondenten. Dieser sei zweimal am Arm getroffen und später in einer Klinik behandelt worden. Die israelische Armee teilte dazu mit, Sicherheitskräfte seien auch in Dschalud im Einsatz, «um weitere Unruhen zu verhindern und die Ordnung in der Region wiederherzustellen». Man verurteile «alle Formen von Gewalt aufs Schärfste». (dpa)
21:59 Uhr
Samstag, 29. August
Geheimdienst: Netanyahus Sohn wegen Bedrohung aus USA zurück
Israels Inlandsgeheimdienst hat bestätigt, dass ein Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu wegen einer akuten Bedrohung aus den USA zurückkehren musste. «Tatsächlich bestand eine erhebliche Gefahr für Jair Netanyahu», hiess es in einer Mitteilung von Schin Bet. «Aufgrund dieser Bedrohung und nach einer Lageeinschätzung wurde entschieden, ihn gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam dringend nach Israel zurückzubringen.» Der Geheimdienst äusserte sich allerdings nicht zu angeblichen Mordplänen des Irans gegen einen seiner Söhne, von denen Benjamin Netanyahu zuletzt gesprochen hatte.
Der US-Sender Newsmax hatte berichtet, der 35-jährige Jair Netanyahu sei Ende vergangenen Jahres Ziel eines iranischen Attentatsplans gewesen. Der israelische Geheimdienst habe im vergangenen Dezember davon erfahren und habe die US-Behörden informiert, berichtete der Sender unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld der US-Strafverfolgung. Demnach hätten sich bereits iranische Agenten «vor Ort» in Miami befunden und den Wohnsitz von Jair sowie seine Bewegungen überwacht. Der ständig von einem israelischen Sicherheitsteam begleitete Sohn des Ministerpräsidenten sei daraufhin angewiesen worden, den Ort umgehend zu verlassen, so die Quelle. Er sei abgereist, ohne seine persönlichen Sachen mitzunehmen, und unmittelbar nach Israel zurückgekehrt, wo er nun lebe. (dpa)
20:19 Uhr
Samstag, 29. August
Nahost Israel greift Hamas-Kommandeur auf Klinikgelände an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Kommandeur des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen gezielt angegriffen. Der Mann habe sich in einem Medikamentenlager in einem angrenzenden Gebäude des Al-Aksa-Krankenhauses in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens versteckt gehalten, hiess es in der Mitteilung des Militärs. Das Krankenhaus selbst sei nicht angegriffen worden. Laut Krankenhaus wurden bei einem israelischen Drohnenangriff drei Palästinenser verletzt. Bei weiteren Angriffen der israelischen Armee im Gazastreifen wurden nach palästinensischen Angaben insgesamt drei Palästinenser getötet. Zwei Palästinenser seien bei einem Luftangriff auf ein Motorrad im Südwesten der Stadt Gaza und ein dritter bei einem Angriff auf einem Feld östlich von Deir al-Balah getötet worden, hiess es nach Angaben von Rettungskräften. (dpa)
18:37 Uhr
Samstag, 29. August
Erneute Gewalt in Kusra – Siedler verschanzen sich in Haus
In einem seit Wochen von israelischen Siedlern belagerten Dorf im Westjordanland ist es erneut zu Gewalt gekommen. Dutzende israelische Randalierer hätten sich in einem palästinensischen Haus verschanzt, während palästinensische Einwohner ebenfalls zugegen gewesen seien, bestätigte die israelische Armee. Es habe Berichte über gewaltsame Konfrontationen gegeben, darunter Steinwürfe auf Palästinenser. «Die Sicherheitskräfte, die am Tatort eintrafen, gingen zunächst gegen die Randalierer vor, um sie aus dem Haus zu entfernen und die Gruppen voneinander zu trennen», hiess es in der Mitteilung der Armee.
Palästinensische Medien berichteten dagegen, die Siedler seien bei den Angriffen von Soldaten geschützt worden. Mehrere Palästinenser seien durch Pfefferspray verletzt worden, den Siedler gegen sie eingesetzt hätten. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, weitere Siedler seien während des Vorfalls angerückt und hätten umliegende Felder in palästinensischem Besitz in Brand gesetzt. In Kusra belagern radikale Siedler seit drei Wochen mehrere Häuser palästinensischer Einwohner. «(dpa)»
13:39 Uhr
Samstag, 29. August
So viele stecken noch im Persischen Golf fest
Nach Beginn des Iran-Kriegs vor einem halben Jahr stecken einem Bericht zufolge noch immer rund 400 Schiffe im Persischen Golf fest. «Während einige Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf verlassen konnten, haben bis zu 400 Schiffe mit rund 6000 Seeleuten seit Beginn des Konflikts nicht sicher abfahren können», sagte der Generalsekretär der Weltschifffahrtsorganisation IMO, Arsenio Dominguez, laut einer Mitteilung am Freitag. (dpa)
06:38 Uhr
Samstag, 29. August
Irans Revolutionsgarde: Haben volle Kontrolle über Strasse von Hormus
Die Marine der Iranischen Revolutionsgarden beharrt genau wie die US-Regierung darauf, die volle Kontrolle über die Strasse von Hormus zu haben. Die Behauptung von US-Beamten, die Meerenge sei offen, sei eine «glatte Lüge» und diene nur dazu, die Ölpreise zu kontrollieren und die eigene Niederlage zu vertuschen, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News auf Telegram mit. (dpa)
22:41 Uhr
Freitag, 28. August
Irans Präsident will Verhandlungen mit USA wieder aufnehmen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich einem staatlichen Fernsehbericht zufolge für Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA ausgesprochen. Weder Teheran noch Washington könne die eigenen Forderungen vollständig durchsetzen, sagte Peseschkian demnach am Freitag. Es seien Gespräche nötig, um für Stabilität und Ruhe zu sorgen.
Peseschkian kritisierte Hardliner im Iran, die sich gegen ein Abkommen mit den USA stellen, eine Fortsetzung des Kriegs bevorzugen und argumentieren, dass Sanktionen bislang kaum Auswirkungen für das Land gehabt hätten. (dpa)
21:46 Uhr
Freitag, 28. August
Krankenhausangaben: Fünf Tote bei israelischen Angriffen in Gaza
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach örtlichen Krankenhausangaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Angriff auf ihr Haus ausserhalb der Stadt Chan Junis seien zwei Brüder und ein weiteres Familienmitglied getötet worden, teilte das Nasser-Krankenhaus am Freitag mit. Das israelische Militär teilte mit, es sei sich keines Angriffs in Chan Junis bewusst.
Bei zwei anderen Angriffen sei jeweils ein Mensch in der Stadt Gaza getötet worden, hiess es aus dem Schifa-Krankenhaus. Das israelische Militär bestätigte, dass es zwei verschiedene Gegenden in der Stadt angegriffen habe. Nähere Details nannte es nicht. (dpa)
14:44 Uhr
Freitag, 28. August
Behörde sieht mehr Schiffspassagen in Strasse von Hormus
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) verzeichnet mehr Schiffspassagen durch die für die internationale Energiewirtschaft wichtige Strasse von Hormus als traditionelle Datenanbieter. Etwa 29 Frachter hätten die Meerenge durchschnittlich täglich in den vergangenen sieben Tagen passiert, wie aus einem aktuellen Bericht der Behörde hervorgeht.
Demnach seien in der vergangenen Woche 103 Schiffe in den Persischen Golf ein- und 101 Schiffe ausgefahren. Der Bericht verzeichnet einen leichten Anstieg seit dem Ende aktiver Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA in der Region Ende Juli.
Schifffahrtsdatenanbieter wie das Unternehmen Kpler hatten zuletzt von einstelligen täglichen Transiten in der Meerenge berichtet. Kpler wertet für seine Erhebungen Übertragungsdaten von Schiffstranspondern aus, die in der Region zuletzt häufig deaktiviert werden. UKMTO berichtet unter Zuhilfenahme solcher automatischen Schiffsidentifizierungssysteme (AIS) und «dark-derived information», also Informationen, die aus weiteren Erkenntnissen abgeleitet werden. Genaue Angaben macht die Behörde dazu nicht. Sie steht mit Schifffahrtsunternehmen in der Region in ständigem Kontakt, da sie auch über Angriffe und Notfälle berichtet.
Die Strasse von Hormus ist inzwischen ein zentraler Streitpunkt im Krieg zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Krieg war die Meerenge für den Schiffsverkehr offen. (dpa)
10:44 Uhr
Freitag, 28. August
Iran: Werden Netanyahu in die Hölle schicken
Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef mit dem Tod bedroht. «Wir werden Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken», sagte Mohsen Resai am Donnerstagabend in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen.
Resai wies ausserdem Berichte zurück, wonach der Iran die Tötung von Barron Trump, einem der Söhne des US‑Präsidenten, geplant hätte. Netanjahu habe mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel «Wo kann man Barron Trump töten?» verbreitet.
Mohsen Resai wurde Anfang August auf das mächtige Amt berufen. Er gilt als konservativer Hardliner und Skeptiker von Verhandlungen mit den USA. Bereits zu Beginn des Iran-Irak-Kriegs (1980–1988) machte er in den Revolutionsgarden Karriere und stieg zum Kommandeur der Streitmacht auf. (dpa)
09:59 Uhr
Freitag, 28. August
Irans Aussenminister: «Druck funktioniert nicht»
Irans Aussenminister hat im festgefahrenen Konflikt mit den USA die Tür für eine diplomatische Lösung weiter offen gehalten. «Es ist nicht unmöglich, die Diplomatie wieder auf Kurs zu bringen», schrieb Abbas Araghtschi auf X. Die USA müssten verstehen: «Druck funktioniert nicht. Die USA sollten Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, unsere Rechte anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten», fügte er hinzu.
In den vergangenen Tagen hatten regionale Staaten eine neue Runde diplomatischer Bemühungen begonnen. Am Montag war eine Delegation unter Leitung des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran. Am Dienstag folgte Omans Aussenminister Badr al-Busaidi. Am Donnerstag traf sich Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani mit Araghtschi.
Rund ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs steckt der Konflikt in einer Sackgasse. Iranischen Medienberichten zufolge stand bei den Gesprächen mit dem Oman vor allem eine mögliche Öffnung der Strasse von Hormus im Fokus. Der Iran fordert dafür von der US-Regierung Zugeständnisse, wie sie in einem Rahmenabkommen im Juni vereinbart worden waren. US-Präsident Donald Trump will den Iran derweil mit einem «Wirtschaftskrieg» unter Druck setzen. (dpa)
08:12 Uhr
Freitag, 28. August
«Mission Accomplished»: Trump verkündet Erfolg im Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat einen berüchtigten Spruch von Ex-Präsident George W. Bush verwendet, um einen Erfolg im Iran-Krieg zu verkünden. Trump griff auf die Siegeserklärung «Mission Accomplished» zurück, mit der sich Bush im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg einen Fauxpas leistete. Bush hatte sich nur sechs Wochen nach Beginn des Irak-Kriegs unter einem Banner mit der Aufschrift «Mission Accomplished» auf einem Flugzeugträger präsentiert. Der Krieg zog sich jedoch noch Jahre hin, und der Auftritt wurde später als politischer Fehltritt betrachtet.
Trump veröffentlichte auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social nun einen Beitrag, der ihn vor Bildern von US-Flaggen, einem Flugzeugträger und Kampfjets zeigt. Daneben ist ein missmutig dreinblickender Bush neben einem Schild mit der Aufschrift «Mission Not Accomplished: 2001-2021» («Mission nicht erfüllt: 2001-2021») zu sehen.
Der Beitrag zeigt ausserdem den im Februar durch US-Angriffe getöteten iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei neben einem Schild mit der Aufschrift «Mission Accomplished 2026» («Mission erfüllt 2026»).
Trotz Trumps Behauptung dauert der Krieg im Iran weiterhin an. Ein Ende ist nicht in Sicht. Trumps jüngster Beitrag lässt zudem ausser Acht, dass er selbst während des von ihm als militärisches Scheitern dargestellten Zeitraums von 2001 bis 2021 vier Jahre lang Präsident war – während seiner ersten Amtszeit. (dpa)
05:01 Uhr
Freitag, 28. August
So wirkt sich die Israel-Wahl auf Konflikte der Region aus
Vor der israelischen Parlamentswahl am 27. Oktober verschärft der Wahlkampf auch Konflikte in der Region. Im Westjordanland warnen Experten vor zunehmender Siedlergewalt und einer möglichen Eskalation durch rechte Kräfte, die eine Annexion des Gebiets anstreben.
Netanyahus Regierung treibt zudem das umstrittene E1-Siedlungsprojekt voran. Eine Bebauung könnte einen zusammenhängenden palästinensischen Staat praktisch unmöglich machen.
Auch beim Gaza-Plan gibt es Stillstand. Die Hamas hat einer Waffenabgabe zugestimmt, Netanjahu lehnt den Plan jedoch ab. Israel fordert, die Hamas-Waffen vollständig aus Gaza zu entfernen, statt sie unter palästinensischer Kontrolle einzulagern. Experten rechnen vor der Wahl nicht mit Fortschritten, da Zugeständnisse als Schwäche ausgelegt werden könnten.
Zugleich wachsen die Spannungen mit der Türkei. Israel bombardierte zuletzt einen syrischen Militärflugplatz nahe der türkischen Grenze. In Israel gibt es Spekulationen, Netanyahu könnte eine militärische Eskalation in Gaza oder Syrien politisch nutzen oder damit eine Verschiebung der Wahl begründen.
Andere Berichte widersprechen politischen Motiven und verweisen auf Sicherheitsbedenken der Armee. Israel sieht durch eine mögliche türkische Militärpräsenz in Syrien seine Handlungsfreiheit bedroht. (dpa)
21:22 Uhr
Donnerstag, 27. August
Frau bei israelischem Angriff im Libanon getötet
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist nach staatlichen Angaben eine Frau getötet worden. Sechs weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Ort Arab Salim in der Provinz Nabatija verletzt worden, wie die Notfalleinsatzzentrale des libanesischen Gesundheitsministeriums mitteilte. Darunter seien ein Kind, eine Frau und zwei ältere Männer.
Der Angriff habe das Haus der Getöteten im Ortszentrum getroffen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Es sei zerstört worden. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, dass es in der Gegend um Nabatija mindestens zehn Angriffe gegeben habe. Nach Angaben von NNA hatte die Getötete erst vor zwei Tagen geheiratet.
In einer Mitteilung der israelischen Armee hiess es am Nachmittag, Ziel der Angriffe in der Gegend von Nabatija seien Waffenlager der Hisbollah gewesen. Die vom Iran unterstützten Miliz hatte laut Israels Militär in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten im Südlibanon eingesetzt. Die jüngsten Angriffe Israels seien eine Reaktion darauf. Zu Opfern im Libanon machte die Armee zunächst keine Angaben. Auch die Hisbollah äusserte sich nicht.
Trotz einer Waffenruhe werfen sich Israel und die Hisbollah gegenseitig weiter Verstösse gegen die Vereinbarung vor. Israel ist weiterhin im Südlibanon stationiert und führt nahezu täglich Angriffe durch. Dabei kommen immer wieder Menschen ums Leben. Das jüngste Rahmenabkommen sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Beide Punkte sind bislang nicht umgesetzt. (dpa)
14:46 Uhr
Donnerstag, 27. August
Israel: Leibwächter von Ex-Hamas-Chef Sinwar in Gaza getötet
Israel will einen Leibwächter des früheren Chefs der islamistischen Terrororganisation Hamas, Jihia al-Sinwar, bei einem Angriff im Gazastreifen gezielt getötet haben. Den damaligen Hamas-Chef selbst hatte die israelische Armee bereits vor knapp zwei Jahren im Gazastreifen getötet. Der Bodyguard sei bereits am Montag bei einem Angriff in Chan Junis im südlichen Teil des Küstenstreifens ums Leben gekommen, hiess es in einer Mitteilung der Armee. Am Sonntag sei dort auch ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit Nuchba getötet worden.
Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis bestätigte den Tod der beiden Männer, die Hamas äusserte sich nicht zu den Berichten.
Beide seien nach israelischen Informationen an dem Hamas-Massaker im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen. Sie sollen laut der Mitteilung auch an der Vorbereitung neuer Angriffe gearbeitet haben. Israel will nach Medienberichten trotz einer Waffenruhe im Gazastreifen alle am Massaker vom 7. Oktober Beteiligten aufspüren und gezielt töten. (dpa)
08:44 Uhr
Donnerstag, 27. August
Chef von Trumps Friedensrat kritisiert Israel
Der Direktor von US-Präsident Donald Trumps Friedensrat, Nikolaj Mladenow, hat Israels Angriffe im Gazastreifen kritisiert. Weitere Angriffe würden die Hamas nicht von einer erneuten Bewaffnung abhalten, sondern die Entmilitarisierung Gazas verzögern, sagte er im UN-Sicherheitsrat.
Zugleich warb Mladenow für Trumps 20-Punkte-Plan. Die Hamas habe dem zentralen Vorschlag zugestimmt, ihre Waffen abzugeben und Gaza einer zivilen Regierung zu übergeben. Israels anhaltende Angriffe töteten jedoch weiterhin Palästinenser.
Mladenow warnte vor einem erneuten Krieg. Trumps Plan biete eine politische Perspektive und ermögliche eine Zwei-Staaten-Lösung. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt eine solche Lösung ab und macht einen Truppenrückzug von der vollständigen Entwaffnung der Hamas abhängig. (dpa)
06:54 Uhr
Donnerstag, 27. August
Trump: Kein Zeitplan für neue Gespräche mit dem Iran
US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben keine Eile, die Gespräche mit dem Iran wieder aufzunehmen. In einem Telefoninterview mit dem katarischen Sender Al Jazeera sagte Trump am Mittwoch, er glaube, dass die USA in dem Konflikt mit dem Iran, der sich der Marke von sechs Monaten nähert, «sehr deutlich gewinnen». «Ich habe keinen Zeitplan. Es dauert, solange es dauert», sagte Trump dem Sender. In einem weiteren Interview sagte Trump am Mittwoch, er gehe davon aus, dass Irans Oberster Führer, Ajatollah Mojtaba Khamenei, «sehr schwer verletzt», aber nicht tot sei. Mojtaba Khamenei wurde zum Obersten Führer des Iran, nachdem sein Vater, Ajatollah Ali Khamenei, zu Beginn des Krieges getötet worden war. Der jüngere Khamenei wurde bei den Angriffen schwer verletzt und ist seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten. (dpa)
06:53 Uhr
Donnerstag, 27. August
Erneut Tanker in Strasse von Hormus angegriffen
In der Strasse von Hormus ist erneut ein Öltanker angegriffen worden. Er sei in der Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman von einem «unbekannten Geschoss» getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Anders als in den meisten bisherigen Fällen machte die Behörde zu dem Angriff am Dienstag zunächst keine genaueren Angaben zum Ort des Zwischenfalls. Damit blieb unklar, ob der Tanker vor der Küste des Omans oder näher an der iranischen Küste getroffen worden war. Die Besatzung sei in Sicherheit, hiess es weiter. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. (dpa)
06:30 Uhr
Donnerstag, 27. August
Katars Ministerpräsident reist zu Gesprächen in den Iran
Katars Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani wird am Donnerstag in Teheran zu Gesprächen mit iranischen Vertretern erwartet. Im Mittelpunkt stehen Möglichkeiten zur Deeskalation der Spannungen und die Schaffung von Voraussetzungen für einen Dialog, wie das katarische Aussenministerium auf der Plattform X mitteilte. Nach Angaben des katarischen Aussenministeriumssprechers Madsched al-Ansari soll es bei den Gesprächen auch um die freie Schifffahrt in der Strasse von Hormus gehen. Zudem soll eine Rückkehr zum Status quo vor dem Krieg erörtert werden. Die Gespräche wurden auch von iranischer Seite bestätigt. (dpa)
06:59 Uhr
Donnerstag, 27. August
Brief an UN: Iran bezeichnet US-Sanktionen als Wirtschaftsterrorismus
Der Iran hat die angedrohten jüngsten US-Sanktionen in einem Brief an die Vereinten Nationen als einen Akt staatlichen und wirtschaftlichen Terrorismus verurteilt. Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb in dem auf der Plattform Telegram und in Staatsmedien veröffentlichten Brief, die USA versuchten, die «rechtmässigen Wirtschaftsbeziehungen des Irans mit anderen Staaten zu beenden», nachdem sie ihre Ziele durch Krieg nicht hätten erreichen können. Der Brief richtet sich an UN-Generalsekretär António Guterres, den UN-Sicherheitsrat und die UN-Mitgliedstaaten. Die USA haben angekündigt, den Iran durch neue Sanktionen, die auch gegen Teherans Handelspartner gerichtet sind, wirtschaftlich isolieren zu wollen. (dpa)
07:37 Uhr
Mittwoch, 26. August
15 Babys tot - Feuer in Entbindungsstation in Pakistan
Bei einem Feuer in einer Entbindungsstation in Pakistans Hauptstadt Islamabad sind 15 Babys gestorben. Ursache sei die Fehlfunktion einer Klimaanlage in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) gewesen, teilten örtliche Rettungskräfte der Deutschen Presse-Agentur mit.
Lediglich eines der Neugeborenen der Station sei gerettet worden, hiess es weiter. Das Feuer sei nun unter Kontrolle. Die Entbindungsstation ist Teil der gynäkologischen Klinik des Pakistan Institute of Medical Sciences (Pims), einem staatlichen Krankenhaus.
Fernsehbilder des Senders Geo News zeigten Rauchbildung und Arbeiten der Feuerwehrkräfte vor Ort. Nach Angaben des Senders wird eine Untersuchung zu den weiteren Ursachen der Tragödie eingeleitet.
Staatliche Krankenhäuser sind wegen niedrigerer Standards in Pakistan unbeliebt. Wer es sich leisten kann, sucht für eine bessere Versorgung Privatkliniken auf. Laxe Sicherheitsbedingungen führen in dem südasiatischen Land immer wieder zu Tragödien. Im Januar waren bei einer verheerenden Feuerkatastrophe in einem Einkaufszentrum in der Hafenstadt Karachi 60 Menschen ums Leben gekommen. (dpa)
06:47 Uhr
Mittwoch, 25. August
Trump legt dem Kongress Atomabkommen mit Saudi-Arabien vor
US-Präsident Donald Trump hat dem Kongress ein Abkommen mit Saudi-Arabien zur Prüfung vorgelegt, das das zivile Atomprogramm des Königreichs stärken soll. Das als geheim eingestufte Dokument wurde am Montag übermittelt, wie aus Regierungskreisen verlautete. Trump besteht jedoch darauf, dass die Vereinbarung nicht umgesetzt wird, wenn Saudi-Arabien nicht seine Beziehungen zu Israel verbessert, wie ein Regierungsvertreter der AP mitteilte.
Das Abkommen war im Juli in Washington von US-Energieminister Chris Wright und seinem saudischen Amtskollegen unterzeichnet worden. Einen Tag später machte Trump eine Annäherung Saudi-Arabiens an Israel zur Bedingung. Saudi-Arabien hatte zuvor deutlich gemacht, dass eine Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel zunächst einen klaren Weg zu einem palästinensischen Staat voraussetzen würde. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt die Gründung eines palästinensischen Staates dagegen ab.
Damit ist offen, ob das Abkommen überhaupt zustande kommt. Ob Trumps Forderung in dem nun dem Kongress vorgelegten Geheimdokument enthalten ist, wollten weder der Regierungsvertreter noch weitere Informanten sagen.
Nach dem Gesetz hat der Kongress 90 Sitzungstage Zeit, das Abkommen zu prüfen. Verabschiedet er in diesem Zeitraum keine gemeinsame Resolution zur Ablehnung, kann es ohne Abstimmung in einer der beiden Kammern in Kraft treten.
Ungewöhnlich ist, dass der gesamte Inhalt eines solchen Abkommens als geheim eingestuft wurde. Frühere Vereinbarungen zur zivilen Nutzung der Atomenergie mit anderen Ländern - sogenannte 123-Abkommen - wurden öffentlich gemacht, auch wenn sie einige geheime Anhänge enthielten.
Im Falle einer Zustimmung soll das Abkommen 30 Jahre gelten. Nach einer gemeinsamen Untersuchung von USA und Saudi-Arabien sollen auch US-Unternehmen an der Entwicklung des Programms beteiligt werden. (dpa)
20:29 Uhr
Dienstag, 25. August
Iran und Oman wollen vorübergehenden Korridor in Strasse von Hormus
Der omanische Aussenminister Badr al-Busaidi hat in Teheran mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi über eine Regelung des Schiffsverkehrs in der Strasse von Hormus beraten. In einer gemeinsamen Erklärung der beiden Staaten hiess es am Dienstag, der vorgeschlagene Rahmen sehe einen gemeinsamen, vorübergehenden Schifffahrtskorridor sowie eine Zusammenarbeit bei der Minenräumung in dem Gewässer vor.

Die Länder, die an gegenüberliegenden Seiten der schmalen Meerenge liegen, kündigten an, ihre technischen Beratungen fortzusetzen, um einen dauerhaften Schifffahrtskorridor einzurichten und eine Vereinbarung über die künftige Verwaltung der Meerenge zu treffen. Es ist unklar, ob die USA einer solchen Vereinbarung zustimmen werden. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche gedroht, den Oman zu bombardieren, sollte dieser sich den amerikanischen Bemühungen zur Öffnung der Meerenge in den Weg stellen.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian und weitere ranghohe Vertreter erörterten die Situation in der Meerenge mit einer Delegation aus Pakistan. Diese verliess Teheran am Dienstag nach Gesprächen über eine Wiederaufnahme von Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts zwischen dem Iran und den USA, wie das pakistanische Militär mitteilte.
Vor dem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar wurde etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls durch die Strasse von Hormus transportiert. (dpa)
17:26 Uhr
Dienstag, 25. August
Trump droht Iran mit Zerstörung von minenlegenden Schiffen
Im festgefahrenen Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Strasse von Hormus Seeminen legen. Er verwies auf eine «Null-Toleranz-Politik» bei der Verminung der Meerenge, wie er auf seiner Plattform Truth Social mitteilte. Bereits Mitte April hatte Trump ähnliche Drohungen ausgesprochen.
Trump behauptete nun ferner, dass die US-Raumfahrtabteilung (Space Force) die Strasse von Hormus, die mutmassliche und bislang kaum bekannte Atomeinrichtung «Pickaxe Mountain» und drei weitere Nuklearanlagen genauestens im Blick habe.
Der Präsident verwies zudem darauf, dass sein Militär ihn darüber informiert habe, dass alle Minen aus der Strasse von Hormus entfernt oder gesprengt worden seien. Trump hatte bereits Mitte August behauptet, dass in der Meerenge sämtliche Sprengkörper entfernt oder gesprengt worden seien. Damals knüpfte er seine Aussagen daran, dass die Strasse von Hormus angeblich vollständig geöffnet sei. Doch auch fast anderthalb Monate danach liegt der Schiffsverkehr weiter deutlich unter dem Vorkriegsniveau.
Am Montag hatte US-Finanzminister Scott Bessent neue Massnahmen verkündet, die den Iran von der Weltwirtschaft isolieren sollen. Konkrete Details, einen Zeitrahmen und internationale Partner, die bei den Bemühungen helfen sollen, blieben indes unbenannt. (dpa)
08:04 Uhr
Dienstag, 25. August
USA wollen Teheran mit neuen Sanktionen in die Knie zwingen
Die USA wollen den Iran mit neuen Sanktionen wirtschaftlich noch weiter isolieren und damit die Führung in Teheran in die Knie zwingen. «Jede Art von wirtschaftlichem Engagement mit diesem mörderischen Regime wird die Verantwortlichen der vollen Macht der USA aussetzen», warnte US-Finanzminister Scott Bessent auf einer Pressekonferenz. Auf die Frage, ob dies auch auf China zutreffe, das als Hauptabnehmer iranischen Öls gilt, sagte Bessent nur, niemand solle Washingtons Entschlossenheit auf die Probe stellen.
Das US-Finanzministerium habe «jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das der Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat», sagte Bessent. Es würden Sanktionen gegen mehr als 60 Organisationen, Personen und Schiffe weltweit verhängt, die es Teherans Führung ermöglichten, Atom- und Raketentechnologie zu beschaffen, Einnahmen aus Ölgeschäften zu erzielen und Cyberoperationen durchzuführen.
Trotz Bessents eher allgemeinen Drohungen blieb unklar, ob die neuen Sanktionen ihr Ziel auch tatsächlich erreichen würden. Gegen die Islamische Republik waren im Laufe der Jahre von den Vereinten Nationen, den USA und der Europäischen Union bereits umfangreiche Sanktionen verhängt worden. (dpa)
14:04 Uhr
Montag, 24. August
Vergehen im Bürgerkrieg – weiteres Urteil in Syrien
Syrien arbeitet derzeit die Gräueltaten des fast 14-jährigen Bürgerkriegs auf: Eine weitere hochrangige Person muss wegen ihrer Rolle in dem blutigen Konflikt lebenslang in Haft. Ein Gericht in Damaskus verurteilte den ehemaligen syrischen Grossmufti Ahmad Hassun wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er galt als Unterstützer des ehemaligen Machthabers Baschar al-Assad.
Das Gericht sah es laut Berichten unter anderem als erwiesen an, dass Hassun syrische Soldaten dazu aufrief, gegen Oppositionelle vorzugehen. Er habe zudem sein Amt missbraucht.
Auch Assad, mehrere seiner Verwandten sowie weitere Vertreter der gestürzten Regierung wurden zuletzt in Syrien zum Tode verurteilt. Während des Umsturzes Ende 2024 flohen jedoch die meisten von ihnen aus Syrien. Die Vollstreckung der Strafen ist deshalb in vielen Fällen – anders als nun bei Hassun – nicht absehbar. Assad hält sich derzeit in Russland auf. Moskau hat bisher keiner Auslieferung zugestimmt.
Nach einem fast 14-jährigen brutalen Bürgerkrieg wurde die Regierung unter Langzeitmachthaber Assad Ende 2024 von einer Rebellenallianz unter Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) gestürzt. (dpa)
10:51 Uhr
Montag, 24. August
Irans Währung fällt auf Rekordtief
Die iranische Währung ist angesichts des Kriegs und des anhaltenden wirtschaftlichen Drucks auf ein Rekordtief gefallen. Auf dem informellen Devisenmarkt fiel der Rial am Montag zum Handelsbeginn auf 2,02 Millionen je US-Dollar. Die iranische Wirtschaft leidet unter den bestehenden Sanktionen und einer US-Seeblockade.
Der erneute Kursverfall kommt kurz vor der erwarteten Ankündigung weiterer umfangreicher US-Sanktionen. Washington bezeichnete die bevorstehenden Massnahmen als einen «ökonomischen D-Day», der den Druck auf den Iran weiter erhöhen solle.
Bereits vor den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar stand der Rial angesichts zweistelliger Inflation und einer schrumpfenden Wirtschaft unter Druck. Nach fast sechs Monaten Krieg fiel die Währung jedoch immer wieder auf neue Tiefstände. (dpa)
06:34 Uhr
Montag, 24. August
Kommen heute die «härtesten Sanktionen der Geschichte»?
Die USA sehen in dem angekündigten Wirtschaftskrieg gegen den Iran die «Endphase» des seit rund sechs Monaten andauernden Konflikts. «Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher «D-Day» - die grösste finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde», schrieb US-Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Er will auf einer für heute in Washington angekündigten Pressekonferenz die «härtesten Sanktionen der Geschichte» gegen die Islamische Republik vorstellen.
Der Iran warnt die USA derweil vor schweren Konsequenzen. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf teilte auf der Plattform X einen Comic, der nahelegte, dass verschärfte Sanktionen gegen sein Land die USA wie ein Bumerang selbst treffen würden. Der Chef des nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, warnte zudem die ölreichen Nachbarländer davor, sich Washington anzuschliessen. Man werde jeden, der das tue, als Feind betrachten, sagte Resai im Staatsfernsehen.

Teherans Drohungen kamen vor der für heute angekündigten Pressekonferenz von US-Finanzminister Scott Bessent in Washington. Nachdem die militärischen Kampfhandlungen nachgelassen haben, wollen die USA Teheran nun wirtschaftlich in die Knie zwingen. Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch einen «wirtschaftlichen D-Day» für den Iran angekündigt und Unterstützern Teherans mit drakonischen Massnahmen gedroht.
Der Iran blockiert immer noch weitestgehend den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, eine wichtige Meerenge für Öl-, Gas- und Düngerexporte aus den Staaten am Persischen Golf. Dies hat Folgen für die gesamte Weltwirtschaft. Teheran verlangt, dass Schiffe ausschliesslich eine vom Iran festgelegte Route entlang der eigenen Küste nehmen. Die für die wichtige Meerenge zuständige iranische Behörde drohte auf X bei Verstössen gegen die Regeln mit der Konfiszierung von Schiffen.
Irans Präsident Massud Peseschkian sagte in einer Rede, sein Land sei «mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert». In einer Mitteilung auf seiner Webseite räumte er wirtschaftliche Schwierigkeiten ein und sprach von «erheblichen Ungleichgewichten» in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin. Peseschkian zeigte sich aber überzeugt, dass der Iran dem Druck standhalten werde, da das Volk zusammenstehe und widerstandsfähig sei. (dpa)
17:53 Uhr
Sonntag, 23. August
Junger Siedler nach Angriff auf Palästinenser festgenommen
Ein 16-jähriger Siedler aus dem Westjordanland ist nach einem mutmasslichen Angriff auf einen Palästinenser festgenommen worden. Der Jugendliche aus der Siedlung Abigail werde verdächtigt, mit einem Rohr auf einen 61-jährigen Palästinenser eingeschlagen zu haben, teilte die israelische Polizei am Sonntag mit. Das Opfer, Said Mohammed Ibrahim Rabah, hatte durch den Schuss eines Siedlers im vergangenen Jahr ein Bein verloren.
Rabah sagte der Nachrichtenagentur AP, dass am Samstagnachmittag zwei Siedler mit einem Traktor vor seinem Haus in Chirbet al-Rakis vorgefahren seien. Einer habe begonnen, Steine wegzuräumen, die die Familie am Eingang des Grundstücks aufgeschichtet hatte. Als er sich genähert habe, habe ihn einer der Siedler auf den Rücken geschlagen, so Rabah. Solche Angriffe seien Versuche, die Familien zur Flucht zu zwingen.
«Wir werden bleiben, egal was passiert», sagte er, nachdem er bei der Polizei Anzeige erstattet hatte. «Das ist unser Land und das ist unsere Heimat, und wir müssen sie schützen.» (dpa)
16:02 Uhr
Sonntag, 23. August
14-jähriger Palästinenser bei Militäreinsatz getötet
Bei einem israelischen Militäreinsatz im besetzten Westjordanland ist nach palästinensischen Angaben ein 14-Jähriger tödlich durch Schüsse verletzt worden. Der Jugendliche sei im Flüchtlingsviertel Askar nahe der palästinensischen Stadt Nablus zu Tode gekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Ein Sprecher des israelischen Militärs sagte auf Anfrage, man prüfe die Berichte.
Der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond teilte mit, eines seiner Teams habe einen von Soldaten im Brustbereich angeschossenen Jugendlichen in Askar versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort seien die Versuche, sein Leben zu retten, erfolglos geblieben.
Bei einer Messerattacke im südlichen Westjordanland wurde unterdessen ein junger Israeli verletzt. Videoaufnahmen zeigen, wie ein mutmasslich palästinensischer Angreifer mehrfach von hinten auf ihn einstach. Die Armee teilte mit, Soldaten suchten nach dem flüchtigen Tatverdächtigen. (dpa)
15:05 Uhr
Sonntag, 23. August
Katz droht Hamas wegen Drachen mit harter Reaktion
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Armee nach Medienberichten angewiesen, mit aller Härte gegen das Starten von Ballons, Drachen oder Drohnen aus dem Gazastreifen vorzugehen. Katz reagierte damit auf den Fund mehrerer Drachen im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen.
Nach Angaben des israelischen Armeesenders geht die Armee davon aus, dass die Terrororganisation Hamas dafür verantwortlich ist. Spreng- oder Brandsätze wurden demnach jedoch nicht gefunden. Eine arabische Aufschrift auf einem der Drachen soll allerdings mit der Botschaft gedroht haben, dass es nie Ruhe geben werde.
Katz habe das Militär angewiesen, alle erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, um künftige Starts zu verhindern, darunter die Tötung von Hamas-Anführern, die dafür verantwortlich seien, hiess es übereinstimmend in Medienberichten. Zudem wurden die Räumung von Stadtvierteln und Gebieten, aus denen die Starts erfolgen, sowie «Massnahmen gegen die dortige Terrorinfrastruktur» angedroht. Katz erklärte, Israel werde jeden solchen Start als «Kriegshandlung» betrachten. (dpa)
14:22 Uhr
Sonntag, 23. August
Irans Sicherheitsberater warnt Nachbarländer vor Wirtschaftskrieg
Der neue Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats im Iran, Mohsen Resai, hat die Nachbarländer davor gewarnt, sich dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten Wirtschaftskrieg gegen sein Land anzuschliessen. Wenn Trump sein Vorhaben vorantreibe, werde der Iran mit verheerender Wucht zurückschlagen, sagte Resai in einem Interview des staatlichen Rundfunksenders IRIB, das am Samstag ausgestrahlt wurde. Resai drohte, der Iran werde auch Öltransportrouten aus dem Persischen Golf, die nicht über die Strasse von Hormus verlaufen, ins Visier nehmen, sollten sich die Nachbarländer dem Wirtschaftskrieg der USA anschliessen. Trump hatte in der vergangenen Woche gedroht, den Iran durch beispiellose wirtschaftliche Sanktionen und Isolation noch stärker unter Druck zu setzen. (dpa)
14:20 Uhr
Sonntag, 23. August
Iranischer Präsident: Müssen Pattsituation überwinden
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich dafür ausgesprochen, ausgehend von der Rahmenvereinbarung mit den USA auf eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten hinzuarbeiten. Derzeit befinde man sich in einer Pattsituation, in der weder Krieg noch Frieden herrsche, und die Absichtserklärung sei der beste Weg daraus herauszukommen, sagte Peseschkian in einer Rede, aus der die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Sonntag zitierte. «Es gibt keine einzige Bestimmung in dieser Vereinbarung, die einer Kapitulation gleichkäme», sagte Peseschkian demnach. Die Mitglieder des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran seien der Ansicht, dass die Absichtserklärung die bestmögliche Vereinbarung darstelle, die auf Würde, Weisheit und dem nationalen Interesse beruhe. (dpa)
09:30 Uhr
Sonntag, 23. August
Erneut Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran
Im Iran ist erneut ein Mann im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden. Das Todesurteil sei am Sonntagmorgen vollstreckt worden, berichtete das mit der Justiz verbundene Nachrichtenportal Misan. Der Mann war demnach im Januar nahe der Stadt Karaj im Norden des Landes festgenommen worden. Die Justiz warf ihm vor, für Israel, die USA und feindliche Gruppen tätig gewesen zu sein, und gegen die Sicherheit und die nationalen Interessen des Irans gearbeitet zu haben. Die Demonstrationen im vergangenen Winter waren angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat liess sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet. (dpa)
18:11 Uhr
Samstag, 22. August
Menschen im Gazastreifen suchen im Müll nach Brennbarem

Mehr als zehn Monate nach Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen ist die Lage für Hunderttausende Palästinenser dort nach wie vor verzweifelt. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP begleitete Omar Chalut und sah, wie der Zwölfjährige und andere jeden Tag auf einer Müllhalde nach Plastik und anderem brennbarem Material suchen, damit ihre Familien es zu Hause zum Kochen einer Mahlzeit verwenden können. Kochgas gibt es kaum.
Die achtköpfige Familie lebt in einem Zelt in einem der Vertriebenenlager, in denen die meisten der palästinensischen Bewohner des Gazastreifens nach wie vor ausharren müssen. Wegen der nahe gelegenen Müllhalde kommen auch immer wieder Ratten zum Zelt. Vater Adam sagte der AP, die Familie überlebe vor allem dank Lebensmitteln aus Hilfslieferungen und der Essensausgabe bei Suppenküchen. Allerdings sei oft nicht genug zu essen da. Für jede Familie gebe es nur ein Stück Fisch mit Reis. Viele würden mit leeren Töpfen und Tellern zurückkehren. «Die Waffenruhe gibt es nur in den Medien», sagte Adam Chalut der AP. (dpa)
16:45 Uhr
Samstag, 22. August
Ein Verletzter bei israelischem Drohnenangriff in Syrien
Bei einem israelischen Drohnenangriff in Syrien ist nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana ein Mensch verletzt worden. Bei dem Angriff am Samstag sei ein Fahrzeug in dem Ort Beit Dschinn getroffen worden, berichtete Sana.
Das israelische Militär teilte mit, es habe in Syrien einen Terroristen angegriffen, der die letzten Vorbereitungen für Anschläge vorangetrieben habe. Weitere Details wurden nicht genannt. Aus der Mitteilung ging nicht eindeutig hervor, ob sie sich auf den Angriff in Beit Dschinn bezog. (dpa)
11:13 Uhr
Samstag, 22. August
Iran gewährt irakischen Tankern freie Fahrt durch Hormus
Der Iran gewährt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mehreren Öltankern aus dem benachbarten Irak eine Passage der Strasse von Hormus. Die Erteilung einer Sondergenehmigung gehe auf eine der wichtigsten Forderungen der irakischen Führung während des Besuchs von Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf in dieser Woche in Bagdad zurück. Die Agentur machte keine Angaben, wie viele Tanker aus dem Irak die strategisch wichtige Meerenge bislang passiert haben und ob die Sondergenehmigung dauerhaft für Schiffe aus dem Nachbarland gilt. (dpa)
06:44 Uhr
Samstag, 22. August
Iran nennt Trumps «Wirtschaftskrieg» völkerrechtswidrig
Der von den USA angekündigte «Wirtschaftskrieg» gegen den Iran wäre nach Überzeugung der Führung in Teheran ein Verstoss gegen das Völkerrecht. Banken, Unternehmen oder Flughäfen, die der ausschliesslichen Gerichtsbarkeit eines Landes unterlägen, dürften nicht von anderen Staaten dazu gezwungen werden, «auf rechtmässigen Handel mit einem Drittstaat zu verzichten», schrieb der iranische Aussenamtssprecher Ismail Baghai auf X.
Um den wirtschaftlichen Druck auf den Iran nochmals drastisch zu erhöhen, hatte US-Präsident Donald Trump mit drakonischen Strafen für Staaten gedroht, die den Iran weiter unterstützen. Dazu erklärte Baghai nun: «Wirtschaftlicher Zwang, der darauf abzielt, einen souveränen Staat zur Änderung seiner rechtmässigen politischen Entscheidungen zu zwingen», stelle einen klaren Rechtsbruch dar. Solche «Sekundärsanktionen» verstiessen gegen die Charta der Vereinten Nationen. In Verbindung mit der von den USA verhängten Seeblockade iranischer Häfen reduziere das von Trump angekündigte Vorhaben «die Souveränität aller anderen Staaten auf etwas Vorläufiges, Bedingtes und Widerrufbares, das vom Willen einer anderen Macht abhängt», fuhr der iranische Aussenamtssprecher fort. Er warnte diesbezüglich vor einer «Rückkehr zum klassischen Kolonialismus». (dpa)
06:35 Uhr
Samstag, 22. August
Gaza-Flotte: Türkei beantragt Interpol-Fahndung nach Netanyahu
Die Türkei beantragt bei Interpol eine internationale Fahndung nach dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Der Antrag auf eine sogenannte Rote Ausschreibung beruht auf einem nationalen Haftbefehl von Mitte Juli und steht im Zusammenhang mit der israelischen Abfangaktion gegen die Gaza-Hilfsflotte, die versucht hatte, die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, wie der türkische Justizminister Akin Gürlek am Freitag auf der Plattform X mitteilte. In der Türkei sind deswegen 35 Personen, darunter Netanyahu, wegen mutmasslichen Völkermords, weiterer Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter und rechtswidriger Inhaftierung angeklagt worden.
Die Vorwürfe basieren auf der Aufbringung mehrerer Schiffe durch die israelische Marine in internationalen Gewässern vor Zypern, wenige Tage nachdem die Flotte den türkischen Hafen Marmaris verlassen hatte. Einige der festgenommenen Aktivisten berichteten von Misshandlungen. Die Türkei zählt zu den schärfsten Kritikern der israelischen Regierung. Netanyahu bezeichnete den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einer Reaktion als antisemitischen Diktator, der «Kurden massakriert, Hamas-Terroristen beherbergt, die Hälfte Zyperns besetzt hält und eine Rekordzahl von Journalisten und Politikern inhaftiert, die sich ihm widersetzen». Netanyahus Büro kritisierte auf X, dass «Erdogans erbärmlicher Versuch, die Führungskräfte und Soldaten Israels, der einzigen wahren Demokratie im Nahen Osten, einzuschüchtern, ins Leere laufen» werde. (dpa)
21:56 Uhr
Donnerstag, 20. August
US-Regierung genehmigt Verkauf von Tankflugzeugen an Katar
Die US-Regierung hat den Verkauf von vier militärischen Tankflugzeugen an Katar genehmigt. Das Aussenministerium teilte am Donnerstag mit, es habe grünes Licht für den Verkauf der vier Maschinen des Typs KC-46A an das Golfemirat gegeben. Der Rüstungsdeal im Umfang von 4,5 Milliarden Dollar umfasse auch die Lieferung von Turbofan-Triebwerken, Radarwarngeräten, militärischen Selbstschutzsystemen, Lastwagen sowie Ausbildungs- und Logistikleistungen.
Mit dem Geschäft solle Katar besser in die Lage versetzt werden, auf gegenwärtige und künftige Bedrohungen zu reagieren, erklärte das Aussenministerium. Zudem solle die Zusammenarbeit mit US-Streitkräften und Verbündeten verbessert und Katars strategische Rolle für die Sicherheit in der Region gestärkt werden. Katar ist ein wichtiger Partner der USA am Golf und beherbergt einen grossen US-Militärstützpunkt.
Das Emirat spielt auch im Krieg mit dem Iran eine wichtige Rolle. Katar bemüht sich unter anderem um eine Vermittlung zur Beendigung des Konflikts. (dpa)
20:47 Uhr
Donnerstag, 20. August
Massenbeisetzung für Tote aus der Anfangsphase des Gaza-Kriegs
Bei einer Massenbeisetzung in der Stadt Gaza ist an 50 Palästinenser erinnert worden, die in den ersten Monaten des Krieges zwischen Israel und der Hamas getötet worden waren. Ihre sterblichen Überreste waren erst vor Kurzem unter Trümmern geborgen worden. Dutzende Trauernde trugen am Donnerstag die in palästinensische Flaggen gehüllten Überreste durch zerstörte Strassen zu den Gräbern. Einige hielten Porträts und Plakate mit Bildern der Getöteten.

«Nach drei Jahren Krieg, nach drei Jahren voller Angst, Schmerz und Qual konnten wir sie bergen», sagte Lina Karam, die ihren Vater und weitere Familienmitglieder verloren hatte. Nun habe man ihnen ein würdiges Begräbnis gegeben, für sie gebetet und sie bestatten können. (dpa)
19:10 Uhr
Donnerstag, 20. August
Mehrere Länder kritisieren Siedlungsprojekt Israels im Westjordanland
Mehrere Länder haben ein umstrittenes neues Siedlungsprojekt Israels im Westjordanland verurteilt. Sollte die Ausschreibung umgesetzt werden, die das israelische Bau- und Wohnungsministerium für mehrere Wohnkomplexe mit insgesamt mehr als 1200 Wohnungen auf einer bislang unbebauten Fläche östlich von Jerusalem veröffentlicht hat, würde dies das Palästinensergebiet praktisch in zwei Hälften teilen.
Der britische Aussenminister Ed Miliband sagte, die Ausschreibung sei «inakzeptabel und zerstörerisch». In einer Mitteilung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, erklärte er, die britische Regierung fordere eine sofortige Rücknahme. Der israelische Geschäftsträger sei zu dem Vorgang einbestellt worden. Miliband verurteilte zudem «Gewalt und Terror» durch israelische Siedler.
Auch Ägypten und Jordanien kritisierten das Vorgehen Israels. Aus Kairo hiess es, das Bauvorhaben werde Ost-Jerusalem von den umliegenden palästinensischen Gebieten isolieren.
Israels Aussenminister Gideon Saar sprach am Donnerstag von einem «historischen Recht des jüdischen Volkes, seine nationale Heimstätte im Land Israel wiederzuerrichten – einschliesslich des betreffenden Gebiets». Saar warf der britischen Regierung vor, ausschliesslich Israel zu kritisieren und palästinensischen Extremismus zu ignorieren. (dpa)
16:52 Uhr
Donnerstag, 20. August
«USS George Washington» im Nahen Osten eingetroffen
Der US-Flugzeugträger «USS George Washington» ist im Nahen Osten eingetroffen. Das teilte das US-Militär am Donnerstag mit. Er löst die «USS Abraham Lincoln» ab, bei der sich nach monatelangem Dauereinsatz Berichte über Versorgungsprobleme und psychische Belastungen der Besatzung gehäuft hatten. Die «USS George Washington» hatte zuvor im vietnamesischen Hafen Da Nang geankert.
Abgeordnete der Demokratischen Partei fordern wegen der Bedingungen an Bord der «Lincoln» Aufklärung vom Pentagon. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Berichte über Missstände zurückgewiesen. Die Lage an Bord sei «vollständig falsch dargestellt» worden, sagte er. (dpa)
15:33 Uhr
Donnerstag, 20. August
Syrischer Aussenminister für Gespräche in Pakistan
Der syrische Aussenminister Asaad al-Schaibani ist für Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Das pakistanische Aussenministerium gab den Besuch bekannt, bei dem über Themen gesprochen werden dürfte, die mit dem Nahen Osten zu tun haben.
Pakistan ist nach eigenen Angaben weiter eng in Versuche eingebunden, die Spannungen zwischen dem Iran und den USA im Krieg abzubauen und auf eine Wiederaufnahme von Verhandlungen hinzuarbeiten. Pakistan hat eine Vermittlerrolle eingenommen. (dpa)
11:26 Uhr
Donnerstag, 20. August
Netanyahu: Stabilisierungstruppe hat keinen Zugang zu Gaza erhalten
Israel hat der internationalen Stabilisierungstruppe nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu keinen Zugang in den Gazastreifen gewährt. Damit widersprach Netanyahus Büro übereinstimmenden israelischen Medienberichten vom vergangenen Monat, denen zufolge nach einer Entscheidung des sogenannten Sicherheitskabinetts ein Teil der Stabilisierungstruppe in einem begrenzten Bereich des Küstenstreifens ihre Arbeit aufnehmen könne. Über die angebliche Entscheidung war kurz vor einem Besuch Netanyahus bei US-Präsident Donald Trump berichtet worden.
«Israel hat klargestellt, dass es keinen Wiederaufbau im Gazastreifen geben wird, bevor die Hamas vollständig entwaffnet ist», bekräftigte Netanjahu nach Angaben seines Büros zudem.
Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe, es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe. Zuletzt hatte Israel seine Luftangriffe wieder verstärkt und dabei nach Darstellung des Militärs gezielt ranghohe Kommandeure der islamistischen Terrororganisation Hamas getötet. (dpa)
06:02 Uhr
Donnerstag, 20. August
Iran: Trumps Drohung ist nichts Neues
Iranische Medien haben unbeeindruckt auf die Drohung des US-Präsidenten mit einem «Wirtschaftskrieg» gegen das Land reagiert. Donald Trump habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Irans und von Schlägen historischer Dimension gesprochen, schrieb die iranische Nachrichtenagentur Fars auf Telegram. Seine Behauptungen seien bloss als übliche «psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne» zu verstehen.
Trumps jüngste Drohung mit «der verheerendsten Wirtschaftsoperation», die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei, erfolgte vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei Verhandlungen mit Teheran. Jedes Land müsse bei einer Unterstützung des Irans mit «GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen» rechnen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb dazu auf Telegram, dies sei «keine neue Entwicklung, da die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen, jegliche finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran zu unterbinden». Der Iran habe jedoch «gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert». (dpa)
06:00 Uhr
Donnerstag, 20. August
Trump droht Iran mit Wirtschaftskrieg
US-Präsident Donald Trump hat eine beispiellose Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks auf den Iran angekündigt. Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social sprach er von einem «Wirtschaftskrieg und Isolation in einem beispiellosen Ausmass», nannte jedoch kaum Einzelheiten. Zugleich drohte er Ländern, die den Iran weiterhin unterstützen, mit «GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen».
Seine angekündigten Massnahmen sollen unter anderem den Ölschmuggel, Geldtransfers sowie die Zusammenarbeit über Wechselstuben, Schiffsregister und Briefkastenfirmen treffen. Zunächst war unklar, was dies für grosse Volkswirtschaften mit engen Beziehungen zum Iran, darunter China, bedeuten würde.
«All das muss JETZT aufhören. Ihr wisst, wer ihr seid», schrieb der Trump. Er forderte die Verbündeten der USA auf, «an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika zu stehen, um die Bedrohung durch den Iran zu isolieren und zu besiegen». (dpa)
14:07 Uhr
Mittwoch, 19. August
Vereinigte Arabische Emirate stoppen Handel mit Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach einem erneuten mutmasslichen Raketenangriff aus dem Iran den gesamten Handel mit dem Land ausgesetzt. Sämtlicher Handel, Warenaustausch und Finanzverkehr mit dem Iran werde bis auf Weiteres eingestellt, teilte das Aussenministerium am Mittwoch mit. Die Massnahme dürfte den wirtschaftlichen Druck auf den bereits von US-Sanktionen und einer Blockade betroffenen Iran weiter erhöhen.
Am Dienstagabend hatten nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums zwei ballistische Raketen aus dem Iran Kurs auf die Emirate genommen und waren im Persischen Golf ins Wasser gestürzt. Landesweit war die Bevölkerung erstmals seit Wochen wieder aufgefordert worden, Schutz zu suchen. Das Verteidigungsministerium erklärte, Auswertungen hätten ergeben, dass die Raketen auf den Schiffsverkehr gezielt hätten. Ob emiratische Schiffe oder die Hoheitsgewässer des Landes direkt angegriffen werden sollten, blieb unklar. Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, bestritt, dass der Iran Raketen in Richtung der Emirate abgefeuert habe.
Vor Beginn des Kriegs waren die Emirate einer der wichtigsten Handelspartner des Iran. Nach den jüngsten Zahlen der Welthandelsorganisation aus dem Jahr 2024 kamen mehr als 30 Prozent der iranischen Importe im Wert von umgerechnet rund 18,1 Milliarden Euro aus den Emiraten. Fast 13 Prozent der iranischen Exporte im Wert von umgerechnet rund sechs Milliarden Euro gingen dorthin. Zu Beginn des Kriegs kam der Handel weitgehend zum Erliegen, Ende Juni wurde zumindest ein Teil des Seehandels wieder aufgenommen. Wie umfangreich der Handel zuletzt noch war, blieb unklar. (dpa)
13:32 Uhr
Mittwoch, 19. August
Militär beginnt Strafrechtsermittlungen zu Tötungen im Gazastreifen
Das israelische Militär nimmt nach eigenen Angaben Ermittlungen zu zwei aufsehenerregenden Angriffen auf Palästinenser während des Gazakrieges auf. Dazu gehöre die Tötung der fünfjährigen Hind Radschab und ihrer Familie sowie der Tod von 15 palästinensischen Rettungssanitätern, teilte das Militär am Mittwoch mit. Keine Strafrechtsermittlungen werde es dagegen zu drei weiteren Angriffen geben, bei denen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen World Central Kitchen und Ärzte ohne Grenzen ums Leben gekommen waren.
Das Militär erklärte, es habe im Zusammenhang mit dem Verhalten der Truppen im Gazastreifen 150 Vorfälle vollständig untersucht. In fünf Fällen habe man eine Entscheidung gefällt. (dpa)
12:01 Uhr
Mittwoch, 19. August
Eurowings fliegt wieder nach Dubai
Nach fast acht Monaten kriegsbedingter Pause will die Fluggesellschaft Eurowings wieder in das arabische Emirat Dubai fliegen. Die Verbindungen waren nach dem gemeinsamen Angriff von USA und Israel auf den Iran Ende Februar 2026 gekappt worden. Die Iraner hatten in dem Konflikt auch Ziele in den Emiraten beschossen.
Die Direktflüge ab Berlin, Stuttgart und Köln/Bonn sollen mit Beginn des Winterflugplans am 25. Oktober wieder aufgenommen werden, wie die Lufthansa-Tochter Eurowings mitteilte.
Vom 1. Dezember an sind dann auf allen Dubai-Flügen die neuen Premium-Business-Sitze buchbar, bei denen erstmals auf der Kurz- und Mittelstrecke nur noch vier separate Sessel pro Reihe montiert sind. Eurowings weitet das Konzept auf sämtliche acht Flugzeuge der Reihe Airbus A320neo aus, sodass die neuen Sitze auch auf einzelnen Verbindungen nach London, Mallorca und Málaga angeboten werden. (dpa)
10:31 Uhr
Mittwoch, 19. August
Ausschreibung für umstrittenes israelisches Siedlungsprojekt
Israels Bauministerium hat mehr als 1200 Wohneinheiten für das umstrittene Siedlungsprojekt E1 im Westjordanland ausgeschrieben. Das Gebiet liegt zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim. Eine Bebauung würde das Westjordanland faktisch in einen nördlichen und südlichen Teil aufspalten und einen zusammenhängenden palästinensischen Staat erschweren.
Insgesamt will die israelische Regierung dort rund 3400 Wohneinheiten bauen. Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich warnten Unternehmen vor einer Beteiligung an Ausschreibungen und sprachen von «schweren Verstössen gegen das Völkerrecht».
Die israelische Organisation Peace Now warnt, die Regierung wolle noch vor der Parlamentswahl Ende Oktober Fakten schaffen. Eine Bebauung des E1-Gebiets würde nach Ansicht der Organisation eine Friedensregelung auf Grundlage einer Zweistaatenlösung unmöglich machen. (dpa)
08:22 Uhr
Mittwoch, 19. August
Iran dementiert Angriff auf Vereinigte Arabische Emirate
Der Iran dementiert Angaben über einen iranischen Raketenangriff am Dienstagabend (Ortszeit) auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Aussagen seien «völlig unbegründet», sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate waren zwei aus dem Iran in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen worden. In der Folge gab das emiratische Aussenministerium bekannt, alle Handelsbeziehungen und Finanztransaktionen mit dem Iran bis auf Weiteres auszusetzen.
Die beiden Staaten unterhalten eine bedeutende Handelspartnerschaft. Das bilaterale Handelsvolumen beläuft sich jährlich auf Dutzende Milliarden US-Dollar. (dpa)
22:05 Uhr
Dienstag, 18. August
Kreise: Drei Tote nach Huthi-Angriffen im Jemen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat jemenitischen Armeekreisen zufolge bei einem Raketenangriff in der Provinz Hudaida mindestens drei Zivilisten getötet, darunter ein 13-jähriges Kind. Zwei ballistische Raketen seien auf Bauernhöfe in einem von Regierungstruppen kontrollierten Gebiet abgefeuert worden. Die Opferzahl sei vorläufig.
Am Vormittag lieferten sich die Huthi und Regierungstruppen trotz internationaler Appelle zur Deeskalation in mehreren Provinzen Kämpfe.
Im Roten Meer wurde nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO zudem ein unbemanntes Frachtschiff von mehreren Geschossen getroffen und erheblich beschädigt. Die Huthi hatten bereits mehrfach Angriffe auf saudische Tanker reklamiert. Befürchtet wird eine faktische Schliessung der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, durch die in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels laufen.
Der Konflikt zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung erlebt derzeit die schwerste Eskalation seit der inoffiziellen Waffenruhe von 2022. (dpa)
21:23 Uhr
Dienstag, 18. August
Frankreich weist zwei iranische Diplomaten aus
Frankreich wirft dem Iran einen Übergriff auf zwei französische Diplomaten vor und weist als Reaktion zwei iranische Botschaftsmitarbeiter aus. Sie seien zu unerwünschten Personen erklärt worden und müssten das Land in den kommenden Tagen verlassen, teilte Aussenminister Jean-Noël Barrot mit.
Zwei französische Diplomaten waren laut Barrot vor rund einem Monat mehrere Stunden von iranischen Sicherheitskräften festgehalten worden. Einer sei dabei belästigt worden. Barrot sprach von einer «extrem schlimmen Einschüchterungsaktion» und einem Verstoss gegen die diplomatische Immunität.
Teheran bestreitet französischen Medienberichten zufolge einen Übergriff. Die Diplomaten seien lediglich kurz befragt worden, nachdem sie an einem Treffen mit von den Behörden gesuchten Personen teilgenommen hätten. Der Iran verwehrte ihnen später die Rückkehr ins Land. Die Beziehungen zwischen Paris und Teheran sind seit längerem angespannt. (dpa)
19:45 Uhr
Dienstag, 18. August
Iran feuert wieder Raketen in Richtung Vereinigte Arabische Emirate
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eigenen Angaben zufolge zwei aus Iran in Richtung des Landes abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen. Die erste sei ausserhalb, die zweite innerhalb der Hoheitsgewässer abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium am Abend auf der Plattform X mit. Man befinde sich in höchster Alarmbereitschaft. Von der Islamischen Republik Iran gab es zunächst keine Reaktion.
Das Innenministerium der Emirate hob eine Warnung am Abend wieder auf. Ein in Dubai lebender Einwohner berichtete der Nachrichtenagentur dpa, dass unter den Einwohnern Panik ausgebrochen sei, als sie per SMS oder Telefon die Aufforderung erhielten, Schutz zu suchen. Zum letzten Mal hatten die Emirate Raketen aus Iran Anfang Mai abgefangen. (dpa)
19:13 Uhr
Dienstag, 18. August
Syrien gibt Inspektoren Zugang zu Atommaterial aus Assad-Ära
Die syrische Regierung lässt das mutmasslich geheime Atomprogramm unter dem früheren Präsidenten Baschar al-Assad durch UN-Atomwächter aufarbeiten. Syrien habe die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien im Juli über grosse Bestände von Nuklearmaterial informiert und eine erste Inspektion ermöglicht, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung von Aussenminister Asaad al-Schaibani und IAEA-Chef Rafael Grossi während Grossis Besuch in Syrien.
«Wir reden von einigen Tonnen an Nuklearmaterial, das missbräuchlich verwendet werden könnte», sagte Grossi. Das US-Nachrichtenportal Axios hatte vergangene Woche berichtet, dass es sich unter anderem um sogenanntes Yellowcake handelt. Dieses schwach radioaktive Uranerz-Konzentrat kann unter anderem zu Reaktorbrennstoff weiterverarbeitet werden. Die IAEA machte dazu keine Angaben.
Verdacht: Syrien baute Reaktor nach nordkoreanischem Vorbild
Israel hatte 2007 einen mutmasslichen syrischen Kernreaktor angegriffen und zerstört, um zu verhindern, dass das Land damit Atomwaffen herstellen kann. Die IAEA war 2011 in einem Untersuchungsbericht zum Schluss gekommen, dass es sich um einen geheimen Reaktor gehandelt habe, der Ähnlichkeiten mit einem Reaktor im Atomwaffenstaat Nordkorea aufweise.
Wegen des Widerstands der Assad-Regierung und wegen des Bürgerkriegs konnte die IAEA den geheimen Aktivitäten jedoch nicht vor Ort auf den Grund gehen. Nach dem Sturz von Assad Ende 2024 ist wieder Bewegung in die Untersuchung gekommen.
Grossi besuchte während seines Syrien-Aufenthalts das Reaktorgelände und einen weiteren Ort, der mit dem Nuklearmaterial in Verbindung steht, wie es in der Mitteilung hiess. Syrien und die IAEA hätten sich auf konkrete Schritte geeinigt, um offene Fragen zu klären, teilten al-Schaibani und Grossi mit. (dpa)
18:39 Uhr
Dienstag, 18. August
Libanon liefert Assad-General nach Syrien aus
Nach dem Todesurteil gegen Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad vergangene Woche droht auch einem seiner früheren Generäle ein Prozess in seiner Heimat. Die libanesische Justiz habe einer Auslieferung von Generalmajor Adel Issa an sein Heimatland zugestimmt, erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus Justizkreisen. Issa wurde demnach am Dienstagnachmittag Richtung Grenze gebracht, wo er den syrischen Behörden übergeben werden sollte. Eine offizielle Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
Welche Verbrechen Issa konkret vorgeworfen werden, wurde nicht mitgeteilt. Er habe aber bei einem Gerichtstermin vergangene Woche alle Vorwürfe zurückgewiesen, sagten zwei libanesische Justizbeamte der AP.
Issa ist der erste ranghohe Militär, der seit dem Sturz Assads Ende 2024 vom Libanon nach Syrien ausgeliefert wurde. Assad floh damals mit seiner Familie nach Russland, das Todesurteil gegen ihn und seinen Bruder Mahir fiel vergangene Woche in Abwesenheit. Mehrere Offiziere schafften es über die Grenze in den Libanon, um einer Festnahme durch die Rebellen zu entgehen, die die Hauptstadt Damaskus eroberten. Andere wurden gefasst und vor Gericht gestellt. (dpa)
16:13 Uhr
Dienstag, 18. August
Trump: Derzeit keine Gespräche mit Iran
Nach dem Ende der 60-tägigen Frist des Rahmenabkommens stehen Washington und Teheran laut US-Präsident Donald Trump nicht in Verhandlungen. «Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant», teilte er auf der Plattform Truth Social mit.
Erst am Vortag hatte Trump dem Sender Fox News gesagt, Vertreter der US-Regierung stünden im direkten Kontakt mit den Revolutionsgarden. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder Angaben über mutmassliche Gespräche oder Verhandlungsstände mit Iran gemacht, die dessen Regime dementierte.
Zudem behauptete Trump, die Strasse von Hormus bleibe geöffnet. Tatsächlich gab es in den vergangenen Tagen immer wieder Angriffe auf Handelsschiffe. Der Schiffsverkehr auf der wichtigen Handelsroute nahm zuletzt wieder ab. Die US-Seeblockade gegen iranische Schiffe bleibe intakt, schrieb Trump weiter. (dpa)
15:18 Uhr
Dienstag, 18. August
Israelische Soldaten markieren Palästinenser bei Verhör mit Nummern
Israels Armee hat Berichte bestätigt, wonach israelische Sicherheitskräfte Palästinenser während Befragungen im Westjordanland mit Nummern markiert haben. Die israelische Zeitung «Haaretz» hatte zuvor gemeldet, Soldaten hätten den Betroffenen in Kabatija in der Nähe der Stadt Dschenin bei einem Einsatz am Montag mit Markern Nummern auf ihre Gesichter und Körper geschrieben.
In mehreren israelischen sowie sozialen Medien wurden auch Aufnahmen veröffentlicht, die einen betroffenen Palästinenser zeigen sollen, auf dessen Stirn die Zahl 44 steht. Der oppositionelle arabische Abgeordnete Ahmad Tibi schrieb auf X, so sehe Entmenschlichung aus. «Ein Bild, das an dunkle Zeiten erinnert und jeden Menschen erschüttern sollte.»
Israels Armee: Lehren aus dem Vorfall gezogen
Israels Armee teilte auf Anfrage mit: «Während eines Einsatzes im Gebiet von Kabatija kennzeichneten Sicherheitskräfte Verdächtige, die im Rahmen der Operation verhört wurden.» Die Kommandeure hätten die Soldaten ausdrücklich darauf hingewiesen, wie schwerwiegend dieses Verhalten sei. Aus dem Vorfall seien Lehren gezogen worden.
Die «Times of Israel» berichtete, die israelische Armee habe eine ähnlich lautende Stellungnahme auch bei einem Vorfall im April veröffentlicht. Damals wurden demnach Palästinensern, die ein vom Militär kontrolliertes Flüchtlingsviertel betraten, Zahlen auf die Hände geschrieben.
Die israelische Armee hatte am Montag eigenen Angaben zufolge in Kabatija 100 Gebäude durchsucht und zwei Palästinenser festgenommen, die den Angaben zufolge verdächtigt werden, Anschläge geplant zu haben. Weitere Personen seien verhört worden. Laut Berichten sollen die Betroffenen auch geschlagen worden sein. Das israelische Militär äusserte sich zu diesen Vorwürfen zunächst nicht. (dpa)
12:39 Uhr
Dienstag, 18. August
Iran: Öffnung der Strasse von Hormus hängt von USA ab
Der Iran fordert für die Öffnung der Strasse von Hormus die Umsetzung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf sagte vor einer Parlamentssitzung, die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge bleibe so lange geschlossen, wie sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung hielten. Dazu zählten seinen Worten zufolge «die Aufhebung der Seeblockade, die Freigabe der eingefrorenen Vermögenswerte, die Aufhebung der Ölsanktionen, das Ende der Drohungen und militärischen Operationen an allen Fronten». (dpa)
11:22 Uhr
Dienstag, 18. August
Schiff in der Strasse von Hormus beschossen
Ein Schiff ist auf dem Weg durch die Strasse von Hormus vor der Küste des Omans von einem nicht näher identifizierten Geschoss beschädigt worden. Das teilte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mit. Ein Besatzungsmitglied wurde demnach bei dem Beschuss am Dienstag verletzt oder getötet. Ob das Crewmitglied ums Leben kam, war zunächst unklar. UKMTO teilte mit, der Maschinenraum des Schiffs sei beschädigt worden. Die UKMTO machte keine näheren Angaben zum Schiff oder der Fracht. Die Küstenwache des Omans helfe den anderen Besatzungsmitgliedern, es werde ermittelt. (dpa)
10:20 Uhr
Dienstag, 18. August
Erdogan ruft Trump zu Diplomatie im Iran-Krieg auf
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat dazu aufgerufen, die diplomatischen Bemühungen im Iran-Krieg fortzusetzen. In dem Gespräch habe Erdogan die Bedeutung der Diplomatie unterstrichen und die Hoffnung geäussert, dass die Verhandlungen mit dem Iran bald fortgesetzt werden, teilte das Präsidialamt in Ankara mit. Die Türkei werde diese Friedensbemühungen weiter unterstützen. (dpa)
09:07 Uhr
Dienstag, 18. August
US-Senator will möglichen Militäreinsatz gegen den Oman verhindern
Der US-Senator Tim Kaine will einen möglichen Militäreinsatz der USA gegen den Oman verhindern. Der Demokrat aus Virginia kündigte an, nach der Sommerpause des Kongresses eine Resolution nach dem sogenannten War Powers Act einzubringen, die militärische Massnahmen gegen das Land untersagen soll. Kaine kritisierte Präsident Donald Trump scharf und warf ihm vor, mit seiner «Ein-Mann-Kampagne», weltweit Kriege anzudrohen und zu initiieren, zunehmend ausser Kontrolle zu geraten. Trump hatte dem Oman nach einem Bericht des Senders Fox News mit Bombenangriffen gedroht, falls das Land eine vollständige Wiederöffnung der Strasse von Hormus verhindern sollte.
Trumps Drohungen gegen den Oman seien besonders problematisch, da die USA diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu dem Land unterhielten, sagte Kaine. Davon könnten Gegner der USA wie China und Russland profitieren, die sich darüber «die Hände reiben» würden. (dpa)
06:34 Uhr
Dienstag, 18. August
UN-Hochkommissar fordert sofortiges Ende der Kämpfe im Jemen
Nach der jüngsten Eskalation im Jemen-Konflikt verlangt das UN-Menschenrechtsbüro von Regierungstruppen und Rebellen ein sofortiges Ende aller gegenseitigen Angriffe. «Ich fordere alle Parteien nachdrücklich auf, unverzüglich alle Handlungen einzustellen, die die Gefahr bergen, den Jemen erneut in einen umfassenden Konflikt zu stürzen», sagte UN-Hochkommissar Volker Türk. Angriffe auf zivile Infrastruktur verschärften das Leid der Zivilbevölkerung weiter in einer Zeit, in der bereits mindestens 18 Millionen Menschen im Jemen unter Ernährungsunsicherheit litten.
Der Konflikt zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung und der vom Iran geförderten Huthi-Miliz hatte sich zuletzt erneut verschärft. Es ist die schwerste Eskalation seit Inkrafttreten einer inoffiziellen Waffenruhe im Jahr 2022. (dpa)
16:42 Uhr
Montag, 17. August
Trump droht Oman mit Bombardierung
Mit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit der Islamischen Republik Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus geregelt sein soll – bisher ohne Einigung. «Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren», sagte Trump dem Sender Fox News. Der Oman ist bislang keine aktive Kriegspartei.
Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass der Oman und Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden – in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.
Trump hatte bereits im Mai mit einer Drohung Richtung Maskat für Verwunderung gesorgt. Der Oman gilt wegen seiner Rolle als internationaler Mediator in regionalen Krisen als «Schweiz des Nahen Ostens» und hat wiederholt zwischen den USA und der Islamischen Republik vermittelt.
Trump: Iran soll Weisse Fahne hissen
Trump sagte weiter, trotz der im Rahmenabkommen festgesetzten und mittlerweile abgelaufenen 60-Tage-Frist für vertiefte Verhandlungen mit Iran stehe er nicht unter Druck. «Ich habe es nicht eilig», erklärte er. Teheran legte er nahe, angesichts des wachsenden Drucks die Weisse Fahne zu hissen. «Es sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde.»
Angesichts des Fristablaufs mahnte UN-Generalsekretär António Guterres über seinen Sprecher: «Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt.» Guterres fordere die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten auf, wieder Verhandlungen aufzunehmen und «die Rhetorik zu mässigen, die wir in den letzten Tagen vernommen haben», hiess es in der Mitteilung. (dpa)
14:20 Uhr
Montag, 17. August
US-Unterhändler Kushner wirbt in Jerusalem für Gaza-Plan
US-Unterhändler Jared Kushner hat bei Beratungen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen neuen Anlauf zur Umsetzung des Gaza-Fahrplans unternommen. Bei dem mehrstündigen Treffen in Jerusalem wurden nach israelischer Darstellung mehrere Vereinbarungen zur Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas und zum weiteren Vorgehen im Gazastreifen erzielt. Von US-Seite gab es zunächst keine Angaben zum Inhalt der Gespräche.
In einer Mitteilung von Netanyahus Büro war anschliessend von «tiefgreifenden und konstruktiven Diskussionen» die Rede. Es sei vereinbart worden, zwei Arbeitsgruppen einzurichten. Eine solle sich mit der Entmilitarisierung des Gazastreifens befassen. «Sowohl Israel als auch der Friedensrat sind entschlossen, dass dieser Prozess zügig erfolgen und abgeschlossen sein soll, bevor im Gazastreifen irgendein Wiederaufbau stattfindet», hiess es in der Mitteilung. Eine zweite Arbeitsgruppe solle sich mit sanitären Massnahmen, sauberem Trinkwasser und anderen Fragen der öffentlichen Gesundheit für die Menschen im Gazastreifen befassen.
Laut Medienberichten nahm auch der Hohe Vertreter des von Trump ins Leben gerufenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, an dem Treffen teil. (dpa)
12:32 Uhr
Montag, 17. August
Israels Polizeiminister ruft zu mehr Tötungen auf
Vor Gesprächen über die Nachkriegsordnung im Gazastreifen hat Israels rechtsextremer Polizeiminister zur Tötung von noch mehr Palästinensern in dem Küstenstreifen aufgerufen. Es sei kein Geheimnis, dass er in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit Ministerpräsident Benjamin Netanyahu habe, sagte Itamar Ben-Gvir in einem Podcast mit der ehemaligen Gaza-Geisel Rom Braslavski.
«Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen», sagte der Vorsitzende der Partei Ozma Jehudit (Jüdische Kraft). Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, erklärte der Polizeiminister. Es gebe im Gazastreifen vielmehr Menschen, die es nicht verdient hätten zu leben.
Der iranische Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi verurteilte die Äusserungen Ben-Gvirs in einem Post auf der Plattform X. «Dieser zionistische Verbrecher spricht gleichzeitig von der Vertreibung der Palästinenser und vom Siedlungsbau im gesamten Gazastreifen», schrieb er. «Diese Geständnisse müssen für den Tag der Abrechnung und für den Prozess gegen diese Verbrecher aufgezeichnet und aufbewahrt werden.» (dpa)
08:26 Uhr
Montag, 17. August
Hamas stellt Bedingungen für Umsetzung des Gaza-Fahrplans
Die Hamas hat vor einer Umsetzung des neuen Fahrplans für eine Waffenruhe im Gazastreifen einen Stopp der israelischen Angriffe und einen Rückzug der israelischen Truppen bis zur «gelben Linie» gefordert.
Das sagte ein Hamas-Vertreter nach dem mehr als zweistündigen Treffen von Hamas-Chef Chalil al-Haja mit dem US-Gesandten Jared Kushner am Sonntag in Ägypten. Die gelbe Linie wurde nie genau definiert. Israelische Streitkräfte sind über sie hinaus vorgedrungen und kontrollieren inzwischen rund 60 Prozent des Gazastreifens. Das Weisse Haus äusserte sich nicht zu den Gesprächen. (dpa)
19:25 Uhr
Sonntag, 16. August
Kushner trifft Hamas und al-Sisi – Gespräche über Gaza
Jared Kushner, US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, hat in Ägypten Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Er traf in El Alamein den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi, wie die Präsidentschaft mitteilte. Auch der ägyptische Aussenminister Badr Abdel-Atti und Geheimdienstchef Hassan Raschad seien zugegen gewesen.
Kushner werde in Ägypten auch eine Hamas-Delegation treffen, verlautete aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation. Die Zusammenkunft sei vom ägyptischen Geheimdienst vermittelt worden. Anschliessend reise Kushner weiter zu Gesprächen in Israel. Er wollte dort nach Medienberichten unter anderem den Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu treffen.
Netanyahu hatte vor einer Woche gesagt, Israel lehne einen Fahrplan des sogenannten «Board of Peace» für den im Krieg grossflächig zerstörten Gazastreifen ab. «Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist», sagte Netanyahu. Ausserdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet.
Nach dem Fahrplan des Rats sollen Israel und die Hamas die Kämpfe einstellen. Eine palästinensische Übergangsverwaltung soll mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit übernehmen. Erst nach einer schrittweisen und international verifizierten Übergabe aller Waffen durch die Hamas nach Sektoren werde von Israel ein Abzug aus dem Gazastreifen erwartet, «Schritt für Schritt, in Phasen, letztendlich bis zum Gaza-Grenzzaun», sagte Mladenow. (dpa)
14:35 Uhr
Sonntag, 16. August
Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden
Soldaten der jemenitischen Regierung haben nach eigenen Angaben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz durchgeführt – mit Artillerie, Raketenwerfern und Drohnen. Ziele waren Militärstützpunkte, Waffendepots und Fahrzeuge in verschiedenen Landesteilen, wie ein Armeesprecher sagte. Dutzende Kämpfer der Miliz seien getötet oder verletzt worden. Von den Huthi gab es dazu zunächst keine Reaktion. Der Armeesprecher nannte die Attacken eine Antwort auf Huthi-Angriffe auf zivile Ziele im Jemen, darunter Firmen und Hafenanlagen. (dpa)
14:34 Uhr
Sonntag, 16. August
Papst: Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland muss aufhören
Papst Leo XIV. hat ein Ende der Gewalt gegen die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland gefordert. Nach seinem Mittagsgebet in Castel Gandolfo sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken: «Ich erneuere meinen Appell, dass die wiederholten Gewalttaten gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im Westjordanland ein Ende nehmen.» Er forderte die internationale Gemeinschaft zudem dringend auf, die Zweistaatenlösung für einen «gerechten und dauerhaften Frieden» voranzubringen. Mit der Zweistaatenlösung ist gemeint, dass Israel und ein unabhängiger Palästinenserstaat friedlich nebeneinander bestehen würden. (dpa)
13:00 Uhr
Sonntag, 16. August
Bericht: Iran setzt Kopfgeld auf US-Soldaten aus
Die iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25.000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus. Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden. Hintergrund sind die anhaltenden militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Gegen ein Rahmenabkommen vom 17. Juni, das ein dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten vorsah, haben beide Seiten in den vergangenen Wochen mehrfach verstossen. (dpa)
09:32 Uhr
Sonntag, 16. August
Iran richtet Mann wegen angeblicher Israel-Spionage hin
Im Iran ist ein weiterer Mann wegen angeblicher Spionage für Israel und die USA hingerichtet worden. Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan soll Shahram Sadeghi während der landesweiten Proteste im Dezember 2025 sein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von Polizeioffizieren gesteuert und sieben Beamte verletzt haben. Er soll danach sein Auto in Brand gesetzt haben und geflüchtet sein. Nach Darstellung der iranischen Behörden sind die landesweiten Proteste im Dezember und Januar aus dem Ausland gesteuert worden. Unmittelbarer Auslöser war eine Wirtschaftskrise. Die Massendemonstrationen richteten sich später auch gegen die politische Führung. Irans Sicherheitsapparat schlug die Proteste brutal nieder. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet - der höchste verzeichnete Wert seit 1981. (dpa)
09:29 Uhr
Sonntag, 16. August
Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs. Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine «Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone». Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden. Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hiess es. (dpa)
11:20 Uhr
Samstag, 15. August
Libanon meldet sieben Tote bei israelischem Angriffen
Bei einem israelischen Luftangriff auf Ansar im Südlibanon sind nach libanesischen Angaben sieben Menschen getötet worden, darunter drei Kinder und zwei Frauen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt. Israel erklärte, der Angriff habe Hisbollah-Anlagen gegolten und sei eine Reaktion auf eine Aktion gegen israelische Soldaten gewesen.
Der Angriff ist der folgenreichste seit Inkrafttreten der Waffenruhe Mitte Juni. Trotz des Abkommens bleiben die Spannungen hoch: Die Hisbollah verweigert ihre Entwaffnung, während Israel weiterhin nahezu täglich Ziele im Libanon angreift. (dpa)
06:25 Uhr
Samstag, 15. August
Iran nach Trump-Vorstoss: Strasse von Hormus gehört uns
Der Iran weist die durch US-Präsident Donald Trump angemeldeten Ansprüche auf die Strasse von Hormus zurück. «Die Strasse von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen», schrieb Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattfom X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern.
Trump hatte zuvor bei einem Auftritt im Bundesstaat New York gesagt, er wolle die Strasse von Hormus nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären. Nähere Angaben dazu machte er zunächst nicht. Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlagen erlitten zu haben. «Die Strasse von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören.» Die Meerenge werde nur auf Befehl des Irans geschlossen und geöffnet. Solange die USA die Niederlage nicht akzeptierten, werde der Iran die Blockade weiterhin durchsetzen. (dpa)
06:24 Uhr
Samstag, 15. August
Trump will Strasse von Hormus zu US-Territorium machen
US-Präsident Donald Trump will die Strasse von Hormus nach eigener Aussage zu US-Territorium erklären. «Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet –, werde ich die Hormus-Strasse zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären», sagte er bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat New York. Genauer führte er seine erklärte Absicht nicht aus. Trumps Vorstoss fällt in eine Zeit, in der die Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges ins Stocken geraten sind und eine 60-tägige Waffenruhe ohne Verlängerung auszulaufen droht. Ähnlich hatte Trump sich auch im Hinblick etwa auf Venezuela, Kuba oder Grönland geäussert. Ob Trump seinen Worten Taten folgen lässt, ist unklar. Vor einem Monat hatte Trump bereits gedroht, in der Meerenge eine Maut zu erheben. Nur kurze Zeit später kassierte er die Pläne jedoch wieder ein. (dpa)
06:23 Uhr
Samstag, 15. August
Iran: Keine Entscheidung über neue Verhandlungen mit den USA
Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Aussenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die vor rund zwei Monaten getroffene Absichtserklärung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse. Araghtschi erklärte, die Vermittler Pakistan und Katar stünden weiter mit dem Iran in Kontakt. Die zuvor bestehenden Kanäle seien allerdings nicht mehr da, ein neuer Kanal müsste eingerichtet werden. (dpa)
06:21 Uhr
Samstag, 15. August
Erneut Schiff der Emirate in Strasse von Hormus angegriffen
Erneut ist ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc in der Strasse von Hormus angegriffen worden. Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien vom Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf. (dpa)
20:33 Uhr
Freitag, 14. August
Israelische Siedler belagern Palästinenser im Westjordanland
Radikale israelische Siedler halten sich palästinensischen und israelischen Berichten zufolge weiterhin in der Nähe von palästinensischen Wohnhäusern im Dorf Kusra im nördlichen Westjordanland auf. Der Dorfvorsteher Abdul Asim al-Wadi sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie belagerten die Häuser weiterhin.
Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, rund 15 Palästinenser seien weiterhin in ihren Häusern eingeschlossen. Die Bewohner harren dort dem Bericht zufolge derzeit unter schwierigen Bedingungen aus. Palästinensischen Angaben zufolge sind auch zwei Kinder im Alter von vier und zehn Jahren betroffen. Israelische Medien meldeten, die Siedler seien am Morgen in die Gegend zurückgekehrt.
Aktivisten bringen Lebensmittel
Mehrere Medien sowie Kusras Dorfvorsteher berichteten weiterhin, dass israelische und internationale Aktivisten mit Lebensmitteln und Getränken für die Palästinenser in die Gegend gekommen seien. Israelische Sicherheitskräfte hätten sie aber nicht zu den Häusern gelassen. Israels Militär sagte auf Anfrage, allen israelischen Staatsbürgern sei der Zutritt zu Kusra untersagt. Auf einem Video des Militärs war zugleich zu sehen, wie ein palästinensischer Einwohner einige der in der Gegend abgelegten Güter einsammelt.
Seit Sonntag belagern radikale israelische Siedler die Häuser. Von palästinensischer Seite hatte es am Donnerstag geheissen, die Bewohner seien von Israel zur Evakuierung gezwungen worden, das israelische Militär teilte daraufhin mit, die palästinensischen Einwohner sollten in ihren Häusern bleiben. Israelische und palästinensische Medien berichteten unter Berufung auf die Bewohner, dass israelische Soldaten in der Zwischenzeit Schäden in den Häusern angerichtet und dort Geld gestohlen haben sollen. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe dem nach. (dpa)
14:29 Uhr
Donnerstag, 13. August
US-Botschafter verurteilt Vorgehen israelischer Siedler
US-Botschafter Mike Huckabee hat das Vorgehen israelischer Siedler gegen eine palästinensisch-amerikanische Familie im besetzten Westjordanland scharf verurteilt. Er bezeichnete die Belagerung ihres Hauses im Dorf Kusra als «schrecklichen Terrorakt». Seit Sonntag hätten sich Siedler vor dem Haus versammelt, Bewohner bedrängt und sie daran gehindert, das Gebäude zu verlassen, berichteten örtliche Vertreter und Familienmitglieder.
Nach Angaben des Hauseigentümers, der sich im US-Bundesstaat Ohio aufhält, harrten sein 48 Jahre alter Bruder und dessen Sohn mehrere Tage in dem Gebäude aus und hatten zeitweise keinen Zugang zu Lebensmitteln oder Wasser. Am Donnerstagmorgen seien die beiden schliesslich vom israelischen Militär in Sicherheit gebracht worden, sagte der Bruder. Zuvor hätten Gruppen von zeitweise Dutzenden Männern Steine geworfen und versucht, eine nahe gelegene Steinmauer einzureissen.
Das israelische Militär teilte mit, Soldaten hätten in der Nacht zum Donnerstag zwei «illegale Aussenposten» der Siedler am Rand von Kusra und einem Nachbardorf geräumt und einen Israeli festgesetzt. Zudem seien weitere Soldaten in das Gebiet geschickt worden. Huckabees Äusserung war ungewöhnlich scharf: Der US-Botschafter in Israel gilt als langjähriger Verbündeter der Siedlerbewegung und hat sich in der Vergangenheit für eine israelische Kontrolle über das besetzte Westjordanland ausgesprochen, zugleich aber Gewalt von Siedlern verurteilt. (dpa)
13:55 Uhr
Donnerstag, 13. August
Senatoren fordern Aufklärung zu Lage auf US-Kriegsschiff
Nach alarmierenden Berichten über die Zustände auf dem in Nahost eingesetzten Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» fordern Mitglieder des US-Senats Aufklärung. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte auf dem schwimmenden Luftwaffenstützpunkt zu unterstützen, schrieb der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, auf X. «Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln.»
Der Demokrat hat eine offizielle Anfrage als Mitglied des Senatskomitees für die US-Streitkräfte an Verteidigungsminister Pete Hegseth und Marine-Staatssekretär Hung Cao gerichtet. Darin heisst es, die «Abraham Lincoln» habe seit nunmehr fast sieben Monaten am Stück keinen Hafen mehr angelaufen – eine Rekorddauer, die für die Besatzung offenbar spürbar zur Belastung wird. Es gebe zahlreiche Berichte über Probleme etwa bei der Grundversorgung und den Sanitäranlagen auf dem Schiff, so Blumenthal.
Fehlende Seife und verstopfte Klos sind demnach nicht einmal das schlimmste Problem: Bei Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen, heisst es. Es seien «Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Aussendecks» geäussert worden und, ebenfalls unschön für die Besatzung: Störungen im Postverkehr hätten dazu geführt, dass viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete über Monate auf dem Transportweg verloren gegangen seien.
Auf Blumenthals Fragen, etwa wie die Regierung mit der wachsenden Ermüdung und Belastung der Truppe auf der «Abraham Lincoln» umgehen werde, sollen die adressierten Ressorts bis zum 27. August antworten.
Sein demokratischer Senatskollege aus Arizona, Ruben Gallego, kündigte an, den Flugzeugträger mit einer parteiübergreifenden Delegation besuchen zu wollen, um die Lage in Augenschein zu nehmen. «Die Geschichten von Besatzungsmitgliedern, die damit drohen, vom Schiff zu springen, sind ein erschreckendes Alarmläuten dafür, wie schlimm die Situation geworden ist», schrieb er auf X. Trumps Umgang mit seinen Marinetruppen sei «nicht nur abstossend, sondern auch gefährlich», kritisierte Gallego. «Diese Seeleute haben ein Anrecht darauf zu wissen, wann sie nach Hause zurückkehren werden.»
Mit der aus dem Südchinesischen Meer abgezogenen «USS Abraham Lincoln» und ihren Begleitschiffen hatte das US-Militär bereits Anfang Januar seine Präsenz in Nahost ausgebaut. Am 28. Februar hatten die USA und Israel Militärschläge gegen den Iran begonnen. Seither ist der Flugzeugträger im Arabischen Meer im Einsatz, um die US-Seeblockade gegen Schiffe durchzusetzen, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. (dpa)
07:31 Uhr
Donnerstag, 13. August
Taliban nehmen zwei Mitarbeiter von UN-Mission in Afghanistan fest
Die Taliban in Afghanistan haben zwei afghanische Mitarbeiter der UN-Hilfsmission für Afghanistan (UNAMA) festgenommen. Das teilten die Vereinten Nationen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Der Geheimdienst der Taliban nahm die beiden Mitarbeiter am Sonntag in der westafghanischen Stadt Herat fest, sagte der stellvertretende UN-Sprecher Farhan Haq. Die UN-Mission sei weder über die Vorwürfe gegen die beiden Männer informiert worden noch habe sie Zugang zu ihnen erhalten.
Die Mission forderte die Taliban auf, «die Einhaltung der Privilegien und Immunitäten der Vereinten Nationen und ihrer Mitarbeiter sicherzustellen», sagte Haq.
Die Taliban hatten am 15. August 2021 die Macht übernommen, als sich US- und Nato-Truppen nach zwei Jahrzehnten Krieg aus Afghanistan zurückzogen. Das Mandat der UN-Mission umfasst unter anderem die Förderung und Unterstützung humanitärer Hilfe für die afghanische Bevölkerung, die Förderung der Menschenrechte und der Gleichstellung von Frauen und Mädchen sowie einer inklusiven Regierungsführung und wirtschaftlichen Stabilität.
Fereshta Abbasi, Afghanistan-Expertin bei Human Rights Watch, sagte, die Festnahme «bedroht die Arbeit der Vereinten Nationen in ganz Afghanistan und ihre Fähigkeit, lebensrettende Hilfe zu leisten». Sie forderte die Taliban auf, die beiden Männer freizulassen. (dpa)
06:37 Uhr
Donnerstag, 13. August
Geplante Gebühr für Strasse von Hormus: Iran verweist auf Umweltschäden
Der Iran verweist bei seinem Plan, für die Durchfahrt der Strasse von Hormus künftig eine Gebühr zu kassieren, auf die von passierenden Schiffen verursachten Umweltschäden. Die massive und über Jahrzehnte entstandene Verschmutzung des Persischen Golfs und des Golfs von Oman hätten im Iran Schäden in Höhe von Billionen Dollar verursacht, behauptete der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X.
Die Parteien, die vom Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus profitierten, hätten eine rechtliche und moralische Verpflichtung, zur Behebung der Umweltschäden beizutragen, schrieb er weiter. Die Verbesserung der Umweltbedingungen müsse wesentlich für jede künftige Verwaltung der wichtigen Wasserstrasse sein. Welche Umweltschutzmassnahmen ihm vorschwebten, erläuterte der Sprecher allerdings nicht.
Baghai wies als Beispiel auf eine jüngste Ölverschmutzung entlang der Küste der in der Meerenge liegenden iranischen Insel Qeschm hin. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge sei ein ausländischer Frachter dafür verantwortlich. Genauere Angaben machte er dazu nicht.
Die Öffnung der faktisch durch den Iran blockierten Strasse von Hormus ist inzwischen eine der Schlüsselfragen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Der iranische Machtapparat betont, er wolle in Abstimmung mit dem Oman, dem anderen Anrainerstaat, eine Gebühr von Schiffen kassieren, die die Meerenge passieren. Die USA lehnen eine Maut vehement ab.
Noch vor kurzem hatte US-Präsident Donald Trump den Iran gewarnt, das Land werde sehr hart getroffen, sollte die für den globalen Handel mit Öl, Flüssiggas und Dünger wichtige Meerenge nicht bald geöffnet werden. Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge weitestgehend ungestört.
Umweltschützer weisen regelmässig darauf hin, dass aufgrund des Iran-Kriegs die Gefahr gross sei, dass Schiffe beschädigt oder getroffen werden. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass Öl von einem vor der Küste des Omans auf Grund gelaufenen Tankers, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird, das Festland des Omans erreicht hat.
Die Strasse von Hormus und die angrenzenden Gewässer des Persischen Golfs und des Golfs von Oman beherbergen laut Greenpeace empfindliche Ökosysteme wie Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen, die zahlreichen Arten als Lebensgrundlage dienen. Bei einer Ölhavarie könnte zudem die Wasserversorgung von Millionen Menschen gefährdet sein, da viele Golfstaaten auf Entsalzungsanlagen setzen. (dpa)
13:41 Uhr
Mittwoch, 12. August
Wird die Waffenruhe verlängert?
Die im Zuge des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe soll nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlängert werden. Die Verlängerung könne weitere 60 oder sogar 90 Tage umfassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit den Gesprächen vertrauten Personen. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt.
Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert wird. (dpa)
06:22 Uhr
Mittwoch, 12. August
Trump: USA haben Strasse von Hormus vollständig unter Kontrolle
Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump die vollständige Kontrolle über die Strasse von Hormus. «Wir haben die Strasse von Hormus vollständig unter Kontrolle», sagte Trump am Dienstagabend nach einer Reise nach Ohio vor Journalisten. «Niemand sonst. Nur wir.» Trump sagte zudem: «Iran geht es gut, wirklich absolut gut.» Einzelheiten dazu nannte er nicht.
Die Äusserungen fielen vor dem Hintergrund anhaltender Angriffe des Irans auf Schiffe in der Meerenge. Dadurch ist der Schiffsverkehr dort weitgehend zum Erliegen gekommen. (dpa)
15:45 Uhr
Dienstag, 11. August
Iran: USA für die verzwickte Situation bei der Strasse von Hormus verantwortlich
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi sieht den Schlüssel zur Öffnung der Strasse von Hormus in Washington. Solange die USA die von Iran genannten Bedingungen nicht erfüllten, bleibe die Meerenge geschlossen, sagte Araghtschi am Dienstag. Der Iran habe im Krieg gegen die USA und Israel die ganze Welt in Erstaunen versetzt und bewiesen, «dass er eine starke und unbesiegbare Macht ist». (dpa)
11:35 Uhr
Dienstag, 11. August
Libyen meldet Drohnenangriffe auf Ölanlagen
Eine Ölraffinerie in Westlibyen ist nach Angaben der staatlichen libyschen Ölgesellschaft NOC in den vergangenen Tagen mehrfach mit Drohnen angegriffen worden. Die Angriffe auf die Anlage in der Stadt al-Sawija westlich der Hauptstadt Tripolis könnten nach Angaben von NOC zur Einstellung des Betriebs führen.
Seit Sonntag sei die Raffinerie mindestens dreimal Ziel von Drohnenangriffen gewesen, teilte NOC mit. Bei einem Angriff am Montagabend brach demnach ein Feuer aus, nachdem eine Drohne einen Tank mit rund 4,5 Millionen Litern Treibstoff getroffen hatte. Einige Stunden später sei die Anlage erneut mit einer Drohne angegriffen worden. Verletzte oder Schäden soll es nicht gegeben haben.
Sollten die Angriffe andauern, werde die NOC gezwungen sein, den sogenannten Fall höherer Gewalt auszurufen und den Betrieb der Raffinerie einzustellen, hiess es. Die Ölgesellschaft forderte die zuständigen Behörden auf, die Angriffe zu untersuchen und die Verantwortlichen strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.
Das libysche Öl- und Gasministerium verurteilte die Angriffe als kriminelle Handlungen. Sie stellten eine unmittelbare Bedrohung für die nationale und wirtschaftliche Sicherheit des Landes sowie für die Sicherheit der Bevölkerung dar.
Die Sicherheitslage in Libyen in Nordafrika ist nach Jahren des Bürgerkriegs weiter angespannt. Bis heute kämpfen zahlreiche Milizen um Einfluss und Ressourcen. Ölanlagen sind in Libyen immer wieder ein Machtinstrument. Bewaffnete Gruppen und Protestierende haben wiederholt den Betrieb von Ölfeldern und anderen Anlagen gestört. (dpa)
06:32 Uhr
Dienstag, 11. August
Für Trump ist die Strasse von Hormus wieder offen
Für US-Präsident Donald Trump scheint das Ringen um eine Öffnung der Strasse von Hormus gemessen an seinen jüngsten Äusserungen beendet zu sein. Nach einer Minenräumung sei die Meerenge für Schiffe wieder befahrbar und werde «zu 100 Prozent» von den USA kontrolliert, sagte er im Weissen Haus. Gelegentlich lege der Iran zwar eine Mine ab, die werde dann aber gefunden und unschädlich gemacht. Darüber hinaus verlangte Trump Entschädigungszahlungen von der Führung in Teheran.
Der Iran, der Handelsschiffe unter anderem mit Drohnen bedroht, reagierte zunächst nicht auf die Aussagen. Zuletzt hatte die Islamische Republik eine Öffnung der Seestrasse von Zugeständnissen der USA und ihrer Verbündeten abhängig gemacht und beabsichtigt, Gebühren für eine Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben. Erst am Sonntag hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) berichtet, die Bedrohungslage in der Meerenge bleibe durch die Angriffe der mächtigen iranischen Revolutionsgarden auf Handelsschiffe und weitere Schikanen ernst.
Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Strasse von Hormus, über die ein Grossteil der Ölexporte aus den Golfstaaten abgewickelt wird. Der Nationale Sicherheitsrat des Irans verlangte dafür neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen die Islamische Republik, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region unter anderem eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden. All diese Forderungen hatte der Iran bereits früher als Bedingungen für Verhandlungen mit den USA genannt.
Vor dem Krieg war die Schifffahrt weitgehend ungestört
Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Strasse von Hormus transportiert, die auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger zentral ist.
Nach Kriegsbeginn brachte der Iran mit Drohungen und Angriffen auf Schiffe den Schiffsverkehr fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an. Ziel der US-Regierung ist es laut Vizepräsident JD Vance, beim Öl- und Gastransport durch die Strasse von Hormus wieder das Vorkriegsniveau herzustellen.
Trump verlangt Entschädigungszahlungen von Teheran
Zudem machte Trump - so wie auch die iranische Führung schon seit längerem - Entschädigungszahlungen zur Bedingung für weitere Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts. Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, der Iran solle für jedes Opfer zahlen, dessen Tod oder Verletzung der Machtapparat in Teheran zu verantworten habe. Zudem müssten die Familien von Demonstranten entschädigt werden, die in den vergangenen 50 Jahren getötet worden seien.
Trump forderte darüber hinaus, der Iran solle für Tötungen und Schäden im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Gaza zur Rechenschaft gezogen werden. Er habe seine Vertreter angewiesen, diesen Punkt nachdrücklich in alle künftigen Verhandlungen einzubringen. Zur Höhe der Forderungen machte der Republikaner keine Angaben.
Wadephul fordert bedingungslose Öffnung der Seestrasse
Derweil forderte Bundesaussenminister Johann Wadephul den Iran in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi auf, «endlich konstruktiv in Verhandlungen mit den Nachbarn in der Region und den USA einzutreten, um den Konflikt zu beenden». Die Strasse von Hormus müsse bedingungslos geöffnet werden, um freie und sichere Schifffahrt für alle zu gewährleisten, schrieb er auf der Plattform X.
Der Iran scheint dem US-Druck jedoch nicht nachzugeben - im Gegenteil: Aussenamtssprecher Ismail Baghai schrieb auf X, US-Finanzminister Scott Bessent habe damit geprahlt, den Iran durch Wirtschaftssanktionen «zu ersticken». Wann immer die US-Regierung unfähig sei, diplomatische Wege zu beschreiten, flüchte sie sich in Sanktionen und lege dann immer weitere nach. «Es ist eine Sucht, die das Denken selbst verdrängt hat», höhnte Baghai.
Bessent hatte Anfang Mai gesagt, die USA würden den Iran durch wirtschaftlichen und finanziellen Druck «ersticken». Zuletzt hatte die US-Regierung Ende Juli den Druck auf das Land durch neue Sanktionen verschärft.
Teheran benennt neue militärische Führung
Derweil bestimmte der Iran sechs militärische Führungspersonen neu. Die Dekrete zu den Neubesetzungen wurden auf einem Telegram-Kanal veröffentlicht, der Nachrichten des obersten iranischen Führers Mojtaba Khamenei verbreitet. Zwei Personalien stechen hervor: So wird Ahmad Wahidi in den Rang eines Generals befördert und formal zum Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden erkoren. Diese Rolle hatte er faktisch bereits seit der Tötung seines Vorgängers. Zudem bekommen die paramilitärischen Basidsch-Milizen mit dem Geheimdienstveteran Hossein Taeb einen neuen Chef.
Nachdem bei amerikanisch-israelischen Luftangriffen insbesondere zu Beginn des Iran-Kriegs gezielt militärische Führungspersönlichkeiten im Land getötet worden waren, könnten die Neubesetzungen dazu dienen, mehr strukturelle Ordnung in die Führung zu bringen. Zudem lassen sich die Ernennungen als Zeichen dafür deuten, dass Teheran womöglich von einem akuten Krisenmodus in Richtung Formalisierung und Konsolidierung des Machtapparats übergeht.
Iranische Medien zeigten Bilder der Ernennungszeremonie, auf denen Khamenei jedoch nicht zu sehen ist. Seit seiner Ernennung zum neuen obersten Führer vor mehr als vier Monaten ist er nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Seither wird viel über seinen Verbleib und auch seinen Gesundheitszustand spekuliert. (dpa)
20:56 Uhr
Montag, 10. August
Trump weist iranische Entschädigungsforderungen zurück
US-Präsident Donald Trump hat Forderungen Teherans nach Reparationen für Kriegsschäden zurückgewiesen. Die iranischen Unterhändler hätten bis vor Kurzem keine Entschädigungszahlungen für die US-israelischen Angriffe auf das Land seit dem 28. Februar gefordert, erklärte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Es handele sich jedoch um eine «interessante Idee». Er werde nun seinerseits die US-Unterhändler anweisen, vom Iran Kompensation für die Opfer in verschiedenen Konflikten einzufordern.
Zudem solle der Iran Entschädigungen an die Familien von «Hunderttausenden Protestteilnehmern» zahlen, die in den vergangenen 50 Jahren getötet worden seien. Allein 52'000 seien es in den vergangenen fünf Monaten gewesen, schrieb Trump, ohne kenntlich zu machen, worauf diese Angabe basiert.
Die US-Regierung macht vom Iran unterstützte Extremisten für Tötungen und Verletzungen von Hunderten US-Bürgern in den vergangenen Jahrzehnten verantwortlich. (dpa)
15:46 Uhr
Montag, 10. August
Siedlerangriffe: Israels Militär sperrt Ort im Westjordanland ab
Nach einer Reihe von Angriffen israelischer Siedler hat Israels Militär den Ort Taybeh abgeriegelt. Weder Siedler noch andere Menschen, die dort nicht leben, dürften die geschlossene militärische Zone um das mehrheitlich von Christen bewohnte Dorf betreten, teilten die Streitkräfte am Montag mit. Für dort lebende Palästinenser und Journalisten gelte das seit Sonntag geltende Verbot nicht. Verdächtige werde man festnehmen und Versammlungen auflösen, um den Frieden zu wahren, hiess es vom Militär.
Östlich und westlich von Taybeh liegen israelische Siedlungen. Immer wieder kam es in dem Ort zu Brandstiftung und Vandalismus, Taten, für die Siedler verantwortlich gemacht wurden.
Auch in anderen Teilen des Westjordanlandes war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Angriffen von Siedlern auf Palästinenser gekommen. Seit Beginn des Jahres wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Ramallah mindestens 87 Palästinenser von Siedlern oder israelischen Soldaten getötet. Den israelischen Sicherheitskräften wird vorgeworfen, nicht entschlossen und schnell genug gegen extremistische Siedler vorzugehen. Ein Grossteil der internationalen Gemeinschaft stuft die Siedlungen in Gebieten, die die Palästinenser als Teil eines künftigen Staates für sich beanspruchen, als illegal ein. (dpa)
14:41 Uhr
Sonntag, 9. August
Huthi-Rebellen melden Angriffe in Saudi-Arabien und im Jemen
Die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen verschärfen sich weiter. Die islamistischen Rebellen haben nach eigenen Angaben eine Raffinerie des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco im Südwesten Saudi-Arabiens in der Region Dschasan attackiert. Ein Militärsprecher der Huthi erklärte, der Drohnenangriff auf die Anlage sei ein «präziser Treffer» gewesen. Die Miliz begründete den Angriff mit einer angeblichen Verletzung des Luftraums im Jemen durch saudische Drohnen.
Das saudische Energieministerium bestätigte, dass an einer Aramco-Anlage in Dschasan ein Feuer ausgebrochen sei. Einsatzkräfte hätten den Brand gelöscht, Verletzte habe es nicht gegeben. Zur Brandursache machte das Ministerium aber keine Angaben.
Die Huthi-Rebellen teilten auch mit, im Westen des Jemen eine grossangelegte Militäroperation gestartet zu haben. Dabei seien zahlreiche Raketen und Drohnen gegen Truppenansammlungen und Waffenlager in der von der Regierung kontrollierten Region Mocha eingesetzt worden. Waffen und Ausrüstung seien zerstört und Dutzende Menschen verletzt oder getötet worden, darunter auch saudische Staatsbürger. Ein Mitarbeiter des jemenitischen Informationsministeriums bestätigte den Angriff und sagte der Nachrichtenagentur dpa, an Hafenanlagen seien Sachschäden entstanden. Zuvor hatte es Medienberichte über Angriffe der Huthi-Miliz auf den Hafen Mocha im Westen des Jemen gegeben. Angaben zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor. (dpa)
06:59 Uhr
Sonntag, 9. August
Schnelle Wiedereröffnung der Strasse von Hormus ungewiss
Eine schnelle Wiedereröffnung der Strasse von Hormus ist weiter nicht gesichert. Der Iran stellt dafür Forderungen an die USA, die für Washington inakzeptabel sein dürften. Aussenminister Abbas Araghtschi sagte, auch wenn bei den Verhandlungen über die Meerenge zwischen dem Iran und Oman eine Einigung nah sei, müssten die USA Zugeständnisse machen. US-Vizepräsident JD Vance sagte dem Sender Fox News dagegen, Teheran habe noch nicht alle Forderungen der amerikanischen Regierung erfüllt. Allerdings seien in den vergangenen Tagen Fortschritte bei den Verhandlungen erzielt worden.
US-Präsident Donald Trump hatte vorige Woche die nach seinen Angaben bislang heftigste Welle von Angriffen auf den Iran abgesagt - kurz vor Beginn der geplanten Attacken, mit denen er die Blockade brechen wollte. (dpa)
06:55Uhr
Sonntag, 9. August
Der Iran stellte Forderungen
Der Iran stellt Forderungen für eine Wiedereröffnung der faktisch blockierten Strasse von Hormus: Die Vereinigten Staaten dürften die Islamische Republik nie wieder bedrohen, hiess es in einer von iranischen Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrats. Zudem müssten sie den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region endgültig beenden. Als weitere Bedingung nannte der Rat, die USA müssten die Seeblockade iranischer Häfen aufheben und ihre Streitkräfte aus dem Gebiet abziehen, wie der regierungstreue Sender Press TV aus der Erklärung zitierte. Ausserdem müssten sie den Iran für Kriegsschäden vollständig entschädigen, Sanktionen aufheben und eingefrorene Vermögenswerte «bedingungslos» freigeben. Von diesen Forderungen werde der Rat nicht abweichen, hiess es weiter. Die USA müssten ihr Verhalten tatsächlich ändern.
Vonseiten der US-Regierung gab es zunächst keine direkte Reaktion auf die neuen iranischen Forderungen. (dpa)
06:58 Uhr
Samstag, 8. August
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat die Raketenangriffe der vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und auf Handelsschiffe aus dem Königreich verurteilt. Die Attacken bedrohten die Sicherheit in der Region und die Freiheit des Schiffsverkehrs, hiess es in einer in der Nacht veröffentlichten Stellungnahme der Mitgliedsländer des mächtigsten UN-Gremiums. Die Huthi-Miliz wurde darin aufgefordert, von einer Eskalation abzusehen. Stattdessen sollten bestehende Dialogkanäle genutzt werden.
Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, schrieb auf der Plattform X, derzeit sei das Risiko eines neuen Grosskonflikts höher als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der von den UN vermittelten Waffenruhe im April 2022. Es bestehe die Gefahr, dass das Land in eine umfassendere regionale Konfrontation hineingezogen werde - mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi war vor einigen Wochen mit Luftangriffen auf die von der Miliz kontrollierte Hauptstadt Sanaa aufs Neue eskaliert. Jüngst griffen die Huthi auch mehrere saudi-arabische Schiffe an oder zwangen sie zumindest zu Kurswechseln.
In der Nacht zu Freitag attackierten die Islamisten auch Ziele direkt in Saudi-Arabien, dabei wurden mindestens elf Menschen verletzt. Bei weiteren Huthi-Angriffen in der jemenitischen Provinz Marib wurden nach Regierungsangaben mindestens zwei Zivilisten getötet.
Der Konflikt droht auch eine Friedenslösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran zu erschweren. Zum einen wird der regionale Konflikt auf einen weiteren Schauplatz erweitert. Zum anderen steigt der Druck auf die USA und Saudi-Arabien, die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe militärisch zu vergelten. (dpa)
14:04 Uhr
Freitag, 7. August
Neuer Militärpakt beschlossen
Inmitten wachsender Spannungen am Golf haben die Atommacht Pakistan, der Nato-Staat Türkei und die einflussreiche Golfmonarchie Saudi-Arabien einen weitreichenden gemeinsamen Verteidigungspakt unterzeichnet. Bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der Länder im saudi-arabischen Mekka sei der sogenannte «Mekka Verteidigungspakt» geschlossen worden, hiess es in Mitteilungen des pakistanischen Aussenministeriums und der saudi-arabischen staatlichen Nachrichtenagentur SPA. (dpa)
06:38 Uhr
Freitag, 7. August
Saudi-Arabien bereitet sich auf Huthi-Angriffe vor
Saudi-Arabien bereitet sich Berichten zufolge auf mehrere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die ebenfalls vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen vor. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudi-arabischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe. Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthis planen, den Golfstaat «in sehr naher Zukunft» unter Anleitung von Irans mächtigen Revolutionsgarden anzugreifen.
Der saudi-arabische Beamte sagte laut CNN weiter, durch die geplanten Angriffe sollten Fortschritte in den Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs untergraben werden. Potenzielle Ziele seien überwiegend «zivile und wirtschaftliche Einrichtungen» wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen.
In der Nacht wurden nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses im Jemen bei Angriffen der Huthi mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt. Bereits am Mittwoch hatte die Miliz nach eigenen Angaben erneut einen saudischen Öltanker im Golf von Aden angegriffen. (dpa)
20:58 Uhr
Donnerstag, 6. August
US-Beamter: Temporäre Fahrt durch Strasse von Hormus mautfrei
Schiffe sollen bei einer möglichen Übergangslösung für die Strasse von Hormus die Meerenge nach Darstellung aus dem Weissen Haus gebührenfrei befahren können. «Alle temporären Routen werden ohne jegliche Hindernisse befahrbar sein – das heisst, es sind keine Genehmigungen oder Erlaubnisse erforderlich und es werden keine Mautgebühren oder Gebühren erhoben», betonte ein ranghoher US-Beamter auf Anfrage. Er verwies darauf, dass die Meerenge eine internationale Wasserstrasse sei.
Derzeit kontrolliert der Iran weiterhin die Strasse von Hormus, die normalerweise eine wichtige Route für den Export von Öl und Flüssiggas aus den Golfstaaten ist.
Der Iran steht nach eigenen Angaben kurz vor einer Einigung mit dem Oman über die Schifffahrt durch die Meerenge. Mit Blick auf eine Öffnung der Meerenge soll der Iran übereinstimmenden Berichten zufolge eine Art Rundkurs ins Spiel gebracht haben: Schiffe könnten dabei auf einer nördlichen Route durch die Meerenge in den Persischen Golf einfahren und ihn auf einer südlichen Route entlang der Küste des Omans wieder verlassen. An den Verhandlungen der beiden Golfstaaten sollen die USA nicht beteiligt gewesen sein.
Es soll sich um eine Übergangslösung handeln, während der vom Iran verlegte Seeminen beseitigt werden könnten. Der Streit um die Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, sind wesentliche Gründe, warum der Krieg zwischen den USA und dem Iran zuletzt wieder eskalierte. Vor Ausbruch des Krieges Ende Februar konnten Schiffe ungehindert durch die Meerenge fahren. (dpa)
13:25 Uhr
Donnerstag, 6. August
Israel klagt Siedler wegen Tötung eines Palästinensers an
Die israelische Staatsanwaltschaft hat einen Siedler wegen der Tötung eines Palästinensers im vergangenen Jahr im Westjordanland angeklagt. Jinon L. wird fahrlässige Tötung des bekannten palästinensischen Aktivisten Awdah Hathaleen vorgeworfen, wie aus der am Donnerstag eingereichten Anklageschrift hervorgeht. Weitere Anklagepunkte sind bewaffneter Hausfriedensbruch und vorsätzliche Sachbeschädigung.

Dass die israelische Justiz wegen Gewalttaten an Palästinensern gegen Siedler im Westjordanland vorgeht, kommt selten vor, vor allem in den vergangenen Jahren. Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem ist es die erste Anklage gegen einen Israeli wegen der Tötung eines Palästinensers im Westjordanland seit dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Terrorangriffs unter Führung der Hamas auf Israel. Seitdem seien in dem Gebiet mindestens 1100 Palästinenser von israelischen Siedlern und Soldaten getötet worden, erklärte die Organisation.
2024 mit Sanktionen belegt
Der Angeklagte ist einer von mehreren Siedlern, gegen die die Vereinigten Staaten und andere westliche Staaten im Jahr 2024 wegen Vorwürfen der Gewalt gegen Palästinenser bereits Sanktionen verhängt hatten. US-Präsident Donald Trump hob die US-Sanktionen nach seinem Amtsantritt im folgenden Jahr auf.
Hathaleen war eine prominente Stimme im Kampf gegen die Gewalt der Siedler und wirkte an dem im Jahr 2025 mit dem Oscar ausgezeichneten Film «No Other Land» mit, der den Kampf palästinensischer Bewohner um den Schutz ihrer Häuser und Dörfer dokumentierte. Als Lehrer und Vater von drei Kindern beherbergte er oft internationale Aktivisten und Würdenträger in seinem Haus.
Seine öffentliche Bekanntheit und die Videos, die den Moment der mutmasslichen Schüsse festhielten, lösten weltweit Forderungen nach einer strafrechtlichen Verfolgung des verdächtigen Siedlers aus. (dpa)
19:00 Uhr
Mittwoch, 5. August
Huthi melden Angriff auf saudischen Öltanker
Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben erneut einen saudischen Öltanker im Golf von Aden angegriffen und zur Umkehr gezwungen. Unabhängig bestätigt sind die Angaben bislang nicht. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO meldete zuvor eine Explosion nahe eines Tankers vor der jemenitischen Küste. Verletzt wurde niemand, Umweltschäden wurden zunächst nicht festgestellt.
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs haben die Huthi ihre Angriffe auf saudische Tanker wieder verstärkt. Die Attacken schüren Sorgen um die Sicherheit der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, über die rund zehn Prozent des weltweiten Seehandels abgewickelt werden. Bereits ab 2023 hatten Huthi-Angriffe den internationalen Schiffsverkehr in der Region erheblich beeinträchtigt. (dpa)
16:38 Uhr
Mittwoch, 5. August
Kreise: Vorläufige Einigung von Oman und Iran zu Strasse von Hormus
Iranische und omanische Unterhändler sollen sich nach Angaben von Regierungsvertretern aus der Region in Grundzügen auf eine Vereinbarung zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus geeinigt haben. Von iranischer Seite stehe noch die endgültige Zustimmung des Obersten Führers, Ajatollah Mojtaba Khamenei, aus, sagten zwei über den Stand der Verhandlungen informierte Quellen am Mittwoch der Nachrichtagentur AP.
Das mögliche Abkommen könnte demnach eine vorübergehende Lösung im Streit um die Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus darstellen. Denn es knüpfte an die im Juni zwischen den USA und dem Iran erzielte - und letztlich gescheiterte - Vereinbarung an, die darauf abzielte, die Kämpfe zu beenden und die Strasse von Hormus wieder zu öffnen. Das neue Abkommen soll den informierten Quellen zufolge den Weg für die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran ebnen, um eine endgültige Einigung über das Atomprogramm Teherans zu erzielen.
Kern der Einigung zwischen dem Iran und Oman ist demnach, dass Schiffe über eine vom Iran kontrollierte Route in den Persischen Golf einlaufen und ihn über eine von Oman kontrollierte Route wieder verlassen. Für die Gewährleistung der Sicherheit und den Schutz des Meeres würden Dienstleistungsgebühren erhoben, sagten die regionalen Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, der AP.
Eine offizielle Bestätigung aus dem Oman und dem Iran zu dem vorläufigen Abkommen lag zunächst nicht vor.
Die Regierung unter Donald Trump hatte zuvor jegliches Abkommen ausgeschlossen, das dem Iran die Kontrolle über die Meerenge einräumen würde, die vor dem Krieg eine offene internationale Wasserstrasse war. Trump hatte diese Position am Montag bekräftigt: «Ich werde nicht zulassen, dass sie Gebühren erheben. Wenn irgendjemand Gebühren erhebt, werden wir das tun.» (dpa)
15:40 Uhr
Mittwoch, 5. August
Libanon: Israel ordnet Flucht an und greift erneut an
Israels Armee hat erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe im Juni die Bewohner des südlibanesischen Dorfs al-Mansuri zur Flucht aufgefordert und anschliessend Angriffe im Südlibanon durchgeführt. Als Grund nennt das Militär einen «eklatanten Verstoss» der Hisbollah gegen das Waffenruhe-Abkommen, ohne nähere Details zu nennen.
Nach Angaben von Augenzeugen verliessen viele Bewohner aus Angst den Ort in Richtung Tyrus. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, Teile von al-Mansuri stünden unter israelischer Kontrolle. Die libanesische Regierung und die Hisbollah betrachten die von Israel eingerichtete Sicherheitszone als völkerrechtswidrige Besetzung.
Seit der neuen Waffenruhe vom 19. Juni haben die Kämpfe zwar abgenommen, Israel führt jedoch weiterhin Angriffe gegen mutmassliche Hisbollah-Ziele im Südlibanon durch. Die libanesische Regierung und Israel streben einen Friedensprozess an, den die Hisbollah ablehnt. (dpa)
15:00 Uhr
Mittwoch, 5. August
Zweifel an schneller Öffnung der Strasse von Hormus
Trotz positiver Signale aus Washington und Teheran bestehen Zweifel an einer raschen Öffnung der Strasse von Hormus. US-Präsident Donald Trump sprach von einer Einigung innerhalb weniger Tage, während der Iran betonte, Gespräche mit Oman verliefen zwar erfolgreich, eine schnelle Freigabe der Meerenge sei aber nicht gesichert.
Diskutiert wird eine vorübergehende Lösung mit getrennten Ein- und Ausfahrtrouten, um vom Iran verlegte Seeminen zu räumen. Die strategisch wichtige Meerenge bliebe jedoch ein Druckmittel Teherans, das den Schiffsverkehr weiterhin beeinflussen könnte.
Experten weisen darauf hin, dass Alternativen zur Route – etwa Pipelines – hohe Investitionen erfordern und kurzfristig keine Lösung darstellen. Auch Europas Energieversorgung wäre betroffen.
Zweifel bestehen zudem an einer dauerhaften Einigung: Frühere Vereinbarungen scheiterten, der Konflikt zwischen den USA und dem Iran dauert inzwischen rund fünf Monate an. Beobachter vermuten, Trump könnte einen Kompromiss als politischen Erfolg darstellen, warnen jedoch vor einer erneuten Eskalation. (dpa)
10:16 Uhr
Mittwoch, 5. August
Huthi-Miliz greift saudischen Tanker an
Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben einen weiteren saudischen Tanker angegriffen. Sie habe mit Raketen den 180 Meter langen Öltanker «NCC Wafa» in der Nähe von Janbu im Roten Meer angegriffen, teilte ihr Militärsprecher Jahja Sari mit. Über den Hafen Janbu in Saudi-Arabien bringt das Königreich derzeit einen grossen Teil seines Öls an den Weltmarkt, um die blockierte Strasse von Hormus zu umgehen. (dpa)
06:06 Uhr
Mittwoch, 5. August
Übergangsdeal in der Strasse von Hormus?
Im Iran-Krieg stehen die USA, der Iran und der Oman gemäss dem US-Portal «Axios» kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der Strasse von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtet «Axios» unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion.
US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am Donnerstag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview ausserdem, man führe «sehr gute» Gespräche.
«Axios» schrieb weiter, die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte. Vom Weissen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme.
Bereits am gestrigen Dienstag hatten alle Zeichen darauf hingedeutet, dass in Kürze eine Einigung verkündet werden könnte. Entsprechend äusserten sich etwa US-Finanzminister Scott Bessent und ein Sprecher des katarischen Aussenministeriums, Madschid al-Ansari. Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung sagte Bessent, er gehe von einer freien Durchfahrt aus. (dpa)
13:32 Uhr
Dienstag, 4. August
Huthi im Jemen: Haben Ziel in Saudi-Arabien angriffen
Die Huthi im Jemen haben einen Angriff auf Saudi-Arabien für sich reklamiert. Die vom Iran unterstützte Miliz habe ein militärisches Ziel am saudi-arabischen Flughafen Nadschran unweit der jemenitischen Grenze mit einer Drohne angegriffen, teilte Militärsprecher Jahja Sari mit. Aus Saudi-Arabien gab es zunächst keine Bestätigung dafür. Die Huthi bezeichneten den reklamierten Angriff als Reaktion auf angebliche Verletzungen des jemenitischen Luftraums in den Provinzen Saada und Hadscha durch saudi-arabische Drohnen. Weitere Verstösse gegen den Luftraum würden nicht unbeantwortet bleiben, hiess es. Auch dazu äusserte sich Riad zunächst nicht. Die Spannungen zwischen den Huthi im Jemen und Saudi-Arabien hatten zuletzt wieder zugenommen. (dpa)
13:30 Uhr
Dienstag, 4. August
Bericht: Schifffahrt in Meerengen im Nahen Osten weiterhin unter Druck
Aufgrund anhaltender Spannungen im Nahen Osten ist der Schiffsverkehr in den Meerengen der Region weiterhin unter Druck. Die Strasse von Hormus haben am Montag lediglich neun Schiffe passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In der vergangenen Woche durchfuhren demnach täglich im Schnitt etwa 16 Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.
Eine Einigung zwischen den USA und dem Iran könnte die Schifffahrt schnell beleben, wenn auch eine nachhaltige Besserung dauern könnte, sagte Dimitris Ampatzidis, Risiko-Analyst von Kpler. Durch Drohungen und Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen gegenüber Saudi-Arabien ist auch die Schifffahrt durch den Seeweg Bab al-Mandab am Ausgang des Roten Meers beeinträchtigt. Lediglich 25 Passagen konnte Kpler am Montag bestätigen.
Die Durchfahrten dort nahmen in den vergangenen Tagen ab: Noch am Freitag hatte Kpler 42 Passagen gemeldet. Erst in der Nacht zum Dienstag war erneut ein Schiff vor der Küste des Omans unter Feuer geraten. (dpa)
12:54 Uhr
Dienstag, 4. August
Sicherheitsunternehmen: Frachter in der Strasse von Hormus beschädigt
Ein Geschoss unbekannter Herkunft hat in der Meerenge von Hormus einen Frachter beschädigt. Das Schiff habe Schäden erlitten, teilte das britische Unternehmen für maritime Sicherheit Ambrey am Dienstag mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Zuvor hatte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) erklärt, das Schiff sei am frühen Morgen (Ortszeit) 37 Kilometer nordöstlich der omanischen Stadt Al-Chasab von einem «unbekannten Projektil» getroffen worden. Nähere Informationen über das Schiff und seine Ladung gab es zunächst nicht. (dpa)
06:44 Uhr
Dienstag, 4. August
Nach Trump-Drohung: Angriff auf Schiff in Strasse von Hormus
Während US-Präsident Donald Trump dem Iran ein neues Ultimatum für Gespräche zur Beilegung des Konflikts setzt, ist in der Strasse von Hormus erneut ein Handelsschiff angegriffen worden. Vor der Küste des Omans traf ein «unbekanntes Geschoss» den Frachter, wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte. Laut Trump geht es in laufenden Gesprächen um die vollständige Öffnung der Meerenge bis diesen Dienstag. Das wäre der Zustand, der vor dem Krieg geherrscht hatte. Eine Rückkehr zum Vorkriegszustand hatte Teheran aber wiederholt abgelehnt.
Angesichts der festgefahrenen Lage im Iran-Krieg baut der US-Präsident damit die nächste Drohkulisse auf. (dpa)
06:25 Uhr
Dienstag, 4. August
Vermittlerstaaten verurteilen Israels jüngste Angriffe im Gazastreifen
Die Vermittlerstaaten im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen haben die jüngsten Angriffe Israels in dem abgeriegelten Gebiet scharf verurteilt. In einer in der Nacht veröffentlichten gemeinsamen Erklärung Katars, Ägyptens und der Türkei hiess es, «diese Verstösse» gefährdeten den Weg zur Deeskalation und verschärften das Leid der Zivilbevölkerung. Israel müsse seinen Verpflichtungen aus dem Völkerrecht nachkommen und die Bedingungen des Waffenruheabkommens einhalten, um dessen Umsetzung nicht zu untergraben. Die Vermittler forderten erneut einen umfassenden Schutz der Zivilbevölkerung, medizinischer Einrichtungen und von Helfern.
Am Wochenende hatte Israel Berichten zufolge erneut Angriffe im Gazastreifen ausgeführt. Dabei wurden mehrere Palästinenser getötet. Die israelische Armee bestätigte Angriffe, bei denen ranghohe Kommandeure der Hamas getötet worden seien. Palästinensischen Berichten zufolge traf unter anderem eine Rakete eine Wohnung in einem Gebäude in der Stadt Gaza. Dabei sei auch ein Kind getötet worden.
Obwohl seit Oktober 2025 formell eine Waffenruhe im Gaza-Krieg herrscht, kommt es immer wieder zu tödlichen Konfrontationen und Angriffen. (dpa)
06:24 Uhr
Dienstag, 4. August
Trumps Friedensrat berät in Washington über Gaza-Plan
Mitglieder des Friedensrats von US-Präsident Donald Trump haben sich in Washington mit Vertretern der US-Regierung sowie Mitarbeitern des Kongresses über die Bemühungen um ein Ende des Krieges im Gazastreifen ausgetauscht. Nach Angaben des Gremiums dienten die Gespräche dazu, die «laufenden Bemühungen zur Umsetzung von Präsident Trumps umfassendem Friedensplan» zu erläutern. Gemeinsam mit dem Kongress solle daran gearbeitet werden, Frieden, Sicherheit und den Wiederaufbau im Gazastreifen voranzubringen. Einzelheiten zu den Beratungen nannte das Friedensgremium in einer kurzen Mitteilung nicht. Zeitgleich trafen sich ranghohe Vertreter des Rates nach dessen Angaben in Israel mit führenden israelischen Regierungsvertretern. Weitere Details zu diesen Gesprächen wurden ebenfalls nicht veröffentlicht. (dpa)
20:46 Uhr
Montag, 3. August
Trump über Iran-Gespräche: «letzte Chance» für Teheran
US-Präsident Donald Trump hat neue Gespräche mit dem Iran als «letzte Chance» für Teheran bezeichnet. Man befinde sich in Gesprächen – und zwar auf Wunsch des Irans, sagte Trump im Weissen Haus. Er bekräftigte, dass verschiedene Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. «Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen», sagte er mit Blick auf den Iran. Einmal mehr untermauerte er seine Worte dabei mit einer martialischen Drohung: «Ich möchte ihnen jede letzte Chance vor der Enthauptung geben».

Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Strasse von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die «Denuklearisierung» des Irans gehen – das werde länger dauern, räumte Trump ein.
Der US-Präsident hatte am Sonntag (Ortszeit) für heute neue Gespräche angekündigt. Seiner Darstellung nach sagte er den grössten Angriff des US-Militärs «seit dem Zweiten Weltkrieg» vorerst ab, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben.
Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai informierte daraufhin allerdings zunächst nur über bilaterale Verhandlungen seines Landes mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der Strasse von Hormus. Trump warf dem Iran auf seiner Plattform Truth Social daraufhin Unehrlichkeit vor.
Im Weissen Haus bekräftigte Trump nun auch, dass eine wie auch immer geartete Lösung in der Strasse von Hormus nicht beinhalten dürfe, dass der Iran dort Gebühren erhebe. (dpa)
20:28 Uhr
Montag, 3. August
Friedensrat: Israel zieht erst nach Hamas-Entwaffnung ab
Der umstrittene Friedensrat für den Gazastreifen hat klargestellt, dass sich Israel erst nach einer vollständigen Entwaffnung der Hamas komplett aus dem Küstenstreifen zurückziehen soll. Dies gelte für leichte und schwere Waffen sowie für die Tunnelsysteme, teilte der Rat auf X mit.
Vertreter des Friedensrats und US-Berater Aryeh Lightstone sprachen nach eigenen Angaben mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Beide Seiten hätten ein gemeinsames Verständnis über die angestrebten Ziele: die vollständige Entwaffnung bewaffneter palästinensischer Gruppen und den Übergang zu einer zivilen Verwaltung.
Zuvor hatte ein israelischer Regierungsvertreter erklärt, Israel lehne einen Truppenabzug und einen Stopp der Angriffe derzeit ab. Die Hamas knüpft die Abgabe schwerer Waffen unter anderem an den Abzug der israelischen Armee und die Gründung eines palästinensischen Staates.
Der zu Jahresbeginn auf Initiative von US-Präsident Donald Trump gegründete Friedensrat soll den Wiederaufbau und die Nachkriegsordnung im Gazastreifen überwachen. Das Gremium ist international umstritten und wird von mehreren europäischen Staaten, darunter Deutschland, nicht anerkannt. (dpa)
17:15 Uhr
Montag, 3. August
Israel lehnt Gaza-Truppenabzug und Ende der Angriffe ab
Israel lehnt einen Rückzug seiner Truppen aus dem Gazastreifen und einen Stopp der Angriffe derzeit ab. Ein ranghoher Regierungsvertreter erklärte, die Armee werde ihre Einsätze fortsetzen und Bedrohungen für Israel bekämpfen.

Beide Schritte sind Teil eines Fahrplans des Gaza-Friedensrats, der auch die Entwaffnung der Hamas und anderer bewaffneter Gruppen vorsieht. Anschliessend soll eine palästinensische Übergangsverwaltung mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen. Der Abzug der israelischen Armee soll parallel zum Entwaffnungsprozess erfolgen.
Die Umsetzung gilt jedoch als fraglich. Die Hamas knüpft die Abgabe ihrer schweren Waffen unter anderem an einen vollständigen israelischen Truppenabzug und die Gründung eines palästinensischen Staates. Israel besteht dagegen darauf, dass die Hamas zuerst tatsächlich entwaffnet wird, bevor ein Abzug der Armee infrage kommt. (dpa)
16:39 Uhr
Montag, 3. August
Hitze verschärft Notlage von Vertriebenen im Gazastreifen
Extreme Sommerhitze setzt Hunderttausenden Vertriebenen im Gazastreifen zu. Hilfsorganisationen wie der Norwegische Flüchtlingsrat warnen, durch die Bedingungen in den provisorischen Lagern steige das Risiko für Dehydrierung, hitzebedingte Erkrankungen sowie Hautinfektionen und Durchfallerkrankungen.
Die Unterkünfte bestehen meist aus Plastikplanen, die sich tagsüber stark aufheizen und kaum Belüftung bieten. Viele Familien verbringen deshalb viele Stunden ausserhalb ihrer Zelte. Zugleich mangelt es in den überfüllten Lagern an sauberem Wasser, Strom und sanitären Einrichtungen.
«Es ist sehr heiss. Wir können nicht in den Zelten bleiben. Unser Zelt besteht aus Nylon», sagte die aus Rafah vertriebene Aida Abu Hadeesha der Nachrichtenagentur AP. Es gebe keinen Luftzug, die Kinder litten unter der Hitze – auch nachts. Zudem würden Fliegen und Kakerlaken die Menschen in den Lagern plagen. (dpa)
16:33 Uhr
Montag, 3. August
Hamas-Entwaffnung: Herzog lobt Gaza-Initiative
Israels Präsident Izchak Herzog hat die jüngste Initiative des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats zum Gazastreifen grundsätzlich begrüsst. Er sehe viele positive Aspekte in den Bemühungen des Gremiums, betonte jedoch, dass eine vollständige Entwaffnung der Hamas die Voraussetzung für weitere Fortschritte sei.
Trump hatte am Freitag erklärt, der Friedensrat habe eine Einigung über eine «vollständige Entwaffnung» der Hamas erzielt. In Israel war der Plan jedoch überwiegend auf Skepsis gestossen. Die Regierung fordert, dass die Hamas ihre Waffen abgibt, bevor sich die israelische Armee aus dem Gazastreifen zurückzieht. Der Friedensrat sieht dagegen vor, dass eine palästinensische Übergangsverwaltung zunächst die Kontrolle übernimmt und die Hamas ihre schweren Waffen an diese übergibt.
Herzog äusserte die Hoffnung, dass die Initiative den Menschen in Israel und im Gazastreifen neue Perspektiven eröffne und den Weg für eine zivile Übergangsverwaltung ebne. Trotz der Gespräche setzt Israel seine Angriffe im Gazastreifen bislang fort. (dpa)
13:19 Uhr
Montag, 3. August
Iran und Oman planen Rundkurs in der Strasse von Hormus
Der Iran verhandelt nach Angaben von Aussenamtssprecher Ismail Baghai mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus. Dabei gehe es um einen Rundkurs statt mehrerer separater Fahrrinnen, sagte Baghai nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Diese neue Schiffsroute könnte vorübergehend genutzt werden, bis es eine endgültige Regelung gebe. Der Streit um die Durchfahrtsrechte auf einer internationalen Schlüsselroute für Öl, Gas und Düngemittel gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran. (dpa)
10:32 Uhr
Montag, 3. August
Iran vollstreckt erneut Todesurteile wegen mutmasslicher Spionage
Im Iran sind zwei weitere Männer wegen mutmasslicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan sollen sie während der militärischen Auseinandersetzungen mit den USA und Israel Koordinaten und Fotos sensibler Militär- und Sicherheitsstandorte an «mit dem israelischen Geheimdienst Mossad verbundene Kanäle» weitergegeben haben. Dabei soll es sich den Angaben zufolge um ein nicht näher bezeichnetes internationales Satellitennetzwerk handeln. Weiter hiess es, der oberste Gerichtshof habe der Todesstrafe zugestimmt.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw werfen die Vorwürfe angesichts der weitreichenden Internetabschaltungen während des Konflikts und fehlender öffentlich überprüfbarer Beweise ernsthafte Fragen auf. Zudem seien Festnahme, Strafverfolgung und Hinrichtung unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne eine unabhängige rechtliche Überprüfung erfolgt. Die im Staatsfernsehen ausgestrahlten «Geständnisse» seien unter Folter und starkem Druck erzwungen worden. Hengaw wirft den iranischen Behörden zudem vor, Todesstrafen in Verfahren wegen mutmasslicher Verbindungen zu Staaten, Medien oder Geheimdiensten zur Abschreckung, Einschüchterung und Unterdrückung der Gesellschaft einzusetzen. (dpa)
06:38 Uhr
Montag, 3. August
Ölpreis sinkt nach Trumps abgesagtem Iran-Angriff deutlich
Der Ölpreis ist nach dem von US-Präsident Donald Trump abgesagten Angriff auf den Iran deutlich gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Montagmorgen etwas über 83 US-Dollar, also knapp 7 Prozent weniger. Zuvor hatte Trump den seinen Worten nach grössten Angriff des US-Militärs «seit dem Zweiten Weltkrieg» vorerst abgesagt, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben.
Der fallende Ölpreis konnte die Börsenkurse in Ostasien zunächst kaum anfachen. Bis 12:30 Uhr (Ortszeit) sank der südkoreanische Leitindex Kospi um knapp fünf Prozent, der japanische Nikkei 225 gab um 1,7 Prozent nach. Die schwache Kursentwicklung lag laut Experten vor allem an der wachsenden Sorge, dass der Boom rund um Künstliche Intelligenz allmählich nachlassen könnte. Die Börse in Hongkong regierte am Montag zunächst kaum verändert, der Leitindex Hang Seng stieg um 0,2 Prozent. An den chinesischen Festland-Börsen notierte der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten rund 0,8 Prozent im Minus. (dpa)
06:28 Uhr
Montag, 3. August
Angriff abgesagt: Trump kündigt neue Gespräche mit Iran an
US-Präsident Donald Trump will den seinen Worten nach grössten Angriff des US-Militärs «seit dem Zweiten Weltkrieg» vorerst abgesagt haben, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben. Die Gespräche sollen am Montagnachmittag stattfinden, wie Trump ankündigte. Es blieb zunächst unklar, wo die Verhandlungen geführt werden sollen, wie lange sie dauern dürften und wer genau daran beteiligt sein wird. Aus dem Iran gab es in der Nacht zunächst keine Bestätigung für geplante Gespräche.
Besondere Bedeutung bei den Verhandlungen dürfte eine Regelung zur Öffnung der Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr haben. Zudem soll auch das umstrittene Atomprogramm des Irans Gegenstand der Gespräche sein. Die beiden Themenkomplexe dominierten auch schon vorherige Verhandlungsrunden, die in Pakistan und der Schweiz stattfanden.
Trump hatte den nach seinen Angaben geplanten Grossangriff in der Nacht zum Samstag unter Verweis auf Fortschritte bei den diplomatischen Bemühungen um ein Kriegsende vorerst abgesagt. Er sprach von den «Umrissen einer Einigung», die sich abzeichneten. Allerdings steht er mit dieser Darstellung allein auf weiter Flur, vom Tenor gleichlautende Äusserungen aus anderen Staaten der Region gibt es bislang nicht.
Trump bekräftigte seine Darstellung, dass das US-Militär nur auf Bitten des wichtigen Verbündeten Saudi-Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und des Irans quasi in letzter Minute von einer neuen Welle vernichtender Angriffe auf den Iran abgesehen habe. «Es wäre der grösste Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg geworden, und er wäre für sie verheerend gewesen», sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) vor Journalisten an Bord seiner Präsidentenmaschine auf dem Flug von New Jersey nach Washington. (dpa)
20:20 Uhr
Sonntag, 2. August
Strasse von Hormus: Iran will nicht zum alten Zustand zurück
Der Iran stellt eine Wiederöffnung der Strasse von Hormus trotz laufender Gespräche mit dem Oman vorerst nicht in Aussicht. Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte am Sonntag, die Meerenge werde keinesfalls in den Zustand vor dem 28. Februar, dem Tag des Kriegsbeginns, zurückkehren.
Baghaei sagte im iranischen Staatsfernsehen, der Iran erörtere die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus mit dem auf der anderen Seite der Meerenge gelegenen Oman. Derzeit sei jedoch nicht von einer Wiedereröffnung der Strasse die Rede. (dpa)
09:04 Uhr
Sonntag, 2. August
Berichte über sieben Tote bei Angriffen im Gazastreifen
Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach einem Medienbericht mindestens sieben Palästinenser getötet worden. Eine Rakete habe eine Wohnung in einem Gebäude in der Stadt Gaza getroffen, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa. Dabei seien zwei Menschen getötet worden, darunter auch ein Kind.
Bei einem weiteren Angriff im zentralen Abschnitt des Gazastreifens seien ebenfalls zwei Palästinenser zu Tode gekommen, darunter eine Frau. Drei weitere Menschen, darunter ein Kind, seien bei einem Angriff auf eine Wohnung nordwestlich von Chan Junis im Süden des Küstenstreifens getötet worden.
Ein Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, es kommt aber immer wieder zu tödlichen Angriffen oder Konfrontationen. Israels Armee hat zuletzt vermehrt mutmassliche Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad getötet.
Israel meldet Tötung von Hamas-Mitgliedern
Das Militär teilte mit, am Samstag sei ein mutmasslicher Hamas-Terrorist getötet worden, der nach israelischen Informationen während des Massakers am 7. Oktober 2023 in den Kibbuz Nir Oz eingedrungen sei. Am Freitag sei ein weiterer mutmasslicher Hamas-Kommandeur getötet worden. Beide Palästinenser hätten Angriffe auf israelische Soldaten vorbereitet. Sie seien «durch gezielte Luftangriffe getötet worden, um die von ihnen ausgehende Bedrohung zu beseitigen».
Vor den Angriffen seien Massnahmen ergriffen worden, um mögliche Schäden für Zivilisten zu begrenzen. Dazu gehörten der Einsatz präzisionsgelenkter Munition und eine Überwachung aus der Luft.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag mitgeteilt, es sei eine Einigung auf eine «vollständige Entwaffnung» der Hamas erreicht worden. Die Mitteilung wurde allerdings mit Skepsis aufgenommen, auch mit Blick auf einen Abzug israelischer Truppen aus dem Gazastreifen. (dpa)
18:03 Uhr
Samstag, 1. August
Wieder Angriffe Israels in Gaza – Klinik-Lager getroffen
Israels Armee setzt ihre Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fort. Palästinensischen Angaben zufolge gab es dabei im Laufe des Tages drei Tote und mehrere Verletzte. «Ziel der beiden Angriffe waren Terroristen», teilte ein israelischer Armeesprecher am Nachmittag auf Anfrage mit. Die Angriffe folgen kurz auf eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass eine Einigung auf eine Entwaffnung der Hamas erzielt worden sei.
Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hiess es, bei israelischen Drohnenangriffen seien zwei Palästinenser in der Stadt Gaza und ein weiterer Mann in Deir al-Balah getötet worden.
Bei einem israelischen Luftangriff in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Gazastreifens sei ein Lager einer Klinik getroffen worden, teilte die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde mit. Dort seien Medikamente und medizinische Ausrüstung aufbewahrt und zerstört worden.
Von palästinensischen und sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen den Ort nach dem Angriff zeigen. Zu sehen ist ein grosser Krater neben Zelten und Gebäuden sowie Kartons und andere Verpackungen, die darin verstreut liegen.
Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
06:22 Uhr
Samstag, 1. August
Iran warnt USA vor neuen Angriffen
Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Grossangriff auf Ziele im Iran droht Teheran mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hiess es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt.
Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die Berichten zufolge geplanten amerikanisch-israelische Angriffe auch auf Infrastrukturziele im Iran seien ein Akt des Wahnsinns.
Kurz zuvor hatten US-Medien berichtet, dass Präsident Donald Trump bereits an diesem Wochenende neue Angriffe auf Ziele im Iran erwäge. Das berichteten etwa der US-Sender CBS News und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem CBS-Bericht zufolge könnte dabei auch Israel wieder in den Krieg einsteigen. Laut der Nachrichtenseite «Axios» könnten die neuen Attacken Irans Energieinfrastruktur ins Visier nehmen. Eine finale Entscheidung habe Trump noch nicht getroffen, hiess es.
Am Freitag hatte auch Trump neue Angriffe auf den Iran angekündigt. «Wir werden sie sehr hart treffen», sagte er bei einer Kabinettsitzung. (dpa)
21:01 Uhr
Freitag, 31. Juli
Spitäler im Gazastreifen melden tödlichen Angriff Israels
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen ist mindestens ein Mensch getötet worden. Weitere vier Personen hätten Verletzungen erlitten, unter ihnen ein Kind, teilten Krankenhausmitarbeiter am Freitag mit. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht.
Die Luftangriffe erfolgten ungeachtet der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Entwaffnung der militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen. Die Hamas hat ein entsprechendes Abkommen bestätigt, Israel hat sich aber noch nicht dazu geäussert. Der Vertrag sieht vor, dass die Hamas ihre Waffen abgibt und die Macht an eine unabhängige palästinensische Verwaltung überträgt. Israel soll sich aus dem Gazastreifen zurückziehen, in dem eine internationale Stabilisierungsstreitmacht aufgestellt werden soll.
Israel erklärt, alles hänge von der Entwaffnung der Hamas ab. Diese wiederum wirft Israel vor, das Abkommen durch fortgesetzte Angriffe im Gazastreifen zu verletzen. (dpa)
19:26 Uhr
Freitag, 31. Juli
Trump kündigt weitere Angriffe auf den Iran an
US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe auf den Iran angekündigt. «Wir werden sie sehr hart treffen», sagte er bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, angesprochen auf die nächsten vier Wochen. Trump selbst nannte keinen Zeitrahmen und wurde auch sonst nicht konkret. «Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.» Der Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, betonte er. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär keine neuen Angriffe auf den Iran gemeldet.
Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. «Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen.» (dpa)
15:07 Uhr
Freitag, 31. Juli
Trump-Deal: Hamas stellt neue Forderungen
Die Terrororganisation Hamas hat sich erstmals nach einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Einigung über ihre Entwaffnung geäussert. Sie bestätigte in einer Mitteilung aber nicht, dass es einen Durchbruch bei den Verhandlungen gegeben habe. Stattdessen stellte sie Bedingungen.
Die Umsetzung der zweiten Phase des von den USA vorangetriebenen Friedensplan hänge davon ab, dass Israel alle Bedingungen der ersten Phase einhalte, hiess es. Dazu zähle das Ende der militärischen Einsätze Israels. Die zweite Phase des Plans sieht die vollständige Entwaffnung der Hamas vor.
Noch grosse Differenzen vorhanden
Die Islamistenorganisation sagte weiter, der Umstand, dass schwere Waffen Teil des Abkommens seien, sei an weitere Forderungen geknüpft, darunter unter anderem Israels Abzug aus dem Gazastreifen sowie die Gründung eines palästinensischen Staats.
Tatsächlich sieht der von den USA vorangetriebene Friedensplan die Gründung eines eigenen palästinensischen Staats nicht explizit vor, eine vollständige Entwaffnung der Hamas und des Gazastreifens dagegen schon.
Die Hamas hat eine Abgabe ihrer Waffen bislang abgelehnt. US-Präsident Trump hatte in der Nacht dann eine Einigung auf eine «vollständige Entwaffnung» der mit Israel verfeindeten Palästinenserorganisation im Gazastreifen verkündet. Im Gegenzug würden die israelischen Streitkräfte aus dem Küstengebiet abziehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Israel äusserte sich bislang nicht offiziell dazu. (dpa)
05:57 Uhr
Freitag, 31. Juli
Drohnenspuren nach Angriff auf Schiffe in Ägypten gesichert
Nach dem Drohnenangriff auf zwei Flüssiggas-Schiffe im ägyptischen Hafen Damietta haben Ermittler nach Angaben von Ministerpräsident Mustafa Madbuli Spuren der eingesetzten Drohne gesichert. Untersucht werde nun deren Herkunft. Verletzt wurde bei dem Angriff niemand.
Wer hinter der Attacke steckt, ist weiter unklar. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi wies eine Beteiligung nicht ausdrücklich zurück, betonte aber die Bedeutung Ägyptens als Partner und warnte vor möglichen israelischen «False-Flag»-Operationen.
Der Angriff erfolgt vor dem Hintergrund der erneuten Eskalation zwischen den USA und dem Iran nach dem Ende einer kurzen Feuerpause. (dpa)
01:04 Uhr
Freitag, 31. Juli
Trump verkündet Einigung zur Entwaffnung der Hamas
US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung auf die «vollständige Entwaffnung» der Hamas im Gazastreifen verkündet. Im Gegenzug sollen sich die israelischen Streitkräfte aus dem Küstengebiet zurückziehen. Einen Zeitplan nannte Trump nicht.
Nach US-Angaben hat die Hamas zugestimmt, eine offizielle Bestätigung der Islamisten oder Israels gibt es bislang jedoch nicht. Die Hamas erklärte über einen Unterhändler, eine Entwaffnung hänge vom vollständigen israelischen Rückzug und dem Wiederaufbau des Gazastreifens ab.
Israel hatte sich zuletzt skeptisch zu angeblichen Fortschritten geäussert und fordert eine vollständige Entwaffnung und Entmilitarisierung der Hamas als Voraussetzung für einen Truppenabzug. Ob die von Trump verkündete Einigung Bestand hat, ist daher unklar. (dpa)


