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GFS-Umfrage

Umfrage zeigt Patt: SRG muss weiter zittern

Der Abstimmungssonntag verspricht Spannung. Bei der Halbierungsinitiative zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Rückenwind haben dagegen die Freunde der Individualbesteuerung.
Im März entscheidet das Stimmvolk über mehrere Vorlagen. Unter anderem über die Individualbesteuerung.
Bild: Keystone

Bei der Abstimmung um die Halbierungsinitiative der SVP halten sich Gegner und Befürworter beinahe die Waage. Wie aus der ersten SRG-Trendbefragung zu den Volksabstimmungen vom 8. März von gfs.bern hervorgeht, haben die Gegner ganz leicht die Nase vorn. 52 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sicher oder eher gegen das Volksbegehren stimmen werden. 46 Prozent sprechen sich für das Anliegen aus.

Das entspricht unter Berücksichtigung des Stichprobenfehlers faktisch einer Pattsituation. Gleichzeitig ist die Meinungsbildung weit fortgeschritten, wie die Befragung zeigt: lediglich 2 Prozent sind derzeit noch gänzlich unentschieden. «Aufgrund des bereits relativ gefestigten Meinungsbildes dürfte sich die weitere Meinungsbildung weniger über neue inhaltliche Überzeugungsarbeit als über Mobilisierungseffekte entscheiden», schreibt gfs.bern. Ausschlaggebend werde also sein, wer mehr Unterstützerinnen und Unterstützer an die Urne bringt.

Bei den restlichen Vorlagen sieht das Bild derzeit klarer aus. Während die Klimafonds-Initiative deutlich abgelehnt wird, haben bei den restlichen Abstimmungen überall die Befürworter die Nase vorn. Erstaunlich deutlich ist die Zustimmung für die Individualbesteuerung. 64 Prozent der Stimmberechtigten hätten am 18. Januar für die Vorlage gestimmt, 30 Prozent dagegen.

«Offene Dynamik» lässt den Ausgang offen

Aber auch hier legen sich die Demoskopen noch nicht fest: «Die frühe Meinungsbildung zur Individualbesteuerungsvorlage fällt insgesamt günstig für die Vorlage aus, ist aber noch wenig gefestigt», heisst es im Bericht. Gerade hinsichtlich der noch «offenen Dynamik» sei der Abstimmungsausgang «nicht abschliessend» entschieden.

Auch die Bargeld-Initiative sowie deren Gegenentwurf finden eine solide Mehrheit. 65 Prozent sagen Ja zur Initiative, 67 Prozent zum Gegenentwurf. Hier sind aber die Meinungen noch nicht wirklich gefestigt. Auch ein Nein liege weiterhin «im Bereich des Möglichen».

Die gemessene Stimmbeteiligung liegt mit 47 Prozent nahe am langjährigen Durchschnitt. Der weitere Verlauf des Abstimmungskampfs dürfte insbesondere durch Mobilisierungseffekte geprägt werden. Der Stichprobenfehler der Umfrage liegt bei 2,8 Prozent.

Andere Umfragen hatten bereits ein ähnliches Bild zum Abstimmungssonntag gezeichnet.

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