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Nahost-Newsblog

Alle Meldungen zum Krieg im Iran und den Konflikten im Nahen Osten bis zum 22. April 2026

Im Nahen Osten eskaliert die Lage weiter. Alle Neuigkeiten und Reaktionen zum Konflikt in unserem Newsblog.

Mehr zum Thema:

22:25 Uhr

Mittwoch, 22. April

US-Botschaft rät Amerikanern, den Libanon zu verlassen

Die US-Botschaft in Beirut legt Amerikanerinnen und Amerikanern dringend nahe, den Libanon zu verlassen. «Die Sicherheitslage ist weiterhin komplex und kann sich schnell ändern», teilte die Botschaft in einer Sicherheitswarnung mit. US-Bürgerinnen und Bürgern sollten ausreisen, solange es noch kommerzielle Flugverbindungen gebe. Wer im Libanon bleibe, sollte Pläne für Notfallsituationen erstellen und die aktuellen Entwicklungen verfolgen, hiess es.

Es gibt derzeit Hinweise darauf, dass die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wackelt. Ein Abgeordneter der libanesischen Hisbollah-Miliz, Hussein Hadsch Hassan, sagte einem libanesischen TV-Sender, die Organisation sei der Waffenruhe nicht mehr verpflichtet. Zuvor hatten Israel und die proiranische Hisbollah sich mehrfach Verstösse gegen die zehntägige Waffenruhe vorgeworfen, die in der Nacht auf Freitag in Kraft getreten war.

An diesem Donnerstag sind in Washington weitere Gespräche auf Botschafterebene zwischen beiden Ländern geplant. (dpa)

19:33 Uhr

Mittwoch, 22. April

Iran: US-Seeblockade Verstoss gegen Waffenruhe

Angesichts der einseitig von US-Präsident Donald Trump verlängerten Waffenruhe bekräftigt der Iran, die US-Seeblockade sei ein Verstoss gegen die Feuerpause. Die Öffnung der Strasse von Hormus sei nicht möglich, wenn es zu solchen «schweren Verstössen gegen die Waffenruhe» komme, schrieb Irans Verhandlungsführer und Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.

Der Iran hat laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim weiter keine Pläne, an Friedensgesprächen mit den USA teilzunehmen. US-Medien hatten zuvor berichtet, es könnte am Freitag eine neue Verhandlungsrunde geben. Die gemeinsam vereinbarte Waffenpause war am Dienstagabend vom US-Präsidenten einseitig verlängert worden. Wie viele Tage sie dauern soll, hatte Trump nicht gesagt. Der Iran hatte zuletzt Angriffe auf drei Frachtschiffe in der wichtigen Strasse von Hormus für sich reklamiert. (dpa)

19:21 Uhr

Mittwoch, 22. April

Netanjahu: Israel bereit für Verteidigung und Angriff

Vor dem Hintergrund der angespannten Lage im Konflikt mit dem Iran ist Israel nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu «auf jedes Szenario vorbereitet». Dies gelte «in der Verteidigung und im Angriff», sagte der 76-Jährige bei einem Treffen mit Soldaten der israelischen Raketenabwehr in der Nähe von Jerusalem. Er besuchte die Soldaten im Rahmen des 78. Unabhängigkeitstag Israels.

Auch der israelische Generalstabschef Ejal Zamir sagte, die israelischen Streitkräfte seien «bereit, an allen Fronten sofort und mit grosser Stärke wieder zum Kampf zurückzukehren.» US-Präsident Donald Trump hatte eine Waffenruhe im Iran-Krieg vorerst verlängert. Ob der Konflikt dennoch fortgesetzt wird, ist ungewiss.

Der jüngste Krieg begann am 28. Februar mit massiven Luftangriffen der USA und Israel auf iranische Ziele, bei denen auch Revolutionsführer Ali Chamenei getötet wurde. Der Iran, flankiert von der schiitischen Hisbollah-Miliz im Libanon, reagierte mit Gegenangriffen. Neben Zielen in Israel wurden auch US-Militärstützpunkte sowie weitere Ziele in arabischen Golfstaaten getroffen.

Der Iran feuerte nach Angaben des israelischen Militärs binnen sechs Wochen rund 650 ballistische Raketen auf Israel ab. Mehr als die Hälfte dieser Raketen trug demnach Streubomben-Sprengköpfe, die zahlreiche kleinere Sprengkörper ungezielt über grosse Gebiete verteilen. Dies erschwerte es der Raketenabwehr, die Geschosse abzufangen. In vielen Städten des kleinen Mittelmeerlandes kam es zu Einschlägen, bei denen Menschen getötet und Gebäude zerstört wurden. (dpa)

19:05 Uhr

Mittwoch, 22. April

Libanesische Journalistin soll nach israelischem Angriff feststecken

Nach einem israelischen Angriff auf den Süden des Libanons befindet sich eine libanesische Journalistin offenbar in einer Notlage. Die Organisation Reporter ohne Grenzen rief die internationale Gemeinschaft am Mittwoch auf, Druck auf das israelische Militär auszuüben, damit die Rettung der Journalistin Amal Chalil von der Tageszeitung «Al-Achbar» erfolgen könne. Die Frau stecke derzeit nahe dem südlibanesischen Dorf al-Tiri fest. Ein israelisches Geschoss sei nahe ihrem Fahrzeug eingeschlagen.

«Ihr Leben ist derzeit in Gefahr!», warnte die Organisation. «Andauernde israelische Luftangriffe hindern Rettungskräfte daran, zu ihr zu gelangen.»

Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief das Rote Kreuz auf, sich um die Rettung der Journalistin und deren Kollegin Seinab Faradsch, die mit ihr unterwegs gewesen sein soll, zu kümmern. Das libanesische Rote Kreuz solle sich mit dem libanesischen Militär und UN-Friedenssoldaten absprechen, um die beiden so schnell wie möglich zu retten, sagte Aoun. (dpa)

17:59 Uhr

Mittwoch, 22. April

Medien: Trump will Iran nur wenige Tage für Antwort geben

US-Präsident Donald Trump will der iranischen Führung Medienberichten zufolge nur wenige Tage geben, um sich auf einen geeinten Vorschlag zur Beilegung des Krieges zu verständigen. Er sei bereit, die Waffenruhe um drei bis fünf Tage zu verlängern, berichten das Nachrichtenportal «Axios» und der Sender Fox News unter Berufung auf eine US-Quelle beziehungsweise einen Beamten aus dem Weissen Haus. Trumps am Dienstag angekündigte Verlängerung der Waffenruhe ist demnach nur für einen kurzen Zeitraum angedacht.

Auch der Sender CNN berichtet unter Berufung auf zwei mit den internen Gesprächen vertraute Quellen, dass Trump plane, den Iranern ein begrenztes Zeitfenster zu geben, um einen geeinten Vorschlag für neue Verhandlungen zu erarbeiten und den diplomatischen Prozess so wieder in Gang zu bringen. Ob dies auch an die Iraner übermittelt worden ist, ist demnach unklar.

Kurz vor dem Ablaufen einer Waffenruhe mit dem Iran hatte Trump Teheran mehr Zeit für eine Verhandlungslösung gegeben und die Feuerpause einseitig verlängert. Die Waffen sollen schweigen, bis die iranische Führung mit einem geeinten Vorschlag an den Tisch kommt, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Eine neue Frist setzte er nicht. Der Iran äusserte sich bisher nicht dazu. (dpa)

17:37 Uhr

Mittwoch, 22. April

Sprecher: Iran weiter unentschieden bezüglich neuer Verhandlungen

Der Iran hat nach Angaben eines Sprechers seines Aussenministeriums noch nicht über eine Teilnahme an neuen Verhandlungen mit den USA in Pakistan entschieden. In die vorherige Verhandlungsrunde sei der Iran «in gutem Glauben und mit Ernsthaftigkeit gegangen, aber die verhandelnde Partei hat Missachtung und einen Mangel an gutem Glauben an den Tag gelegt», sagte der Sprecher des Ministeriums, Ismail Baghai, am Mittwoch laut dem iranischen Staatsfernsehen.

Eine zweite Verhandlungsrunde wurde noch für diese Woche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet, doch steht noch nicht fest, ob es dazu kommt. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag die Waffenruhe im Krieg gegen den Iran für unbestimmte Zeit verlängert. (dpa)

17:33 Uhr

Mittwoch, 22. April

Israel und Libanon setzen Gespräche in Washington fort

Die beiden verfeindeten Nachbarländer Israel und der Libanon wollen an diesem Donnerstag in Washington erneut zu Gesprächen zusammenkommen. Das Treffen auf Botschafterebene soll erneut im US-Aussenministerium stattfinden. Teilnehmen sollen die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie der israelische Vertreter in Washington, Jechiel Leiter.

Beide hatten sich bereits in der vergangenen Woche miteinander in Washington getroffen. Es waren die ersten direkten Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. US-Angaben zufolge gab es «konstruktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen».

Israel strebt mit den direkten Verhandlungen nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon sowie eine Entwaffnung der proiranischen Hisbollah-Miliz an. Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. In der Nacht zum Freitag trat im Libanon eine zehntägige Waffenruhe in Kraft. (dpa)

17:17 Uhr

Mittwoch, 22. April

Libanon: Zwei Tote bei israelischem Angriff trotz Waffenruhe

Trotz der Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel sind laut einem libanesischen Bericht bei einem israelischen Angriff im Südlibanon zwei Menschen getötet worden. Der Angriff vom Mittwoch habe einem Fahrzeug in der Ortschaft Al-Tajri gegolten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Angaben zur Identität der Toten lagen zunächst nicht vor. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht.

Zuvor hatte es nach einem NNA-Bericht bei einem Drohnenangriff auf das Dorf Dschabbur am Mittwochmorgen bereits einen Toten und zwei Verletzte gegeben. Das israelische Militär bestritt einen Angriff in dem Gebiet.

Seit dem vergangenen Freitag gilt eine zehntägige Waffenruhe im Libanon. Seitdem wurden mehrere israelische Angriffe gemeldet, die Hisbollah reklamierte seit Dienstag ihrerseits einige Angriffe für sich. (dpa)

16:24 Uhr

Mittwoch, 22. April

Macron: Im Libanon verletzter französischer Unifil-Soldat ist tot

Ein bei einem Angriff im Libanon verletzter französischer Blauhelmsoldat ist tot. Der Angehörige der UN-Friedensmission Unifil sei noch nach Frankreich gebracht worden, aber am Mittwoch seinen Verletzungen erlegen, teilte der französische Präsident Emmanuel Macron im Kurznachrichtendienst X mit und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Ein weiterer französischer Unifil-Soldat war bereits bei dem Angriff am Wochenende getötet worden. Insgesamt gab es laut Macron damals drei Verletzte.

Die Truppe war am Samstag unter Beschuss geraten. Macron machte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz für den Angriff verantwortlich. Diese wies die Vorwürfe zurück und rief die Unifil auf, ihre Einsätze mit der libanesischen Armee zu koordinieren. (dpa)

15:45 Uhr

Mittwoch, 22. April

Libanesischer Präsident will Waffenruhe mit Israel verlängern

Der Libanon bemüht sich nach Angaben von Präsident Joseph Aoun um eine Verlängerung der Waffenruhe mit Israel. Die Kontakte dazu seien im Gange, sagte Aoun am Mittwoch - einen Tag vor einem zweiten Treffen zwischen dem libanesischen und dem israelischen Botschafter in Washington. Die Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz gilt bis zum Wochenende.

Die Hisbollah hatte sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel seit Anfang März attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen, bei denen nach libanesischen Regierungsangaben Hunderte Menschen getötet wurden, und besetzte den Süden des Landes. Seit Freitag gilt eine zehntägige Waffenruhe.

Aoun sagte, seine Regierung wolle bei den Verhandlungen erreichen, dass Israel seine Angriffe vollständig beendet, seine Truppen aus dem Libanon abzieht und libanesische Gefangene freilässt. Der Libanon wolle eigene Truppen an der Grenze stationieren und mit dem Wiederaufbau beginnen. Die von US-Präsident Donald Trump und anderen Ländern zugesagte Unterstützung für den Libanon sei «eine Chance, die wir nicht verpassen dürfen, denn sie kommt vielleicht nicht wieder».

Israel strebt nach eigenen Angaben einen Friedensvertrag und eine Entwaffnung der Hisbollah an, die im Libanon eine Art Staat im Staate bildet. Die Hisbollah lehnt die Gespräche ab. (dpa)

15:25 Uhr

Mittwoch, 22. April

Libanon: Hisbollah feuert Drohne auf israelischen Posten ab

Die militante Hisbollah hat nach eigenen Angaben eine Drohne auf einen israelischen Posten im Süden des Libanons abgefeuert. Der Angriff im Dorf Bajada am Mittwoch sei Vergeltung für israelische Verstösse gegen die zehntägige Waffenruhe, die seit vergangenem Freitag gilt, teilte die Hisbollah mit.

Das israelische Militär hat hingegen der Hisbollah vorgeworfen, gegen die Waffenruhe zu verstossen. Die vom Iran unterstützte Hisbollah habe «ein feindliches Fluggerät» in Richtung israelischer Soldaten abgefeuert, die im Süden des Libanons im Einsatz gewesen seien, hiess es. Die israelische Luftwaffe habe das Fluggerät abgefangen, es habe nicht die Grenze nach Israel überquert. (dpa)

15:07 Uhr

Mittwoch, 22. April

Agentur der iranischen Revolutionsgarde sieht Unterseekabel bedroht

Aus dem Iran werden Drohungen gegen Unterseekabel in der Strasse von Hormus laut. Die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahestehende halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim schrieb am Mittwoch, eine «gleichzeitige Beschädigung mehrerer grosser Kabel - sei es durch Unfälle oder vorsätzliche Handlungen -» könne zu «schweren Ausfällen im gesamten Persischen Golf führen». Das sei eine Gefahr für die arabischen Golfstaaten.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen hatten in der Vergangenheit mit Angriffen auf Unterseekabel gedroht. Im Roten Meer sind bereits einige solcher Kabel durchtrennt worden. (dpa)

15:01 Uhr

Mittwoch, 22. April

Dutzende israelische Aktivisten nach Syrien vorgedrungen

Dutzende israelische Siedleraktivisten sind auf syrisches Gebiet vorgedrungen, bevor sie von der Armee wieder zurückgebracht wurden. Die «Times of Israel» berichtete, es handele sich um rechte Aktivisten, die die Einrichtung von Siedlungen im syrischen Grenzgebiet forderten, in dem Israel die Kontrolle übernommen hat. Sie hätten sich zeitweise in einem Gebäude am Rand des syrischen Orts Hadar verschanzt.

Die Armee teilte mit, etwa 40 Aktivisten seien mehrere hundert Meter tief auf syrisches Gebiet vorgedrungen. Soldaten hätten sie zurückgebracht und der israelischen Polizei übergeben. Das Militär verurteile den Vorfall aufs Schärfste, es handele sich um eine Straftat.

Nach dem Sturz des früheren syrischen Langzeitherrschers Baschar al-Assad hatte Israel Soldaten in die von den UN kontrollierte Pufferzone zwischen den Golanhöhen und syrisch kontrolliertem Gebiet verlegt.

Israel ist laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entschlossen, sich vor Angriffen aus grenznahen Gebieten zu schützen und zu verhindern, dass sich dort Israel feindlich gesinnte Extremisten ansiedeln. Israels Armee greift regelmässig Ziele in Syrien an, laut eigenen Angaben etwa, um Waffenlager oder militärisches Gerät zu zerstören. Gespräche über ein Sicherheitsabkommen beider Länder haben bisher keine Lösung gebracht. (dpa)

14:30 Uhr

Mittwoch, 22. April

Israel fordert Konsequenzen nach Flaggen-Eklat in Polen

Israel hat von Polens Regierung Konsequenzen gegen einen rechtsradikalen Abgeordneten gefordert, der im polnischen Parlament eine israelische Flagge mit Hakenkreuz entrollt hatte. Der Abgeordnete Konrad Berkowicz von der rechten Konfederacja habe in der Vergangenheit öffentlich Nazi-Veranstaltungen unterstützt, schrieb die israelische Botschaft in Warschau auf X. «Eine solche Person hat im Parlament des demokratischen Polens nichts zu suchen. Wir erwarten von Polens Regierung, dass sie entschlossen und rasch handelt.»

Polens Aussenministerium reagierte prompt. «Es sind die Polen, die ihre Abgeordneten wählen - und nicht ausländische Botschaften», schrieb Sprecher Marcin Wewior auf X. Der Abgeordnete Berkowicz sei bereits vom Parlamentspräsidenten mit einer Geldbusse und der Kürzung seiner Diäten bestraft worden. Zudem ermittele die Staatsanwaltschaft gegen ihn.

Berkowicz hatte in der vergangenen Woche im Parlament eine selbstgebastelte israelische Flagge mit einem Hakenkreuz gezeigt. Israel begehe im Nahen Osten einen Völkermord mit besonderer Grausamkeit und sei deshalb das neue Dritte Reich, lautete die Begründung für seine Aktion. (dpa)

13:01 Uhr

Mittwoch, 22. April

Arabische Länder wollen Reparationen vom Iran für Kriegsschäden

Die arabischen Länder fordern vom Iran Reparationen für die im Krieg entstandenen Schäden und Verluste. Teheran sei zu solchen Zahlungen dem Völkerrecht nach verpflichtet, heisst es in einer Erklärung der Arabischen Liga nach einem virtuellen Treffen. «Der Iran trägt international die volle Verantwortung für seine unrechtmässigen und nicht gerechtfertigten Angriffe gegen arabische Staaten», heisst es in der Erklärung der Aussenminister.

Als Vergeltung für die Militärschläge der USA und Israels im Iran griff das Land seit Kriegsbeginn Ende Februar mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern die Golfstaaten an. Dabei kamen US-Einrichtungen, wie etwa Botschaften und Militärstützpunkte, aber auch zivile Ziele wie Flughäfen und Wohngegenden unter Beschuss. Die meisten der Angriffe wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait gemeldet.

«Die arabischen Länder waren und werden keine Geiseln in den Händen des Irans sein, um Rechnungen zu begleichen», sagte Ahmed Abul Gheit, Generalsekretär der Organisation, Berichten zufolge. Die Arabische Liga umfasst 22 Staaten des arabischen Raums in Nordafrika und dem Nahen Osten. (dpa)

08:32 Uhr

Mittwoch, 22. April

Iranische Revolutionsgarde feuert auf Frachtschiff

In der Strasse von Hormus ist ein Containerschiff unter Beschuss geraten und dabei schwer beschädigt worden.

Ein Schiff der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) habe sich dem Schiff genähert und Schüsse abgegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän des Frachters mit.

Zu dem Vorfall kam es laut UKMTO 15 Seemeilen nordöstlich von Oman. Alle Besatzungsglieder sind demnach in Sicherheit. «Der Kapitän eines Containerschiffs berichtete, dass sich ein Schnellboot der IRGC dem Schiff genähert habe», heisst es in der Mitteilung. Schliesslich habe die Besatzung des iranischen Boots ohne Funkwarnung das Feuer eröffnet und dabei die Brücke schwer beschädigt.

Wenig später meldete die UKMTO erneut einen Vorfall. Ein auslaufender Frachter wurde nach Angaben des Kapitäns acht Seemeilen westlich des Iran beschossen und liegt demnach gestoppt im Wasser. Die Besatzung sei in Sicherheit, Berichte über Schäden liegen demnach nicht vor. Die Behörde sei sich der erhöhten Aktivität im Gebiet der Strasse von Hormus bewusst und fordere Schiffe auf, jede verdächtige Aktivität zu melden, hiess es.

Immer wieder kommt es in der Strasse von Hormus zu entsprechenden Vorfällen. Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat mit Attacken und Drohungen die Schifffahrt durch die wichtige Meerenge nahezu zum Erliegen gebracht. Die Lage in der Strasse von Hormus ist auch nach der von US-Präsident Donald Trump verkündeten Verlängerung der Waffenruhe unverändert. (dpa)

06:53 Uhr

Mittwoch, 22. April

Trump droht Iran nach Verlängerung der Waffenruhe

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nach der Verlängerung der Waffenruhe erneut gedroht. Am Dienstagabend erklärte er auf seiner Plattform Truth Social, der Iran wolle die Strasse von Hormus nicht schliessen, sondern offen halten, um sein Rohöl verkaufen zu können. Sollte er dies zulassen, könne es «niemals ein Abkommen mit dem Iran geben, es sei denn, wir sprengen den Rest ihres Landes in die Luft - einschliesslich ihrer Führung», schrieb Trump. Unklar ist, ob und wann die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt wieder aufgenommen werden könnten. (dpa)

06:12 Uhr

Mittwoch, 22. April

Trump über Waffenruhe-Verlängerung: Irans Führung «stark zerrüttet»

Nach der angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump auf angebliche Spannungen innerhalb der Islamischen Republik verwiesen. Diese seien «nicht unerwartet» gekommen. Eine Verlängerung der Waffenruhe sei notwendig gewesen, weil die iranische Führung «stark zerrüttet» sei, schrieb Trump in den sozialen Medien.

Trump hatte während der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe wiederholt erklärt, sein Team verhandle mit iranischen Vertretern, die auf ein Abkommen drängten. Zugleich räumte er ein, dass seine Entscheidung, mehrere führende Köpfe der iranischen Regierung zu töten, gewisse Komplikationen mit sich gebracht habe.

«Wir haben ihre Führer ausgeschaltet, was die Dinge, um ehrlich zu sein, auf eine Weise verkompliziert, aber diese Führer sind viel rationaler», sagte Trump am Dienstag in einem Interview mit dem Sender CNBC. (dpa)

23:07 Uhr

Dienstag, 21. April

Überraschende Iran-Wende: Trump macht kurz vor Ablauf der Waffenruhe einen Rückzieher

Der US-Präsident sucht nach Frieden. 6 Fragen und Antworten zur neuen Lage im Iran-Krieg. (chm)

Mehr zum Thema:

22:43 Uhr

Dienstag, 21. April

USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk

Die USA haben ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und Komponenten für den Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die Sanktionsliste.

Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff.

Auch die bereits früher ins Visier genommene iranische Fluggesellschaft Mahan Air spielt laut Ministerium eine zentrale Rolle. Sie soll am Transport von Waffen und Drohnensystemen beteiligt gewesen sein. Mehrere mit ihr verbundene Personen und Unternehmen wurden deshalb ebenfalls sanktioniert. (dpa)

22:33 Uhr

Dienstag, 21. April

Iran sagt Treffen mit den USA ab – Trump verlängert Waffenruhe

Der Iran nimmt nicht an den Friedensgesprächen mit den USA am Mittwoch in Islamabad teil, wie Medien berichten, in Bezug auf die Nachrichtenagentur Tasnim. Die Entscheidung sei «endgültig», heisst es laut der Agentur. Am selben Tag endet die Waffenruhe zwischen den beiden Staaten.

US-Präsident Donald Trump hat daraufhin angekündigt, die «Waffenruhe so lange zu verlängern, bis ihr Vorschlag vorgelegt ist und die Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind». Gleichzeitig werde die US-Blockade an den iranischen Häfen bestehen bleiben, kündigte er auf Truth Social an. Der Schritt erfolge auf Antrag des vermittelnden Pakistans, heisst es weiter.

Bild: Screenshot: Truth Social

Trumps Statement im Wortlaut: «Angesichts der Tatsache, dass die iranische Regierung ernsthaft gespalten ist – was nicht unerwartet kommt – und auf Ersuchen von Feldmarschall Asim Munir sowie des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif wurden wir gebeten, unseren Angriff auf den Iran so lange auszusetzen, bis deren Führer und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag vorlegen können. Ich habe daher unser Militär angewiesen, die Blockade fortzusetzen und in jeder anderen Hinsicht bereit und einsatzfähig zu bleiben, und werde daher die Waffenruhe so lange verlängern, bis ihr Vorschlag vorgelegt ist und die Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind.»

Zuvor hatte das Weisse Haus nach Angaben aus informierten Kreisen eine Reise von US-Vizepräsident JD Vance für mögliche Verhandlungen mit dem Iran nach Pakistan auf Eis gelegt. Die iranische Seite hat mitgeteilt, sie habe noch nicht entschieden, ob sie an einer zweiten Verhandlungsrunde mit den USA teilnehmen werde. Die zweiwöchige Waffenruhe sollte am Mittwoch auslaufen. (chm/dpa)

21:29 Uhr

Dienstag, 21. April

Iranischer Kommandeur droht mit Zerstörung der regionalen Ölindustrie

Ein ranghoher iranischer Kommandeur hat für den Fall der Fortsetzung des Kriegs mit den USA die Zerstörung der Ölindustrie im Nahen Osten angedroht. Es wäre ein Fehler, eine Aggression gegen den Iran auszuführen, sagte General Madschid Mussavi von der Revolutionsgarde am Dienstag in iranischen Medien.

Wenn Nachbarstaaten es zuliessen, dass die USA den Iran angreifen, dann würden Ölanlagen der Region ins Visier genommen, erklärte Mussavi. «Wenn südliche Nachbarn es dem Feind erlauben, ihre Einrichtungen für einen Angriff auf den Iran zu nutzen, sollten sie sich von der Ölproduktion in der Region Naher Osten verabschieden», sagte er.

Die USA verfügen über Stützpunkte und Soldaten in mehreren Ländern im Nahen Osten. (dpa)

21:17 Uhr

Dienstag, 21. April

Iran: Blockade iranischer Häfen ist Verstoss gegen Waffenruhe

Kurz vor Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wirft Teheran Washington erneut Verletzungen der Feuerpause vor. «Iranische Häfen zu blockieren, ist ein kriegerischer Akt und somit ein Verstoss gegen die Waffenruhe», schrieb der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi auf X. Der Angriff auf ein Handelsschiff und die «Geiselnahme» seiner Besatzung sei ein noch schwerwiegenderer Verstoss.

US-Streitkräfte hatten in der Nacht zu Dienstag einen Öltanker geentert, der zuvor von den USA wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war.

Während die Zeit für eine Einigung zwischen den USA und dem Iran angesichts der bald auslaufenden Waffenruhe drängt, ist nach wie vor unklar, ob es zu neuen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommt. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende seine Bereitschaft dazu signalisiert - und sich bis zuletzt optimistisch gegeben. Die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance verzögert sich jedoch US-Medienberichten zufolge. Aus dem Iran gibt es bisher keine offizielle Zusage für weitere Friedensgespräche in Pakistan. (dpa)

20:38 Uhr

Dienstag, 21. April

Pakistan-Reise von Vance vorerst abgesagt

US-Vizepräsident JD Vance wird nach Angaben aus US-Regierungskreisen vorerst nicht für mögliche Verhandlungen über ein Waffenruheabkommen mit dem Iran nach Pakistan reisen. Die Reise nach Islamabad sei abgesagt worden, teilte eine Gewährsperson am Dienstag mit. Doch könne US-Präsident Donald Trump seine Meinung jederzeit ändern. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wurden den Angaben zufolge für (heutigen) Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Washington erwartet, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Die Gewährsperson wollte keine Einschätzung dazu äussern, was passieren würde, sollte die aktuelle Waffenruhe in den nächsten Stunden auslaufen. Es war erwartet worden, dass Vance die US-Delegation in Pakistan anführen würde. (dpa)

20:20 Uhr

Dienstag, 21. April

UN: Höhepunkt gewaltsamer Vorfälle in Gaza seit Waffenruhe

Gewaltsame Zwischenfälle haben nach UN-Angaben im Gaza-Streifen einen neuen Höhepunkt seit Inkrafttreten der Waffenruhe erreicht. Die Zahl der Vorfälle, etwa Schusswechsel, Beschuss und Angriffe, sei zwischen dem 12. und 18. April im Vergleich zur Vorwoche um 46 Prozent gestiegen, sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, in New York. Dies stelle den höchsten Wochenwert seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober dar. Das israelische Militär sagte auf Nachfrage, man prüfe die Aussagen.

Israels Armee kontrolliert weiterhin etwa die Hälfte des Gazastreifens, in dem Rest des Gebiets hat die islamistische Terrororganisation Hamas ihre Kontrolle wieder gefestigt. Die Hamas besteht vor dem Übergang in die zweite Phase des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump darauf, dass Israel seine Angriffe in dem Küstenstreifen unterlässt und die Einfuhr von mehr humanitären Hilfsgütern erlaubt. Ihre in dem Plan vorgesehene Entwaffnung lehnt die Hamas weiterhin ab.

Seit Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 760 Palästinenser in dem schmalen Küstenstreifen getötet worden. (dpa)

20:04 Uhr

Dienstag, 21. April

UN: Zehntausende Seeleute sitzen im Persischen Golf fest

Wegen des Iran-Krieges sind nach UN-Angaben immer noch Zehntausende Seeleute im Persischen Golf gestrandet. «Rund 20'000 zivile Seeleute befinden sich weiterhin an Bord von Schiffen im Persischen Golf», sagte die Sprecherin der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Natasha Brown, am Dienstag. Ihre Vorräte gingen zur Neige. Die Besatzungen litten unter Müdigkeit und schwerem psychischem Stress.

Der Iran hatte nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch grosse Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Im Anschluss an eine ausserordentliche Ratssitzung im März erklärte die IMO, dass sie mit «relevanten Staaten an der Entwicklung eines Rahmens für die sichere Überfahrt» arbeite, um gestrandete Besatzungen zu evakuieren und gleichzeitig den Zugang zu Versorgungsgütern zu koordinieren.

Laut Brown sitzen aber immer noch Hunderte Schiffe im Persischen Golf fest. Die IMO habe seit Kriegsbeginn 25 Angriffe auf Handelsschiffe bestätigt, sagte sie. Dabei seien mindestens zehn Seeleute getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden.

Inzwischen lässt der Iran zwar wieder einige Schiffe durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe sowie ihrer Ladung und verlangt Geld dafür. Die USA wiederum haben eine Blockade über iranische Häfen verhängt. (dpa)

19:34 Uhr

Dienstag, 21. April

Iran lässt Teilnahme an Verhandlungen mit den USA offen

Der Iran hat nach Angaben des Aussenministeriums noch keine Entscheidung über eine Teilnahme an neuen Gesprächen mit den USA getroffen. Ministeriumssprecher Ismail Baghai warf der US-Regierung am Dienstag im Staatsfernsehen «inakzeptable Aktionen» vor. Deswegen sei über eine Teilnahme noch nicht endgültig entschieden.

Bislang haben weder die USA noch der Iran noch das mutmassliche Gastgeberland Pakistan öffentlich erklärt, wann es eine zweite Verhandlungsrunde geben könnte. US-Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation voraussichtlich leiten wird, war nach Angaben des Weissen Hauses am Dienstag noch in Washington. (dpa)

19:14 Uhr

Dienstag, 21. April

Medien: Abreise von Vance nach Pakistan verzögert sich

Vor einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran in Pakistan verzögert sich US-Medienberichten zufolge die Abreise der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance. Er hätte eigentlich am Morgen (Ortszeit Washington) zu einer möglichen weiteren Verhandlungsrunde mit dem Iran aufbrechen sollen, berichten die «New York Times» und der Sender CNN am Mittag. Stattdessen befinde sich Vance aber noch in Washington, um an weiteren politischen Besprechungen im Weissen Haus teilzunehmen, hiess es unter Berufung auf einen Regierungsbeamten.

Unsicherheit über Iran-Gespräche: Vance bleibt vorerst in Washington.
Bild: EPA

«Axios»-Reporter Barak Ravid schrieb auf der Plattform X, dass sich auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner noch in den USA befänden. Das Flugzeug, dass sie eigentlich am Morgen von Miami nach Pakistan hätte bringen sollen, sei erst am Mittag abgehoben und befinde sich nun auf dem Weg nach Washington.

Während die Zeit für eine Einigung zwischen den USA und dem Iran angesichts einer bald auslaufenden Waffenruhe drängt, ist nach wie vor unklar, ob es zu neuen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommt. Trump hatte am Wochenende seine Bereitschaft dazu signalisiert - und sich bis zuletzt optimistisch gegeben. Doch aus dem Iran gibt es noch immer keine offizielle Zusage für weitere Friedensgespräche in Islamabad.

Vor gut bald anderthalb Wochen fand dort bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Delegationen aus Washington und Teheran statt, die auf US-Seite von Vance geleitet wurde. Die Gespräche endeten jedoch ohne Ergebnis. (dpa)

18:24 Uhr

Dienstag, 21. April

Trotz Waffenruhe wieder Zwischenfälle im Libanon

Trotz Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah kommt es im Südlibanon weiter zu Zwischenfällen. Israels Armee griff eigenen Angaben zufolge Personen an, die in ein kontrolliertes Gebiet vorgedrungen seien und eine Bedrohung dargestellt hätten. Auch libanesische Sicherheitskreise berichteten von verdächtigen Bewegungen in gesperrten Zonen.

Zudem meldete Israel Raketenangriffe der Hisbollah auf eigene Soldaten und reagierte mit Gegenschlägen, während auch aus dem Libanon von israelischem Raketen- und Artilleriebeschuss berichtet wurde. Angaben zu Opfern gibt es bislang nicht.

Die Waffenruhe erlaubt Israel defensive Massnahmen bei akuten Bedrohungen. Israelische Truppen bleiben im Südlibanon stationiert, wo Israel eine Sicherheitszone eingerichtet hat, während der Libanon dies als Besatzung bewertet. (dpa)

17:56 Uhr

Dienstag, 21. April

Pakistan: Bisher keine Zusage Irans zu Treffen in Islamabad

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist weiter ungewiss, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Nach pakistanischen Angaben gibt es bisher keine Zusage Irans zu Friedensgesprächen in Islamabad. Die Waffenruhe zwischen den Kriegsparteien ende am Mittwoch um «4:50 am PST», hiess es in einer Mitteilung des pakistanischen Informationsministers Attaullah Tarar auf X.

Eine Umrechnung der Pakistan Standard Time (PST) ergibt 1:50 Uhr am Mittwochmorgen deutscher Zeit als Auslaufen der Waffenruhe - sehr viel eher als bisher angenommen. US-Präsident Donald Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht deutscher Zeit am 8. April, einem Mittwoch, verkündet. Zuletzt benannte Trump den Mittwochabend Washingtoner Zeit (früher Donnerstagmorgen deutscher Zeit) als das Ende der Feuerpause.

Attaullah Tarar machte keine Angaben darüber, woher die Angaben über den Zeitpunkt des Endes der Waffenruhe stammten. In der Mitteilung schrieb der Minister weiter, Pakistan sei mit der iranischen Seite durchgehend in Kontakt und bemühe sich um Diplomatie und Dialog. Eine Teilnahme der iranischen Delegation an Verhandlungen vor Ende der Waffenruhe sei «kritisch».

Auch nach Informationen des iranischen Staatsfernsehens hat der Iran noch keine Vertreter für Gespräche mit den USA nach Pakistan geschickt. Weder Experten für Vorgespräche noch eine Hauptdelegation seien in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gereist, hiess es in einem Bericht. (dpa)

17:33 Uhr

Dienstag, 21. April

Meloni nach Trump-Attacke: «Mut bedeutet, Meinung zu sagen»

Nach scharfer Kritik von US-Präsident Donald Trump hat sich Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni gelassen gezeigt. Sie sei von seinen Worten «nicht enttäuscht» gewesen, sondern habe damit gerechnet, sagte sie am Rande einer Möbelmesse in Mailand.

Der Streit geht auf Trumps harsche Kritik an den wiederholten Friedensappellen von Papst Leo XIV. zurück. Meloni hatte diese als «inakzeptabel» bezeichnet. Daraufhin warf Trump ihr mangelnden Mut vor und erklärte, er sei «schockiert» von ihr. Sie sei «nicht mehr dieselbe Person».

Meloni reagiert gelassen auf Trumps Kritik und verteidigt ihr Recht auf freie Meinungsäusserung.
Bild: EPA

Auf der Möbelmesse betonte die Ministerpräsidentin, sie habe lediglich ihre Meinung gesagt. «Ich glaube, Mut bedeutet, seine Meinung zu sagen, auch wenn man nicht einer Meinung ist» – in der Freundschaft gelte dasselbe. Das ändere nichts an den Beziehungen zwischen Italien und den Vereinigten Staaten. Auf Nachfrage sagte Meloni zudem, sie habe «zuletzt» nicht mit dem US-Präsidenten gesprochen. (dpa)

17:22 Uhr

Dienstag, 21. April

Jesus-Figur im Libanon beschädigt - Strafe für Soldaten

Ein Militärgericht in Israel hat 30 Tage Haft für zwei Soldaten wegen der Beschädigung eines christlichen Symbols im Südlibanon angeordnet. Betroffen ist der Soldat, der die Figur von Jesus Christus beschädigt hat sowie derjenige, der die Tat fotografiert hat, wie das israelische Militär am frühen Abend mitteilte. Beide dürfen demnach auch nicht mehr an Kampfeinsätzen beteiligt werden. Die Jesus-Statue sei inzwischen ersetzt worden, hiess es weiter.

Laut Armeeangaben wurden sechs weitere Soldaten wegen des Vorfalls zu Gesprächen geladen, die zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden sollen. Anschliessend sollen demnach Massnahmen für sie festgelegt werden. Alle sechs seien vor Ort gewesen und hätten nichts gegen die Beschädigung der Statue unternommen oder den Vorfall gemeldet.

Am Sonntag hatte Israels Armee ein Foto veröffentlicht, das zeigt, wie ein Soldat mit einem Hammer auf eine von einem Holzkreuz gefallene Jesus-Figur einschlägt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu äusserte sich «fassungslos», Aussenminister Gideon Saar entschuldigte sich bei allen Christen, deren Gefühle verletzt worden seien. (dpa)

16:57 Uhr

Dienstag, 21. April

Pentagon: Haben Schiff mit Verbindungen zum Iran geentert

US-Streitkräfte haben vergangene Nacht einen Öltanker geentert, der zuvor von den USA wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war. Es handele sich um ein «staatenloses sanktioniertes» Schiff, das im indopazifischen Raum gestoppt worden sei, teilte das Pentagon auf der Plattform X mit. Die USA würden weltweit Massnahmen ergreifen, «um illegale Netzwerke zu zerschlagen und sanktionierte Schiffe abzufangen, die dem Iran materielle Unterstützung leisten – wo auch immer sie operieren». Internationale Gewässer seien kein Zufluchtsort für sanktionierte Schiffe.

Mit dem Schritt wollen die USA den wirtschaftlichen Druck auf Iran weiter erhöhen, für den seine Ölindustrie zentral ist. Auch mit ihrer Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen versuchen die USA, Teheran zu schwächen und mit Blick auf ein mögliches Abkommen zu Zugeständnissen zu bewegen. (dpa)

16:56 Uhr

Dienstag, 21. April

Letzte Chance für den Frieden: Zittern kurz vor Ablauf der Waffenruhe im Iran

Während Donald Trump einen «schnellen Deal» sucht, betrachtet das Mullah-Regime «Zeit nicht als Zwang, sondern als Werkzeug». Was, wenn keine Einigung erzielt wird? Die wichtigsten Fragen und Antworten vor möglichen Gesprächen in Pakistan. (chm)

Mehr zum Thema:

16:51 Uhr

Dienstag, 21. April

Israel: Militär verurteilt Soldaten wegen Zerstörung von Jesus-Statue

Das israelische Militär hat zwei Soldaten wegen der Zerstörung einer Jesus-Statue im Libanon zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt. Zudem wurden die beiden aus dem Kampfeinsatz abgezogen, wie am Dienstag bekannt wurde. Einer der Soldaten soll im Süden des Libanons mit einem Vorschlaghammer die religiöse Statue zertrümmert haben. Sein Kollege soll das gefilmt haben. Nach Angaben des Militärs wurden zudem sechs weitere Militärangehörige einbestellt, die nicht eingeschritten seien. Es war demnach vorgesehen, dass ihre Vorgesetzten mit ihnen sprechen.

Aufnahmen des Vorfalls waren am Sonntag aufgetaucht. Die Zerstörung der Statue sorgte weltweit für Aufsehen und wurde von Vertretern des christlichen Glaubens verurteilt. (dpa)

16:26Uhr

Dienstag, 21. April

Pakistan ruft zur Verlängerung von Waffenruhe im Krieg gegen Iran auf

Pakistan hat die USA zur Verlängerung der Waffenruhe im Krieg gegen den Iran aufgefordert. Der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar habe betont, dass Pakistan «Dialog und Diplomatie als das einzig brauchbare Mittel» betrachte, «um auf Herausforderungen einzugehen und einen dauerhaften regionalen Frieden und Stabilität zu erzielen», teilte das pakistanische Aussenministerium nach einem Treffen Dars mit der Chargé d'Affaires der USA, Natalie Baker, am Dienstag mit. (dpa)

15:53 Uhr

Dienstag, 21. April

Angriffe auf jüdische Einrichtungen: Festnahmen in England

Im Zuge der Ermittlungen zu den Brandanschlägen auf jüdische Einrichtungen hat die Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei mehrere Personen festgenommen. Sieben Festnahmen stünden dabei in Zusammenhang mit einer mutmasslichen Verschwörung zur Durchführung eines weiteren Brandanschlags gegen die jüdische Gemeinschaft, teilte Scotland Yard mit. Das genaue Ziel sei bisher nicht bekannt.

Zuletzt kam es in London zu mehreren Angriffen auf jüdische Einrichtungen. Erst vor wenigen Wochen waren etwa vier Krankenwagen einer jüdischen Gemeinde in dem Londoner Vorort Golders Green bei einem Brandanschlag zerstört worden. Mehrere Verdächtige wurden angeklagt.

Seit dem Brandanschlag auf den jüdischen Rettungsdienst wurden demnach insgesamt 23 Personen durch die Serie von Angriffen festgenommen. Zu einem Brandanschlag auf eine Synagoge im Nordwesten Londons am Wochenende bekannte sich ein 17-Jähriger am Dienstag schuldig.

Die Polizei schliesst nicht aus, dass die Taten der vergangenen Wochen von der iranischen Regierung in Auftrag gegeben wurden. Teheran nutze regelmässig Kriminelle als Stellvertreter, erklärte Evans zuletzt und fügte hinzu: «Wir prüfen, ob diese Taktik hier in London angewandt wird – die Rekrutierung von Gewalt als Dienstleistung.»

Die meisten Vorfälle habe eine Gruppe namens Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia für sich reklamiert, so die Ermittler. Die Ausführung könnten jedoch Kriminelle ohne ideologische Motivation gegen Geld übernommen haben. (dpa)

15:36 Uhr

Dienstag, 21. April

Trump will Waffenruhe mit dem Iran nicht verlängern

US-Präsident Donald Trump will die Waffenruhe im Iran-Krieg nicht verlängern. Das gelte auch, falls die Gespräche mit Teheran Fortschritte machten, sagte Trump am Dienstag in einem Live-Telefoninterview mit dem TV-Sender CNBC.

Darin wurde Trump gefragt, ob er die Feuerpause fortsetzen würde, falls es in der nächsten Gesprächsrunde mit dem Iran Fortschritte gäbe. «Nun, das möchte ich nicht. Wir haben nicht viel Zeit», antwortete der Präsident. Der Iran habe eine Wahl gehabt und müsse verhandeln.

In dem Gespräch wurde Trump auch gefragt, ob er die Angriffe wieder aufnehmen würde, falls die anstehenden Gespräche in Islamabad keine Fortschritte bringen. «Nun, ich gehe davon aus, dass wir bombardieren werden, denn ich denke, das ist die bessere Herangehensweise», sagte der Präsident. Das Militär stehe dafür bereit.

Wann die Feuerpause ausläuft, war nicht klar. Bislang waren Beobachter von einem Auslaufen mit Erreichen der Zwei-Wochen-Frist in der Nacht zum Mittwoch ausgegangen, weil Trump die Waffenruhe am 8. April nach Mitternacht (MESZ) verkündet hatte. In einem Interview sprach Trump aber von einem Auslaufen am Mittwochabend nach Washingtoner Ortszeit. (dpa)

15:13 Uhr

Dienstag, 21. April

Katar: Die «ganze Welt» befürwortet Gespräche zum Iran-Krieg

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA richtet der Golfstaat Katar einen eindringlichen Appell an die Konfliktparteien. Der Krieg müsse enden, denn er habe die Region, die Weltwirtschaft und die Energiemärkte in eine «sehr gefährliche Lage» gebracht, sagte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari heute.

Über ein mögliches Scheitern der Gespräche wolle er sich nicht äussern, sagte al-Ansari. «Die ganze Welt unterstützt diese Verhandlungen und die Bemühungen Pakistans.» Katar habe dabei weiter Hoffnung und plädiere dafür, die aktuell geltende Waffenruhe zumindest zu verlängern, wenn es in den Verhandlungen vorerst keine Einigung gebe.

Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, erneut eine Delegation für Verhandlungen zum Krieg nach Islamabad zu schicken. Es ist jedoch weiterhin ungewiss, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. Der Iran hat nach Informationen des Staatsfernsehens noch keine Vertreter für Gespräche mit den USA nach Pakistan geschickt. Trump hat Mittwochabend Washingtoner Zeit als Ende der Feuerpause genannt, was im Iran in den Morgenstunden am Donnerstag wäre. (dpa)

14:54 Uhr

Dienstag, 21. April

Macron bekräftigt Unterstützung für Beirut nach Angriff auf UN-Truppe

Macron bekräftigt bei einem Treffen mit Libanons Premier Salam in Paris Frankreichs Unterstützung für die Waffenruhe sowie für Hilfe für Vertriebene und notwendige Reformen zum Wiederaufbau des Landes.

Überschattet wird das Gespräch von einem tödlichen Angriff auf UN-Blauhelme im Südlibanon. Macron macht die Hisbollah verantwortlich, fordert Aufklärung und betont, dass UN-Soldaten unter keinen Umständen angegriffen werden dürfen.

Parallel laufen diplomatische Bemühungen zur Entspannung im Nahostkonflikt, darunter erste direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten sowie eine von den USA verkündete Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. (dpa)

14:44 Uhr

Dienstag, 21. April

Neue Gespräche im Iran-Krieg unklar – Iran droht mit «Hölle»

Kurz vor Ablauf der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist unklar, ob neue Verhandlungen zustande kommen. Offizielle Signale aus Teheran fehlen, während Washington laut Medien Gespräche vorbereitet. Trump wirft dem Iran Verstösse gegen die Waffenruhe vor und hält eine Verlängerung ohne Einigung für unwahrscheinlich.

Irans Militär droht bei einer Eskalation mit massiven Angriffen („Hölle“ für USA und Israel). Deutschland fordert Teheran zu Gesprächen auf, während die USA sich optimistisch über ein mögliches Abkommen zeigen. Gleichzeitig verschärfen Spannungen um die Strasse von Hormus und eine US-Seeblockade die Lage und gelten als Hindernis für Verhandlungen.

Auch andere Konfliktherde bleiben angespannt: Israel droht der Hisbollah-Führung im Libanon, während Gespräche zwischen Israel und dem Libanon fortgesetzt werden sollen. Zudem setzt der Iran Hinrichtungen im Zusammenhang mit Protesten fort. (dpa)

14:10 Uhr

Dienstag, 21. April

China: Kritische Übergangsphase zwischen Krieg und Frieden

China hat kurz vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA auf weitere Verhandlungen gedrungen. Es handele sich derzeit um eine kritische Übergangsphase zwischen Krieg und Frieden, sagte Guo Jiakun, ein Sprecher des Aussenministeriums in Peking. Es sei nun umso wichtiger, «dass alle Parteien grösste Aufrichtigkeit zeigen, sich weiterhin für eine politische Lösung einsetzen und die Dynamik der Waffenruhe und der Verhandlungen aufrechterhalten». Staatschef Xi Jinping hatte am Montag die Öffnung der Strasse von Hormus gefordert. (dpa)

14:08 Uhr

Dienstag, 21. April

Iran zeigt sich kriegsbereit: «Hölle» für USA und Israel

Irans Militär hat sich vor dem Auslaufen der Waffenruhe bereit für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen gegen Israel und die USA gezeigt. Das Militär sei einsatzbereit und werde sich nicht überraschen lassen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, Sprachrohr der mächtigen Revolutionsgarden. Neue Ziele seien für eine Rückkehr zum Krieg identifiziert worden. Vom ersten Moment der Wiederaufnahme von Angriffen werde man eine «Hölle» für die Amerikaner und Israelis schaffen, hiess es. (dpa)

14:02 Uhr

Dienstag, 21. April

Trump wirft Iran Bruch der Waffenruhe vor

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wirft US-Präsident Donald Trump Teheran vor, die Feuerpause wiederholt missachtet zu haben. «Der Iran hat die Waffenruhe mehrfach verletzt!», schreibt Trump in einem neuen Post auf Truth Social. Details nannte der US-Präsident nicht; sein Post umfasste nur diesen einen Satz. Trump hatte zuvor gesagt, er halte eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran für «sehr unwahrscheinlich», sollte es vor deren Ablauf keine Vereinbarung mit Teheran geben. Er nannte Mittwochabend Washingtoner Zeit als das Ende der Feuerpause.

Weil der Iran den USA zeitlich siebeneinhalb Stunden voraus ist, würde das Ende der Waffenruhe dort in die Morgenstunden am Donnerstag fallen. Am Sonntag hatte Trump mitgeteilt, erneut eine Delegation für Verhandlungen nach Islamabad zu schicken. Es ist jedoch weiterhin ungewiss, ob es zu einer neuen Verhandlungsrunde kommt. (dpa)

12:33 Uhr

Dienstag, 21. April

Erstmals wieder Inlandsflüge im Iran nach mehr als 50 Tagen

Nach mehr als 50 Tagen will der Iran den Luftverkehr im Inland wieder aufnehmen. Erstmals nach Kriegsbeginn sei am Mittwoch wieder ein Flug der staatlichen Fluggesellschaft Iran Air aus der Hauptstadt Teheran in die nordöstliche Millionenmetropole Maschhad geplant, hiess es in übereinstimmenden iranischen Medienberichten. Die Maschine soll danach Passagiere aus Maschhad zurück nach Teheran fliegen. Im Krieg waren im Iran Dutzende Passagierflugzeuge ausser Betrieb genommen worden, wie die Zeitung «Shargh» jüngst berichtete. Sieben Flughäfen seien Ziel der israelisch-amerikanischen Bombardierungen geworden. Die grössten Schäden entstanden demnach an den Flughäfen Mehrabad in Teheran sowie in der nordwestlichen Metropole Tabris. Besonders betroffen waren die Airlines Mahan Air und Iran Air. (dpa)

11:43 Uhr

Dienstag, 21. April

Russland hebt Beschränkungen für iranischen Luftraum auf

Die russischen Behörden haben Beschränkungen für Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate und durch den iranischen Luftraum aufgehoben. Das russische Verkehrsministerium teilte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ria Nowosti mit, die russische Luftverkehrsbehörde habe die Empfehlung an russische Fluggesellschaften aufgehoben, den Ticketverkauf für Flüge von und in die Emirate vorübergehend einzustellen. Auch die Beschränkungen für Flüge durch den iranischen Luftraum wurden aufgehoben, wie es in dem Bericht unter Berufung auf eine Mitteilung des Ministeriums hiess. Flüge zu iranischen Flughäfen und Transitflüge über das Land würden nun unter Berücksichtigung der Empfehlungen der örtlichen Luftverkehrsbehörden durchgeführt. (dpa)

11:42 Uhr

Dienstag, 21. April

Deutschland fordert Iran zu Verhandlungen mit USA auf

Die Bundesregierung fordert von der politischen Führung in Teheran ein Eingehen auf das Gesprächsangebot der USA. «Wir rufen den Iran jetzt dringend dazu auf, nach Islamabad zu kommen und konstruktiv mit den Vereinigten Staaten von Amerika zu verhandeln», sagte Aussenminister Johann Wadephul am Rande eines Treffens mit EU-Kollegen in Luxemburg. Der Krieg gehe bald in den dritten Monat und man haben ein Interesse, dass der Konflikt rasch gelöst werden könne. Wadephul kritisierte zudem die iranische Blockade der Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. «Wir fordern den Iran dazu auf, die freie und sichere Schifffahrt durch die Strasse von Hormus unverzüglich wiederherzustellen», sagte er. Als Europäer teile man dieses Ziel mit den Partnern am Golf und stehe bereit, nach Ende der Auseinandersetzung die Lage abzusichern. (dpa)

06:15 Uhr

Dienstag, 21. April

US-Seeblockade bleibt Hindernis für Verhandlungen mit Iran

Kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA ist eine Fortsetzung der Verhandlungen weiter ungewiss. Beide Parteien zeigten sich zuletzt unnachgiebig. Doch Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance vor einer Abreise Richtung Pakistan. Zentraler Streitpunkt bleibt die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. US-Präsident Donald Trump teilte auf Truth Social mit, dass er an der Blockade festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Teheran knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen jedoch an die Aufhebung der Seeblockade. (dpa)

06:13 Uhr

Dienstag, 21. April

Optimismus an Börsen in Ostasien hält an

Die Börsenkurse in Ostasien sind vor Ablauf der derzeitigen Waffenruhe im Iran erneut gestiegen. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte eine Stunde nach Handelsstart um rund zwei Prozent. Damit rangiert er derzeit sogar höher als noch zu Beginn des aktuellen Iran-Kriegs Ende Februar. Der japanische Nikkei 225 stieg zum selben Zeitpunkt – 10 Uhr morgens Ortszeit – um knapp 1,2 Prozent. Damit setzen die Märkte in Seoul und Tokio offenbar trotz der anhaltenden Spannungen in Nahost auf eine mögliche Einigung zwischen Washington und Teheran. (dpa)

06:11 Uhr

Dienstag, 21. April

Leavitt: USA waren einem guten Deal mit dem Iran nie näher

Trotz der Unklarheit über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde sieht sich die US-Regierung einem ihrer Meinung nach guten Abkommen mit dem Iran näher denn je. «Die Vereinigten Staaten standen noch nie so kurz davor wie jetzt gerade, ein wirklich gutes Abkommen zu schliessen – ganz im Gegensatz zu dem schrecklichen Abkommen, das Barack Hussein Obama unterzeichnet hat», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, dem Sender Fox News. Damit bezog sie sich auf das Atomabkommen von 2015, das US-Präsident Donald Trump später aufkündigte.

Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter. Sollte es dennoch nicht dazu kommen, habe der Präsident mehrere Optionen zur Verfügung, «von denen er ohne zu zögern Gebrauch machen wird.» Trump habe zuvor gezeigt, dass er seinen Worten Taten folgen lasse. Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft Trump zufolge am Mittwochabend Washingtoner Zeit aus. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde er Angriffe auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur anordnen, teilte Trump mit. Ob es vor Ende der Feuerpause noch zu einer zweiten Verhandlungsrunde kommt, ist unklar. (dpa)

21:52 Uhr

Montag, 20. April

Iran nennt Hindernis für Gespräche – schliesst sie aber nicht aus

Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi hat den USA neue Vorwürfe gemacht – eine neue Verhandlungsrunde aber nicht explizit ausgeschlossen. «Die Provokationen, die Drohrhetorik und die anhaltenden Verstösse der USA gegen die Waffenruhe, insbesondere die Angriffe auf iranische Handelsschiffe, sind ein erhebliches Hindernis für eine Fortsetzung des diplomatischen Prozesses», sagte er einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen. «Der Iran wird die Umstände genauestens abwägen und dann über den weiteren Weg entscheiden.»

Irans Aussenamtssprecher hatte zuvor bei einer Pressekonferenz in Teheran gesagt, der Iran habe noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, so der Sprecher.

Der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar appellierte an Araghtschi, den Dialog schnellstmöglich fortzusetzen, um Frieden sowie Stabilität in der Region zu fördern, wie das Aussenministerium auf der Plattform X zu dem Telefonat mitteilte. Ähnlich hatte er sich bereits in einem Telefonat am Sonntag geäussert.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag vor dem Hintergrund der am Mittwoch auslaufenden Waffenruhe mitgeteilt, erneut eine Delegation für Verhandlungen nach Islamabad zu schicken. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person, dass die US-Delegation plane, «bald» nach Pakistan aufzubrechen.

Vor gut einer Woche fand in Islambad bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Vertreter aus Washington und Teheran statt. Die Gespräche endeten jedoch ohne Ergebnis. (dpa)

20:49 Uhr

Montag, 20. April

Libanon meldet Verletzte nach israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach Behördenangaben trotz einer geltenden Waffenruhe mehrere Menschen verletzt worden. Das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Beirut meldete, dass bei einem Angriff in der Provinz Nabatija im Südlibanon sechs Menschen verletzt wurden. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, die Angelegenheit zu prüfen.

Seit vergangener Woche gilt nach mehr als sechs Wochen Krieg eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon. In der aktuellen Vereinbarung heisst es, Israel soll zwar «offensive» Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen, das Land darf sich jedoch gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.

Viele im Libanon fürchten sich vor einer Wiederholung der Ereignisse der Waffenruhe von 2024. Ein monatelanger gegenseitiger Beschuss führte bereits damals zu einem offenen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah. Ende November 2024 wurde eine Waffenruhe beschlossen. Doch beide Seiten warfen sich immer wieder Verstösse vor. Das israelische Militär griff weiter nahezu täglich im Nachbarland an. Dabei wurden nach UN-Angaben auch Dutzende Zivilistinnen und Zivilisten getötet.

Israelische Soldaten sind auch weiterhin im Südlibanon stationiert. Die Hisbollah gab an, dort am Nachmittag israelische Panzer angegriffen zu haben. (dpa)

20:13 Uhr

Montag, 20. April

US-Militär: haben 27 iranische Schiffe zurückgeschickt

Das US-Militär hat im Rahmen der Blockade iranischer Häfen nach eigenen Angaben 27 Schiffe zurückbeordert. Die Blockade konzentriere sich auf Schiffe, die in iranische Häfen ein- oder auslaufen, teilte das Militär am Montag mit. Am Wochenende hatten US-Streitkräfte ein iranisches Frachtschiff beschlagnahmt.

Die USA wollen mit ihrer Blockade erreichen, dass der Iran die von ihm praktisch gesperrte Meerenge von Hormus wieder freigibt, durch die normalerweise 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls verschifft werden. Der Iran hatte sie gesperrt, nachdem die USA und Israel ihn Ende Februar angegriffen hatten. (dpa)

19:30 Uhr

Montag, 20. April

Israel: Tödliche Angriffe auf Terroristen im Libanon

Ungeachtet der Waffenruhe mit Israel gibt es im Libanon weiter Tote bei gewaltsamen Konfrontationen. Bei zwei Einsätzen hätten israelische Soldaten im Südlibanon «Terroristen ausgeschaltet», teilte die Armee mit. Diese verstiessen demnach gegen die Waffenruhe und näherten sich den Soldaten; es habe eine «unmittelbare Bedrohung» gegeben. Die Luftwaffe habe auf Anweisung von Bodentruppen geschossen. Es war zunächst unklar, wie viele Tote es bei den Vorfällen gab.

In der Nacht zum Freitag war im Libanon eine zehntägige Waffenruhe im Konflikt zwischen der libanesischen Hisbollah-Miliz und Israel in Kraft getreten. Seitdem kam es aber zu neuen Zwischenfällen. Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine sogenannte «Sicherheitszone» eingerichtet, die zum Schutz der nordisraelischen Ortschaften vor Hisbollah-Angriffen dienen solle. Die libanesische Führung spricht dagegen von einer Besatzung seines Staatsgebiets. (dpa)

18:56 Uhr

Montag, 20. April

Trump: Waffenruhe-Verlängerung ohne Deal «unwahrscheinlich»

US-Präsident Donald Trump hält eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran für «sehr unwahrscheinlich», sollte es vor deren Ablauf keine Vereinbarung mit Teheran geben. Die aktuell geltende Feuerpause laufe am Mittwochabend (Ortszeit Washington) aus, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Bloomberg nach einem Telefoninterview.

Trump hatte die zweiwöchige Waffenruhe nach Mitternacht (MESZ) am 8. April, einem Mittwoch, verkündet. Vielfach war das Ende der Waffenruhe für diese Woche daher mit der Nacht zu Mittwoch angegeben worden.

Es ist weiterhin offen, ob und wenn ja, wann es eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran geben wird. Die US-Delegation soll laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle «bald» in die pakistanische Hauptstadt Islamabad aufbrechen. Der Iran hat einer zweiten Verhandlungsrunde offiziell allerdings noch nicht zugestimmt.

Vor gut einer Woche fand in Islambad bereits eine erste Verhandlungsrunde hochrangiger Delegationen aus Washington und Teheran statt - sie endete ohne Ergebnis. (dpa)

18:54 Uhr

Montag, 20. April

US-Vize Vance offenbar noch in Washington

US-Vizepräsident JD Vance befindet sich offenbar nicht auf dem Weg zu Gesprächen über ein Ende des Iran-Kriegs in Pakistan. Seine Wagenkolonne fuhr am späten Montagvormittag (Ortszeit) am Weissen Haus vor. Das bedeutet, dass Vance die USA nicht für Gespräche in Islamabad verlassen hat.

Trump hatte am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social erklärt, US-Unterhändler würden am Montag in Islamabad sein. Das Weisse Haus teilte mit, Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden nach Pakistan reisen. Die «New York Post» berichtete am Montag unter Berufung auf eine Aussage Trumps, Vance sei bereits unterwegs nach Pakistan. (dpa)

17:34 Uhr

Montag, 20. April

US-Seeblockade Hürde für weitere Verhandlungen zwischen Iran und USA

Die US-Seeblockade vor der Strasse von Hormus ist nach iranischen Angaben ein zentrales Hindernis für weitere Verhandlungen mit den USA. Teheran knüpft eine Teilnahme an einer zweiten Gesprächsrunde an mehrere Vorbedingungen, darunter die Aufhebung der Blockade. Dies geht aus einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hervor, der sich auch auf unbestätigte US-Medienberichte über mögliche neue Gespräche bezieht.

Auch aus pakistanischen Sicherheitskreisen heisst es, die Blockade sei ein zentraler Streitpunkt. Demnach habe Pakistans Armeechef Asim Munir US-Präsident Donald Trump in mehreren Telefonaten darüber informiert, dass Iran eine Aufhebung der Seeblockade als Voraussetzung für weitere Verhandlungen verlangt. Munir gilt als wichtiger Vermittler in dem Konflikt und steht in engem Austausch mit beiden Seiten.

Trump machte jedoch klar, dass er an der Blockade festhalten will, bis eine Einigung erzielt ist. Der Iran fordert hingegen deren Aufhebung als Bedingung für neue Gespräche – damit bleibt die Seeblockade ein zentraler Konfliktpunkt und erschwert eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen. (dpa)

17:30 Uhr

Montag, 20. April

Trump: Israel gab nicht den Anstoss zum Iran-Krieg

US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe sich von Israel in den Krieg gegen den Iran hineinziehen lassen. «Israel hat mich nie zum Krieg mit dem Iran überredet», erklärte Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social. Die Folgen des Terrorangriffs auf Israel vom Oktober 2023 hätten zu seiner «lebenslangen Meinung beigetragen, dass der IRAN NIEMALS EINE ATOMWAFFE HABEN DARF», schrieb Trump unter teilweiser Verwendung von Grossbuchstaben.

Bild: Screenshot: Truth Social

Trump ist seit Beginn des Kriegs Ende Februar immer wieder mit Kritik konfrontiert worden, er sei Israel in den Krieg gefolgt. Er hingegen warf den Medien vor, ein falsches Narrativ zu verbreiten. (dpa)

17:22 Uhr

Montag, 20. April

EU trifft Palästinenser zu Nahost-Friedenskonferenz

Die EU hat sich in Brüssel gemeinsam mit mehr als 60 Ländern und palästinensischen Vertretern mit dem Gaza-Krieg und einer möglichen Zweistaatenlösung befasst. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Stabilität, Sicherheit und ein langfristiger Frieden. Palästinenser-Ministerpräsident Mohammed Mustafa forderte dabei eindringlich die Schaffung eines eigenen Staates, um den Menschen im Gazastreifen wieder Perspektiven zu geben.

Gleichzeitig wird innerhalb der EU über mögliche Massnahmen gegen die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu diskutiert. Nach der Wahlniederlage von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban könnten entsprechende Schritte mehr Unterstützung finden. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez will das EU-Assoziierungsabkommen mit Israel aussetzen, stösst damit jedoch auf Widerstand unter anderem aus Deutschland und Österreich.

Trotz zunehmender Gewalt und schwieriger Rahmenbedingungen halten viele Staaten an der Zweistaatenlösung als einzig realistischem Weg zu einem dauerhaften Frieden fest. Gleichzeitig forderte Mustafa neben einem eigenen Staat auch den Abzug israelischer Truppen aus dem Gazastreifen sowie die Entwaffnung bewaffneter Gruppen. (dpa)

16:28 Uhr

Montag, 20. April

Medien: Neue Verhandlungen Israels mit Libanon am Donnerstag

Die Gespräche auf Botschafterebene zwischen Israel und dem Libanon sollen nach israelischen Medienberichten am Donnerstag in Washington fortgesetzt werden. Dies berichteten das israelische Nachrichtenportal «ynet» und die «Jerusalem Post». Offiziell gab es zunächst keine Bestätigung dafür.

Vor knapp einer Woche hatte sich in Washington die libanesische Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, mit dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, getroffen. Es war das erste direkte Gespräch von Repräsentanten beider Länder seit Jahrzehnten. Auch US-Aussenminister Marco Rubio war zugegen.

Israel strebt nach Worten des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit den direkten Verhandlungen ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an. Er fordert auch eine Entwaffnung der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz, mit der Israel bis zuletzt wieder im offenen Krieg stand.

Die libanesische Regierung will eine dauerhafte Waffenruhe und einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem Süden des Libanons erreichen. Israel hat dort nach eigenen Angaben eine sogenannte «Sicherheitszone» eingerichtet, die libanesische Führung spricht dagegen von Besatzung libanesischem Bodens.

In der Nacht zum Freitag trat im Libanon eine zehntägige Waffenruhe in Kraft. Seitdem kam es aber zu neuen Zwischenfällen. Die vergangenen sechs Wochen hatte die Hisbollah-Miliz mit Israel Krieg geführt. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind nicht Konfliktpartei. (dpa)

15:51 Uhr

Montag, 20. April

Israels Präsident zeichnet Milei mit Ehrenmedaille aus

Der argentinische Präsident Javier Milei ist in Israel mit der Ehrenmedaille des Präsidenten ausgezeichnet worden. Izchak Herzog verlieh ihm die höchste zivile Auszeichnung bei einer Zeremonie in Jerusalem und würdigte ihn als engen Freund Israels. Es ist Mileis dritter Besuch in Israel innerhalb von zwei Jahren.

2 Der argentinische Präsident Javier Milei nimmt am 20. April 2026 in der Präsidentenresidenz in Jerusalem an einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Herzog teil.
Bild: EPA

Zum 78. Unabhängigkeitstag Israels entzündet Milei während seines Besuchs zudem eine Fackel. Die Feiern orientieren sich am hebräischen Kalender und beginnen in diesem Jahr am Dienstagabend. Der Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 gegründet.

Bei einem Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntagabend wurde die Einrichtung einer direkten Flugverbindung zwischen Tel Aviv und Buenos Aires angekündigt. Zudem unterzeichneten beide Seiten mehrere strategische Abkommen. Milei setzt sich für eine Vertiefung der Beziehungen Israels zu weiteren lateinamerikanischen Staaten ein.

Milei bekräftigte ausserdem seine Absicht, die argentinische Botschaft künftig in Jerusalem zu eröffnen. Dieser Schritt ist international umstritten.

Israel betrachtet Jerusalem als seine Hauptstadt, während die Palästinenser Ost-Jerusalem für einen künftigen eigenen Staat beanspruchen. Mehrere Staaten haben ihre Botschaften bereits nach Jerusalem verlegt.

Milei stellte sich zudem im Konflikt mit dem Iran klar auf die Seite Israels und der USA und sprach von «Brüdern im Schmerz» angesichts gemeinsamer Erfahrungen mit Terroranschlägen. (dpa)

15:04 Uhr

Montag, 20. April

Zweite Verhandlungsrunde zwischen Iran und USA weiter offen

Kurz vor Ende der Feuerpause im Iran-Krieg bleibt unklar, ob Washington und Teheran weiter verhandeln. Spannungen verursacht vor allem die US-Seeblockade in der Strasse von Hormus, wo ein iranischer Frachter gestoppt wurde.

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi traf Vertreter beider Seiten und warb für eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad. Der Iran hat darüber noch nicht entschieden und prüft laut Regierung einen neuen US-Vorschlag.

Teheran lehnt Gespräche derzeit wegen US-Forderungen und der Blockade ab. US-Präsident Donald Trump zeigt sich verhandlungsbereit, drohte aber zugleich mit massiven Angriffen. US-Vertreter wollen nach Islamabad reisen, wo Pakistan vermittelt.

China kritisierte das US-Vorgehen und rief zur Einhaltung der Waffenruhe auf. Auch im Libanon bleibt die Lage trotz Feuerpause angespannt: Israel meldete einen Angriff auf eine Raketenstellung, die Hisbollah sprach von Angriffen auf israelische Fahrzeuge. (dpa)

14:44 Uhr

Montag, 20. April

Netanjahu verurteilt Beschädigung von Jesus-Figur im Libanon

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Beschädigung einer Jesus-Figur durch einen israelischen Soldaten im Libanon verurteilt. Er sei «fassungslos und traurig» über den Zwischenfall, schrieb Netanjahu am Montag auf der Plattform X. Es sei eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet worden.

Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte bestätigt, dass einer ihrer Soldaten mit einem Hammer auf eine umgestürzte Jesus-Figur eingeschlagen hatte. Wo genau sich der Zwischenfall ereignete, gab das Militär nicht bekannt. Es erklärte aber, es werde der betroffenen christlichen Gemeinde helfen, die Figur wiederherzustellen.

Der US-Botschafter in Israel, der streng gläubige Christ Mike Huckabee, forderte die Regierung auf, diese «empörende Tat» zu bestrafen. (dpa)

14:29 Uhr

Montag, 20. April

Pakistanische Regierungskreise: Iran offen für weitere Verhandlungen

Der Iran ist nach Angaben aus pakistanischen Regierungskreisen zu einer Teilnahme an einer zweiten Runde der Verhandlungen mit den USA bereit. Die iranischen Behörden hätten ihre Bereitschaft zum Ausdruck gebracht, dafür in dieser Woche eine Delegation nach Islamabad zu entsenden, sagten zwei pakistanische Gewährspersonen am Montag. Man sei vorsichtig optimistisch, dass sowohl eine Delegation des Irans als auch eine der USA in die pakistanische Stadt reisen könnte, hiess es. Details zu den Reiseplänen beider Länder würden wegen Sicherheitsbedenken nicht genannt. Zudem riefen die Gewährspersonen Medien auf, nicht über den Zeitpunkt der Verhandlungen zu spekulieren. (dpa)

14:20 Uhr

Montag, 20. April

Präsident: Libanon verhandelt für sich selbst

Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun hat ausgeschlossen, dass jemand anderes - wie etwa der Iran - die Interessen seines Landes in Friedensverhandlungen vertritt. Eine libanesische Delegation unter Führung des Diplomaten Simon Karam werde die nächste Verhandlungsrunde mit Israel bestreiten, sagte Aoun am Montag. «Niemand wird sich an dieser Mission mit dem Libanon beteiligen oder dessen Rolle übernehmen.» Ziel sei es, die Kämpfe zu beenden, einen Abzug des israelischen Militärs aus dem Libanon zu erreichen und die libanesische Armee bis zur international anerkannten Grenze im Süden des Land zu stationieren, sagte Aoun.

Der Libanon habe zwei Optionen: eine Fortführung des Krieges zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz oder dessen Beendigung durch Verhandlungen. Die Hisbollah hat die Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon abgelehnt, die vergangene Woche begannen. Es sind seit Jahrzehnten die ersten direkten Gespräche zwischen den beiden Staaten, die sich technisch gesehen im Kriegszustand befinden. Ein Termin für die nächste Gesprächsrunde wurde noch nicht bestätigt. (dpa)

14:19 Uhr

Montag, 20. April

Xi fordert Öffnung der Strasse von Hormus

Chinas Präsident Xi Jinping hat die Wiedereröffnung der wegen des Iran-Krieges blockierten Strasse von Hormus gefordert. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, erklärte er in einem Telefonat mit dem saudischen Kronprinz Mohammed, die Volksrepublik unterstütze einen unverzüglichen und umfassenden Waffenstillstand sowie alle Bemühungen, den Frieden im Nahen Osten wiederherzustellen. Kronprinz Mohammed erklärte laut einer von Xinhua veröffentlichten Abschrift des Telefonats, Saudi-Arabien wolle den Konflikt durch Dialog lösen und hoffe darauf, dass sich eine weitere Eskalation vermeiden lasse. (dpa)

11:52 Uhr

Montag, 20. April

Palästinensischer Ministerpräsident wirbt für Zweistaatenlösung

Zum Auftakt einer Konferenz mit Vertretern von mehr als 60 Nationen hat der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Mustafa eindringlich für einen eigenen palästinensischen Staat geworben, um den Bewohnern des Gazastreifens wieder Hoffnung zu geben. Das vom Krieg verwüstete Palästinensergebiet brauche «einen Staat, eine Regierung, ein Gesetz und ein Ziel», sagte Mustafa am Montag in Brüssel. Gleichzeitig forderte er die «schrittweise und verantwortungsbewusste Einsammlung von Waffen aller bewaffneten Gruppen und auch den vollständigen Abzug Israels aus dem Gazastreifen».

Die Teilnehmer des Treffens der Globalen Allianz für die Zweistaatenlösung wollen die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit für die Palästinenserfrage aufrechterhalten, auch wenn der Fokus derzeit eher auf den Kriegen im Iran und im Libanon liegt. Der Krieg im Gazastreifen und israelische Militäreinsätze und Übergriffe durch Siedler im Wesjtordanland sowie der Ausbau ihrer Siedlungen haben die Hoffnung auf die Gründung eines eigenen palästinensischen Staates in den vergangenen Jahren zunehmend schwinden lassen. «Wir stellen ohne Naivität fest, dass die Zweistaatenlösung von Tag zu Tag schwieriger wird», sagte der belgische Aussenminister Maxime Prévott, der gemeinsam mit der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas den Vorsitz der Konferenz übernommen hat. «Belgien und viele europäische und arabische Partner sind weiterhin davon überzeugt, dass dies der einzige realistische Weg zu einem dauerhaften Frieden ist – für Israelis, für Palästinenser und für die Stabilität der gesamten Region.» (dpa)

11:30 Uhr

Montag, 20. April

China kritisiert US-Beschlagnahmung von iranischem Schiff

China hat die Beschlagnahmung eines unter iranischer Flagge fahrenden Tankers durch die USA kritisiert. Ein Sprecher des Aussenministeriums, Guo Jiakun, sagte am Montag in Peking, die Strasse von Hormus sei eine internationale Wasserstrasse. Die ungehinderte Durchfahrt von Schiffen liege im gemeinsamen Interesse der Staaten der Region und der internationalen Gemeinschaft. «Wir hoffen, dass alle Beteiligten verantwortungsbewusst handeln, das Waffenruheabkommen einhalten und eine Eskalation der Spannungen oder eine Verschärfung der Konflikte vermeiden.» (dpa)

10:30 Uhr

Montag, 20. April

Iran lässt zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten

Irans Justiz hat zwei Männer nach Spionagevorwürfen hinrichten lassen. Die Exekution erfolgte im Morgengrauen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Ein Revolutionsgericht in der Grossstadt Karadsch bei Teheran hatte das Urteil gesprochen. Irans Justiz warf den beiden Männern vor, für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert zu haben. Wann sie festgenommen wurden und wann das Urteil fiel, blieb zunächst unklar.

Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe im Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch als Mittel der Einschüchterung zu nutzen. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) mindestens 1639 Menschen hingerichtet, so viele wie seit 35 Jahren nicht mehr. (dpa)

10:29 Uhr

Montag, 20. April

Vizepräsident: Blockade von iranischem Öl hat Folgen für die Welt

Der Erste Vizepräsident des Irans, Mohammed-Resa Aref, hat ein Ende der Blockade iranischer Ölausfuhren gefordert. Die weltweiten Treibstoffpreise könnten sich nur stabilisieren, wenn der wirtschaftliche und militärische Druck auf iranische Ölexporte aufhöre, erklärte er auf der Plattform X. Man könne nicht die iranischen Ausfuhren beschränken und gleichzeitig erwarten, dass andere uneingeschränkt sicher seien. «Die Wahl ist klar: Entweder ein freier Ölmarkt für alle oder das Risiko erheblicher Kosten für alle.» (dpa)

10:27 Uhr

Montag, 20. April

Wieder Zwischenfälle im Libanon trotz Waffenruhe

Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge trotz der Waffenruhe im Libanon in der Nacht eine Raketenabschussrampe im Süden des Nachbarlandes angegriffen. Diese sei feuerbereit und eine «direkte Bedrohung für die Ortschaften in Nordisrael» sowie für Soldaten gewesen, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Die Armee werde sich weiterhin gegen Gefahren verteidigen und Sicherheit für israelische Zivilisten und Soldaten gewährleisten, hiess es in einer Erklärung weiter. Laut der vom US-Aussenministerium veröffentlichten Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und dem Libanon darf Israel alle notwendigen Massnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe ergreifen. Die Feuerpause war in der Nacht zum Freitag nach mehr als sechs Wochen Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon in Kraft getreten. (dpa)

10:23 Uhr

Montag, 20. April

Iran meldet mehr als 3300 Todesopfer seit Kriegsbeginn

Im Krieg mit Israel und den USA sind im Iran nach offiziellen Angaben mehr als 3300 Menschen getötet worden. Der Chef der iranischen Organisation für Rechtsmedizin, Abbas Masdschedi, sprach am Montag von mindestens 3375 Todesopfern. Die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan und andere iranische Medien zitierten ihn damit, dass nur noch vier der Toten nicht identifiziert seien. Eine Aufschlüsselung in Zivilisten und Angehörige der Sicherheitskräfte lieferte Masdschedi nicht, erklärte aber, 2.875 der Todesopfer seien männlich und 496 weiblich. 383 der Getöteten seien Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 18 Jahren. (dpa)

10:21 Uhr

Montag, 20. April

Irans Aussenministerium: Aktuell keine Verhandlungen geplant

Der Iran hat eigenen Angaben zufolge noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen. «In dieser Hinsicht wurde keine Entscheidung getroffen», sagte Aussenamtssprecher Ismail Baghai bei einer Pressekonferenz in Teheran. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant, sagte der Sprecher. Kurz vor dem Auslaufen der Feuerpause im Iran-Krieg am Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen an. Seine Vertreter werden demnach am Montagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eintreffen. Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein weiteres Treffen mit US-Vertretern unterdessen ab. (dpa)

10:20 Uhr

Montag, 20. April

Trotz Ungewissheit: Pakistan bereitet Iran-Gespräche vor

Trotz Ungewissheit über das Zustandekommen der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verhandlungen rüstet sich Pakistan für eine zweite Gesprächsrunde über den Iran-Krieg. Aus pakistanischen Regierungskreisen verlautete am Montag, seit Sonntag seien die diplomatischen Kontakte intensiviert worden, um eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran so bald wie möglich sicherzustellen, möglicherweise am Dienstag. US-Unterhändler seien am Montag in Islamabad, um zu verhandeln, hatte Trump am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social angekündigt.

In einer Mitteilung des Büros des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif zu einem anschliessenden Telefonat Sharifs mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian wurden die laut Trump geplanten Gespräche nicht erwähnt. Die Behörden in Islamabad begannen jedoch am Wochenende damit, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen, insbesondere im Umfeld eines Luxushotels, in dem das Treffen nach Einschätzung von Beobachtern stattfinden könnte. Soldaten wurden am Sonntag an Kontrollpunkten stationiert, Touristenattraktionen geschlossen und grosse Hotels angewiesen, Buchungen zu stornieren und ihre Räumlichkeiten freizuhalten. (dpa)

10:17 Uhr

Montag, 20. April

Pakistans Innenminister trifft US-Geschäftsträgerin

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi hat in Islamabad die Geschäftsträgerin in der US-Botschaft, Natalie Baker, getroffen. Dabei sei es um die Stärkung der Beziehungen zwischen den USA und Pakistan sowie um Vorbereitungen für eine zweite Gesprächsrunde über ein Ende des Iran-Krieges gegangen, teilte Naqvis Büro am Montag mit.

Der Minister habe Baker über die Sicherheitsvorkehrungen informiert und ihr mitgeteilt, es seien besondere Massnahmen getroffen worden, um die Sicherheit der anreisenden Delegationen zu gewährleisten. Wann die Gespräche beginnen sollen, wurde in der Mitteilung nicht angegeben. Baker würdigte den Angaben zufolge Pakistans Rolle bei der Entschärfung regionaler Spannungen und die Bemühungen des Landes, einen Dialog zu ermöglichen. (dpa)

07:19 Uhr

Montag, 20. April

Irans Aussenminister wirft USA mangelnde Ernsthaftigkeit vor

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat den USA vor der von US-Präsident Donald Trump angekündigten zweiten Gesprächsrunde zum Iran-Krieg in Islamabad mangelnde Ernsthaftigkeit vorgeworfen. Araghtschi äusserte dies laut iranischen Staatsmedien in einem Telefonat mit Pakistans Aussenminister Ishaq Dar. Demnach habe er gesagt, dass die Forderungen Washingtons in den Verhandlungen sowie Drohungen gegen iranische Schiffe und Häfen «klare Zeichen» mangelnder Aufrichtigkeit der USA seien. Die Äusserungen sind ein weiteres Zeichen dafür, dass sich die Spannungen zwischen Washington und Teheran verschärfen, bevor die Waffenruhe am Mittwoch auslaufen soll. Zudem könnten sie die Pläne für eine neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad in dieser Woche beeinflussen. (dpa)

06:18 Uhr

Montag, 20. April

Spannungen in Strasse von Hormus: Ölpreise steigen wieder deutlich

Vor dem Hintergrund neuer Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch in der vergangenen Woche. Auch die US-Sorte WTI legte ähnlich stark zu. Zu Beginn des Krieges Ende Februar lag der Preis für Brent noch bei unter 70 Dollar. (dpa)

06:07 Uhr

Montag, 20. April

US-Militär entert Iran-Schiff - was wird aus Verhandlungen?

Kurz nach einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verhandlungsbereitschaft mit Teheran hat das US-Militär einen iranischen Frachter angegriffen. Das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade zu durchbrechen, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Irans Militär sprach von «bewaffneter Seepiraterie» und kündigte an, man werde «bald reagieren», wie der regierungstreue Sender Press TV meldete. Kurz vor dem Ablaufen der Waffenruhe am Mittwoch sieht Teheran laut der Staatsagentur Irna «keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen».

Der iranische Präsident Massud Peseschkian warf Washington Vertragsbruch vor. Laut dem US-Regionalkommando Centcom war das Schiff auf dem Weg in die iranische Küstenstadt Bandar Abbas in der Strasse von Hormus. Die USA hatten zuvor bereits 25 Schiffe angewiesen, umzudrehen oder in ihre iranischen Häfen zurückzukehren. Dies ist jedoch der erste bekannte Vorfall, bei dem Gewalt angewendet wurde. Wegen der neuen Eskalation zogen die Ölpreise wieder an.

Neue Verhandlungen?

Nur Stunden zuvor hatte Trump angekündigt, dass seine Vertreter für neue Verhandlungen heute Abend in Pakistans Hauptstadt Islamabad sein würden. Der Iran hat eine Teilnahme bislang offiziell weder zugesagt noch abgesagt. Die USA böten der Führung in Teheran einen «sehr fairen und vernünftigen Deal» an, schrieb Trump. Er hoffe, dass der Iran diesen annehme. «Wenn sie es nicht tun, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran ausschalten», schrieb Trump und wiederholte damit frühere Drohungen.

Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus dem Weissen Haus, dass Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad reisen. Die iranische Führung lehnt dagegen laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen ab. Zur Begründung wurden übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen genannt

Bericht: Iraner befürchten Überraschungsangriff

Einem Bericht des US-Nachrichtenportals «Axios» zufolge argwöhnen iranische Beamte, dass Trump mit seinen Worten über ein Abkommen die Führung in Teheran täuschen wolle. Sie befürchteten einen Überraschungsangriff der USA. Irans Präsident Peseschkian sagte laut seiner Homepage in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif: «Die fortgesetzten provokanten und illegalen Handlungen der USA» im Rahmen der Seeblockade gegen den Iran stellten einen klaren Verstoss gegen die auslaufende Waffenruhe dar. Solche Massnahmen sowie die Drohungen von Trump vertieften das Misstrauen. Man sei entschlossen, das Land gegen «erneutes Abenteurertum» der USA und Israels konsequent zu verteidigen.

Vorbereitungen in Islamabad für neue Verhandlungen laufen

Seitens der pakistanischen Regierung wurde derweil offiziell noch nichts zu neuen Verhandlungen in Islamabad mitgeteilt. Kurz nach Trumps Ankündigung neuer Gespräche hatte das Aussenministerium aber mitgeteilt, Ressortchef Ishaq Dar habe in einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi betont, ein kontinuierlicher Dialog sei entscheidend, um die Spannungen rasch zu entschärfen und Frieden in der Region zu fördern. In Islamabad laufen seit Tagen Vorbereitungen für eine neue Verhandlungsrunde. (dpa)

22:03 Uhr

Samstag, 19. April

Trump: US-Militär hat iranisches Frachtschiff geentert

Die USA haben nach Darstellung von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. «Ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff namens TOUSKA, das fast 900 Fuss lang ist (etwa 274 Meter) und fast so viel wiegt wie ein Flugzeugträger, versuchte heute, unsere Seeblockade zu durchbrechen – was für die Besatzung nicht gut ausging», teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

A container ship is seen in the Strait of Hormuz off the coast of Qeshm Island, Iran, Saturday, April 18, 2026. (AP Photo/Asghar Besharati) APTOPIX Iran War
Bild: Asghar Besharati

Die Besatzung ignorierte demnach ein Warnsignal, woraufhin das US-Kriegsschiff «USS Spruance» auf den Maschinenraum feuerte. Ereignet habe sich der Vorfall im Golf von Oman. «Derzeit steht das Schiff unter der Kontrolle der US-Marine», teilte Trump mit. Die USA hatten zuvor eine Seeblockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern.

Trump zufolge steht das Schiff wegen illegaler Aktivitäten auf der Sanktionsliste der USA. Aktuell werde geprüft, was sich an Bord befinde. (dpa)

19:42 Uhr

Samstag, 19. April

Bericht: Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit den USA ab

Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit US-Vertretern ab. Zur Begründung hiess es am Abend, übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten «keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen». Ausserdem seien die Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan kommende Woche Teil einer amerikanischen Medienkampagne, um mit Schuldzuweisungen noch mehr Druck auf Teheran auszuüben.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, dass eine Delegation für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad reist. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social – ohne Angaben zur Zeitzone zu machen. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus dem Weissen Haus, dass Vizepräsident JD Vance, der Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner nach Islamabad reisen.

Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte unter Berufung auf eine informierte Quelle gemeldet, solange die US-Marine weiter an ihrer Seeblockade vor der Strasse von Hormus festhalte, werde es keine Verhandlungen geben. In den vergangenen Tagen seien jedoch unter Vermittlung des Nachbarlands Pakistan Nachrichten ausgetauscht worden. (dpa)

15:24 Uhr

Samstag, 19. April

Kommandeur: Iran baut Raketen- und Drohnenarsenal wieder auf

Der Iran hat nach eigenen Angaben mit dem Wiederaufbau seiner Raketen- und Drohnenbestände begonnen. Ein hochrangiger Militärvertreter sagte am Sonntag laut Staatsmedien, die Bestände an Waffen und Munition würden wieder aufgefüllt, während sich die zweiwöchige Waffenruhe mit den USA dem Ende nähere.

Brigadegeneral Sejed Madschid Mussawi, Kommandeur der Luft- und Raumstreitkräfte der Revolutionsgarden, sagte dem staatlichen Rundfunk IRIB zufolge, während der seit dem 8. April laufenden Waffenruhe seien Drohnen-Startvorrichtungen und Raketenabschussrampen repariert worden. «Wir modernisieren und bestücken unsere Raketen- und Drohnenstartplattformen jetzt noch schneller als vor dem Krieg.»

Der Sender zeigte ein zweiminütiges, mit Musik untermaltes Video, das Raketen und Drohnen in Lagerhallen sowie mobile Raketenstarts zeigte. Die USA und Israel geben an, die militärischen Fähigkeiten des Irans im Verlauf des Krieges erheblich geschwächt zu haben. (dpa)

14:41 Uhr

Samstag, 19. April

Trump: Unterhändler reisen für weitere Iran-Gespräche nach Pakistan

US-Präsident Donald Trump hat eine neue Gesprächsrunde über eine Beendigung des Iran-Kriegs in Pakistan angekündigt. Die US-Unterhändler seien am Montag in Islamabad, um zu verhandeln, teilte er am Sonntag auf seiner Plattform Truth Social mit.

Trump beschuldigte den Iran, mit dem Beschuss von Schiffen in der Strasse von Hormus am Samstag gegen die vereinbarte Waffenruhe verstossen zu haben. Er drohte mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur, sollte der Iran nicht auf das Angebot der USA eingehen. «Wenn sie das nicht tun, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran zerstören.»

Aus dem Beitrag ging nicht hervor, wer die US-Regierung in den Gesprächen vertreten soll. Das Weisse Haus und Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation bei einer ersten Gesprächsrunde mit dem Iran in Islamabad angeführt hatte, reagierten nicht umgehend auf Bitten der Nachrichtenagentur AP um Stellungnahme. (dpa)

13:58 Uhr

Samstag, 19. April

Islamabad trifft Vorbereitungen für weitere Iran-Gespräche

Vor einer möglichen weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran haben die Behörden in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Soldaten wurden am Sonntag an Kontrollpunkten stationiert, Touristenattraktionen geschlossen und grosse Hotels angewiesen, Buchungen zu stornieren und ihre Räumlichkeiten freizuhalten. Die Strassen blieben weitgehend leer, weil viele Einwohner aus Sorge vor Sperrungen zu Hause blieben. Offizielle Ankündigungen zu einem neuen Treffen gab es zunächst nicht. Pakistanische Behördenvertreter erklärten jedoch in Übereinstimmung mit Angaben aus unmittelbaren Vermittlerkreisen, es würden Vorbereitungen für Gespräche in den kommenden Tagen getroffen. (dpa)

13:34 Uhr

Sonntag, 19. April

Militär öffnet wichtige Strassen im Süden des Libanons

Das libanesische Militär hat wichtige Strassenverbindungen im Süden des Landes wieder geöffnet. Die Chardali-Strasse, die die Städte Nabatije und Mardschajun verbindet, sowie die Strasse zwischen dem Hafen der Stadt Tyrus und dem Dorf Burdsch Rahhal seien wieder befahrbar, teilte die Armee am Sonntag mit. An der Freigabe weiterer Strassen werde gearbeitet. Das gelte auch für eine Brücke über den Fluss Litani im Dorf Tayr Filsay.

Während der israelischen Bodeninvasion im Süden des Libanons sowie bei israelischen Luftangriffen in den vergangenen Wochen wurden mehrere Brücken über den Litani zerstört. Seit dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon in der Nacht zum Freitag arbeiten die libanesische Armee und die Flussbehörde daran, provisorische Brücken zu errichten. (dpa)

12:42 Uhr

Sonntag, 19. April

Israel: Hisbollah-Kommandeur vor Waffenruhe getötet

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der Schiitenmiliz Hisbollah in der südlibanesischen Stadt Bint Dschbeil getötet. Ali Rida Abbas sei vor dem Inkrafttreten der Waffenruhe mit dem Libanon getötet worden, die seit der Nacht zum Freitag für zehn Tage gelten soll, teilte das Militär mit. Die Hisbollah bestätigte den Tod des Kommandeurs zunächst nicht.

Bei den Angriffen, die Abbas das Leben gekostet hätten, seien auch mehr als 150 weitere Kämpfer der Miliz getötet worden. In den Tagen vor dem Beginn der Waffenruhe hatte es in Bint Dschbeil heftige Zusammenstösse gegeben. (dpa)

12:41 Uhr

Sonntag, 19. April

Milei besucht Israel - Botschaftseröffnung in Jerusalem

Der argentinische Präsident Javier Milei hat einen dreitägigen Besuch in Israel begonnen. Während seines Aufenthalts will er unter anderem offiziell die Botschaft Argentiniens in Jerusalem einweihen. Ausserdem soll er für seine fortwährende Unterstützung Israels mit der Ehrenmedaille des israelischen Präsidenten ausgezeichnet werden. Milei gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren.

Zum 78. Unabhängigkeitstag Israel entzündet Milei während seines Besuchs eine Fackel. Die Unabhängigkeitsfeiern orientieren sich am hebräischen Kalender. Sie beginnen in diesem Jahr am Dienstagabend. Gegründet wurde der Staat Israel am 14. Mai 1948.

Bei einem Treffen Mileis mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu sollte auch die Einrichtung einer direkten Flugverbindung zwischen Tel Aviv und Buenos Aires verkündet werden. Im Zentrum des Besuchs steht zudem ein Vorstoss Mileis, die Beziehungen Israels zu weiteren Ländern Lateinamerikas zu vertiefen und auszubauen.

Bei einer Rede im israelischen Parlament im vergangenen Jahr hatte Milei die Eröffnung der Botschaft in Jerusalem bereits angekündigt. Verlegungen von Botschaften nach Jerusalem sind international umstritten, denn damit würde möglicherweise auch Israels Annektierung von Ost-Jerusalem anerkannt werden.

Israel hatte den Ostteil der bis dahin geteilten Stadt im Sechstagekrieg 1967 erobert. Es beansprucht ganz Jerusalem als Hauptstadt, während die Palästinenser Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines unabhängigen Staates für sich reklamieren. Die USA hatten 2018 unter der ersten Präsidentschaft von Donald Trump ihre Botschaft nach Jerusalem verlegt, einige andere Länder folgten dem Schritt. (dpa)

12:21 Uhr

Sonntag, 19. April

Parlamentspräsident: Iran will dauerhaften Frieden

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat sich für einen Friedensschluss ausgesprochen, der eine Neuauflage des Krieges im Nahen Osten ausschliesst. Sein Land wolle «einen dauerhaften Frieden, damit der Krieg nicht wiederholt wird», sagte er in einem Interview, das laut Staatsmedien am Samstagabend im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die mit den USA geschlossene Waffenruhe läuft voraussichtlich in der kommenden Woche aus.

Ghalibaf erklärte, sein Land verfolge gute Absichten, hege aber tiefes Misstrauen gegenüber den USA. Die Gespräche in Islamabad über eine mögliche Friedenslösung hätten dieses Misstrauen nicht ausräumen können. Die beiden Delegationen hätten jedoch «ein realistischeres Verständnis voneinander» gewonnen. Zwar habe es Verhandlungsfortschritte gegeben, doch herrsche in Schlüsselfragen noch immer Uneinigkeit, etwa mit Blick auf das iranische Atomprogramm und die Strasse von Hormus. (dpa)

11:54 Uhr

Sonntag, 19. April

Huthi-Miliz im Jemen droht mit neuen Angriffen

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat mit neuen Angriffen auf Handelsschiffe gedroht. Der ranghohe Huthi-Vertreter Hussein al-Essi sprach dabei heute auch von einer möglichen Schliessung der Meerenge Bab al-Mandab, die den Suezkanal und Europa vom Indischen Ozean und Asien trennt. US-Präsident Donald Trump rief er auf, den «Frieden» in der Region nicht weiter zu behindern.

Der Iran und die USA sind von einer Beilegung ihres Konflikts weit entfernt. Teheran kontrolliert nach eigenen Angaben den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, zudem gilt weiterhin eine Blockade iranischer Häfen durch die USA. Die Huthi-Miliz zählt wie die Hisbollah im Libanon zur sogenannten iranischen «Achse des Widerstands» gegen die USA und Israel.

Seit der Schliessung der Strasse von Hormus ist die Bedeutung des Roten Meeres als Handelsweg noch gestiegen. Saudi-Arabien nutzt etwa eine Pipeline zum Hafen Janbu, um täglich mehrere Millionen Barrel Rohöl zu exportieren, die eigentlich über die Strasse von Hormus verschifft werden würden. Damit kann das Königreich zumindest einen Teil der Ölexporte im Krieg aufrechterhalten.

Die Huthi haben bereits im Zuge des Gaza-Kriegs Dutzende Schiffe vor allem im Roten Meer angegriffen und den maritimen Handel dadurch massiv beeinträchtigt. Vergangenen Monat griffen sie als Verbündeter Teherans erneut auch Israel direkt an. Im jüngsten Krieg halten sie sich bisher aber zurück, wohl auch aus Sorge vor Vergeltungsangriffen der USA und Israels im Jemen. (dpa)

11:07 Uhr

Sonntag, 19. April

Bericht: Israel teilt Südlibanon in drei Zonen auf

Die israelische Armee hat den weiter von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte unterteilt, in denen sie aktiv ist. Die sogenannte rote Linie bezeichne die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze, berichtete die israelische Zeitung «Jediot Achronot». Dort seien die meisten Gebäude bereits zerstört, in dem Gebiet hielten sich keine Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz mehr auf, in einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellungen bezogen. Die Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

Die «gelbe Linie» - nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens - verlaufe in sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze, berichtete das Blatt. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, solle Beschuss von Orten im Norden Israels unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. In dieser Zone seien israelische Bodentruppen noch im Einsatz, es gebe etwa im Bereich der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail auch noch vereinzelt Kämpfe. Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometer Entfernung von der Grenze reicht. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch «Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen». (dpa)

06:26 Uhr

Sonntag, 19. April

Iran-Krieg bremst Tourismus aus Asien und Nahost nach Europa – mit Folgen auch für die Schweiz

Die Schweiz, Österreich und Grossbritannien beklagen wegen des Iran-Kriegs und seinen Folgen weniger Touristen. Gäste aus Asien hätten im März storniert, unter anderem, weil Flüge über Drehkreuze im Nahen Osten wie Dubai ausfielen, berichtet der Sprecher von Schweiz Tourismus, André Aschwanden. Auch Neubuchungen nähmen ab. «Dies ist umso ungünstiger, als dass aktuell in den Golfstaaten, aber auch in Indien oder Südostasien eigentlich Hochsaison wäre für Reisen nach Europa und in die Schweiz», sagt er der dpa.

In Zürich sind die Auswirkungen spürbar, wie Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus, der dpa sagt. «Rückmeldungen aus Gastronomie, Detailhandel und weiteren touristischen Angebote zeigen, dass das Fernbleiben internationaler Gäste bereits im März wahrnehmbar war.» Problem sei eine generelle Unsicherheit bei internationalen Reisen. Buchungen für den Sommer und den Herbst seien dadurch stark gebremst. In Luzern melden etwa zwei Drittel «eine rückläufige Buchungsentwicklung», sagt Jessica Ternes vom Verband Hotellerie Suisse Zentralschweiz. «Besonders betroffen sind Betriebe mit einem hohen Anteil an Gruppenreisenden aus Asien und Gästen aus den Golfstaaten.»

Auch Grossbritannien ist sonst ein Magnet für Gäste aus dem Nahen Osten. Fast ein Drittel der spendablen Touristen aus Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die nach Europa reisten, kämen nach Grossbritannien, berichtet die Tourismusorganisation Visitbritain. Seit Kriegsbeginn hätten sich die Flugbuchungen aus dem Nahen Osten halbiert, aus Indien seien sie um ein Drittel zurückgegangen. Bis Juli lägen die Buchungen deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Auch Österreich spürt die Folgen des Krieges. Reiseziele wie Salzburg, Tirol und teilweise auch Wien seien besonders von einem starken Rückgang aus dem Nahen und Mittleren Osten betroffen, sagt der Sprecher der österreichischen Hotelvereinigung. Manche gehobenen Hotels in Wien hätten 20 Prozent weniger Gäste. Fehlenden Gäste bedeuten nicht nur leere Betten, sondern auch weniger Umsatz nicht nur für die Hotellerie: Arabische Gäste in Österreich gäben etwa dreimal so viel Geld pro Tag aus wie Touristen im Durchschnitt.

Italien und Spanien Italien dagegen sehen kaum nennenswerte Rückgänge. Dort kommen traditionell die meisten Gäste aus Europa sowie Nord- und Südamerika. In Spanien gibt es nach Angaben des Reiseunternehmer-Dachverband Exceltur auch noch keine Sorgen wegen des Krieges. Spanien könne profitieren, sofern der Iran-Krieg kurz bleibe, anderenfalls würden wohl die negativen Folgen überwiegen, glaubt Exceltur: Es könne als besonders sicheres Land mehr Touristen anziehen. Zugleich warnt der Verband aber, dass wegen steigender Hotel- und Flugpreise und belasteter Haushaltsbudgets möglicherweise weniger gereist werde. (dpa)

06:16 Uhr

Sonntag, 19. April

Iran: Weit von endgültiger Einigung mit USA entfernt

Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter grosse Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch «weit von einer endgültigen Einigung entfernt.» Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview.

Kurz zuvor hatte sein Land die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Meerenge wieder rückgängig gemacht. Als Grund nannte ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA. Die Meerenge unterliege der Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte, hiess es. Seither geht der Iran in der Meerenge militärisch gegen Schiffe vor.

Beschuss von Schiffen

Wegen mutmasslichen Beschusses von zwei indisch beflaggten Handelsschiffen bestellte das Aussenministerium in Neu-Delhi laut Mitteilung den iranischen Botschafter ein. Man habe die «tiefe Besorgnis Indiens» über den Vorfall übermittelt. Wie der indische Sender NDTV unter Berufung auf Quellen berichtete, wurden die Schiffe «Jag Arnav» und «Sanmar Herald» von Kanonenbooten attackiert. Niemand sei verletzt worden, auch sei kein Sachschaden entstanden. Die Schiffe hätten jedoch umkehren müssen. Der Iran müsse Schiffen die Fahrt nach Indien durch die Strasse von Hormus wieder erleichtern, hiess es.

Die Strasse von Hormus.
Bild: Keystone

Zuvor hatte der Verfolgungsdienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, iranische Revolutionsgarden hätten in der Meerenge zwei Schiffe gewaltsam zurückgedrängt. Betroffen sei unter anderem ein Supertanker gewesen, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiere. Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben dagegen die Strasse von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» von TUI Cruises und die «MSC Euribia» der Schweizer Gesellschaft MSC. Sie seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. «Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden», hiess es weiter.

Iran fordert Aufhebung der US-Seeblockade

Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die Irans Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen. Ghalibaf nannte die US-Blockade töricht und ignorant. «Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus zweifellos eingeschränkt sein», sagte der Parlamentspräsident in dem Interview. Daran bestehe kein Zweifel. US-Präsident Donald Trump hatte sich öffentlich von Irans Kehrtwende unbeeindruckt gezeigt. Teheran gehe seit Jahren so vor – «damit können sie uns nicht erpressen», hatte er am Samstag Journalisten im Weissen Haus gesagt. Beide Seiten würden weiter verhandeln. «Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut», sagte der Republikaner. Anfang April hatten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt.

Kommt es jetzt zur nächsten Verhandlungsrunde?

Es laufen Bemühungen unter Vermittlung Pakistans, die planmässig am Mittwoch auslaufende Feuerpause zu verlängern und eine umfassende Einigung auch im Streit über das iranische Atomprogramm anzubahnen. Nach unbestätigten US-Medienberichten könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erneut zusammenkommen. Während die vereinbarte Waffenruhe bislang hält, gilt seit Freitag auch im Libanon eine Feuerpause zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Sie läuft am kommenden Wochenende aus.

Hisbollah fordert Israels Abzug aus dem Libanon

Die israelische Armee gab am frühen Sonntagmorgen bekannt, dass am Vortag ein Reservist durch einen Sprengsatz im Süden des Libanons getötet und neun weitere verletzt worden seien. Die Bombe sei nach vorläufiger Untersuchung des Militärs von der Hisbollah in einem von Israels Militär kontrollierten Gebiet platziert worden, berichtete die «Times of Israel». Die Waffenruhe wäre nicht ohne den Kampf seiner Schiiten-Miliz im Südlibanon erreicht worden, hatte Hisbollah-Chef Naim Kassim laut einer Mitteilung vom Samstagabend erklärt. Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagte Kassim. Da man dem Feind aber nicht traue, würden seine Kämpfer mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstösse entsprechend reagieren. Als nächste Schritte - mit Blick auf einen dauerhaften Frieden - führte Kassim die Einstellung der Angriffe seitens Israels und einen Abzug von dessen Truppen aus dem Libanon an.

Guterres fordert Stopp von Angriffen auf UN-Blauhelme

Nach dem Tod eines französischen Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon forderte UN-Generalsekretär António Guterres einen Stopp von Angriffen auf Blauhelm-Soldaten. Solche Angriffe stellten schwerwiegende Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht dar und könnten Kriegsverbrechen gleichkommen, sagte Guterres laut Mitteilung seines Sprechers Stéphane Dujarric in New York. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Tod des Soldaten am Samstag bestätigt. Er schrieb auf X, alles deute darauf hin, dass die Hisbollah dafür verantwortlich sei. Die wies jegliche Verantwortung dafür von sich. (dpa)

20:09 Uhr

Samstag, 18. April

Nach Schüssen auf Schiffe: Indien bestellt iranischen Botschafter ein

Nach dem mutmasslichen Beschuss zweier indisch beflaggter Handelsschiffe in der Strasse von Hormus hat das Aussenministerium in Neu-Delhi den iranischen Botschafter einbestellt. Bei dem Treffen am Abend (Ortszeit) sei dem Diplomaten die «tiefe Besorgnis Indiens über den Schiessvorfall» übermittelt worden, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Behörde sprach konkret von Schüssen auf die Handelsschiffe. Weitere Details wurden nicht genannt.

Indien habe betont, wie wichtig ihm die Sicherheit der Handelsschifffahrt und der Seefahrer sei, hiess es. Iran habe früher die sichere Durchfahrt mehrerer Schiffe mit Ziel Indien gewährt. Neu-Delhi rufe den iranischen Botschafter auf, Teheran die Position Indiens zu übermitteln und Schiffen die Fahrt nach Indien durch die Strasse von Hormus wieder zu erleichtern.

Bericht: Angriff von Kanonenbooten

Zuvor hatte der Verfolgungsdienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, iranische Revolutionsgarden hätten in der Meerenge zwei Schiffe gewaltsam zurückgedrängt. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker gewesen, der zwei Millionen Barrel (rund 272'000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiere.

Wie der indische Sender NDTV unter Berufung auf Informationsquellen berichtete, wurden die Schiffe «Jag Arnav» und «Sanmar Herald» von Kanonenbooten attackiert. Niemand sei verletzt worden, auch sei kein Sachschaden entstanden. Die Schiffe hätten jedoch umkehren müssen. (dpa)

17:34 Uhr

Samstag, 18. April

Hisbollah weist Verantwortung für Angriff auf Unifil-Soldaten zurück

Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat jede Verantwortung für einen Angriff auf Soldaten der UN-Friedensmission Unifil im Libanon zurückgewiesen. Die vom Iran unterstützte Miliz mahnte am Samstag in einer Stellungnahme zur Zurückhaltung bei Schuldzuweisungen und Urteilen, bis das libanesische Militär seine Untersuchung des Vorfalls abgeschlossen habe.

Die Hisbollah forderte Unifil dazu auf, ihre Einsätze mit der libanesischen Armee zu koordinieren. Die Miliz zeigte sich überrascht, dass sie so schnell in Verdacht geraten sei, obschon dieselben Parteien, die den Verdacht ausgesprochen hätten, schwiegen, «wenn der israelische Feind Unifil-Truppen attackiert».

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, alles deute darauf hin, dass die Hisbollah für einen Angriff auf UN-Friedenstruppen im Südlibanon verantwortlich sei, bei dem ein französischer Soldat getötet wurde und drei weitere Friedenssoldaten verletzt wurden. (dpa)

17:22 Uhr

Samstag, 18. April

Iran: Neue US-Vorschläge werden geprüft

Teheran prüft nach eigenen Angaben neue Vorschläge der USA über eine Einigung im Iran-Krieg. Der Oberste Nationale Sicherheitsrat der Islamischen Republik teilte am Samstag mit, Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, habe die Vorschläge in der Vermittlerrolle seines Landes in dem Konflikt bei seinem Besuch in Teheran präsentiert. Die Sichtung sei noch nicht abgeschlossen.

Zu dem Inhalt der Vorschläge machte das Gremium zunächst keine Angaben, erklärte aber, die Voraussetzung weiterer Gespräche sei, dass Washington von «exzessiven Forderungen» abrücke und seine Vorstellungen der Realität anpasse.

Bis zu einer vollständigen Beendigung des Krieges und der Vereinbarung eines dauerhaften Friedens in der Region werde der Iran die volle Kontrolle über die Strasse von Hormus behalten. Teheran werde detaillierte Informationen zu passierenden Schiffen sammeln, Durchfahrtszertifikate ausstellen und Gebühren für die Durchfahrt erheben.

Die US-Seeblockade iranischer Häfen sehe der iranische Sicherheitsrat als Verstoss gegen die mit Washington vereinbarte Waffenruhe an. Bis die Blockade aufgehoben werde, werde die Islamische Republik die Meerenge nicht für den Schiffsverkehr öffnen. (dpa)

16:36 Uhr

Samstag, 18. April

Trump über Iran: «Sie können uns nicht erpressen»

US-Präsident Donald Trump hat ungeachtet der jüngsten Eskalationen in der Strasse von Hormus ein positives Bild der Entwicklung im Iran-Krieg gezeichnet. Die Gespräche mit Teheran liefen gut und er rechne mit weiteren Informationen bis zum Ende des Tages, sagte er bei einer Veranstaltung im Weissen Haus am Samstagmorgen (Ortszeit). «Wir führen sehr gute Gespräche.»

Der Iran sei etwas frech vorgegangen und habe die Strasse von Hormus wieder schliessen wollen, sagte Trump und fügte an: «Sie können uns nicht erpressen.» Fragen von Journalisten zum Iran-Krieg nahm er nicht entgegen. (dpa)

16:36 Uhr

Samstag, 18. April

Vertriebene im Libanon kehren weiter in Häuser zurück

Im Libanon kehren durch Kämpfe vertriebene Anwohner im Zuge der aktuell geltenden Waffenruhe weiter in ihre Häuser zurück. Unter anderem im besonders stark zerstörten Süden würden Familien zurückkehren, berichtete der Fernsehsender LBC. Armee und Rettungskräfte versuchten dort, Strassen von Trümmern zu befreien.

Eine schnelle Entspannung deutet sich aber nicht an. Im Süden gibt es weiter Gefahren wegen Landminen und nicht explodierten Sprengsätzen. In einem Ort im Süden wurde nach offiziellen Angaben eine zuvor vertriebene Frau samt ihrem Kind getötet, als sie die Schäden an ihrem Haus prüfen wollte. Auch in Beirut können viele Menschen trotz der Waffenruhe nicht zurück, weil ihre Häuser stark beschädigt sind oder weil es keinen Strom gibt.

Ingenieure der Wasserwerke begannen im Süden damit, Schäden an den Anlagen zur Wasserversorgung zu prüfen und zu reparieren. Die staatliche Armee versuchte auch, nach der Zerstörung mehrerer Brücken durch israelische Angriffe im Süden vorübergehende Brücken zu bauen. Es gebe einen festen Willen, die Verbindungen zwischen Norden und Süden und das normale Leben wiederherzustellen, teilte die Armee mit.

In der Nacht zum Freitag trat im Libanon eine Waffenruhe in Kraft. Seitdem kam es aber zu neuen Zwischenfällen. Die vergangenen sechs Wochen hatte die Hisbollah-Miliz mit Israel Krieg geführt. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind nicht Konfliktpartei. (dpa)

16:32 Uhr

Samstag, 18. April

Iran: Hormus-Sperre als Hebel gegen Sanktionen

Der Iran nutzt die Sperrung der Strasse von Hormus nach eigenen Angaben gezielt als politisches Druckmittel gegen internationale Sanktionen. Wie der Erste Vizepräsident Mohammed-Resa Aref laut  Nachrichtenagentur Fars sagte, sei Teheran durch die Verwaltung der Meerenge in der Lage, allen wirtschaftlichen Strafmassnahmen standzuhalten. Das Ende des Krieges mit den USA und Israel wird aus Sicht von Aref mit einem Ende der Sanktionen zusammenfallen.

Nach Auffassung des Vizepräsidenten liegt die Verwaltung der Wasserstrasse völkerrechtlich in der alleinigen Verantwortung des Irans. Diese Aussage ist aber höchst umstritten und entspricht nicht der herrschenden internationalen Rechtsauffassung.

Der Iran unterliegt seit Jahren einem Geflecht von internationalen Strafmassnahmen - unter anderem des UN-Sicherheitsrats, der USA und der EU. Die Sanktionen hängen unter anderem mit dem Atom- und Raketenprogramm sowie schweren Menschenrechtsverletzungen zusammen. Die USA begründen ihre Iran-Sanktionen auch mit Terrorismus, Unterstützung regionaler Stellvertreter sowie destabilisierenden Aktivitäten im Nahen Osten. (dpa)

15:38 Uhr

Samstag, 18. April

Britisches Militär: Projektil trifft Containerschiff vor Oman

Ein Containerschiff ist rund 50 Kilometer nordöstlich vom Oman von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Das teilte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) am Samstag mit. Bei dem Angriff seien mehrere Container beschädigt worden.

Zuvor hatte die Seehandelsaufsicht einen Angriff zweier Schnellboote der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Strasse von Hormus gemeldet. (dpa)

15:00 Uhr

Samstag, 18. April

USA: Streitkräfte setzen Seeblockade weiter durch

Das US-Militär setzt nach eigenen Angaben die Seeblockade in der Strasse von Hormus und in der Nähe der Meerenge weiter durch. Seit Beginn der Massnahme hätten 23 Schiffe auf Anweisung der US-Streitkräfte ihren Kurs geändert oder seien umgekehrt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Seeblockade richtet sich gegen Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel.

Centcom veröffentlichte ein Foto von einem Küstenkampfschiff im Arabischen Meer. Auf weiteren, auf Freitag datierten Bildern sind Kampfhubschrauber zu sehen, die über beziehungsweise in der Nähe der Strasse von Hormus über dem Wasser fliegen. Im Hintergrund sind Handelsschiffe zu sehen. Die Soldaten sorgten «durch ihre sichtbare Präsenz für die Wahrung der Freiheit der Schifffahrt», hiess es dazu. (dpa)

14:38 Uhr

Samstag, 18. April

Irans Oberster Führer signalisiert weitere Kampfbereitschaft

Nach der Rücknahme der angekündigten Öffnung der Strasse von Hormus hat sich der Oberste Führer der Islamischen Republik mit einer möglichen Kampfansage zurückgemeldet. Die «tapfere Marine» des Irans sei bereit, «ihren Feinden neue, bittere Niederlagen beizufügen», erklärte Ajatollah Modschtaba Khamenei, der Sohn und Nachfolger des am 28. Februar getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei, in einer Botschaft zum Jahrestag der Gründung der iranischen Armee. Zudem lobte er die iranischen Angriffe auf Israel und US-Interessen in der Region während des Krieges. (dpa)

14:34 Uhr

Samstag, 18. April

Indische Schiffe drehen in Strasse von Hormus wieder ab

Nach Berichten über einen Angriff der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Strasse von Hormus haben mindestens zwei indische Schiffe ihren Kurs geändert. Nach Angaben der Schiffsbeobachtungsseite TankerTrackers.com handelte es sich bei einem der Schiffe um einen Öltanker unter indischer Flagge, der zwei Millionen Barrel Öl aus dem Irak geladen hat. (dpa)

14:33 Uhr

samstag, 18. April

Macron: Französischer Soldat im Libanon getötet

Der französische Präsident Emmanuel Macron meldet den Tod eines französischen Blauhelmsoldaten im Libanon. «Alles deutet darauf hin, dass die Hisbollah die Verantwortung trägt», erklärte Macron. Zudem seien drei weitere Soldaten bei der Attacke verletzt und bereits evakuiert worden. Frankreich fordere, dass die libanesischen Behörden die Täter unverzüglich festnehmen und ihre Verantwortung gegenüber der Unifil-Mission wahrnehmen würden, so der französische Präsident. (SRF/jbl)

14:10 Uhr

Samstag, 18. April

Revolutionsgarden stoppen Tanker in der Strasse von Hormus

In der Strasse von Hormus ist es nach Angaben eines Schiffsverfolgungsdienstes zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen. Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) gab auf der Plattform X bekannt, dass sich zwei Schnellboote der Revolutionsgarden-Marine einem Tanker genähert und Schüsse abgegeben hätten, teilte UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Besatzungsmitglieder seien nicht verletzt worden. (dpa)

13:16 Uhr

Samstag, 18. April

Briten melden iranischen Angriff auf Tanker in Strasse von Hormus

Das britische Militär hat einen Angriff von Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Strasse von Hormus gemeldet. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte am Samstag mit, der Tanker und dessen Besatzung seien nach ersten Erkenntnissen in Sicherheit. Das Frachtschiff sei von zwei Schnellbooten beschossen worden, hiess es. Angaben zum Namen des Tankers oder zu seinem Ziel machte die UKMTO zunächst nicht. Zuvor hatte der Iran am Samstagmorgen seine Ankündigung vom Vortag zurückgenommen, die für den Energiehandel wichtige Meerenge wieder zu öffnen. Teheran begründete den Schritt mit der US-Seeblockade gegen iranische Häfen. (dpa)

13:12 Uhr

Samstag, 18. April

Pakistan sieht Fortschritte auf Weg zu Iran-Einigung

Pakistan sieht trotz der Wiedereinführung iranischer Beschränkungen in der Strasse von Hormus Fortschritte auf dem Weg zu einer Einigung zwischen Teheran und Washington. Pakistanische Behördenvertreter erklärten am Samstag, vor dem Auslaufen der zwischen den beiden Ländern vereinbarten Waffenruhe am 22. April werde noch immer auf eine Vereinbarung hingearbeitet. Neben der Lage in der Strasse von Hormus könnte auch der Verlauf der Waffenruhe im Libanon erheblichen Einfluss darauf nehmen, ob neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran zum Erfolg führen. Der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar bezeichnete die Libanon-Waffenruhe bei einem Diplomatie-Forum in Antalya als gutes Zeichen.  (dpa)

13:10 Uhr

Samstag, 18. April

Iran hat Luftraum teilweise wieder geöffnet

Vor der Rücknahme der angekündigten Aufhebung der Beschränkungen in der Strasse von Hormus hat der Iran seinen Luftraum teilweise wieder geöffnet. Die staatliche Zeitung «Iran» zitierte die zivile Luftfahrtbehörde des Landes damit, dass einige Routen über dem Osten des Irans um 7 Uhr (Ortszeit) am Samstag wieder geöffnet worden seien. Der Flugverkehr an den Airports werde schrittweise wieder anlaufen, hiess es. Ein Zeitrahmen wurde jedoch nicht genannt. Der iranische Luftraum war seit Kriegsbeginn am 28. Februar geschlossen. Unklar war zunächst, ob die Rücknahme der Öffnung der Strasse von Hormus Folgen für die Waffenruhe mit den USA und die Wiederaufnahme des Flugverkehrs haben wird. (dpa)

12:26 Uhr

Samstag, 18. April

Strasse von Hormus: Welche Fragen sich jetzt stellen

Wenige Tage vor dem planmässigen Auslaufen der Waffenruhe kündigt der Iran die Öffnung der Strasse von Hormus an - macht sie aber mit Verweis auf die andauernde US-Seeblockade Stunden später wieder rückgängig. Welche Fragen sich jetzt stellen:

Wie reagiert Trump?

Der Iran macht die USA für die Kehrtwende verantwortlich, weil sie an der Seeblockade festgehalten haben. Natürlich ist naheliegend, dass Trump den Iran seinerseits mit Vorwürfen überzieht, wie er es im Laufe des Krieges immer wieder gemacht hat. Trump hat für heute (15.00 Uhr MESZ) eine Pressekonferenz angekündigt. Zwar soll es da eigentlich nicht um den Iran gehen, wie er Freitag zu Reportern sagte. Aber da sich zurzeit «alles» um den Iran drehe (so formulierte Trump es), könnte er sich auch zur neuen Entwicklung in dem Konflikt äussern und dürfte auf jeden Fall danach gefragt werden.

Kommt es jetzt überhaupt zur nächsten Verhandlungsrunde?

Eigentlich warteten alle gerade nur noch auf die Verkündung eines Termins der nächsten Runde. Eine Vermutung war, dass die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen könnten. Dort laufen jedenfalls die Vorbereitungen, Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen, und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Aus dem Weissen Haus verlautete zuletzt, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch, der Iran habe eine Teilnahme an einer zweiten Runde noch nicht zugesagt.

Bleibt die Waffenruhe bestehen?

Die bislang vereinbarte Waffenruhe läuft planmässig am Mittwoch aus. Sie galt bereits als wackelig, weil sich Washington und Teheran gegenseitig beschuldigten, sich nicht an Absprachen zu halten. Trump warf den Iranern vor, sich nicht an die Vereinbarung zu halten, weil die freie Schifffahrt in der Strasse von Hormus nicht unmittelbar wieder hergestellt wurde. Die Iraner machten dafür eine Feuerpause im Libanon zur Bedingung, die mittlerweile in Kraft getreten ist. Trotz allem blieben die Kampfhandlungen eingestellt.

Gibt es Unstimmigkeiten zwischen politischer Führung und Militär im Iran?

Die Frage stellt sich, war es doch der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi, der eine Öffnung unter Auflagen verkündete - und das Militär nahm diese Zusage nur einen Tag später wieder zurück. Viele Iran-Experten gehen davon aus, dass die Revolutionsgarden der eigentliche Machtfaktor im Land sind. Dafür spricht auch, dass die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars auf Distanz zu Aussenminister Arghtschi ging. Auf der Plattform X hiess es: Zeitgleich mit dem unerwarteten Post des Aussenministers zur Öffnung der Strasse von Hormus und nach Trumps darauffolgendem nervösen Säbelrasseln sei die iranische Gesellschaft in eine Atmosphäre der Verwirrung gestürzt worden.

Normalerweise hat der Revolutionsführer in der Aussen- und Sicherheitspolitik das letzte Wort. Von Modschtaba Chamenei gibt es aber seit seiner Ernennung am 8. März keine Audio- oder Videoaufnahmen, und niemand weiss, wie sein Gesundheitszustand ist und welche Rolle er in dem System spielt.

Die Strasse von Hormus ist ein Faustpfand für den Iran

Durch die Meerenge werden in normalen Zeiten rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels verschifft. Nach Beginn der Blockade bei Kriegsbeginn am 28. Februar sind die Preise hochgeschossen. Die Strasse von Hormus ist deshalb ein Faustpfand für den Iran. Das Militär und die politische Führung beharren auf Gegenleistungen für eine Öffnung und machen damit klar, dass sie sich die Bedingungen dafür nicht diktieren lassen wollen.

10:42 Uhr

Samstag, 18. April

Strasse von Hormus: Iran verhängt wieder Beschränkungen

Der Iran verhängt wieder Beschränkungen für die Schifffahrt in der Strasse von Hormus. Nachdem die Islamische Republik am Vortag die Öffnung der für den Handelsverkehr wichtigen Meerenge angekündigt hatte, begründete sie die Rücknahme des Schritts damit, dass die USA gegen die Vereinbarung zu ihrer Wiedereröffnung verstossen hätten. Das zentrale Hauptquartier «Chatam Al-Anbija», das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt, teilte am Samstag mit, die Kontrolle der iranischen Streitkräfte über die Strasse von Hormus sei wiederhergestellt. Der Verkehr in der Meerenge werde solange blockiert, bis die USA die Blockade iranischer Häfen beendeten, hiess es. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, vollständig an der US-Seeblockade festzuhalten, bis ein Deal mit Teheran zustande gekommen sei. (dpa)

10:04 Uhr

Samstag, 18. April

Hormus-Passage: Schifffahrt misstraut Politik

In der für den globalen Energiehandel wichtigen Strasse von Hormus ist eine rasche Normalisierung des Schiffsverkehrs nach Einschätzung von Datenanbietern und Branchenbeobachtern nicht in Sicht. Wie der Sender CNN unter Berufung auf Verkehrsdaten berichtet, passierten seit der offiziellen Freigabe durch Teheran lediglich fünf Frachtschiffe und ein leeres Kreuzfahrtschiff die Meerenge, jedoch keine Öltanker. Nach Einschätzung von John-Paul Rodriguez, Experte für Seeschifffahrt an der Texas A&M University, halten widersprüchliche Statusmeldungen Reedereien von der Durchfahrt ab. Rodriguez sagte dem Sender Al Jazeera: «Seit der Ankündigung haben Schiffe versucht, die Meerenge zu passieren … aber es sieht so aus, als würden viele von ihnen umkehren, weil die Lage unklar ist.» Grosse Reedereien würden sich wahrscheinlich nicht wohl dabei fühlen, die Meerenge zu durchfahren, bis die «derzeitige iranische Sperre vollständig aufgehoben» sei. Der Iran hatte die Wasserstrasse nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen mit Israel und den USA am 28. Februar 2026 gesperrt.

Zwar erklärte Aussenminister Abbas Araghtschi am Freitag, die Passage sei im Zuge der Waffenruhe für den Handel geöffnet. Teheran knüpft dies jedoch an Bedingungen. Schiffe müssen eine Genehmigung der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) einholen und auf fest vorgegebenen Routen verbleiben. Unklar ist, ob sie auch eine Maut zahlen müssen. Parallel dazu halten die USA an ihrer Seeblockade fest, die nur für Schiffe mit Start- oder Zielhafen im Iran gilt. Sie bleibe «bis zum vollständigen Abschluss unserer Vereinbarungen mit dem Iran» bestehen, schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warnte daraufhin, die Strasse von Hormus werde nicht offen bleiben, wenn die US-Blockade der iranischen Häfen andauere. Der Analysedienst Kpler schrieb auf der Plattform X, dass die politischen Ankündigungen beider Seiten stark von der operativen Realität abwichen. Eine Rückkehr zur Normalität und die Wiederherstellung des Vertrauens der Versicherungsmärkte werde Monate in Anspruch nehmen. (dpa)

06:27 Uhr

Samstag, 18. April

Iran droht USA mit erneuter Schliessung der Strasse von Hormus

Der Iran droht mit der erneuten Schliessung der Strasse von Hormus, sollte die US-Blockade iranischer Häfen andauern. «Mit der Fortsetzung der Blockade wird die Strasse von Hormus nicht offen bleiben», schrieb Irans einflussreicher Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Die Durchfahrt durch die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtigen Meerenge erfolge auf der vom Iran «festgelegten Route» und mit «iranischer Genehmigung», fügte Teherans Chefunterhändler hinzu.

Iran droht den USA

Der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, drohte den USA. «Die sogenannte Seeblockade stellt einen Verstoss gegen die Waffenruhe dar und wird eine angemessene Reaktion des Irans zur Folge haben», sagte er der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge. Ghalibaf schrieb, ob die Strasse geöffnet oder geschlossen sei und welche Bestimmungen gelten, werde vor Ort entschieden, «nicht durch soziale Medien». Trump habe falsche Behauptungen aufgestellt. Damit würden die USA auch in Verhandlungen nicht weiterkommen.

Derzeit laufen Bemühungen unter Vermittlung Pakistans, um die bis Mittwoch geltende Feuerpause zu verlängern und eine umfassende Einigung auch im Streit über das iranische Atomprogramm anzubahnen. Trump rechnet in den nächsten Tagen mit einem Abkommen. «Die Gespräche laufen» und würden über das Wochenende fortgesetzt, sagte er Reportern. Laut unbestätigten US-Medienberichten könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen.

Eine erste Gesprächsrunde war dort am vergangenen Wochenende ohne konkrete Ergebnisse geendet. Pakistan bereitet sich auf weitere Verhandlungen bereits vor. Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen, und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Aus dem Weissen Haus verlautete, die Planungen liefen noch. Ein konkreter Termin sei bislang nicht angesetzt, sagte ein ranghoher US-Beamter der Deutschen Presse-Agentur.

Angesprochen darauf, dass der Iran weiterhin erhebliche Unterschiede in den Positionen sehe, sagte Trump Reportern: «Nun, das könnte sein. Warten wir ab.» Er glaube aber nicht, «dass es allzu viele wesentliche Unterschiede gibt.» Einer der zentralen Streitpunkte ist der Umgang mit Irans hoch angereichertem Uran. Der Sender CBS News zitierte Trump aus einem Telefoninterview mit der Aussage, die USA würden für die Bergung der Uran-Vorräte mit dem Iran zusammenarbeiten. «Unsere Leute werden gemeinsam mit den Iranern arbeiten, um es zu holen. Und dann bringen wir es in die Vereinigten Staaten.»

Iran: Kein Transfer von Uran

Irans Aussenamtssprecher Baghai wies dies umgehend zurück. «Der Transfer von Uran in die USA war nie eine Option und stand auch nicht zur Debatte», sagte er laut Nachrichtenagentur Tasnim. Trump schrieb dagegen auf Truth Social, die USA würden Irans Uran bekommen und Geld werde nicht fliessen.

Das US-Nachrichtenportal «Axios» hatte zuvor unter Berufung auf zwei US-Beamte und weitere mit den laufenden Verhandlungen vertraute Personen berichtet, dass unter anderem darüber diskutiert werde, ob die USA eingefrorene Gelder des Irans in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar freigeben. Im Gegenzug solle Teheran seinen Vorrat an hoch angereichertem Uran aufgeben.

Trump: Seeminen sind weg – oder zumindest bald

Irans angereichertes werde «nirgendwohin transferiert», sagte Baghai laut Staatsmedien. Mit Blick auf mögliche weitere Verhandlungen mit den USA über einen dauerhaften Frieden sagte der Aussenamtssprecher: «Sobald wir das Gefühl haben, dass unsere Interessen berücksichtigt und gesichert sind, dann sind wir auch nicht weit von einer Einigung.» Für den Iran seien die Aufhebung der Sanktionen und die Wiedergutmachung der Kriegsschäden enorm wichtig.

Die angeblich in der Meerenge zwischen dem Oman und dem Iran verteilten iranischen Seeminen sollen unterdessen nach Angaben von Trump geborgen worden sein – oder werden derzeit noch entfernt. «Der Iran hat mit Hilfe der USA alle Seeminen geräumt oder ist dabei, sie zu räumen!», schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Experten gehen von mehreren Dutzend Minen aus, die der Iran vor etwa einem Monat südlich der iranischen Gewässer verteilt haben soll - auch wenn Teheran einen solchen Einsatz nie bestätigt hat.

USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

Der Iran hatte die Strasse von Hormus nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe am 28. Februar blockiert. Aussenminister Abbas Araghtschi kündigte nun an, Handelsschiffen und Öltankern zunächst wieder die Durchfahrt zu erlauben. Er liess offen, ob dem Iran dafür eine Mautgebühr gezahlt werden müsse. Unklar ist auch, wie sich die Ankündigung auf die Schifffahrt auswirkt. Hunderte Tanker und Frachtschiffe liegen im Persischen Golf fest. Der Konflikt um die wichtige Meerenge hat zu gestiegenen Energiepreisen geführt.

Um die globalen Energiemärkte zu beruhigen, lockern die USA jetzt ein weiteres Mal für einen Monat Sanktionen auf russisches Öl. Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie eine Behörde des US-Finanzministeriums mitteilte. (dpa)

22:32 Uhr

Freitag, 17. April

US-Seeblockade: Iranischer Marinekommandeur wirft Trump Piraterie vor

Der Kommandeur der iranischen Marine hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, auch nach der Öffnung der Strasse von Hormus an der Seeblockade gegen den Iran festzuhalten, scharf kritisiert. Die Blockade komme «Piraterie und Diebstahl auf See» gleich, zitierte die mit der iranischen Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan am Freitag Marine-Chef Schahram Irani. Trump gebe aber ohnehin nur «leeres Gerede» von sich und niemand höre auf ihn.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Verhängung der Blockade Anfang dieser Woche 19 Schiffe zurück in den Iran geschickt.

Trump teilte am Freitag mit, die US-Seeblockade gegen Schiffe, die von und zu iranischen Häfen unterwegs seien, bleibe voll wirksam. Um sie aufzuheben, müssten erst die «Transaktionen» mit Teheran komplett abgeschlossen sein. «Dieser Prozess sollte sehr schnell vorangehen, da die meisten Punkte bereits ausverhandelt sind», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. (dpa)

21:48 Uhr

Freitag, 17. April

Iranische Medien stellen Öffnung der Strasse von Hormus in Frage

In Berichten von zwei iranischen Nachrichtenagenturen ist die vom iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus in Frage gestellt worden. Die Nachrichtenagentur Fars, die der mächtigen Revolutionsgarde nahestehen soll, verurteilte in einem Beitrag auf der Plattform X das «seltsame Schweigen des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und des Verhandlungsteams».

Der Sicherheitsrat fungiert seit kurzem als de facto oberstes Entscheidungsgremium des Landes. Der neue Oberste Führer des Landes, Mojtaba Khamenei, hätte eigentlich in seiner Funktion das letzte Wort in allen wichtigen Staatsangelegenheiten. Er soll bei der Tötung seines Vaters und Vorgängers Ali Khamenei Ende Februar aber verletzt worden sein und ist seitdem nicht öffentlich aufgetreten.

In einem Beitrag der Nachrichtenagentur Mehr hiess es, die Entscheidung zur Wiederöffnung der strategischen Wasserstrasse bedürfe einer «Klärung» und erfordere die Zustimmung des Obersten Führers. (dpa)

21:28 Uhr

Freitag, 17. April

Iran droht mit Reaktion auf Trumps Beibehaltung von US-Seeblockade

Der Iran hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, an der Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen festzuhalten, scharf kritisiert. Aus Teherans Sicht sei dies ein Verstoss gegen die Waffenruhevereinbarung, sagte der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmail Baghaei, nach Berichten staatlicher Medien am Freitag. Der Iran habe immer noch die Aufsicht über die Strasse von Hormus und stehe zu seinen Verpflichtungen. Falls die USA das nicht täten, werde der Iran die nötigen Gegenmassnahmen ergreifen, wurde Baghaei zitiert. «In dieser Hinsicht wird keine Nachsicht gezeigt werden.» (dpa)

20:24 Uhr

Freitag, 17. April

Guterres: Öffnung der Strasse von Hormus Schritt in richtige Richtung

UN-Generalsekretär António Guterres hat die am Freitag angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus als «Schritt in die richtige Richtung» gewürdigt. Der UN-Chef bleibe aber bei der Forderung nach einer «vollständigen Wiederherstellung der internationalen Schifffahrtsrechte und -freiheiten» in der Meerenge, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Guterres unterstütze alle diplomatischen Bemühungen mit dem Ziel, einen friedlichen Weg aus dem aktuellen Konflikt im Nahen Osten zu finden. «Er hofft zudem, dass diese Massnahme zusammen mit der Waffenruhe dazu beitragen wird, Vertrauen zwischen den Parteien zu schaffen und den von Pakistan vermittelten Dialog zu stärken», sagte der Sprecher. (dpa)

19:32 Uhr

Freitag, 17. April

Trump: Weitere Gesprächsrunde mit Iran möglicherweise am Wochenende

US-Präsident Donald Trump hat weitere direkte Gespräche mit dem Iran angedeutet. «Die Iraner wollen sich treffen», sagte Trump am Freitag in einem kurzen Telefoninterview mit dem Nachrichtenportal «Axios». «Sie wollen eine Einigung erzielen. Ich denke, ein Treffen wird wahrscheinlich am Wochenende stattfinden.»

Zuvor hatten sowohl Trump als auch der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi mitgeteilt, dass die Strasse von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werde. Araghtschi erklärte, das werde für die verbleibende Dauer der Waffenruhe mit den USA so bleiben. Diese läuft am kommenden Dienstag aus. An der US-Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen will Trump aber festhalten. (dpa)

19:13 Uhr

Freitag, 17. April

Libanon: Armee soll nach israelischem Abzug in den Süden einrücken

Das libanesische Militär soll nach dem Willen von Präsident Joseph Aoun nach einem israelischen Abzug in den Süden des Landes einrücken. Die Streitkräfte würden im Südlibanon stationiert und die bewaffnete Präsenz nichtstaatlicher Kräfte beenden, sagte Aoun am Freitag vor Abgeordneten in Beirut mit Blick auf die Hisbollah-Miliz.

Zu den Prioritäten für den Libanon gehörten die Festigung der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah, das Drängen auf den Abzug der israelischen Streitkräfte, die Befreiung libanesischer Gefangener und die Beilegung der bestehenden Grenzstreitigkeiten mit Israel, erklärte der Präsident. Aoun verwies auf ein Telefongespräch vom Donnerstag, in dem US-Präsident Donald Trump Unterstützung für den Libanon, seine Souveränität und die Integrität seines Territoriums zum Ausdruck gebracht habe. Aoun bezeichnete diese Äusserung als eines der wichtigsten Signale externer Unterstützung für die Waffenruhe. (dpa)

16:34 Uhr

Freitag, 17. April

Netanyahu: Hisbollah-Zerschlagung wird dauern

Israel strebt nach Angaben von Regierungschef Benjamin Netanyahu trotz Waffenruhe weiterhin die Zerschlagung der libanesischen Hisbollah-Miliz an. «Das wird nicht morgen erreicht werden. Es erfordert kontinuierliche Anstrengungen, Geduld und Ausdauer, zudem erfordert es ein geschicktes Agieren auf diplomatischem Parkett», sagte er in einer von seinem Büro am Nachmittag verbreiteten Videobotschaft.

Darin sagte Netanyahu weiter, er habe der «vorübergehenden Waffenruhe im Libanon» auf Bitten Trumps zugestimmt. Israel habe eine «tiefe Sicherheitspufferzone» an seiner Nordgrenze geschaffen, die die unmittelbare Bedrohung wie etwa einen Einmarsch der vom Iran unterstützten Hisbollah nach Israel verhindere. Zudem habe Israel rund 90 Prozent der Vorräte an Raketen und Geschossen der Miliz zerstört. Zugleich sagte Israels Ministerpräsident: «Wir haben die Aufgabe noch nicht beendet.» Netanyahu versprach etwa Massnahmen gegen die verbliebenen Raketen und Drohnen, wollte zunächst aber keine Einzelheiten nennen.

Für die Menschen in Nordisrael werde die Sicherheit «auf die eine oder andere Weise» wieder hergestellt, sagte der israelische Ministerpräsident weiter. In Israel hatte es nach Verkündigung der Waffenruhe mit dem Libanon Kritik gegeben, wonach die Bevölkerung in Nordisrael weiterhin durch die Hisbollah bedroht werde und Israels Kriegsziele nicht erreicht worden seien.

Mit Blick auf die ersten direkten Gespräche zwischen Vertretern Israels und dem Libanon seit mehr als 40 Jahren erklärte Netanyahu: «Der Weg zum Frieden ist noch lang, aber wir haben ihn begonnen.» Zugleich sagte er: «Eine unserer Hände hält eine Waffe, unsere andere Hand strecken wir in Frieden aus.» (dpa)

16:30 Uhr

Freitag, 17. April

Lagarde: Krieg im Iran wird Inflation nach oben treiben

Kurz vor dem nächsten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank warnt Präsidentin Christine Lagarde vor Inflationsgefahren wegen des Nahost-Kriegs. «Er wird sich kurzfristig durch höhere Energiepreise erheblich auf die Inflation auswirken», sagte Lagarde beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Die mittelfristigen Folgen hingen von der Intensität und Dauer des Konflikts ab.

Zugleich trübe der Iran-Krieg die Konjunkturaussichten, wie Lagarde betonte: «Die Risiken für die Wachstumsaussichten sind vor allem kurzfristig eher nach unten gerichtet.» Der Krieg im Nahen Osten verschärfe die Unsicherheit. «Wir beobachten die Lage aufmerksam», sagte Lagarde. Die EZB, die am 30. April wieder über die Leitzinsen entscheidet, lege sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.

Inflation zieht schon deutlich an

Der Ölpreisschock mit dem Iran-Krieg hat die Inflation in der Eurozone deutlich nach oben getrieben. Im März legten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,6 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat jüngst mitteilte. Damit ist die Teuerung im Währungsraum so stark wie seit Juli 2024 nicht mehr und das Inflationsziel der EZB auf kurze Sicht deutlich überschritten: Sie strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Noch im Februar hatte die Teuerung bei 1,9 Prozent gelegen.

An den Finanzmärkten ist die Erwartung gestiegen, dass die EZB im Jahresverlauf die Leitzinsen erhöht, die zuletzt unverändert bei 2,0 Prozent lagen. Lagarde hat deutlich gemacht, dass die EZB bereit wäre, notfalls zu handeln. (dpa)

16:30 Uhr

Freitag, 17. April

Trump: Israel darf Libanon nicht mehr angreifen - «Genug ist genug»

US-Präsident Donald Trump hat das israelische Militär nach der Einigung auf eine zehntägige Waffenruhe im Libanon unmissverständlich zur Zurückhaltung aufgefordert. «Israel wird den Libanon nicht mehr bombardieren. Das wird ihnen von den USA verboten. Genug ist genug!», schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. (dpa)

15:55 Uhr

Freitag, 17. April

Ölpreis sinkt um knapp zehn Prozent

Die Ölpreise reagierten sehr deutlich auf die Öffnungen der für den Erdölhandel eminent wichtigen Schifffahrtsstrasse. Bis Mitte Nachmittag ist der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um knapp zehn Prozent auf 89,50 Dollar gesunken, nachdem es am Vortag knapp 100 Dollar gekostet hatte. (watson)

15:07 Uhr

Freitag, 17. April

Iran öffnet die Strasse von Hormus während der Waffenruhe

Die Strasse von Hormus ist für den Schiffsverkehr wieder komplett geöffnet. Das teilten US-Präsident Donald Trump und der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi am Freitag in separaten Mitteilungen in sozialen Medien mit.

Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: «Der Iran hat soeben bekannt gegeben, dass die Strasse von Hormus vollständig geöffnet und für den uneingeschränkten Schiffsverkehr bereit ist. Vielen Dank!».

Nur wenige Minuten zuvor hatte der iranische Aussenminister auf der Plattform X mitgeteilt, dass die Durchfahrt für alle Handelsschiffe durch die Meerenge im Einklang mit der Waffenruhe im Libanon «für vollständig offen erklärt» worden sei. Er erklärte, das werde für die verbleibende Dauer der Waffenruhe so bleiben.

Trotz der vom Iran angekündigten Öffnung der Strasse von Hormus hält US-Präsident Donald Trump an seiner Seeblockade für Schiffe mit einem iranischen Hafen als Start oder Ziel fest. Diese solle bestehen bleiben, bis die Verhandlungen mit Teheran abgeschlossen seien, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. (dpa)

13:35 Uhr

Freitag, 17. April

Israel: Entwaffnung der Hisbollah bleibt zentrales Ziel

Israel hält trotz der in Kraft getretenen Waffenruhe im Libanon-Konflikt an seinem zentralen Kriegsziel fest: der Entwaffnung der Hisbollah. Verteidigungsminister Israel Katz betonte, dieses Ziel solle sowohl mit militärischen als auch mit politischen Mitteln erreicht werden. Die bisherigen Bodenoffensiven und Luftangriffe hätten zwar Erfolge gebracht, seien aber noch nicht abgeschlossen.

Israel plant zudem, militärisch präsent zu bleiben: Truppen sollen im Süden des Libanon stationiert bleiben und dort eine etwa zehn Kilometer breite Sicherheitszone kontrollieren, um Angriffe auf Nordisrael zu verhindern. Gleichzeitig droht die Regierung, Gebäude in grenznahen Dörfern zu zerstören, da diese laut Israel von der Hisbollah militärisch genutzt werden.

Die Entwaffnung der Hisbollah stellt jedoch eine grosse Herausforderung dar. Zwar steht die libanesische Regierung unter internationalem Druck – insbesondere durch die USA –, entsprechende Massnahmen umzusetzen. In der Vergangenheit scheiterte dies jedoch, auch weil die Hisbollah militärisch stärker als die reguläre libanesische Armee eingeschätzt wird.

Insgesamt zeigt sich: Trotz Waffenruhe bleibt die Lage angespannt, und ein dauerhafter Frieden ist weiterhin unsicher. (dpa)

13:21 Uhr

Freitag, 17. April

UN Women: Mehr als 38'000 Frauen im Gazastreifen getötet

Bei den israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach einer Analyse der UN-Organisation für Frauen (UN Women) seit Oktober 2023 und bis Ende 2025 mehr als 38'000 Frauen und Mädchen umgekommen. Damit sind gut die Hälfte aller Opfer Frauen und Mädchen gewesen.

Die palästinensischen Gesundheitsbehörden geben die geschätzte Gesamtzahl der Todesopfer bis Ende 2025 mit gut 71'000 an. Mitte April lag die Zahl bei mehr als 72'000, weil Israel trotz der Waffenruhe seit Oktober 2025 weiterhin vereinzelt Angriffe durchführt.

UN-Organisationen schätzen, dass die wahren Totenzahlen noch deutlich höher liegen, weil bis heute noch viele Leichen unter Trümmern verborgen sind und die Dokumentation sämtlicher Todesfälle und Verletzungen wegen der verheerenden Zerstörungen im Gazastreifen schwierig ist.

11'000 Frauen und Mädchen hätten mit Verletzungen überlebt, die lebenslange Behinderungen bedeuteten, berichtet die Organisation weiter. Bis heute seien Frauen und Mädchen vom Kriegsgeschehen besonders betroffen. Viele hätten keinen Zugang zu Hygieneartikeln wie Monatsbinden. Manche vertriebene Frauen hätten in Zelten oder im Freien entbinden müssen, weil kein Transport in Krankenhäuser zur Verfügung stand, berichtet die Direktorin des UN Women-Büros in Genf, Sofia Calltorp.

Mit dem Krieg will Israel die im Gazastreifen beheimatete Terrororganisation Hamas vernichten. Sie hat zusammen mit anderen Terroristen am 7. Oktober 2023 Anschläge in Israel verübt, bei denen mehr als 1200 Menschen umgebracht und Dutzende Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. (dpa)

13:02 Uhr

Freitag, 17. April

Libanon meldet Tote von Angriffen bei Beginn der Waffenruhe

Bei israelischen Angriffen auf die südlibanesische Küstenstadt Tyrus sind kurz vor Eintritt der Waffenruhe mit der Hisbollah nach libanesischen Angaben 13 Menschen getötet worden. Vier Gebäude im Zentrum der Stadt seien bei den Angriffen getroffen worden, bestätigte der libanesische Zivilschutz der Deutschen Presse-Agentur. Auf Bildern von Anwohnern waren die komplett zerstörten Häuser zu sehen.

«Wir haben bisher 13 Leichen geborgen und gehen davon aus, dass sich noch mehr als 20 Menschen unter den Trümmern befinden», sagte der Leiter des Zivilschutzes in Tyrus, Musa Nasrallah, der dpa. Es seien bisher mehr als 35 Verletzte gezählt worden. Die Suche nach weiteren Opfern dauere noch an.

Die Angriffe erfolgten Nasrallah zufolge kurz vor Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Auch kurz danach habe noch ein Angriff eines der Gebäude getroffen. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht. (dpa)

12:58 Uhr

Freitag, 17. April

Führt die Waffenruhe zum Frieden?

Nach sechs Wochen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah ist eine vorläufige Waffenruhe in Kraft getreten. Sie soll zunächst zehn Tage dauern und könnte verlängert werden. Vermittelt wurde sie von den USA. Ziel ist unter anderem, dass die libanesische Regierung die Hisbollah von weiteren Angriffen abhält, während Israel offensive Einsätze einstellt.

Ob die Waffenruhe hält, ist jedoch ungewiss. Beide Seiten misstrauen einander, und schon kurz nach Beginn gab es Vorwürfe von Verstössen. Die Hisbollah zeigt sich weiterhin kampfbereit, während Israel sich das Recht auf Verteidigung vorbehält. Entscheidend dürfte auch der Einfluss des Irans sowie die laufenden Verhandlungen mit den USA sein.

Israel stimmte offenbar unter Druck aus Washington zu, während der Iran die Waffenruhe als Erfolg wertet. Ein dauerhafter Frieden ist nicht in Sicht: Er hängt unter anderem davon ab, ob die Hisbollah entwaffnet wird – was als schwierig gilt.

Die humanitären Folgen sind massiv: Im Libanon wurden über eine Million Menschen vertrieben und mehr als 2000 getötet. In beiden Ländern bleibt die Sorge gross, dass die Kämpfe jederzeit wieder aufflammen könnten. (dpa)

11:33Uhr

Freitag, 17. April

Hisbollah behält «Hände am Abzug»

Die Kämpfer der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon werden nach eigenen Angaben «ihre Hände am Abzug» behalten. In einer Stellungnahme der Schiitenorganisation hiess es, man bleibe wachsam gegenüber «dem Verrat und der Heimtücke des Feindes.»

Seit Beginn des Krieges habe die Miliz der Organisation durchschnittlich 49 Operationen pro Tag durchgeführt. Mehr als 2.000 Militäroperationen seien veröffentlicht worden, hiess es weiter. Dabei handele es sich um Konfrontationen mit israelischen Truppen im Südlibanon sowie um Angriffe auf deren Stellungen und Militärstützpunkten in Israel. Ihre Operationen hätten auch auf israelische Orte und auf Städte wie Tel Aviv abgezielt. (dpa)

11:03 Uhr

Freitag, 17. April

Islamabad bereitet sich auf weitere Verhandlungsrunde vor

Pakistan bereitet sich auf weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in der Hauptstadt Islamabad vor. Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt.

Aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, seinen Aufenthalt in Teheran verlängert habe. Munir war am Mittwoch in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Er wird als wichtiger Vermittler zwischen den Kriegsparteien angesehen und sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump gilt als gut.

Trump hatte zuletzt davon gesprochen, im Falle einer Einigung mit dem Iran selbst zur Vertragsunterzeichnung nach Islamabad zu reisen. Auch aus pakistanischen Sicherheitskreisen heisst es, eine neuerliche Verhandlungsrunde würde grösser werden als die vergangene. Am letzten Wochenende hatten sich Vermittler der Kriegsparteien in Islamabad zu ersten Gesprächen getroffen. Ein Ergebnis wurde dabei allerdings nicht erzielt. (dpa)

10:24 Uhr

Freitag, 17. April

Macron fordert Entwaffnung der Hisbollah-Miliz

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich besorgt über die Einhaltung der Waffenruhe im Libanon geäussert. «Die Hisbollah muss auf Waffen verzichten. Israel muss die libanesische Souveränität respektieren und den Krieg beenden», forderte Macron am Freitag im Kurznachrichtendienst X.

Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte zehntägige Feuerpause für den Libanon war in der Nacht offiziell in Kraft getreten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betonte jedoch, Israel werde seine Truppen nicht aus dem Südlibanon abziehen. Und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz erklärte, die «israelische Besatzung auf unserem Land verleiht dem Libanon und seinem Volk das Recht, sich dagegen zu wehren». (dpa)

08:59 Uhr

Freitag, 17. April

Vertriebene Libanesen kehren in zerstörte Heimatorte zurück

Nach Inkrafttreten der Waffenruhe im Libanon sind vertriebene Bewohner in ihre Häuser zurückgekehrt. Ihre Erleichterung über das Ende der Kämpfe wurde von dem Bild der Zerstörung getrübt, das sich ihnen am Freitag bot. Bewohner des Dorfes Dschibschit im Süden des Landes standen vor zerstörten Wohnblocks und Strassen, die mit Betonbrocken, verbogenen Aluminiumläden und baumelnden Stromkabeln übersät waren, wie AP-Reporter berichteten.

«Ich fühle mich frei, weil ich zurück bin», sagte die 23-jährige Sainab Fahas. «Aber sehen Sie, sie haben alles zerstört: den Platz, die Häuser, die Geschäfte, alles.» Im südlichen Beiruter Vorort Haret Hreik schwenkte Ahmad Lahham die gelbe Flagge der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Er stand auf einem Trümmerhaufen, der einmal sein Wohnhaus war und in dem sich auch eine Zweigstelle des Finanzarms der Hisbollah befand.

Der Waffenstillstand sei durch den Druck des Irans in den Gesprächen mit den USA zustande gekommen, sagte der 48-Jährige. «Nur die Iraner standen auf unserer Seite, niemand sonst.» Die libanesische Regierung sei eine «Führung der Schande».

Die schiitische Hisbollah-Miliz hatte sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel seit Anfang März attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen, bei denen nach libanesischen Regierungsangaben Hunderte Menschen getötet wurden.

Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte zehntägige Feuerpause für den Libanon war in der Nacht offiziell in Kraft getreten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu betonte jedoch, Israel werde seine Truppen nicht aus dem Südlibanon abziehen. Die Hisbollah erklärte, die israelische Besatzung auf unserem Land verleiht dem Libanon und seinem Volk das Recht, sich dagegen zu wehren (AP)

08:38 Uhr

Freitag, 17. April

Südkorea importiert Öl aus Saudi-Arabien jetzt über das Rote Meer

Südkorea setzt beim Ölimport auf Schiffsrouten abseits der weitgehend blockierten Meerenge von Hormus. Ein Tanker mit Öl aus Saudi-Arabien sei sicher durch das Rote Meer in den Golf von Aden gelangt, teilte das Ministerium für Ozeane und Fischerei am Freitag mit. Es sei der erste Transport dieser Art, seit sich Südkorea um alternative Lieferwege bemüht.

Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung bezeichnete die Passage als «wertvolle Errungenschaft» bei den Bemühungen der Regierung, die mit dem Iran-Krieg einhergehenden Probleme zu bewältigen. Südkorea hatte am Mittwoch den Abschluss neuer Lieferverträge bekanntgegeben, mit denen es die Auswirkungen des Iran-Krieges auf seine Wirtschaft in Grenzen halten will.

Offiziellen Angaben zufolge können derzeit 26 südkoreanische Schiffe die Strasse von Hormus nicht passieren. Über die Ausfahrt aus dem Persischen Golf wird normalerweise ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft. (dpa)

07:51 Uhr

Freitag, 17. April

Ölpreise geben nach – Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten

Die Ölpreise haben am Morgen etwas nachgegeben. Die Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sank zuletzt um 1,26 Prozent und kostete 98,09 US-Dollar je Barrel (159 Liter) Rohöl.

Während im Libanon seit Mitternacht eine Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz gilt, zeigt sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine Einigung auch im Krieg mit Teheran. «Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen», sagte er Reportern vor dem Weissen Haus. Sollte es nötig sein, werde er die noch bis Mittwoch dauernde Waffenruhe verlängern, sagte Trump.

Unter dem starken wirtschaftlichen Druck durch die Blockade der Strasse von Hormus beraten unter anderem Deutschland, Frankreich und Grossbritannien heute in Paris über eine mögliche Militärmission nach dem Iran-Krieg. Das Ziel ist die Erarbeitung eines «multinationalen Plans» zur Sicherung der Meerenge.

«Das vorherrschende Thema ist jetzt nicht Eskalation, sondern Stabilisierung», sagte Priyanka Sachdeva, Senior Market Analyst beim Broker Phillip Nova Pte, der Nachrichtenagentur Bloomberg. «Die Ölmärkte senden eine klare Botschaft: Angst trieb die Rally, Diplomatie treibt die Korrektur, und Unsicherheit wird die Volatilität in Zukunft bestimmen.»

Der Ölmarkt ist von dem Konflikt stark erschüttert worden. Die Kämpfe führten zu einem beispiellosen Angebotsschock, nachdem Teheran den Grossteil des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus gestoppt und damit ein Fünftel der weltweiten Ölströme gestört hatte. Zuletzt verhängten die USA zudem eine eigene Seeblockade. (dpa)

05:54 Uhr

Freitag, 17. April

Waffenruhe im Libanon – die Nacht im Überblick

Während im Libanon seit Mitternacht eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah gilt, hat US-Präsident Donald Trump sich zuversichtlich über Fortschritte im Konflikt mit dem Iran geäussert und von einer möglichen Einigung gesprochen. Die Feuerpause soll Zeit für weitere Gespräche schaffen, nachdem eine erste Verhandlungsrunde in Islamabad ohne Ergebnis geblieben war.

Zugleich warf die libanesische Armee Israel kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe Verstösse vor, da mehrere Dörfer im Süden beschossen worden seien. Trump stellte eine mögliche zweite Gesprächsrunde noch am Wochenende in Aussicht, schloss eine Verlängerung der bis Mittwoch geltenden Waffenruhe nicht aus und erwägt im Falle einer Einigung eine Reise zur Unterzeichnung nach Islamabad.

Trump spricht von möglichem «historischen Tag»

Trump hatte die nun auch im Libanon geltende Waffenruhe nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auf seiner Plattform Truth Social verkündet. Er werde beide zu einem Treffen im Weissen Haus einladen. «Das war vielleicht ein historischer Tag für den Libanon. Es geschehen gute Dinge!», schrieb Trump. Er hoffe, die Hisbollah verhalte sich «in dieser wichtigen Zeit» gut. Die Hisbollah liess jedoch zunächst offen, ob sie sich an die Waffenruhe halten wird.

Bild: AP

Jede Feuerpause müsse «umfassend für das gesamte libanesische Gebiet» gelten und dürfe keinerlei Truppenbewegungen Israels zulassen, forderte die Miliz. Ohne sie am Verhandlungstisch würde eine dauerhafte Vereinbarung in dem Konflikt nur schwer erreichbar sein, schrieb das «Wall Street Journal».

Jubel im Libanon

In der Hauptstadt Beirut schossen Menschen aus Freude über den offiziellen Beginn der Waffenruhe in die Luft. In den während des Krieges von Israels Armee schwer getroffenen südlichen Beiruter Vororten feierten Menschen auf den Strassen, wie Augenzeugen berichteten. Lokalen Medienberichten zufolge machten sich zahlreiche Menschen bereits auf in Richtung Süden des Landes - mehr als eine Million Menschen waren durch den Krieg vertrieben worden.

Trotz Waffenruhe sollen mehrere Dörfer im Süden Libanons durch die israelische Armee beschossen worden sein.
Bild: AP

Der Iran begrüsste die Waffenruhe. Man habe das Thema in den Verhandlungen mit den USA immer wieder angesprochen, sagte der Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Ismail Baghai, im Staatssender Irib. Der Krieg zwischen Israel und der von Teheran unterstützten Hisbollah-Miliz hatte die Mitte vergangener Woche in Kraft getretene Waffenruhe im Iran-Krieg sowie die anschliessenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran belastet.

Pentagon-Chef warnt Iran vor neuen Angriffen

Die USA seien auf Knopfdruck zur Wiederaufnahme der Angriffe bereit. Die iranische Führung solle «weise entscheiden», warnte Hegseth. Das US-Militär blockierte derweil weiter die Strasse von Hormus für iranische Tanker und Handelsschiffe, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Irans Marine hatte die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meeresenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen faktisch unpassierbar gemacht, was die Energiepreise stark in die Höhe trieb. Die Führung in Teheran hatte vorgeschlagen, für eine sichere Durchfahrt Gebühren für Schiffe zu erheben.

Bemühungen um Frieden gehen weiter

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif flog derweil von Saudi-Arabien nach Katar, um eine Lösung im Iran-Krieg zu sondieren. Pakistan selbst habe «offene Gesprächskanäle mit den betroffenen Parteien aufrechterhalten», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums. Spekulationen über schnelle weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestätigte er nicht. (dpa)

05:18 Uhr

Freitag, 17. April

Trump: Iran-Krieg verläuft «reibungslos»

US-Präsident Donald Trump steht dem Iran-Krieg trotz zahlreicher negativer Folgen positiv gegenüber. «Ich muss sagen, der Krieg im Iran verläuft reibungslos», sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in einer Rede in Las Vegas. «Er dürfte ziemlich bald zu Ende sein.» Trotz steigender Energiepreise, Tod und Zerstörung sowie Sorgen über die Zukunft der Nato und des Nahen Ostens sei der Krieg «perfekt gewesen», sagte Trump und lobte dabei die Stärke des US-Militärs. (dpa)

03:27 Uhr

Freitag, 17. April

Libanons Armee wirft Israel Verstoss gegen Waffenruhe vor

Israel hat nach libanesischen Angaben gegen die um Mitternacht offiziell in Kraft getretene Waffenruhe im Libanon verstossen. Die israelische Armee habe wiederholt mehrere Dörfer im Süden beschossen, teilte die libanesische Armee am frühen Morgen mit. Sie rief die Bevölkerung erneut auf, vorerst nicht in die südlichen Dörfer und Städte zurückzukehren. Die israelische Armee äusserte sich zunächst nicht.

Nach wochenlangen Kämpfen zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz hatte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe verkündet. Sie soll zunächst zehn Tage dauern.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, dass kurz nach Inkrafttreten der Feuerpause Artilleriegranaten in der Nähe der Küstenstadt Tyros eingeschlagen seien. Zudem habe eine Drohne ein Auto in Haris im Südlibanon getroffen.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah hatte kurz vor Inkrafttreten der Waffenruhe noch zahlreiche Raketen auf Orte im Norden Israels gefeuert. Drei Menschen wurden nach Angaben von Sanitätern von Raketensplittern verletzt. Israels Armee teilte mit, sie habe daraufhin Raketenabschussrampen der Miliz attackiert. Libanons Regierung ist selbst keine aktive Partei in dem Konflikt. (dpa)

01:43 Uhr

Freitag, 17. April

Guterres ruft Israel und Hisbollah zur Einhaltung der Waffenruhe auf

UN-Generalsekretär António Guterres hat Israel und die libanesische Hisbollah dazu aufgerufen, die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe vollständig einzuhalten. Er hoffe, dass sie den Weg für weitere Verhandlungen und die Umsetzung der UN-Resolution 1701 ebne, um eine langfristige Lösung des Konflikts zu erreichen. Diese Resolution fordert unter anderem die Entwaffnung bewaffneter Gruppen im Libanon und den Rückzug der Hisbollah nördlich des Litani-Flusses.

Trump hatte eine zehntägige Waffenruhe nach Gesprächen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun angekündigt. Die Hisbollah war daran nicht beteiligt. Im Libanon feierten viele Menschen den Beginn der Feuerpause. Guterres äusserte zudem die Hoffnung, dass die Vereinbarung zu einem dauerhaften Frieden beiträgt. Auch im Iran-Konflikt gilt derzeit eine befristete Waffenruhe, während Trump dort auf eine baldige Einigung setzt. (dpa)

00:01 Uhr

Freitag, 17. April

Trump spricht von möglicher Rückgabe angereicherten Urans durch Iran

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, der Iran habe zugestimmt, angereichertes Uran – von ihm als «nuklearer Staub» bezeichnet – an die USA zurückzugeben. Gemeint sind rund 970 Pfund Uran, die unter iranischen Nuklearanlagen lagern, die bei US-Angriffen beschädigt wurden. Sollte dies zutreffen, wäre es ein bedeutendes Zugeständnis Teherans und könnte eine zentrale Forderung Washingtons im Konflikt erfüllen. Trump bezeichnete die Lage zugleich als kompliziert, zeigte sich aber optimistisch, dass es schnell vorangehen könne.

Eine Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. Das Weisse Haus machte keine Angaben zu möglichen Bedingungen oder Details, und auch der Iran sowie Vermittlerstaaten äusserten sich nicht zu einem solchen Schritt. Teheran betont weiterhin, sein Atomprogramm diene ausschliesslich friedlichen Zwecken. Zudem hatte Trump in der Vergangenheit bereits ungenaue Aussagen zum iranischen Atomprogramm gemacht. (dpa)

28:48 Uhr

Donnerstag, 16. April

Libanesen feiern Start der Waffenruhe

Menschen feiern in Beirut und anderen Teilen des Libanons den Beginn der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. In der Hauptstadt sind Freudenschüsse und Jubel zu hören, während Bewohner in den südlichen Vororten auf den Strassen tanzen und feiern.

Gleichzeitig machen sich viele Vertriebene auf den Weg zurück in ihre Heimat im Süden des Landes. Strassen sind voller Autos, Menschen schwenken Fahnen und bilden Autokorsos. Zuvor hatten sowohl die libanesische Armee als auch die Hisbollah zur Vorsicht bei der Rückkehr aufgerufen. (dpa)

23:21 Uhr

Donnerstag, 16. April

USA veröffentlichten Sechs-Punkte-Plan zu Libanon-Waffenruhe

Nach der Ankündigung einer Waffenruhe im Libanon durch US-Präsident Donald Trump hat das US-Aussenministerium die Abmachung zwischen Israel und dem Libanon öffentlich gemacht. Zu den sechs vereinbarten Punkten gehört demnach, dass die libanesische Regierung mit internationaler Hilfe die Hisbollah daran hindert, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele durchzuführen. Israel verzichtet währenddessen auf «offensiven Militäroperationen» gegen libanesische Ziele.

Allerdings behält Israel sich das Recht vor, jederzeit alle notwendigen Massnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe zu ergreifen. Dies werde durch die Einstellung der Feindseligkeiten nicht beeinträchtigt, heisst es in dem Text.

Betont wird in der Abmachung, dass allein die libanesischen Sicherheitskräfte für die Souveränität und Verteidigung des Libanons verantwortlich sind. Kein anderes Land und keine andere Gruppe könne Anspruch darauf erheben, Garant für die Souveränität des Libanon zu sein.

Ferner ersuchen Israel und der Libanon die USA laut der Abmachung, weitere direkte Verhandlungen zwischen beiden Ländern zu erleichtern, mit dem Ziel, alle noch offenen Fragen, einschliesslich der Festlegung der internationalen Landgrenze, zu klären. Das Ziel sei der Abschluss eines umfassenden und dauerhaften Sicherheits- und Friedensabkommens zwischen beiden Ländern.

Mehr als sechs Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon soll die Waffenruhe um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) beginnen und zunächst zehn Tage dauern. (dpa)

21:52 Uhr

Donnerstag, 16. April

Vor Waffenruhe: neuer Raketenbeschuss Israels durch Hisbollah

Vor Beginn einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe hat die libanesische Hisbollah-Miliz erneut zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert. In mehreren Orten im Norden Israels heulten Warnsirenen. Nach Angaben des Nachrichtenportals «ynet» wurden rund zehn Geschosse auf die israelische Küstenstadt Naharija abgefeuert. Die meisten davon seien von Israels Raketenabwehr abgefangen worden.

Der israelische Kan-Sender berichtete zudem von Raketenangriffen auf die Umgebung der Stadt Karmiel. Nach Angaben von Sanitätern wurden bei den Angriffen im Norden Israels mindestens drei Menschen verletzt, zwei davon schwer.

Die israelische Armee teilte mit, sie bereite sich auf mögliche Angriffe aus dem Libanon auf Israels Norden vor. Mehr als sechs Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon hatte US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe verkündet. Sie solle um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) beginnen und zunächst zehn Tage dauern, schrieb er nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun.

Netanjahu bestätigte die Feuerpause. Die Hisbollah liess zunächst offen, ob sie sich daran halten wird. Jede Waffenruhe müsse «umfassend für das gesamte libanesische Gebiet» gelten und dürfe keinerlei Truppenbewegungen Israels zulassen, forderte die proiranische Miliz. Israelische Bodentruppen sollen laut Netanjahu während der Waffenruhe in einer Pufferzone im Südlibanon bleiben. (dpa)

21:41 Uhr

Donnerstag, 16. April

Trump stellt baldige Einigung mit Iran in Aussicht

Trotz der erfolglosen ersten Verhandlungsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts rechnet US-Präsident Donald Trump mit einer baldigen Einigung. «Wir sind sehr nahe dran an einem Abkommen», sagte er vor seinem Abflug nach Las Vegas zu Reportern vor dem Weissen Haus. Sollte es nötig sein, werde er auch die noch bis kommenden Mittwoch dauernde Waffenruhe verlängern.

Im Falle einer Einigung erwägt Trump, selbst zur Vertragsunterzeichnung in die pakistanische Hauptstadt Islamabad zu reisen, wo Delegationen beider Länder am vergangenen Wochenende zu einer ersten Verhandlungsrunde zusammengekommen waren. Ein Ergebnis wurde dabei allerdings nicht erzielt.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte unterdessen, Trump habe ihm versichert, er sei entschlossen, die Seeblockade gegen den Iran aufrechtzuerhalten und die nuklearen Fähigkeiten Teherans abzubauen. Dies und eine friedliche Einigung mit dem Libanon könnten Israels Sicherheitslage in der Region in den kommenden Jahren grundlegend verändern, sagte er. (dpa)

20:55 Uhr

Donnerstag, 16. April

Libanons Armee rät Anwohnern vor Waffenruhe zur Vorsicht

Die staatliche Armee im Libanon hat Anwohner wenige Stunden vor der angekündigten Waffenruhe zur Vorsicht geraten. Die Armee empfahl den durch Angriffe vertriebenen Menschen, mit der Rückkehr in ihre Häuser im Süden bis zum Inkrafttreten der Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz zu warten. Anwohner sollten sich auch keinen Gebieten nähern, in die israelische Truppen vorgedrungen seien, hiess es.

Die zunächst zehntägige Waffenruhe soll im Libanon laut US-Präsident Donald Trump ab Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) gelten. Die Hisbollah hat offen gelassen, ob sie sich daran halten wird. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Waffenruhe bestätigt.

Im Libanon wurden durch die erneuten Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah mehr als eine Million Menschen vertrieben, die meisten davon aus Gebieten im Süden, der an Israel grenzt. Zehntausende harren in Notunterkünften aus oder schlafen auf der Strasse. (dpa)

20:40 Uhr

Donnerstag, 16. April

Netanjahu: Armee bleibt während Waffenruhe in Pufferzone

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine zehntägige Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz bestätigt. «Ich habe einer vorübergehenden Feuerpause von zehn Tagen zugestimmt», sagte Netanjahu in einer Videobotschaft.

Ziel sei es, Gesprächen über ein Friedensabkommen mit dem Libanon eine Chance zu geben, die mit einem Treffen der Gesandten beider Länder in Washington begonnen hätten. Israel habe dabei zwei zentrale Forderungen: Eine Entwaffnung der Hisbollah und die Vereinbarung eines dauerhaften Friedens beider Staaten.

Während der Waffenruhe werde die israelische Armee in einer «verstärkten Sicherheitszone» im Südlibanon bleiben. Diese reiche vom Mittelmeer bis zur syrischen Grenze und sei etwa zehn Kilometer breit. Dies diene dem Schutz der Ortschaften im Norden Israels vor Hisbollah-Angriffen.

«Wir haben die Gelegenheit, ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanon abzuschliessen», sagte Netanjahu. US-Präsident Donald Trump habe den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und ihn eingeladen, um zu versuchen, eine solche Einigung voranzubringen. Diese Gelegenheit bestehe nur, weil Israel im Kampf gegen die Hisbollah in den letzten Jahren eine grundlegende Veränderung des Gleichgewichts erreicht habe. Deswegen habe die libanesische Führung Israel das Angebot direkter Friedensgespräche gemacht. Er habe zugestimmt, sagte Netanjahu. (dpa)

19:46 Uhr

Donnerstag, 16. April

Hisbollah lässt Einhaltung der Waffenruhe im Libanon offen

Die Hisbollah-Miliz hat zunächst offengelassen, ob sie sich an die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Libanon halten wird. Jede Waffenruhe müsse «umfassend für das gesamte libanesische Gebiet» gelten und dürfe keinerlei Truppenbewegungen Israels zulassen, teilte die proiranische Miliz mit. «Die anhaltende israelische Besatzung auf unserem Land gibt dem Libanon und seinem Volk das Recht, Widerstand zu leisten». Über diese Frage - also über den weiteren Kampf gegen Israel - werde «je nach Entwicklung der Ereignisse entschieden».

Trump hatte zuvor nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine Waffenruhe verkündet, die um Mitternacht (Ortszeit) beginnen und zunächst zehn Tage dauern soll. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar liefern sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon und das israelische Militär eine erneute schwere Konfrontation. Die libanesische Regierung ist keine aktive Konfliktpartei und bemüht sich um Deeskalation. (dpa)

19:01 Uhr

Donnerstag, 16. April

Libanesischer Premier begrüsst angekündigte Waffenruhe mit Israel

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam hat die Waffenruhe-Ankündigung von US-Präsident Donald Trump begrüsst. Eine Feuerpause sei das erste Ziel des Libanon in den Gesprächen mit Israel gewesen, die am Dienstag in Washington zwischen den Botschaftern der beiden Länder stattfanden, erklärte Salam am Donnerstag. «Ich gratuliere allen Libanesen zu dieser Errungenschaft und spreche den Familien der gefallenen Märtyrer mein Beileid aus. Ich bekräftige meine Solidarität mit ihren Familien, mit den Verwundeten und mit den Bürgern, die gezwungen sind, aus ihren Städten und Dörfern zu fliehen», fügte er hinzu.

Trump hatte kurz zuvor erklärt, er plane, den libanesischen Präsidenten Michel Aoun und den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu weiteren Verhandlungen ins Weisse Haus einzuladen. Diese würden «die ersten sinnvollen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon seit 1983», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. «Beide Seiten wollen FRIEDEN, und ich glaube, dass das schnell geschehen wird.»

Der Libanon und Israel hatten 1983 ein Abkommen unterzeichnet, das vorsah, dass der Libanon Israel formell anerkennt und Israel sich aus dem Nachbarland zurückzieht. Das Abkommen scheiterte während des libanesischen Bürgerkriegs und wurde ein Jahr später offiziell gekündigt.

Die schiitische Hisbollah-Miliz hatte sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen, bei denen nach libanesischen Regierungsangaben Hunderte Menschen getötet wurden. Die libanesische Regierung hat als Bedingung für weitere Gespräche mit Israel auf einer Waffenruhe bestanden. Sie hat zugesagt, sich um eine Entwaffnung der Hisbollah zu bemühen. (dpa)

18:55 Uhr

Donnerstag, 16. April

Israels Truppen bleiben während Waffenruhe im Südlibanon

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Armee laut Medienberichten angewiesen, die Bodentruppen während der zehntägigen Waffenruhe im Südlibanon zu belassen. Netanjahu habe dies im Gespräch mit Ministern gesagt, berichtete der israelische TV-Sender N12. Auch das Portal «ynet» und die Zeitung «Haaretz» berichteten über entsprechende Pläne. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Mehr als sechs Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon hatte US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe verkündet. Sie solle um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) beginnen und zunächst zehn Tage dauern, schrieb er nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und Netanjahu auf seiner Plattform Truth Social.

Netanjahu sagte den Ministern dem N12-Bericht zufolge mit Blick auf die Waffenruhe, er sei der Bitte Trumps nachgekommen. Offiziell hatte Israel sich bisher nicht zu der Feuerpause geäussert. (dpa)

17:51 Uhr

Donnerstag, 16. April

Trump postet: Israel und Libanon vereinbaren Waffenruhe

Mehr als sechs Wochen nach Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon hat US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe verkündet. Sie solle um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) beginnen und zunächst zehn Tage dauern, schrieb er nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auf seiner Plattform Truth Social. Er werde beide zu einem Treffen im Weissen Haus einladen.

Die Hisbollah äusserte sich zunächst nicht. Die libanesische Regierung ist keine aktive Konfliktpartei und bemüht sich um Deeskalation.

Trump schrieb weiter, er habe Vizepräsident JD Vance, US-Aussenminister Marco Rubio und Generalstabschef Dan Caine angewiesen, gemeinsam mit dem Libanon und Israel auf einen dauerhaften Frieden hinzuarbeiten.

Erster Durchbruch nach erneuter Konfrontation

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar liefern sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und das israelische Militär eine erneute schwere Konfrontation. Als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei feuert die Hisbollah seit Anfang März erneut Raketen in Richtung Israel. Die israelische Luftwaffe reagiert seitdem mit massiven Luftangriffen. Dabei kam es zu schweren Kämpfen im Süden und zu Angriffen im Osten sowie der Hauptstadt Beirut und deren Vororten.

Das israelische Militär rückte in einer Bodenoffensive zudem weiter in den Süden des Nachbarlandes vor und lieferte sich im Grenzgebiet Bodenkämpfe mit der Hisbollah.

Rund 2200 Tote im Libanon

Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge wurden bei den erneuten Kämpfen bisher knapp 2.200 Menschen getötet. Darunter sind den Angaben zufolge zahlreiche Frauen und Kinder. Die israelische Armee sprach zuletzt von mehr als 1.700 getöteten Hisbollah-Mitgliedern seit Anfang März. Die genaue Zahl der getöteten Zivilisten ist unklar.

Im Libanon warten Hunderttausende darauf, in ihre Häuser zurückkehren zu können. Nach Regierungsangaben wurden aufgrund des jüngsten Konflikts mehr als eine Million Menschen vertrieben. In den angegriffenen Gebieten herrscht zum Teil grossflächige Zerstörung.

Kein Frieden nach erster Waffenruhe

Die Hisbollah agiert im Libanon seit langer Zeit als eine Art Staat im Staate. Sie ist einer der wichtigsten Verbündeten in Irans sogenannter «Achse des Widerstands». Bis vor der jüngsten Eskalation stuften Beobachter die Kapazitäten der Miliz aber als deutlich geschwächt ein.

Israel und die Hisbollah hatten bereits 2024 einen offenen Krieg gegeneinander geführt. Trotz einer Waffenruhe im November 2024 blieb die Lage angespannt. Beide Seiten warfen sich fortwährend Verstösse vor. Das israelische Militär griff trotz Waffenruhe weiter nahezu täglich im Libanon an.

Das israelische Militär blieb auch an mehreren Punkten im Libanon stationiert. Gemäss der damals getroffenen Waffenruhe sollte die Hisbollah entwaffnet werden. Israel warf dem libanesischen Staat bei der Aufgabe Versagen vor und wollte die Entwaffnung schliesslich militärisch durchsetzen.

Der neue Durchbruch folgt auf direkte Gespräche in Washington, bei denen die Botschafter der verfeindeten Länder sich erstmals seit Jahrzehnten direkt zu politischen Verhandlungen trafen. Schon zuvor hiess es nach US-Angaben, dass die Gespräche zu einem «umfassenden Friedensabkommen» führen könnten. (dpa)

16:11 Uhr

Donnerstag, 16. April

Libanons Präsident will kein Gespräch mit Netanjahu

Libanons Präsident Joseph Aoun ist gut informierten Kreisen in Beirut zufolge vorerst nicht bereit zu einem direkten Telefongespräch mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Aoun habe in einem Gespräch mit US-Aussenminister Marco Rubio zwar über die Möglichkeit solch eines Telefonats gesprochen, lehne es bisher aber ab, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus libanesischen Regierungskreisen.

Ein Telefonat zwischen Aoun und Netanjahu wäre das erste Gespräch dieser Art seit Jahrzehnten. Die Nachbarstaaten Israel und Libanon sind verfeindet und befinden sich offiziell im Kriegszustand. US-Präsident Donald Trump hatte für diesen Donnerstag ein Gespräch der «Anführer» beider Nachbarländer angekündigt, nachdem ihre Botschafter am Dienstag in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten politischen Gesprächen zusammengekommen waren. Eine israelische Ministerin wurde noch konkreter und kündigte am Donnerstagmorgen ein Gespräch zwischen Netanjahu und Aoun an.

Israel und die Hisbollah im Libanon bekämpfen sich im Zuge des Iran-Kriegs erneut. Die libanesische Regierung ist keine aktive Kriegspartei und bemüht sich um Deeskalation. Zugleich macht sie Israel schwere Vorwürfe wegen der anhaltenden Angriffe im Libanon, bei denen nach offiziellen Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mehr als 2.000 Menschen getötet wurden. Die Hisbollah lehnte Gespräche zwischen der Regierung und Israel bisher ab. (dpa)

13:42 Uhr

Donnerstag, 16. April

IEA-Chef: Kerosin in Europa reicht vielleicht noch sechs Wochen

Die Internationale Energieagentur warnt vor möglichen Flugabsagen wegen Treibstoffmangels in Europa. Die Vorräte an Flugbenzin reichten vielleicht noch für etwa sechs Wochen, sagte IEA-Chef Fatih Birol am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP. Falls die wegen des Iran-Krieges praktisch blockierte Meerenge von Hormus gesperrt bleibe und weitere Lieferungen ausblieben, müssten womöglich schon bald Flüge gestrichen werden.

Ein Flugzeug passiert Kerosin-Tanks am Flughafen Lüttich in Belgien.
Bild: Olivier Hoslet/EPA

Der Iran hatte nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird. Später liess Teheran zwar wieder einige Schiffe durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe und ihrer Ladung und verlangt eine Gebühr. Am Sonntag kündigte dann US-Präsident Donald Trump an, die USA würden die Meerenge ihrerseits sperren.

Birol warnte: «Wenn die Strasse von Hormus nicht wieder geöffnet wird, werden wir in Europa bald die Nachricht hören, dass einige Flüge von Stadt A nach Stadt B wegen Treibstoffmangels gestrichen werden könnten.»

Eine verzweifelte Lage

Birol sagte, die Sperrung der Strasse von Hormus habe die «grösste Energiekrise ausgelöst, mit der wir je konfrontiert waren» und sprach von einer verzweifelten Lage. Die Auswirkungen seien «höhere Benzinpreise, höhere Gaspreise und hohe Strompreise». Je länger die Situation andauere «desto schlimmer wird es für das Wirtschaftswachstum und die Inflation in der ganzen Welt».

Birol prophezeite, einige Regionen werde es schlimmer treffen als andere. «An vorderster Front stehen die asiatischen Länder, die auf Energie aus dem Nahen Osten angewiesen sind», sagte er und nannte Japan, Südkorea, Indien, China, Pakistan und Bangladesch. Doch auch Europa und die USA werde es treffen.

Birol lehnt Schifffahrtsmaut ab

Erst am Wochenende hatte der Dachverband der Flughafenbetreiber in Europa (ACI Europe) vor einer «systemischen Treibstoffknappheit» in Europa in drei Wochen gewarnt, falls sich die Lage nicht bessere. Der Engpass könne die Sommerreisesaison beeinträchtigen, schrieb ACI-Europe-Generaldirektor Olivier Jankovec an die EU.

Birol lehnte die vom Iran geforderte Maut für Fahrten durch die Strasse von Hormus ab. Wenn man dies dauerhaft zulasse, bestehe die Gefahr, dass ein Präzedenzfall geschaffen werde, der dann auch auf andere Wasserstrassen angewendet werde, beispielsweise die lebenswichtige Strasse von Malakka in Asien. «Ich möchte, dass das Öl bedingungslos von Punkt A nach Punkt B fliesst», sagte er. «Wenn wir das einmal ändern, könnte es schwierig werden, es wieder rückgängig zu machen.» (dpa)

11:59 Uhr

Donnerstag, 16. April

Pakistan hebt eigene Rolle bei regionalen Friedensbemühungen hervor

Pakistan hat seine Friedensbemühungen als Erfolg bezeichnet. Die Regierung in Islamabad habe den Dialog gefördert, den Nachrichtenaustausch erleichtert und dazu beigetragen, ein friedliches Umfeld für sinnvolle Verhandlungen zu schaffen, teilte das Aussenministerium am Donnerstag mit. Als Beispiel wurden die jüngsten Gespräche zwischen den USA und dem Iran genannt.

Auch der Besuch des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif am Mittwoch in Saudi-Arabien und die Reise von Armeechef Feldmarschall Asim Munir in den Iran seien Teil der Bemühungen zur Förderung des regionalen Friedens und zur Deeskalation, erklärte das Ministerium in Islamabad. Das pakistanische Engagement zur Unterstützung der Bemühungen um eine Waffenruhe und des Strebens nach Stabilität zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran werde international anerkannt. (dpa)

11:43 Uhr

Donnerstag, 16. April

Britische Aussenministerin warnt vor Zöllen für Strasse von Hormus

Die britische Aussenministerin Yvette Cooper hat vor Beratungen über eine mögliche Militärmission zur Absicherung der Strasse von Hormus die Bedeutung der zollfreien Schifffahrt betont. Es dürfe nicht sein, dass einzelne Staaten wichtige Seewege kontrollieren und dort Zölle erheben, sagte sie bei einem Treffen mit dem deutschen Aussenminister Johann Wadephul in Berlin. Solche Massnahmen würden die regionale und globale Sicherheit sowie den Freihandel gefährden.

Mehrere europäische Staaten wollen in Paris über einen Plan zur Sicherung der Schifffahrt nach dem Iran-Krieg beraten. Ziel ist es, die Freiheit der Schifffahrt zu verteidigen und den Druck für eine schnelle Öffnung der Meerenge zu erhöhen. Zudem geht es um eine mögliche multilaterale maritime Mission nach Konfliktende. Hintergrund ist, dass Iran die wichtige Handelsroute zuletzt faktisch blockiert hat und Gebühren für eine sichere Durchfahrt ins Gespräch brachte. (dpa)

11:02 Uhr

Donnerstag, 16. April

Netanyahu will mit libanesischem Präsidenten telefonieren

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu will am (heutigen) Donnerstag mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun telefonieren. Das sagte die israelische Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Gila Gamliel, dem israelischen Armeeradio. Es wäre das erste Mal seit über 30 Jahren, dass die Spitzenvertreter beider Länder direkt miteinander sprechen. Weder das Büro des Ministerpräsidenten noch die libanesische Regierung äusserten sich zu dem geplanten Telefonat.

Gamliel, die Mitglied des israelischen Sicherheitskabinetts ist, äusserte die Hoffnung, der Schritt werde letztlich die Beziehungen zwischen beiden Ländern verbessern. Israel und der Libanon führten am Dienstag in Washington ihre ersten direkten diplomatischen Gespräche seit Jahrzehnten. Die Gefechte zwischen dem israelischen Militär und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz dauern seit mehr als einem Monat an. (dpa)

10:38 Uhr

Donnerstag, 16. April

Pakistan testet neue Anti-Schiff-Rakete aus eigener Produktion

Die pakistanische Marine hat nach Militärangaben eine neue Anti-Schiff-Rakete aus heimischer Produktion erfolgreich getestet. Die Streitkräfte teilten am Donnerstag mit, der Flugkörper habe sein Ziel während des Tests präzise und auf grosse Entfernung getroffen.

Der Flugkörper verbessere frühere Systeme durch ein fortschrittliches Lenksystem und eine verbesserte Manövrierfähigkeit, hiess es in der Mitteilung. Der Test unterstreiche das Engagement der Marine für eine seegestützte Abschreckung im konventionellen Bereich und für die Gewährleistung maritimer Sicherheit und Stabilität in der Region.

Das pakistanische Militär testet regelmässig im Inland entwickelte Raketen. Sein Raketenprogramm zielt hauptsächlich darauf ab, potenziellen Bedrohungen durch das benachbarte Indien entgegenzuwirken. (dpa)

10:19 Uhr

Donnerstag, 16. April

Ministerin: Netanyahu wird mit Libanons Präsidenten sprechen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wird nach Angaben einer Ministerin heute mit dem libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun telefonieren. Dies sagte Gila Gamliel, Israels Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Technologie, dem israelischen Armeesender. Für ein von US-Präsident Donald Trump angekündigtes hochrangiges Gespräch zwischen Israel und dem Libanon hatte es zunächst aus beiden Ländern keine offizielle Bestätigung gegeben. Es wäre das erste bekannte Telefonat zwischen Netanyahu und Aoun. Aus dem Büro des libanesischen Präsidenten hiess es, man habe keine Informationen zu einem solchen Gespräch. (dpa)

09:03 Uhr

Donnerstag, 16. April

China pocht auf freie Schifffahrt in der Strasse von Hormus

China dringt auf eine Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Strasse von Hormus. In einem Telefonat mit Irans Aussenminister Abbas Araghtschi betonte Chinas Chefdiplomat Wang Yi, dass sowohl Irans Souveränität und legitime Rechte als Küstenstaat als auch die Freiheit und Sicherheit der internationalen Schifffahrt gewährleistet werden müssten. Die Wiederherstellung der normalen Passage sei ein gemeinsames Anliegen der internationalen Gemeinschaft.

Hintergrund ist die Eskalation rund um die strategisch wichtige Meerenge im Zuge des Iran-Kriegs. Nach Angriffen der USA und Israels hatte Teheran die Passage durch Drohungen und Angriffe auf Tanker faktisch blockiert, während die USA inzwischen den iranischen Seeverkehr einschränken. Die Strasse von Hormus ist eine zentrale Route für den weltweiten Öl- und Flüssiggashandel und besonders wichtig für China, da ein grosser Teil seiner Energieimporte aus dem Nahen Osten stammt. (dpa)

08:53 Uhr

Donnerstag, 16. April

Infantino bekräftigt: Iran kommt «auf jeden Fall» zur WM

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat bekräftigt, dass der Iran trotz des Kriegs mit den USA «auf jeden Fall» an der Fussball-Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen wird. Die Mannschaft sei qualifiziert und wolle spielen, sagte Infantino, der zugleich die Hoffnung äusserte, dass sich die Lage bis zum Turnier beruhigt. Auch Irans Teamchef und der Sportminister zeigten sich zuversichtlich, knüpften die Teilnahme jedoch unter anderem an eine anhaltende Waffenruhe und Sicherheitsgarantien für das Team in den USA. Die endgültige Entscheidung soll vom Nationalen Sicherheitsrat Irans getroffen werden.

US-Präsident Donald Trump hatte die Mannschaft zwar willkommen geheissen, zugleich aber Sicherheitsbedenken geäussert. Die Vorrundenspiele Irans gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sind in den USA geplant, eine Verlegung nach Mexiko lehnte die FIFA ab. Die WM beginnt am 11. Juni und endet am 19. Juli. (dpa)

08:00 Uhr

Donnerstag, 16. April

US-Senat lehnt Stopp von Waffenlieferungen an Israel ab

Der US-Senat hat einen Antrag auf einen Stopp der amerikanischen Waffenlieferungen an Israel abgelehnt. Zwei entsprechende Resolutionen scheiterten mit 40 zu 59 beziehungsweise 36 zu 63 Stimmen, nachdem alle Republikaner dagegen votierten. Allerdings unterstützten mehr als drei Dutzend Demokraten die Initiative des unabhängigen Senators Bernie Sanders. Das Ergebnis zeigt eine wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Demokratischen Partei mit der Politik von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und den Kriegen im Gazastreifen sowie im Iran.

Sanders hatte wiederholt Abstimmungen zu diesem Thema angestossen, um den Druck auf den Senat zu erhöhen. Die Zahl der unterstützenden Demokraten hat sich dabei in weniger als zwei Jahren mehr als verdoppelt. Nach der Abstimmung erklärte Sanders, viele Demokraten würden zunehmend auf die Kritik in der Bevölkerung hören. Auch Senator Mark Kelly stimmte diesmal für die Resolutionen und begründete dies mit Entscheidungen von Netanjahu und US-Präsident Donald Trump. Zu den Demokraten, die dagegen stimmten, gehörte unter anderem der Minderheitsführer Chuck Schumer. (dpa)

07:43 Uhr

Donnerstag, 16. April

China nennt Öffnung der Strasse von Hormus internationale Forderung

Der chinesische Aussenminister Wang Yi hat die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus als eine internationale Forderung bezeichnet. Wang sagte seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi in einem Telefonat, der Iran sei ein Anrainerstaat der Strasse von Hormus, dessen Souveränität, Sicherheit und legitime Rechte respektiert werden müssten. Gleichzeitig müsse aber die Freiheit der Schifffahrt und die Sicherheit in der Strasse gewährleistet werden.

Die internationale Gemeinschaft sei sich einig in ihrer Forderung, die normale Durchfahrt durch die Meerenge wiederaufzunehmen, wurde Wang in einer Mitteilung der Regierung zitiert. Die aktuelle Situation habe einen kritischen Wendepunkt zwischen Krieg und Frieden erreicht, aber auch ein Zeitfenster für den Frieden geöffnet. (dpa)

06:24 Uhr

Donnerstag, 16. April

Trump kündigt Spitzentreffen zwischen Israel und dem Libanon an

Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu Gesprächen auf höchster Ebene zusammenkommen. Die «Anführer» beider Länder hätten seit Jahrzehnten nicht mehr miteinander gesprochen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social und kündigte das Treffen für Donnerstag an. Wen genau er damit meint, bleibt unklar. Hintergrund ist der anhaltende Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Bereits am Dienstagabend hatten Vertreter beider Staaten in Washington erstmals seit Jahrzehnten direkte politische Gespräche geführt.

Bild: Screenshot: Truth Social

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Ziel der Verhandlungen sei die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah sowie ein dauerhafter Frieden. Die libanesische Regierung strebt hingegen eine Waffenruhe und den Abzug israelischer Truppen aus dem Süden des Landes an. Das israelische Sicherheitskabinett beriet am Mittwochabend über eine mögliche Waffenruhe, beendete die Sitzung jedoch ohne Beschluss. (dpa)

04:25 Uhr

Donnerstag, 16. April

Netanyahu: Sicherheitszone im Libanon wird ausgeweitet

Der Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah dauert an, während es zugleich Berichte über mögliche Waffenruhe-Verhandlungen gibt. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat die Streitkräfte angewiesen, die Sicherheitszone im Süden des Libanons weiter auszudehnen. Parallel dazu laufen Gespräche mit dem Libanon. Das israelische Sicherheitskabinett beriet am Mittwochabend über eine Waffenruhe, beendete die Sitzung jedoch ohne Beschluss.

Erstmals seit Jahrzehnten trafen sich am Dienstagabend in Washington israelische und libanesische Vertreter zu direkten politischen Gesprächen. Ziel der Verhandlungen sei laut Netanyahu die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz sowie ein dauerhafter Frieden. Die libanesische Regierung strebt eine Waffenruhe und den Abzug israelischer Truppen aus dem Süden des Landes an.

Am Mittwoch kam es erneut zu gegenseitigem Beschuss zwischen Israels Militär und der Hisbollah. Die Sicherheitszone soll auch ostwärts bis zu den Hängen des Berges Hermon erweitert werden, um den Drusen besser beistehen zu können. Diese religiöse Minderheit in Syrien gilt als Verbündete Israels. Das Hermon-Massiv liegt entlang der syrisch-libanesischen Grenze und reicht bis zu den von Israel annektierten Golanhöhen. (dpa)

01:44 Uhr

Donnerstag, 16. April

Irans inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin in kritischem Zustand

Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist nach Angaben ihrer Familie besorgniserregend. Angehörige und Anwälte haben Mohammadi im vergangenen Monat zweimal im Gefängnis von Sandschan besucht, wie die Narges-Mohammadi-Stiftung auf ihren Social-Media-Kanälen mitteilte. Sie sei schwach, blass und habe Gewicht verloren, hiess es in der Erklärung.

Der Bericht folgte auf einen Herzinfarkt, den Mohammadi laut der Erklärung am 24. März im Gefängnis erlitt. Weiter hiess es, Mohammadi sei nach dem Herzinfarkt über eine Stunde lang bewusstlos gewesen, ohne dass jemand Wiederbelebungsmassnahmen eingeleitet habe.

Ihr Bruder Hamidresa Mohammadi teilte mit, ein Kardiologe, der sie kurz nach dem Herzinfarkt aufsuchte, habe der Familie mitgeteilt, der Vorfall sei teilweise auf Medikamente zurückzuführen, die ihr von Gefängnisärzten verschrieben worden seien.

Seinen Angaben zufolge wird Mohammadi in einer Zelle mit wegen Mordes verurteilten Personen festgehalten und habe von diesen mehrfach Drohungen erhalten.

Mohammadi ist eine Menschenrechtsanwältin, die 2023 den Friedensnobelpreis gewann, während sie im Gefängnis sass. Sie wurde im Dezember bei einem Besuch in der ostiranischen Stadt Mesched festgenommen und zu weiteren sieben Jahren Haft verurteilt. (dpa)

23:00 Uhr

Mittwoch, 15. April

Trump telefoniert mit Emir von Katar

Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, hat mit US-Präsident Donald Trump über die Lage am Persischen Golf gesprochen. Der Emir habe bei dem Anruf Trumps betont, wie wichtig es sei, die internationalen Bemühungen für eine Deeskalation zu verstärken, teilte sein Büro am Mittwoch mit. Ein weiteres Thema des Gesprächs waren demnach die Folgen des Konflikts für die Sicherheit im Schiffsverkehr und die Stabilität der Energiemärkte und Versorgungsketten. (dpa)

22:22 Uhr

Mittwoch, 15. April

Netanjahu: Israelische Truppen rücken im Südlibanon weiter vor

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat angekündigt, dass die Streitkräfte des Landes ihren Einsatz im Südlibanon fortsetzen und weitere Gebiete im Nachbarland unter ihre Kontrolle bringen würden. Derzeit konzentrierten sich die Kämpfe auf die strategisch wichtige Stadt Bint Dschbeil im Südlibanon, wo israelische Truppen im Begriff seien, «diese grosse Hochburg der Hisbollah zu beseitigen», sagte Netanjahu in einer Videoansprache am Mittwochabend. Er habe dem Militär Anweisungen erteilt, die Sicherheitszone im Südlibanon weiter Richtung Osten auszudehnen. Damit bezog er sich auf Gebiete in Grenznähe, die derzeit von der israelischen Armee besetzt sind.

Netanjahu sagte, Israel verhandle gleichzeitig mit dem Libanon, wobei zwei zentrale Ziele im Vordergrund stünden: die Entwaffnung der Hisbollah und ein nachhaltiger Frieden. Es gehe ihm um «Frieden durch Stärke», fügte er hinzu.
Weiter sagte Netanjahu, die USA hielten Israel über die Gespräche mit dem Iran auf dem Laufenden und sein Land sei auf jedes Szenario vorbereitet, sollte der Kampf mit dem Iran wieder aufflammen. (dpa)

21:19 Uhr

Mittwoch, 15. April

Neue Iran-Sanktionen: «Finanzielles Äquivalent zu Bombenangriffen»

Angesichts der festgefahrenen Situation zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat die US-Regierung der Führung in Teheran mit weiteren Sanktionen gedroht. So könnten beispielsweise Strafmassnahmen gegen Unternehmen und Länder verhängt werden, die weiterhin iranisches Öl kaufen oder iranische Vermögenswerte verwalten, sagte US-Finanzminister Scott Bessent. «Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist.»

Die USA haben bereits eine ganze Reihe von Sanktionen gegen den Iran und die politische Führung in Teheran verhängt. Nach den iranischen Angriffen auf Nachbarländer seien nun auch die Golfstaaten stärker als bisher dazu bereit, die Sanktionen gegen den Iran zu unterstützen und die Finanzströme zu stoppen, sagte Bessent.

Derzeit herrscht eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Über eine Verlängerung der Feuerpause und die Wiederaufnahme der Gespräche zur dauerhaften Beilegung des Konflikts wird derzeit verhandelt. (dpa)

20:58 Uhr

Mittwoch, 15. April

Iran: 26 Millionen Menschen melden sich für Kriegsdienst

Trotz einer Waffenruhe melden sich nach Angaben des staatlichen Senders Irib immer mehr Iraner freiwillig für den Kriegsdienst. Demnach sollen sich mehr als 26 Millionen Menschen für die Kampagne «Leben opfern» registriert haben. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist derzeit nicht möglich. Im Iran leben rund 90 Millionen Menschen.

Beobachter weisen darauf hin, dass die Führung in Teheran den im Land entstandenen Nationalismus seit Beginn des Konflikts mit den USA und Israel zunehmend für Propaganda nutzt.

Laut Staatsfunk sollen die Freiwilligen zusätzlich zu den Truppen der Revolutionsgarden und der Armee eingesetzt werden. Zudem sind Menschenketten zum Schutz möglicher Angriffsziele geplant.

Zu den Registrierten sollen Irib zufolge auch Präsident Massud Peseschkian, die meisten seiner Minister sowie zahlreiche Amtsträger, Sportler und Künstler gehören. Auch der derzeit einflussreiche Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich registrieren lassen. (dpa)

20:07 Uhr

Mittwoch, 15. April

US-Marine will Seeblockade auch mit Gewalt durchsetzen

Die US-Marine will ihre Blockade iranischer Häfen notfalls auch mit Gewalt durchsetzen. «Schiffe, die einen iranischen Hafen anlaufen oder von dort kommen, werden zur Durchsuchung und Beschlagnahme geentert», hiess es in einer Funkwarnung, die das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs in sozialen Medien veröffentlichte. «Wenn Sie diese Blockade nicht befolgen, werden wir Gewalt anwenden.»

Ein Militärvertreter, der anonym bleiben wollte, bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass die Botschaft derzeit an alle Schiffe in der Region gesendet werde, um den Handel mit dem Iran über den Seeweg zu unterbinden. (dpa)

20:00 Uhr

Mittwoch, 15. April

WAM: Emirate und Iran sprechen über Deeskalation

Der Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich einem Medienbericht zufolge über den Abbau von Spannungen in der Golfregion im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ausgetauscht. WAM, die staatliche Nachrichtenagentur der Emirate, berichtete am Mittwoch von einem Telefonat zwischen Vizepräsident Scheich Mansur bin Sajid Al Nahjan und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf. Dabei sei es um die Entwicklungen in der Region und mögliche Deeskalationsmassnahmen gegangen. (dpa)

19:25 Uhr

Mittwoch, 15. April

UN geben zehn Millionen Euro für Iran-Notfallhilfe frei

Die Vereinten Nationen (UN) stellen Notfallhilfe für die vom Krieg betroffene Bevölkerung im Iran bereit. Er habe umgerechnet gut zehn Millionen Euro aus dem Globalen Notfallfonds der UN zugeteilt, erklärte Nothilfekoordinator Tom Fletcher. Tausende Zivilisten seien getötet, Infrastruktur zerstört und lebenswichtige Dienste unterbrochen worden. «Diese Finanzierung wird unseren Partnern helfen, lebensrettende Hilfe im grossen Massstab zu leisten», meinte er.

Schon vor Wochen hatte Fletcher vor den Folgen des Iran-Kriegs für dringend hilfsbedürftige Menschen gewarnt. Millionen Menschen seien in Gefahr. Humanitäre Hilfsgüter erreichten das Land wegen der Zerstörung und Behinderung von Verkehrswegen nur verzögert. Lebensmittel, Medikamente, Düngemittel und andere Hilfsgüter liessen sich schwerer transportieren und ihre Lieferung werde teurer.

Auch der Norwegische Flüchtlingsrats (NRC) hatte kürzlich vor einer dramatischen Verschlechterung der humanitären Lage im Iran gewarnt. Mehr als drei Millionen Menschen seien im Land auf der Flucht, das Land sei riesig und der Hilfsbedarf wachse rasant. Je länger der Konflikt andauere, desto stärker würden alle Lebensbereiche beeinträchtigt: öffentliche Dienste brächen zusammen, Versorgungswege würden unterbrochen, Geschäfte schlössen oder würden zerstört, und die Hilfsarbeit werde immer schwieriger. (dpa)

18:34 Uhr

Mittwoch, 15. April

Rohöltanker passiert Strasse von Hormus

Ein unter maltesischer Flagge fahrendes Schiff hat als erster Rohöltanker seit Beginn der US-Blockade iranischer Häfen in westlicher Richtung die Strasse von Hormus durchquert. Das geht aus Daten des Schiffsverfolgungsdienstes MarineTraffic hervor. Die Ankunft der «VLCC Agios Fanourios I» im irakischen Basra wurde für Donnerstag erwartet. MarineTraffic zufolge hatte der Tanker nach einem ersten Versuch fast zwei Tage lang im Golf von Oman geankert und dann einen neuen Anlauf genommen.

Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs teilte derweil am Mittwoch mit, in den ersten 48 Stunden der US-Seeblockade sei es keinem Schiff gelungen, an der US-Marine vorbeizukommen. Neun Schiffe seien angewiesen worden umzukehren und sich wieder in Richtung eines iranischen Hafens oder der iranischen Küste zu bewegen. (dpa)

18:30 Uhr

Mittwoch, 15. April

Gesundheitsministerium meldet Angriffe auf libanesische Sanitäter

Bei Angriffen auf drei Rettungsteams sollen im Libanon mindestens drei Sanitäter getötet und sechs weitere verletzt worden sein. Für die Angriffe machte das libanesische Gesundheitsministerium das israelische Militär verantwortlich.

Ein Sanitäter werde in der Stadt Mayfadun noch vermisst, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Dort habe sich der erste Angriff ereignet, während sich das Team auf einer Fahrt zu einem Rettungseinsatz für Verwundete befunden habe. Mindestens ein Sanitäter sei dabei zu Tode gekommen.

Ein zweites Team, das dem ersten zu Hilfe eilte, sei ebenfalls unter Beschuss geraten. Dabei seien drei weitere Sanitäter verletzt worden. Bei einem dritten und letzten Rettungsversuch seien erneut Krankenwagen auf dem Weg zum Einsatzort beschossen worden. Dabei seien zwei Sanitäter getötet und drei weitere verletzt worden.

Das Gesundheitsministerium sprach von einem verbrecherischen Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht. Das israelische Militär reagierte nicht umgehend auf eine Bitte um Stellungnahme. (dpa)

18:38 Uhr

Mittwoch, 15. April

USA: Kein Schiff passiert Sperre – Handel mit Iran gestoppt

Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. Während der ersten 48 Stunden der US-Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, sei keines der Schiffe an US-Streitkräften vorbeigekommen, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Zusätzlich hätten neun Schiffe der Aufforderung von US-Streitkräften entsprochen, umzukehren und zu einem iranischen Hafen oder einer Küstenzone zurückzukehren.

Centcom-Kommandeur Admiral Brad Cooper hatte in einem weiteren X-Beitrag erklärt, die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen Osten behauptet und den Handel in den Iran und aus dem Iran über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht. Rund 90 Prozent der Wirtschaft der Islamischen Republik seien vom Seehandel abhängig. (dpa)

16:39 Uhr

Mittwoch, 15. April

Libanon legt wegen israelischer Angriffe Beschwerde bei UN ein

Das libanesische Aussenministerium hat wegen der schweren israelischen Angriffe der vergangenen Woche offiziell Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat eingelegt. Das Aussenministerium in Beirut erklärte, die Attacken hätten mehr als 300 Menschen getötet und 1.150 weitere verletzt. Die Mehrheit der Opfer seien unbewaffnete Zivilisten gewesen.

Israel hatte am vergangenen Mittwoch binnen weniger als zehn Minuten 100 Ziele in Beirut, der Bekaa-Ebene und dem Südlibanon ohne vorherige Warnung und inmitten der Hauptverkehrszeit unter Beschuss genommen. Das Militär erklärte, Ziel der Angriffe seien Kämpfer und Infrastruktur der Schiitenmiliz Hisbollah gewesen.

Das libanesische Aussenministerium verurteilte zudem Angriffe des Nachbarlandes auf medizinische Einrichtungen als völkerrechtswidrig. Seit dem 2. März habe Israel in 17 Fällen Krankenhäuser angegriffen und in 101 Fällen Rettungsteams. (dpa)

15:08 Uhr

Mittwoch, 15. April

Ministeriumssprecher: Iran offen für Gespräche über Urananreicherung

Das iranische Aussenministerium hat Gesprächsbereitschaft über Art und Umfang der Urananreicherung in der Islamischen Republik signalisiert. Iranische Staatsmedien zitierten Ministeriumssprecher Esmail Baghaei am Mittwoch mit der Aussage, dass sein Land jedoch entsprechend den eigenen Bedürfnissen grundsätzlich in der Lage bleiben müsse, die Anreicherung von Uran fortzusetzen. (dpa)

14:35 Uhr

Mittwoch, 15. April

Trump: China wird Iran keine Waffen liefern

China hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump einen Verzicht auf Waffenlieferungen an den Iran erklärt. Die Volksrepublik sei «sehr glücklich, dass ich die Strasse von Hormus dauerhaft öffne», schrieb Trump am Mittwoch in sozialen Medien. «Sie haben zugestimmt, keine Waffen an den Iran zu liefern.»

Berichten zufolge hat China erwogen, Waffen an den Iran zu liefern. Das chinesische Aussenministerium hat in den vergangenen Tagen wiederholt bestritten, dass die Volksrepublik den Iran in irgendeiner Form militärisch unterstützt. Trump sagte am Dienstag in einem Interview, der chinesische Präsident Xi Jinping habe in Abrede gestellt, dass China den Iran mit Waffen versorge. (dpa)

13:03 Uhr

Mittwoch, 15. April

Iran droht wegen Seeblockade mit Angriffen

Irans Militärführung hat angesichts der US-Seeblockade mit einer Wiederaufnahme von Angriffen gedroht. Sollte die Blockade die Sicherheit von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen Bruch der Waffenruhe einleiten, hiess es in einer Mitteilung der Militärführung, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. (dpa)

12:00 Uhr

Mittwoch, 15. April

USA verlegen 6000 weitere Soldaten und Flugzeugträger in den Nahen Osten

Die USA verlegen laut einem Bericht der «Washington Post» 6000 weitere Soldaten in den Nahen Osten. Zudem werde der Flugzeugträger USS George H. W. Bush mit seiner Eskorte in die Region entsandt. Derzeit sind dort laut dem Bericht rund 50'000 US-Soldaten stationiert.

Die aktuelle Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran läuft am 22. April aus. (hkl, watson.ch)

10:02 Uhr

Mittwoch, 15. April

Medien: Bombenanschlag in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist Berichten zufolge erstmals seit Kriegsbeginn ein Bombenanschlag verübt worden. Bei zwei Explosionen im Stadtzentrum seien drei Menschen verletzt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Es handelte sich demnach um improvisierte Sprengsätze. Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden.

Die Lage sei unter Kontrolle, sagte ein lokaler Kommandeur der Revolutionsgarden in einer Videoansprache, die das Onlineportal «Rouydad24» verbreitete. Für den Anschlag machte er «Vaterlandsverräter» verantwortlich.

Die genauen Umstände der Explosionen waren zunächst unklar. Iranischen Medien zufolge soll es sich um Sprengsätze auf Gasbasis gehandelt haben. Bislang hat keine Gruppe den Anschlag für sich reklamiert.

Auch in den sozialen Medien wurde über Explosionen in Teheran berichtet. Dem bekannten Netzaktivisten Vahid zufolge ereigneten sie sich im Stadtzentrum und hätten auch zwei Autos beschädigt. (dpa)

09:33 Uhr

Mittwoch, 15. April

Israel und Hisbollah greifen sich weiter gegenseitig an

Kurz nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten gehen die Angriffe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz weiter. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete Tote bei israelischen Luftangriffen in der Nacht und am frühen Morgen im Süden des Landes. Israels Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.

Das israelische Militär teilte derweil am Morgen mit, dass auch die «gezielten Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlandes andauerten. Ziel sei es, die Bevölkerung im Norden Israels zu schützen. Israelische Bodentruppen und Israels Luftwaffe hätten in den vergangenen Tagen im Libanon Mitglieder sowie militärische Infrastruktur der Hisbollah ins Visier genommen.

Die vom Iran unterstützte Hisbollah reklamierte ihrerseits mehrere Angriffe auf den Norden Israels für sich. Dort heulten am Morgen wieder mehrfach die Warnsirenen. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie habe am Morgen rund 30 Geschosse aus dem Nachbarland registriert. Ein Mann wurde nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom bei dem Beschuss leicht verletzt. (dpa)

06:04 Uhr

Mittwoch, 15. April

Trump glaubt an baldiges Ende des Iran-Kriegs

US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg im Iran kurz vor dem Ende. «Ich glaube, er ist fast vorbei», sagte er dem US-Fernsehsender Fox News. Er ergänzte: «Ich meine, ich sehe es so, dass er fast vorbei ist.» Auszüge aus dem Interview wurden bereits im Vorfeld von Fox-Moderatorin Maria Bartiromo auf der Plattform X verbreitet.

Sollten die USA sich nun zurückziehen, würde der Iran 20 Jahre brauchen, um das Land wiederaufzubauen, sagte Trump. «Und wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert», sagte er. Er glaube, der Iran wolle unbedingt einen Deal eingehen, betonte der US-Präsident.

Trump spricht davon, dass der Krieg bald vorbei sein könnte - und deutet mögliche Entwicklungen an.
Bild: Keystone

Zuvor hatte Trump vage Andeutungen über eine mögliche weitere Verhandlungsrunde in dem Konflikt gemacht, für den derzeit eine zweiwöchige Waffenruhe gilt. In Pakistan «könnte in den nächsten zwei Tagen etwas passieren», sagte er der «New York Post» am Telefon, ohne weitere Details zu nennen. (dpa)

06:00 Uhr

Mittwoch, 15. April

Vance: «Waffenruhe im Iran-Krieg hält»

US-Vizepräsident JD Vance hält die Feuerpause im Krieg der USA und Israels gegen den Iran eigenen Angaben zufolge für stabil. «Derzeit hält die Waffenruhe», sagte der Republikaner bei einer Veranstaltung in Athens im US-Bundesstaat Georgia. Präsident Donald Trump wolle nicht nur keinen kleinen Deal, er wolle ein grosses Abkommen, erklärte er.

US-Vizepräsident JD Vance
Bild: Keystone

Laut Vance wurden bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende enorme Fortschritte erzielt. «Aber der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, ist, dass der Präsident wirklich einen Deal will, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt», sagte der US-Vize. Der Iran dürfe Terrorismus nicht staatlich fördern. Zudem müsse laut Trump auch «das iranische Volk gedeihen und wachsen und an der Weltwirtschaft teilnehmen» können. (dpa)

22:16 Uhr

Dienstag, 14. April

USA setzen 10 Millionen Dollar Kopfgeld auf Hisbollah-Chef aus

Die USA haben ein Kopfgeld in Höhe von 10 Millionen US-Dollar auf den Chef der mächtigen irakischen Miliz Kataib Hisbollah ausgesetzt. Das US-Aussenministerium veröffentlichte auf der Plattform X ein Foto von Ahmed al-Hamidawi, dem Generalsekretär der Miliz, und erklärte, seine Gruppe sei für Angriffe auf diplomatische Einrichtungen der USA im Irak, die Entführung von US-Bürgern und die Tötung irakischer Zivilisten verantwortlich.

Die Miliz hatte am 31. März die US-Journalistin Shelly Kittleson in Bagdad entführt und sie einige Tage später unter der Auflage freigelassen, dass sie das Land verlassen müsse. Vertreter der Kataib Hisbollah sagten der Nachrichtenagentur AP am 7. April, die irakische Regierung werde im Gegenzug Mitglieder der Gruppe aus der Gefangenschaft entlassen, die zuvor festgenommen worden waren.

Kataib Hisbollah ist mit der Hisbollah im Libanon zwar verbündet, aber von ihr unabhängig. (dpa)

22:13 Uhr

Dienstag, 14. April

Wann gibts weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran?

Die Planung weiterer Gespräche mit Teheran über eine Beendigung des Iran-Kriegs steckt nach Angaben aus US-Regierungskreisen noch in der Anbahnungsphase. Ein künftiges Treffen sei in der Diskussion, weitere Gespräche seien aber noch nicht terminiert, erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Dienstag aus informierten Kreisen. (dpa)

21:22 Uhr

Dienstag, 14. April

US-Militär: Sechs Schiffe bei Seeblockade gestoppt

Das US-Militär hat in den ersten 24 Stunden der Seeblockade sechs Handelsschiffe zum Umkehren angewiesen. Sie mussten demnach wieder einen iranischen Hafen am Golf von Oman anlaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom in einem X-Post mit. Zugleich wurde betont, dass kein Schiff von iranischen Häfen aus die Seeblockade der USA durchbrochen habe.

Zur Durchsetzung der Seeblockade setzt das Militär nach eigenen Angaben mehr als zwölf Kriegsschiffe, mehr als 100 Kampf- und Überwachungsflugzeuge sowie 10'000 Militäreinsatzkräfte ein. (dpa)

20:35 Uhr

Dienstag, 14. April

Fast 400 US-Soldaten verletzt

Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind laut der offiziellen Militärstatistik bislang 399 US-Soldaten verletzt worden. Das teilte der Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen U.S. Central Command, Captain Tim Hawkins, am Dienstag mit. Drei der Betroffenen seien schwer verletzt worden. Nach Angaben von Hawkins sind von den bislang 399 Verwundeten inzwischen 354 wieder im Dienst.

Vor etwa zwei Wochen hatte das Zentralkommando die Zahl der verletzten US-Soldaten noch mit 348 angegeben, darunter sechs Schwerverletzte. Seit Beginn des Kriegs kamen zudem 13 US-Militärangehörige im Einsatz ums Leben. (dpa)

18:30 Uhr

Dienstag, 14. April

Mehrere verletzte israelische Soldaten nach Gefecht mit Hisbollah

Bei einem Feuergefecht mit der Hisbollah sollen in der südlibanesischen Stadt Bint Dschbeil zehn israelische Soldaten verletzt worden sein. Das israelische Militär teilte am Dienstag mit, eine «Zelle» aus drei Extremisten der Schiitenmiliz habe das Feuer auf die Streitkräfte eröffnet. Drei der zehn Verwundeten hätten schwere Verletzungen erlitten. Das Militär habe das Feuer erwidert und zwei der Angreifer getötet. Der dritte Angreifer sei später bei einem Luftangriff ums Leben gekommen. (dpa)

15:31 Uhr

Dienstag, 14. April

Pakistan drängt auf neue Gespräche

Pakistan will die USA und den Iran in den kommenden Tagen erneut an einen Tisch bringen. Eine zweite Verhandlungsrunde in Islamabad solle stattfinden, bevor die Waffenruhe im Iran-Krieg am 22. April ausläuft, sagten zwei pakistanische Regierungsvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur AP. Ein erstes Treffen der Delegationen beider Seiten am vergangenen Wochenende sei keine einmalige Angelegenheit gewesen, sondern Teil eines andauernden diplomatischen Prozesses. (dpa)

14:39 Uhr

Dienstag, 14. April

Europas Fluglinien fordern Notfallmassnahmen

Aus Sorge vor Kerosin-Knappheit und weiteren Folgen des Irankriegs fordern europäische Fluggesellschaften Notfallmassnahmen von der EU-Kommission. So spricht sich der Verband Airlines for Europe (A4E) dafür aus, die Verfügbarkeit von Kerosin auf EU-Ebene mit direkten Informationen von den Lieferanten zu überwachen, wie er der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Darüber hinaus setzt sich der Verband für finanzielle Entlastung ein: Er will etwa eine vorübergehende Aussetzung des Treibhausgashandelssystems und eine Abschaffung der Luftverkehrsteuern. Beim EU-Emissionshandelssystem (ETS) müssen Fluglinien Zertifikate für den Ausstoss klimaschädlicher Gase erwerben.

Ausserdem fordert der Verband rechtliche Klarheit und Sicherheit bei bestehender Gesetzgebung, etwa hinsichtlich der sogenannten Slots. Diese Zeitfenster zum Starten und Landen muss eine Fluggesellschaft an beliebten Flughäfen nutzen, um sie zu behalten. Der Verband spricht sich unter anderem dafür aus, dass durch Luftraumsperrungen infolge des Konflikts die nicht wahrnehmbaren Slots nicht als ungenutzt gelten. Weiterhin bringt der Verband Vorschriften zur Mindestbevorratung von Flugtreibstoff und einen gemeinsamen Kerosineinkauf auf EU-Ebene ins Spiel. «Dies sind vorübergehende Massnahmen, um uns durch die aktuelle Situation zu bringen, sowie längerfristige Planungen, um für die Zukunft vorbereitet zu sein», sagte Geschäftsführerin Ourania Georgoutsakou. Viele grosse Fluggesellschaften sind Mitglied des Verbands, etwa die Lufthansa, Air France oder Ryanair.

Auch der europäische Flughafenverband ACI Europe sorgt sich um die Kerosinversorgung. Wenn der Transit durch die Strasse von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen «in nennenswertem und stabilem Umfang» wieder aufgenommen werde, gehe man derzeit davon aus, dass eine Knappheit von Flugtreibstoff in der EU Realität werden dürfte, ging vergangene Woche aus einem Schreiben hervor. Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, derzeit gebe es keine Hinweise auf Treibstoffknappheit in der Europäischen Union - aber Versorgungsprobleme könnten bald auftreten. «Wir koordinieren uns aktuell sehr, sehr eng mit unseren Mitgliedstaaten und der Industrie», so die Sprecherin. (dpa)

14:39 Uhr

Dienstag, 14. März

Macron fordert neue Friedensgespräche zwischen USA und Iran

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump und den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian in Telefonaten zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen aufgerufen. Die in Islamabad unterbrochenen Verhandlungen müssten wieder aufgenommen, Missverständnisse ausgeräumt und weitere Eskalationen vermieden werden, habe er in den Telefonaten am Montag gefordert, teilte Macron mit. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass der Waffenstillstand von allen strikt eingehalten werde und auch den Libanon einschliesse. «Ebenso wichtig ist es, dass die Strasse von Hormus so schnell wie möglich bedingungslos, ohne Kontrollen und ohne Mautgebühren wieder geöffnet wird», schrieb Macron auf der Plattform X. Unter diesen Voraussetzungen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Beteiligten rasch wieder aufgenommen werden können. (dpa)

13:20 Uhr

Dienstag, 14. April

Iran-Krieg: Weltbank-Vorstand Donohoe warnt vor Folgen

Weltbank-Vorstand Paschal Donohoe warnt angesichts des Iran-Krieges vor dem Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen und einem erschwerten Zugang zu Essen in Schwellen- und Entwicklungsländern. «Wir sind sehr besorgt über die Auswirkungen, die dieser Konflikt auf die Verfügbarkeit und die Preise von Lebensmitteln haben könnte», sagte der Ex-Chef der Eurogruppe der Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen könnten bis Mitte 2026 bis zu 45 Millionen Menschen zusätzlich wegen des Krieges hungern. Im Zuge des Nahost-Konfliktes könnten Donohoe zufolge zudem bis zu 15 Millionen Jobs verloren gehen. «Jeder Tag, an dem der Konflikt andauert, bringt uns näher an das obere Ende unserer Schadensprognosen», sagte er.

Donohoe war im November 2025 zur Weltbank in die US-Hauptstadt Washington gewechselt. In seiner neuen Rolle als «Chief Knowledge Officer» vermittelt er das Wissen an Regierungen, um die Lebensqualität in Schwellen- und Entwicklungsländern zu verbessern. (dpa)

13:19 Uhr

Dienstag, 14. April

Tanker «Rich Starry» passiert Strasse von Hormus

Ein Tanker hat die Strasse von Hormus durchquert. Die «Rich Starry» passierte die Meerenge am Dienstagmorgen, nachdem sie am Montag einen Ausfahrtsversuch abgebrochen hatte. Das Schiff, ein Chemikalien- und Öltanker, hatte laut dem Schifffahrtsdatenunternehmen Lloyd’s List vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate gewartet. Das US-Militär erklärte am Montag, die Blockade gelte nur für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen oder von dort kommen. Es war zunächst unklar, ob die «Rich Starry» zuvor im Iran angelegt oder iranisches Öl geladen hatte. (dpa)

12:39 Uhr

Dienstag, 14. März

Rotes Kreuz schickt rund 170 Tonnen Hilfsgüter in den Iran T

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eigenen Angaben zufolge mehr als 171 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geschickt. Gestern seien die ersten fünf von insgesamt 14 entsandten IKRK-Lieferungen seit Kriegsbeginn angekommen, teilte die Hilfsorganisation mit. Sie sollen ausreichen, um den Bedarf von rund 25.000 Menschen zu decken. Zu den Lieferungen gehören unter anderem Decken, Küchensets, Hygienepakete und Solarlampen. Die erste Lieferung von fünf Lastwagen wurde in Teheran an die IRCS zur Weiterverteilung übergeben. «Zu einem Zeitpunkt, an dem der humanitäre Bedarf im ganzen Land weiterhin hoch ist, hoffen wir, dass diese Lieferung den Gemeinschaften, die die verheerenden Auswirkungen des Konflikts ertragen, etwas Erleichterung bringen wird», sagte Vincent Cassard, Leiter der IKRK-Delegation im Iran. (dpa)

12:38 Uhr

Dienstag, 14. April

IEA rechnet wegen Iran-Krieg mit geringerer Öl-Nachfrage

Durch die Auswirkungen des Iran-Kriegs geht die internationale Energieagentur IEA für dieses Jahr mittlerweile von einer geringeren Öl-Nachfrage aus. Aufs Jahr gesehen erwartet die IEA einen Nachfragerückgang von 84.000 Barrel pro Tag, wie es in ihrem monatlichen Ölmarktbericht heisst. Damit senkt die in Paris ansässige Agentur ihre Prognose deutlich. Im März war sie noch davon ausgegangen, dass die Nachfrage dieses Jahr um etwa 644.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag steigen werde. Allerdings liegen beiden Monatsberichten leicht unterschiedliche Werte für die Nachfrage nach Öl im vergangenen Jahr zugrunde. Insgesamt geht die Organisation von einer täglichen Rohöl-Nachfrage von gut 100 Millionen Barrel aus. Im zweiten Quartal könnte Nachfrage so stark sinken wie lange nicht.

Für das zweite Quartal dieses Jahres dürfte es laut IEA einen Nachfragerückgang von 1,5 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geben. Einen solch rapiden Rückgang gab es dem Bericht zufolge seit der Corona-Pandemie nicht. Zunächst sei die Ölnutzung vor allem im Nahen und Mittleren Osten und im asiatisch-pazifischen Raum zurückgegangen. Doch bleibe das Öl knapp und die Preise hoch, werde die Nachfrage auch andernorts stärker zurückgehen. Durch den Krieg seien die Öllieferungen im März abrupt eingebrochen, im April habe sich der Negativtrend fortgesetzt. (dpa)

12:36 Uhr

Dienstag, 14. April

Konferenz für Hormus-Mission von Verbündeten am Freitag

Frankreich und Grossbritannien organisieren an diesem Freitag eine Konferenz für eine mögliche Mission westlicher Partner in der Strasse von Hormus. Das teilten beide Regierungen am Mittag mit. Vorangetrieben werden sollen die Arbeiten an einem «koordinierten, unabhängigen und multinationalem Plan» zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg, sagte ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer. Wie es aus dem Élysée-Palast in Paris hiess, solle das Treffen als Videokonferenz von nicht am Konflikt beteiligten Ländern organisiert werden, «die bereit sind, an unserer Seite zu einer multilateralen und rein defensiven Mission beizutragen, deren Ziel es ist, die Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus wiederherzustellen, sobald die Sicherheitslage dies zulässt».

Die Strasse von Hormus.
Bild: Keystone

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits am Montag auf der Plattform X mitgeteilt, gemeinsam mit anderen Ländern solle an einem solchen friedlichen Einsatz gearbeitet werden. «Diese strikt defensive Mission, die von den Kriegsparteien getrennt ist, soll durchgeführt werden, sobald die Situation es ermöglicht.» Macron hatte zuletzt von einem guten Dutzend Länder gesprochen, die sich an einer solchen Initiative beteiligen wollten. Wer genau bei der Konferenz dabei ist, blieb zunächst unklar. (dpa)

12:35 Uhr

Dienstag, 14. März

China nennt US-Blockade «gefährlich und unverantwortlich»

China hat die teilweise Blockade der Strasse von Hormus durch die USA scharf kritisiert. Das sei «gefährlich und unverantwortlich», sagte ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums. In einer Lage, in der die beteiligten Seiten bereits eine vorläufige Waffenruhe erreicht hätten, würden die verstärkte Militärpräsenz der USA und gezielte Blockademassnahmen Konflikte verschärfen, Spannungen erhöhen, die fragile Waffenruhe untergraben und die Sicherheit der Passage durch die Meerenge zusätzlich beeinträchtigen. (dpa)

12:34 Uhr

Dienstag, 14. April

Welthungerhilfe: Iran-Krieg verschlechtert Versorgungslage im Sudan

Infolge des Iran-Krieges hat sich die Versorgungslage der Menschen im Bürgerkriegsland Sudan weiter verschlechtert. Darauf wies der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Matthias Mogge, vor der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin hin. Lieferketten seien unterbrochen, die Transportkosten gestiegen. «Unsere Teams im Sudan berichten von massiven Preissprüngen: Treibstoff ist lokal um bis zu 80 Prozent teurer geworden, Grundnahrungsmittel wie Weizen um rund 70 Prozent», sagte Mogge. «Für viele Familien sind selbst einfachste Grundnahrungsmittel unbezahlbar geworden.» Gleichzeitig seien auch die Kosten für Hilfslieferungen stark angestiegen, so dass deutlich weniger Menschen erreicht werden können. (dpa)

12:32 Uhr

Dienstag, 14. April

China nennt vier Punkte zur Förderung des Friedens am Persischen Golf

Der chinesische Präsident Xi Jinping hat einen Vorschlag zur Förderung des Friedens im Nahen Osten unterbreitet. Die vier Punkte des Vorstosses umfassten die Achtung der nationalen Souveränität, das Prinzip der friedlichen Koexistenz und die Koordinierung von Entwicklung und Sicherheit, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag. Ausserdem müsse die Autorität des Völkerrechts gewahrt bleiben. «Wir können nicht zulassen, dass die Welt zum Gesetz des Dschungels zurückkehrt», sagte Xi bei einem Treffen mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Chaled bin Mohamed bin Sajed Al Nahjan. «Es kann nicht heissen: Nutze es, wenn es uns passt, wirf es weg, wenn es nicht passt.» (dpa)

12:31 Uhr

Dienstag, 14. April

Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro

Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview. Um das gesamte Ausmass bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen. (dpa)

12:30 Uhr

Dienstag, 14. April

Frankreich: Libanon muss Teil von Waffenruhe-Abkommen sein

Der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot hat eine Berücksichtigung des Libanons im Waffenruhe-Abkommen im Krieg der USA und Israels gegen den Iran gefordert. «Die Waffenruhe muss unbedingt den Libanon miteinschliessen, der unter keinen Umständen der Sündenbock der israelischen Regierung sein darf», sagte Barrot am Dienstag im französischen Radiosender RFI. Die israelischen Angriffe auf den Libanon seien «nicht hinnehmbar», da sie die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran untergrabten und die militante Hisbollah stärkten, sagte Barrot. «Den Libanon zu zerstören, den libanesischen Staat anzugreifen, schwächt die Hisbollah nicht - im Gegenteil, es stärkt sie.» (dpa)

11:00 Uhr

Dienstag, 14. April

Sánchez betrachtet China als wichtigsten Partner bei Friedenssuche

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat China zu mehr Einsatz für ein Ende des Iran-Kriegs aufgefordert. «Ich finde es sehr schwierig, ausser China noch andere Gesprächspartner zu finden, die diese im Iran und in der Strasse von Hormus entstandene Situation lösen können», sagte Sánchez am Dienstag nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking. Er betrachte China als wichtigsten globalen Gesprächspartner, der helfen könne, den Krieg im Iran und andere Konflikte wie den Ukraine-Krieg zu beenden. Sánchez forderte die Volksrepublik auf, sich stärker diplomatisch zu engagieren. Spanien wolle verhindern, dass diejenigen, die Verbrechen begehen, straffrei ausgehen. «Das Völkerrecht wird heute verletzt, und zwar im Wesentlichen von einem Land: der israelischen Regierung», sagte er und warf Israel Völkermord im Gazastreifen vor. Die Reaktion des Iran auf den Krieg sei ebenfalls «absolut illegal». (dpa)

10:46 Uhr

Dienstag, 14. April

Von USA sanktionierter Tanker passiert Strasse von Hormus

Trotz einer vom US-Militär verkündeten Seeblockade hat ein von den USA sanktionierter Tanker die Strasse von Hormus durchfahren. Das Schiff «Rich Starry» habe die Meerenge heute Früh durchfahren und verlassen, berichtete die auf Schifffahrt spezialisierte Website Lloyd's List. Auch laut der Website Marine Traffic war der Öl- und Chemikalientanker heute im Golf von Oman unterwegs. Ob der Tanker iranisches Öl geladen hat, ist unklar. Der etwa 190 Meter lange Tanker fährt laut Lloyd's List unter falscher Flagge, aktuell unter der Flagge Malawis. Er war zuvor als «Full Star» bekannt und unterliegt US-Sanktionen wegen seiner Beteiligung an iranischen Exporten. (dpa)

09:38 Uhr

Dienstag, 14. April

Ölpreise sinken - Notierungen unter 100 US-Dollar

Die Ölpreise sind mit der Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesunken. Am Morgen wurden für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee 98,62 US-Dollar gezahlt und damit 0,74 Prozent weniger als am Vortag. Noch stärker fiel der Preis für Rohöl aus den USA. Hier ging die Notierung am Morgen um 1,72 Prozent auf 97,38 Dollar zurück. Zuletzt haben neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance «grosse Fortschritte» gemacht. Nun sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm. (dpa)

09:37 Uhr

Dienstag, 14. April

Holocaust-Gedenktag in Israel überschattet von Krieg

Israel gedenkt der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust. Für zwei Minuten kam am Vormittag das öffentliche Leben zum Erliegen, als landesweit Sirenen heulte. Autos hielten an, Fussgänger verharrten in stillem Gedenken. Überschattet wird der Gedenktag auch in diesem Jahr durch kriegerische Auseinandersetzungen in der Region. Zum Auftakt der Gedenkzeremonien in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sagte Staatspräsident Izchak Herzog am Montagabend, Israel befinde sich seit dem Hamas-Massaker im israelischen Grenzgebiet vor zweieinhalb Jahren im Krieg. Herzog warnte auch vor einer weltweiten Welle des Antisemitismus. Er rief Staats- und Regierungschefs der Welt zu mutigem Handeln dagegen auf.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu warf dem Iran bei der Gedenkzeremonie erneut vor, die Vernichtung Israels anzustreben. Er bekräftigte, es werde keinen zweiten Holocaust geben und man werde es dem Iran nicht erlauben, Atomwaffen zu bekommen. Thema der diesjährigen Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem ist «die jüdische Familie während des Holocaust». Während der NS-Zeit wurden von 1933 bis 1945 rund sechs Millionen Juden ermordet. In Israel leben heute nach Angaben der zuständigen Behörde noch rund 109.000 Holocaust-Überlebende. Ihr Durchschnittsalter beträgt 88 Jahre. (dpa)

07:51 Uhr

Dienstag, 14. April

Pakistan schlägt zweite Verhandlungsrunde in Islamabad vor

Pakistan hat eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad in den kommenden Tagen vorgeschlagen. Das sagten zwei pakistanische Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, der Nachrichtenagentur AP. Die Gespräche sollten demnach stattfinden, bevor die Waffenruhe im Krieg am 22. April ausläuft. Obwohl die erste Verhandlungsrunde am vergangenen Wochenende ohne Abkommen zu Ende ging, sei diese Teil eines andauernden diplomatischen Prozesses gewesen und keine einmalige Angelegenheit.

Aus US-Regierungskreisen verlautete, dass die USA und der Iran vor dem Auslaufen der Waffenruhe neue direkte Gespräche in Erwägung zögen und diese am Donnerstag stattfinden könnten. Die Gespräche über eine neue Verhandlungsrunde seien noch im Gange, hiess es. Ein Diplomat eines der vermittelnden Länder im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sagte hingegen, dass sich die beiden Seiten schon auf eine neue Verhandlungsrunde geeinigt hätten. Den Angaben zufolge war Islamabad als erneuter Veranstaltungsort im Gespräch. Zudem sei auch Genf eine Option, erklärten US-Regierungsvertreter. (dpa)

06:09 Uhr

Dienstag, 14. April

Guterres: Einigung kann nicht über Nacht erfolgen

UN-Generalsekretär António Guterres mahnte die Kriegsparteien, angesichts der gescheiterten Verhandlungen am Ball zu bleiben. Die Gespräche in Islamabad hätten die «Ernsthaftigkeit des Engagements» betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs mit. «Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden.» Trotz der ungewissen Aussichten in den Verhandlungen pochte der US-Vize Vance weiter auf ein baldiges Kriegsende. Die USA hätten ihre Ziele erreicht und könnten ihr Engagement langsam zurückfahren. «Der Präsident hat gesagt, dass das nicht für immer andauern würde», sagte Vance. Trump hatte die Dauer des Krieges zu Beginn der Kämpfe nach eigener Aussage auf maximal vier Wochen geschätzt, später hiess es dann vier bis sechs Wochen. Dieser Zeitrahmen war am vergangenen Wochenende abgelaufen. (dpa)

06:07 Uhr

Dienstag, 14. April

USA blockieren Strasse von Hormus - deutliche Kritik

Nach den gescheiterten Gesprächen in Pakistan verschärften die USA derweil ihren Kurs: Seit Montagnachmittag sind die Strasse von Hormus für alle Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando Centcom an. Nach Informationen des «Wall Street Journal» erwägen Trump und seine Berater zudem, begrenzte Militärschläge im Iran wieder aufzunehmen. Der deutsche Vizekanzler Lars Klingbeil hält die Blockade derweil nicht für den richtigen Weg: «Das führt alles dazu, dass die Lage noch instabiler wird und dass wir wirtschaftliche Konsequenzen bei Energiepreisen und Lieferketten weiter auch bei uns spüren», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)

06:04 Uhr

Dienstag, 14. April

Peseschkian unterstellt US-Seite fehlenden politischen Willen

Der iranische Präsident Massud Peseschkian mach erneut die USA für das Scheitern der Friedensgespräche verantwortlich. Übertriebene Forderungen und der «mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter» hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. (dpa)

06:02 Uhr

Dienstag, 14. April

Streitpunkt Uran: Vance sieht Führung in Teheran am Zug

Nach der ergebnislosen ersten Runde direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn spricht US-Vizepräsident JD Vance dennoch von echten Fortschritten. Er sieht jedoch den Iran am Zug, beim Thema Atomprogramm einzulenken. Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander. US-Präsident Donald Trump verschärft derweil die Gangart gegen die Führung in Teheran und verwehrt Schiffen in der Strasse von Hormus die Passage, sofern sie iranische Häfen als Ziel oder Startpunkt haben. Ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch offen. Unbestätigten Berichten zufolge steht ein zweites Treffen an diesem Donnerstag im Raum.

Trotz bestehender Differenzen sei bei den Verhandlungen in Pakistan am Wochenende vieles in die richtige Richtung gelaufen, sagte Vance dem Sender Fox News. «Wir haben grosse Fortschritte gemacht.» Jetzt sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - dem Atomprogramm. Den USA geht es laut Vance vor allem um zwei Dinge: das hochangereicherte Uran ausser Landes zu schaffen und Teheran daran zu hindern, erneut Uran anzureichern. In diesen beiden Punkten seien die Iraner auf die USA zugegangen. «Aber sie haben sich nicht weit genug bewegt», sagte Vance. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, liess er auf Nachfrage offen. (dpa)

23:04 Uhr

Montag, 13. April

USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran

Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal «Axios» und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.

Der Iran hat nach Informationen von US-Medien seinerseits vorgeschlagen, für einen kürzeren Zeitraum auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. «Axios» sprach von einem Zeitraum im «einstelligen» Bereich, das «Wall Street Journal» von wenigen Jahren. Auch die US-Forderung, dass das hochangereicherte Uran, das sich tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, aus dem Land entfernt werden solle, lehnten die Iraner den Berichten zufolge ab. (dpa)

22:00 Uhr

Montag, 13. April

Hisbollah-Chef: Verhandlungen mit Israel sind sinnlos

Hisbollah-Chef Naim Kassim hat eine Absage der geplanten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon in den USA gefordert. In einer Fernsehansprache am Montag erklärte er, seine schiitische Miliz werde «die Frontline sprechen lassen». Die Hisbollah - mit der Israel ohnehin nicht verhandeln will - verweigere sich Gesprächen mit Israel, erklärte Kassim. «Diese Verhandlungen sind sinnlos.» Das für Dienstag geplante Treffen zwischen der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem israelischen Botschafter in Washington, Jeciel Leiter, markiert die ersten direkten Gespräche zwischen Gesandten der beiden Länder, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, seit Jahrzehnten. (dpa)

19:16 Uhr

Montag, 13. April

Trump: Iran will einen Deal machen

Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. «Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden», sagte Trump am Montagabend (Schweizer Zeit). «Sie wollen einen Deal machen – und zwar unbedingt», sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äusserung aus dem Iran gab es zunächst nicht.

Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran waren am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung zu Ende gegangen. In Pakistan, Schauplatz der Verhandlungen am Wochenende, mehrten sich zuletzt wieder Gerüchte über neue Gespräche zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. «Die Diplomatie ist noch nicht tot», sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Wo und wann die Gespräche weitergehen könnten, sei jedoch noch unklar. (dpa)

17:16 Uhr

Montag, 13. April

Blockade bei der Strasse von Hormus: Das müssen Sie wissen

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17:01 Uhr

Montag, 13. April

Trump droht mit Angriffen auf Boote der Revolutionsgarden

US-Präsident Donald Trump droht damit, kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden auszuschalten, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Strasse von Hormus nähern. Dabei werde das US-Militär genau so agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Bislang seien die USA noch nicht gegen die «Schnellangriffsschiffe» – so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden – vorgegangen, weil diese «nicht als nennenswerte Bedrohung» erachtet worden seien. (dpa)

15:33 Uhr

Montag, 13. April

Iran stösst neue Drohungen aus

Der Iran hat angesichts einer von den USA angekündigten Seeblockade mit Angriffen auf Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman gedroht. «Sicherheit im Persischen Golf und im Meer von Oman gibt es entweder für alle oder für niemanden», hiess es in einem Bericht des iranischen Senders Irib am Montag. «Kein Hafen in der Region wird sicher sein», erklärten das iranische Militär und die paramilitärische Revolutionsgarde. Zuvor hatte das US-Militär angekündigt, ab heute Montag Schiffe aufzuhalten, die aus iranischen Häfen und Küstengegenden kommen. (dpa)

14:32 Uhr

Montag, 13. April

Netanyahu unterstützt Blockade gegen Iran

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu unterstützt die geplante Blockade iranischer Häfen durch die USA. Israel stehe hinter dem «starken Standpunkt» von US-Präsident Donald Trump, wonach eine Seeblockade eingeführt werden solle, sagte er.

Die israelische Regierung unterstütze die Haltung der USA, dass der Iran sämtliches angereichertes Atommaterial entfernen und mehrere Jahrzehnte lang auf eine Urananreicherung innerhalb des Landes verzichten müsse. (dpa)

13:31 Uhr

Montag, 13. April

Irans Justiz bearbeitet Fälle wie im Kriegszustand

Trotz der zweiwöchigen Waffenruhe will die iranische Justiz wie im Krieg gegen mutmassliche Kollaborateure ihrer Feinde vorgehen. «Die Justizbehörde befindet sich bis auf weiteres bei der Bearbeitung der Fälle von Kollaborateuren des Feindes in einer kriegsorientierten Aufstellung», sagte Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi der Nachrichtenagentur Misan zufolge. Fälle werden demnach «entschlossen und beschleunigt» bearbeitet.

Konkret heisst die Ankündigung des Justizchefs, dass Urteile im Schnellverfahren gesprochen werden können. Seit Beginn des Kriegs hat die Justiz bereits zahlreiche Todesurteile vollstrecken lassen. Menschenrechtler kritisieren die Prozesse teils als unfair und werfen der iranischen Justiz vor, Geständnisse auch unter Einsatz von Folter zu erzwingen. (dpa)

11:12 Uhr

Montag, 13. april

Papst Leo weist Kritik Trumps zurück

Papst Leo XIV. hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an seinen Aussagen zum Iran-Krieg zurückgewiesen. Die Appelle des Vatikans für Frieden und Versöhnung seien im Evangelium begründet, sagte Leo am Montag auf dem Flug nach Algerien. Er habe keine Angst vor der Trump-Regierung.

Leo betonte, dass er keine direkte Attacke auf Trump oder andere Personen beabsichtigt habe, als er eine «Wahnvorstellung der Allmächtigkeit» kritisierte, die den Krieg gegen den Iran und andere Konflikte weltweit befeuere.

Trump hat das katholische Kirchenoberhaupt als «sehr liberalen Menschen» bezeichnet, der aufhören sollte, sich «der radikalen Linken» zuzuwenden. «Ich bin kein Fan von Papst Leo», sagte Trump. (dpa)

07:16 Uhr

Montag, 13. April

Bericht: Iranische Angriffe würden Blockade erschweren

Die Blockade der Meerenge von Hormus würde den USA Zeit verschaffen, Minen dort zu räumen und eine geschützte Passage für die Handelsschifffahrt einzurichten, zitiert das «Wall Street Journal» amtierende und ehemalige US-Verteidigungsbeamte. Erneute iranische Angriffe würden diese Mission jedoch schnell erschweren, hiess es. Irans Revolutionsgarden verfügten weiterhin über einen Grossteil ihrer umfangreichen Flotte wendiger Schnellboote, mit denen sie die Strasse von Hormus kontrollierten. Mehr als 60 Prozent dieser schnellen Angriffsboote seien intakt und stellten weiterhin eine Bedrohung dar, wurde Farzin Nadimi von der Denkfabrik Washington Institute zitiert.

Der Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf X: «Der Iran wird wahrscheinlich nicht nachgeben.» Er könnte Teile der US-Marine ins Visier nehmen, um die Entschlossenheit der Amerikaner zu testen. Auch der Iran-Forscher Hamidreza Azizi befürchtet, dass der Iran die mit ihm verbündete Huthi-Miliz im Jemen ermutigen wird, die Meerenge Bab al-Mandab und damit die Einfahrt zum Roten Meer und zum weiter nördlich gelegenen Suezkanal unter Beschuss zu nehmen.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb auf X: «Wenn Trump gegen die Strasse von Hormus vorgeht, wird er auch die Meerenge von Bab al-Mandab verlieren». Israelische Medien berichteten derweil, dass sich die israelischen Streitkräfte auf einen erneuten Konflikt mit dem Iran bereits vorbereiteten. (dpa)

06:32 Uhr

Montag, 13. April

Iran unbeeindruckt

Irans Parlamentspräsident Ghalibaf hatte die Verhandlungen im pakistanischen Islamabad für den Iran geleitet. Er deutete die amerikanischen Drohungen laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim als Ausdruck von Ratlosigkeit, in die die USA seit Ausbruch des von ihnen mit Israel begonnenen Krieges geraten seien.

Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden. Der Iran ist einer der grössten Ölproduzenten der Welt. Die Strasse von Hormus ist daher auch für Teheran enorm wichtig, um seine Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.

Der Iran gab sich jedoch unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, in der Nacht auf X. Dies würde als Militäroperation gewertet, «und wir würden darauf reagieren.» Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Strasse von Hormus nähern. Dies würde als «klarer Verstoss gegen die (seit Mittwoch) bestehende Waffenruhe betrachtet», hiess es Sonntagabend in einer Mitteilung. (dpa)

06:01 Uhr

Montag, 13. April

USA wollen heute mit Hormus-Blockade beginnen

Die USA wollen nach den vorerst gescheiterten Friedensverhandlungen mit dem Iran heute mit einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Strasse von Hormus beginnen. Ab 16.00 Uhr MESZ werde die Passage für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen wollen, kündigte das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X an. Nach Informationen des «Wall Street Journal» erwägen Trump und seine Berater daneben, auch begrenzte Militärschläge im Iran wieder aufzunehmen, um die festgefahrenen Gespräche wieder in Gang zu bringen.

Die Ölpreise ziehen prompt wieder an. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni lag zur Eröffnung bei 102,50 US-Dollar. Vor den Verhandlungen hatte der Preis noch bei 95,20 Dollar gelegen. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf spottete auf X an die US-Bevölkerung gerichtet: «Habt Spass mit den aktuellen Spritpreisen». (dpa)

23:33 Uhr

Sonntag, 12. April

US-Regionalkommando: Blockade iranischer Häfen beginnt am Montag

Das US-Militär will an diesem Montag (16.00 Uhr MESZ) mit der Sperrung iranischer Häfen beginnen. Die Blockade werde «unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen» durchgesetzt, die iranische Häfen und Küstengebiete ansteuerten oder verliessen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando am Sonntag mit. (dpa)

20:54 Uhr

Sonntag, 12. April

Revolutionsgarden warnen: Kein Militär in der Strasse von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden warnen erneut vor der Annäherung von Militärschiffen an die Strasse von Hormus. Dies werde als klarer Verstoss gegen die bestehende Waffenruhe gewertet und konsequent beantwortet. Die Meerenge sei ausschliesslich für die friedliche Durchfahrt ziviler Schiffe vorgesehen.

US-Präsident Donald Trump kündigte nach gescheiterten Verhandlungen mit dem Iran eine Seeblockade der strategisch wichtigen Meerenge an. Die US-Marine solle Schiffe am Ein- und Ausfahren hindern und auch jene abfangen, die Gebühren an den Iran gezahlt hätten. Für Angriffe auf US-Kräfte drohte Trump mit massiver militärischer Gewalt.

Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Strasse von Hormus faktisch eingeschränkt nutzbar, was die Energiepreise stark steigen liess. Berichten zufolge hat der Iran ein Mautsystem eingerichtet, während nur wenige Schiffe die Passage nutzen. Zudem warnen die Revolutionsgarden vor Seeminen in der Region. (dpa)

20:49 Uhr

Sonntag, 12. April

Netanyahu besucht Südlibanon

Erstmals seit Beginn der Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu den Südlibanon besucht. «Eines der Dinge, die wir hier sehen, ist, dass wir im Grunde das Gesicht des Nahen Ostens verändert haben», erklärte Netanjahu am Sonntag mit Blick auf den andauernden Krieg gegen die vom Iran unterstützte Miliz. «Unsere Feinde — Iran und die Achse des Bösen — sind gekommen, um uns zu zerstören, und jetzt kämpfen sie schlicht um ihr eigenes Überleben.»

Netanjahu teilte mit, dass Israel darauf hinarbeite, eine acht bis zehn Kilometer breite Pufferzone im Libanon zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass die Hisbollah keine Kurzstreckenraketen und Panzerabwehrraketen über die Grenze abfeuere. (dpa)

20:11 Uhr

Sonntag, 12. April

Experte: USA müssen bei Blockade teils Durchfahrt gewähren

Nach Einschätzung des Seerechtlers Valentin Schatz von der Universität Lüneburg müssen die USA während einer möglichen Seeblockade der Strasse von Hormus bestimmten Schiffen die Durchfahrt ermöglichen. Nach dem Seekriegsrecht haben Schiffe neutraler Staaten weiter Durchfahrtsrechte durch Meerengen, wie Schatz der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weder der Iran noch die USA seien befugt, diese Rechte auszusetzen.

Nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hatte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Strasse von Hormus angekündigt. Die US-Marine werde alle Schiffe daran hindern, in die Meerenge einzufahren oder diese zu verlassen, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. «Die Blockade wird in Kürze beginnen.»

Juniorprofessor Schatz zufolge ist eine Seeblockade ein Instrument des Seekriegsrechts, das zwischen Kriegsparteien angewandt werden kann. In diesem Fall zwischen den USA und dem Iran. Eine solche Blockade diene etwa dazu, Waffenlieferungen zu verhindern. Das Seekriegsrecht gehöre nicht zum Seevölkerrecht, das in Friedenszeiten anwendbar sei.

Die Strasse von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran die Meerenge durch Drohungen und den Beschuss von Schiffen faktisch blockiert, was Energiepreise in die Höhe trieb.

Seit Beginn der Waffenruhe in der Nacht zum Mittwoch haben laut dem Datenunternehmen Kpler bis Sonntagvormittag mehr als 40 Handelsschiffe die Strasse durchfahren. Das Aufkommen entspricht weiter einem Bruchteil des regulären Verkehrs. (dpa)

20:08 Uhr

Sonntag, 12. April

Netanyahu besucht Südlibanon und kündigt weitere Kämpfe an

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat den Südlibanon besucht und eine Fortsetzung der Kämpfe mit der libanesischen Hisbollah-Miliz angekündigt. «Der Krieg dauert an, auch innerhalb der Sicherheitszone im Libanon», sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. Er sei gemeinsam mit dem Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Ejal Zamir im südlichen Abschnitt des Nachbarlands gewesen. Der genaue Ort wurde dabei nicht angegeben.

Israels Armee habe «dank dieser Sicherheitszone die Invasionsbedrohung aus dem Libanon vereitelt», sagte der Regierungschef. Er sprach von «grossen Erfolgen» auch im Kampf gegen den Raketenbeschuss aus dem Libanon auf Israels Norden, sagte aber, es gebe «noch Arbeit zu tun».

Verteidigungsminister Katz hatte im vergangenen Monat angekündigt, Israel wolle bis auf Weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Bereits nach dem ersten Libanon-Krieg 1982 hatte Israel im Süden des Libanons eine sogenannte Sicherheitszone eingerichtet. Erst 2000 zogen sich die letzten israelischen Soldaten nach fortwährenden Verlusten aus dem Gebiet zurück. (dpa)

19:56 Uhr

Sonntag, 12. April

Iran hat Strasse von Hormus nach eigenen Angaben unter Kontrolle

Der Iran hat nach eigenen Angaben die volle Kontrolle über die Strasse von Hormus. Die für den Export von Öl, Gas und Düngemitteln äusserst wichtige Wasserstrasse sei für zivile Schiffe offen, erklärte die Marine der Revolutionsgarde am Sonntag halbstaatlichen Nachrichtenagenturen zufolge. Dagegen müssten Militärschiffe, die sich der Meerenge näherten, mit einer «entschlossenen und energischen Antwort» rechnen.

Stunden zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, US-Truppen würden die Strasse von Hormus sperren. Die USA würden nicht zulassen, «dass der Iran Geld damit verdient, Öl an Länder zu verkaufen, die ihm sympathisch sind», sagte er. Die US-Marine werde deshalb damit beginnen, «alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, in die Strasse von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen», schrieb Trump in sozialen Medien. Die Marine sei ausserdem angewiesen, «jedes Schiff in internationalen Gewässern zu suchen und zu beschlagnahmen, das eine Gebühr an den Iran entrichtet hat».

Der Iran hatte nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar die Strasse von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird. Inzwischen lässt er zwar wieder einige Schiffe durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe sowie ihrer Ladung und verlangt Geld dafür. Das hat die Ölpreise weltweit nach oben schnellen lassen. (dpa)

19:36 Uhr

Sonntag, 12. April

Trump droht China mit Zöllen im Fall von Waffenlieferungen an Iran

US-Präsident Donald Trump hat China mit Zöllen von 50 Prozent gedroht, sollte die Volksrepublik Waffen an den Iran verkaufen. Er habe Berichte gehört, wonach China dem Iran Flugabwehrraketen geliefert habe, die ein Soldat von der Schulter aus abfeuern könne, sagte Trump am Sonntag dem Sender Fox News. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, werde er chinesische Waren mit Zöllen belegen.

Der Iran hatte Anfang April ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-15 abgeschossen, nachdem Trump gesagt hatte, der Iran sei «besiegt und völlig zerschlagen». Die beiden Insassen mussten in einer aufwändigen und dramatischen Rettungsaktion in Sicherheit gebracht werden. Experten halten es für möglich, dass bei dem Abschuss eine tragbare, schultergestützte Rakete zum Einsatz gekommen ist. Diese seien viel schwerer zu erkennen und könnten trotz zerstörter Luftabwehranlagen US-Flugzeuge jederzeit und überall in Gefahr bringen.

Trump spielte die Möglichkeit herunter, dass China dem Iran solche Waffen geliefert haben könnte. «Ich bezweifle, dass sie das tun würden, denn ich habe eine Beziehung zu ihnen, und ich denke, sie würden das nicht tun. - Aber vielleicht haben sie es am Anfang ein wenig getan», sagte er. «Aber wenn wir sie dabei erwischen, bekommen sie einen Zoll von 50 Prozent.»

Trump hatte nach seinem zweiten Amtsantritt Zölle von 145 Prozent auf Einfuhren aus China verhängt. Die Volksrepublik reagierte mit Gegenzöllen in Höhe von 125 Prozent. Nach mehreren Handelsgesprächen und einem Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping im Oktober in Südkorea einigten sich die beiden Länder auf einen Basis-Zoll von 10 Prozent, der vorerst ein Jahr gelten sollte. Für Mitte Mai ist ein weiteres Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi geplant. (dpa)

18:21 Uhr

Sonntag, 12. April

Irans Präsident: US-«Doppelstandards» grösstes Hindernis für Einigung

Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die angeblichen Doppelstandards der USA als das grösste Hindernis für eine Einigung im derzeitigen Konflikt. «Bei den Verhandlungen in Islamabad waren das anhaltende Festhalten der USA an Doppelstandards sowie ihr machtpolitischer Anspruch das grösste Hindernis», sagte Peseschkian in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie das iranische Präsidialamt mitteilte. Nähere Erläuterungen machte er dazu demnach nicht.

Der Iran ist laut Peseschkian grundsätzlich zu einem fairen Abkommen bereit, um so einen dauerhaften Frieden in der Region zu ermöglichen. «Eine Einigung ist auch durchaus machbar, nur müssen sich die USA an die international anerkannten Vorschriften und das Völkerrecht halten», so der Präsident laut der Mitteilung. (dpa)

17:41 Uhr

Sonntag, 12. April

Trump verteidigt drastische Drohung gegen Iran

US-Präsident Donald Trump hat seine umstrittene Drohung gegen den Iran, «eine ganze Zivilisation» auszulöschen, verteidigt. In einem Interview erklärte er, die harte Rhetorik habe Teheran an den Verhandlungstisch gebracht. Zugleich behauptete Trump, Iran habe militärisch «keine Karten mehr» und werde letztlich weitreichende Zugeständnisse machen müssen.

Die Aussagen fallen in eine Phase wachsender Spannungen rund um Irans Atomprogramm und die Strasse von Hormus. Trump hatte ein Ultimatum gestellt, den freien Schiffsverkehr sicherzustellen, und mit einer Blockade gedroht. Die jüngsten Verhandlungen endeten jedoch ohne Einigung.

International sorgte insbesondere Trumps frühere Aussage, eine «ganze Zivilisation» könne untergehen, für scharfe Kritik. Politiker in den USA, der UN-Menschenrechtskommissar und auch Papst Leo XIV. verurteilten die Drohung als inakzeptabel und möglicherweise völkerrechtswidrig. (dpa)

16:31 Uhr

Sonntag, 12. April

Donald Trump würdigt Iran-Kundgebung in Bern

Der Aufmarsch an der Kappellenstrasse vor der US-Botschaft in Bern, mit amerikanischen und iranischen Flaggen, war vergleichsweise klein. Und doch nahm Donald Trump höchstpersönlich von der Kundgebung Notiz. Sie fand am Samstag statt.

Bild: Screenshot: Truth Social

«Befürworter des Vorgehens der USA im Iran, darunter viele Iraner, versammelten sich heute in Bern zu einer friedlichen Demonstration», teilte der US-Präsident auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social mit. Er erwähnte eine «grosse iranische Beteiligung» und «Pro-Trump-Plakate». Das geteilte Foto stammt von Callista Gingrich. Die US-Botschafterin in Bern hatte zuvor ebenfalls einen Post auf Instagram abgesetzt.

Auf Anfrage bestätigt die Berner Kantonspolizei, dass die Kundgebung bewilligt gewesen und friedlich verlaufen sei. Zum Organisator und zur Frage, ob die US-Botschaft irgendwie involviert war, verweist die Polizei an die Stadt Bern als Bewilligungsbehörde. (jus)

16:19 Uhr

Sonntag, 12. April

Heftige Gefechte in Hisbollah-Hochburg in Südlibanon

In der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail im Süden des Libanons dauern die heftigen Kämpfe zwischen israelischen Truppen und der Miliz an. Laut Berichten sind israelische Einheiten weiter in den Ort vorgedrungen, während dort seit Tagen Dutzende Hisbollah-Kämpfer eingeschlossen sein sollen. Die strategisch wichtige Stadt liegt nahe der israelischen Grenze.

Die Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Soldaten mit Raketen, Artillerie und Drohnen und erklärt, Vorstösse der Armee abgewehrt zu haben. Gleichzeitig versuchen israelische Truppen offenbar, den Ort einzukreisen und wichtige Zufahrtsstrassen abzuschneiden.

Nach israelischen Angaben wurden zuletzt mindestens 20 Hisbollah-Kämpfer in einem Krankenhaus getötet, das angeblich militärisch genutzt worden sei – unabhängig überprüfbar ist das nicht. Zudem berichten Medien von schweren Luftangriffen und zerstörten Wohnhäusern. Bereits im Libanon-Krieg vor 20 Jahren war Bint Dschubail Schauplatz intensiver Gefechte. (dpa)

15:42 Uhr

Sonntag, 12. April

Iranischer Präsident telefoniert mit Putin

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat Kremlangaben zufolge nach den gescheiterten Friedensgesprächen mit den USA mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefoniert. Peseschkian habe Einzelheiten der Verhandlungen in Pakistan geschildert und Putin für seine Position gedankt, «die auf eine Deeskalation der Situation abziele», teilte der Kreml am Sonntag mit. Putin habe seine Bereitschaft betont, zu einer diplomatischen Beilegung der Feindseligkeiten beizutragen und «einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu schaffen». (dpa)

15:24 Uhr

Sonntag, 12. April

Droht jetzt der Hormus-Krieg? 6 Antworten zu den geplatzten Iran-Verhandlungen

Die Gespräche zwischen den USA und Iran in Islamabad sind gescheitert. Was das für den Waffenstillstand und den weiteren Kriegsverlauf bedeutet. (chm)

Mehr zum Thema:

15:12 Uhr

Sonntag, 12. April

Trump kündigt Seeblockade der Strasse von Hormus an

Nach dem vorläufigen Scheitern der Verhandlungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade angekündigt. Die US-Marine werde allen Schiffen die Einfahrt in die Strasse von Hormus oder das Verlassen der Meerenge versperren, teile Trump auf der Plattform Truth Social mit. (dpa)

14:46 Uhr

Sonntag, 12. April

Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein

Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende stellt Israel sich nach Medienberichten auf eine Wiederaufnahme der Kämpfe ein. Das israelische Nachrichtenportal «ynet» berichtete, Generalstabschef Ejal Zamir habe die israelischen Streitkräfte angewiesen, unverzüglich in einen Zustand erhöhter Alarmbereitschaft überzugehen. Das Militär solle sich «auf die Möglichkeit einer kurzfristigen Rückkehr zu militärischen Auseinandersetzungen vorbereiten», hiess es. Eine Entscheidung für einen militärischen Einsatz sei jedoch noch nicht getroffen. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man prüfe den Bericht.

Auch der israelische Kan-Sender berichtete unter Berufung auf einen ranghohen israelischen Regierungsvertreter, Israel sei gemeinsam mit den USA bereit für eine Wiederaufnahme des Kriegs gegen den Iran. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte am Samstagabend gesagt, die Kampagne im Iran sei weiterhin nicht beendet. Laut «ynet» hat die Armee Gefechtsvorbereitungen ähnlich wie vor den beiden Iran-Kriegen - dem jüngsten und dem im letzten Jahr - aufgenommen. Dabei würden «sämtliche Planungs- und Umsetzungsprozesse beschleunigt». Es sei Anweisung erteilt worden, eine hohe Einsatzbereitschaft in allen Bereichen aufrechtzuerhalten, Reaktionszeiten zu verkürzen und operative Lücken zu schliessen, hiess es weiter in dem Bericht. (dpa)

14:12 Uhr

Sonntag, 12. April

Iran verlangt weiter Kontrolle über die Strasse von Hormus

Der Iran besteht nach Angaben von Vizepräsident Mohammed Resa Aref auf Kriegsreparationen und der Kontrolle der Strasse von Hormus. Die iranische Delegation habe bei den gescheiterten Gesprächen in Islamabad von den USA die Anerkennung einer iranischen Kontrolle über die Meerenge gefordert, durch die Schiffe normalerweise ein Fünftel des weltweit geförderten Erdöls transportieren, schrieb Aref am Sonntag in sozialen Medien. Ausserdem verlange Teheran eine Entschädigung für die durch die US-amerikanischen und israelischen Angriffe verursachten Schäden. «Das sind die Rechte des (iranischen) Volkes», erklärte Aref. «Dies ist unser festes Bekenntnis zu einem starken Iran.» (dpa)

13:33 Uhr

Sonntag, 12. April

Papst fordert Waffenruhe im Libanon

Papst Leo XIV. hat eine Waffenruhe auch im Libanon gefordert. Er fühle sich den Menschen dort so nahe wie nie zuvor, sagte der Papst am Sonntag. Er rief alle Seiten auf, die Kämpfe zu beenden und sich um Frieden zu bemühen. Die schiitische Hisbollah-Miliz hatte sich kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und beschiesst Israel seit Anfang März nach einer längeren, aber brüchigen Waffenruhe mit Raketen. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen, bei denen nach libanesischen Regierungsangaben Hunderte Menschen getötet wurden. Ausserdem schickte die Regierung in Jerusalem Bodentruppen in den Libanon und verschärfte die Angriffe nach der Waffenruhe im Iran-Krieg zunächst sogar noch.

Der Papst mahnte zur Einhaltung des Völkerrechts. «Der Grundsatz der Menschlichkeit, der im Gewissen eines jeden Menschen verankert und im Völkerrecht anerkannt ist, beinhaltet die moralische Verpflichtung, die Zivilbevölkerung vor den grausamen Auswirkungen des Krieges zu schützen», sagte er und erinnerte auch an den Krieg in der Ukraine und den Bürgerkrieg im Sudan. (dpa)

13:32 Uhr

Sonntag, 12. April

Libanesische Medien melden sechs Tote nach israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind Staatsmedien zufolge sechs Menschen getötet worden. Die Attacke habe Sonntagmorgen ohne Vorwarnung ein Haus in Maarub getroffen, in dem sieben Menschen lebten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht. (dpa)

12:23 Uhr

Sonntag, 12. April

Iran gibt USA Schuld für Ende der Gespräche

Der Verhandlungsleiter der iranischen Delegation hat den USA die Schuld dafür gegeben, dass die Friedensverhandlungen in Islamabad keine Einigung brachten. «Meine Kollegen in der iranischen Delegation brachten zukunftsorientierte Initiativen vor, doch letztendlich gelang es der Gegenseite nicht, in dieser Verhandlungsrunde das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen», schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer seines Landes, Mohammed Bagher Ghalibaf, auf der Plattform X.

Er habe bereits vor den Gesprächen betont, dass der Iran über den nötigen guten Willen und Entschlossenheit verfüge, aber aufgrund der Erfahrungen aus vorangegangenen Kriegen kein Vertrauen in die Gegenseite habe. Ghalibaf dankte Pakistan zudem für die Vermittlungsbemühungen.

Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hatten am frühen Sonntagmorgen ohne Einigung aufgehört. US-Vizepräsident JD Vance sagte, nach 21 Stunden habe sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren. Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle. (dpa)

07:49 Uhr

Sonntag, 12. April

Pakistan ruft USA und Iran zu Festhalten an Waffenruhe auf

Nach den direkten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans hat der pakistanische Aussenminister Ishaq Dar die beiden Parteien aufgerufen, an ihrer Verpflichtung zu einer Waffenruhe festzuhalten. Man hoffe, dass beide Seiten «dauerhaften Frieden und Wohlstand für die gesamte Region und darüber hinaus» erreichen würden, teilte Dar mit. Nach stundenlangen Verhandlungen waren die Gespräche am Sonntagmorgen zunächst ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommt, war zunächst unklar. (dpa)

07:03 Uhr

Sonntag, 12. April

Schweizer Luftwaffenchef Christian Oppliger: «Wir sind nicht abwehrbereit»

Bei einem iranischen Luftangriff wäre die Schweiz praktisch machtlos. «Wir sind nicht abwehrbereit. Auf moderne Bedrohungen aus der Luft haben wir nur bescheidene und veraltete Antworten. Gegen ballistische Lenkwaffen haben wir keine Lösung», sagt der neue Luftwaffenchef Christian Oppliger im «SonntagsBlick-Interview». «Das ist unangenehm, aber man muss es klar benennen. Die laufenden Projekte zielen genau darauf ab, diese Lücken zu schliessen. Es ist ein Kampf gegen die Zeit.»

Am Kauf der bodengestützten US-Luftabwehr Patriot, deren Lieferung sich weiter verzögert, will Oppliger festhalten: «Patriot ist für uns ein Schlüsselsystem, der Vertrag besteht. Die Verzögerung verlängert die Fähigkeitslücke – das ist problematisch. Deshalb prüfen wir parallel Varianten, ein weiteres System vorzuziehen, das ähnliche Fähigkeiten bietet und früher verfügbar ist.» Nach wie vor ist unklar, wie viele F-35 die Schweiz am Ende erhalten wird. «Wir streben die Beschaffung von rund 30 F-35 an. Die genaue Zahl hängt von den Vertragsverhandlungen mit den USA ab», sagt Oppliger. (has)

06:56 Uhr

Sonntag, 12. April

Iran: Erfolg des diplomatischen Prozesses hängt von Gegenseite ab

Laut dem iranischen Aussenamtssprecher Ismail Baghai ging es bei den gescheiterten  Friedensverhandlungen um zentrale Themen wie die Strasse von Hormus, die Atomfrage, Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region. Bis in den Sonntag hinein hätten «intensive Verhandlungen» stattgefunden. Dabei seien «zahlreiche Nachrichten und Texte» zwischen den beiden Seiten ausgetauscht worden, schrieb Baghai in den frühen Morgenstunden kurz vor der Pressekonferenz von Vance auf X. Der Erfolg des diplomatischen Prozesses hänge aber «von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen des Irans anzuerkennen», schrieb Baghai weiter.

Iranische Medien hatten zuvor über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite. Konkret wurde die Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden. Tasnim zufolge bestand die iranische Delegation auf der «Wahrung der militärischen Errungenschaften», eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. (dpa)

06:54 Uhr

Sonntag, 12. April

Vorerst keine Einigung zwischen USA und Iran

Die direkten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans sind am frühen Sonntagmorgen ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Nach den Worten von US-Vizepräsident JD Vance wurde bei den Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad keine Einigung erzielt. Ob und wann es zu weiteren Verhandlungen kommen wird, war zunächst nicht bekannt. Man verlasse nun den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für den Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance.

Der US-Vize bestieg nach Angaben anwesender Journalisten noch am Morgen ein Flugzeug in Richtung USA. Teheran plane keine weitere Verhandlungsrunde, berichtete die iranischen Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Quelle. Nach 21 Stunden Verhandlungen hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die Bedingungen der USA nicht zu akzeptieren, sagte Vance.

Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, dem Iran entgegenzukommen. Der US-Vize sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich der Iran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln. «Wir hoffen, dass wir es noch sehen werden.» Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen, sagte Vance weiter. (dpa)

23:02 Uhr

Samstag, 11. April

USA-Iran-Gespräche dauern an – Ringen bis in die Nacht

Die Gespräche zwischen dem Iran und den USA dauern in Pakistan auch nach Mitternacht (Ortszeit) an. Mehr als acht Stunden nach Auftakt der Gespräche kamen die Verhandlungsführer am Austragungsort in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einem weiteren direkten Treffen zusammen, wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete. Es sei die «letzte Gelegenheit», einen gemeinsamen Rahmen mit den Amerikanern zu finden, hiess es.

Iran-Experte Ali Vaez von der Denkfabrik Crisis Group mahnte vor dem Hintergrund möglicher Differenzen auf X, Pattsituationen in den Gesprächen seien nicht unauflösbar. «Jede Seite hält ihre Position für vernünftig und die der anderen für unvernünftig. Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist – und selbst dann muss das Ganze noch umgesetzt werden», schrieb er.

Zunächst war unklar, wie lange die Verhandlungen in der Nacht zu Sonntag noch andauern. Iranische Medien berichteten, eine Verlängerung am nächsten Tag sei möglich. (dpa)

23:01 Uhr

Samstag, 11. April

Katar will Schifffahrtsaktivitäten wieder aufnehmen

Katar möchte seine Seeschifffahrtsaktivitäten in vollem Umfang wieder aufnehmen. Ab diesem Sonntag solle von 6.00 bis 18.00 Uhr wieder regulärer Betrieb gelten, teilte das Verkehrsministerium am Samstag mit. Der Beschluss soll demnach auf «alle Kategorien von Schiffen und Transportmitteln auf See» ausgeweitet werden.

Das Ministerium forderte die Betreiber in einer Mitteilung zudem auf, die Sicherheitsprotokolle einzuhalten. Zunächst war unklar, ob die Entscheidung bedeutet, dass katarische Schiffe die Strasse von Hormus wieder passieren dürfen, die bis Samstag faktisch weiter geschlossen war. (dpa)

22:40 Uhr

Samstag, 11. April

Tausende bei Anti-Kriegs-Demo in Tel Aviv

Tausende Menschen haben in Tel Aviv an einer Anti-Kriegs-Demonstration teilgenommen. Der Kundgebung ging eine Lockerung der Kriegsbeschränkungen in weiten Teilen Israels voraus. Die Demonstranten versammelten sich am Samstagabend auf dem zentralen Habima-Platz und reckten Transparente in die Höhe, auf denen zu einem Ende von Israels «ewigem Krieg» aufgerufen wurde. Viele skandierten: «Mehr Leid im Libanon wird uns keine Sicherheit bringen.»

Unter den Protestierenden war Ifat Kalderon, deren Cousin Ofer Kalderon nach dem von der Hamas angeführten Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 von der Extremistengruppe im Gazastreifen als Geisel gehalten und im vergangenen Jahr freigelassen wurde. Sie sei zu der Demonstration gekommen, um ein Ende der israelischen Kriege «im Iran, im Libanon und im Gazastreifen» zu fordern, sagte sie der Nachrichtenagentur AP.

Der Krieg mit dem Iran habe keine positiven Ergebnisse gebracht. «Die Realität ist dieselbe wie zuvor, vielleicht sogar schlimmer. Wir müssen alles in Abkommen überführen, wir können nicht dauerhaft im Krieg leben», mahnte Kalderon.

Bei einer kleineren Protestveranstaltung am Wochenende zuvor während Raketenangriffen aus dem Iran und dem Jemen hatte die Polizei die Demonstranten unter Gewaltanwendung zerstreut und mindestens 17 Menschen festgenommen. Das Vorgehen der Behörden wurde mit Sicherheitsbeschränkungen begründet. (dpa)

22:24 Uhr

Samstag, 11. April

Iran weist US-Angaben zu Kriegsschiffen in der Strasse von Hormus zurück

Laut einem Bericht von Focus.de hat der Iran Angaben des US-Militärs zurückgewiesen, wonach zwei US-Kriegsschiffe die Strasse von Hormus durchquert haben sollen. Ein Armeesprecher betonte, dass allein die iranischen Streitkräfte über solche Durchfahrten entscheiden.

Das US-Zentralkommando (Centcom) hatte zuvor erklärt, die Schiffe seien im Einsatz, um Vorbereitungen zur Räumung von Seeminen in der strategisch wichtigen Meerenge zu treffen, die angeblich von iranischen Revolutionsgarden gelegt worden seien. (chm)

21:43 Uhr

Samstag, 11. April

Netanyahu: Wollen echtes Friedensabkommen mit dem Libanon

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon an und unterstützt erstmals seit Jahrzehnten direkte politische Gespräche. Diese sollen in Washington stattfinden, ihr Ausgang ist jedoch ungewiss.

Gleichzeitig betont Netanyahu, dass Israel weiter gegen die Hisbollah kämpft, um die Sicherheit im Norden des Landes zu gewährleisten. Er sieht militärische Stärke als Grundlage für die nun möglichen Gespräche.

Eine zentrale Bedingung Israels ist die Entwaffnung der Hisbollah. Während die libanesische Regierung Gesprächsbereitschaft zeigt, lehnt die mit dem Iran verbündete Miliz direkte Verhandlungen bisher ab. (dpa)

21:32 Uhr

Samstag, 11. April

US-Kreise: Gespräche mit Iran und Pakistan dauern an

Die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran unter Beteiligung Pakistans dauern laut US-Regierungskreisen an. Am späten Samstagabend (Ortszeit) liefen die Verhandlungen noch, wie ein ranghohes Mitglied des Weissen Hauses mitreisenden Reportern in Islamabad mitteilte.

Die US-Delegation in Islamabad wird von Vizepräsident JD Vance geleitet, die iranische von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Sie sollen erörtern, wie die Waffenruhe vorangebracht werden kann, die durch tiefe Differenzen und unverminderte Kämpfe im Libanon brüchig geworden ist.

Der Iran und die USA legten im Vorfeld der Gespräche konkurrierende Vorschläge vor, die die grosse Kluft in zentralen Fragen widerspiegeln. Der 10-Punkte-Vorschlag des Irans forderte ein garantiertes Ende des Krieges und strebte die Kontrolle über die Meerenge von Hormus an, durch die ein Fünftel des weltweit geförderten Öls transportiert wird. Ausserdem sollen die Kämpfe gegen die «regionalen Verbündeten» Teherans beendet werden, insbesondere die israelischen Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon.

Der 15-Punkte-Vorschlag der Vereinigten Staaten umfasst die Einschränkung des iranischen Atomprogramms und die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus. (dpa)

20:34 Uhr

Samstag, 11. April

Grosse Differenzen bei Gesprächen mit den USA

Iranische Medien haben über grosse Differenzen bei den Verhandlungen mit den USA in Pakistan berichtet. Die Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars sprachen von «überzogenen Forderungen» der US-Seite. Konkret wurde die Strasse von Hormus als zentraler Streitpunkt genannt. Der Fortschritt der Verhandlungen sei damit aus iranischer Sicht behindert worden.

Der US-Vizepräsident JD Vance mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif.
Bild: AP POOL

Tasnim zufolge besteht die iranische Delegation auf der «Wahrung der militärischen Errungenschaften», eine mögliche Anspielung auf das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Den grössten Streit soll es beiden Berichten zufolge jedoch bei Fragen rund um die Strasse von Hormus geben.

Die Strasse von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die grossen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Der Iran hat die Kontrolle der Meerenge seit Kriegsbeginn an sich gerissen. US-Präsident Donald Trump hatte ihre Öffnung zur Bedingung für die am vergangenen Mittwoch verkündete, zweiwöchige Waffenruhe gemacht. (dpa)

19:25 Uhr

Samstag, 11. April

US-Kriegsschiffe fahren durch Strasse von Hormus

Zwei US-Kriegsschiffe fahren durch die Strasse von Hormus. Das US-Militär teilt mit, die Durchfahrt sei Teil der Vorbereitungen, um mit der Räumung von Seeminen in der Passage zu beginnen, wie die Bild-Zeitung schreibt.

US-Präsident Donald Trump sagt in einem Interview mit dem Sender News Nation, die USA wussten, wo sich iranische Seeminen befänden. Es sei «nur eine Frage der Zeit», bis diese beseitigt werden könnten. Zudem sei moderne Ausstattung für die Minenräumung auf dem Weg in die Region.

Weiter stellt Trump in Aussicht, dass die wichtige Schifffahrtsroute bald wieder geöffnet wird. Zum Stand der Gespräche mit dem Iran sagt er laut Interview, er wisse nicht, wie diese laufen. (chm)

18:56 Uhr

Samstag, 11. April

Macron zu Iran: Verhandlungen für Deeskalation nutzen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron ruft den Iran dazu auf, die laufenden Friedensverhandlungen mit den USA für eine langfristige Beruhigung der Lage zu nutzen. In einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian nannte er die Gespräche eine Chance, um einen solchen Weg zu ebnen. Auch für eine Einigung, die solide Garantien für die Sicherheit der Region liefere, seien die Verhandlungen eine Gelegenheit.

Macron forderte zudem, dass der Iran schnellstmöglich wieder eine freie und sichere Fahrt durch die Strasse von Hormus ermögliche. Frankreich sei bereit, dazu beizutragen. Der französische Präsident pochte zudem erneut darauf, dass die vereinbarte Waffenruhe auch im Libanon gelten müsse. (dpa)

18:39 Uhr

Samstag, 11. April

Iraks Parlament bestimmt neuen Präsidenten

Im Irak hat das Parlament einen neuen Präsidenten gewählt. Der kurdische ehemalige Umweltminister Nisar Amedi wurde zum neuen Präsidenten des Landes bestimmt, wie die Medienabteilung des Parlaments mitteilte. Die Wahl des Präsidenten war zuvor wegen Streitigkeiten innerhalb der rivalisierenden politischen Lager gescheitert.

Amedi war von der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) als Kandidat nominiert worden. Nach Angaben des Parlaments erhielt er 227 von 249 Stimmen und setzte sich damit deutlich gegen seinen Mitbewerber Muthana Ameen von der Kurdistan-Islamischen Union durch.

Die Parlamentswahl fand bereits Anfang November vergangenen Jahres statt. Das Parlament muss zunächst einen Präsidenten wählen. Dieser nominiert dann einen Kandidaten für das - politisch noch wichtigere - Amt des Ministerpräsidenten. Laut dem Proporzsystem für die Machtverteilung im Irak dient normalerweise ein kurdischer Politiker als Präsident. (dpa)

17:44 Uhr

Samstag, 11. April

Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Israel

Bei neuen Angriffen aus dem Libanon ist nach Angaben von Rettungskräften ein Haus in Nordisrael getroffen worden. Es gab jedoch zunächst keine Angaben zu Verletzten, wie der Rettungsdienst Magen David Adom am frühen Abend (Ortszeit) mitteilte. Nach israelischen Medienberichten feuerte die libanesische Hisbollah-Miliz rund zehn Raketen auf den Norden Israels. Bei zusätzlichen Drohnenangriffen sei ein Haus in dem Grenzort Schlomi beschädigt worden. Andere Geschosse seien von der Raketenabwehr abgefangen worden.

Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische Truppen im Süden des Libanons mit einer Rakete angegriffen. Von Israels Armee hiess es, sie habe binnen 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im Libanon beschossen. (dpa)

17:38 Uhr

Samstag, 11. April

Unruhe im Libanon - Protest gegen Gespräche mit Israel

Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen «Nieder mit Nawaf» mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen «Gott segne Nasrallah» und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: «Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben.»

Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt. (dpa)

17:13 Uhr

Samstag, 11. April

USA und Iran nehmen direkte Friedensgespräche in Pakistan auf

Die USA und der Iran haben in Pakistan Friedensgespräche aufgenommen und verhandeln nach anfänglich indirekten Kontakten inzwischen direkt miteinander. Die Delegationen unter Leitung von US-Vizepräsident JD Vance und Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf treffen sich in Islamabad, um Wege zur Stabilisierung der brüchigen Waffenruhe zu finden. Pakistan ist an den Gesprächen beteiligt, die laut beiden Seiten Fortschritte zeigen.

Dennoch bestehen erhebliche Differenzen: Der Iran knüpft weitere Gespräche an Bedingungen wie eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Beide Seiten haben umfangreiche Vorschläge vorgelegt. Teheran fordert unter anderem ein Ende des Krieges und Kontrolle über die Straße von Hormus, während Washington Einschränkungen des iranischen Atomprogramms und die Sicherung der freien Schifffahrt verlangt.

Parallel dauern die Kämpfe im Libanon an. Israel setzt seine Angriffe gegen die Hisbollah fort und meldet zahlreiche Luftschläge, während libanesische Quellen von Toten berichten. Dies unterstreicht die fragile Lage, die den Erfolg der Gespräche zusätzlich erschwert. (dpa)

17:05 Uhr

Samstag, 11. April

Weisses Haus: USA und Iran verhandeln direkt miteinander

Die Vereinigten Staaten und der Iran haben in Pakistan direkte Verhandlungen aufgenommen. Das bestätigte das Weisse Haus am Samstag. Zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna den Beginn von Dreiergesprächen unter Einschluss Pakistans gemeldet, nachdem die iranischen Vorbedingungen erfüllt worden seien, darunter eine Reduzierung der israelischen Angriffe auf den Südlibanon. Ausserdem meldete Irna, US-amerikanische und iranische Vertreter hätten sich getrennt mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif getroffen. (dpa)

Dennoch bestehen erhebliche Differenzen: Der Iran knüpft weitere Gespräche an Bedingungen wie eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. Beide Seiten haben umfangreiche Vorschläge vorgelegt. Teheran fordert unter anderem ein Ende des Krieges und Kontrolle über die Strasse von Hormus, während Washington Einschränkungen des iranischen Atomprogramms und die Sicherung der freien Schifffahrt verlangt.

Parallel dauern die Kämpfe im Libanon an. Israel setzt seine Angriffe gegen die Hisbollah fort und meldet zahlreiche Luftschläge, während libanesische Quellen von Toten berichten. Dies unterstreicht die fragile Lage, die den Erfolg der Gespräche zusätzlich erschwert.

16:16 Uhr

Samstag, 11. April

Irans Marine warnt US-Kriegsschiff wegen Strasse von Hormus

Irans Marine hat mit Beginn der Friedensverhandlungen ein US-Kriegsschiff vor einer Durchquerung der Strasse von Hormus gewarnt. Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran beobachteten den US-Zerstörer genau, hiess es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Sollte das Schiff seinen Kurs fortsetzen, drohe ein Angriff.

Irans Delegation, die in Islamabad mit den USA Friedensgespräche aufgenommen hat, legte beim Vermittler Pakistan Beschwerde ein und forderte, dass der US-Zerstörer die Meerenge wieder verlasse. «Wenn die Bewegung des Schiffs fortgesetzt wird, wird es innerhalb von 30 Minuten angegriffen», liess der Iran Tasnim zufolge den USA mitteilten.

«Axios»-Reporter Barak Ravid hatte zuvor unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter berichtet, dass mehrere Schiffe der US-Marine die Strasse von Hormus durchquert hätten. Der Schritt sei nicht mit dem Iran koordiniert worden. Daten des Trackingdienstes Vesselfinder zeigten ein Schiff der US-Regierung mit nicht näher genannter Typenbezeichnung - wie beim Militär üblich - im Persischen Golf.

Die Strasse von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und damit die grossen Ölförderländer der Region mit den Weltmärkten. Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wurden 2023 fast 30 Prozent des weltweit verschifften Öls hier transportiert. Der Iran hat die Kontrolle der Meerenge seit Kriegsbeginn an sich gerissen. Ihre Öffnung ist ein zentraler Streitpunkt bei den Verhandlungen in Pakistan. (dpa)

16:11 Uhr

Samstag, 11. April

Hormus-Räumung als «Gefallen»: Trump pöbelt — während Vance verhandelt

Während der US-Vizepräsident JD Vance in Islamabad in Gesprächen mit dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf über einen möglichen Waffenstillstand verhandelt, konterkariert Donald Trump auf Truth Social die Friedensmission seines Stellvertreters.

In seinem Post feiert Trump die vermeintliche Vernichtung der iranischen Führung und Streitkräfte und nutzt dabei erneut die religiöse Formel «praise be to Allah!» – eine Demütigung der iranischen Verhandlungspartner.

Laut Trumps Darstellung ist der Iran militärisch am Ende: Die Marine und Luftwaffe seien ausgelöscht, die Flugabwehr sowie Raketen- und Drohnenfabriken weitgehend zerstört. Während Vance in Pakistan um diplomatische Stabilität verhandelt, kündigt Trump an, die Strasse von Hormus im Alleingang zu räumen – ein «Gefallen» für Verbündete wie Deutschland und Frankreich, denen er gleichzeitig den Willen und Mut zu eigenem Handeln abspricht. (val/watson.ch)

16:01 Uhr

Samstag, 11. April

Iran: Verhandlungen mit den USA auch auf Expertenebene

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran werden nach Angaben aus Teheran in Kürze auch auf Expertenebene geführt. Irans Mitglieder der Fachausschüsse nähmen am Verhandlungsort ihre Arbeit auf, berichteten der staatliche iranische Rundfunk und die Nachrichtenagentur Tasnim.

Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg geht es in den Verhandlungen um die Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung. Zu den zentralen Konfliktpunkten gehört die Blockade der Strasse von Hormus. Auch das iranische Atomprogramm sowie die internationalen Sanktionen gegen das Land stehen auf der Agenda. (dpa)

15:08 Uhr

Samstag, 11. April

Iran dringt vor Friedensgesprächen auf Waffenruhe auch im Libanon

Der Iran will eine Feuerpause im Libanon zu einem Schlüsselpunkt bei den Friedensgesprächen mit den USA in Pakistan machen. Eine Waffenruhe zwischen Israel und der von Teheran unterstützten Schiitenmiliz Hisbollah sei eine «grundlegende Forderung», sagte Aussenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei am Samstag dem iranischen Staatsfernsehen.

Nachdem eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran verkündet worden war, hatte Israel seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon sogar noch verschärft. Dabei gab es am Mittwoch nach libanesischen Angaben Hunderte Tote. Die Regierung in Jerusalem erklärt, die Waffenruhe im Iran-Krieg erstrecke sich nicht auf den Libanon. Der Vermittler Pakistan behauptet das Gegenteil.

Baghaei bezeichnete die Gespräche in Pakistan als «besonderen Moment» für den Iran. Die Diplomatie sei «Fortsetzung der Verteidigung und Fortsetzung des Krieges», sagte er. «An der diplomatischen Front ist ein intensiver Kampf im Gange.» (dpa)

15:06 Uhr

Samstag, 11. April

Historische Vermittlungsrunde in Pakistan beginnt

In Islamabad haben unter hohen Sicherheitsvorkehrungen Gespräche zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung ihres Konflikts begonnen. Die Delegationen werden von US-Vizepräsident JD Vance und Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf geleitet, Pakistan vermittelt. Details zum Ablauf sind unklar, möglich sind direkte oder indirekte Gespräche. Die Verhandlungen folgen auf eine zweiwöchige Waffenruhe und sollen laut Iran nur einen Tag dauern.

Zentrale Streitpunkte sind die Kontrolle der Straße von Hormus, das iranische Atomprogramm sowie Sanktionen und eingefrorene Vermögen. Die USA fordern ein Ende des Atomprogramms und Einschränkungen bei Raketen, während der Iran die Freigabe von Geldern, Reparationszahlungen, ein Ende der Sanktionen und Sicherheitsgarantien verlangt. Für die Gespräche wurden mehr als 10'000 Sicherheitskräfte in Islamabad stationiert. (dpa)

14:48 Uhr

Samstag, 11. April

Mehr als ein Drittel der irischen Tankstellen hat keinen Sprit mehr

Wegen Protesten gegen steigende Preise für Benzin und Diesel haben in Irland Hunderte Tankstellen keinen Treibstoff mehr. Mehr als einem Drittel der 1500 Tankstellen im Land sei der Kraftstoff ausgegangen, sagte der Geschäftsführer von Fuels for Ireland, Kevin McPartlan, am Samstag. Diese Zahl werde noch dramatisch zunehmen, sollten die aus Protest errichteten Strassensperren nicht geräumt werden.

Lkws und Traktoren blockierten den fünften Tag in Folge die einzige Kraftstoffraffinerie Irlands und mehrere Depots. Andere Demonstranten legten mit ihren Fahrzeugen den Verkehr lahm, sodass die wichtigste Autobahn um die Hauptstadt Dublin und sechs weitere Strassen gesperrt werden mussten.

Die Proteste hatten am Dienstag begonnen und griffen nach Aufrufen in sozialen Medien um sich. Lastwagenfahrer, Landwirte, Taxi- und Busunternehmer fordern Obergrenzen für die Kraftstoffpreise oder Senkungen der Verbrauchs- oder Kohlenstoffsteuer.

Die Regierung wollte am Samstag über eine Beilegung des Streits sprechen. Sie hat bereits beschlossen, die Verbrauchssteuer auf Kraftstoffe zu senken und Dieselrabatte für Lkw- und Busfahrer zu erweitern. Ausserdem will sie ein Programm verlängern, das Menschen mit geringem Einkommen bei den Heizkosten unterstützt. Die Erleichterungen sind jedoch durch die weiter steigenden Preise wettgemacht worden.

Regierungsvertreter verweisen darauf, dass die Kraftstoffpreise wegen des Iran-Krieges weltweit steigen. Ministerpräsident Micheál Martin sagte, Irland stehe wegen der Blockaden kurz davor, trotz weltweiter Ölknappheit Tanker abweisen zu müssen. Die Proteste seien «skrupellos, unlogisch und schwer nachvollziehbar», sagte er am Freitag dem Sender RTÉ. Das Militär stand in Bereitschaft, um bei der Räumung von Blockadefahrzeugen zu helfen. (dpa)

14:41 Uhr

Samstag, 11. April

Libanon meldet Tote nach israelischen Angriffen

Im Libanon sind nach Behördenangaben erneut mehrere Menschen durch israelische Angriffe getötet worden. Bei verschiedenen Angriffen in der Gegend um Nabatija im Süden des Landes seien zehn Menschen getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Unter den Opfern waren demnach erneut auch Sanitäter. Auch ein Mitarbeiter des Zivilschutzes sei getötet worden. Das israelische Militär äusserte sich zunächst nicht. (dpa)

13:18 Uhr

Samstag, 11. April

Islamabad bereitet Boden für heikle Friedensrunde

Vor möglichen Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat Pakistans Premierminister und Vermittler Shehbaz Sharif getrennte Vorgespräche mit beiden Delegationen geführt. Nach Angaben der pakistanischen Regierung traf er US‑Vizepräsident JD Vance sowie den iranischen Parlamentspräsidenten Muhammad Bagher Ghalibaf. Der genaue Ablauf der Gespräche ist weiterhin nicht offiziell. Nach Informationen des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera bemüht sich Sharif um direkte Gespräche beider Seiten unter pakistanischer Beteiligung. Bei indirekten Gesprächen würden beide Delegationen in unterschiedlichen Räumen sitzen und Vermittler Nachrichten überbringen.

Der iranische Staatssender Irib berichtete, dass die Gespräche zwischen den Iranern und der US-Seite – sofern sie tatsächlich starten – für den Nachmittag Ortszeit geplant seien. Iranischen Quellen zufolge sollen die Verhandlungen nur einen Tag dauern. Der iranische Staatssender Irib zitierte ausserdem Aussenminister, Abbas Araghtschi. Er erklärte, man gehe mit «völligem Misstrauen» in die Gespräche und werde mit aller Kraft dafür kämpfen, die Interessen und Rechte der iranischen Nation zu sichern. (dpa)

12:28 Uhr

Samstag, 11. April

Europäische Flughäfen warnen vor Kerosinknappheit

Auf den europäischen Flughäfen könnte wegen der weitgehenden Blockade der Meerenge von Hormus bereits in wenigen Wochen das Flugbenzin knapp werden. Falls sich die Lage nicht bessere, könne es innerhalb von drei Wochen zu einer «systemischen Treibstoffknappheit» kommen, warnte der Generaldirektor des Dachverbandes der Flughafenbetreiber in Europa (ACI Europe), Olivier Jankovec, in einem Schreiben an die EU, das der Nachrichtenagentur AP am Samstag vorlag. Der Engpass könne die Sommerreisesaison beeinträchtigen und der europäischen Wirtschaft «erheblichen Schaden zufügen».

Jankovec forderte die EU auf, kollektive Käufe von Flugzeugtreibstoff für die europäischen Länder zu organisieren. Ausserdem solle sie die Lagerbestände überwachen und alternative Quellen für Flugzeugtreibstoff suchen. Die EU-Taskforce Energieunion trat am Freitag zusammen und räumte ein, dass «Flugzeugtreibstoff aufgrund seiner Abhängigkeit von Importen die Hauptsorge bleibt». Aktuell gebe es allerdings «kein unmittelbares Risiko für die Sicherheit der Öl- und Gasversorgung der EU» durch die Konflikte im Nahen Osten. Es bestehe keine Notwendigkeit, zusätzliche Vorräte freizugeben. Sie warnte jedoch vor möglichen längerfristigen Risiken. (dpa)

12:10 Uhr

Samstag, 11. April

Spital meldet sechs Tote nach israelischem Angriff im Gazastreifen

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind nach Krankenhausangaben sechs Menschen getötet worden. Die Attacke am frühen Samstagmorgen habe einen Sicherheitspunkt in Bureidsch getroffen, erklärte das Al-Aksa-Märtyrer-Krankenhaus, in das die Opfer gebracht wurden.

Das israelische Militär teilte der Nachrichtenagentur AP mit, es habe Kämpfer der militant-islamistischen Hamas attackiert, die sich der so genannten Gelben Linie genähert hätten, die die von Israel kontrollierten Gebiete im Gazastreifen vom Rest des Gebietes trennt.

Die Todesfälle waren die jüngsten unter den Palästinensern seit Beginn der vor einem halben Jahr im Gazastreifen in Kraft getretenen Waffenruhe. Während die schwersten Kämpfe abgeklungen sind, haben die israelischen Streitkräfte wiederholt Luftangriffe geflogen und häufig auf Palästinenser in der Nähe der vom Militär gehaltenen Gebiete geschossen. Hamas-Kämpfer haben wiederum israelische Truppen attackiert. Israel sagt, dabei seien vier israelische Soldaten getötet worden. Seine Angriffe seien eine Reaktion auf diese und andere Verstösse.

Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der Waffenruhe mehr als 730 Palästinenser getötet. UN-Organisationen und unabhängigen Experten halten dessen Zahlen allgemein für zuverlässig. Allerdings unterscheidet das Ministerium nicht zwischen getöteten Kämpfern und Zivilisten. (dpa)

12:02 Uhr

Samstag, 11. April

Irans Delegation trifft Sharif vor möglichen Verhandlungen

Vor dem möglichen Beginn der Friedensverhandlungen mit den USA in Islamabad hat die iranische Delegation den pakistanischen Premierminister und Vermittler Shehbaz Sharif getroffen. Nach Angaben der pakistanischen Regierung war anschliessend ein Treffen Sharifs mit der US-Delegation um Vizepräsident JD Vance geplant.

Der iranische Staatssender Irib berichtete, dass die Gespräche zwischen den Iranern und der US-Seite – sofern sie tatsächlich starten – für den Nachmittag Ortszeit geplant seien. Islamabad liegt drei Stunden vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Iranischen Quellen zufolge sollen die Verhandlungen nur einen Tag dauern.

Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg geht es in den Verhandlungen um die Suche nach einer dauerhaften Friedenslösung. Zu den Konfliktpunkten zählt der Status der Strasse von Hormus, die für den globalen Energiehandel von zentraler Bedeutung ist. (dpa)

12:13 Uhr

Samstag, 11. April

Iran ermuntert USA vor Verhandlungen zu «America First»-Politik

Der iranische Vizepräsident Mohammed Resa Aref hat die US-Regierung aufgerufen, bei den Friedensverhandlungen die Interessen ihres Landes über die Israels zu stellen. Falls die US-Unterhändler bei den Gesprächen am Samstag in Pakistan Präsident Donald Trumps Devise «America First» beherzigten, sei ein Abkommen möglich, schrieb Aref in sozialen Medien. «Sollten wir es jedoch mit Vertretern von «Israel First» zu tun haben, wird es keine Einigung geben», fügte er hinzu.

Aref warnte, sollten die Gespräche scheitern und die USA und Israel den Krieg gegen den Iran wieder aufnehmen, werde «die Welt mit höheren Kosten konfrontiert sein». (dpa)

11:36 Uhr

Samstag, 11. April

Berichte über eingeschlossene Hisbollah-Kämpfer in Grenzort

Israelische Truppen haben Medienberichten zufolge eine Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon eingekreist. In der Stadt Bint Dschubail, die wenige Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt, seien nach Schätzungen Dutzende Hisbollah-Kämpfer seit vier Tagen eingeschlossen, berichtete das israelische Nachrichtenportal «ynet». Ähnliche Berichte kamen aus dem Libanon.

Israelische Truppen rückten demnach von Jarun, Marun al-Ras und Aitarun aus voran, um Bint Dschubail von verschiedenen Seiten aus von der umgebenden Region abzuschneiden. Die Schiitenstadt gilt als wichtige Front der Hisbollah. Der 2024 von Israel getötete Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte dort seine erste Kundgebung nach dem israelischen Truppenabzug aus dem Süden Libanons im Mai 2000 gehalten. Israelische Medien bezeichneten den Ort teilweise als «Hauptstadt der Hisbollah», die Hisbollah selbst als «Hauptstadt des Widerstands (gegen Israel)». (dpa)

10:39 Uhr

Samstag, 11. April

Israel und Hisbollah beschiessen sich weiter gegenseitig

Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon beschiessen sich weiter gegenseitig. Im Libanon meldete die staatliche Nachrichtenagentur israelische Luftangriffe am frühen Morgen in der Region um Nabatija im Süden des Landes. Drei Menschen seien getötet worden, als ein Wohngebäude durch einen Angriff zerstört wurde. Auch in anderen Teilen des Südens kam es demnach weiter zu Angriffen. Israels Militär gab an, weiterhin Angriffe der Hisbollah zu vereiteln. Die israelische Armee veröffentlichte Videos von Angriffen auf Raketenabschussrampen der Hisbollah, die zerstört worden seien, sowie von Hisbollah-Kämpfern, die nach dem Abschuss von Raketen auf Israel beschossen worden seien. Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Angriffe auf israelische Stellungen für sich. Die Intensität der gegenseitigen Angriffe hat zuletzt nachgelassen. (dpa)

09:03 Uhr

Samstag, 11. April

US-Delegation um JD Vance zu Gesprächen mit Iran gelandet

Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hiess es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Pakistanischen Diplomatenkreisen zufolge sollen die Gespräche am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) beginnen. Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschliessend solle es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben. Die iranische Delegation war bereits zuvor in Islamabad eingetroffen und wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. (dpa)

06:21 Uhr

Samstag, 1. April

Ringen um Waffenruhe im Libanon: Botschafter knüpfen ersten Kontakt

Nach wochenlangen Kämpfen haben Israel und der Libanon erste Kontakte für Gespräche über eine Waffenruhe aufgenommen. Botschafter beider Länder sprachen in Washington, ein Treffen im US-Aussenministerium ist für Dienstag geplant. Ziel sind eine Waffenruhe und formelle Verhandlungen unter US-Vermittlung.

Laut Axios ist Israel zwar zu Gesprächen mit dem Libanon bereit, nicht aber mit der Hisbollah. Die Waffenruhe ist auch zentral für geplante US-Iran-Gespräche, da Teheran seine Teilnahme an ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon knüpft. (dpa)

06:17 Uhr

Samstag, 11. April

Iraner seit 1000 Stunden vom Internet abgeschnitten

Die Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit.

Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind. (dpa)

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