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Uni Luzern

Demenz, Migräne und mehr – unser Gehirn im Fokus

Die «Woche des Gehirns» informiert über das Gehirn und die Fortschritte in den Neurowissenschaften und wird vom 16. bis zum 18. März, jeweils 17.30 Uhr, erstmals in Luzern durchgeführt. Aber auch das Verhaltenswissenschaftliche Labor der Universität nimmt Fahrt auf.

Im Einführungsvortrag «Das Gehirn im Weltraum» spricht Prof. Dr. Peter zu Eulenburg von der Ludwig-Maximilians-Universität München am Montag über die Auswirkungen von Schwerelosigkeit auf das Gehirn.

Am Dienstag gibt es wissenschaftliche Kurzvorträge zu den Themen: «Wie Migräne unsere Wahrnehmung beeinflusst», «Neurochirurgie und Gehirn: Krankheitsbilder, Behandlung, Prognose» sowie «Kann man Demenz sehen?», moderiert von Prof. Dr. Dario Cazzoli.

Fabian Biasio begleitete Bruno Koller und seine Familie während acht Jahren mit der Kamera.
Bild: Fabian Biasio

Zum Abschluss wird am Mittwoch der Dokumentarfilm «Tiger und Büffel» (2021) von Fabian Biasio über Karatemeister Bruno Koller vorgeführt, der sich von seiner Demenz-Diagnose nicht aufhalten lassen will – mit einer Podiumsdiskussion im Anschluss. Ein sensibles und vielschichtiges Porträt über die Liebe, das Konstrukt Familie, über einen radikalen Lebensentwurf und seine Konsequenzen. Und natürlich über Krankheit und wie sie die Menschen verändert, im Schlechten wie im Guten.

Transfer in die Praxis

Cazzoli war es auch, der im Februar im Rahmen einer Führung durch das Verhaltenswissenschaftliche Labor der Universität Luzern in die Transkranielle Magnetstimulation einführte, die etwa bei Störungen der Wahrnehmung (Neglekt) nach Schlaganfall angewendet wird. Prof. Dr. Matthias Ertl fungiert zusammen mit Cazzoli als Brückenprofessor zwischen der Universität Luzern und dem Luzerner Kantonsspital.

Derzeit nutzen rund 40 Studierende die Räumlichkeiten, um verschiedene Experimente durchzuführen. Die Studierenden-Projekte haben über die Lehre hinaus durchaus auch Relevanz für grössere Forschungsprojekte. Beispielsweise wird die Durchführbarkeit von Experimenten getestet, und es werden Vergleichsdaten erhoben, die später im klinischen Kontext wichtig sind.

Auch oft nach einem Schlaganfall eingesetzt wird der Eye-Tracker, besonders wenn ein Patient unter Neglekt leidet, d.h., nur die rechte Seite wahrnimmt. Bei Institutsleiter Ertl konnte man seine Reaktionsfähigkeit testen oder mit einer speziellen Ausrüstung eine von der Hochschule Luzern programmierte virtuelle Welt erkunden und hier gestellte Aufgaben lösen.

Die nächste – sehr praxisnahe – Führung ist für den 10. September angesetzt und ist sehr zu empfehlen. Man kann sich bereits anmelden. (reg)

Woche des Gehirns: weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.unilu.ch/agenda/woche-des-gehirns-9969/. Nächste Führung durch das Verhaltenswissenschaftliche Labor: 10. September, Anmeldung: https://www.unilu.ch/fakultaeten/vpf/formularseiten/anmeldung-fuehrung-labore/.

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