notifications
Kulturtipps

Vorfreude auf das Klavierfest, Muttertag mit dem Luzerner Sinfonieorchester und eine kunstvolle Klubshow

Unsere Region bietet jede Woche ein spannendes Kulturprogramm zum Entdecken, Eintauchen, Geniessen. Hier finden Sie unsere acht ausgewählten Tipps für diese Woche.

Lucerne Festival Klavierfest mit Pianist Igor Levit und Rapper Danger Dan

Danger Dan und Igor Levit in der Berliner Wuhlheide.
Bild: Danny Kötter / Lucerne Festival

Lucerne Festival lässt sein «Klavierfest» vom Pianisten Igor Levit selber kuratieren. Damit wird die Persönlichkeit des Künstlers zum Programm. Die sechs Konzerte im KKL vom 9. bis zum 12. Mai zeigen deutlicher als vor einem Jahr die vielfältigen Vernetzungen des Pianisten, der auch durch sein politisches Engagement über die Musik hinaus bekannt geworden ist. Das Spektrum reicht von Bach und Liszt bis zur Improvisation und den Berliner Barocksolisten.

www.lucernefestival.ch

Erst Fanfaren, dann Pokerspiele

Lucienne Renaudin spielt Haydns Trompetenkonzert.
Bild: Bild: zvg/Simon Fowler

Anlässlich des anstehenden Muttertags am Sonntag verwöhnt das Luzerner Sinfonieorchester das hiesige Publikum mit festlichen Trompetenklängen. Solistin in Joseph Haydns Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur und Astor Piazzollas «Oblivion» ist die 25-jährige Französin Lucienne Renaudin Vary. Passend dazu steht auch Luigi Boccherinis «La casa del diavolo» auf dem Programm. Die Zusammenarbeit zwischen Chefdirigent Michael Sanderling, LSO und Renaudin ist bereits auf einer CD mit Trompetenkonzerten, erschienen bei Warner Classics, verewigt. Mit auf der Scheibe auch: Haydns Trompetenkonzert.

Die Abonnementskonzerte von Mittwoch und Donnerstag bringen zwei Freunde des LSOs gleichzeitig auf der Bühne. In diesem Wiedersehen zwischen Charles Dutoit und Yunchan Lim wird Frédéric Chopins vor jugendlicher Freude sprühendes 2. Klavierkonzert zu hören sein. Welchen Unterschied wenige Jahrzehnte in der Musikgeschichte machen, lässt sich in der Kombination mit der «Jupiter»-Sinfonie eindrücklich hören. Nur 30 Jahre vor Chopin vollendete Mozart nämlich dieses Werk. Weit moderner klingt Stravinsky. Als begeisterter Pokerspieler schrieb er «Jeux de cartes», eine Ballettmusik in drei Teilen. Ein amüsantes und spannendes Werk. (dst)

Muttertagskonzert: Sonntag, 12. Mai, 11.00, Konzert zum Muttertag (kkl-luzern.ch) ; Dutoit und Lim: Mittwoch, 15. Mai und Donnerstag, 16. Mai, jeweils 19.30, KKL Luzern, Rencontre Charles Dutoit & Yunchan Lim – Mozart & Chopin (kkl-luzern.ch) .

Elektronische Musik von Belia Winnewisser und visuelle Live-Magie

Ein audiovisuelles Team: Produzentin und DJ Belia Winnewisser (rechts) und Visual Artist Subrihanna.
Bild: Bild: zvg

Belia Winnewisser paart experimentellen Pop mit Klangkunst und Klubmusik. Seit ihrem Studium der Musik und Medienkunst versucht sie in ihrer Arbeit, Kunst und Popmusik zu kombinieren. Nur konsequent, tritt die Luzerner Produzentin und DJ, die in Zürich lebt und arbeitet, seit Herbst 2022 in Kollaboration mit der «live visual-magic» (Winnewisser) von Subrihanna auf. Die Liveshow fokussiere auf ultramoderne 3D-Objekte, denen dennoch ein Moment unbeschwerter Verspieltheit bewahrt würde, sagt die visuelle Künstlerin alias Sabrina Zeltner. (reg)

Samstag, 11. Mai, 22.00, Sedel, Luzern.

Die Dub Pistols bringen den «secret rhythm of Britain» nach Luzern

Die Dub Pistols um Gründungsmitglied Barry Ashworth (vorne Mitte).
Bild: Bild: zvg

Big Beat, London, 1996. Barry Ashworth gründet die Dub Pistols. Seither ist viel Wasser die Reuss hinunter geflossen. «The secret rhythm of Britain» fliesst der Band durch die Adern, «von Ska und Rocksteady über Soul II Soul bis hin zu Grime, Dubstep und darüber hinaus». Mit dem aktuellen Album «Frontline» – ganz in diesem Spirit – sind die Unverwüstlichen auf Europatournee. Der Ruf als Liveband eilt ihnen voraus; eine gewaltige, dem Reggae verpflichtete, Bass-getriebene Live-Maschine. Kein Zweifel, die Dub Pistols werden die Party im Sedel steigen lassen. (reg)

Mittwoch, 15. Mai, 20.30, Sedel, Luzern.

Il Civetto malen ein grossstädtisches blaues Himmelgefühl

Haben in der U-Bahn angefangen: die Berliner Band il Civetto mit Sänger Leon Keiditsch (vorne Mitte).
Bild: Bild: zvg

«Ok, ich sag dir meinen Namen / Den du morgen nicht mehr weisst / Liebe auf Eis / Zwei mal Liebe auf Eis / Lieber nichts was bleibt» – der Titeltrack des brandneuen Albums der Berliner Fusion-Pop-Band il Civetto ist ein Song über einen Sommerflirt zwischen Euphorie und Melancholie. Soundtrack für die «Generation Y zwischen Party und Weltschmerz» (WDR)? Oder bewegen sich il Civetto mit ihrem vierten Album weg «vom Global Pop zur eher seichten Party-Mucke» («Westdeutsche Allgemeine Zeitung») hin? Das muss jede(r) selbst entscheiden. (reg)

Samstag, 11. Mai, 20.30, Schüür, Luzern.

Das Theater Wärch sucht den Sinn des Lebens

Auf «Wolke 97» herausfinden, was der Sinn des eigenen Lebens war. Das Theater Wärch wagt sich an eine Komödie von Yvonne Eisenring.
Bild: Bild: Emanuel Wallimann

Das Leben ist hart. Tot sein ist härter. Der ehemalige Bankangestellte Simon sitzt auf seiner Wolke, der «Wolke 97». Wie alle Toten muss er herausfinden, was der Sinn seines Lebens war. Nur so kommt er weiter – wohin, das weiss niemand. Aber alles ist besser als diese himmlische Einöde, wo es nur zwei Programme gibt: den Kindersender und das eigene Leben als Rund-um-die-Uhr-Reality-Soap. «Wolke 97» ist eine fantasievolle Komödie übers Leben von Yvonne Eisenring. Regie bei dieser Schweizer Erstaufführung führt Julia Zeier. (sh)

Donnerstag, 9. Mai, 20.00, Nidwaldner Museum Salzmagazin, Stans; weitere Termine unter www.theaterwaerch.ch .

Schumanns Kammermusikjahr auf der Spur

Für das letzte Programm der Merel Chamber Series wandelt das Merel Quartett auf den Spuren von Schumanns «Kammermusikjahr». Nach eingehendem Studium der Quartettwerke seiner bewunderten Vorgänger (Hadyn, Mozart, Beethoven) wagte er sich 1842 an eigene Streichquartette.So entstanden im gleichen Jahr unter anderem das Streichquartett A-Dur, op. 41, Nr. 3 und das Klavierquintett Es-Dur, op. 44. Jean-Sélim Abdelmoula übernimmt den Klavierpart. Dazwischen spielen sie das 3. Streichquartett des Schweizers Balz Trümpy. ( dst )

Samstag, 11. Mai, 19.30, Marianischer Saal, Luzern.

Das Bourbaki Luzern lädt zu «Drehkranz Sessions»

Eine Plattform für lokales Musikschaffen: Unter dem Label «Drehkranz Sessions» treten diesen Freitag zum ersten Mal junge Musikschaffende auf dem Drehkranz in der Bourbaki-Bar auf. Initiiert wurde das neue Format vom «Verein Drehmoment», dem Förderverein von Bourbaki Kino und Bar – benannt nach dem denkmalgeschützten Drehkranz, der die Bourbaki-Bar täglich kreisen lässt.

Gitarristin und Sängerin Julia Süess, Schlagzeuger Basil Schreyer und Bassist Tom Matthews.
Bild: Bild: zvg

Der Abend beginnt um 21.30 Uhr mit Don Jules & the Juliettes. Don Jules, Gitarristin und Sängerin Julia Süess, schreibt auf ihrer Webseite: «Don Jules & the Juliettes bringen in ihrer Musik ihre Gedanken und Träume zum Ausdruck. Leicht melancholisch und verträumt, fliessen Melodien durch verspielte Grooves und verzerrt warme Klänge.» Süess studiert (Jazz-)Gitarre an der Hochschule Luzern. Katamari Express (22.15 Uhr) stehen für «simple Arrangements, schnörkellose Melodien und fadengerade Beats irgendwo zwischen Disco, Indie und Punk», so die Selbstbeschreibung. Um 23 Uhr betreten Dustform und Chitalein den Drehkranz für ihr DJ-Set.

Der «Verein Drehmoment» hat sich die «Förderung der Kinokultur in der Stadt Luzern» auf die Fahne geschrieben. Es geht dabei auch um das Fortbestehen des Kinos Bourbaki und die Umsetzung neuer Projekte, wozu eine belebte und bewegte Bar gehört. Die «Drehkranz Sessions» finden in unregelmässigen Abständen statt. (reg)

Freitag, 10. Mai, 21.30, Bourbaki Kino/Bar; Kollekte, www.kinoluzern.ch .

Kommentare (0)