Gleich und doch anders: Wieder ist Honky Tonk
«Same same but different», diese Phrase gilt so ziemlich für alles jährlich Wiederkehrende. «Same same» ist das Konzept des Honky Tonk Festivals, das sich ganz einfach mit «niederschwellige Beizen-Livemusik» zusammenfassen lässt. Eine schöne Tradition. Selten hört man an einem Abend so viele verschiedene Musikerinnen und Musiker für gerade mal 25 Franken im Vorverkauf. Wesentliche Neuerungen gibt es keine. Neben dem grossen gibt es auch ein kleines «different»: Nicht nur die Bands sind andere, für die 24. Ausgabe des Honky Tonk Festivals in Luzern haben sich auch neue Lokale dazugesellt. (reg)
Freitag, 21. März, Stadt Luzern; die Live-Bands spielen 45 Minuten, die Pausen ermöglichen den Location-Wechsel, ein Ticket gilt für alle Konzerte; www.honkytonkfestival.ch .
Hochzeitsretter Dominik Muheim
Wir befinden uns auf einer Hochzeitsparty. Sie geht gründlich schief. Und nur Comedian Dominik Muheim, der Festredner, kann sie noch retten. Der Champagner ist warm, die Gesellschaft ist gespalten, und das Festschiff dümpelt defekt auf dem Bodensee. Also setzt Dominik Muheim zur Tafelrede an, die nicht nur die Gäste, sondern die ganze Menschheit versöhnen soll. «Soft Ice» ist Comedy zwischen Politik und Alltag. Dargeboten vom Preisträger des Salzburger Stiers und Star der Schweizer Poetry-Slam-Szene. (sh)
Freitag, 21. März, 20.00, Kleintheater, Luzern; www.kleintheater.ch .
Violinromantik für tiefe Seufzer
Es ist wohl eines der grössten romantischen Violinkonzerte. Bruchs erstes Konzert in g-Moll begeistert Geiger wie Publikum. Das mag einerseits an den sagenhaft schwelgerischen Melodien liegen, wie sie den Zuhörer zum Beispiel im zweiten Satz verzaubern und selbst routiniertesten Geigerinnen nicht mehr aus dem Kopf gehen, wie Antje Weithaas in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk schwärmte. Es ist aber auch berüchtigt für seine virtuosen Passagen. Widmungsträger war der Geiger Joseph Joachim, der Max Bruch auch in der Ausgestaltung der Solostimme beriet und für die zusätzliche Prise Virtuosität sorgte. Einen Nachhall dieses Geistes darf das Luzerner Publikum mit der koreanischen Geigerin Bomsori Kim erleben. Die Preisträgerin der ARD-, Tschaikowski-, Sibelius- und Wieniawski-Wettberbe spielte bereits 2023 mit den Festival Strings Lucerne und war zuvor schon am Lucerne Festival aufgetreten. Eingerahmt wird die Geigensternstunde von Bruch und «Blue Rose» (2004) der Australierin Elena Kats-Chernin von den Geschwistern Mendelssohn. Es erklingen Fanny Mendelssohn-Hensels Ouvertüre in C-Dur und Felix Mendelssohn Bartholdys bis heute sehr beliebte «Italienische» Sinfonie Nr. 4 in A-Dur, in der er Eindrücke seiner Italienreise musikalisch festhielt. Die Sehnsucht ist mal schmerzhaft-tief wie im Violinkonzert, mal freudig-erfüllt wie in der Sinfonie zu hören. Aber egal wie, es ist Musik zum Seufzen. (dst)
Mittwoch, 26. März, 19.30, KKL Luzern.
Span: Berner Rock-Pioniere sind 50
1975 wurde in der Musiker-WG in einem Emmentaler Bauernhaus in Hämlismatt aus Grünspan Span, und die Urformation der Berner Mundartrockband war geboren. Mit Christoph Kohli (Bass, Vocals) und George «Schöre» Müller (Guitar, Vocals) sind noch zwei Gründungsmitglieder dabei. Ein halbes Jahrhundert Span feiert die vierköpfige Band mit einer Tour: rund 150 Eigenkompositionen aus 50 Jahren, das neue Album «Auesiauem» erscheint am 21. März. «Louenesee», «Yvette», «Bügle», «Bärner Rock», «Liebefäld» – und eben auch neue Songs. (reg)
Freitag 21. März, 20.30, Stadtkeller, Luzern; es hat noch wenige Tickets.


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