notifications
Tipp der Woche

Larkin Poe: Blues-Rock aus weiblicher Sicht – trotzig, energiegeladen und versöhnlich

Die Schwestern Rebecca und Megan Lovell sind die Ur-Ur-Ur-Ur-Ahnen von Edgar Allan Poe. Mit ihrem neuen Album «Bloom» setzen sie in einem männlich geprägten Genre starke feministische Akzente.
Larkin Poe: Rebecca (33) und Megan Lovell (35).
Bild: Red Light Management

Blues-Rock ist traditionellerweise ein testosteron-geschwängertes Genre. Dass es auch anders geht, beweisen die beiden Schwestern Megan (35) und Rebecca Lovell (33), die unter dem Bandnamen Larkin Poe. Aufgewachsen mit Bluegrass in Georgia sind die Ur-Ahnen von Edgar Allan Poe auch von Soul, Gospel, Soul, Country und Rock beeinflusst. Und natürlich von den Königen des Southern Rock, der Allman Brothers Band, weshalb sie respektvoll zuweilen auch die jüngeren Schwestern der Allman Brothers genannt werden. Für ihr Album «Blood Harmony» gewannen sie im letzten Jahr einen Grammy.

Die beiden Schwestern sind musikalisch und persönlich sehr unterschiedlich, umso besser ergänzen sie sich in Gesang und an der Gitarre. Herausragend ist aber vor allem das virtuose Spiel von Megan Lovell an der Lapsteel, einer speziellen Form der Steelgitarre, die flach gehalten und gespielt wird. Und die Lovell-Schwestern werden immer besser.

Auch auf dem neuen Album «Bloom» zelebrieren sie das Genre aus weiblicher Sicht und setzen mit Songs wie «If God Is A Woman» stark feministische Akzente in einem traditionell geprägten Umfeld. Trotzig, energiegeladen, aber auch versöhnlich. Aber vor allem in Sachen Songwriting haben die Schwestern nochmals einen grossen Sprung vorwärts gemacht und sind drauf und dran, den Gipfel des Genres zu erklimmen.

Larkin Poe: Bloom (Tricki Woo Records). Live: 8. Nov. Genf Alhambra.

Kommentare (0)