Mom-Shaming

Jennifer Lawrence will eine «sexy Mutter» sein – und wird dafür zerrissen

Jennifer Lawrence plaudert offen über ihre Schönheits-OPs. Doch ihr Wunsch, auch als Mutter sexy auszusehen, beschwört einen Shitstorm herauf. Ist es unverständlich, sich für das eigene Aussehen zu entscheiden?

Stress, Schlafmangel und dann soll man sich auch noch zurechtmachen, während zu Hause das absolute Chaos herrscht? Wer Kinder hat weiss: das eigene Aussehen leidet oft ein wenig. Offenbar geht es Promis da ähnlich.

Denn nun liess Jennifer Lawrence verlauten, dass sie «eine sexy Mutter» sein will. Der Grund: «Wenn ich die Kinder zur Schule bringe, möchte ich wie eine Frau wirken, die ihr Leben im Griff hat – selbst wenn es eben überhaupt nicht so ist.»

Die Schauspielerin ist für ihre «Frei-Schnauze»-Einstellung bekannt. Nun plaudert sie im Interview mit «The Cut» darüber, dass nach der Geburt ihrer zwei Söhne «gar nichts wieder an seinem Platz war.» Darum habe sie sich unters Messer gelegt und sich die Brüste machen lassen.

Auch ein Facelift schliesst die 36-Jährige für die Zukunft nicht aus. Denn ihr Ziel sei es, «mit minimalem Aufwand gut auszusehen», wie sie sagt.

«Wie wäre es damit, eine gute Mutter sein zu wollen?«

Ihr Gesicht gibt auf Social Media bereits jetzt zu reden. «Brust-Obs interessieren 2026 niemanden mehr. Es ist ihr neues Gesicht, das die Leute stört», schreibt jemand in einem Kommentar. «Sie setzt jetzt auch auf diesen ausgemergelten Geister-Look – genau wie alle anderen», findet ein anderer User.

Tatsächlich sind die Schlupflider von früher verschwunden und haben grossen Augen Platz gemacht. Laut Lawrence liege das aber nur am Make-up und daran, dass sie im Gesicht abgenommen habe.

Doch vor allem für ihren Wunsch, eine «sexy Mutter» zu sein, wird sie zerrissen. «Für diese selbstverliebten Arschlöcher zählt doch nur ihr Image. Wie wäre es stattdessen mal damit, eine gute Mutter für das eigene verdammte Kind sein zu wollen?», findet jemand.

Ein anderer kommentiert: «Dann mach Sport, iss vernünftig und schlaf nachts ausreichend. Lass die Finger vom Skalpell!» In einem weiteren Kommentar rät ihr jemand: «Vielleicht solltest du stattdessen deinen Kopf in Ordnung bringen.»

Sexy sein oder sich «gehen lassen»: Kritik gibt es immer

Aber ist das so? Schliesslich geht es vielen Frauen ähnlich, weil sie nach der Geburt ihrer Kinder manchmal Mühe mit dem eigenen Körper haben.

Natürlich muss man deswegen nicht sofort zum Schönheitschirurgen rennen. Aber einfach locker Sport zu machen und genügend zu schlafen, ist längst nicht für alle möglich. Und es hilft auch nicht immer. Genau darum sind sogenannte «Mommy Makeover» seit Jahren im Trend.

Denn auch wenn sich Mütter nach der Geburt «gehen lassen», gibt es fiese Kommentare. Vor allem, wenn sie berühmt sind. Deshalb ist neben dem «Mommy Makeover» auch der Begriff «Mom-Shaming» zum Phänomen geworden.

Und wenn sich Promi-Mütter sexy zeigen wollen, wird ihnen in schöner Regelmässigkeit die Hölle heissgemacht, als ob sie deshalb automatisch Rabenmütter wären.

«Du bist eine Mutter!», heisst es dann oft. Doch sie sind auch Frauen, die mit ihrem Körper – und ihrem Gesicht – machen dürfen, was sie für richtig halten. Egal, ob das anderen gefällt oder eben nicht.

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