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Luzern

Wohnen betrifft uns alle – Die Filmreihe beginnt mit einem Hitchcock-Thriller

Mit «Wie wir wohnen» widmet das Stattkino Luzern dem Thema eine Reihe und fragt: Was bedeutet lebenswertes Wohnen? Es sind Filme mit Menschen im Fokus: Nachbarn, eine visionäre Architektin, Stadt- und Dorfbewohner.

«Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen ist politisch. Wohnen ist Beziehung. Wohnen ist die Frage, wie wir zusammenleben wollen.» Die Sätze stehen programmatisch für die neue Filmreihe im Stattkino Luzern (ab 5. April): «Wie wir wohnen». Dabei stehen folgende Fragen im Fokus: «Was bedeutet lebenswertes Wohnen – in Zeiten von Wohnungsnot, Verdichtung und Klimakrise? Wem gehört der öffentliche Raum? Und wie lässt sich nachhaltig und solidarisch miteinander leben?»

Der Pressefotograf (James Stewart), mit einem Gipsbein im Rollstuhl, beobachtet in «Rear Window» seine Nachbarn – und einen Mord?
Bild: Filmstill: zvg

Es gibt immer weniger von diesen Innenhöfen, welche die Bewohnenden der verschiedenen Häuser und Wohnungen miteinander verbinden – jedenfalls von den lebendigen. Im Thriller «Rear Window» («Das Fenster zum Hof»; ab 5. April) von Alfred Hitchcock (1954) beobachtet der an den Rollstuhl gefesselte Held die Leute in den Wohnungen erst, um die Zeit totzuschlagen, später mit an Obsession grenzender Neugier. Der Master of Suspence steigert in diesem Kammerspiel die Spannung – und die Gefahr für den immobilen Helden – ins Unermessliche.

Innenstädte wieder lebenswert machen

Immer mehr Menschen leben in Städten. Im Zentrum des Dokumentarfilms «The Human Scale» (2012; ab 22. April) steht Architekt und Städteplaner Jan Gehl, der für die Fussgängerzone und die Fahrradwege in Kopenhagen, die Wiederbelebung der Innenstadt von Melbourne oder die Fußgängerbereiche mit Sitzgelegenheiten auf dem Times Square in New York bekannt ist.

Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser wiederum rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. An den Solothurner Filmtagen uraufgeführt, kommt «Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit» am 16. April in die Deutschschweizer Kinos. Buser ist nach der Premiere im Stattkino zum Gespräch anwesend. Ebenfalls als Premiere wird der Luzerner Film «Der Umzugskoordinator» (ab 19. April) von Ursula Brunner gezeigt. Dazu mehr zu einem späteren Zeitpunkt.

Ums Dorf geht es in «Zum Beispiel Suberg» (2013; ab 19. April). Am Beispiel seines Heimatdorfes untersucht Filmemacher Simon Baumann («Wir Erben»), wie wachsender Wohlstand den Gemeinsinn im Dorf verändert – vom verschlafenen Bauern- zum anonymen Schlafdorf. (reg)

Daten und Spielzeiten: Wie wir wohnen - STATTKINO. Passend dazu findet vom 17. bis zum 19. April zum ersten Mal das Architecture Festival (https://aftz.ch/architecture-festival-luzern-2026/) in Luzern statt. Gemeinsam mit dem Open House Luzern (https://openhouse-luzern.org/) wird zu dritt die Architektur in den Fokus gerückt.

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