
Jugendwörter sind Wörter, die der Jugend und einzig ihr gehören. Schon wenn Millennials sie benutzen, ist das meistens peinlich, und erst recht sollten es für Boomer Tabuwörter sein, die sie zwar kennen müssen, um die Enkelinnen und Enkel zu verstehen. Aber sie sollten die Wörter selber nicht in den Mund nehmen. Sonst reden die Enkel möglicherweise bald nicht mehr mit ihnen.
Jedes Jahr sucht Langenscheidt nach entsprechendem Vokabular und wird dabei immer öfter auf sozialen Medien fündig. Viele Wortkreationen gehen auf YouTube, Instagram oder TikTok viral. Dieses Jahr prägen folgende Wörter den Sprachgebrauch der Jugendlichen:
«67»
Niemand weiss, was «67», ausgesprochen «six seven», genau bedeutet. Der Ausdruck markiert einen Insiderwitz. Erstmals tauchte das Wort im Rap auf. Der Musiker Skrilla verwendet den Ausdruck im Song «Doot Doot (67)».
Sogar der Papst machte beim 67-Trend mit:
«Crashout»
Wer «crashout» geht, ist kurz vor dem Durchdrehen. Etwa wenn der Ventilator nicht angeht, kann man sagen: «Das Ding geht nicht an. Ich geh gleich crashout»!
«Digga»
«Digga» kommt aus der Hamburger Jugendsprache und bedeutet so viel wie Bruder, Kumpel oder Freund. Verwendet wird es als lockere Anrede und ist nicht abwertend gemeint.
«Du bist gut genug»
Diese Zeile aus dem Song «Gut Genug» des Produzentenduos KitschKrieg mit Blumengarten und Shirin David geht momentan viral. Neben unzähligen Memes und Interpretationen finden sich auch viele Parodien im Netz dazu.
Hier das ganze Lied:
«Gute Käse»
Der Ausdruck hat keine wörtliche Bedeutung. Verwendet wird er, um auf eine lustige Art richtig «gut» oder «stabil» zu sagen.
«Macker»
Mit «Macker» ist je nach Kontext «Boyfriend», «Kumpel» oder einfach ein «Typ» gemeint. Das Wort ist nicht neu, wird aktuell aber oft ironisch oder liebevoll verwendet.
«Peak»
Übersetzt aus dem Englischen heisst das Wort «Gipfel». Wenn etwas der absolute Höhepunkt war, ist es «peak».
«Ragebait»
Mit «Ragebait» sind Inhalte vor allem in den sozialen Medien gemeint, die triggern sollen. Dafür werden provokante Thesen verwendet, durch die besonders viele Likes und Kommentare erreicht werden sollen.
«Schere»
Dieser Ausdruck heisst so viel wie: «Sorry, mein Fehler» und kommt aus der Gaming-Szene.
«Süper»
Türkisch für «super». Eigentlich auch schon ein Evergreen. Dieses Wort stammt aus einem viralen Video auf Social Media. Dort antwortete der Ultramarathonläufer Arda Saatci nach seinem Lauf auf die Frage «Wie geht's dir?» einfach mit «süper».
Bis zum 20. August kann man für die drei Topwörter abstimmen. Am 10. Oktober wird das Jugendwort des Jahres 2026 bekannt gegeben. (js/watson)

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