Nach fast acht Jahrhunderten werden die sterblichen Überreste des katholischen Heiligen Franz von Assisi ab Sonntag erstmals für die breite Öffentlichkeit zu sehen sein. Mehrere Hunderttausende Besucher werden dafür in Assisi in Mittelitalien - seiner Heimatstadt - erwartet. Etwa 370.000 Menschen aus verschiedensten Ländern haben sich bereits angemeldet, um in der päpstlichen Basilika San Francesco die Reliquien zu sehen. Die sterblichen Überreste des Heiligen ruhen seit Jahrhunderten in einem Sarkophag aus Stein.
Am Samstag wurde der Sarg feierlich von der Krypta in die Basilika San Francesco überführt. Am Sonntag beginnt die öffentliche Ausstellung der Knochen in einem durchsichtigen Reliquien-Behälter. Die Ausstellung wird von der Kirche damit begründet, dass Gläubigen zum 800. Todestag ein «unmittelbares, sinnliches Erlebnis» ermöglicht werden solle. Die Ausstellung dauert bis zum 22. März. In Italien, als dessen Schutzpatron Franz von Assisi gilt, gehen die Feierlichkeiten auch danach weiter. Der 4. Oktober, sein mutmasslicher Todestag, wurde sogar zum gesetzlichen Feiertag erklärt.
Franz von Assisi (1181/82-1226) gehört zu den bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche. Er war auch Namensgeber für den vergangenes Jahr verstorbenen Papst Franziskus. Der Sarg mit seinem Leichnam wurde nach seinem Tod an einem versteckten Ort in die Erde eingelassen. 1818 gab Papst Pius VII. den Franziskanern die Erlaubnis, das Grab freizulegen. Für den Sarkophag baute man in der Unterkirche der Basilika eigens eine neue Krypta. (dpa)


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