Wendy Holdener hat es gepackt

SKI ALPIN ⋅ Wendy Holdener verteidigt ihren WM-Titel mit Erfolg. Wie schon vor zwei Jahren in St. Moritz wird die Innerschweizerin auch in Are Weltmeisterin in der Kombination.

Aktualisiert: 
08.02.2019, 17:32
08. Februar 2019, 12:29

Nach der Abfahrt hatte Wendy Holdener im Vergleich mit Petra Vlhova lediglich eine Reserve von drei Zehnteln besessen, doch der Vorsprung reichte, wenngleich nur ganz knapp. Bei der letzten Zwischenzeit im Slalom lag die Innerschweizerin exakt gleichauf mit der Slowakin, doch dann konnte sie im etwas steileren Schlusshang nochmals leicht zulegen. 3 Hundertstel sprachen am Ende für die 25-jährige aus Unteriberg.

Damit war für Wendy Holdener die bereits sechste Medaille an einem Grossanlass Tatsache, die dritte in Gold (inklusive dem Team-Wettkampf an den Olympischen Spielen des Vorwinters). Nach der bronzenen Auszeichnung für Corinne Suter im Super-G errang Holdener die zweite Schweizer Medaille an der aktuellen WM in Schweden.

Wendy Holdener hatte auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung schon den ersten Teil mit Bravour gemeistert. Die Kombinations-Abfahrt beendete sie als Fünfte. Nur gerade 42 Hundertstel verlor Wendy Holdener auf der wegen Nebels verkürzten Strecke auf die Bestzeit der Österreicherin Ramona Siebenhofer, eine ausgewiesene Spezialistin, die in Cortina beide Abfahrten gewonnen hatte. Holdener zeigte bei leichtem Schneefall und dementsprechend diffusem Licht eine mutige Fahrt. Schon in den Trainings hatte die Innerschweizerin aufgezeigt, dass ihr die Piste liegt. Zweite war sie im Training vom Donnerstag.

Die erste WM-Medaille für die Slowakei

Neben der Schweizer Top-Favoritin bot aber auch Petra Vlhova eine beherzte und unerwartet gute Leistung in der Sparte Downhill. Lediglich drei Zehntel verlor die Slowakin auf Holdener. Im Slalom war Vlhova wie zumeist in diesem Winter etwas besser als Holdener, aber eben nur um 0,27 Sekunden. Das reichte immerhin zur Silber. Vlhova errang damit die erste alpine Einzelmedaille für die Slowakei. 2017 war Vlhova mit dem Team Zweite geworden.

Bronze ging an Ragnhild Mowinckel, die als erste dritte Norwegerin eine Medaille in der Kombination der Frauen gewann. Auch um Platz 3 entschieden die Hundertstel. Um 4 Hundertstel war Mowinckel schneller als Ramona Siebenhofer. Österreich ging damit leer aus in der Kombination der Frauen; zum ersten Mal seit 30 Jahren stand keine aus dem Austria-Team in dieser Disziplin auf dem WM-Podium.

Beste Schweizerin in der Kombinations-Abfahrt war als Vierte Corinne Suter, die WM-Dritte des Super-G. Die Schwyzerin verlor 0,34 Sekunden auf die Bestzeit, war aber nur acht Hundertstel schneller als Holdener. Suter fuhr die Kombi-Abfahrt wie Lara Gut-Behrami, Jasmine Flury und Joana Hählen nur als Training für das Rennen vom Sonntag. Sie alle bestritten den Slalom nicht. (sda)


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