Weger egalisiert bestes WM-Resultat

BIATHLON ⋅ Der Norweger Johannes Thingnes Bö gewinnt an der Biathlon-WM in Östersund m Sprint. Der Schweizer Benjamin Weger wird Zehnter.

Aktualisiert: 
09.03.2019, 19:20
09. März 2019, 17:52

Weger konnte trotz zwei fehlerfreier Schiessen nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Der 29-jährige Oberwalliser egalisierte aber mit dem 10. Rang sein bestes WM-Resultat von vor zwei Jahren. Er riskierte im Schiessstand nicht alles und liess sich entsprechend etwas (zu) viel Zeit. Auch läuferisch hielt Weger nicht ganz mit den Podestaspiranten mit.

Der Obergommer sprach nach seinem Wettkampf von "einem lachenden und einem weinenden Auge". Grundsätzlich sei ein Top-Ten-Platz - bereits sein achter in dieser Saison - ein gutes Resultat und für den Weltcup Gold wert. Es sei aber auch ein Abbild der bisherigen Saison. "Immer, wenn ich im Schiessen treffe, fehlt unterwegs ein bisschen etwas", stellte er fest. "Ich kann deshalb nicht restlos zufrieden sein."

Für die Verfolgung, in die Weger mit etwas über einer halben Minute Rückstand auf den Bronzeplatz steigt, rechnet er sich einiges aus. Der Walliser mag den Kampf Mann gegen Mann. "Ich freue mich. Es gibt nur eine Devise: Volle Attacke nach vorne!"

Auch die weiteren Schweizer Jeremy Finello (32.), Martin Jäger (45.) und Serafin Wiestner (46.) qualifizierten sich für die Verfolgung der besten 60. Sie blieben im Schiessstand nicht fehlerlos und konnten auch in der Loipe nicht entscheidend Boden gutmachen.

Bö in der Loipe überragend

Weltcup-Dominator Johannes Thingnes Bö gewann Gold, obwohl er im Gegensatz zu den sieben nach ihm klassierten Athleten eine Strafrunde absolvieren musste. In der Loipe war der 25-jährige Norweger, der seinen insgesamt fünften WM-Titel holte, aber eine Klasse für sich. "Ich weiss, dass ich auch mit einem Fehler vor den anderen bleiben kann, die null schiessen", sagte Bö mit dem Selbstbewusstsein eines Seriensiegers. Er feierte an der WM, die auch für den Weltcup zählt, seinen 13. Saisonerfolg. Dass er Martin Fourcade nach sieben Jahren als Gewinner des Gesamtweltcups ablösen wird, ist praktisch nur noch Formsache.

Fourcade musste im Sprint einsehen, dass er trotz des Verzichts auf die Rennen in Nordamerika nicht in Topform ist. Auch mit einem fehlerfreien Schiessen kam der fünffache Olympiasieger nur auf den 6. Platz. Eine Medaille für Frankreich gab es dennoch. Quentin Fillon Maillet gewann hinter dem Russen Alexander Loginow, der bis November 2016 wegen EPO-Dopings eine zweijährige Sperre abgesessen hatte, Bronze. (sda)


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