Ära Häberli - ein Jahr nach der Ära Seoane

LUZERN - ST. GALLEN 3:0 ⋅ Die Ära Thomas Häberli könnte nicht besser beginnen: Sieg gegen YB im Cup und sieben Punkte in drei Super-League-Spielen. Das jüngste positive Ergebnis ist ein 3:0 gegen St. Gallen.

10. März 2019, 18:42

Es ist wohl für alle Ewigkeit so: Der FC St. Gallen kann gegen den FC Luzern nichts ausrichten - nicht gewinnen und seit nunmehr auch Spielen nicht einmal einen Unentschieden holen. Auf zehn Duelle in der Meisterschaft zurückgeblickt, hat Luzern gegen die Ostschweizer einen einzigen Punkt abgegeben, nämlich bei einem 1:1 im März 2017 in St. Gallen.

Eine veritable Gala wie beim 4:0 im Cup-Viertelfinal gegen die Young Boys sahen die knapp 9000 Fans nicht, dafür aber Luzerner Spieler, die ihre Chancen mit einer hohen Quote nutzten und die den Gegner jederzeit im Griff hatten. Aus der Sicht der Ostschweizer war das Spiel eine Enttäuschung. Sie hielten den Match nur zwischen der 15. und der 45. Minute ausgeglichen. Aber just vor der Pause verwertete Pascal Schürpf mit einem Kopfball eine prächtige Flanke von Aussenverteidiger Christian Schwegler zum 1:0. Die Tore der zweiten Halbzeit, erzielt von Christian Schneuwly und Blessing Eleke, führten zu einem Ergebnis, das den Leistungen entspricht.

Für Luzern bahnt sich ein Frühling an, der so toll werden könnte wie der letzte. Gerardo Seoane übernahm damals von Markus Babbel in vorletzter Position. Luzern wurde danach - hinter YB und vor Basel - die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde. Thomas Häberli als Nachfolger von René Weiler hat es in nur vier Wettbewerbsspielen zustande gebracht, in der Mannschaft und bei den Fans eine Begeisterung zu wecken, von der im Herbst nicht mehr viel zu spüren war.

Wie unter Seoane ist Pascal Schürpf auch unter Häberli der Spieler, der am meisten aufblüht. Gegen YB hatte er zweimal getroffen, im Match gegen St. Gallen bereitete der Basler das vorentscheidende 2:0 vor.

Luzern - St. Gallen 3:0 (1:0)

8991 Zuschauer. - SR Hänni. - Tore: 44. Schürpf (Schwegler) 1:0. 56. Schneuwly (Schürpf) 2:0. 85. Eleke 3:0.

Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic (83. Custodio), Sidler; Voca, Schulz; Schneuwly, Vargas (60. Ndenge), Schürpf (72. Demhasaj); Eleke.

St. Gallen: Lopar; Koch (59. Barnetta), Hefti, Stergiou, Wittwer; Quintilla (82. Ruiz); Sierro, Ashimeru; Bakayoko, Guillemenot (59. Rapp), Kutesa.

Bemerkungen: Luzern ohne Kakabadse, Juric, Knezevic und Schmid (alle verletzt). St. Gallen ohne Stojanovic (gesperrt), Itten, Lüchinger und Wiss (alle verletzt). 12. Schuss von Ashimeru streift den Pfosten. 79. Lattenschuss Eleke. Verwarnungen: 40. Schneuwly (Foul), 49. Sidler (Foul), 53. Stergiou (Foul), 85. Eleke (Unsportlichkeit). (sda)


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