Die Kaufkraft vieler Menschen im Kanton Schwyz ist in den letzten Jahren spürbar gesunken. Hauptgründe dafür sind die stetig steigenden Krankenkassenprämien sowie die hohen Mietkosten. Für immer mehr Haushalte bleibt am Ende des Monats weniger übrig, trotz steigender Belastung am Arbeitsplatz. Das ist eine Entwicklung, die nicht einfach hingenommen werden darf.
Gleichzeitig steht der Kanton finanziell gut da: Das Eigenkapital ist auf rund eine Milliarde Franken angewachsen und muss abgebaut werden. Die bürgerliche Mehrheit im Parlament setzt vor allem auf Steuererleichterungen. Diese mögen auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, kommen aber in erster Linie Gutverdienenden und Vermögenden zugute. Für breite Teile der Bevölkerung bringen sie kaum eine spürbare Entlastung.
Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Tiefe Steuern erhöhen die Attraktivität des Kantons für einkommensstarke Personen, was die Nachfrage nach Wohnraum zusätzlich anheizt. Die Folge sind weiter steigende Mieten und höhere Preise für Wohneigentum, eine Entwicklung, die den Druck auf den Mittelstand und einkommensschwächere Haushalte weiter verschärft.
Genau hier setzt die Kaufkraft-Initiative der SP an. Sie fordert, dass die Prämienverbilligungen mindestens auf den durchschnittlichen Pro-Kopf-Beitrag aller Kantone angehoben werden. Es geht also nicht um Luxus oder einen Rolls-Royce, sondern um einen fairen und schweizweit üblichen Standard.
Damit könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Zum einen würde das überhöhte Eigenkapital sinnvoll abgebaut, zum anderen würden genau jene Menschen entlastet, die unter den steigenden Lebenshaltungskosten leiden. Das stärkt nicht nur die Haushalte, sondern auch die lokale Wirtschaft. Darum ist klar: Am 14. Juni braucht es ein Ja.

