Die Abstimmungsvorlage «Naturpark Seemattli» beinhaltet einen Gemeindebeitrag von 621’000 Franken zwecks Umwandlung einer 6800 Quadratmeter grossen Landwirtschaftsfläche in einen Naturpark, ausgestattet mit Bepflanzungen, Gehwegen, WC-Anlagen, Spielplatz, Feuerstellen et cetera. Dies alles soll eine ökologische Aufwertung bringen. Dazu Folgendes:
1. Eine ökologische Aufwertung findet per Saldo nicht statt, denn der direkt angrenzende Schilfgürtel am Seeufer ist streng geschützt. Er wird durch die intensive Freizeit- und Erholungsnutzung erheblich beeinträchtigt werden, was ökologisch klar abträglich ist. Die vom Kanton angeordnete Renaturierung des Gründelisbachs ist auch ohne Beanspruchung der gesamten Intensiverholungszone Seemattli möglich.
2. Es besteht kein Bedarf an zusätzlichen Naturparkflächen in unserer schönen Gegend. Die Seen und Wälder sind frei zugänglich.
3. Mit dem Vorhaben werden 6800 Quadratmeter beste landwirtschaftliche Nutzfläche vernichtet. Es geht nicht an, hochwertiges Landwirtschaftsland ohne Not zu vernichten.
4. Das Vorhaben erzeugt zusätzlichen Verkehr auf unseren belasteten Strassen.
5. Absehbar ist die Nutzung des unbeleuchteten Areals als Tummelplatz für allerlei Kreise, die womöglich nicht nur Unrat hinterlassen, sondern auch polizeiliche Einsätze auslösen werden.
6. In der gemeinderätlichen Vorlage fehlen Angaben zu den Betriebskosten.
7. Die Gemeinde als Eigentümerin und Betreiberin geht mit diesem 24-Stunden-frei zugänglichen Tummelplatz zusätzliche Haftungsrisiken ein, die bisher in keiner Weise reflektiert wurden.
Ich empfehle deshalb, die Vorlage abzulehnen. Dies zugunsten einer künftigen Freizeitnutzung des Areals Seemattli unter Erhaltung als nutzbares Freiland. Peter Steinegger, Schwyz
