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Leserbrief

Wenig glaubhaft

Zur Abstimmung über die SRG-Initiative vom 8. März

Es gibt ein berühmtes Sprichwort von Otto von Bismarck: «Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.» Auch wenn es sich bei der SRG-Initiative nur um einen Abstimmungskampf handelt, trifft dieses Sprichwort je länger, je mehr auch hier zu. Fast täglich wird im Fernsehen, Internet oder in Zeitungen von Exponenten der SRG versprochen, dass auch ohne die Initiative alles besser wird. Zum Beispiel soll die Informationspraxis ehrlicher oder ausländische Gangster neu mit dem Namen des Herkunftslandes ausgewiesen werden. Auch soll die SRG organisatorisch umgebaut, effizienter und in Zukunft folglich billiger produzieren. All dies soll jetzt plötzlich umsetzbar sein und würde gemäss SRG-Exponenten auch ohne Annahme der Initiative gemacht werden.

Vermutlich würde zurzeit sogar die Reduktion der herrschaftlichen Löhne der SRG-Führung versprochen, wenn man danach fragen würde. Nun ist Tatsache, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in unserem Land in nächster Zeit eine 13. AHV-Rente, eine desolat ausgerüstete Armee ohne Drohnen- und Raketenabwehr, eine immer teurere Krankenversicherung et cetera irgendwie finanzieren müssen. Derzeit verfügt die SRG über ein Budget, das höher ist als das vieler kleinerer Kantone. Bei so viel Geld ist definitiv Sparpotenzial vorhanden, ohne den Grundauftrag der SRG nur ansatzweise zu gefährden. Legen wir also bei der SRG-Initiative ein wuchtiges Ja in die Urne, und entlasten wir für einmal die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen vor übertriebenen Medienkosten.

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