FDP-Kollege Marc Nideröst schreibt in seinem Leserbrief, dass dem Mittelstand das Geld in Form von Steuern «weggenommen» wird. Ich weiss ja nicht, wie er Steuern zahlt, aber bei mir kommt keine Steuerverwalterin nach Hause und «nimmt es mir weg». Ich bezahle eine Rechnung. Wir bezahlen Steuern, weil wir etwas dafür erhalten: zum Beispiel die Bildung für unsere Kinder. Und wir haben sehr viel Mitbestimmungsrecht, was mit unseren Steuern geschieht.
Ich frage mich schon, ob ihm bewusst ist, wie viel Geld der Mittelstand spart, wenn seine Partei die Steuern immer wieder um fünf oder zehn Prozent senken will. Davon kann sich eine Mittelstandsfamilie vielleicht einen Kaffee pro Monat mehr leisten. Eine Steuersenkung klingt zwar gut, entlastet jedoch in Wahrheit nur jene, die wirklich viel Geld haben.
Jahr für Jahr berichtet diese Zeitung, dass die steigenden Krankenkassenprämien zu den grössten Sorgen der Schwyzer Bevölkerung gehören. Dagegen müssen wir doch etwas unternehmen! Die Bekämpfung an der Wurzel wäre sinnvoller und mir viel lieber. Doch die Gesundheitskosten müssen in Bundesbern gesenkt werden. Leider hat die aktuelle bürgerliche Mehrheit in Bern daran kaum Interesse.
Was wir im Kanton Schwyz tun können: Solange Bern schläft, können wir unserer Bevölkerung echte Entlastung bieten, indem wir die Prämienverbilligungen erhöhen. Nicht nur für die tiefsten Einkommen, sondern auch für den Mittelstand. Dafür setze ich mich ein und stimme deshalb mit Überzeugung Ja zur Kaufkraft-Initiative!

