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Eingesandt:  Leserbrief

Was kümmert mich mein Geschwätz ...

Zu: Brich kein gegebenes Versprechen, versprich, was du halten kannst/willst

Am 4. Mai, zirka um 12.30 Uhr, habe ich in der Migros unter anderem eine Halbliterflasche der Marke «Mini Salatsossä» gekauft. Die Fragen der Kassierin bezüglich Kassenzettel-Bedarf und Cumulus-Card wurden von mir negiert aus Gründen unnötigen Papierverschleisses beziehungsweise weil ich dem Jäger- und Sammler-Alter entwachsen bin.

Nach dem Abstecher zum nationalen Telecom-Anbieter habe ich festgestellt, dass sich in der Flasche ein «grün gefärbter» Inhalt befand – schüttelnden Bewegungen beim Treppenlaufen sei Dank: Statt French hatte ich irrtümlicherweise Bärlauch erwischt.

Zirka dreissig Minuten nach dem Kauf stellte ich die immer noch Kühlschrank-kalte Salatsauce der Kundendienstdame auf den Tisch und bat um Austausch. Die Fragen nach Kassenzettel und Cumulus-Card auch hier negierend, wurde mir gesagt, es gebe keinen Austausch ohne Beweismittel. Selbst der gestattete Blick in die Tasche konnte das Urteil nicht ändern.

Fazit 1: Papier/Internet nimmt alles an – auf der Migros-Homepage findet sich unter «Umtauschen oder Geld zurück» die Formulierung: «Wenn Sie mit einem unserer Produkte nicht zufrieden sind, wenden Sie sich bitte an den Kundendienst Ihrer Migros-Filiale (in kleinen Filialen an die Filialleitung). Das Verkaufspersonal wird sich gerne um Ihr Anliegen kümmern. Das Produkt kann vor Ort beurteilt und gegebenenfalls auch umgetauscht werden.»

Fazit 2: Migros-Kassenzettel-«Wohltat»-Absicht versus Realität: «Weil diese Neuerung eine echte Wohltat für die Umwelt ist: Pro Jahr lassen sich so über 100 Tonnen Papier einsparen» (siehe Migros-Homepage). Fazit 3: «GMV» steht nicht für «Genossenschaftsbund Migros verbindet», sondern schlicht und einfach dafür, dass der «Gesunde Menschen-Verstand» immer mehr abhandenkommt … Das wird und kann auch nicht wettgemacht werden durch grosse organisatorisch-technisch-strategische Umbauten.

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