Leserbrief

Was ist los mit unserer Jugend?

Zum Artikel «Würgespiele: ‹Noch nie in so grossem Ausmass›» vom 5. Oktober

Hoppla, habe ich gedacht, als ich den «Bote»-Artikel über die Würgespiele las. Was ist denn mit unserer Jugend los? Scheint hier eventuell etwas von der Coronapandemie hängen geblieben zu sein? Man erinnert sich, dass die Maskenpflicht bei Kindern an den Schulen in gewissen Kreisen zu grossen Protesten führte, da solche Massnahmen bei den Schülern angeblich Atemnot, Sauerstoffmangel und sonstige verfassungswidrige Wehwehchen verursachen würden. Fünf Jahre später brauchen die Schüler keine Masken mehr, nein, sie sorgen gleich selbst für den Sauerstoffmangel und drücken sich das Gurgeli zu.

Dieser gefährliche Trend wird besorgniserregend schnell in den sozialen Medien verbreitet. Doch wo bleiben nun die Proteste der besorgten Eltern und Bürgerbewegungen? Wo sind die Demonstrationen, Kundgebungen und Protestmärsche? Sollten die Behörden hier nicht aktiv werden gegen die Konzerne, die eine Unmenge Geld verdienen mit unserem Nachwuchs auf TikTok, Instagram und so weiter?

Doch ich ahne, wo der Haken liegt. Denn eben bei den erwähnten Kreisen glaubt man schon lange nicht mehr an alles, was in den Zeitungen steht, und wird schnell mal als Lügenpresse abgestempelt. Und so wird weiterhin das Übel bei den angstverbreitenden Journalisten gesucht, während unsere Sprösslinge frischfröhlich in den sozialen Medien auf die nächste gefährliche Challenge zusteuern.