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Leserbrief

Vermisst wird: Ein Parkhaus im Zentrum Küssnacht

Zur Bezirksabstimmung vom 8. März

Ich erlaube mir, ein paar persönliche Gedanken zum vorliegenden Projekt Dorfhalde zu teilen, und wünsche eine sachliche Auseinandersetzung in Sachen Dorfkern und guten Parkierungsmöglichkeiten. Nicht alle Leute haben das Privileg, mitten im Dorfkern zu wohnen, nicht alle Bürger sind in der glücklichen Lage, gut zu Fuss zu sein, und sind auf ihr Auto angewiesen. Kaum ist die Idee eines Parkhauses im Zentrum vorgeschlagen, erhärtet sich erneut Widerstand. Die Idee, ein Parkhaus in der Räbmatt mit Wohnungen zu erstellen, finde ich aus folgenden Gründen nicht sinnvoll: Der Standort ist viel zu weit weg vom Dorfkern für ältere Leute. Überbauung mit Wohnungen? Hier wird dem Bürger – mit ungewissem Ausgang –etwas vorgegaukelt. Wer will an dieser lärmüberlasteten Strasse wohnen? Wie gelangen Mütter mit Kinderwagen und Beeinträchtigte mit Rollstuhl ins Dorfzentrum? Garnhänkiweg hinunter und zurück – völlig unmöglich. Fussgängerübergang? Die Grepperstrasse ist täglich überlastet und wird in Zukunft noch weit mehr Verkehr mit sich bringen. Die attraktive Lage an der Rigi und am Vierwaldstättersee sowie die gute Erreichbarkeit des Raumes Luzern–Zug–Zürich ziehen viele Bewohner an die Riviera an. Ausbau Grepperstrasse? Wie will der Kanton dort in Zukunft das Verkehrsaufkommen meistern? Wie will der Kanton dort ein zweites Trottoir erstellen? Der zweite Abschnitt für die Südumfahrung wäre mit der Variante Räbmatt für die künftigen Generationen für immer verbaut. Planungskosten Dorfhalde und Seeplatz seien zu hoch: Warum wird in Küssnacht bei solchen Projekten immer mit überrissenen 15 bis 20 Prozent Reserven gerechnet? Bereits damals wurde aus gleichem Grund das Parkhaus Monséjour abgelehnt. Nun droht erneut ein Scherbenhaufen – typisch Küssnacht! Aus unerklärlichen Gründen sind einige Bezirksräte, ein paar Parteien, Zünfte und Vereine (noch) nicht bereit, sich hinter das Projekt Dorfhalde zu stellen. Ich wohne seit 1964 in Küssnacht, mir passt es gut hier – mit allen Vor- und Nachteilen. Die Vorteile überwiegen, sonst würden nicht so viele Neuzuzüger unseren Bezirk als ihren Wohnort wählen. Ich will, dass in Zukunft die noch übrig gebliebenen «Lädeler und Beizen» weiter existieren können. Lieber Ruedi Räber und Co., das Volk hat von der Vergangenheit gelernt und wird dem Projekt Dorfhalde zustimmen, um unserem Dorf weiter zur Attraktivität zu verhelfen.

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