Leserbrief

Und wieder plus 3,7 Prozent

Zur Abstimmung über die kantonale Initiative «Kaufkraft stärken – Prämienverbilligung auch für den Mittelstand» vom 14. Juni

Wahrscheinlich ging es vielen Bürgerinnen und Bürgern ähnlich wie mir, als kürzlich bekannt wurde, dass die Krankenkassenprämien voraussichtlich um 3,7 Prozent steigen werden. Es nimmt kein Ende, jedes Jahr müssen wir mehr bezahlen – auch wenn wir vielleicht gar keine Leistungen in Anspruch nehmen.

Versicherungsprämien – also auch Krankenkassenprämien – werden nicht in den Warenkorb eingerechnet, der schliesslich die Teuerung bestimmt. Aber wir alle müssen sie bezahlen. Wir – übrigens auch der Kantonsrat – haben keinen Einfluss darauf, wie stark sie steigen. Egal, ob ich übermässig oft den Arzt aufsuche oder mich kaum an den Namen der Hausärztin erinnern kann, weil ich sie schon ewig nicht gebraucht habe: Ich bezahle jeden Monat Krankenkassenprämien.

Ähnlich wie die hohen Mietzinse trifft es hier den Mittelstand besonders. Da kann man kaum Abzüge geltend machen oder auf irgendwelche Vergünstigungen hoffen. Der Mittelstand bezahlt alles – und darum ist es höchste Zeit, dass hier der Kanton mehr unterstützt und die Prämienverbilligung auf mindestens den durchschnittlichen Pro-Kopf-Beitrag aller Kantone anhebt, wie es die Initiative fordert.

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