In keinem Kanton leben im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Millionäre und Milliardäre als im Kanton Schwyz. Dank unserer rekordtiefen Steuern profitieren diese von immensen Steuerersparnissen, geniessen die Sicherheit, Infrastruktur und Ruhe in unserem Kanton. Doch für die Schwyzer Bevölkerung hat das Höfner Steuer-Monaco eine teure Kehrseite. Wegen der vielen Reichen muss unser Kanton dem Bund dieses Jahr 260 Millionen Franken in den nationalen Finanzausgleich zahlen – der mit Abstand grösste Ausgabenposten des Kantons. Wir alle zahlen an diese 260 Millionen mit unseren Kantonssteuern.
Der Zuzug so vieler reicher Personen hat auch dazu geführt, dass die Bodenpreise ins Unvorstellbare gestiegen sind und wir kaum oder nur überteuerte Mietwohnungen finden. Einmal mehr bewahrheitet sich: tiefe Steuern gleich hohe Wohnkosten. Zusätzlich sind die Kosten für Energie, Lebensmittel und Krankenkasse massiv angestiegen, während die Löhne fast unverändert blieben. Immer mehr fleissig arbeitende und sparsame Menschen haben darum finanzielle Probleme, während Milliardäre immer höhere Gewinne einstreichen.
In dieser Situation schreibt Kantonsrat Sepp Marty in seinem Leserbrief, es sei scheinheilig von der SP, mehr Prämienverbilligung zu fordern, da diese aus Steuergeldern bezahlt werde. Doch warum können sich dies die anderen, ärmeren Kantone leisten? Wir sind der zweitreichste Kanton, haben 900 Millionen Eigenkapital, haben neben Zug die tiefsten Steuern, müssen wegen der vielen Reichen extrem viel in den Finanzausgleich bezahlen, werden wegen der vielen reichen Zuzüger mit sehr hohen Wohnkosten bestraft, und dann soll es nicht einmal drinliegen, dass Schwyz wenigstens gleich viel Prämienverbilligung bezahlt wie der Durchschnitt der anderen Kantone? Das ist armselig.
