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Leserbrief

Stellen wir die Weichen

Zur Abstimmung über die Ausgabenbewilligung für den Entwicklungsschwerpunkt Seewen in der Gemeinde Schwyz vom 8. März

Das seit 2004 brachliegende Zeughausareal ist ein Schlüsselstandort für 700 neue Arbeitsplätze in unserem Talkessel. Schwyz braucht neben Wohnraum auch Platz, um das Gewerbe zu stärken.

66 Millionen Franken, davon 28 Millionen zulasten unserer Gemeinde, sind unbestritten eine stolze Summe. Gleichzeitig ist die Erschliessung des Zeughausareals eine Investition in die Zukunft von Schwyz. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass auf dem seit 2004 brachliegenden Areal neue Arbeitsplätze entstehen und unsere Kinder und Grosskinder in der Nähe Perspektiven finden, somit eine riesige Chance für unsere kommenden Generationen.

Das Erschliessungskonzept ist eng mit dem Kanton abgestimmt und klar strukturiert. Ein zentraler Punkt bleibt die Verkehrsführung: Neben der 2021 mit 69 Prozent Ja-Stimmen angenommenen Muotabrücke West braucht es eine flüssige Anbindung von Seewen, um den Mehrverkehr sinnvoll zu bewältigen. Der SBB-Freiverlad ist mit 14,6 Millionen Franken sicherlich teuer und wird sich wahrscheinlich nie rentieren. Doch er ist gesetzlich vorgeschrieben, zudem tragen Armasuisse rund 30 Prozent und der Kanton rund 50 Prozent der Kosten. Solange das Areal nicht erschlossen ist, wird der Kanton keine weiteren Einzonungen von Wohn- und Gewerbeflächen vornehmen.

Und was wäre wohl bei einem Nein? Als Projektleiter weiss ich: Je länger Projekte dauern, desto teurer werden diese. Wenn wir auf ein vermeintlich perfektes Projekt warten, dauert es womöglich nochmals 22 Jahre. Langwierige Abklärungen mit dem Bund, Konzepterarbeitungen und Variantenprüfungen wären die Folgen. Mit der Ausgabenbewilligung fürs Zeughausareal Seewen steht für unsere Gemeinde eine wegweisende Entscheidung bevor. Am kommenden Sonntag lege ich daher ein klares Ja in die Urne, für Schwyz und unser Gewerbe.

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