Bitte erklärt es mir jemand: Bei uns herrscht EU-Skepsis wegen des Bevölkerungswachstums. Gleichzeitig übertrifft die Binnenwanderung vom Kanton Zürich in den Kanton Schwyz das Wachstum der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung. Man möchte sagen: noch.
Denn der Konsens am 20. Schwyzer Wirtschaftsforum war klar – Wachstum. Das geht aber auch nur, wenn man Ressourcen möglichst effizient einsetzt. Diesem Verständnis fehlt im Kantonsrat und auch in der Wirtschaft offensichtlich die Tiefe. Wie soll man sonst die Aussage «Nutzen Sie die KI, dann verdienen wir jedes Mal etwas mit» des CEO von Kühne+Nagel verstehen?
Lassen Sie es mich auf den Kern herunterbrechen: Wenn wir im Überfluss leben, ignorieren wir eine ganzheitliche Sicht auf die Dinge. Können sich im vollen Restaurant alle Gäste ein Steak bestellen? Vielleicht heute, aber auf immer und ewig? Nein, es braucht auch eine vegetarische Option, damit den Steak-Liebhabern niemand etwas wegnimmt.
Genauso braucht es im Kantonsrat auch eine grün-progressive Politik, wenn die Wirtschaft im Kanton ressourceneffizient wachsen soll: Dazu gehören Hitzeschutzmassnahmen gegen Arbeitsausfälle und der strategische Ausbau der lokalen Stromproduktion, um eine Steigerung der regionalen Wertschöpfung überhaupt zu ermöglichen. Bitte denken Sie daran bei den nächsten Wahlen. Besten Dank.
