Leserbrief

Starke Finanzen – Zeit für Entlastung

Zur Abstimmung über die kantonale Initiative «Kaufkraft stärken – Prämienverbilligung auch für den Mittelstand» vom 14. Juni
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In der Diskussion um die Kaufkraftinitiative ist oft von Kontrollverlust, Giesskanne und hohen Kosten die Rede. Die Fakten zeigen ein anderes Bild. Der Kanton Schwyz verfügt heute über 950 Millionen Franken Eigenkapital. Vor zehn Jahren waren es noch 180 Millionen Franken. Gleichzeitig sind Krankenkassenprämien, Wohnkosten und Lebenshaltungskosten stark gestiegen. Die Initiative kostet 17 Millionen Franken pro Jahr. Vereinfacht gesagt: Wären die Reserven des Kantons ein Sparschwein mit 100 Franken, würden für die Initiative jährlich weniger als zwei Franken eingesetzt. Vor diesem Hintergrund sind die Kosten für den Kanton gut tragbar.

Von einer Giesskanne kann keine Rede sein. Die Initiative stärkt ein bewährtes System und unterstützt gezielt Menschen mit hohen Krankenkassenprämien. Bereits heute erhält fast jede vierte Person im Kanton Schwyz eine Prämienverbilligung. Der Bedarf ist längst Realität. Auch das Argument des Kontrollverlusts überzeugt wenig. Die Initiative verlangt nicht, dass Schwyz Spitzenreiter wird. Sie verlangt lediglich, dass unser Kanton seine Bevölkerung mindestens so stark unterstützt wie der Durchschnitt der Kantone.

Ja, die Initiative löst die steigenden Gesundheitskosten nicht. Aber sie entlastet dort, wo die Belastung heute schmerzlich ist. Schwyz kann sich diese Entlastung leisten. Die Menschen verdienen sie.