Leserbrief

Sportinfrastruktur stärken

Zur Abstimmung über die Sportanlage Tschaibrunnen in der Gemeinde Schwyz vom 14. Juni

Wer heute über die Investition in die Fussballanlage Tschaibrunnen diskutiert, sollte den Blick etwas weiten. Die Gemeinde Schwyz wächst seit 2022 um rund 1,77 Prozent pro Jahr. Das betrifft nicht nur Schulzimmer und Wohnungen, sondern auch die Freizeit- und Bewegungsinfrastruktur. Ohne Anpassungen führt das zu Engpässen und Wartelisten in den Vereinen. Wenn mehr Menschen hier leben, braucht es auch entsprechend Raum für Bewegung und Vereinsleben. Neue Anlagen entstehen kaum mehr – zu hoch sind die Kosten, zu knapp der Raum und zu gross der Druck durch Wohn- und Verkehrsbauten.

Für genau diese Entwicklung gibt es das Gesamtkonzept Sportanlagen (Gesak). Es ist kein Wunschzettel, sondern eine notwendige und verantwortungsbewusste Planungsgrundlage. Wer das ernst nimmt, muss bestehende Anlagen gezielt stärken. Es geht nicht darum, ob der Tschaibrunnen bestehen bleibt – das ist entschieden. Es geht darum, wie wir eine bestehende Anlage so weiterentwickeln, dass sie auch in Zukunft den Anforderungen gerecht wird.

Beim Tschaibrunnen geht es um konkrete Bedürfnisse. Die Infrastruktur stammt aus den 1980er-Jahren und entspricht heute nicht mehr den Anforderungen. Der SC Schwyz mit seiner grossen Frauenabteilung ist auf zeitgemässe Garderoben angewiesen. Das Projekt schafft, was heute fehlt: neue Garderoben und bessere Abläufe. Das Baurecht entlastet die Gemeinde und gibt dem Verein Planungssicherheit. Den Standort jetzt zu erneuern, heisst, Verantwortung zu übernehmen – für den Sport und für unsere Gemeinde. Darum sage ich heute Ja – und schiebe die Verantwortung nicht nach hinten.

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