Leserbrief

SP schiesst über Ziel hinaus

Zur Abstimmung über die kantonale Initiative «Kaufkraft stärken – Prämienverbilligung auch für den Mittelstand» vom 14. Juni
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Die Prämieninitiative der SP setzt am falschen Punkt an. Sie konzentriert sich auf die Prämienverbilligung, blendet aber einen entscheidenden Zusammenhang aus: Die Prämien sind eine direkte Folge der Gesundheitskosten.

Wer nur die Verbilligungen ausbaut, ohne die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen zu bremsen, bekämpft letztlich nur die Symptome – nicht die Ursache. Mehr staatliche Beiträge mögen kurzfristig entlasten, führen aber langfristig zu weiter steigenden Prämien und erhöhen die Abhängigkeit vom Staat. Wo der Staat sich einmischt, geht der Wettbewerb verloren.

Nachhaltige Lösungen sehen anders aus. Gefragt sind Massnahmen, die die Kosten wirksam dämpfen und das System effizienter machen.

Ausserdem ist zusätzliche Entlastung bereits unterwegs! Wegen neuer Bundesregeln erhöht der Kanton Schwyz die Prämienverbilligungen um über 17 Millionen Franken pro Jahr. Insgesamt fliessen damit jährlich mehr als 110 Millionen Franken in die Entlastung der Versicherten. Jede dritte Person im Kanton Schwyz wird künftig entlastet.

Davon profitieren Haushalte bis weit in den Mittelstand hinein. Die SP-Initiative will jetzt noch einmal Millionen obendraufpacken, auf Kosten aller Schwyzerinnen und Schwyzer. Deshalb stimme ich am 14. Juni Nein zur SP-Prämieninitiative.