Im Doppelinterview zum Nachgang der 10-Millionen-Initiative mit Mattea Meyer und Cédric Wermuth geben die beiden Co-Führungskräfte der SP einige bemerkenswerte Äusserungen von sich. Sie lenken mit Nebelpetarden vom Grundanliegen der Initiative ab. Meyer: «Wie gehen wir mit Menschen um, die keinen Schweizer Pass haben?» soll eine der zentralen Fragen dieser Initiative gewesen sein. Kein Wort von täglich erlebbarem Dichtestress, von Einwanderung in die Sozialsysteme, von steigenden Mieten infolge der Zuwanderung. Wermuth: «… das Erfolgsmodell Schweiz beruht auf … einem starken sozialen Schutz im Inland.» Dieser Schutz wird aber durch importierten Missbrauch im Sozialsystem eben gerade unterwandert (beispielsweise gefälschte Zertifikate).
Recht abenteuerlich wird es, wenn Meyer zum Entkräften des Stadt-Land-Grabens sagt, auch ländliche Kantone wie Luzern hätten Nein gestimmt. Sie müsste die Stimmergebnisse einmal genau analysieren und dann verstehen können, bevor sie den Kanton Luzern als Beispiel hierfür heranzieht. Luzern hat mit 50,99 Prozent äusserst knapp Nein gestimmt, und das auch nur, weil die Stadt das Land mit ihrem Nein deutlich überstimmt hat. Also eigentlich gerade ein brillanter Beleg für den Stadt-Land-Graben.
Meyer: «… unsere Abstimmungserfolge bei der 13. AHV-Rente … zeigen, dass wir Lösungen für Probleme haben, welche die Menschen in der ganzen Schweiz beschäftigen.» Mit diesen «Lösungen» haben sie aber gerade neue Probleme kreiert. Wie sie für diese «Lösungen» auch die entsprechenden Gelder auftreiben wollen, erfolgt dann in gewohnt SP-Manier: Steuern und Abgaben erhöhen.

