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Leserbrief

Sind Vereine in Restaurants noch willkommen?

Zur Schwyzer Gastronomie

Immer wieder hört man, dass Gastronomiebetriebe unter Druck stehen – Personalmangel, steigende Kosten, anspruchsvolle Gäste. Umso wichtiger wäre ein respektvoller Umgang miteinander. Leider haben wir als Verein kürzlich, und bereits zum zweiten Mal in verschiedenen Restaurants, eine sehr enttäuschende Erfahrung gemacht.

Wir hatten uns dort getroffen, um eine Sitzung abzuhalten. Von Anfang an fühlten wir uns jedoch nicht willkommen. Die Bedienung war distanziert, wir erhielten lediglich ein Getränk, ohne dass weiterer Service angeboten wurde. Besonders irritierend war, dass wir bereits eine Stunde vor der offiziellen Schliesszeit gebeten wurden zu zahlen – obwohl wir noch mitten in unserer Sitzung waren. Noch zu erwähnen: Im ersten Restaurant haben wir sogar gegessen, Dessert gab es leider keines mehr, da sie schliessen wollten.

Auf Nachfrage erhielten wir die Aussage, man nehme eigentlich keine Sitzungen an, und es sei «etwas falsch gelaufen». Das wirft für uns eine grundsätzliche Frage auf: Sind Vereine und kleinere Gruppen für Besprechungen in Restaurants nicht mehr erwünscht?

Dabei wären wir durchaus bereit gewesen, länger zu bleiben und entsprechend mehr zu konsumieren – vorausgesetzt, man fühlt sich willkommen und gut bedient. Stattdessen bleibt ein Gefühl, eher geduldet als geschätzt zu sein.

Dieser Leserbrief soll nicht anklagen, sondern sensibilisieren: Gute Gastronomie lebt von Gastfreundschaft. Vielleicht hilft ein offener Umgang mit solchen Situationen, sei es durch klare Kommunikation im Vorfeld oder durch mehr Wertschätzung gegenüber allen Gästen, egal ob Einzelperson oder Gruppe. Somit bleibt uns nichts anderes übrig, als die Sitzungen in einem Restaurant in der Gemeinde zu halten, wo wir uns sehr willkommen fühlen und dies auch geschätzt wird.

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