notifications
Leserbrief

Schluss mit dem Gejammer

Zur Abstimmung über die Teilrevision Personal- und Besoldungsgesetz für Lehrpersonen vom 28. September

Es stimmt, jeder wählt seine Arbeit selber aus, dennoch stören mich das Gejammer und die Diskussionen über Lehrerlöhne. Diese sollen, um gegen den Lehrermangel anzugehen, erhöht werden. Doch mit einem Einsteigerlohn von zirka 78’500 Franken pro Jahr wäre manch ein Handwerker auch im höheren Alter sehr zufrieden.

Jeder weiss, der Lehrer wird bis zur Pension um einiges mehr verdienen als der Handwerker. Sowohl der Lehrer wie der Handwerker haben Ende Monat einen Fixlohn. Doch um die monatlichen Löhne auszahlen zu können, bin ich als Arbeitgeber von Handwerkern im Gegensatz zu den Behörden von Gemeinden und Bezirken stets gefordert, genügend Arbeit reinzuholen. Und das bei einem enormen Preiskampf. Auch wir Handwerker hätten einen besseren Lohn, würden wir im Kanton Zug oder Zürich arbeiten.

Aber ist es das wirklich wert, wenn man sieht, wie es dort auf den Baustellen zu und her geht? Meiner Meinung nach ist das Arbeitsumfeld genauso wichtig. Das zählt für Lehrer wie Handwerker. Und übrigens, auch bei uns Handwerkern herrscht ein grosser Fachkräftemangel. Wenn wir diesen nicht beheben, dürfen die Lehrer bald auf Schotterstrassen zur Arbeit fahren und in Waldhütten unterrichten. Also bitte, hört mit dem Gejammer auf. Die Lehrerlöhne sollen bleiben, wie sie sind, stärkt besser das Umfeld, dann macht auch das Arbeiten mit dem jetzigen Lohn mehr Spass!