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Leserbrief

Risiken und Nebenwirkungen

Zur Abstimmung über die Ausgabenbewilligung für den Entwicklungsschwerpunkt Seewen in der Gemeinde Schwyz vom 8. März

Mit Erstaunen habe ich den Bericht des «Boten» vom 27. Februar bezüglich des 66-Millionen-Projekts Zeughausareal gelesen. Ich vermisse darin eine sachliche Berichterstattung. Herr Jordan spielt die Parteien gegeneinander aus und macht eine einseitige Berichterstattung.

Ausserdem geht es um 66 Millionen Franken, welche der Steuerzahler zu berappen hat. Es gibt kein Brutto, Netto, Bund oder Kanton – nur den Steuerzahler.

Die Gemeinde Schwyz hat eine Nettoverschuldung von 90,3 Millionen Franken. Gemäss Finanzkennzahlen wird die Nettoschuld bis im Jahr 2029 auf 152 Millionen Franken ansteigen. Somit ist es absehbar, dass der Steuerfuss erhöht werden muss. Zudem stehen weitere Projekte wie das Schulhaus Seewen an. Die Muotabrücke wird nicht mit 16,2, sondern mit gegen 20 Millionen Franken zu stehen kommen. An der Budgetversammlung vom Dezember 2025 hörte ich keine Argumente der Befürworter für die sieben Teilprojekte. Das Votum der SVP war jedoch einleuchtend. Es ist absolut nicht notwendig, eine Fussgängerunterführung 15 Jahre früher und auf Vorrat zu bauen. Auch ein Freiverlad ist unnötig, da in der nahen Umgebung vier weitere bereits bestehen. Mit der Streichung der zwei Teilprojekte könnten 22,3 Millionen Franken gespart werden. Bei einer so hohen Ausgabe muss zudem dringend eine Wirtschaftlichkeitsprüfung gemacht werden. Risiken und Konsequenzen sind darzulegen. Der Gemeinderat wurde an der Budgetgemeinde 2025 bezüglich der fehlenden Wirtschaftlichkeitsprüfung ermahnt. Eine Stellungnahme dazu wurde an dem Abend totgeschwiegen.

Darum, ein grundsätzliches Ja zur Erschliessung, aber ein Nein zum überhöhten Ausgabenkredit von 28 Millionen Franken. Geben wir dem Gemeinderat die Möglichkeit, seine Hausaufgaben bezüglich Wirtschaftlichkeitsprüfung nachzuholen und die Vorlage in Teilprojekten dem Stimmvolk zu unterbreiten.

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