Leserbrief

Rechte und Pflichten

Zum Artikel «Hundehalter fühlen sich in Schwyz kriminalisiert» vom 7. August
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Im Bericht «Hundehalter fühlen sich in Schwyz kriminalisiert» wird das Tierschutzgesetz als Argument gegen die Leinenpflicht angeführt. Dabei wird gerne vergessen: Das Gesetz kennt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Genau hier sollte die Diskussion beginnen. Denn bevor Hundehalter mehr Freiheiten und Verständnis von Politik und Gesellschaft einfordern, wäre es an der Zeit, die Eigenverantwortung innerhalb der eigenen Reihen ernst zu nehmen. Die Praxis zeigt aus meiner Sicht, dass sich etwa ein Drittel der Hundehalter sehr gut an die Regeln hält, ein Drittel mehrheitlich gut – aber ein Drittel leider nicht oder nur ungenügend. Und genau dieses Verhalten fällt auf. Es schadet dem Ansehen aller Hundehalter und liefert letztlich Argumente für zusätzliche Einschränkungen.

Deshalb eine unbequeme Frage: Warum sorgt die Hundegemeinschaft nicht zuerst selbst dafür, dass ihre eigenen Regeln und Pflichten eingehalten werden? Wer Freiheiten fordert, muss Verantwortung übernehmen. Wer Vertrauen erwartet, muss sich vertrauenswürdig verhalten. Und wer weniger Regulierung will, sollte nicht diejenigen in den eigenen Reihen dulden, die durch ihr Verhalten immer neue Regulierungen provozieren.