Kantonsrat Pirmin Geisser schreibt in seinem Leserbrief, meine Aussage, dass der Kanton Schwyz seine Beiträge an die Prämienverbilligung gekürzt habe, sei falsch. Als Beweis nennt er die Zahlen der letzten vier Jahre, in denen die Beiträge mit dem Anstieg der Krankenkassenprämien Schritt hielten.
Schwyz spart allerdings schon länger auf dem Buckel der Menschen mit tiefen Einkommen. Scheinbar hat Pirmin Geisser nicht mitbekommen, dass unser Kanton im 2019 seine schon damals keinesfalls üppigen Beiträge an die Prämienverbilligung deutlich um rund 25 Prozent gekürzt hat. Der reiche Kanton Schwyz zahlt seit damals weniger als halb so viel Prämienverbilligung wie die anderen Kantone.
Leider erwähnt Kantonsrat Geisser seinerseits mit keinem Wort, dass der Bund seine Beiträge an die Prämienverbilligung des Kantons Schwyz seit jeher immer an die Entwicklung der Krankenkassenprämien angepasst hat. 66 Millionen der Schwyzer Prämienverbilligung stammen vom Bund, lediglich 28 Millionen vom Kanton Schwyz.
Im 2018 hatte Schwyz schon einmal 27 Millionen an die Prämienverbilligung bezahlt. Die Schwyzer Beiträge sind seither also stagniert, obwohl die Krankenkassenprämien bekanntlich förmlich explodiert sind – genauso wie das Eigenkapital des Kantons. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum unser reicher Kanton für Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen nicht wenigstens gleich viel leisten will, wie dies die anderen Kantone tun.
