Leserbrief

Politische Sturheit als neue Kunst

Zu Buosingen und Luxram

Luxram und kein Ende – oder doch? Die Sonneggstrasse in Goldau war lange gesperrt, weil ein Anbau der ehemaligen Lampenfabrik einzustürzen drohte. Die Strasse muss mit einem massiven Kunstbau gesichert werden. Der jahrelange Streit zwischen der Gemeinde Arth und dem Schwyzer Heimatschutz ist eine unendliche Geschichte. Ich rate Frau Schwander vom Schwyzer Heimatschutz, den imposanten Schutzbau bereits heute unter Heimatschutz zu stellen – niemand kennt die Dauer des (unendlichen) Verfahrens. Ob die Protagonisten diese Kunstbaute mit einer Einweihung feiern? Es gibt immer neue Kunstformen.

Der Bund treibt mit unbeirrter Sturheit den Bau des Bundesasylzentrums für 170 renitente Ausreisepflichtige weiter. Merke: Der Bund zahlt für den Abbruch von Bauten ausserhalb der Bauzone Geld! Der ehemalige Campingplatz Buosingen hätte wie andere auch renaturiert werden müssen. Dieser Baugrund ist vom Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler erfasst. Frau Schwander sollte, sofern dieses Asylzentrum wider besseres Wissen steht, es unter Heimatschutz stellen. Sonst erinnert sich der Bund an die bestehenden Gesetze und verfügt den Abbruch. Gesetzesbruch als neue staatliche Kunstform.