Manche rieben sich diesen Sommer die Stirne und die Augen. Trotzdem flogen viele in den noch heisseren Süden. Darunter waren sicher auch Grüne. Nun sind sie zurück und lästern über die Klimapolitik. Unsere Sonne macht die Hitze. Beugt man sich über den vom Regierungsrat hochgelobten Energie- und Klimaplan, stellt man, oh Schreck, fest, dass die Sonnenscheindauer in Verbindung mit Hochdrucklagen in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Kommt noch die Hochdruck-Omega-Lage wie diesen Sommer dazu, wird es heiss, wie in früheren Jahrhunderten auch.
Die Politik ist machtlos gegen die Sonne; da hilft kein Plan. 1303 und 1304 trockneten der Rhein, die Loire und die Seine aus. Im Jahr 1715 fiel von März bis Oktober kein Tropfen Regen. Die Geschichte der Dürrekatastrophen geht auf das Jahr 627 zurück, als in Frankreich und Deutschland Tausende Menschen verdursteten.
Der Weltklimarat hat das schlimmste Szenario RCP 8.5 gestrichen. Trotzdem verwendet der Klimaplan in unserem Kanton dieses Szenario kritiklos weiter. Darum fordere ich ein Umdenken und eine vernünftige Neuausrichtung des Klimaplans. Der Energieplan kann bleiben, muss sich aber auch in Richtung KKW bewegen. Immer noch Windmessungen zu veranstalten, damit noch mehr ineffiziente Windräder geplant werden können, ist ein unnützes und übertriebenes Placebo. Die Schweiz ist kein Windland. Die schlechte Energieausbeute – entgegen den Versprechen – auf dem Gotthard und am Griespass spricht Bände.
