Die Schweiz ist bekannt für ihre stabile Infrastruktur, die gerade in Krisenzeiten von grösster Bedeutung ist. Doch genau diese gerät unter Druck: Die Belastung bis hin zur Überlastung steigt, während Unterhalt und Erneuerung immer teurer werden. Eine zentrale Säule dieser Grundversorgung ist die Lebensmittelsicherheit. In Krisenzeiten – ob durch Naturkatastrophen, geopolitische Spannungen, Pandemien oder drohende kriegsähnliche Zustände in Nachbarländern – wird die Sicherstellung der Versorgung zu einer massiven Herausforderung.
1945 lag der Selbstversorgungsgrad bei uns mit 4,5 Millionen Menschen zwischen 60 und 70 Prozent. Seither hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt. Gleichzeitig gaben Zehntausende Bauernhöfe auf, 60’000 Hektaren Ackerland wurden verbaut, und die persönlichen Ansprüche sind unaufhaltsam gestiegen.
Man stelle sich nun eine Krise vor, die über Wochen oder Monate andauert – geprägt von Energiemangel, sinkenden Importen und schwindender Eigenproduktion. Man braucht keinen Hochschulabschluss, um zu erkennen, dass die Lebensmittel trotz der Pflichtlager des Bundes nicht lange ausreichen würden. Der Selbstversorgungsgrad von derzeit etwa 50 Prozent sinkt weiter und lässt sich kaum mehr steigern. Dabei handelt es sich nur um einen Durchschnittswert; bestimmte Produkte werden in der Schweiz gar nicht produziert und stünden ohne Importe sofort bei null.
Deshalb ist es entscheidend, das Bevölkerungswachstum in der Schweiz zu begrenzen. Je mehr Menschen hier leben, desto weniger bleibt für den Einzelnen. Ich möchte in der Schweiz weder Lebensmittelkarten noch Verteilkämpfe erleben. Darum stimme ich Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative: Eine Bevölkerung von über 10 Millionen ist die weitaus grössere Gefahr für unser Land als eine begrenzte, eigenständig gesteuerte Zuwanderung.

