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Leserbrief

Notschlafstelle im Kaltbach

Zum Artikel «Abgewiesene Asylsuchende verbarrikadieren sich im Container – Polizei wirft sie raus» vom 20. Februar

Seit einiger Zeit bewegt die Situation um die abgewiesenen Asylbewerber im Kaltbach die Gemüter. Das Asylgesuch dieser Personen wurde abschlägig beurteilt, folglich müssten die Gesuchsteller ausreisen, was diese jedoch nicht tun. Nun wird den abgewiesenen Asylbewerbern eine Notschlafstelle zur Verfügung gestellt. Wie das Wort schon sagt: eine Notschlafstelle, welche tagsüber zu verlassen ist. Eine gängige Praxis, die auch für Obdachlose mit Schweizer Pass zur Anwendung kommt, die in Notschlafstellen übernachten können oder müssen.

Vor Kurzem wurden gar Stimmen laut (veröffentlicht im «Boten»), dass die abgewiesenen Asylbewerber gezwungen werden herumzuhängen und dadurch nahezu genötigt werden zu delinquieren.

Nun haben die in der Notschlafstelle übernachtenden Personen sich geweigert, den Container zu verlassen und mit einem zweiseitigen Brief ihre Forderungen dargelegt. Es liegt auf der Hand, dass diese Forderungen nicht aus der Feder der Besetzer stammen. Ebenso wenig erstaunt es, dass Zuschauer jeglicher Couleur bereitstanden, um sicherzugehen, dass alles rechtens verläuft. Eine Vertreterin aus Olten (!) erklärte gegenüber dem «Boten», (…) man solidarisiere sich mit den Betroffenen.

Letztlich haut man die ganze Sache der Polizei um die Ohren. Geradezu symptomatisch. Schliesslich ist es ja die Polizei, die Gesetze erlässt (oder doch nicht?), und überhaupt, wenn etwas aus dem Ruder läuft, wähle 117, die sind sich gewohnt, für andere die Kohlen aus dem Feuer zu holen, und zudem werden sie ja dafür bezahlt. Quo vadis, schönes Heimatland?

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