Liebe Leserinnen, liebe Leser, mit Interesse habe ich die Berichterstattung über die Eröffnung des Babyfensters im Spital Schwyz verfolgt. Grundsätzlich ist es zu begrüssen, dass dieses sensible Thema Aufmerksamkeit erhält. Weniger bekannt ist jedoch, welche Folgen es hat, wenn das Babyfenster aus Neugier geöffnet wird.
Was vielen nicht bewusst ist: Jede Öffnung des Babyfensters löst einen Alarm aus. In diesem Fall wird speziell geschultes Fachpersonal unverzüglich von seiner aktuellen Tätigkeit abgerufen, um die Situation vor Ort zu überprüfen. Alle Einsätze erfolgen stets seriös und pflichtbewusst – unabhängig davon, ob tatsächlich ein Kind im Babyfenster liegt oder nicht.
Fehlalarme sind für das Personal belastend und können den Ablauf wichtiger Arbeiten erheblich stören. Häufig befinden sich die Mitarbeitenden gerade in Notfällen, bei Operationen, Geburten oder anderen verantwortungsvollen Aufgaben. Jede unnötige Alarmierung bindet wertvolle personelle Ressourcen.
Ich bitte daher um Verständnis und Rücksichtnahme. Wer sich informieren möchte, kann dies über die vorhandenen Onlinevideos und Berichte tun. Das Babyfenster ist kein Objekt der Neugier, sondern eine Einrichtung für absolute Ausnahmesituationen. Oder, wie man es früher gelernt hat: «nid mit dä Finger luegä». Vielen Dank für das Verständnis.

