Bereits 2016 wurden die Kosten für den Autobahnanschluss in Arth auf über 31 Millionen Franken geschätzt. Wie hoch die Rechnung heute ausfallen würde, können wir nur erahnen.
Der Schwyzer Regierungsrat setzt sich beim Bund erneut für den Ausbau ein, wie der «Bote» berichtete. Doch rechtfertigt der Nutzen diese Millioneninvestition? Bereits 2019 titelte der «Bote der Urschweiz»: «30 Millionen Franken für 140 Autos und fünf Minuten Zeitgewinn».
Die Zweckmässigkeitsbeurteilung des Kantons von 2012 kam zum Schluss, dass die Nachteile einer zusätzlichen A4-Einfahrt Richtung Norden deutlich überwiegen. Das Bundesamt für Strassen bestätigte dies 2015, erachtete den Ausbau als nicht notwendig und lehnte eine finanzielle Beteiligung ab. Der Entwurf des eidgenössischen Sachplans Verkehr vom August 2026 bezeichnet die Wirkungen auf den Verkehr als «eher gering».
Während für dieses Projekt Millionen vorgesehen sind, warten die Anwohner der Luzernerstrasse, der Zubringerstrasse zur geplanten Autobahnauffahrt, seit über 20 Jahren auf einen sicheren Schulweg. Ein Trottoir fehlt. Lediglich ein gelber Strich trennt die Fussgänger vom motorisierten Verkehr.
Wir fragen den Regierungsrat und den Gemeinderat Arth: Wie erklären wir unseren Kindern, dass für einen Anschluss mit geringem Verkehrsnutzen Millionen ausgegeben werden sollen, während sie auf einen sicheren Schulweg warten?
Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine sinnvolle Verkehrsentwicklung. Doch die Sicherheit für alle auf dieser Strasse muss Vorrang haben.
Der Verein Luzernerstrasse Arth fordert den Verzicht auf den Ausbau Richtung Nord und ein durchgehendes, baulich geschütztes Trottoir entlang der Luzernerstrasse. Fünf Minuten Zeitgewinn dürfen nicht wichtiger sein als die Sicherheit unserer Kinder!

