Feuerwerk gehört für viele Menschen zum 1. August und zu Silvester. Es ist Ausdruck von Freude, Tradition und Gemeinschaft. Gleichzeitig habe ich grosses Verständnis für Tierbesitzer, deren Hunde, Katzen und andere Tiere durch laute Knallgeräusche in Angst und Stress versetzt werden. Diese Sorgen müssen ernst genommen werden.
Doch ist ein schweizweites Verbot wirklich die richtige Antwort? Oft wird vergessen, dass auch traditionelle Veranstaltungen von solchen Einschränkungen betroffen sein könnten. Ein Beispiel ist das Blätzverbrennen in Schwyz, bei dem Böller zur gelebten Fasnachtstradition gehören. Solche jahrhundertealten Bräuche könnten in ihrer heutigen Form nicht mehr stattfinden. Damit steht weit mehr auf dem Spiel als nur das private Silvesterfeuerwerk: Es geht auch um ein Stück unserer regionalen Kultur und Identität.
Rücksichtnahme und Tradition müssen sich nicht ausschliessen. Klare Abbrennzeiten, gezielte Einschränkungen und ein verantwortungsvoller Umgang mit Feuerwerk können helfen, die Belastung für Mensch und Tier zu reduzieren.
Nicht jedes gesellschaftliche Problem muss mit einem neuen Verbot gelöst werden. Eigenverantwortung, gegenseitiger Respekt und vernünftige Regeln sind ebenso wichtig. Unsere Traditionen verdienen es, mit Augenmass behandelt zu werden.
Deshalb stimme ich am 29. November Nein zur Feuerwerksinitiative. Denn Rücksichtnahme ist wichtig – aber ein landesweites Verbot ist nicht die einzige mögliche Lösung.
