Schon erstaunlich, wie schnell sich Ansichten ändern können. In seinem Forumsbeitrag im «Boten» vom 20. Juni hat SVP-Nationalrat Roman Bürgi ganz wunderbar geschrieben, Solidarität müsse gerade in Zeiten steigender Krankenkassenprämien und höherer Wohnkosten bei den Menschen im eigenen Land beginnen. Nur wenige Wochen vorher haben er und seine Partei genau diese Solidarität vermissen lassen und die Kaufkraft-Initiative bekämpft, womit der Schwyzer Bevölkerung mit tiefen und mittleren Einkommen wenigstens gleich viel Prämienverbilligung wie in den anderen Kantonen hätte bezahlt werden können. Ebenso bekämpfen Bürgi und die SVP stets Anliegen für mehr bezahlbaren Wohnraum.
Erst als es um Gelder für Entwicklungshilfe und internationale Programme geht, erinnert sich der Präsident der Schwyzer SVP plötzlich an die eigene Bevölkerung und deren Bedürfnisse. Aber als es wirklich um Geld für die eigene Bevölkerung ging, haben Bürgi und seine Partei alle möglichen und unmöglichen Argumente dagegen hervorgebracht und diese Solidarität verweigert.

