Am 27. September stimmen wir über die Neutralitätsinitiative ab. Für mich ist klar: Die Schweiz braucht eine konsequente, glaubwürdige und bewaffnete Neutralität. Neutralität bedeutet nicht Wegschauen. Weil wir keinem Militärbündnis angehören und uns nicht in fremde Kriege einmischen, können wir als unabhängiges Land glaubhaft vermitteln. Militärische Ausbildungszusammenarbeit im kleinen Rahmen soll möglich bleiben: Weil bei uns der Platz fehlt und Lärmauflagen steigen, muss die Armee für das Training ganzer Verbände weiterhin auf ausländische Plätze ausweichen dürfen.
Neutralität verlangt aber Glaubwürdigkeit. Wer neutral sein will, gleichzeitig aber fremde Sanktionen gegen kriegführende Staaten übernimmt, verliert dieses Vertrauen. Die Initiative setzt hier klare Grenzen: kein Beitritt zu Militärbündnissen, keine Kriegsbeteiligung und keine Übernahme von Sanktionen. In Zeiten wachsender internationaler Spannungen müssen wir unsere Sicherheit eigenständig verteidigen. Unsere Neutralität hat über Generationen hinweg Stabilität und Frieden gesichert – weichen wir sie nicht leichtfertig auf. Ja zur Neutralitätsinitiative – für eine unabhängige, glaubwürdige und konsequente Schweiz.
