Die Individualbesteuerungsinitiative klingt fortschrittlich, ist aber in Wahrheit ein Bürokratiemonster. Sie zwingt alle Kantone und Gemeinden, ihre Steuersysteme komplett umzubauen – obwohl die Heiratsstrafe fast ausschliesslich bei der Bundessteuer besteht. Auf kantonaler Ebene ist das Problem dank Splitting- oder Teilsplittingtarifen längst weitgehend gelöst, auch im Kanton Schwyz.
Statt das Problem dort zu beheben, wo es liegt, wird das ganze Land in ein teures, jahrelanges Verwaltungsprojekt gedrängt. Das ist ineffizient, unnötig und föderal völlig verfehlt.
Und eines ist klar: Gleichstellung erreicht man nicht über das Steuersystem, sondern über Bildung, Vereinbarkeit, Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Die Initiative verkauft einen Systemumbau als Gleichstellungspolitik – das ist Augenwischerei.
Darum sage ich klar Nein zu dieser Initiative und setze mich für eine zielgerichtete Reform der Bundessteuer statt eines schweizweiten Bürokratieexperiments ein.
