Leserbrief

(K)ein Spielplatz

Zum Artikel «So lässt es sich spielen» vom 28. Oktober

Der «Bote der Urschweiz» vom 28. Oktober 2026 begibt sich auf die Suche nach Spielplätzen. Auf einer Doppelseite werden diese bebildert und bewertet. Man gewinnt den Eindruck, wir seien ein Land voller Spielplätze. So weit, so schön!

Interessant wäre eine andere Frage: Wo fehlen attraktive Spielplätze? Die traurigste Antwort findet sich in der Gemeinde Schwyz. Die Ital-Redinghaus-Stiftung wurde gegründet mit dem Zweck, die Liegenschaft dem breiten Publikum zugänglich zu machen. Max Felchlin hatte der Stiftung später einen Spielplatz geschenkt. Die Voraussetzungen wären also gut, dass auf dieser Wiese eine Begegnungsstätte, ein Tummelfeld für Kinder, Familien und picknickende Mittagesser, quasi ein «Central Park» von Schwyz entstünde.

Doch was ist geschehen? Nichts, was die Liegenschaft für die Öffentlichkeit attraktiv macht. Der geschenkte Spielplatz wurde in eine wenig beachtete Ecke gezwängt, viele wissen nicht einmal, dass es ihn gibt. Und die restliche Infrastruktur lockt auch kaum jemanden an: keine Verpflegungsmöglichkeit, kein Joint Venture mit dem nahen Mythenforum, keine Bänke zum Verweilen, keine Wege und bestenfalls halb offene Tore. Eine tote statt eine lebendige Wiese mitten im Ort! Genau hier könnte – und müsste – ein grosser, abenteuerlicher Spielplatz mit viel Raum für Bewegung stehen. Kinderlachen würde anzeigen, dass dem Stiftungszweck nachgelebt wird: Schwyz hätte seinen lebendigen «Central Park».