Kantonsrat Severin Isenschmid weckt in seinem Leserbrief den Eindruck, dass die Prämienverbilligung das Kostenbewusstsein schwäche und damit notwendige Reformen verhindere. Entschuldigung, das ist falsch! Es ist für uns alle obligatorisch, eine Krankenversicherung abzuschliessen. Dies bedeutet für eine alleinstehende Person Kosten von 6204 Franken und für eine vierköpfige Familie Kosten von 18’204 Franken!
Diese Beträge können immer mehr Menschen nicht mehr bezahlen. Bei Einführung des Krankenkassenobligatoriums wurde versprochen, dass niemand mehr als acht Prozent seines Einkommens für die Krankenversicherung ausgeben müsse. Heute ist dieser Anteil trotz Prämienverbilligungen deutlich höher. Dies, weil Kantone wie Schwyz ihren Anteil an der Prämienverbilligung ständig gekürzt haben. Wenn es die Politik in Bern bis heute nicht geschafft hat, die Kosten für das Gesundheitswesen in den Griff zu bekommen, ist dies nicht die Schuld der Bevölkerung. Viele andere Kantone zahlen ihrer Bevölkerung deutlich höhere Prämienverbilligungen. Warum sollte dies der Kanton Schwyz nicht auch tun?
Die Kaufkraft-Initiative verlangt lediglich, dass unser Kanton uns Schwyzerinnen und Schwyzern gleich viel Prämienverbilligung zahlt, wie dies im Durchschnitt aller Kantone passiert. In Anbetracht unseres angehäuften Eigenkapitals von 950 Millionen Franken ist dies erst recht möglich. Darum sage ich am 14. Juni Ja zur Kaufkraft-Initiative.

